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Emotionale Abhängigkeit Intersaant zu lesen

5. Mai 2010 um 12:06

Emotionale Abhängigkeit Lange Geschichte versucht kurz zu fassen:
Eigentlich will ich mich hier nur mitteilen und alles von der Seele schreiben aber über Feedback würde ich mich trotzdem sehr freuen;
Ich habe vor 6 Jahren meine Freund kennen gelernt, ich selber bin 6 Jahre älter als er und steh mit beiden b<einen fest im Leben. <er ist im letzten Zug seines Studiums. <ich habe zwei <Kinder aus erster <ehe und wir leben zusammen. Unsere Beziehung war von Anfang an ein ziemliches Auf und Ab. Er legte mir die Welt zu Füßen und vergötterte mich, das traf mich mitten ins Herz, und ich öffnete mich ihm langsam (hatte ja gerade eine Scheidung hinter mir) Dann kamen Meinungsverschiedenheiten und er ließ mich das erste Mal fallen. In der Zeit litt ich wie ein Tier, ich vermisste ihn wie die Hölle und fiel in eine Depression. Ich konnte nur noch an ihn denken. Und dann plötzlich stand er wieder vor meiner Tür und sagte mir dass er jetzt erst wirklich wüsste wie sehr er mich liebte, denn ihm sei es nicht anders ergangen Ich war überglücklich. Wir kamen wieder zusammen. Ich blieb anfangs vorsichtig und er kämpfte um mich und meine Zuneigung. Irgendwann ließ ich mich wieder darauf ein und er fing nahezu zeitgleich wieder an sich zu distanzieren. Beispiele: er sagte mir von Anfang an dass ich die Liebe seines Lebens sei und er sich nichts mehr ohne mich vorstellen könnte, er suchte immer meine Nähe wollte alles mit mir zusammen erleben, hatte keine Spaß allein mit Freunden etc. als ich nach etwa einem Jahr mal mit zu seinen Eltern kommen wollte, gestand er mir dass diese gar nichts von meiner Existenz wüssten, da sie sich sonst große Sorgen machen würden dass ich ihn im Studium behindern könnte weil ich ja bereits zweifache Mutter wäre. Das verwirrte mich und ich zweifelte erstmals an meiner Wahrnehmung, Als ich ihn darauf ansprach sagte er mir klipp und klar dass die Sache zwischen uns selbstverständlich endlich warDas passte alles nicht zusammen und ich fühlte mich durcheinander. Wie kam ich nur darauf die <liebe seines Lebens zu sein Naja er distanzierte sich dann immer mehr, wollte auch nie Zeit mit mir und den Kindern verbringen und ich geriet immer mehr durcheinander. Trennen wollte er sich nicht weil ich nun doch die Liebe seines Lebens war aber so richtig zusammen sein wollte er auch nicht mit mir. (Irgendwie, glaube ich, schämte er sich dafür dass ich Kinder habe. Seine Freunde haben es bis kurzem gar nicht gewusst. Ich muss dazusagen dass ich um viele Jahre jünger aussehe als ich tatsächlich bin, und meine Figur auch nicht im Entferntesten erahnen lässt dass ich Kinder habe. )
Also trennte ich mich diesmal von ihm. Entweder er liebt mich wie ich bin oder eben nicht, dacht eich. Wieder litt ich Höllenqualen, ich konnte nicht schlafen, nicht essen, hatte zu nichts Lust und fühlte mich insgesamt wie auf Entzug von einer Droge. Aber ich schaffte es da durch zu kommen und baute mir Stück für Stück wieder ein Leben auf. Und dann plötzlich stand er wieder vor meiner Tür, diesmal erhaschte er mein Mitleid, er war tief getroffen und fand ich sei es ihm schuldig ihm noch eine Chance zu geben nach allem was wir gemeinsam erlebt hätten. Er traf mich wieder einmal mitten ins Herz und wir kamen nach einiger Zeit wieder zusammen. Wieder legte er mir die Welt zu Füßen, ich blieb vorsichtig und irgendwann ließ ich mich drauf ein. Ihr könnt es erraten, oder? Er distanziert sich erneut, wurde mir gegenüber jetzt sogar gemein, machte spitze Bemerkungen über mein Älterwerden oder meine Kinder oder meine Figur etc. Kurzum er verletzte mich gern beiläufig. Sprach ich ihn darauf an, handelte es sich immer um Missverständnisse, und ich war zu empfindlich. Zu dem Zeitpunkt traute ich meinen Gefühlen und Wahrnehmungen bereits nicht mehr. Ich hatte ständig ein ungutes Gefühl im Bauch, fühlte mich immerzu schuldig und unzulänglich, und konnte nichts ändern. Ich hatte Angst vor seinen Abweisungen und versuchte nun alles zu tun um ihn glücklich zu machen. Irgendwann wollte r mit uns zusammen ziehen. Da begann die eigentlich schlimmste Zeit. Wir zogen zusammen, wir wurden beide Hauptmieter, aber die Miete zahlte zu achtzig Prozent ich, da er ja, wie er meinte, gar nicht so viel Platz beanspruchen würde. Ich wäre ja zu dritt und er sähe nicht ein für die Kinder mit zu bezahlen. Und er ließ sämtliche Verantwortung bei mir. Ich ging arbeiten und sorgte für den Haushalt und meine Kinder, während er sich ausschlief und in die Uni fuhr. Er kam und ging wie er wollte, ich blieb immer irgendwie allein zurück. An den Wochenenden fuhr er zum Fußball oder war auch in der Uni. Ich fühlte mich elend und er ließ mich immer stehen mit den Worten dich kann niemand glücklich machen du verlangst einfach zu viel. Das saß fest. Ich suchte nur noch die Schuld bei mir. Verlangte ich wirklich zu viel, musste ich tatsächlich Verständnis dafür haben dass er seinen Schlaf brauchte, musste ich wirklich verstehen dass die Kinder ihn nerven, und diese darum bitten möglichst still zu sein? Er war genervt von den Kindern und ließ uns alle spüren dass WIR nur geduldet seien. Er sagte mir immer wieder dass er zwar mit mir zusammen sein wolle mit den Kindern aber nicht. Wenn ich ihm vorschlug dass er doch dann gehen sollte, antwortete e er wiederum, nein das er nähme es in Kauf mir zu liebe. Das alles tat so unendlich weh und war so verwirrend und ich war mittlerweile komplett emotional abhängig von ihm, Ich sah nicht mehr was passierte. Versuchte nur noch ihm alles recht zu machen und an seine Vernunft und Liebe zu appellieren, doch alles prallte an ihm ab und er war genervt von meinem ewigen gemckere.
Ich bin eigentlich eine sehr selbstbewusste Frau, ich bin erfolgreich in meinem Job, verdiene viel Geld und kann meinen Kindern und mir einen guten Lebensstandard ermöglichen. Meine Kinder sind super und ich bin ihnen (eigentlich) immer eine gute Mutter. Ich bin beliebt bei meinen Freunden. Außerdem bin ich auch noch recht attraktiv, das ist nicht eitel gemeint, aber ich erlebe die Resonanz. Nur in dieser Beziehung war ich immer ein abhängiges Häufchen Elend. Ich habe auch Fehler gemacht das ist mir klar, aber ich war bereit so viel in Kauf zu nehmen damit es mit uns funktioniert und er hat eigentlich immer dagegen gesteuert. Naja irgendwann kam es dann wie es kommen musste. Er hatte nicht viel übrig für meinen Sohn (13) und diese Ablehnung lebte er immer offener aus. Irgendwann sagte mein Sohn mir dass er für eine Weile zu seinem Vater ziehen würde, und ich solle mich entscheiden. Erst dann wurde mir klar wo ich da eigentlich hineingeraten bin. Nun habe ich endlich geschafft die absolute Notbremse zu ziehen und mich getrennt, er zieht aus. Ich habe zeitweise immer noch Schuldgefühle, es tut mir leid wenn ich mir vorstelle dass er jetzt allein sein wird. Ich kann nicht wütend auf ihn sein auf ihn.
Nun ich empfinde immer noch etwa für diesen Mann, glaube immer noch dass er tief im inneren einfach nicht anders kann als er tut. Ich glaube dass es ihm Leid tut und gern anders sein würde, aber er steckt so fest in diesem Spiel. Ich sehe immer noch den Mann hinter diesen Mauern.
Mir geht es eigentlich gut mit der Entscheidung und ich freue mich auf alles was jetzt kommen wird. Auf der anderen Seite habe ich größte Bedenken dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist und ich in ein tiefes Loch fallen könnte, genau wie die letzten Male. Ich vertraue meinen Gefühlen immer noch nicht. Mir geht es gut aber eigentlich müsste es mir schlecht gehen, immerhin lösen wir alles auf was wir gemeinsam hatten. Ich habe losgelassen auf ganzer Linie, aber ich kann ihm nicht böse sein, mache ich mir etwas vor?

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5. Mai 2010 um 12:54

Liebe eleonora
deine lage kann ich vollkommen nachvollziehen- da ich ebenfalls in deiner lage war- und ich bin danach auch erleichtert gewesen, als diese beziehung vorbei war, da dieser mann nicht nur verbal sondern auch anderweitig gewalttätig geworden ist. genau wie bei dir war dies ein ständiges hin und her, immer hat er einen grund gesucht damit ich wieder als die "schuldige" dastehe- nur um sein mieses verhalten mir gegenüber zu begründen. in seinen augen war ich nicht "gut genung" und er hat nichts unversucht gelassen um mich kleinzuhalten. gekämpft habe ich immer wieder- aber diese männer sind wie löcher ohne boden- man kann sie nicht mit liebe auffüllen, da sie "leck" sind- mal profan ausgedrückt- und das ist eine der ursachen dieser abhängigkeit- es ist nie etwas "genug"- wieso auch? sie sagen uns doch, daß sie uns "lieben"- das sollte uns doch reichen.

diese männer können nicht lieben- sie halten uns am emotionalen tropf- sie sprechen zwar immer von "liebe"- sie TUN es aber nicht- im gegenteil. im grunde sind beide partner in so einer beziehung junkies, die eine zeitlang voneinander abhängig sind- bis einer geht. meistens der mann, da er sich weiter auf die suche nach einer "perfekten partnerin" macht- die es aber niemals geben wird.

viele frauen reagieren auf solche männer, der hauptgrund ist, daß frauen einfach mehr auf eine beziehung "geprägt" sind als ein mann (sicher gibt es ausnahmen) und auch in krisenzeiten oder schlechten beziehungen um den mann kämpfen. ein verlust macht uns also viel mehr zu schaffen.
viele frauen sind auch familiär geprägt- haben nicht viel verständnis oder zuneigung von ihrer familie erhalten- und führen dieses muster danach in ihren beziehungen weiter. beziehungsachterbahnen machen auch süchtig- wir hoffen dabei, daß der mann doch endlich unsere liebe, die wir ihm geben, auch uns zuteil werden läßt- und da beginnt die abwärtsspirale- da diese männer einfach nichts geben KÖNNEN- außer nette worte, um uns weiter an der stange zu halten.

wir lassen uns auch viel zu leicht als die "schuldigen" hinstellen, auch wieder ein perfider manipulatinstrick vieler gestörter männer- nach ende einer solchen beziehung geht er locker in die nächste beziehung- und wir fühlen uns oft ausgelaugt und schämen uns ob unseres "verlustes".

ich denke nicht, daß du dir etwas vormachst, wenn du sagst daß es dir gutgeht. du hast für dich erkannt, daß diese beziehung keine zukunft haben wird. es bringt ja auch nichts, wenn der eine mehr liebt als der andere- bzw. der andere dies nur in worten ausdrückt- nicht durch konkrete taten.

du bist die stärkere gewesen und hast klar die konsequenzen gezogen- sehr gut. es geht dir insofern gut, da du für dich erkannt hast, daß deine liebe bei ihm immer wieder ins bodenlose fallen wird und nie etwas zurückkommen würde. dieser mann würde zu jeder frau sagen, daß er sie "liebt", da er überhaupt nicht weiß, was liebe überhaupt bedeutet. wahrscheinlich sollten aus seiner sicht aus seine worte und seine bloße anwesenheit ausreichen, um dich "glücklich" zu machen.

das ende ist nicht immer mit seelischem schmerz verbunden- das hattest du doch lange genug.
dieses ende ist eine befreiung von schmerz und du solltest jetzt glücklich darüber sein- unglücklich warst du zu lange davor.

ich wünsche dir, einen mann, der deine qualitäten als frau erkennt und dir das gibt, wonach du dich sehnst. und die erfahrung wird dir, wenn du wieder einmal in solch eine situation kommen solltest, schneller die konsequenzen zu ziehen. dafür wünsche ich dir alles gute.

lg

enigma

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5. Mai 2010 um 14:25
In Antwort auf enigma1968

Liebe eleonora
deine lage kann ich vollkommen nachvollziehen- da ich ebenfalls in deiner lage war- und ich bin danach auch erleichtert gewesen, als diese beziehung vorbei war, da dieser mann nicht nur verbal sondern auch anderweitig gewalttätig geworden ist. genau wie bei dir war dies ein ständiges hin und her, immer hat er einen grund gesucht damit ich wieder als die "schuldige" dastehe- nur um sein mieses verhalten mir gegenüber zu begründen. in seinen augen war ich nicht "gut genung" und er hat nichts unversucht gelassen um mich kleinzuhalten. gekämpft habe ich immer wieder- aber diese männer sind wie löcher ohne boden- man kann sie nicht mit liebe auffüllen, da sie "leck" sind- mal profan ausgedrückt- und das ist eine der ursachen dieser abhängigkeit- es ist nie etwas "genug"- wieso auch? sie sagen uns doch, daß sie uns "lieben"- das sollte uns doch reichen.

diese männer können nicht lieben- sie halten uns am emotionalen tropf- sie sprechen zwar immer von "liebe"- sie TUN es aber nicht- im gegenteil. im grunde sind beide partner in so einer beziehung junkies, die eine zeitlang voneinander abhängig sind- bis einer geht. meistens der mann, da er sich weiter auf die suche nach einer "perfekten partnerin" macht- die es aber niemals geben wird.

viele frauen reagieren auf solche männer, der hauptgrund ist, daß frauen einfach mehr auf eine beziehung "geprägt" sind als ein mann (sicher gibt es ausnahmen) und auch in krisenzeiten oder schlechten beziehungen um den mann kämpfen. ein verlust macht uns also viel mehr zu schaffen.
viele frauen sind auch familiär geprägt- haben nicht viel verständnis oder zuneigung von ihrer familie erhalten- und führen dieses muster danach in ihren beziehungen weiter. beziehungsachterbahnen machen auch süchtig- wir hoffen dabei, daß der mann doch endlich unsere liebe, die wir ihm geben, auch uns zuteil werden läßt- und da beginnt die abwärtsspirale- da diese männer einfach nichts geben KÖNNEN- außer nette worte, um uns weiter an der stange zu halten.

wir lassen uns auch viel zu leicht als die "schuldigen" hinstellen, auch wieder ein perfider manipulatinstrick vieler gestörter männer- nach ende einer solchen beziehung geht er locker in die nächste beziehung- und wir fühlen uns oft ausgelaugt und schämen uns ob unseres "verlustes".

ich denke nicht, daß du dir etwas vormachst, wenn du sagst daß es dir gutgeht. du hast für dich erkannt, daß diese beziehung keine zukunft haben wird. es bringt ja auch nichts, wenn der eine mehr liebt als der andere- bzw. der andere dies nur in worten ausdrückt- nicht durch konkrete taten.

du bist die stärkere gewesen und hast klar die konsequenzen gezogen- sehr gut. es geht dir insofern gut, da du für dich erkannt hast, daß deine liebe bei ihm immer wieder ins bodenlose fallen wird und nie etwas zurückkommen würde. dieser mann würde zu jeder frau sagen, daß er sie "liebt", da er überhaupt nicht weiß, was liebe überhaupt bedeutet. wahrscheinlich sollten aus seiner sicht aus seine worte und seine bloße anwesenheit ausreichen, um dich "glücklich" zu machen.

das ende ist nicht immer mit seelischem schmerz verbunden- das hattest du doch lange genug.
dieses ende ist eine befreiung von schmerz und du solltest jetzt glücklich darüber sein- unglücklich warst du zu lange davor.

ich wünsche dir, einen mann, der deine qualitäten als frau erkennt und dir das gibt, wonach du dich sehnst. und die erfahrung wird dir, wenn du wieder einmal in solch eine situation kommen solltest, schneller die konsequenzen zu ziehen. dafür wünsche ich dir alles gute.

lg

enigma

Danke Enigma
Vielen lieben dank für deinen sehr schönen Beitrag zu meinem Thema. Ich kann mich absolut in deiner Beschreibung wieder finden.
Du hast Recht ich habe für mich erkannt dass dieses keine Zukunft hat, ich hatte auch immer das Gefühl ich werde nie genug geben können, immer wieder fällt ihm etwas Neues ein, was ich besser machen könnte. Wenn du nur so und so wärest dann wüde ich auch so und so reagieren. Ja diesen Schuh habe ich mir wirklich sehr lange angezogen. Selbst während der Trennung macht er jetzt meinen Sohn verantwortlich für die Konsequenzen, die ich gezogen habe. Es ist wirklich erbärmlich. Nach wie vor kann ich nicht verstehen wieso der Blickwinkel so weit vershoben wird. Menschen sollten aus Beziehungen Gutes und Schönes ziehen können und kein Schlachtfeld daraus machen. Ich habe aber auch viel über mich gelernt in dieser Zeit, vor allem dass zu diesem "Spiel" zwei gehören. Und warum ich mitgespielt habe, liegt tief. Doch ich nutze die Chance mit mir selber wieder ins Reine zu kommen und meine Grenzen viel eher zu ziehen. So etwas will ich nie wieder erleben weder in einer privaten Beziehung noch auf beruflicher Ebene.
Ich hoffe dass du Recht hast und kein seelischer Schmerz mehr auf mich wartet, denn ich habe wirklich genug davon!

Lg
eleonora

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