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Emotionale Gewalt- Angst vor Ex-Freund

11. Dezember 2011 um 9:31

Hey Leute,
ich war ca.2 Jahre mit meinem Ex-Freund zusammen. Und ich muss sagen, dass mir die Beziehung (Fernbeziehung) sehr viel Energie geraubt hat. Mein Ex wohnte zu dem Zeitpunkt ca 110 km von mir entfernt. Und abgesehen von ein paar Treffen in Hotels am anfang, auf ca halber Strecke übers WE bin immer ich zu ihm gefahren. Am Anfang per Zug, was über zwei Stunden gedauert hat. Später mit dem Auto. Immer bin ich zu ihm gefahren.
Er hat mir dennoch ständig vorgeworfen, nichts für die Beziehung zu tun. In aller regel täglich sms geschrieben und telefoniert. Bei den SMS habe ich immer sofrt geantwortet, habe ich das mal nicht getan, kam gleich, was machst du, wo bist du, mit wehm? Liebst du mich nicht mehr, etc. Er hat mir immer gesagt, dass ich zu gut für ihn sei und dass er nicht versteht, wie ich ihn lieben kann...

Kleidungstechnisch hab ich mir immer sehr viele Gedanken gemacht, habe neue, schöne Kleidung gekauft, sexy Unterwäsche.... Und doch hat er jedesmal kritisiert, dass ich aussehe "wie ein Kind". Hat sich über mich und die KLeider lustig gemacht.
Er meinte immer, dass er sich nie mit einem Menschen so gut unterhalten konnte wie mit mir. ABER wenn es um "ernste" Themen wie Politik etc ging hat er mich nie ernst genommen und sich immer über das, was ich sagte lustig gemacht. Dieser wiederspruch hat mich total verletzt.
Auch konnte ich mir bei seinem Verhalten nie sicher sein, denn Worte und Körpersprache haben sich häufig wiedersprochen.
Er hat mir oft vorgeworfen, dass ich ihn betrügen würde, was nicht stimmt. Ich habe viele männliche Freunde, die aber eben genau das sind. NUR Freunde. HAbe mich von ihm auch nicht Drängen lassen diese Freund nicht mehr zu sehen. Die Vorwürfe sind allerdings geblieben.

Er hat psychische Probleme und hatte eine schwere Kindheit (ich auch, aber ich hab das alles ganz gut verarbeitet mit Therapie)... Zum Schluss der Beziehung wurde es ganz schlimm, er fing an zu trinken, hatte Probleme auf der Arbeit, Schlafstörungen. Ich versuchte zu helfen, wo es nur ging. Lange nächtliche Telefonate, in denen er mich total aufgelöst anrief, betrunken. Ganz schlimm. Ich hab ihn immer beruhigt und ihm gut zugeredet...
Naja, zum schluss hat er wenn ich ihn besucht habe kaum essen in der Wohnung gehabt, ich hab meines selber mitgebracht. Wenn ich dann Hunger hatte wollte er nichts essen und ich hab für mich allein gekocht. Er ist dann mit Fahrrad bzw Auto los zur Tanke und hat Alk gekauft. Den Großteil hat er dann vor mir versteckt,aber ich habs trotzdem gesehen. Bin ja nicht blöd.
Am Ende hat er mich dann noch mehr fertig gemacht wie sonst, kleingemacht, manipuliert (ich hab mich dann immer gefühlt, als sei ich an allem Schuld, was schief geht, bzw dass es ihm so schlecht geht). Hat nur noch geraucht und gesoffen wenn ich da war, konnte kaum schlafen.

Meine ganze Energie ist dahin geflossen ihm alles recht zu machen, für ihn da zu sein und ihn zu unterstützen. Er meinte dann auch auf einmal, er sei geheilt, bauche keine Therapie mehr und die Therapeutin würde ihn ja eh nicht verstehen und das alles bringt nichts. Muss dazu sagen, er hat seine Therapeutin angelogen und ihr immer nur Halbwahrheiten und verdrehte Tatsachen erzählt.

Er hat mich oft angelogen, was u.a. durch meinen Kontakt mit seiner letzten Ex-Freundin rauskam. Ganz schön unschöne sachen, er hat mich wohl mehrfach betrogen, auch wenn er das wehement abstreitet. Ich weiß aber auch (hat er selbst erzählt, dass er in früheren Beziehungen schon Fremdgegangen ist).

Ganz schlimm wurde es im Sommer als ich ungeplant schwanger wurde. Er hat mich vor die Wahl gestellt, Kind oder Er. Meinte er bringts sich um, wenn ich nicht abtreibe. Da war für mich endgültig schluss. Nur weil er nicht reif genug ist zu unserem Kind zu stehen abzutreiben (ich bin anfang 20, abgeschlossene Ausbildung; er ist um die 40 und arbeitet). So bin ich nun schwanger und allein.

Der Psychoterror ging weiter. Er behauptete mit Angst und Panickattacken im Krankenhaus zu sein (weil ich schwanger bin). Danach meinte er, er wäre arbeitslos (was nicht stimmt, er hat später zugegeben; 4 Wochen später; dass er eine unbezahlte auszeit genommen hat) und dass er mich und das Kind finanziell also nicht unterstützen könne.
Ich bin nicht darauf eingegangen. Ich habe ihm gesagt, wenn er sich umbringt, dann ist das seine entscheidung und hat nichts mit mir oder seinem Kind zu tun....
Mir ging es sehr schlecht, hatte total angst, dass er sich was antut.
Der Hammer ist, dass er seine Ex angerufen hat um sie zu fragen was er mit mir und dem Kind denn jetzt machen soll? Hallo?
Naja. Inzwischen behauptet er ich sei garnicht schwanger.Bzw das Kind sei wenn dann eh von einem anderen. Ich solle doch mal beweise für die Schwangerschaft vorlegen.
Habe ihm inzwschen Ultraschallbilder aus der 22 Woche geschickt. Keine Antwort. Dafür hat er meinen Eltern einen Brief geschrieben, mit noch mehr unverschämtheiten. Konnte sich noch nicht mal an ihre Namen erinnern, war an Eltern von.... Adressiert. Unglaublich.

Er kümmert sich gar nicht, was das alles mit mir gemacht hat. Stellt es jetzt so hin, als hätte er sich nach wenigen Tagen auf das Kind gefreut und ich wäre die böse die "dieser Familie" keine Chance gibt.
Ich habe inzwischen toale Angst vor ihm. HAbe Probleme anderen zu Vertrauen. Bin ganz schön kaputt. Und will doch meinem Kind einen guten Start ins Leben ermöglichen..

Versuche mein Selbstwert gefühl wieder aufzubauen, habe im September ein Studium begonnen im Ausland, das ich auch auf jeden Fall fertig machen will, auch mit Kind. Aber es ist so schwer das alles hinter mir zu lassen. WAs kann ich denn tun, dass es nicht mehr so weh tut? Dass es mir besser geht? Hatt einer von euch ähnliches erlebt?

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3. Januar 2012 um 20:46

Leider ist das nicht selten
dass so etwas einem wiederfährt... ich habe ähnliches wie du durchmachen müssen..viell sogar noch schlimmeres. du hast alles für ihn aufgeopfert, deine energie, deine kraft, einfach alles. ihm konntest du es sicher auch nieeee recht machen und musstest dir stattdessen nur vorwürfe anhören und dich erniedrigen lassen ! ich kann mir gut vorstellen wie es dir jetzt geht. du bist kaputt, hast keine kraft mehr und vom selbstwertgefühl und selbstbewusstsein kaum zu reden. ich finde es toll, dass du das mit dem studium durchziehen willst und das trotz kind. du hast sicher eine familie,die dich da auch unterstützt. versuche das geschehene zu verarbeiten. du wolltest ihm helfen, du hast für diesen menschen sicher viel gemacht und das hast du aus liebe gemacht.. denk daran.. es tut jetzt unglaublich weh zu sehen wie dieser mensch wirklich ist aber versuche einfach abzuschließen..konzentriere dich auf dich, tank kraft, mach nur noch dinge, die dir spaß machen und hole alles nach was du während der beziehung nicht machen konntest (musstet ja ständig für ihn da sein und es ihm recht machen).. aber sei stolz auf dich, dass du jetzt deinen weg gehst. es ist sicherlich nicht einfach und das wird seine zeit brauchen bis du wieder DU selbst bist aber versuch einfach an eine gute zukunft zu denken geh deinen weg ohne ihn.. denn er würde sich auch nie ändern.. schäme dich auch nicht dafür.. denn das ist nicht unbedingt ein einfaches thema "emotionale gewalt" u da kommt man auch nicht so leicht wieder raus!!! sei einfach froh, dass du ihn jetzt los bist..!!!

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