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Emotional abhängig - Gefahr erkannt; Gefahr gebannt...?

5. März 2015 um 7:55

Ich musste mir nun selbst eingestehen, dass ich keine 100 % gesunde Beziehung führe. Nach 3 Monaten das schon festzustellen, ist schon ein ziemlich starkes Stück. Am Anfang zu hören zu bekommen "Ich tue alles dafür, dass es funktioniert" und "Ich liebe es, wenn du ahänglich bist" ließ mich glauben, dass es okay ist, wen ich so bin wie ich bin. Habe angefangen meine Hobbies zu vernachlässigen, wollte meinen Freund so oft wie möglich sehen. Ich bin auf Abruf bereit, teils immernoch. Größtenteils. Hatte in einer anderen Diskussion bereits mal geschildert wie es am Anfang der Beziehung war. Okay, da war er mit seinem sehr zeitintensiven Hobby in der Winterpause, da hatte er alle Zeit der Welt.

Nun habe ich ihn um Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gebeten: "Klammer ich dir zu sehr?" - "Ja, ein bisschen" - "KK. Tut mir leid." - "Du kannst nichts dafür.. Du bist einfach so."
Und dabei hieß es vorher immer, es gebe nichts, was ihn stört. Okay, egal. War wie vor den Kopf gestoßen. Hab geheult wie eine 16-jährige (bin 25, traurig, traurig, ich weiß.) und wusste erstmal nicht was zu tun. Ich will mich mehr um meine eigenen Hobbies wieder kümmern, nicht auf Abruf bereit stehen. Aber ich möchte diese emotionale Abhängigkeit nicht allein bekämpfen müssen. Ich habe meinen Freund nun um ein Gespräch gebeten. Denn wenn er beteuert, er würde hinter mir stehen, heißt es doch aus, dass man sich gegenseitig hilft.. Oder? Wie kann ich das Gespräch führen, ohne dass er sich angegriffen fühlt und mich versteht, wieso ich mich so verhalte? Zur Erklärung.. Ich komme aus viel zu behüteten Familienverhältnissen und in meinen letzten ernsthaften Beziehungen kannte ich NIE das Wort Einsamkeit, weil ich so gut wie nie allein war. Auch wenn ich jetzt allein wohne. Allein das Schreiben mit meinem damaligen Partner hat gereicht, mich nicht einsam zu fühlen.

Ich würde mich über eure Ratschläge freuen.

LG

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5. März 2015 um 8:10

Das hat mit dem Alter nichts zu tun
aus Liebeskummer weinen kann man wohl in jedem Alter.
Wie oft siehst du deinen Freund und wir oft telefoniert oder schreibt ihr??

Ich kann dir nicht unbedingt helfen,da ich selber in einer sehr schwierigen Situation und auch emotional abhängig bin.
Interessant finde ich,dass du auch aus einer überbehüteten Familie kommst.Das ist bei mir nämlich auch so.Ich bin auch zu sehr überbehütet worden...

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5. März 2015 um 8:21
In Antwort auf schmusige

Das hat mit dem Alter nichts zu tun
aus Liebeskummer weinen kann man wohl in jedem Alter.
Wie oft siehst du deinen Freund und wir oft telefoniert oder schreibt ihr??

Ich kann dir nicht unbedingt helfen,da ich selber in einer sehr schwierigen Situation und auch emotional abhängig bin.
Interessant finde ich,dass du auch aus einer überbehüteten Familie kommst.Das ist bei mir nämlich auch so.Ich bin auch zu sehr überbehütet worden...

Also mein Freund meint dazu
dass ich mich wie eine18-jährige verhalte. Am liebsten würde ich ihn in einen Käfig sperren wollen und den ganzen Tag nur kuscheln, küssen und ihn "umgarnen". Telefonieren tun wir gar nicht, das sieht er glaub ich nicht als nötig an, da wir in der selben Stadt wohnen. Schreiben während der Arbeitszeit kaum noch, was auch mal anders war. Aber zur Zeit hat er da viel um die Ohren. Nachmittags kaum noch und wenn, dann frag meistens ich nach was er gerade macht oder wie bei ihm der Stand ist. Sehen halt je nachdem wie viel er zu tun hat mit seinem Hobby.. ich richte mich derzeit immer nach ihm, wann er mal Zeit hat und frage wann wir uns wiedersehen. Wobei wir mal die "Regelung" hatten, dass wir uns jeden zweiten Tag sehen. Das ist aber schon hinfällig geworden.

Na dann hab ich ja mit dir eine "mitfühlende Seele" gefunden.

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5. März 2015 um 9:48

Ich möchte,
dass er versteht, wieso es soweit kommen konnte. Allein dadurch, dass am Anfang das Sehen so oft war, wir so viel geschrieben haben wie möglich und ich immer wieder seine Bestätigung kam, ob durch seine direkt körperliche Nähe oder das viele Schreiben, was nach und nach nachgelassen hat, weil er sich anderen Dingen wieder mehr widmet, mir dann erzählt ich würde an oberster Stelle stehen, aber gibt mir nicht das Gefühl, dass es wirklich so ist.

Er will seinen Freiraum, klar, das verstehe ich. Aber wenn ich dann unabhängig von ihm plane, laufe ich in die Gefahr, dass ich ihn noch weniger sehe. Und dann gibt es ne Fernbeziehung wobei wir in der gleichen Stadt leben. Das ist nicht der Sinn der Sache. Er sagt mir immer wie viel er noch zu tun hat. Das wird sich nicht ändern. Aber Vorschläge, wie wir beide damit klar kommen, gibt es seinerseits nicht.

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5. März 2015 um 9:51

Klar, Sehnsucht ist auch willkommen,
aber er gibt mir nicht das Gefühl mich zu vermissen, schreibt oder sagt nicht mehr, dass er sich auf das nächste Wiedersehen freut oder was weiß ich. Das hat er mal gemacht, tut er nicht mehr. Ich fand es so toll, dass er seine Gefühle, auch wenn er kein Romantiker ist, so offen immer präsentiert hat, ich habe ihn niemals dazu gedrängt. Ich verlange keine Sachen von ihm, die er noch nie gemacht hat.

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5. März 2015 um 10:36

Natürlich möchte ich
meine Sicht auch überwinden. Aber muss das dann allein von mir ausgehen? Kann er mich da nicht irgendwie unterstützen, dass ich das Gefühl habe eben NICHT allein da zu stehen?

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5. März 2015 um 10:53

Gato
musst du dummes Ding hier in jedem thread rumblödeln.Es gibt Menschen,die haben wirklich Probleme.Hau ab!

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5. März 2015 um 14:15

Ich denke mal
du hast mir mit deiner Antwort am meisten geholfen und dafür danke ich dir. Natürlich darf ich die Schuld nicht allein auf ihn abwälzen und das möchte ich auch gar nicht. "Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück zu dir, gehört es für immer dir." - natürlich nur sinngemäß. Er gehört mir ja nicht. Das möchte ich nicht. Ich liebe ihn so wie er ist und das möchte ich nicht ändern. Ich will mich nicht verstellen und verbiegen und er auch nicht. ICH muss aktiv was ändern. Ich erhoffe mir nur Unterstützung durch meinen Partner, dass er mir die Zeit gibt, dass ich das schaffe. Und er nicht sagt "Das dauert mir zu lang, sie hört immer noch nicht auf zu klammern" etc. etc..

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5. März 2015 um 14:34

Ich bin nicht sauer,
ich bin enttäuscht, dass er mir das nicht schon früher gesagt hat. Anscheinend fand er es bisher ok, aber sowas kann ja auf Dauer nicht gesund sein. Zumal er dann noch meinte "Du kannst nichts dafür, du bist einfach so." Sollte man so eine Einstellung haben? So hätte ich schon früher an meinem Verhalten was ändern können. Vor allem meinte er selbst mal, er hofft er nervt mir nicht, wenn er mir so viel schreibt.

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