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Enge ich ihn zu sehr ein?

30. Juni 2012 um 22:22

Hallo,
ich bin neu hier und bräuchte einmal eure Einschätzungen zu meinem Problem:
Ich (20) bin seit fast einem Jahr mit meinem Freund (21) zusammen. Es lief alles gut, bis vor etwa 3 Monaten die Probleme anfiengen. Vor etwa einem Monat hat er sich von mir getrennt, es aber einen Tag später schon wieder bereut und wollte mich zurück. Jetzt sind wir seit 1,5 Wochen wieder zusammen.
Die Probleme vor der Trennung bestanden darin, dass mein Freund mich immer wieder versetzt hat. Er sagte Treffen sehr kurzfristig ab, weil er lieber mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen wollte. Er vergass mich anzurufen, obwohl er es versprochen hatte und lies mich bei vereinbarten Treffen stundenlang warten. Er hatte zwar immer tolle Ausreden bereit, hat sich aber nie wirklich entschuldigt.
Mir wurde es irgendwann zu viel und ich versuchte mit ihm darüber zu reden, gebracht hat es ausser Streit nichts.
Schliesslich hat er in einer Kurzschlussreaktion Schluss gemacht. Er hat das aber sehr schnell bereut und wollte wieder mit mir zusammen sein und sagte mir auch das er einiges ändern wolle. Ich glaubte ihm und ging wieder zu ihm zurück.
Mein Problem ist jetzt, dass es wieder genauso läuft wie vorher. Natürlich kann man innerhalb von knapp 2 Wochen nicht erwarten, das alles besser wird, nur sind die Probleme seit nun 4 Monaten immer die gleichen.
Ich habe manchmal das Gefühl ich rede bei ihm gegen eine Mauer, ich sage ihm was mich stört, er sagt er ändert es und macht es doch nicht.
Ich wünschte mir von ihm vor allem, das er sich an unsere Verabredungen hält und wir wenigstens einmal am Tag etwas voneinander hören. Da ich aufgrund meines Studiums nicht sehr viel Zeit für ihn habe wünschte ich mir, dass wir wenigstens die Zeit, die ich habe miteinander verbringen, das heisst auch jetzt in den Semesterferien öfter was zusammen machen.
Da ich nicht viel Zeit für ihn habe, hat er genügend Zeit, die er mit seinen Hobbys oder seinen Freunden verbringen kann. Ich frage mich nur, warum es nicht möglich sein soll, Zeit mit mir zu verbringen, wenn ich sie habe (wo ich mich seinen Terminen aber anpassen kann) und er dann doch immer wieder was anderes vorhat.

Meine Frage an euch ist nun: übertreibe ich mit meinen Wünschen?
Enge ich ihn vielleicht viel zu sehr ein?

Hoffe irgendjemand liest das ganze und kann mir einen Rat oder eine Meinung dazu geben.

Danke

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30. Juni 2012 um 23:31

Also,
ich hätte es an deiner Stelle schon längst beendet bzw. ihn garnicht erst wieder zurück genommen. Ständiges Versetzen ist respektlos und wieso sollte man eine Beziehung führen, wo der Partner keinen Respekt hat?! Er wird sich nicht ändern, auch wenn er es noch sooft behauptet.

Du musst jetzt selbst die Entscheidung treffen allein für dich und einen Blick dafür entwickeln, was DIR auf Dauer gut tut oder was dich schädigt.

Viel Glück dabei!

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1. Juli 2012 um 1:35

Ein Muster...

>>er sagt er ändert es und macht es doch nicht.<<
Was dafür spricht, dass er entweder wirklich keinen Wert auf die BeZIEHung legt, oder es nicht so einfach ändern KANN. Was für Dich stimmiger ist, kann nur Du erfühlen, digital geht das einfach nicht.

Ihr seid beide an einer Stelle, an der auch Partnerschaft gelernt werden will. Beide bringen IMMER ein konditioniertes Gedankengebäude mit in ihre ersten BeZIEHungen. Und es gibt noch keine Sicherheit in dem was man im Leben will und was wichtig ist. Es muss nicht zwangsläufig so sein, dass er Dich schlecht behandeln will... Unsicherheit zeigt sich ganz ähnlich. Nur wäre es nur gut, wenn er sich der Lektion stellt und mal ergründet, was er will und in Folge, warum er Dir ungewünschtes, nicht respektvolles Verhalten wiederholt präsentiert. Irgendwoher kommt es - es passiert nicht ohne Grund.

Ich bin kein Freund von schnellem "in die Wüste schicken", weil es IMMER für BEIDE Partner etwas zu lernen gibt. Und Du hättest nicht gefragt, wenn es Dir nicht auch wichtig wäre, ihn zu erreichen.

Also... Partnerschaft lernen... mit der Erlaubnis zu Fehlern... auf der Suche nach den eigenen Wünschen und Wegen... und wenn es gut läuft zeigen sich drei Wege: Deiner, Seiner und Eurer... viel Erfolg.

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1. Juli 2012 um 14:13

...
verstehe ich das richtig: die zeit, die DU übrig hast, soll gefälligst auch komplett mit dir verbracht werden?
an sich versteh ich deinen wunsch, aber auch dass er nicht nur spingen will, wenn du pfeifst.

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1. Juli 2012 um 17:37

Der Mittelpunkt des Lebens...

... ist jeder Mensch immer nur für sich selbst. Selbst der Partner kann es nicht sein, denn dafür müsste man sich selbst aufgeben. Und das führt dann zum Verlust "des eigenen Selbst" und zur totalen Abhängigkeit vom Partner. Letzteres führt bei Verlust des Partners, warum auch immer (Entlieben, Krankheit, Unfall...) zur persönlichen Katastrophe.

Also selbst Mittelpunkt (Selbstliebe, eignes Glücklichsein und Frieden) bleiben und den anderen andocken lassen...

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1. Juli 2012 um 22:37

Danke...
Vielen Dank für eure Beiträge. Sie haben mir einige neue Denkanstösse geliefert. Ich werde nochmals in Ruhe über alles nachdenken und dann entscheiden, wie es weitergehen soll.

@singlecoach: dass sein Verhalten aus Unsicherheit resultiert könnte ich mir schon vorstellen, da ich manchmal das Gefühl habe, er wisse nicht recht, wie er in gewissen Situationen mit mir umgehen soll. Auch weiss ich, dass er im Moment allgemein nicht wirklich weiss was er will.

@kiisu312: natürlich soll er nicht springen, wenn ich rufe, auch wenn ich mir das, zugegeben manchmal wünschte. Es geht mir mehr darum, dass er sich an abgemachtes hält und mich mehr in seine Planung, was die Zeit in der wir uns sehen könnten anbelangt, miteinbezieht.

@maerchenkiste: ähnliche Gedanken hatte ich auch schon, jeder hat sein eigenes Leben, aber die Verbindung fehlt irgendwie...

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