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Emotionale Erpressung

15. Juni 2009 um 13:44 Letzte Antwort: 15. Juni 2009 um 15:49

Hallo!

Ich pack jetzt nicht die ganze Vorgeschichte aus, sondern komm gleich zur Sache:

Ich liebe meinen Freund, aber seit ein paar Monaten haben wir große Schwierigkeiten. Seit ich angefangen habe, nicht mehr alles "so locker zu sehen" bzw. auch mal was für mich einfordere, gibt es nur noch Streit. Ich fühle mich unverstanden und werde immer als die Böse hingestellt. Das hat mich sehr verletzt. Dennoch möchte ich die Beziehung eigentlich nicht so einfach aufgeben. Ich brauche aber auf jeden Fall Abstand, sonst drehe ich durch!
Vor ein paar Tagen hatten wir einen Streit. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mir eine eigene Wohnung (wir wohnen zusammen) suchen werde, weil ich Abstand brauche, dass das für mich aber nicht bedeutet, dass die Beziehung beendet ist.

Seine Reaktion: "Wenn du ausziehst, schließ ich mit der Sache ganz ab." Soll heißen, dann ists aus und vorbei. Er will das nicht so, aber er kennt sich gut genug, um zu wissen, dass er da nicht anders reagieren kann. (???)

Damit schiebt er mir wieder den schwarzen Peter zu. Ich hätte nicht geglaubt, dass er so wenig Verständnis hat und uns keine Chance mehr geben will. Das ist doch emotionale Erpressung! Oder blufft er nur?

Was sagt ihr zu so einer Aussage?

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15. Juni 2009 um 14:09

...
Ich glaube, dass eine räumliche Trennung für uns nur von Vorteil wäre. Ich ziehe mich emotional eher zurück, wenn er mir immer "auf die Pelle" rückt. Ich hätte auch die Möglichkeit, vorübergehend zu meinen Eltern zu ziehen, die wohnen aber ca. 30 min weg. Ich würde eigens in eine Wohnung in der gleichen Stadt ziehen, damit der Kontakt nicht verloren geht.

Was mich ihm eher emotional entfernt sind so Aktionen wie dieser Kommentar von ihm!

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15. Juni 2009 um 14:25

Ganz ehrlich..
Wenn er es wirklich wert ist, dann wird er nicht so einfach damit abschließen, wenn du ausziehst.
Er kann dann eine Weile beleidigt sein und sehr auf Abstand gehen - aber irgendwann müsste er wieder nachgeben, wenn du von dir aus auf ihn zugehst.
Wenn er es wirklich abhakt - dann war das ohnehin nichts so ganz Ernstes!
Anerkennung der Wünsche des Partners - solange sie nichts wirklich Weltbewegendes fordern - ist für mich eine Frage des Respekts voreinander... Und ohne den hätte eine Beziehung für mich keinen Sinn.

Wie wärs mit einem Kompromiss? Du ziehst vorrübergehend aus - also irgendwas zur Zwischenmiete, wo du dann ja wirklich wieder raus musst nach einiger Zeit. Ginge das vielleicht?

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15. Juni 2009 um 14:52


"Seit ich angefangen habe, nicht mehr alles "so locker zu sehen" bzw. auch mal was für mich einfordere, gibt es nur noch Streit. "

sich verstellen um den mann zu kriegen, sack zumachen und dann sein wahres gesicht zeigen.
sich dann wundern wenn er nicht begeister ist.

du darfst dich nicht verstellen.
gibt genug maenner die dich moegen werden mit allem was du einforderst und zwar gern und von anfang an.

ich wuerde dir empfehlen einen von denen zu suchen.

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15. Juni 2009 um 15:04

Ich kenne ein anderes Beispiel.
Bei Bekannten von mir ist sie ausgezogen. Sie haben eigentlich auch Schluss gemacht. Aber sie haben sich dann doch so vermisst, dass sie nach kurzer Zeit wieder zusammengekommen sind. Jetzt haben sie ein Kind und nach außen hin wirken sie glücklich.

Mit meinem Freund bin ich gute 5 Jahre zusammen, seit über 3 Jahren wohnen wir zusammen.

Wieso ich es nicht mehr aushalte? Weil mir vor ein paar Monaten schlagartig bewusst wurde, dass ich in dieser Beziehung meine Bedürfnisse immer hinten angestellt habe. Beispiel: Wir sind zusammengezogen, als ER es wollte, Urlaub wird prinzipiell am Strand verbracht, wenn ich krank bin (ich rede nicht von erkältet sein, sondern von sich nicht mehr auf den Beinen halten können) geht er trotzdem weg, er hält Vereinbarungen nicht ein, etc.

Ich fordere Nähe, mehr gemeinsame Unternehmungen (auch mal was, das ICH machen möchte), einfach mehr Interesse an MIR und MEINEN Bedürfnissen.

Warum ich mich verändert habe? Komische Frage. Weil man das im Laufe seines Lebens eben macht! Und weil er sich meiner Meinung nach keinen Millimeter von seiner Position weiterbewegt hat.

Er ist der Wunsch-Schwiegersohn meiner Eltern. Du kannst dir also vorstellen, wie angenehm das für mich wäre, dort wieder einzuziehen. Außerdem arbeite ich in der Stadt, in der ich momentan auch lebe.

Ich weiß nicht, ob ich schon abgeschlossen habe. Ich glaube nicht, sonst würde ich nicht immer noch um diese Beziehung kämpfen.

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15. Juni 2009 um 15:09
In Antwort auf ransu_12146682


"Seit ich angefangen habe, nicht mehr alles "so locker zu sehen" bzw. auch mal was für mich einfordere, gibt es nur noch Streit. "

sich verstellen um den mann zu kriegen, sack zumachen und dann sein wahres gesicht zeigen.
sich dann wundern wenn er nicht begeister ist.

du darfst dich nicht verstellen.
gibt genug maenner die dich moegen werden mit allem was du einforderst und zwar gern und von anfang an.

ich wuerde dir empfehlen einen von denen zu suchen.

Die einen nennen es verstellen...
... die anderen "sich weiterentwickeln". Ich komme langsam in ein Alter, wo ich an Familie und Kinder zu denken anfange. Und da muss eine Beziehung schon auf festen Pfeilern stehen, um solche Ziele zu verwirklichen.

Am Anfang war das Interesse von seiner Seite ja auch durchaus da. Aber in den letzten Jahren (besonders, seit wir zusammenleben) komm ich mir immer mehr vor wie unser Sofa: Bequem, ist immer für ihn da, beschwert sich nie, auch nicht, wenn man es mal vernachlässigt.

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15. Juni 2009 um 15:49

Ewige Diskutiererei
Ich hab mir im letzten halben Jahr den Mund fusselig geredet! Kann und mag nimma!
Eines meiner Hauptprobleme ist, dass er weder kompromissbereit ist noch auch mal eingestehen kann, dass er auch Fehler macht. Ich bin auch ein Sturschädel, aber ich sehe wenigstens ein, wenn ich Fehler mache und kann das auch zugeben.

Klar hat er Angst! Aber ich sehe nicht ein, dass immer nur ich mich um die Beziehung bemühen soll.

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