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Entscheidung zwischen Liebe und Wohlstand

2. Juli 2006 um 21:21

Hallo zusammen,

ich fürchte, ich bin in eine Sackgasse geraten und brauche Eure Hilfe bzw. Euren Rat. Hier grob die Hintergründe zu meinem Problem:

Vor einem halben Jahr habe ich einen Mann, einen Kollegen, kennen gelernt, der sich um mich sehr bemüht hat. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Anfangs wollte ich genau aus diesen Gründen nicht auf ihn weiter eingehen, aber nach und nach habe ich mich in ihn verliebt und wir haben beschlossen zusammen zu sein. Er ist zu keiner Zeit zweigleisig gefahren oder ähnliches, sondern er hat sich getrennt und erst dann haben wir uns auf einander eingelassen. Wie gesagt, er hat zwei Kinder und wohnte bis zur Trennung mit seiner Frau in einem Haus, was die beiden vor drei Jahren gekauft haben. Auch ist wichtig zu erwähnen, dass er nicht unbedingt viel Geld verdient und seit der Trennung von seinem Existenzminimum, 890,00 Euro, lebt und bei seinen Eltern eingezogen ist.
Wir hatten zwei wunderschöne Monate zusammen, als plötzlich der erste Einbruch von seiner Seite aus kam. Er hat sich von mir getrennt, weil er sich nicht mehr sicher war, ob er ein Leben mit solch einem niedrigen Lebensstandart führen konnte. Er hat das Haus vermisst, das Geld, was er wegen der Unterhaltszahlungen nicht mehr hatte, und natürlich ging es ihm auch nicht gut, weil er wusste, dass die Kinder unter der Trennung leiden. Fakt ist aber, dass er seine Frau nicht mehr liebt, er hat ihr dieses auch gesagt, auch, dass er mich liebt. Seine Frau wollte ihn natürlich unter diesen Umständen auch nicht einziehen lassen, obwohl sie ihn zurück wollte. Verständlich. Nach ca. zwei Wochen hat er sich entschieden ein Leben mit mir zu führen. Wir waren wieder zusammen, jedoch war nichts mehr so wie vorher. Unsere Beziehung hatte durch diese Trennung und seine Unzufriedenheit und Unentschlossenheit einen Katscher abbekommen.
Die letzten drei Monate liefen mal gut, mal weniger gut. Seine Frau hat oft Stress gemacht, sie wollte, dass ich die Kinder kennen lerne, obwohl die zwei dazu nicht bereit waren, sie hat ihn erpresst und meinte, sie würde bezüglich finanzieller Dinge nur mit sich reden lassen, wenn es mich nicht mehr gäbe. Man muss dazu sagen, er hat von Anfang an anstandslos Unterhalt gezahlt, jeden Abend mit den Kindern telefoniert, zwei mal die Woche was mit den Kindern unternommen und alle zwei Wochen haben sie bei seinen Eltern übernachtet. Die Kosten, die hierfür nötig waren, sprich Sprit, Geld für Unternehmungen mit den Kindern sind von seinem Existenzminimum abgegangen. Er hat seine Frau darum gebeten, ein wenig vom Unterhalt ihm zu überlassen, beispielsweise die Hälfte des Kindergeldes, damit er diese Kosten davon tragen kann und gleichzeitig selber auf eigenen Beinen stehen kann, denn bei den Eltern wohnen sollte kein Dauerzustand sein. Er hat ihr alles gelassen, Haus, Auto und selbst den Unterhalt hat er ohne Diskussionen gezahlt, was ja auch seine Pflicht ist. Aber keine Chance, so lange er mit mir zusammen sei, würde sie ihm nicht entgegenkommen.
Jetzt nach ca. fünf Monaten haben wir wieder Schluss. Nur ist es diesmal schlimmer. Wir sind mittlerweile seit drei Wochen getrennt, obwohl er behauptet, dass er mich liebt. Er kontrolliert mich, möchte nicht, dass ich mich auf einen anderen Mann einlasse. Er weint, es täte ihm alles so leid. Er möchte mich mit seiner Unzufriedenheit wegen der materiellen Dinge nicht belasten. Er könne sich nicht zwischen mir, dem Alleinsein oder aber ein Versuch mit ihr entscheiden. Er sagt, er liebt sie nicht, aber wer würde es evtl. probieren, des Hauses und des Geldes wegen, auch wenn er bezweifeln würde, dass die Gefühle zu ihr zurückkehren. Sie sagte Anfangs, sie sei nicht sein Finanzesel, mittlerweile möchte sie es auch auf einen Versuch ankommen lassen, auch wenn er mich noch liebt. Er überlegt seit drei Wochen, aber auch wieder nicht, weil er sich ständig ablenkt, entweder sitzt er bei ihr und den Kindern oder geht seinen Hobbys nach. Und ich warte, warte und warte Er sagt, wenn er nicht mit mir zusammen sei, obwohl trotzdem von ihr getrennt, geht es den Kindern besser und sie sei netter zu ihm, na ja. Somit könnte er sich im Moment am ehesten vorstellen alleine zu sein, obwohl er mich liebt und vermisst.

Aber ich liebe ihn doch. Habe alles versucht. Ihm geholfen, beraten, mich für ihn bezüglich der Unterhaltszahlungen erkundigt usw. Ich habe allerdings das Gefühl je mehr ich ihn versuche von einer Zukunft von mir zu überzeugen, desto mehr entfernt er sich von mir Dabei haben wir mit einander keine Probleme gehabt und uns in jeder Lebenslage super verstanden. Es waren äußere Umstände, die die Liebe getrübt haben.

Was soll ich davon halten? Habe das Gefühl, ich bin nicht mehr objektiv. Kommt er zu mir zurück? Kann mir jemand von euch helfen?


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2. Juli 2006 um 23:28

Ich kann nicht helfen
Den Wohlstand hab ich ja schon ,aber von Liebe versteh ich nix.
Bei mir bleibt auch keine trotz Wohlstand.

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1. August 2006 um 23:56

Im Prinzip bist du schuldlos
Du liebst ihn und versuchst alles für ihn zu tun. Das versteh ich nur zu gut. Doch war es auch bei mir so, dass umso mehr du getan hast, er sich umso mehr entfernt hat. Ich denke das liegt daran, dass er das nicht kennt von dir, er hat sich in deine freie Person verliebt und jetzt kommen diese zwanghaften Sachen so plötzlich.
Du kannst ihm da nicht helfen. Wenn er lieber Geld hat anstatt mit dir zusammen zu sein, dann sag ich dir ganz ehrlich. Das kanns nicht sein. Er muss sich Gedanken machen und sich entscheiden! Endgültig, sonst leidest du, er, seine Frau.. alle Beteiligten. Man kann auch ohne viel Geld glücklich werden. Glaub mir. Nur musst auch du in dich reinhören, was du wirklich willst. Diesen Mann? Dann sag es ihm, gib ihm Zeit und du wirst sehen, was er macht..

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16. Dezember 2008 um 13:29

Hallo
Dein Eintrag liegt nun schon lange zurück. Mich würde sehr interessieren, wie es euch ergangen ist. Ist er zu Dir gekommen oder hat er sich für sein altes Leben entschieden?

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