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Forum / Liebe & Beziehung

Er hat Angst mich einzuengen

Letzte Nachricht: 11. Dezember 2012 um 9:18
L
lileas_12862310
11.12.12 um 2:36

Hallo erst einmal,

also um es gleich mal auf den Punkt zu bringen, mein Freund hat panische Angst mich einzuengen und mich zu bevormunden, so dass es ins komplette Gegenteil geht und ich das Gefühl bekomme, ihm nicht so viel zu bedeuten wie er mir .
z.B.
Ich: Soll ich am Wochenende zu dir kommen?
Er: Naja wenn du willst kannst du ruhig aber brauchst nicht kannst ruhig was Eigenes machen!
(Für mich klingt das so mir ist es EGAL ob du kommst oder nicht Wenn ich ihn dann aber anrede drauf wird er ganz melancholisch und beteuert er will mich nur nicht einengen würde aber nichts lieber haben wenn ich immer bei ihm wäre)

Was soll ich eurer Meinung nach machen?

Danke schon mal im Voraus!
Gruß Candy2358

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O
osbert_12150177
11.12.12 um 9:15

Möglicherweise ist er ein gebranntes Kind
Ich meine, ihn irgendwie verstehen zu können, und dann hätte das nur wenig mit dir zu tun, aber mit seiner Vorgeschichte.

Ich hatte mich mal in eine Frau verliebt, die sich so benahm, als hätte sie auch Gefühle für mich, mich aber immer, wenn es konkreter wurde, zurück wies, und so tat, als sei alles, was davor gewesen sei, nie geschehen und nichtig gewesen. Unter diesem Hin und Her, und unter ihrer wörtlichen Verneinung unseres ansonsten ziemlich engen Umgangs miteinander, litt ich. Irgendwann sagte sie mir, sie brauche Freiheit, ich würde sie verfolgen, sie fühle sich nicht wohl alleine mit mir, und das wegen meiner Empfindungen. Sozusagen hatte sie mich aktiv angeheizt, ich sprang darauf an, um mir dann zu sagen, daß sie mich jetzt zurück stösst, weil ich Gefühle für sie habe. Das war für mich ein Schock, und das kannte ich von anderen Frauen nicht. Die fuhren alle irgendwie eine Linie, und hatten entweder von Anfang an kein Bedürfnis auf Nähe, oder kein Problem mit Nähe in jeder Form.

Die Erfahrung hat bei mir echt einen Schaden hinterlassen. Die nächste, mit der ich ganz banal gerne abends mal ausgegangen wäre, klagte darüber, daß sie sich nicht vorbereitet hat und jetzt nicht könne, weil sie sich unklar gewesen sei, daß ich wirklich mit ihr gehen wollte. Nichts mehr hatte ich mir gewünscht! Das habe ich ihr dann darauf deutlich gesagt, quasi mein Herz und meine Enttäuschung ausgeschüttet, und mir schien, als sei es echt das allermindeste, was sie von mir erwartete und erhoffte.

Mir kommt das vergleichbar vor.

Vielleicht hat dein Freund mal einen ähnlichen Schock erlebt, und war verliebt in eine Frau, die zwar Nähe suchte, die Nähe dann aber nicht ertragen konnte. Für mich war das ein Schock, und für ihn vielleicht auch.

Frag ihn doch mal, und ganz besonders, lass ihn wissen, daß für dich zu der Beziehung Nähe gehört, und du die damit verbundenen "Einengungen" genießt und haben willst. Das gibt ihm dann hoffentlich das Vertrauen, dir seine Liebe so zeigen zu dürfen wie er sie empfindet: Leider halten das nämlich nicht alle Frauen aus. Es gibt auch mehrere Threads in der Richtung hier im Forum.

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O
osbert_12150177
11.12.12 um 9:18
In Antwort auf osbert_12150177

Möglicherweise ist er ein gebranntes Kind
Ich meine, ihn irgendwie verstehen zu können, und dann hätte das nur wenig mit dir zu tun, aber mit seiner Vorgeschichte.

Ich hatte mich mal in eine Frau verliebt, die sich so benahm, als hätte sie auch Gefühle für mich, mich aber immer, wenn es konkreter wurde, zurück wies, und so tat, als sei alles, was davor gewesen sei, nie geschehen und nichtig gewesen. Unter diesem Hin und Her, und unter ihrer wörtlichen Verneinung unseres ansonsten ziemlich engen Umgangs miteinander, litt ich. Irgendwann sagte sie mir, sie brauche Freiheit, ich würde sie verfolgen, sie fühle sich nicht wohl alleine mit mir, und das wegen meiner Empfindungen. Sozusagen hatte sie mich aktiv angeheizt, ich sprang darauf an, um mir dann zu sagen, daß sie mich jetzt zurück stösst, weil ich Gefühle für sie habe. Das war für mich ein Schock, und das kannte ich von anderen Frauen nicht. Die fuhren alle irgendwie eine Linie, und hatten entweder von Anfang an kein Bedürfnis auf Nähe, oder kein Problem mit Nähe in jeder Form.

Die Erfahrung hat bei mir echt einen Schaden hinterlassen. Die nächste, mit der ich ganz banal gerne abends mal ausgegangen wäre, klagte darüber, daß sie sich nicht vorbereitet hat und jetzt nicht könne, weil sie sich unklar gewesen sei, daß ich wirklich mit ihr gehen wollte. Nichts mehr hatte ich mir gewünscht! Das habe ich ihr dann darauf deutlich gesagt, quasi mein Herz und meine Enttäuschung ausgeschüttet, und mir schien, als sei es echt das allermindeste, was sie von mir erwartete und erhoffte.

Mir kommt das vergleichbar vor.

Vielleicht hat dein Freund mal einen ähnlichen Schock erlebt, und war verliebt in eine Frau, die zwar Nähe suchte, die Nähe dann aber nicht ertragen konnte. Für mich war das ein Schock, und für ihn vielleicht auch.

Frag ihn doch mal, und ganz besonders, lass ihn wissen, daß für dich zu der Beziehung Nähe gehört, und du die damit verbundenen "Einengungen" genießt und haben willst. Das gibt ihm dann hoffentlich das Vertrauen, dir seine Liebe so zeigen zu dürfen wie er sie empfindet: Leider halten das nämlich nicht alle Frauen aus. Es gibt auch mehrere Threads in der Richtung hier im Forum.

Übrigens
jene besagte erste Frau hatte einfach noch einen anderen am Start, und wollte mit der einfachen Wahrheit nicht raus rücken, nicht bis es allzu offensichtlich wurde.

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