Forum / Liebe & Beziehung

Er hält mich von seinem Leben fern

Letzte Nachricht: 19. August um 20:13
16.08.21 um 9:19

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und habe schon auf verschiedene Arten versucht eine Antwort auf mein Problem zu finden, leider finde ich meine Situation nirgends richtig wieder. Vielleicht könnt ihr helfen. 

Ich (31) bin seit ca. Dezember letzten Jahres mit meinem Freund (32) zusammen. Es ist eine tolle Beziehung, wir verstehen uns sehr gut, er gibt mir unglaublich viel, ist liebevoll und großzügig und ich habe das Gefühl, mit ihm reden zu können. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und es wird nie langweilig. 

Ich habe allerdings ein inzwischen großes Problem, über das ich langsam nicht mehr hinwegsehen kann, weil es mich zunehmend belastet.
Er hält mich von seinem Leben fern. Ich war noch nie bei ihm zu Hause, kenne fast niemanden von seinen Freunden.

Ich kenne seine Adresse. Da macht er kein Geheimnis draus. Wir haben mal durch Zufall seinen besten Freund getroffen, da hat sich mein Freund auch ganz normal verhalten. Ich habe mal mit seiner Mutter telefoniert, als er mir mal das Telefon in die Hand gedrückt hat. Aber er zeigt mir einfach nicht, wie und wo er wohnt. Er hat mal schlechte Erfahrungen gemacht, als eine Freundin ihm seine Wohnung ausgeräumt hat, als er im Auslandseinsatz war, daher habe ich das lange alzeptiert. Aber inzwischen belastet mich die Situation sehr. Er redet oft von zusammenziehen. Das ist für mich jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. 
Ich hab das Thema sehr oft angesprochen, er reagiert meistens recht aggressiv, abweisend und will der Situation schnell entfliehen. Ich solle ihn nicht unter Druck setzen, ihm Zeit lassen. Er hat auch schon sehr einfühlsam erklärt, wieso er das noch nicht kann und ich verstehe den Ansatz. 
Ich habe allerdings das Gefühl, er vertraut mir nicht. Oder er hat etwas zu verheimlichen.
Beides wäre für mich eine Beziehung, die ich so nicht führen möchte. 
Ich bin ehrlich gesagt verzweifelt. Ich bin unsicher und merke, wie ich mich von ihm entferne. Ich habe ihn in mein Leben gelassen und er weigert sich strikt, das ebenfalls zu tun. 

Habt ihr Tips, wie ich mich verhalten soll? Reagiere ich über? 

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16.08.21 um 22:23

Dass Du Schwierigkeiten hast eine Antwort auf Dein Problem zu finden, kann ich mir vorstellen. Du hast auch schon alles für Dich schlüssig durchdacht und so geschrieben. So scheint es. Bestimmt liesse sich ihm helfen, würde er an Deiner Stelle hier schreiben.

Vielleicht musst Du Dir überlegen, wieso Du Dir das antust? Bist Du auf einer Mission, um hoffnungslose Männer zu retten? Das wäre traurig und Männern in so etwas zu helfen fast unmöglich. Und wenn doch, sobald Du mal geholfen hast, die ganze Liebe darauf basiert, worauf würdest Du Liebe nachher begründen?

Nun vielleicht habe ich übertrieben. Er gibt Dir sehr viel, ist liebevoll, grosszügig usw. Es ist gut, wenn Du auf solche Qualitäten achtest. Vergleiche ihn dennoch mit Deinen Möglichkeiten bei anderen Männern. Mit dem was Du für Dich willst, was für Dich Attraktivität ausmacht. Die Partnerwahl ist eines der wichtigsten Entscheidungen in unserem Leben. Es ist etwas, das Du egoistisch tun musst.

Ja so wie Du das beschreibst, hat er offensichtlich ein Problem Dir zu vertrauen. Und er muss einen Weg finden, für sich selbst. Wohl kaum kannst Du etwas dazu beitragen. Und wenn dann am ehesten ihn ermutigen sich Hilfe zu holen. Bei Freunden oder einem Therapeuten. Jedoch nur schon das vorzuschlagen, erfordert sehr viel Gespür von Dir. Es geht fast nicht.

Du hast das Thema schon oft angesprochen... Falls noch nicht gemacht, versuche es nochmals... adressiere dabei ausschliesslich und konsequent Deine Gefühle. Denn Deine Emotionen sind Realität für Dich. Bist Du z.B. traurig darüber, dass er Dir kein Einblick gewährt in sein Leben, dann ist Deine Trauer Realität für Dich. Versteht er das nicht, dann sag ihm Du würdest Deine Trauer ausschalten, aber es gibt kein Schalter dafür. Er muss das verstehen. Ansonsten taugt er für nichts, ist aber fast nicht möglich. So denke ich, wenn Du das richtig machst, hat er keine Möglichkeit in Aggressivität und Abweisung zu entfliehen.

Ich schätze Deine Angst (vor einem Beziehungsende, davor kein guter Mann zu finden) und Trauer (über sein Misstrauen) sind Deine Motivation? Habe ich da etwas vergessen?
Bring diese Gefühle auf den Tisch, falls Du mit ihm weiterkommen willst. Wenn möglich versetze Dich in diese Stimmung, wenn Du mit ihm sprichst. Hat er mal tatsächlich erkannt, dass es nicht so weiter gehen kann, dann hast Du schon viel erreicht. Rechne trotzdem damit, dass es noch weitere Zeit braucht. Miss ihn dann an den kleinen Schritten, nur so kann er das bewältigen. Ich denke das ist Deine beste Chance für diese Beziehung. Viel Erfolg.

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17.08.21 um 11:44

Hast du noch nie daran gedacht, dass dein Freund wie auch seine Familie ev. Messies sind? Immerhin könnte das sein! Viele versuchen das zu verstecken!

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17.08.21 um 14:49
In Antwort auf

Dass Du Schwierigkeiten hast eine Antwort auf Dein Problem zu finden, kann ich mir vorstellen. Du hast auch schon alles für Dich schlüssig durchdacht und so geschrieben. So scheint es. Bestimmt liesse sich ihm helfen, würde er an Deiner Stelle hier schreiben.

Vielleicht musst Du Dir überlegen, wieso Du Dir das antust? Bist Du auf einer Mission, um hoffnungslose Männer zu retten? Das wäre traurig und Männern in so etwas zu helfen fast unmöglich. Und wenn doch, sobald Du mal geholfen hast, die ganze Liebe darauf basiert, worauf würdest Du Liebe nachher begründen?

Nun vielleicht habe ich übertrieben. Er gibt Dir sehr viel, ist liebevoll, grosszügig usw. Es ist gut, wenn Du auf solche Qualitäten achtest. Vergleiche ihn dennoch mit Deinen Möglichkeiten bei anderen Männern. Mit dem was Du für Dich willst, was für Dich Attraktivität ausmacht. Die Partnerwahl ist eines der wichtigsten Entscheidungen in unserem Leben. Es ist etwas, das Du egoistisch tun musst.

Ja so wie Du das beschreibst, hat er offensichtlich ein Problem Dir zu vertrauen. Und er muss einen Weg finden, für sich selbst. Wohl kaum kannst Du etwas dazu beitragen. Und wenn dann am ehesten ihn ermutigen sich Hilfe zu holen. Bei Freunden oder einem Therapeuten. Jedoch nur schon das vorzuschlagen, erfordert sehr viel Gespür von Dir. Es geht fast nicht.

Du hast das Thema schon oft angesprochen... Falls noch nicht gemacht, versuche es nochmals... adressiere dabei ausschliesslich und konsequent Deine Gefühle. Denn Deine Emotionen sind Realität für Dich. Bist Du z.B. traurig darüber, dass er Dir kein Einblick gewährt in sein Leben, dann ist Deine Trauer Realität für Dich. Versteht er das nicht, dann sag ihm Du würdest Deine Trauer ausschalten, aber es gibt kein Schalter dafür. Er muss das verstehen. Ansonsten taugt er für nichts, ist aber fast nicht möglich. So denke ich, wenn Du das richtig machst, hat er keine Möglichkeit in Aggressivität und Abweisung zu entfliehen.

Ich schätze Deine Angst (vor einem Beziehungsende, davor kein guter Mann zu finden) und Trauer (über sein Misstrauen) sind Deine Motivation? Habe ich da etwas vergessen?
Bring diese Gefühle auf den Tisch, falls Du mit ihm weiterkommen willst. Wenn möglich versetze Dich in diese Stimmung, wenn Du mit ihm sprichst. Hat er mal tatsächlich erkannt, dass es nicht so weiter gehen kann, dann hast Du schon viel erreicht. Rechne trotzdem damit, dass es noch weitere Zeit braucht. Miss ihn dann an den kleinen Schritten, nur so kann er das bewältigen. Ich denke das ist Deine beste Chance für diese Beziehung. Viel Erfolg.

Danke für deine Antwort, die mir durchaus neue Perspektiven geliefert hat. 

Rettertyp bin ich nicht, nie gewesen. Das ist es nicht. Ich habe auch keine Angst alleine zu sein. Ich kann das gut und war schon lange davon ausgegangen, keine Beziehung zu führen. 

Meine Angst ist eher, die Enttäuschung und Trauer des Beziehungsendes, wenn sich da nichts tut oder es sich herausstellt, dass er mich einfach nie reinlassen wird, auf einen Zeitpunkt zu schieben, wo es mich wirklich richtig verletzen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es schlimm, ich wäre unglaublich traurig, aber ich denke, ich könnte mich davon gut erholen. 

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu streng und zu empfindlich. Er geht die kleinen Schritte. Wir nähern uns an. Er nimmt mich von Zeit zu Zeit in seine Stadt mit, er hat mir sein Haus von Weitem gezeigt. Wir gehen regelmäßig in sein Lieblingsrestaurant, deren Besitzer ihn sehr gut kennen. Es passiert nur so wenig und ich habe das Gefühl, dankbar sein zu müssen, wenn er mich an sich ranlässt. Das ist doch kein Zustand!?

Ich werde ihm meine Ängste und Besorgnisse noch einmal mitteilen. Was er daraus macht und wie er reagiert liegt nicht in meiner Macht, aber ich werde ihm auch offen sagen, dass es für mich Grenzen gibt, die bald erreicht sind. 

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17.08.21 um 14:50
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Hast du noch nie daran gedacht, dass dein Freund wie auch seine Familie ev. Messies sind? Immerhin könnte das sein! Viele versuchen das zu verstecken!

Das ist mir tatsächlich noch nie in den Sinn gekommen. Im täglichen Leben wirkt es ganz und gar nicht so. Er ist sehr ordentlich, mehr als ich. Legt alle Sachen sofort zusammen, räumt sein Geschirr weg, etc. 
Was für Anzeichen könnte es denn dafür geben, wenn man jemanden nicht in seiner natürlichen Umgebung sieht?

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17.08.21 um 16:43
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Das ist mir tatsächlich noch nie in den Sinn gekommen. Im täglichen Leben wirkt es ganz und gar nicht so. Er ist sehr ordentlich, mehr als ich. Legt alle Sachen sofort zusammen, räumt sein Geschirr weg, etc. 
Was für Anzeichen könnte es denn dafür geben, wenn man jemanden nicht in seiner natürlichen Umgebung sieht?


Lies mal das Messi Syndrom nach! Sehr spannend! Mir kam das nur in den Sinn als du schriebst seine Ex hätte alles ausgeraubt! Aber ich bin da auch ein Laie! Ich las mal einen spannenden Bericht von einm Psychiater. Sein Proband hat alle Beziehungen aus dem Grund verloren! 

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17.08.21 um 19:42
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Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und habe schon auf verschiedene Arten versucht eine Antwort auf mein Problem zu finden, leider finde ich meine Situation nirgends richtig wieder. Vielleicht könnt ihr helfen. 

Ich (31) bin seit ca. Dezember letzten Jahres mit meinem Freund (32) zusammen. Es ist eine tolle Beziehung, wir verstehen uns sehr gut, er gibt mir unglaublich viel, ist liebevoll und großzügig und ich habe das Gefühl, mit ihm reden zu können. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und es wird nie langweilig. 

Ich habe allerdings ein inzwischen großes Problem, über das ich langsam nicht mehr hinwegsehen kann, weil es mich zunehmend belastet.
Er hält mich von seinem Leben fern. Ich war noch nie bei ihm zu Hause, kenne fast niemanden von seinen Freunden.

Ich kenne seine Adresse. Da macht er kein Geheimnis draus. Wir haben mal durch Zufall seinen besten Freund getroffen, da hat sich mein Freund auch ganz normal verhalten. Ich habe mal mit seiner Mutter telefoniert, als er mir mal das Telefon in die Hand gedrückt hat. Aber er zeigt mir einfach nicht, wie und wo er wohnt. Er hat mal schlechte Erfahrungen gemacht, als eine Freundin ihm seine Wohnung ausgeräumt hat, als er im Auslandseinsatz war, daher habe ich das lange alzeptiert. Aber inzwischen belastet mich die Situation sehr. Er redet oft von zusammenziehen. Das ist für mich jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. 
Ich hab das Thema sehr oft angesprochen, er reagiert meistens recht aggressiv, abweisend und will der Situation schnell entfliehen. Ich solle ihn nicht unter Druck setzen, ihm Zeit lassen. Er hat auch schon sehr einfühlsam erklärt, wieso er das noch nicht kann und ich verstehe den Ansatz. 
Ich habe allerdings das Gefühl, er vertraut mir nicht. Oder er hat etwas zu verheimlichen.
Beides wäre für mich eine Beziehung, die ich so nicht führen möchte. 
Ich bin ehrlich gesagt verzweifelt. Ich bin unsicher und merke, wie ich mich von ihm entferne. Ich habe ihn in mein Leben gelassen und er weigert sich strikt, das ebenfalls zu tun. 

Habt ihr Tips, wie ich mich verhalten soll? Reagiere ich über? 

Vielleicht wohnt er nicht alleine? Mit seiner Partnerin zusammen? Vielleicht ist die Wohnung auch nicht vorzeigbar. Es kann so viele Gründe haben. Extreme Nachbarn dud ihm peinlich sind. 

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17.08.21 um 19:42
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Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und habe schon auf verschiedene Arten versucht eine Antwort auf mein Problem zu finden, leider finde ich meine Situation nirgends richtig wieder. Vielleicht könnt ihr helfen. 

Ich (31) bin seit ca. Dezember letzten Jahres mit meinem Freund (32) zusammen. Es ist eine tolle Beziehung, wir verstehen uns sehr gut, er gibt mir unglaublich viel, ist liebevoll und großzügig und ich habe das Gefühl, mit ihm reden zu können. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und es wird nie langweilig. 

Ich habe allerdings ein inzwischen großes Problem, über das ich langsam nicht mehr hinwegsehen kann, weil es mich zunehmend belastet.
Er hält mich von seinem Leben fern. Ich war noch nie bei ihm zu Hause, kenne fast niemanden von seinen Freunden.

Ich kenne seine Adresse. Da macht er kein Geheimnis draus. Wir haben mal durch Zufall seinen besten Freund getroffen, da hat sich mein Freund auch ganz normal verhalten. Ich habe mal mit seiner Mutter telefoniert, als er mir mal das Telefon in die Hand gedrückt hat. Aber er zeigt mir einfach nicht, wie und wo er wohnt. Er hat mal schlechte Erfahrungen gemacht, als eine Freundin ihm seine Wohnung ausgeräumt hat, als er im Auslandseinsatz war, daher habe ich das lange alzeptiert. Aber inzwischen belastet mich die Situation sehr. Er redet oft von zusammenziehen. Das ist für mich jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. 
Ich hab das Thema sehr oft angesprochen, er reagiert meistens recht aggressiv, abweisend und will der Situation schnell entfliehen. Ich solle ihn nicht unter Druck setzen, ihm Zeit lassen. Er hat auch schon sehr einfühlsam erklärt, wieso er das noch nicht kann und ich verstehe den Ansatz. 
Ich habe allerdings das Gefühl, er vertraut mir nicht. Oder er hat etwas zu verheimlichen.
Beides wäre für mich eine Beziehung, die ich so nicht führen möchte. 
Ich bin ehrlich gesagt verzweifelt. Ich bin unsicher und merke, wie ich mich von ihm entferne. Ich habe ihn in mein Leben gelassen und er weigert sich strikt, das ebenfalls zu tun. 

Habt ihr Tips, wie ich mich verhalten soll? Reagiere ich über? 

Vielleicht wohnt er nicht alleine? Mit seiner Partnerin zusammen? Vielleicht ist die Wohnung auch nicht vorzeigbar. Es kann so viele Gründe haben. Extreme Nachbarn dud ihm peinlich sind. 

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18.08.21 um 11:42
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Vielleicht wohnt er nicht alleine? Mit seiner Partnerin zusammen? Vielleicht ist die Wohnung auch nicht vorzeigbar. Es kann so viele Gründe haben. Extreme Nachbarn dud ihm peinlich sind. 

Dass er mit einer anderen Frau zusammenwohnt, schliesse ich aus. Bei der Zeit, die wir miteinander verbringen, müsste das ein perfides Spiel sein, wo sie Bescheid weiß. 
Alle anderen Gründe könnte ich verstehen, wenn er damit nur ehrlich umgehen würde.

Nach unserem Gespräch gestern Abend: seine Argumentation ist, dass er sich dadurch verletzlich fühlt und seine schwächste Seite preisgibt. Das ist für mich ein klares Zeichen für fehlendes Vertrauen. Und Vertrauen sehe ich als essentielle Basis einer Beziehung. Ich weiss nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll. 

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19.08.21 um 20:13
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Danke für deine Antwort, die mir durchaus neue Perspektiven geliefert hat. 

Rettertyp bin ich nicht, nie gewesen. Das ist es nicht. Ich habe auch keine Angst alleine zu sein. Ich kann das gut und war schon lange davon ausgegangen, keine Beziehung zu führen. 

Meine Angst ist eher, die Enttäuschung und Trauer des Beziehungsendes, wenn sich da nichts tut oder es sich herausstellt, dass er mich einfach nie reinlassen wird, auf einen Zeitpunkt zu schieben, wo es mich wirklich richtig verletzen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es schlimm, ich wäre unglaublich traurig, aber ich denke, ich könnte mich davon gut erholen. 

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu streng und zu empfindlich. Er geht die kleinen Schritte. Wir nähern uns an. Er nimmt mich von Zeit zu Zeit in seine Stadt mit, er hat mir sein Haus von Weitem gezeigt. Wir gehen regelmäßig in sein Lieblingsrestaurant, deren Besitzer ihn sehr gut kennen. Es passiert nur so wenig und ich habe das Gefühl, dankbar sein zu müssen, wenn er mich an sich ranlässt. Das ist doch kein Zustand!?

Ich werde ihm meine Ängste und Besorgnisse noch einmal mitteilen. Was er daraus macht und wie er reagiert liegt nicht in meiner Macht, aber ich werde ihm auch offen sagen, dass es für mich Grenzen gibt, die bald erreicht sind. 

Schön zu hören.

Ich habe auch schon spekuliert. Ein Trauma von der Freundin welche die Wohnung ausgeräumt hat? Eine WG mit Mama was in seinem Alter peinlich wäre? Das könnte allerdings auch ein Grund haben, z.B. wenn Eltern pflegebedürftig sind. Messie, das würde wohl gut zur Beschreibung passen. Nur Spekulation bringt halt nicht viel. Das Problem mit dem Vertrauen bleibt... ungelöst, selbst wenn Du ein Detektiv einstellst.

Kannst Du an Euer Gespräch anknüpfen? Sag ihm, dass Dir Eure Beziehung etwas bedeutet. Dass Du Angst hast, dass diese Euch entgleitet. Dass Du demnächst beginnst, Dich Emotional von ihm zu lösen.

Du darfst und kannst ihm nicht garantieren, dass Du ihn mit all seinen Schwächen liebst. Ein Mann muss nun mal stark sein. Frauen fühlen sich nie angezogen von Schwäche. Das muss er wissen, auch wenn die Wahrheit hart ist. Selbst in 10 Jahren wird er diese Garantie nicht erlangen. Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Du kannst ihm jedoch sagen, dass jetzt der Punkt gekommen ist, an dem Du ihm am nächsten bist. Dass heute oder vielleicht auch nächste Woche seine Chancen die besten sind. Ermutige ihn... denn, falls er sich öffnet und Du ihn trotzdem liebst... Hat er dann nicht die beste Frau, an seiner Seite, die ihn respektiert?
Kannst Du ihm das so beibringen?

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