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Entscheidungsschwäche

30. April 2004 um 17:29 Letzte Antwort: 4. Mai 2004 um 11:17

nach laaaanger abwesenheit, bin ich mal wieder da...

werd das gefühl nicht los, daß ich immer mehr auf das ende unserer beziehung zusteuere und tu mir schwer zu entscheiden, ob ich das ruder noch mal rumreißen kann oder lieber von board gehen soll... is wie kopf gegen bauch und ICH HASSE DIESBEZÜGLICHE UNKLARHEITEN!
herrje... kopf sagt: nach acht jahren (bald), schmeißt frau nicht alles hin. da sind ja auch noch eineinhalb kinder von betroffen, ich bin finanziell abhänging von ihm uswfort.
bauch sagt: du hast jetzt genug jahre investiert. da kommt zu wenig zurück! du bist immer wieder unglücklich, hast dich fast vollkommen aufgegeben magst seinen job nicht ein leben lang mittragen (tägliche 24stunden bereitschaft usw.) und nicht das sieb sein, das den ganzen dreck seiner firma auffängt...

weiß nicht, was ich brauche... zu raten is mir wohl kaum, weil ich selbst rausfinden muß, wie das schaffe... aber vielleicht hat die eine oder der andere sowas schon mal geschafft und kann mir erfahrungen weitersagen.

schön wär das.
danke

glem

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3. Mai 2004 um 9:35

Immer schwer
Hallo Glem,

Es ist nie leicht, Entscheidungen dieser Art zu faellen. Niemand kann besser wissen, wie Du Dich fuehlst, als Du selbst.

Was ist mit der Liebe zwischen Euch? Oder ist der Zustand Eurer Beziehugn fuer Dich so untragbar geworden, dass Du an das Beenden denkst?

Was heisst: Du hast jahrelang investiert und es kommt nichts zurueck? Wie auessert sich Dein Partner dazu?


lg
Chris

www.seelenfluegel.net

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3. Mai 2004 um 22:07
In Antwort auf abdul_12261227

Immer schwer
Hallo Glem,

Es ist nie leicht, Entscheidungen dieser Art zu faellen. Niemand kann besser wissen, wie Du Dich fuehlst, als Du selbst.

Was ist mit der Liebe zwischen Euch? Oder ist der Zustand Eurer Beziehugn fuer Dich so untragbar geworden, dass Du an das Beenden denkst?

Was heisst: Du hast jahrelang investiert und es kommt nichts zurueck? Wie auessert sich Dein Partner dazu?


lg
Chris

www.seelenfluegel.net

Hin und her
hallo chris,

die liebe zwischen uns ist eine unklare sache. wir hängen emotional offenbar sehr aneinander (sonst wären wir schon lange nicht mehr zusammen), aber ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob dieses aneinander hängen nicht einfach nur sentimentalität ist.
wir haben uns natürlich verändert während all der jahre, sind aber nicht zwangsweise miteinander gewachsen, sondern haben viel im alleingang gemacht. er scheint relativ angekommen zu sein, an seinem beruflichen ziel und ich habe rausgefunden, daß mir der ganze ellbogenzirkus einfach nicht gut tut und ich nicht länger bereit bin, mich einem höchst suspekten turbokapitalismus zu opfern. wohin mit das beruflich bringt, ist derweilen mal unklar.
der mann ist ein klassischer und insofern keiner, der über gefühle reden mag, beziehungsarbeit leisten mag udgl.
und ich hab ihn einfach lange, lange reproduziert und dafür gesorgt, daß diese beziehung auch emotional existiert... daß ich mehr reingesteckt habe als er, kann sogar er zugeben, aber im gleichen atemzug auch ein "selbst schuld" mitliefern, daß mir schon mal die atemluft wegschnappt.

aber allein das gefühl, daß ich mich (langsam aber doch) auf eine entscheidung zu bewege, tut schon gut.


danke für deine anteilnahme,
glem

ps: dein www hab ich mir angeschaut, ich bin auch aus ö...

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3. Mai 2004 um 22:23
In Antwort auf teresa_12862397

Hin und her
hallo chris,

die liebe zwischen uns ist eine unklare sache. wir hängen emotional offenbar sehr aneinander (sonst wären wir schon lange nicht mehr zusammen), aber ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob dieses aneinander hängen nicht einfach nur sentimentalität ist.
wir haben uns natürlich verändert während all der jahre, sind aber nicht zwangsweise miteinander gewachsen, sondern haben viel im alleingang gemacht. er scheint relativ angekommen zu sein, an seinem beruflichen ziel und ich habe rausgefunden, daß mir der ganze ellbogenzirkus einfach nicht gut tut und ich nicht länger bereit bin, mich einem höchst suspekten turbokapitalismus zu opfern. wohin mit das beruflich bringt, ist derweilen mal unklar.
der mann ist ein klassischer und insofern keiner, der über gefühle reden mag, beziehungsarbeit leisten mag udgl.
und ich hab ihn einfach lange, lange reproduziert und dafür gesorgt, daß diese beziehung auch emotional existiert... daß ich mehr reingesteckt habe als er, kann sogar er zugeben, aber im gleichen atemzug auch ein "selbst schuld" mitliefern, daß mir schon mal die atemluft wegschnappt.

aber allein das gefühl, daß ich mich (langsam aber doch) auf eine entscheidung zu bewege, tut schon gut.


danke für deine anteilnahme,
glem

ps: dein www hab ich mir angeschaut, ich bin auch aus ö...

Hallo Glem
>>>>>>die liebe zwischen uns ist eine unklare sache. wir hängen emotional offenbar sehr aneinander (sonst wären wir schon lange nicht mehr zusammen), aber ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob dieses aneinander hängen nicht einfach nur sentimentalität ist.>>>>>

Ich denke, Dir dämmert der Unterschied zwischen Liebe und emotionaler Anhaftung, oder?


>>>>>wir haben uns natürlich verändert während all der jahre, sind aber nicht zwangsweise miteinander gewachsen, sondern haben viel im alleingang gemacht. er scheint relativ angekommen zu sein, an seinem beruflichen ziel und ich habe rausgefunden, daß mir der ganze ellbogenzirkus einfach nicht gut tut und ich nicht länger bereit bin, mich einem höchst suspekten turbokapitalismus zu opfern. wohin mit das beruflich bringt, ist derweilen mal unklar.
der mann ist ein klassischer und insofern keiner, der über gefühle reden mag, beziehungsarbeit leisten mag udgl.
und ich hab ihn einfach lange, lange reproduziert und dafür gesorgt, daß diese beziehung auch emotional existiert... daß ich mehr reingesteckt habe als er, kann sogar er zugeben, aber im gleichen atemzug auch ein "selbst schuld" mitliefern, daß mir schon mal die atemluft wegschnappt.>>>>>

Du, mit dem "selbst schuld" sagt er noch nicht einmal die Unwahrheit. Das ist, was weh tut.
Du hast in Euerer Beziehung eine Rolle gespielt, von der Du meinst, dass man sie von Dir erwartet und Du hast den entsprechenden Pendant dafeur gefunden, um diese Rolle zu leben. Die Rolle heisst: Mann macht, Frau kuemmert sich um die emotionalen Angelegenheiten. Hier gruendet sich Eure gegenseitige emotionale Abhaengigkeit.


>>>>aber allein das gefühl, daß ich mich (langsam aber doch) auf eine entscheidung zu bewege, tut schon gut.>>>>

ja, verstehe ich. Klaerung ist immer gut, auch der Weg da hin.


>>>>>danke für deine anteilnahme,
>>>>>

gern geschehn. Ich hab zur Zeit bissl Zeit fuer das Internet...

>>>>>dein www hab ich mir angeschaut, ich bin auch aus ö...>>>>>

oh Ich dachte, das hier sei eine rein deutsche Seite...



Chris

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3. Mai 2004 um 22:47
In Antwort auf abdul_12261227

Hallo Glem
>>>>>>die liebe zwischen uns ist eine unklare sache. wir hängen emotional offenbar sehr aneinander (sonst wären wir schon lange nicht mehr zusammen), aber ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob dieses aneinander hängen nicht einfach nur sentimentalität ist.>>>>>

Ich denke, Dir dämmert der Unterschied zwischen Liebe und emotionaler Anhaftung, oder?


>>>>>wir haben uns natürlich verändert während all der jahre, sind aber nicht zwangsweise miteinander gewachsen, sondern haben viel im alleingang gemacht. er scheint relativ angekommen zu sein, an seinem beruflichen ziel und ich habe rausgefunden, daß mir der ganze ellbogenzirkus einfach nicht gut tut und ich nicht länger bereit bin, mich einem höchst suspekten turbokapitalismus zu opfern. wohin mit das beruflich bringt, ist derweilen mal unklar.
der mann ist ein klassischer und insofern keiner, der über gefühle reden mag, beziehungsarbeit leisten mag udgl.
und ich hab ihn einfach lange, lange reproduziert und dafür gesorgt, daß diese beziehung auch emotional existiert... daß ich mehr reingesteckt habe als er, kann sogar er zugeben, aber im gleichen atemzug auch ein "selbst schuld" mitliefern, daß mir schon mal die atemluft wegschnappt.>>>>>

Du, mit dem "selbst schuld" sagt er noch nicht einmal die Unwahrheit. Das ist, was weh tut.
Du hast in Euerer Beziehung eine Rolle gespielt, von der Du meinst, dass man sie von Dir erwartet und Du hast den entsprechenden Pendant dafeur gefunden, um diese Rolle zu leben. Die Rolle heisst: Mann macht, Frau kuemmert sich um die emotionalen Angelegenheiten. Hier gruendet sich Eure gegenseitige emotionale Abhaengigkeit.


>>>>aber allein das gefühl, daß ich mich (langsam aber doch) auf eine entscheidung zu bewege, tut schon gut.>>>>

ja, verstehe ich. Klaerung ist immer gut, auch der Weg da hin.


>>>>>danke für deine anteilnahme,
>>>>>

gern geschehn. Ich hab zur Zeit bissl Zeit fuer das Internet...

>>>>>dein www hab ich mir angeschaut, ich bin auch aus ö...>>>>>

oh Ich dachte, das hier sei eine rein deutsche Seite...



Chris

Smile
hallo chris,

ich bin's noch mal.

mir dämmert in letzter zeit so einiges... und dämmerungen bzw. übergangszeiten sind ja immer recht "spannend".
wie heißt's so schön: the beginning is a very delicate time.

ich glaub auch, daß dieser mensch mich genau dort erwischt hat, wo ich am leichtesten zu kriegen war und daß das gar nicht seine schuld ist. wenigstens nicht von anfang an. aber mit der zeit hätte er wohl auch - psychologe der er ist - dynamiken durchschauen und thematisieren können.
anyway: daß ich mich in einer so typischen frauenrolle wiedergefunden habe, hat mich ganz schön erstaunt (so eine bin ich nämlich "eigentlich" gar nicht, aber offenbar hab ich doch auch sowas wie ein kind in mir, daß halt geliebt werden will und in ihm einen weg dazu gefunden hat usw... ich glaub, das führt jetzt zu weit). der weg aus dieser rolle raus ist so einfach nicht, vor allem weil ich niemand in einem anfall von volle kraft voraus verletzen und vor den kopf stoßen mag. mir läge daran, daß die mensch kapieren, was da vorsich geht. daß leichen meinen weg pflastern ist ja nicht grade mein interesse...

wenn ich mein (nicht zuletzt geld)leben wieder in eigenen händen haben werde, wird's schon ganz anders ausschauen.



gute nacht jetzt,
glem

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4. Mai 2004 um 11:17
In Antwort auf teresa_12862397

Smile
hallo chris,

ich bin's noch mal.

mir dämmert in letzter zeit so einiges... und dämmerungen bzw. übergangszeiten sind ja immer recht "spannend".
wie heißt's so schön: the beginning is a very delicate time.

ich glaub auch, daß dieser mensch mich genau dort erwischt hat, wo ich am leichtesten zu kriegen war und daß das gar nicht seine schuld ist. wenigstens nicht von anfang an. aber mit der zeit hätte er wohl auch - psychologe der er ist - dynamiken durchschauen und thematisieren können.
anyway: daß ich mich in einer so typischen frauenrolle wiedergefunden habe, hat mich ganz schön erstaunt (so eine bin ich nämlich "eigentlich" gar nicht, aber offenbar hab ich doch auch sowas wie ein kind in mir, daß halt geliebt werden will und in ihm einen weg dazu gefunden hat usw... ich glaub, das führt jetzt zu weit). der weg aus dieser rolle raus ist so einfach nicht, vor allem weil ich niemand in einem anfall von volle kraft voraus verletzen und vor den kopf stoßen mag. mir läge daran, daß die mensch kapieren, was da vorsich geht. daß leichen meinen weg pflastern ist ja nicht grade mein interesse...

wenn ich mein (nicht zuletzt geld)leben wieder in eigenen händen haben werde, wird's schon ganz anders ausschauen.



gute nacht jetzt,
glem

Daemmern
>>>>>>mir dämmert in letzter zeit so einiges... und dämmerungen bzw. übergangszeiten sind ja immer recht "spannend".
wie heißt's so schön: the beginning is a very delicate time.>>>>>

Ja, hier sind die Chancen fuer etwas Neues. Altes vergeht, Neues ist im Anmarsch. Progress.



>>>>>ich glaub auch, daß dieser mensch mich genau dort erwischt hat, wo ich am leichtesten zu kriegen war und daß das gar nicht seine schuld ist.>>>>>

Gut erkannt! Uns erwischt es immer genau DA. Die "Sicherheitsluecke im System". Deswegen ist diese Erkenntnis ja so schmerzvoll.


>>>>>wenigstens nicht von anfang an. aber mit der zeit hätte er wohl auch - psychologe der er ist - dynamiken durchschauen und thematisieren können.>>>>>

Es gehoeren immer 2 dazu. Und: auch Psychologen sind keine Goetter und leiden unter Eigenblindheit wie jeder Andere auch.


>>>>>anyway: daß ich mich in einer so typischen frauenrolle wiedergefunden habe, hat mich ganz schön erstaunt (so eine bin ich nämlich "eigentlich" gar nicht, aber offenbar hab ich doch auch sowas wie ein kind in mir, daß halt geliebt werden will und in ihm einen weg dazu gefunden hat usw... ich glaub, das führt jetzt zu weit).>>>>>

Du hast es erfasst Was das Kind betrifft, so littest (und leidest vielleicht immer noch) Du an einem kollektiven Phaenomaen des emotionalen Nicht-Erwachsen-seins.



>>>>>der weg aus dieser rolle raus ist so einfach nicht, vor allem weil ich niemand in einem anfall von volle kraft voraus verletzen und vor den kopf stoßen mag. mir läge daran, daß die mensch kapieren, was da vorsich geht. daß leichen meinen weg pflastern ist ja nicht grade mein interesse...>>>>>

Aus einer verwachsenen Struktur herauszubrechen ist NIE leicht und so leid es mir tut, es zu sagen: man kommt nicht umhin, den weg "leichengepflastert" hinter sich zu lassen. Manchmal musst Du Menschen vor den kopf stossen. Es liegt auch nicht an Dir, ob sie kapieren, was in Dir vorgeht. Mach Dich frei: Du musst nicht immer verstanden werden, so wie Du nicht alles verstehen musst. Sicher, geh mit Bedacht und Achtsamkeit Deinen Weg, aber da, wo gehobelt wird, fallen nun einmal Spaene. Willst Du ohne Spaene hobeln, dann kansnt Du es gleich sein lassen. Es waere schoen, wenn Dein Partner den Weg mit Dir fortschreitet, aber es kann auch sein, dass er dazu nicht reif ist. Zwingen kannst Du ihn nicht und es kann Dir passieren, dass Du ihn, wie viele Andere, hinter Dir lassen musst.


>>>>wenn ich mein (nicht zuletzt geld)leben wieder in eigenen händen haben werde, wird's schon ganz anders ausschauen.>>>>

Ja, das wird es


lg
Chris

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Pschologie des Lächelns
Von: billie_12155187
neu
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3. Mai 2004 um 19:11
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