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Er hat Angst seine Freiheit zu verlieren

22. Mai 2012 um 19:22

Habe das Thema versentlich falsch gepostet, hier ist es richtig aufgehoben. Sorry an die Admins.

Ich stecke momentan fest.
Zu den Fakten:

Mein Freund und ich sind seit 1 1/2 Jahren zusammen und führen eine WE Beziehung (Differenz 30km), sehen uns ab und zu mal in der Woche, aber überwiegend nur am WE.
Dazu sprechen wir unterschiedliche Sprachen (ich deutsch, er niederländisch) und einigen uns auf Englisch.
Er war schon verheiratet und hat eine Tochter, die er nicht sehen darf-
Er lebt seit 30 Jahren in seiner Wohnung und sieht keinen Grund, diese zu verlassen. Dort hat er mit seiner Ex Frau und seiner Tochter gewohnt. Ich kann mir nicht vorstellen, da einzuziehen, oder einiges an Möbeln muss raus sortiert und gemeinsam gestaltet werden. Sonst fühle ich mich immer fremd da.

Letztes Jahr haben wir gesprochen und zusammen überlegt, ob wir nicht zusammen ziehen wollen. Später hat er aber seine Angst geäußert, dass er Angst hat, dass er nicht mehr das machen kann, wie vorher. Seine Hobbies, einfach so weg gehen, die und das und immer Absprache...

Ich kann mir vorstellen, mit ihm zusammen zu ziehen, aber er hat Angst, seine Freiheiten zu verlieren. Was für ein Quatsch, er müsste dann alles umändern und könnte nicht mehr machen was er will. Hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich habe auch meine Erfahrungen gemacht und 2x neu angefangen, voll doof, habe auch Angst, ein bisschen Risiko und Kompromissbereitschaft gehört für Beide dazu. Ich leide mitlerweile darunter.
Er liebt mich, zeigt es auch dass er für mich da ist und ich habe immer noch Schmetterlinge im Bauch, trotzdem zweifel ich an der Beziehung.

Wenn ich es so laufen lasse und warte, würde sich das Problem vielleicht lösen, will ja auch nicht drängeln. Ich befürchte aber, dass wir uns an die lockere Beziehung gewöhnen und nicht zusammen ziehen wollen. Da ist doch Stillstand. Ich hatte so etwas noch nie. Mit ihm darüber sprechen ist schwierig, weil die Vokabeln fehlen, muss ich aber tun. Nächstes WE hat er Geburtstag, da geht es nicht und am Telefon will ich das auch nicht ausdiskutieren. Habt Ihr schon mal so etwas erlebt, was könnte ich tun, damit ich mit der Situation besser umgehen kann

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23. Mai 2012 um 15:07

Ich bestehe...
auf 2 gemeinsame Wohnungen (ich , weiblich). Auch noch nach 10 Jahren. Warum Frauen immer auf zusammen ziehen bestehen, kann ich nicht nachvollziehen. 30km ist ja gleich um die Ecke. Das fahr ich jeden TAg. Das einzige Risiko dass du damit eingehst, dass die Beziehung nach 2 Jahren öde wird Ich möchte meinen Partner nicht jeden Tag sehen dann hat man sich auch wieder was neues Spannendes zu erzählen. Ich sage mal, die Beziehung wird nicht so schnell langweilig.

Ich verstehe ja deine Verliebtheit und so, aber das hält so ind er Form nicht ewig an und ist meist äußerst euphorisch von den Leuten gedacht. Früher oder später holt einen den Alltag ein und dann muss man erfinderisch werden. Jeder Mensch braucht ein bißchen Freiheit, erst recht in der Beziehung - man braucht auch diese gewisse "Lockerness", "Fremdheit", "Ungewissheit" in einer Beziehung. Wenn du zu mamahaft wirst und kalmmerst, denn sonst holt man sich die wieder... entweder in Form einer heimlichen Geliebten oder man trennt man sich ganz schnell wieder.

Ich würde mir eher über was anders Gedanken machen: irgend einer soll die Sprache des anderen annehmen. Nur über eine Drittsprache zu kommunizieren würde mich unheimlich stören. Sollen eure zukünftigen Kinder dann auch englisch sprechen? Sehr merkwürdig.

Und ich würde dem Mann seinen Freiraum lassen. Er hat Angst, dass er seine Hobbies verliert, das ist für mich ganz verständlich. Ich gebe mein Leben auch nicht auf, wenn ich mir 30 oder 40 Jahre irgendwo meine Existenz aufgebaut habe, auch nicht für eine neue Liebe!

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24. Mai 2012 um 22:22

Die Vokabeln fehlen?
Also, wenn ihr schon überlegt, zusammenzuziehen, sollten doch wenigstens die sprachlichen Mittel zur Verständigung gegeben sein. Wie stellst du dir das denn vor, mit jemandem zu leben, mit dem du noch nicht mal über eure eigene Beziehung richtig reden kannst? Erscheint mir sehr riskant. Meiner Ansicht nach spricht alles dafür, noch einige Zeit abzuwarten, bis solche Entscheidungen in Angriff genommen werden. Gibt ja auch keinen wirklichen Anlass, außer deinem vorschnellen Wunsch nach zu viel Nähe, oder? 30 km sind wirklich keine Distanz und 1,5 Jahre sind keine Zeit. Wenn du nach so kurzer Zeit eure Beziehung schon im Stillstand siehst, würde ich mir eher mal über andere Gründe dafür Gedanken machen als das Fehlen einer gemeinsamen Wohnung...

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25. Mai 2012 um 7:25

Ich bin
es anders gewohnt,
Danke bisher für Eure Antworten.
Es ist ja nicht gänzlich unmöglich zu kommunizieren, nur etwas aufwendiger, bis ich auf den Punkt komme, bei Männern schwierig, weil die schnell mal abschalten, wenn es zu lang dauert.

bisher hatte ich immer schnell mit jemanden zusammen gewohnt. Vielleicht ist daher der Gedanke da, dass es demnächst (innerhalb des laufenden/kommenden Jahres) geschehen soll.

Er sagt er braucht Freiheiten, einfach weg gehen zu können, das machen zu können, was er will. Das gab mir zu denken. Ich hab gestern (er hat mich spontan besucht) mit ihm darüber gesprochen. Ich sagte, ich fühle mich nicht glücklich, wenn er seine Zukunftspläne ohne mich träumt. Wo er uns sieht, ob er sich vorstellen, nicht dieses Jahr aber überhaupt mal zusammen zu leben.

Die Antwort war, dass er zu Beginn unserer Beziehung eigentlich nicht bereit war für eine Beziehung und sich momentan aufgrund seiner Freiheitsliebe nicht vorstellen kann mit mir zusammen zu ziehen. Wie es in einem Jahr aussieht, weiß er nicht. Ich will ihn ja nicht drängeln,
aber wenn es trotz der kurzen Entfernung nicht möglich ist, sich öfter zu sehen, als nur am Wochenende, innerhalb des nächsten Jahres, wenn es da nicht enger wird, ich weiß nicht, vielleicht erwarte ich auch zu viel. Ich fühle mich dann nicht geliebt. Dass er mich nicht vermisst, dass er nicht braucht, jemand in der Nähe zu haben. Hat er auch gesagt, dass er lieber alleine lebt. Aber wenn es sich nicht in diese Richtung entwickelt, dann ist das Ganze wie eine Affaire, nur poppen, bisschen Spass haben, mal etwas unternehmen... Er sagt, dass er mich liebt. Wie gesagt, ich erwarte vielleicht zu viel... mal sehen was ich jetzt daraus mache. Er weiß auf jeden Fall meine Meinung und kann darüber nachdenken.

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25. Mai 2012 um 7:45
In Antwort auf feelfury

Ich bestehe...
auf 2 gemeinsame Wohnungen (ich , weiblich). Auch noch nach 10 Jahren. Warum Frauen immer auf zusammen ziehen bestehen, kann ich nicht nachvollziehen. 30km ist ja gleich um die Ecke. Das fahr ich jeden TAg. Das einzige Risiko dass du damit eingehst, dass die Beziehung nach 2 Jahren öde wird Ich möchte meinen Partner nicht jeden Tag sehen dann hat man sich auch wieder was neues Spannendes zu erzählen. Ich sage mal, die Beziehung wird nicht so schnell langweilig.

Ich verstehe ja deine Verliebtheit und so, aber das hält so ind er Form nicht ewig an und ist meist äußerst euphorisch von den Leuten gedacht. Früher oder später holt einen den Alltag ein und dann muss man erfinderisch werden. Jeder Mensch braucht ein bißchen Freiheit, erst recht in der Beziehung - man braucht auch diese gewisse "Lockerness", "Fremdheit", "Ungewissheit" in einer Beziehung. Wenn du zu mamahaft wirst und kalmmerst, denn sonst holt man sich die wieder... entweder in Form einer heimlichen Geliebten oder man trennt man sich ganz schnell wieder.

Ich würde mir eher über was anders Gedanken machen: irgend einer soll die Sprache des anderen annehmen. Nur über eine Drittsprache zu kommunizieren würde mich unheimlich stören. Sollen eure zukünftigen Kinder dann auch englisch sprechen? Sehr merkwürdig.

Und ich würde dem Mann seinen Freiraum lassen. Er hat Angst, dass er seine Hobbies verliert, das ist für mich ganz verständlich. Ich gebe mein Leben auch nicht auf, wenn ich mir 30 oder 40 Jahre irgendwo meine Existenz aufgebaut habe, auch nicht für eine neue Liebe!

Ach ja
Kinder. Er will keine Kinder mehr. Ich kann mir auch kein Kind vorstellen. Von daher gibt es da keine Sprachprobleme. Du hast trotzdem recht, ich versuche mich an das niederländische (Sprachkurs) und er versucht auch deutsch zu lernen, nur nicht so schnell. Ist ja soooo"" bequem, wenn es auch anders geht. Wird schon, da sehe ich nicht das Problem. Ich denke, es hilft mir, wenn ich hier mich austauschen kann, über meine Ängste und Erwartungen. danke noch mal

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