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Emotionale Misshandlung / Grausamkeit in Kindheit / Den Eltern vergeben? / Wie umgehen mit Wut, Hass

10. Juli 2011 um 10:53

Hallo,

ich habe zur Zeit große Probleme und meine Vergangenheit kommt mir ständig in den Sinn.

Ich weis nicht mehr was ich machen soll. Mein Mann sagt mir ständig ich soll meinen Eltern verzeihen aber ich kann es einfach nicht.

Ich bin grad so belastet, dass ich meine Geschichte aufgeschrieben habe, weil ich so unter druck stand.

Ich würde so gerne von euch hören was ihr dazu meint. Ich habe im thema emotionaler missbrauch so viele beiträge gelesen wo ich so viel wieder erkannte. vielleicht ist jetzt auch jemand unter euch der mir etwas sagen kann was mir weiter hilft.

sorry, aber das schriftstück ist sehr lang

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10. Juli 2011 um 10:56

Mach ne therapie
wenn du das nicht verarbeiten kannst.
was anderes kann dir hier auch keiner sagen. prof. hilfe ist da immernoch das beste, wenn man alleine nicht weiter kommt.

und ja, verzeihen solltest du irgendwann können, aber wenn du nicht weißt wie, ist es besser du holst dir einen profi an die seite, der dir dabei hilft.
durch deine hassgefühle schadest du nämlich nicht deinen eltern, sondern in erster linie dir ganz alleine.

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10. Juli 2011 um 10:56

Emotionale Misshandlung
Emotionale Misshandlung ist sowohl die verbreitetste als auch die am wenigsten verstandene Form von Kindesmisshandlung. Über ihre Opfer wird oft hinweggesehen, einfach, weil ihre Wunden nicht sichtbar sind. In einem Zeitalter, in welchem neue Enthüllungen von unaussprechlichen Kindesmisshandlungen tägliche Kost sind, werden Schmerz und Qual jener, die "nur" emotionale Misshandlung erfahren haben, oft trivialisiert. Wir verstehen und akzeptieren, dass die Opfer von körperlicher und sexueller Misshandlung gleichermaßen Zeit wie eine spezielle Behandlung brauchen, um zu gesunden. Doch wenn es zu emotionaler Misshandlung kommt, glauben wir anscheinend, dass die Opfer "einfach darüber hinwegkommen", wenn sie Erwachsene werden.
Diese Annahme ist gefährlich falsch. Emotionale Misshandlung entstellt das Herz und schädigt die Seele. Wie Krebs verrichtet sie ihre tödlichste Arbeit im Inneren. Und, wie Krebs, kann sie, wenn sie unbehandelt bleibt, Metastasen bilden.

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10. Juli 2011 um 10:59

Mein Geschichte
Lebenslauf


Meine Mutter hatte 3 Geschwister. Sie war die Jüngste. Geboren am.1939. Ihre Mutter starb als sie 3 war unter mysteriösen und ungeklärten Umständen.

Die beiden Brüder meiner Mutter haben sich beide suizidiert. Der Eine erhängte sich der Andere erschoss sich.

Mein Vater wurde am 1937 geboren. Er hatte einen größeren Bruder der mit ca. 4 Jahren verstorben ist. Die Ehe meiner Großeltern väterlicherseits zerbrach. Die Mutter meines Vaters ließ sich scheiden. Ihr Mann war wohl ein starker Trinker. Er hatte dann später wieder geheiratet. Mein Vater bekam dann sozusagen eine Halbschwester. Ich glaube sein Vater hat nicht nach ihm geschaut oder sich um ihn gekümmert. Er wuchs mit seiner Mutter und Großmutter auf einem Bauernhof auf. Die Familie war anscheinend relativ arm.
Mein Vater und meine Mutter kannten sich schon seit Kindheit. Der Bruder meiner Mutter und mein Vater waren befreundet. Meine Mutter hatte aus erster Ehe einen 18 jährigen Sohn als ihr Mann fremd ging und sie unreflektiert Hals über Kopf die Flucht ergriff. Zurück in ihrem Heimatdorf ließ sie sich von meinem Vater (einem stadtbekannten Außenseiter und Eigenbrötler schwängern). Super, dann meinte sie auch noch bei ihm bleiben zu müssen und heiratete ihn auch noch. Selbst als er später immer mehr gesoffen hatte blieb sie bei ihm und ließ sich und ihr Kind verdreschen und sich vergewaltigen und missbrauchen. Was für eine blöde Kuh kann ich da nur sagen.

Meine Eltern heirateten als ich ca. ein halbes Jahr alt war im Jahre 1982. Meine Mutter war 42 als ich zur Welt kam. Sie wurde ungewollt schwanger. Erst im 6. Monat bemerkte sie dass sie schwanger ist. Sie sagte mir später sie hätte gedacht sie werde nicht mehr schwanger und sie hätte meinen Vater nie geheiratet, wenn sie kein Kind bekommen hätte. Für mich eine Unvorstellbarkeit. Ich habe in Wikipedia gelesen, dass ungewollte Kinder doppelt so oft an Schizophrenie erkranken als erwünschte. Ich war nicht erwünscht. Darunter leide ich noch heute.
Ungewolltsein des Kindes [Bearbeiten]
Schizophrenie trat bei Kindern von Müttern, die ihr Kind in der späten Schwangerschaft als ungewollt bezeichnet hatten, etwa doppelt so häufig auf wie bei erwünschten Kindern.[28]
http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie#Ungewolltsein_des_Kindes

Ich-Entwicklungsdefizite oder gravierende Vernachlässigung in den ersten Lebensjahren können dagegen Faktoren sein, die zu einer größeren Vulnerabilität, also Krankheitsanfälligkeit, führen. Dem derzeit aktuellen Diathese-Stress-Modell (nach Zubin, Ciompi) zufolge sind es also bestimmte Belastungssituationen, die im Zusammenwirken mit anderen ungünstigen Faktoren bei Menschen mit einer angeborenen Anfälligkeit für psychische Erkrankungen zum Ausbruch einer schizophrenen Psychose führen können

Sie hat mit ca. 22 ihren ersten Mann geheiratet und ihn sich wohl nicht sehr sorgfältig aussuchen können oder wollen. Ihr Vater, mein Opa, war Alkoholiker und auch ihr erster Mann war kein Kind von Traurigkeit. So wie sie mir das erzählte wollte sie einfach weg vom Elternhaus.

Mein Vater ist ein sehr autoritärer, grober Mensch. Er war oft sehr aggressiv und gewalttätig. Ich hatte schon von klein auf das Gefühl, dass meine Eltern mich nicht lieben und nicht für mich da sind. Das belastet mich heute noch sehr. Meine Mutter hat mir oft gesagt, dass sie mich am liebsten in ihrem Bauch erdrückt hätte oder dass ich ein elender Krappen wäre. Sie sagt auch: Wenn Du nicht gewesen wärst, hätte ich den (damit meint sie meinen Vater, den Tyrannen in der Familie) gar nicht geheiratet. Als ich sie mal darauf angesprochen hatte, meinte sie, das sei ja nicht so gemeint gewesen. Wie witzig. Wie soll ein Kind so etwas verstehen? Ob ein 8 jähriges Kind solch eine Aussage wohl witzig findet?

Meine Mutter war nie für mich da, aber ich musste für sie da sein. Ab 8 oder 9 erzählte sie mir jeden morgen am Frühstückstisch ausführlich wie mein Vater sie in der Nacht missbrauchte und vergewaltigte. Ich konnte mich vor dieser Art des Missbrauchs nicht schützen. Eigentlich musste ich das gar nicht erzählt bekommen, denn jeden morgen ab 6 Uhr schrie meine Mutter im Schlafzimmer herum, weil mein Vater meinte ihr in den Genitalien herum bohren zu müssen. Dabei machte er keinen Unterschied, ob sie ihre Tage hatte oder nicht. Auch das erzählte mir meine Mutter brühwarm. Genauso, dass er keinen mehr hoch bekäme und deshalb gewalttätig wäre. Das ist sicher die beste Methode, um die Einstellung eines jungen Mädchens zu Männern und Sexualtät positiv zu prägen. Vielleicht ist das der Grund warum ich einen Orgasmus mit einem Partner noch nie erleben konnte. Mein Sexualleben ist extrem gestört. Meine Mutter erzählte damals nicht nur mir, sondern auch allen möglichen Bekannten, beschämender Weise in meinem Beisein, dass mein Vater wegen seines starken Alkoholkonsums erhebliche Potenzprobleme habe. Sie meinte auch, dass er sie deshalb oft schlage und z. B. aus dem Bett trete. Als Kind hatte ich das Gefühl, dass es schon Stadt bekannt ist was da in meinem Elternhaus abgeht. Ich habe mich so geschämt. Es war sehr schlimm.

Ich bin als Kind oft mit alten Klamotten herumgelaufen und hatte zu kleine Schuhe an, weil meine Eltern es nicht auf die Reihe gebracht haben mir Schuhe zu kaufen, wenn ich raus gewachsen war. Mein Vater hat sich oft gebrüstet mich als Baby in die Garage gestellt zu haben wenn ich geschrien habe und nicht mehr aufhören konnte. Er hat mich dort so lange stehen lassen bis ich aufhörte bzw. aufgab. Meinen verdammten Eltern ist gar nicht klar was sie damit kaputt gemacht haben. Sowas wie Urvertrauen konnte ich nie entwickeln.

Sie haben sich einfach nicht um mich gekümmert. Einmal hat mein Vater erzählt meine Mutter hätte mich alleine gelassen. Ich hätte meine Windel aufgemacht und mich von oben bis unten mit meinen Exkrementen beschmiert. In seiner Stimme lag ein klarer Vorwurf Was ich meinen Eltern alles antue. Wie kann man einem Kind einen Vorwurf machen für so etwas und erst recht, wenn man ein Kleinkind alleine lässt. Das ist Vernachlässigung. Meiner Eltern haben mich vernachlässigt. Sie haben mich mit emotionaler Grausamkeit verstümmelt.

Auch die Sache mit dem Zähneputzen haben meine Eltern vernachlässigt wie so vieles Andere auch. Ein Kind tut das nicht immer gern und freiwillig. Damit hatte ich noch mit 11 Probleme. Erst dann habe ich realisiert, wie dramatisch das ist sich nicht um sich zu kümmern. Trotzdem waren meine Backenzähne damals schon fast alle kariös. Auch um die Körperpflege kümmerten sich meine Eltern nicht besonders.

Auch als Kind schon hatte ich Neurodermitis. Das wusste ich nur damals noch nicht. Meine Ellenbeugen waren großflächig aufgekratzt und auch die Kniebeugen waren stark betroffen. Ich habe mich in der Schule so geschämt. Die Mitschüler hänselten mich. Meine Eltern kamen nicht einmal auf die Idee in die Stadt mit mir zu Hautarzt zu fahren. Dass ich meinen Eltern nichts wert bin war bei mir als Kind stets präsent.

Im Kindergarten hatte ich oft Schlägereien und fiel durch unangepasstes Verhalten auf. Meine Mutter wurde wohl mehrmals einbestellt, weil es Probleme gab. Man wollte mich schon damals aus der Gruppe haben. Meine Eltern kamen leider nie auf die Idee sich mal zu fragen warum das so ist. Gewalt hatte ich eben schon in frühester Kindheit im Elternhaus erlebt.

In der Grundschule war ich Außenseiter. Ich hatte keine Freunde und man sah mir schon äußerlich an, dass in der Familie etwas nicht stimmte. Ich war ungepflegt und total eingeschüchtert. Der Lehrerin war ich auch unangenehm aufgefallen. Ich konnte mich wohl nur schlecht konzentrieren und machte meine Hausaufgaben nicht. In vielem war ich den anderen Mitschülern gegenüber ins Hintertreffen geraten. Meine Eltern hatten auch nie einen Gedanken daran verschwendet mir bei den Hausaufgaben zu helfen; und wenn sie es doch einmal versuchten artete es recht schnell in Schreiereien aus. Die erste Klasse musste ich gleich wiederholen. Die Lehrerin meinte ich müsste raus aus der Klasse. Meine Mutter hat sich natürlich nicht für mich eingesetzt. Sie sagte nur: Ja, dann muss sie eben raus. Ich war als Kind sehr unglücklich. Es war einfach eine fruchtbare Zeit. Auch die Schule empfand ich als schlimm. Ich kann mich noch erinnern, dass ich schon in der Grundschule den Schulweg mit Grübeleien über meine schlechte Situation verbrachte. Mir ging es schlecht aber ich wusste nicht warum und was ich machen sollte. Als Kind ist man einfach hilflos. In der 3. Klasse wäre ich fast noch mal sitzen geblieben, habe mich dann aber aufgerafft und wurde dann auch stetig besser.

Als ich von der Grundschule auf die Hauptschule wechselte war meine Mutter noch nicht mal in der Lage das Anmeldeformular auszufüllen. Sie war einfach zu bequem dazu. Sie meinte das könne ich ja machen. Sie hat sich um einfach gar nichts gekümmert. Ab der 5. Klasse wurde ich recht gut in der Schule. In der 7. war ich bei den Klassenbesten. Ich hätte eigentlich gerne in die Realschule gewechselt, aber das bekam ich psychisch einfach nicht hin. Ich traute es mir nicht zu es war schon so schwer genug für mich jeden einzelnen Tag rumzubekommen Ich hatte ja auch 0 Unterstützung. Über meine Probleme und was mich beschäftigte konnte ich mit niemandem reden. Jede Veränderung war eine Katastrophe für mich. Damals ging es mir zunehmend schlechter. Mit meinem Lehrer habe ich vereinzelt über die Situation zu Hause gesprochen.

Mein Vater hat mich oft verprügelt und grün und blau geschlagen. Das ging so bis ich 13 war. Es war einfach schrecklich. Ich empfinde es als sehr schlimm, dass ich erst eine Psychose entwickeln musste bis endlich mal was passierte. Mit 12 war ich schon beim Jugendamt und danach beim Kinderschutzdienst. Das Jugendamt legte die Hände in den Schoß und schrieb meinem Vater einen Brief. Super. Anstatt zumindest mal einen Familienhelfer zu schicken. Der Brief machte alles noch schlimmer. Aber ich konnte einfach nichts tun. Noch schlimmer ist es, dass er nie eine Strafe bekam, für das erhalten hat, was er mir angetan hat. Ich denke darüber nach meine Eltern noch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz zu verklagen. Sie müssen einfach sehen, dass sie sich schuldig gemacht haben. Mein Leben ist einfach komplett versaut. Noch heute träume ich fast jede Nacht von dieser Zeit und mache schreckliches durch. Wenn ich auf der Straße Dinge sehe die mich an damals erinnern bin ich in meinem Innersten sofort wieder Kind und leide fürchterlich. Und das wird einfach nicht besser. Ich weis einfach nicht was ich tun soll. Wenn diese Erlebnisse gerade wieder sehr präsent sind bin ich sehr gereizt kaum zu irgendetwas fähig und ein reines Nervenbündel. Ich frage mich wie lange ich eigentlich noch arbeitsunfähig sein soll. Ich werde es in meinem Leben nie zu etwas bringen. Dank meinen Eltern. Ich wünschte sie würden dafür im Fegefeuer brennen. Doch mein Vater meint immer noch er sei ein guter Vater gewesen. Er hätte mich mehr schlagen müssen, meine Mutter hätte mich ja immer in Schutz genommen. Ich wäre immer ungezogen gewesen. Kinder sind eben keine kleinen Erwachsene sondern Kinder. Ich finde ich war ein verschüchtertes braves Kind. Wurde mir auch später im Heim bestätigt. Erst recht für das was ich mitmachen musste. Andere werden dann schwererziehbar. Alles erlebt im Heim. Ich habe mir einfach zu viel gefallen lassen.

Ich denke ich würde heute nicht solche Schwierigkeiten mit meinem Leben haben, wären meine Eltern nicht so unfähig gewesen. Unvorstellbar einfach, dass sie niemand im Umfeld angezeigt oder beim Jugendamt gemeldet hat.
Ich war immer sowas wie ein Underdog. Und fühle mich immer noch depriviert. Meine Benachteiligung damals die noch bis ins heute ihre Auswirkungen zeigt ist für mich einfach nicht zu verkraften. Es ist einfach nur unfair und ungerecht. Ich habe mich als Kind immer gefragt, warum ich das mitmachen muss. Warum mich kein Mensch liebt, sich niemand für mich einsetzt. In der Schule hatten viele meiner Mitschüler alles was sie sich wünschten, und ich wurde zu Hause nur geschlagen und gebrochen. Ich fragte mich immer, was denn nur falsch an mir ist, ob ich ein schlechter Mensch bin. Meine Eltern sagten immer ich wäre schlecht, ungezogen, undankbar usw.
Ihr Bild von mir wurde auch meines.

Die Hauptschule, war schulisch meine schlimmste Zeit. Familiär spitzte sich die Lage immer mehr zu und meine Mitschüler merkten, dass mit mir etwas nicht stimmte und traten mir als, bildlich gesprochen auf dem bodenliegender, noch in die Nieren. Ich bekam ständig irgendwelche Streiche gespielt und war der Arsch vom Dienst aber Klassenbeste.

Ich wollte damals schon von meinen Eltern weg, aber ich hatte absolut keine Chance mich in Sicherheit zu bringen. Ich war beim Jugendamt mit 13 und habe über die Situation zu Hause berichtet. Dort wollte man nichts unternehmen. Sie haben meinem Vater nur einen Brief geschrieben. Danach war dann erst richtig Stress angesagt.

Als ich keine Hilfe bekam ging ich zu einer Beratungsstelle für Frauen und Mädchen und zum Kinderschutzdienst. Die Psychologin vom Kinderschutzdienst half mir dann Woche für Woche zu überstehen, bis es dann nicht mehr ging.

Irgendwann mit 14 fiel den Lehrern auf, dass mit mir etwas nicht stimmte. Sie fuhren mich ins Krankenhaus. Dort wurde ich in die Psychiatrie verlegt. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte große Angst. Ich wollte meine Sachen packen und gehen. Noch am gleichen Abend wurde ich auf eine geschlossene Station des der Kinderpsychiatrie verlegt. Das war das Schlimmste was mir je passiert ist. Ich bin darüber heute nicht hinweg. Meine Eltern haben mich jahrelang so fertig gemacht, dass ich sogar durchdrehte, ich komme in die Psychiatrie und später ins Heim wo die Zustände zum Teil unhaltbar waren und sie sitzen daheim und haben überhaupt keine Konsequenzen. Das macht mich heute noch wütend. Mein Vater meint heute noch, dass es richtig war mich zu misshandeln.

Ich war 4 Monate in der Psychiatrie. Dort wurde ich mit Taxilan 75 mg behandelt. Mein Trauma wurde nicht behandelt. Danach kam ich direkt ins Heim.

1996 kam ich dann direkt aus der Kinder und Jugendpsychiatrie ins Heim. Super Werdegang, kann ich da nur sagen. Ich hatte mir mein Leben eigentlich anders vorgestellt.

Im Heim kam erst mal eine sehr schwere Zeit auf mich zu. In der Gruppe hatte ich so ziemlich die letzte Position. Ich konnte es die erste Zeit kaum glauben, dass ich im Heim bleiben kann. Ich hatte immer Angst, dass ich wieder zurück muss und habe die Erzieher das auch oft gefragt.

Ich musste nicht zurück aber Alpträume blieben bis heute. Darin muss ich all die schrecklichen Situationen von damals wieder durchleben und habe die Aufgabe da raus zu kommen, was mir so gut wie nie gelingt. Dann bin ich oft den ganzen Tag geschlaucht und fühle mich in meine Kinder und Jugendzeit zurück versetzt. Ich bin schon lange kein Kind oder Jugendliche mehr, aber die Gefühle sind oft die gleichen wie damals.

Im Heim ging ich auf die, auf dem Gelände befindliche, Hauptschule und machte dort meinen Hauptschulabschluss mit 1,6er Schnitt.

Danach, 1999, ging ich auf die öffentliche Wirtschaftschule in Bretten. Im ersten Jahr lief das auch recht gut. Aber im 2. meinte ich, ich müsse meine Tabletten absetzen. Ich wollte unbedingt ohne leben. Wollte mir beweisen, dass ich es ohne kann. Damals wusste ich noch nicht, dass ich wirklich krank bin und die Psychose mit 13 nicht nur ein Ausrutscher war, denn ohne Medikamente lebe ich permanent in einer latent vorhandenen Parallelwelt in die ich oft abdrifte. Für mich war das eben der Normalzustand. Meine Leistungen in der Schule wurden wesentlich schlechter und ich zog mich sozial sehr zurück in der Klasse und im Heim. Ich wurde immer ängstlicher und zurückgezogener. Mir ging es damals immer schlechter und ich konnte das nicht auf die Medikation zurückführen. Ich dachte einfach die Situation ergibt das. Später geriet ich wieder in eine wie der Arzt es nannte manische Phase und nahm wieder Medikamente. Nach 2 Jahren habe ich die Medikamente wieder abgesetzt und spätestens dann war mir klar, dass mit mir irgendetwas nicht stimmt. Dass ich die Medikamente brauche um normal zu sein. Leider wurde dann klar, dass ich paranoide Schizophrenie habe. Die Zeit auf der festen Gruppe im Heim direkt nach der Psychiatrie war bis dahin die beste meines Lebens. Jetzt sehe ich das aus einem anderen Blickwinkel. Es waren die Medikamente die mir ein bis dahin ungekanntes Erleben möglich machten. Zum ersten Mal im Leben, war ich nicht ständig in Sorge und Angst, ständig auf der Hut, ständig am Grübeln und konnte endlich normal schlafen und mich zumindest halbwegs konzentrieren wenn ich nicht müde war von den Medikamenten. Leider nahm ich schon damals stark an Gewicht zu.

Nach dem Realschulabschluss habe ich das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung absolviert und bin nach der ersten Klasse gescheitert. Damals hatte ich auch einen Zusammenbruch und eine erneute Psychose. Es war einfach alles zu viel. Ich habe es wiederholt und auch das 2 Jahr geschafft. Allerdings ohne die Fachhochschulreife erreicht zu haben. Ich lebte zu der Zeit auf einer WG mit 3 anderen Mädels. Es war schwierig für mich, mich selbst zu versorgen. Sprich mir regelmäßig Mahlzeiten zu zubereiten und ordentlich einzukaufen. Das Geld war dazu auch noch chronisch knapp.

Das Leben auf der WG war hart. Ich hätte mehr Betreuung gebraucht und hatte dazu noch eine Erzieherin der vor ihrer Rente so ziemlich alles egal war. Mir ging es schlecht. Nachts waren die Freunde der Mädchen auf den Zimmern und geisterten durch die Wohnung. Man konnte nicht einmal die Zimmer abschließen. Ich fühlte mich bedroht von diesen oft besoffenen Typen. Die mich so sehr an meinen Vater erinnerten, denn die Mädchen hatten nicht immer das beste Talent sich die Männer auszusuchen. Immer wieder wurden private Sachen geklaut.

Nach einer Weile bekam ich auf dem Gelände eine Einzimmerwohnung. Klein und das Bad war verschimmelt. Aber ich hatte immerhin meine Ruhe. Ich machte dort weiter meine Schule und jobbte sogar in den Ferien. Bis ich zusammenbrach. Nach einer Erhöhung des Medikamentenspiegels war das damals erledigt, aber ich war wieder kurz vor einer Psychose. Das Geld hätte ich fast auch noch dem Jugendamt abgeben müssen. Super. Ich gebe alles um mir den Führerschein leisten zu können und schlittere ständig knapp am Durchdrehen vorbei und soll dann noch mein Geld abgeben und Andere sitzen nur dumm rum kiffen und klauen. Klar dass die nichts zurückzahlen müssen. Naja, ich kam noch mal drum rum. Aber die Erfahrung hat mich schon auch geprägt. So ist es eben wenn man keine Loby hat und im Heim lebt. Warum konnte ich nicht eine normale Familie haben, daheim jobben für meinen Führerschein meine Schule machen und in Ruhe erwachsen werden. Stattdessen lebe ich in so einem asozialen Heim mit Drogensüchtigen und unzivilisierten Mädchen die sich gegenseitig in pubertärer Unvernünftigkeit an die Hälse springen.

Mit der Zeit verbesserte sich meine Situation. Freunde hatte ich nicht viele. Ich hatte den Eindruck, dass es bei vielen Mädels im Heim gar nicht möglich war dauerhafte, ehrliche und treue Freundschaften zu haben. Ich fand mein Umfeld dort sehr schwierig, die destruktive Haltung war vorherrschend und ansteckend. Wenige hatten wirklich Ziele oder realistische Ziele für die Zukunft. Und der Umgang mit Drogen oder sogar Prostitution, in verschiedenster Ausprägung, war an der Tagesordnung. Vor dem Heim warteten vor allem an den Wochenenden die Türken mit ihren ersten Autos um Heimmädels abzuschleppen. Randgruppen ziehen Randgruppen an. Wollte ich in den Ausgang musste ich an ihnen vorbei und mich erst einmal anmachen lassen. Super. Warum nur ich was habe ich nur verbrochen. Allerdings bekam ich bald eine größere und schöne Wohnung wo ich mich sehr wohl fühlte. Psychisch ging es mir nicht gut. Ich hangelte mich von einem Tag zum nächsten. Es war oft sehr schwer für mich mein Tagesgeschäft zu erledigen. Aufzustehen, mich anzuziehen, mich zu pflegen selbst das Geschirr zu spülen. Und immer fühlte ich mich schlecht deswegen. Dabei war ich immer müde von den Medikamenten.

Als meine Schule zu Ende war endete auch direkt die Jugendhilfe und da stand ich. Keine Betreuung mehr und niemand mit dem ich reden konnte. Ich war mal wieder ziemlich am Ende. Ich ging in die Psychiatrie und machte eine Therapie. Das war 2002/2003. Ich musste Sozialhilfe beantragen. Super. So wollte ich immer enden. Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt. Meine ehemaligen Klassenkammeraden starteten glücklich und voller Elan ins Leben und ich war nicht fähig eine reguläre Ausbildung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu machen. Nach einem halben Jahr sollte meine Ausbildung im BFW beginnen. Nach der Therapie meldete ich mein Auto an zog nach Karlsruhe in eine kleine dreckige WG und jobbte mich durch. Damals nahm ich keine Medikamente. Entsprechend ging es mir auch. Ich hatte zu der Zeit schon sehr zugenommen und war ständig müde von den Medikamenten. Es war für mich nicht mehr auszuhalten so weiter zu dösen statt zu leben und ich setzte sie ab. Die Zeit in Karlsruhe war sehr stressig und ich stand ständig unter Existenzangst und arbeitete 60 Stunden in der Woche. Es war bis dahin das anstrengendste was ich je gemacht habe. Ich hatte 4 Jobs.

Im Oktober 2003 begann meine Ausbildung im BFW. Ich bekam sie weil ich psychisch krank bin. Phantastisch. Ich hatte mir eine andere Karriere für mich vorgestellt. Und diesen Stempel wollte ich schon gar nicht. Schwer damit einen Job zu bekommen. Denn ohne sichtbare körperliche Behinderung ist dem potenziellen Arbeitgeber zweifellos schnell klar warum ich schon meine erste Ausbildung in einem geschützten Rahmen absolvierte. Das habe ich auch meinen lieben Eltern zu verdanken. Ich wohnte dort in einem ca. 7 qm Zimmer. Fantastisch. Ich war das einzige Mädchen in der Klasse. Die Klassenkammeraden machten mir das Leben mit sexistischen Sprüchen schwer. Ich wurde gemobbt. Da ich keinen Anspruch auf Übergangsgeld hatte wie die Anderen, die eine Umschulung machten war ich auf Unterhalt von meinem Vater angewiesen. Der wollte natürlich nicht zahlen. Ich musste zum Amtsgericht gehen und Gerichtskostenhilfe beantragen, um auf Unterhalt klagen zu können. Ich hatte also einen Anwalt der mit meinem Vater in Schriftwechsel trat. Dabei zählte mein Vater auf was er mir schon alles bezahlt hatte. Es war nicht besonders viel. Die größte Investition war ein Bett für 89 EUR von IKEA. Das schrieb er alles auf und meinte er brauche jetzt bald ein neues Auto und könne und wolle nicht für mich zahlen und ich ein unverschämt. Er musste zahlen. 200 EUR im Monat. Er zahlte oft verspätet und ich musste zwischendurch wieder den Anwalt einschalten, weil er wieder zu geizig war zu zahlen. Ich kann nur sagen ich wünsche ihm unsägliche Qualen und den Tod. Er hat mich verstümmelt und verkrüppelt und ich tat alles um ein normales Leben führen zu können und dieses ... war noch nicht mal bereit das mindeste für mich zu tun. Ich hielt mich immer ordentlich und wich nie vom rechten Weg ab. Viele meiner Leidensgenossinnnen im Heim nahmen Drogen, waren kriminell oder wurden früh schwanger, einige haben sich auch umgebracht. Und ich gab einfach alles, musste immer alleine durch alles durch und mein Vater, dieses verfluchte Schwein will noch nicht mal für meinen Lebensunterhalt während meiner Ausbildung zahlen, die ich in einer Einrichtung machen musste, weil er mich so fertig machte, dass ich nicht mehr in der Lage war eine Ausbildung auf dem regulären Markt zu schaffen.

Während der Zeit der Ausbildung war ich ständig müde und depressiv und habe es kaum geschafft zu lernen. Trotzdem waren meine Noten doch relativ gut. Ich habe mich damals nicht getraut psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn wenn ich auf dem Gelände zum Psychiater gegangen wäre hätten das meine Mitschüler mitbekommen und mich noch mehr durch den Schmutz gezogen.

Nach einer Weile begann ich eine leieson mit einem Mitschüler. Er kam selbst aus schwierigen Verhältnissen. Der Vater Alkoholiker. Die Mutter ließ sich scheiden da war er 2. Der Stiefvater auch Alkoholiker. Er hatte früher Drogen missbraucht und deshalb eine Psychose entwickelt. Als Jugendlicher war er oft in Schlägereien verwickelt und kriminell. Leider fand ich keinen passenderen und zivilisierten Partner zu der Zeit. Mein kaum vorhandenes Selbstwertgefühl lies es leider nicht zu auf jemand zu zugehen der mir besser tat. Die Umschulung hat er bekommen, weil er einen Bandscheibenvorfall hatte. Ich war während der Zeit der Ausbildung mit ihm leiert. Er hatte keine wirklich liebevollen Gefühle für mich. Und wirklich geliebt hat mich noch nie jemand, nicht mal meine Eltern. Das tut sehr weh. Ich kam mir immer wie Dreck vor. Mir das klar zu machen war sehr schmerzlich. Denn bisher hatte es nur selten in meinem Leben jemand gegeben, der es wirklich gut gemeint hat. Ich war mit ihm zusammen, weil ich mich nach jemanden sehnte der mir etwas Liebe entgegenbrachte. Er aber war ein Bauarbeiter und gebärdete sich auch so. Er hatte keine Moral und stand nicht zu mir, wenn mich die Mitschüler belästigten. Er meinte ich solle mich über das Mobbing, er nannte es natürlich nicht so, nicht aufregen. Super.

Gegen Ende der Ausbildung lief die Beziehung immer schlechter, ich hielt es kaum noch aus mit ihm. Er war Computerspielsüchtig und wahrscheinlich depressiv. Wir hatten oft Streit. Da wir zusammenwohnten konnte ich nicht ausweichen. Er hielt mich für verrückt das sagte er mir auch oft. Super, genau das was ich brauchte. Irgendwann drückte er mich an den Schrank und würgte mich. Wir schrieen ständig rum. Er weigerte sich seinen Teil der Hausarbeit zu erledigen. Auch ein
Streitthema. Irgendwann ging er fremd, was mich sehr verletzte. Mein Männerbild war sowieso total verkorkst genau in dieser Wunde traf mich diese Beziehung und sein Fremdgehen. Ich war am Boden zerstört und stand kurz vor den Abschlussprüfungen. Mir ging es so schlecht, dass ich wieder eine Psychose entwickelte. Ich war allein und nur auf mich gestellt. Ich konnte mit niemandem darüber reden. Ich musste so schnell wie möglich zum Arzt und meine Medikamente einstellen lassen bevor ich die Kontrolle ganz verlieren würde. Ich musste ja auch bald meine Abschlussprüfungen schreiben, es ging um meine Zukunft.

Ich ging also zu der in der Einrichtung ansässigen Psychiaterin. Meine Termine legte ich früh morgens vor Unterrichtsbeginn damit mich keiner in die Praxis gehen sah. Die Medikamente machten mich erneut müde. Nicht gerade förderlich für gute Prüfungsleistungen, leider gings nicht anders, die Belastung war zu groß.

Schließlich hatte ich diese schwierige Zeit rumgebracht. Die Prüfungen abgelegt. Schulisch mit 1,6 IHK mit 3,5. Ich hatte mir eine Wohnung gesucht, aber leider keine Arbeit gefunden. Ich musste Hartz 4 beantragen. Freunde hatte ich keine. Ich war völlig alleine.

Das Geld war sehr knapp und ich hatte große Zukunftsängste. Ich hielt es für richtig eine Therapie zu machen. Aufarbeiten war noch nicht möglich da ich zu sehr mit dem Alltag belastet war und keine Kapazitäten mehr hatte. Es ging einfach darum durchzuhalten und stabil zu bleiben.

Ich war auf der Suche nach Arbeit. Schließlich bin ich an einen absoluten Ausbeuter geraden. Er ließ mich 2 Wochen ohne Entlohnung arbeiten. Er meinte ich solle noch mal 2 Wochen für ihn umsonst arbeiten, dann würde er mich einstellen. Er fragte mich was ich verdienen wolle. Ich sagte naja, ich brauche 1000 EUR zum Leben, damit habe ich aber nicht gemeint, dass ich nur 1000 EUR brauche. Es soll ja schließlich noch etwas übrig bleiben nach dem alle Rechnung bezahlt sind. Aber der Typ meinte er müsse dann ausrechnen was er mir zahlen müsse damit genau 1000 EUR nach Steuern übrig bleiben. Später erfuhr ich, dass er ständig junge Frauen unterbezahlt einstellte, die dann aber meist schnell das Weite suchten. Absolute Ausbeutung. Super, also wiedermal Pech gehabt.
Gott sei Dank kam es nicht zu diesem Arbeitsverhältnis.

Ich war weiterhin auf der Suche nach einer Arbeit in der ich ordentlich entlohnt werde und eine wirkliche Chance habe. Ich hatte lange keinen Erfolg. 4 Monate nach der letzten Enttäuschung kam ich an ein Praktikum heran nach dem ich eingestellt werden sollte. Ich arbeitete dort 4 Monate kostenlos. Der Chef hielt mich bis zum letzten Tag hin. Am letzten Tag sagte er mir, dass die Auftragslage doch nicht reichte. Super. Ich habe damals alles gegeben und es hat wieder nicht geklappt. Ich absolut Generation Praktikum. Ich war total am Boden. Nach Beendigung des Praktikums arbeitete ich noch mal für diesen AG. Er versprach mir für 2 Tage 150 EUR am Ende der 2 Tage sagte er, er habe nur 100 EUR dabei ansonsten müsse er zum Geldautomaten. Er fragte ob es ok wäre wenn er mir nur 100 EUR gäbe. Super. Ich sagte natürlich ja weil ich mich nicht traute. Klasse wieder verarscht. Warum passiert Scheiße ständig mir. Ich hatte zu wenig Selbstbewusstsein, um wenigstens hier mal die Klappe aufzumachen. Ich ließ mir einfach alles gefallen.

Einen Monat später bekam ich einen Job über Zeitarbeit. Ich machte viele Überstunden und bekam trotzdem Netto 500 EUR weniger als die Festangestellten. Und das 5 Monate lang. Dabei hatten wir von der Zeitarbeit wesentlich mehr Druck. Was für eine Ungerechtigkeit. Das nagte sehr, wie alles was ich bis jetzt an Unfairness erlebt hatte an meinem Selbstbewusstsein. Ich dachte ich würde es nie schaffen wie ein normaler Mensch gerecht und ordentlich behandelt zu werden. Das war alles wirklich schlimm für mich. Ich hatte einfach immer Pech. Das Leben meinte es nicht gut mit mir. Ich kam mir verflucht vor, weil meine Unglückssträhne einfach nicht enden wollte. Es lief schon mein ganzes Leben lang scheiße.

Nach 5 Monaten in der Zeitarbeit wurde ich übernommen und bekam endlich ein ordentliches Gehalt und musste keine Überstunden mehr machen. Die Nachtschichten blieben aber weiterhin. Sie setzten meinem Biorhythmus ganz schön zu. Ich musste die Medikamentendosis hochsetzen damit ich das überhaupt durchhielt. Die Arbeit war sehr anstrengend und mit hohem Stress verbunden. Der Druck war groß. Aber wieder musste ich durchhalten wenn ich weiterkommen wollte. Ich habe die Zähne zusammengebissen.

Ich habe eine Beziehung mit einem Kollegen angefangen. Er war ein sehr korrekter Mensch und hat mich von Anfang an unterstützt. Ich war schnell für ihn eingenommen. Meine Gefühle für ihn wurden nach etwa einem halben Jahr schwächer, weil von ihm einfach emotional nur sehr wenig zurück kam. Ich denke er hatte Depressionen. Das sagte er auch selbst. Er sprach von einer Zeit während seinem Studium in der er lethargisch nur noch im Bett lag und nicht in der Lage war noch irgendetwas zu tun. Er brach sein Studium ab. Er war der erste Mann der normal zu mir war. Gegen Ende der Beziehung haben wir auch Probleme gehabt. Er war da auch nicht immer nett zu mir. Aber trotzdem war er die erste positive Erfahrung mit dem anderen Geschlecht. Wir hatten leider enorme sexuelle Probleme. Ich habe sowieso Orgasmusstörungen.

Nach einem Jahr in der Firma wurde ich noch in der Probezeit, denn ich hatte ja wegen der Zeitarbeit 2 Probezeiten gekündigt. Das war für mich sehr schlimm. Ich machte mir große Vorwürfe versagt zu haben. Weil ich während meines ganzen Lebens in Armut und Deprivation gelebt hatte habe ich viele Nachtschichten gemacht um mehr Geld zu verdienen. Das hatte ich leider nicht unbeschadet überstanden. Ich fühlte mich jeden Tag kurz vorm Durchdrehen. Die Arbeit machte mich fertig. Ich stand morgens oder besser gesagt mittags auf, weil ich wegen der hohen Medikamentendosis kaum aus dem Bett kam, ging zur Arbeit, kam am Abend zurück, duschte und ging wieder schlafen. Das Leben hatte für mich keinen Sinn mehr. Es bestand für mich nur noch aus Arbeit. Mehr schaffte ich nicht mehr. Für meine Gesundheit war die Kündigung das Beste was mir passieren konnte. Ich stand kurz vor einer Psychose, dank der Kündigung konnte ich mich wieder erholen.

Ich war also arbeitslos und hatte die Chance eine Weiterbildung zu machen. Die Firma hat mir leider in all der Zeit nie Weiterbildung ermöglicht. Meine ersten Zertifikate habe ich abgeschlossen. Mein Partner der mich immer unterstützt hatte half mir auch dabei. Das werde ich ihm nie vergessen. Die Probleme sexueller Natur in unserer Beziehung belasteten mich immer mehr und so sprach ich offen mit ihm darüber einen sozusagen abgesegneten Seitensprung zu unternehmen. Er sagte ihm würde das nichts ausmachen. Ich fand das sehr seltsam und war mir unsicher. Ich lies deshalb etwas Zeit verstreichen und befragte ihn nach einer Weile erneut zu diesem Problem. Seine Antwort war die Gleiche. So fing ich eine Affäre an mit einem Mitstudenten an der Weiterbildungseinrichtung an.
Er war seelisch sehr instabil. Er war davon überzeugt übersinnliche Kräfte zu haben. Manchmal brach er einfach so in Tränen aus. Ich habe leider öfter intensiveren Kontakt mit Männern gehabt die offensichtlich psychische Probleme hatten. Ich finde das sehr bedenklich. Wie soll ich so aus meiner Situation herauskommen. Ich möchte ein normales Leben führen.

Nach einer Weile habe ich die Affäre beendet. Mit meinem Partner war ich noch zusammen aber mir fehlte weiterhin etwas in unserer Beziehung.








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10. Juli 2011 um 11:03


glaubst du allenernstes irgendeiner liest sich das durch?

geh zu nem psychologen und such dir hilfe.

und: willst du das jetzt in jedes internetform stellen was du im www. finden kannst?

FAKE!!!

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10. Juli 2011 um 12:57

Absolut richtig Slusi
Und die Te hat nur eine Möglichkeit,sie muss zu sich stehen und sagen das es gut ist und das sie sich verzeiht das sie nicht verzeihen kann.
Im Moment ist sie in einer Spirale und macht sich selbst damit fertig das sie es nicht kann,aber das sie es nicht umbedingt können muss sieht sie nicht.

An die Te Versuch aus dieser Spirale rauszukommen,das schaffst du aber nicht alleine,hol dir Hilfe.

Lg

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10. Juli 2011 um 13:33


wieso ist der mann es, der es nicht kapiert?

sie schadet sich mit ihrem hass doch nur selber und jammert dann noch rum, dass sie es nicht schafft das zu verarbeiten.

verzeihen gehört nunmal dazu und wenn man das nicht kann, muss man sich hilfe suchen, damit man das ding in angriff nimmt.
und wenn man das auch nicht kann oder will, dann will man sich offensichtlich lieber weiter in selbstmitleid suhlen, was einem schlimmes angetan wurde und die welt so böse ist.

das man selbst aber auch was dafür tun muss, das dies nicht mehr so ist, auf die idee kommen die meisten nicht. und dazu gehört eben verzeihen.

was bringt es ihr denn bitte, wenn sie weiter jahrelang in ihrem hass lebt?
damit schadet sie sich selbst.

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10. Juli 2011 um 13:55
In Antwort auf ayla_12843766


glaubst du allenernstes irgendeiner liest sich das durch?

geh zu nem psychologen und such dir hilfe.

und: willst du das jetzt in jedes internetform stellen was du im www. finden kannst?

FAKE!!!

Fake! Ich glaube ich hör nicht recht
Du musst es ja nicht lesen kakao mit sahne. Danke für Deine Hilfe

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10. Juli 2011 um 13:56

Was ist es denn sonst
ausser selbstmitleid???

es geht doch im prinzip nur ums jammern, verständnis haben wollen, aber möglichst wenig dafür tun, daß sich die lage ändert in der man steckt, sondern von anderen erwartet, daß sie die probleme für einen lösen.
das funktioniert so aber nunmal leider nicht.
es ist noch nicht mal notwendig, daß eltern die karten auf den tisch legen und man mit denen gespräche führen muss, sondern das man irgendwann mal an den punkt kommt, wo man ein besseres leben haben will für sich ohne hass und wut. damit zerstört man nur seine eigene lebensqualität und mit verlaub, man kann, wenn man will, auch wirklich was tun, daß es anders wird.
aber jammern ist und bleibt der bequemere weg für manche, weil das nicht in arbeit ausartet.

verzeih mir bitte diese harten worte, aber wenn ich lese, daß jemand so lange schon probleme wegen seiner kindheit hat, da frage ich mich, was er bitte ernsthaft die jahre über gemacht hat, damit es besser wird.

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10. Juli 2011 um 13:59

Oder eben so lang, bis mir der peiniger egal geworden ist.
ja oder eben so auf diesem weg.
wenn es einem schon egal ist, dann hat man doch schon viel erreicht.


verlangen tut hier doch keiner was. kann doch jeder sein ganzes leben in seinem jammertal des leidens verbringen, wenn er meint, das täte ihm gut.
aber dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man mal contra bekommt und die aufforderung den hintern hoch zu kriegen und was an seiner lage zu ändern.

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10. Juli 2011 um 14:04
In Antwort auf ayla_12843766

Was ist es denn sonst
ausser selbstmitleid???

es geht doch im prinzip nur ums jammern, verständnis haben wollen, aber möglichst wenig dafür tun, daß sich die lage ändert in der man steckt, sondern von anderen erwartet, daß sie die probleme für einen lösen.
das funktioniert so aber nunmal leider nicht.
es ist noch nicht mal notwendig, daß eltern die karten auf den tisch legen und man mit denen gespräche führen muss, sondern das man irgendwann mal an den punkt kommt, wo man ein besseres leben haben will für sich ohne hass und wut. damit zerstört man nur seine eigene lebensqualität und mit verlaub, man kann, wenn man will, auch wirklich was tun, daß es anders wird.
aber jammern ist und bleibt der bequemere weg für manche, weil das nicht in arbeit ausartet.

verzeih mir bitte diese harten worte, aber wenn ich lese, daß jemand so lange schon probleme wegen seiner kindheit hat, da frage ich mich, was er bitte ernsthaft die jahre über gemacht hat, damit es besser wird.

Was ich die Jahre über gemacht habe
sorry, aber Du bist wirklich selten doof.
Was habe ich wohl gemacht, mich damit auseinander gesetzt, Therapien gemacht, darüber geredet wenn ich nicht auf solche ignoranten sties wie Dich die nicht kapieren dass es manche eben nicht so einfach haben wie man selbst.

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10. Juli 2011 um 14:13
In Antwort auf rowan_12838920

Was ich die Jahre über gemacht habe
sorry, aber Du bist wirklich selten doof.
Was habe ich wohl gemacht, mich damit auseinander gesetzt, Therapien gemacht, darüber geredet wenn ich nicht auf solche ignoranten sties wie Dich die nicht kapieren dass es manche eben nicht so einfach haben wie man selbst.


http://www.med1.de/Forum/Psychologie/590197/

da hast du auch so ratschläge bekommen, daß du die wut weglassen sollst und aufhören sollst dich im kreis zu drehn.

manchmal hab ich das gefühl, bei leuten wie dir, dass sie das noch geniessen und nichts ändern wollen.

begebe dich schnellst möglich in therapie. mehr kannst du nicht machen.

und höre auf zu jammern, sondern pack es endlich an.
es bringt dich keinen einzigen schritt weiter, wenn du dich wiederholst, wie schlimm dein leben doch ist.

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10. Juli 2011 um 14:20
In Antwort auf ayla_12843766


http://www.med1.de/Forum/Psychologie/590197/

da hast du auch so ratschläge bekommen, daß du die wut weglassen sollst und aufhören sollst dich im kreis zu drehn.

manchmal hab ich das gefühl, bei leuten wie dir, dass sie das noch geniessen und nichts ändern wollen.

begebe dich schnellst möglich in therapie. mehr kannst du nicht machen.

und höre auf zu jammern, sondern pack es endlich an.
es bringt dich keinen einzigen schritt weiter, wenn du dich wiederholst, wie schlimm dein leben doch ist.

Manchmal muss es auch Zeit zum Trauern geben
Es ist ja nicht so dass ich nichts tue. Vor zwei Monaten war ich stationär in ner Therapie und bin total abgestürzt. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin um eine erneute ambulante Therapie einzuleiten.

Es kann sein dass mich jammern nicht weiterbringt. Aber man muss auch Zeit zum Trauern haben. Ich finde das nicht fair auch noch dafür diskiminiert zu werden, dass es mir schlecht geht. Wenn Du keine Ahnung hast wie es es ist so viel Scheisse mitgemacht zu haben, dann schreib doch einfach nichts dazu, weist Du.

Es ist für mich gestern und heute das erste Mal öffentlich darüber zu sprechen. Meinst Du dass ich dann wirklich brauche, dass mich jemand noch dafür verurteilt Hilfe in einem Forum zu suchen? Meinst Du das?

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10. Juli 2011 um 14:22
In Antwort auf ayla_12843766


http://www.med1.de/Forum/Psychologie/590197/

da hast du auch so ratschläge bekommen, daß du die wut weglassen sollst und aufhören sollst dich im kreis zu drehn.

manchmal hab ich das gefühl, bei leuten wie dir, dass sie das noch geniessen und nichts ändern wollen.

begebe dich schnellst möglich in therapie. mehr kannst du nicht machen.

und höre auf zu jammern, sondern pack es endlich an.
es bringt dich keinen einzigen schritt weiter, wenn du dich wiederholst, wie schlimm dein leben doch ist.

Eben nicht die Wut weglassen sonder rauslassen war der Tenor
Eben nicht die Wut weglassen sonder rauslassen war der Tenor also leider nicht verstanden.

Und das finde ich wirklich auch konstruktiv. Ich werde mir das behalten und versuchen zu beherzigen.

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10. Juli 2011 um 14:25
In Antwort auf rowan_12838920

Manchmal muss es auch Zeit zum Trauern geben
Es ist ja nicht so dass ich nichts tue. Vor zwei Monaten war ich stationär in ner Therapie und bin total abgestürzt. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin um eine erneute ambulante Therapie einzuleiten.

Es kann sein dass mich jammern nicht weiterbringt. Aber man muss auch Zeit zum Trauern haben. Ich finde das nicht fair auch noch dafür diskiminiert zu werden, dass es mir schlecht geht. Wenn Du keine Ahnung hast wie es es ist so viel Scheisse mitgemacht zu haben, dann schreib doch einfach nichts dazu, weist Du.

Es ist für mich gestern und heute das erste Mal öffentlich darüber zu sprechen. Meinst Du dass ich dann wirklich brauche, dass mich jemand noch dafür verurteilt Hilfe in einem Forum zu suchen? Meinst Du das?

Hier verurteilt dich gar keiner
sondern du begibst dich immer wieder in eine opferrolle.
tipps siehst du als angriff an.

selbst therapeuten werden dich nicht mit samthandschuhen anfassen und auch dort wirst du dich angegriffen fühlen. und zwar solnage bist du verstehst, das es harte arbeit ist und es auch weh tun kann, an seinem leben was zu verändern und was positives herbeizuführen.


ja klar braucht man zeit zum trauern, aber man muss sich auch nach eine so langen zeit wieder dem jetzigen leben zuwenden.
es wird in deinem leben keiner für dich deine probleme lösen. das musst du schon selber tun, mit hilfe. und das finde ich auch richtig und gut so.


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10. Juli 2011 um 14:30


und ich umgebe mich nicht mit menschen, die einem energie abzapfen und einen bis zum erbrechen volljammern. immer die gleiche leiher, wie schlecht es einem doch geht udn wie arm man dran ist und schön einen auf opfer machen, aber nichts ändern wollen.
sowas kann sich kein normaler mensch auf dauer reinziehen. und wer das dann deutlich sagt, ist dann der buh-mann. schön bequem ist das.

dein posting spricht ganz dafür, das du genau so jemand bist.

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10. Juli 2011 um 14:39
In Antwort auf ayla_12843766

Hier verurteilt dich gar keiner
sondern du begibst dich immer wieder in eine opferrolle.
tipps siehst du als angriff an.

selbst therapeuten werden dich nicht mit samthandschuhen anfassen und auch dort wirst du dich angegriffen fühlen. und zwar solnage bist du verstehst, das es harte arbeit ist und es auch weh tun kann, an seinem leben was zu verändern und was positives herbeizuführen.


ja klar braucht man zeit zum trauern, aber man muss sich auch nach eine so langen zeit wieder dem jetzigen leben zuwenden.
es wird in deinem leben keiner für dich deine probleme lösen. das musst du schon selber tun, mit hilfe. und das finde ich auch richtig und gut so.


Klar, hast ja recht
klar hast ja recht. aber zu fragen, ja was hat die denn die ganzen jahre gemacht ist einfach nur traurig und nicht fair. Wie gesagt bin ich kein Therapieneuling. Ich habe viel gemacht, mich nie auf die faule Haut gelegt, aber es ist auch viel. ES IST VIEL. Ich muss und will daran arbeiten, deshalb gehe ich auch wieder in Therapie. Aber Selbstmitleid und trauern muss eben auch Platz haben dürfen.

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10. Juli 2011 um 14:42

Danke
Danke

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10. Juli 2011 um 14:48
In Antwort auf ayla_12843766


und ich umgebe mich nicht mit menschen, die einem energie abzapfen und einen bis zum erbrechen volljammern. immer die gleiche leiher, wie schlecht es einem doch geht udn wie arm man dran ist und schön einen auf opfer machen, aber nichts ändern wollen.
sowas kann sich kein normaler mensch auf dauer reinziehen. und wer das dann deutlich sagt, ist dann der buh-mann. schön bequem ist das.

dein posting spricht ganz dafür, das du genau so jemand bist.

Wer redet denn von nichts machen wollen
wer redet denn von nichts machen wollen, sorry, aber ich dachte es wäre klar geworden, dass ich eben nicht die Hände in den Schoß gelegt habe. Warum ließt du dieses Forum? Du musst dich nicht damit umgeben. Es geht hier eben nicht um heitatei. Du musst auch nichts schreiben. Aber ignoranz hilft niemandem. Wo soll ich mich denn aussprechen. Auf Dauer musst du auch nichts ertragen. Du liest doch freiwillig. Versteh dich nicht ganz und Du hast, zugegeben meinen sehr langen text, nicht gelesen. Ich habe sehr viel gemacht, sehr viel. Und viel geschafft. Mehr als viele andere im Heim in ähnlichen Situationen. Darauf bin ich auch stolz. Was hast Du geschafft?

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10. Juli 2011 um 16:50

Verzeihen ist richtig
Also ich muss sagen, ich habe an meiner Kindheit auch zu knabbern. Hab nie Wertschätzung erhalten, bin wie Dreck behandelt worden. Das hat sich dann gravierend auf meine Persönlichkeit ausgewirkt. Mir fehlt es an Selbstsicherheit und ich bin wahrscheinlich das was man Borderlinerin nennt.

Ich denke das wichtigste ist, das vergangene hinter sich zu lassen, auch wenn es wie eine Blockade vor dir steht. Das Leben ist jetzt, nicht gestern oder morgen.

Ich denke verzeihen ist schon das richtige, denn wenn du verzeihst, erlöst du dich selbst von der Pein. Du stehst drüber! Du kannst weiter.

Was mir persönlich fehlt ist das meine Mutter sich nie bei mir entschuldigt hat und ihre Fehler auch nicht einsieht. Daher kann ich auch nicht verzeihen und davon loskommen...

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10. Juli 2011 um 17:09

Das Problem
aber darin ist wie soll er sich da hinein versetzen?
Wenn bei ihm immer alles tutti war!

Es ist schwer für Außenstehende,die nicht mal in minimalster Weise so etwas oder dergleichen erlebt haben.

Das mit der Spirale meinte ich auch nur so,damit sie versteht das sie dort erstmal alleine raus muss,sie kann nicht erwarten das ihr Mann sie versteht.

Ich hatte doch hier meine Ziehtochter,die ist am Ende in die Klinik gegangen.
Die Mutter von ihr hat's verstanden,warum dieser Schritt so wichtig und richtig für sie war,da sie selbst in einer Klinik arbeitet.
Der Vater wiederum am Anfang nicht,für ihn galt nur funktionieren und sich selbst nichts einreden.
Sie ist jetzt seid etwa 1Monat dort und letzten Donnerstag hatten die Eltern in der Klinik mit einer Psychologin und der Tochter ein Gespräch,erst da hat der Vater begriffen wie es seiner Tochter wirklich geht und könnt erstmal nicht aufhören zu weinen,es tat ihm leid,er hat's nicht sehen können wie es um seine Tochter steht.
Lg

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10. Juli 2011 um 17:58

Ich würde meinen Eltern gerne die Meinung sagen
Ich würde meinen Eltern gerne die Meinung sagen und ihnen gegebenenfalls auch einfach vorlegen was ich über meine Geschichte geschrieben habe. Ich möchte sehen was sie dann sagen. Ich möchte sie zur Rede stellen. Ich schäme mich nur so dafür dass ich Schizophrenie habe. Mein Vater wird sagen ich sei verrückt er habe es immer gewusst. Dabei war es doch der dafür sorgte dass meine erste Psychose ausgebrochen ist danach hatte ich keine mehr. Mir ging es nur sehr schlecht ein Ausbruch konnte immer vermieden werden.

Ich weis nicht ob ich das machen soll

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11. Juli 2011 um 9:50

Danke
Vielen Dank

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11. Juli 2011 um 15:20


ich würde gern mal die ganze geschichte hören bevor ich dir einen rat geben kann. wenn du möchtest kannst du sie mir per pn schreiben. wäre wirklich daran interessiert. lg

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12. Juli 2011 um 9:40

Soll ich meine Eltern anzeigen?
soll ich meine Eltern anzeigen? Ich würde gerne. Aber was dann passiert weis ich nicht. Für einen Anwalt habe ich grad kein Geld. Aber ich fände es gut wenn meine Eltern sich mal vor dritten Verantworten müssten

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12. Juli 2011 um 10:22
In Antwort auf rowan_12838920

Soll ich meine Eltern anzeigen?
soll ich meine Eltern anzeigen? Ich würde gerne. Aber was dann passiert weis ich nicht. Für einen Anwalt habe ich grad kein Geld. Aber ich fände es gut wenn meine Eltern sich mal vor dritten Verantworten müssten


wie alt bist du eigentlich?

du willst deine eltern wofür anzeigen?
seelische mißhandlung? sorry, aber das ist albern.
wovor sollen sie sich verantworten? das du nicht in der lage bist, dich deinen problemen tatsächlich zu stellen? das du für dich selbst keine verantwortung übernehmen willst und lieber die schuld anderen zuweist?

zeig sie doch an, es wird dir rein gar nichts bringen, weil deine probleme damit auch nicht gelöst werden.
geh in therapie, stationär, wenn es sein muss, aber hör in gottes namen auf rumzujammern und anderen die schuld für dein elend zu geben.

du bist nämlich mittlerweile für dich selber verantwortlich. keiner sonst.

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12. Juli 2011 um 10:25


man darf ruhig selbstmitleid in gewissem maße haben, aber das was die TS hier macht, ist: sie suhlt sich regelrecht in selbstmitleid und fühlt sich offenbar pudelwohl damit.
sonst würde sie schon längst damit aufgehört haben und wissen, daß sie alleine für ihr leben die verantwortung trägt und keiner sonst.

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12. Juli 2011 um 11:10


sorry, aber von eigenverantwortung hast du wohl noch nie was gehört oder?

es ist immer leichter, sein unglück anderen in die schuhe zu schieben und man kann noch jahrzehnte weiter jammern. es wird sich dadurch aber nichts ändern.
es wird sich dann etwas ändern, wenn die TS sich ihren problemen stellt und ERNSTHAFT etwas ändern will. das sehe ich bei ihr allerdings nicht, denn sie jammert lieber weiter.
ohne therapien wird sie da nicht rauskommen, oder aber sie möchte bis an ihr lebensende mit hass und wut leben. das bleibt ihr überlassen und dafür tragen auch ihre eltern keine verantwortung, sondern sie ganz alleine.

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12. Juli 2011 um 13:50
In Antwort auf ayla_12843766


wie alt bist du eigentlich?

du willst deine eltern wofür anzeigen?
seelische mißhandlung? sorry, aber das ist albern.
wovor sollen sie sich verantworten? das du nicht in der lage bist, dich deinen problemen tatsächlich zu stellen? das du für dich selbst keine verantwortung übernehmen willst und lieber die schuld anderen zuweist?

zeig sie doch an, es wird dir rein gar nichts bringen, weil deine probleme damit auch nicht gelöst werden.
geh in therapie, stationär, wenn es sein muss, aber hör in gottes namen auf rumzujammern und anderen die schuld für dein elend zu geben.

du bist nämlich mittlerweile für dich selber verantwortlich. keiner sonst.

Klar
mein Gott bist Du doof. Es geht nicht ums jammern. Ich bin heute krank, weil meine Eltern mich krank gemacht haben. und da sind sie denfinitiv schuld. Schreib doch hier einfach nichts mehr. dir haben sie wohl auch dein ganzes Leben Zucker in den Arsch geblasen,Wat?

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12. Juli 2011 um 13:54
In Antwort auf ayla_12843766


sorry, aber von eigenverantwortung hast du wohl noch nie was gehört oder?

es ist immer leichter, sein unglück anderen in die schuhe zu schieben und man kann noch jahrzehnte weiter jammern. es wird sich dadurch aber nichts ändern.
es wird sich dann etwas ändern, wenn die TS sich ihren problemen stellt und ERNSTHAFT etwas ändern will. das sehe ich bei ihr allerdings nicht, denn sie jammert lieber weiter.
ohne therapien wird sie da nicht rauskommen, oder aber sie möchte bis an ihr lebensende mit hass und wut leben. das bleibt ihr überlassen und dafür tragen auch ihre eltern keine verantwortung, sondern sie ganz alleine.

Mein Gott
, ambulante Therapie ist beantragt, 2. stationäre für dieses Jahr folgt. ist das jetzt bei Dir angekommen. Nicht jammern heist also nicht drüber reden und keinen Rat suchen du "Tante" Also echt.

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12. Juli 2011 um 13:55

Danke noch mal für eure Beiträge, einige Sachen find ich wirklich gut anderes tut mal gut
Danke noch mal für eure Beiträge, einige Sachen find ich wirklich gut anderes tut mal gut

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12. Juli 2011 um 13:57
In Antwort auf rowan_12838920

Mein Gott
, ambulante Therapie ist beantragt, 2. stationäre für dieses Jahr folgt. ist das jetzt bei Dir angekommen. Nicht jammern heist also nicht drüber reden und keinen Rat suchen du "Tante" Also echt.


drüber reden ist ja schön und gut, aber du suhlst dich drin.

wenn es dir dadurch besser geht, bitteschön, aber weiter kommen wirst du damit nicht. kein stück.

mit seinem schicksal hadern ist die eine sache, aber selber nicht aus der misere rauswollen, die andere.

im übrigen gibt es menschen, denen es noch viel schlechter geht als dir. und die haben in der tat grund zum jammern.

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12. Juli 2011 um 14:50


jaja, alle anderen sind schuld.

frag mich immer wieder, wie man sich in seinem eigenen leid so wohl fühlen kann?

ich schreibe sie weder klein noch sonst was. im übrigen werden auch therapeuten keine samthandschuhe anziehen bei ihr. nur mal so nebenbei. jammern hilft eben nicht.

und nein, ab einem gewissen punkt ist man selbst dafür verantwortlich wie es einem mit bisher erlebtem geht.

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13. Juli 2011 um 9:41
In Antwort auf ayla_12843766


jaja, alle anderen sind schuld.

frag mich immer wieder, wie man sich in seinem eigenen leid so wohl fühlen kann?

ich schreibe sie weder klein noch sonst was. im übrigen werden auch therapeuten keine samthandschuhe anziehen bei ihr. nur mal so nebenbei. jammern hilft eben nicht.

und nein, ab einem gewissen punkt ist man selbst dafür verantwortlich wie es einem mit bisher erlebtem geht.

Danke...
Du hast mal wieder den Beweis angetreten, warum die Nazidiktatur in Deutschland möglich war.

Hättest du auch den Leuten, die in KZ gesagt, dass jammern einfach nichts nützt? Das sie selber Schuld sind, was ihnen angetan wurde, denn schließlich haben sie ja dem Regime widersetzt. So etwas macht man einfach nicht.
Also sind ja selber verantwortlich dafür!

Und wenn sie dann nachher Alpträume hatten, macht nichts. Selber schuld. Schließlich sind sie ja selbst dafür verantwortlich!!!

Na merkst was?? Z. B. wie lächerlich du klingst???

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13. Juli 2011 um 10:31

Guten Morgen minimum13
Du hast schon eine Therapie gemacht? Vielleicht hattest Du einen Therapeuten, der Dir nicht richtig helfen konnte. Möglicherweise war Deine Wahl unglücklich?

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20. Juli 2011 um 18:35
In Antwort auf ayla_12843766


wie alt bist du eigentlich?

du willst deine eltern wofür anzeigen?
seelische mißhandlung? sorry, aber das ist albern.
wovor sollen sie sich verantworten? das du nicht in der lage bist, dich deinen problemen tatsächlich zu stellen? das du für dich selbst keine verantwortung übernehmen willst und lieber die schuld anderen zuweist?

zeig sie doch an, es wird dir rein gar nichts bringen, weil deine probleme damit auch nicht gelöst werden.
geh in therapie, stationär, wenn es sein muss, aber hör in gottes namen auf rumzujammern und anderen die schuld für dein elend zu geben.

du bist nämlich mittlerweile für dich selber verantwortlich. keiner sonst.

Nein es ist nicht albern
nein es ist nicht albern, es wäre endlich mal wenn auch nur eine geringe Art der Genugtuung dafür, dass sie mich krank gemacht haben.
Und das haben Sie! Da gibt es nichts dran zu rütteln. Etwa jeden 2. Tag Albträume und Posttraumatisches Belastungsyndrom beweisen das. Nein es ist nicht albern, es ist tief ernst und sehr traurig. Du scheinst das nicht zu verstehen. Ich habe heute noch PTBS und depressionen muss dafür Medikamente nehmen und werde fett davon nur eine Sache. Verantwortung übernehmne ich genug. Wütend bin ich trotzdem. Und fragen was ich mnachen soll, kann ich trotzdem.

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22. Juli 2011 um 0:40

Ist denkbar
ja, das überlege ich. Eine Anzeige wegen Misshandlung Schutzbefohlener ist denkbar. Viele Leute im Umfeld wussten dass mein Vater gewalttätig ist aber was die da vor Gericht sagen/sagen wollen. Ich war einmal wegen ner Sache die genäht werden musste beim Arzt. Aber ob der noch die Unterlagen hat. Ich dürfte wohl ein Glaubwürdigkeitsgutachten über mich ergehen lassen dürfen.

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22. Juli 2011 um 0:45

Was denn sonst
bessere Idee? der Beitrag ging an die Dame kakao. die mir ja vorwarf nichts zu tun. Was soll ich sonst machen ausser Therapie. Bangyspringen?

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22. Juli 2011 um 0:52

Is was drann
ja, es kann auch positives mitgeben. Das stimmt schon. In manchen Bereichen habe ich Kompetenzen die sonst die meisten nicht so haben. Weist Du, ich kann das nur nicht immer sehen. Also mich so mit dem Rücken in den Wind stellen, dass er mich bringt. Wenn ich gerade auf der Wage stehe und trotz Sport zunehme frage ich mich warum. Die Antwort: Tja Diät und em ja Neuroleptika super mehr als 50 % nehmen davon tierisch zu. Und dann frage ich mich halt warum brauchst Du den scheiß und schon fängts wieder an. Ich bin wieder direkt dabei zu hadern.

Man kann ja das Glas halb voll oder halb leer sehen. Aber positiv sehen braucht auch viel Kraft für die Suggestion

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24. Juli 2011 um 1:21


danke, das fand ich sehr nett und auch hilfreich was Du geschrieben hast. gerade die sache mit dem dankbar sein und schon viel erreicht ist der punkt an dem ich gerade arbeite. es gibt doch auch positive seiten, auch wenn ich sie manchmal nur schwer sehen kann. eine schwere kindheit und jugend kann dich auch aussergewöhnlich kompetent machen und in dir stärken entwickeln die normalos nie erahnen könnten

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12. August 2011 um 23:22

Vergebung!?
Ein besonders schädlicher Mythos ist der, dass Heilung "Vergebung" für den Misshandler erfordere. Für das Opfer von emotionaler Misshandlung ist die lebensfähigste Form von Hilfe Selbst-Hilfe - und ein Opfer, das von der Notwendigkeit, dem Misshandler zu "vergeben" gehandicapt ist, ist in der Tat ein gehandicapter Helfer. Der schädigendste Fehler, den ein Opfer von emotionaler Misshandlung machen kann, ist, in die "Rehabilitierung" des Misshandlers zu investieren. Zu oft wird dies nur zu einem weiteren Wunsch, der nicht wahr wird - und emotional misshandelte Kinder werden folgern, dass sie kein besseres Ergebnis verdienen.

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14. August 2011 um 0:10

Wie toll!
das freut mich für Dich aber nicht alle sind so einfach gestrickt

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29. Mai 2016 um 16:22
In Antwort auf rowan_12838920

Wie toll!
das freut mich für Dich aber nicht alle sind so einfach gestrickt

Meine meinung
Find ich super dass du schon so weit gekommen bist. Die verbindung zu den eltern ist unglaublich schwer zu brechen, da eltern in der eigenen kindheit vol und ganz eine sicherheit darstellen sollten. Wenn das fehlt, fehlt auch die stabilität im eigenen charakter. Hör nicht auf solche idioten wie "kako-irgendwas", die haben wohl selbst große probleme. Verzeihen kann man nicht, wenn man nicht verzeihen soll, die zeit ist noch nicht da, oder es fehlt noch ein schritt bis zum verzeihen. Du hast deine persönlichkeit gut aufgebaut, hast einen ehemann der auf dich achtet. Vielleicht kinder, einen job? Ich schätze deine psychischen anfälle sind mit der zeit "greifbarer" geworden. Anstatt lose und depressiv in der luft zu hängen und in die faust zu heulen wie vor vlt 5 jahren, kannst du deine anfälle inzwischen greifen und sie nutzen. Du hast mehr macht über sie als früher. Nun ist die nächste phase und du kannst deine psychischen "zustände" an die realität koppeln. Sie sind nicht mehr willkürlich sondern konkreter aud situationen bezogen, die du genau kennst. Das ist sehr wichtig, denn das zeigt dass du die seelische stabilität hast das problem in der realität anzugehen. Vorher hattest du vielleicht noch angst jemandem die verantwortung zu geben weil es zu schmerzhaft war sich damit auseinander zu setzen. Nun folgt der nächste schritt. Das lösen des problems in der realität. Zustände (ich nenne es nicht erkrankungen) des hirns kannst du nicht im hirn lösen, das funktioniert NIE. Du kannst sie nur in der realität lösen, und das ist auch ein großer und andauernder schritt. Von heute auf morgen geht das nicht. Also gib nicht auf wenn du wieder etwas zurückfällst. Deine eltern, welche sicherheit sein sollten waren es nicht. Es kommt noch dazu, dass du dich umgewöhnen musst dein leben ohne deine eltern im hinterkopf zu leben. Und glücklicher zu leben kann auch wehtun am anfang. Jetzt geht es darum abzugrenzen wo sie verantwortlich waren und wo nicht, was du ihnen vorwerfen kannst und was nicht, bis wohin sie verantwortlich sind damit etwas aufhört und von wo an du verantwortlich bist damit etwas neues anfängt. Und bitte denk deine definition von schuld um. Das geheimnis des verzeihens (im glauben) ist es zu sagen, der mensch ist gottes wesen und die schuld ist teufels werk. Und der teufel ist stärker als der mensch aber schwächer als gott. Schuld ist eine destruktive emotion und aus schuldzuschiebung zu handeln baut nichts auf, es zerstört nur mehr als nötig ist. Gib deinen eltern nicht die schuld etwas gemacht zu haben, gib ihnen die verantwortung etwas nicht mehr zu tun. Und dir selber die verantwortung für sachen die in deiner macht lagen. Und geh weiter deinen weg. Viele denken dass leid und depression etwas negatives sind, dabei kann es eigentlich der "unfreiwillige" abbau von persönlichkeitsmerkmalen sein die abgebaut gehören.

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vom Redaktionsteam