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Forum / Liebe & Beziehung

Emotional abhängig?

Letzte Nachricht: 25. Januar 2022 um 14:50
E
esamandine
24.01.22 um 15:01

Hallo ihr,

ich bin seit einem Jahr wieder in einer Beziehung, nachdem ich zuvor jahrelang ziemlich viel am Daten war und eigentlich ganz cool damit, keinen festen Freund zu haben. Ich hatte davor eine langjährige Beziehung und irgendwie einfach einiges "aufzuholen".
Naja, jedenfalls sehen wir uns sehr viel und planen eigentlich auch zusammenzuziehen. Wir sind beide Mitte zwanzig und haben relativ ähnliche Ansichten, was unsere gemeinsame Zukunft angeht. Wir reden viel über unsere Beziehung und arbeiten unentwegt daran. Keine Ahnung, womit ich einen Partner verdient habe, der da so erwachsen rangeht, aber es ist wirklich ziiiemlich wertvoll. Naja, aber jetzt zur eigentlichen Thematik. Letzten Sommer hat mein Freund sich für ein paar Wochen von mir getrennt, weil ich immer häufiger Streit angezettelt habe. Ich habe einfach bemerkt, wie ich immer abhängiger von ihm wurde und damit auch immer misstrauischer. Ich hatte plötzlich einfach ziemlich krasse Panik, dass es zu Ende gehen könnte und ich mit einer Trennung nicht klarkommen würde. Joa, so ist es dann auch gekommen und wir hatten drei Wochen lang keinen Kontakt. Mir gings ungelogen noch nie so schlecht. Ihm scheinbar auch nicht, er wollte es nochmal probieren und wir sind seit August wieder ein Paar. Die Streits wurden definitiv weniger und wir schaffen es konstruktiv miteinander zu reden. Leider wurde meine Abhängigkeit durch die Trennung nur noch größer, weil ich jetzt die Gewissheit habe,- ohne die Beziehung komplett abzukacken. Ich hasse diese Tatsache. Ich war immer diejenige, die Frauen in Beziehungen oft bemitleidet hat, weil ich einfach gesehen habe, wie sie sich selbst vergessen und nur noch für die Beziehung leben. Jetzt bin ich genau da angekommen. Sobald wir uns nicht sehen oder ich mal nichts von ihm höre, drehe ich komplett am Rad und werde panisch. Ich habe dauerhaft Angst, er würde sich wieder trennen und ich würde wieder in dieses ekelhafte Loch fallen. Und das obwohl alles tutti ist und er mir das auch regelmäßig bestätigt, weil ich dummerweise auch stääändig nachfrage. Verlässt er das Haus, bin ich verunsichert. Ich behalte das oft für mich und lasse ihm liebendgerne den Raum, den JEDER braucht, aber es kostet mich wirklich viel Energie und Nerven.
Habt ihr iiirgendwelche Tipps?
Kennt ihr das?
Bin ich zu blöd, eine Beziehung zu führen?

Danke schonmal. Habt eine schöne Woche! 

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E
esamandine
24.01.22 um 15:07

test

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det92
det92
24.01.22 um 17:08

nachdem ich zuvor jahrelang ziemlich viel am Daten war und eigentlich ganz cool damit, keinen festen Freund zu haben. Ich hatte davor eine langjährige Beziehung und irgendwie einfach einiges "aufzuholen".
Hast du in dieser Zeit deine langjährige Beziehung, etwaige Verletzungen und dich selbst refelktiert ? Bist du mit dir ins Reine gekommen ? Oder war es mehr Verdrängung durch Spaß ? 

Solche Sätze klingen sehr danach:

Ich hatte plötzlich einfach ziemlich krasse Panik, dass es zu Ende gehen könnte und ich mit einer Trennung nicht klarkommen würde

Mir gings ungelogen noch nie so schlecht.

Sobald wir uns nicht sehen oder ich mal nichts von ihm höre, drehe ich komplett am Rad und werde panisch. Ich habe dauerhaft Angst, er würde sich wieder trennen
Verlässt er das Haus, bin ich verunsichert. Ich behalte das oft für mich und lasse ihm liebendgerne den Raum, den JEDER braucht, aber es kostet mich wirklich viel Energie und Nerven.
 Solche Sätze klingen danach, als wäre dein Freund verantwortlich dafür, ob du glücklich bist oder nicht. Für viele Menschen ist so eine Besitzergreifende Liebe nicht unanstrengend. 

Habt ihr iiirgendwelche Tipps? Lass dir helfen. Im ersten Schritt rede mit Vertrauten über deine Verlustangst.Kennt ihr das? Ja. Ich habe damals die Reißleine gezogen und so jemand verlassen.Bin ich zu blöd, eine Beziehung zu führen?
Nein. So etwas kann man lernen. Gibt auch Literatur dazu.

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E
esamandine
24.01.22 um 18:02

Naja, also die Trennung damals hat mich schon sehr verletzt und ich hatte lange Zeit damit zu kämpfen, aber bin inzwischen gut drüber hinweg und weiß auch, welche Fehler ich damals gemacht habe. 
Genau das ist mir auch bewusst, also dass ich ihn eben nicht verantwortlich für mein Glück machen kann. Ich habe ihm das auch genau so gesagt. Also dass es mir aktuell schwer fällt, ohne ihn wirklich bei mir zu sein und die Zeit zu nutzen, um andere Sachen zu machen, dass ich aber daran arbeiten möchte und er sich deshalb nicht verantwortlich fühlen muss und jederzeit mehr Raum einfordern kann. 

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H
holzmichel
25.01.22 um 11:30


So wie du dich und deine Empfindungen in der Beziehung beschreibst ist das echt nicht gesund und du hast du echt ein ziemliches Problem.
Wie geht dein Partner eigentlich damit um?

Ich würde dir raten dich von ihm unabhängig zu machen und ein eigenes Leben neben der Partnerschaft zu führen.
Tu auch was für dich, dass dürfte dir Selbstvertrauen und Sicherheit geben, auch allein zurecht zu kommen.
Sich über eine Beziehung zu definieren ist grundsätzlich falsch und macht, wenn so was einseitig passiert, die Beziehung auf lange Sicht kaputt. 
Wenn sich beide in dieses Muster flüchten, geben sie ihre eigene Identität auf, was auch nicht wirklich besser ist.

Warum versuchst du nicht einfach für dich zu leben und siehst euere Beziehung als bereichernbe Zugabe.
Das könnte dir die Angst vielleicht ein bisschen nehmen.

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det92
det92
25.01.22 um 13:20

Dito, alles andere ist ungesund.

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T
tante
25.01.22 um 13:27
In Antwort auf esamandine

Naja, also die Trennung damals hat mich schon sehr verletzt und ich hatte lange Zeit damit zu kämpfen, aber bin inzwischen gut drüber hinweg und weiß auch, welche Fehler ich damals gemacht habe. 
Genau das ist mir auch bewusst, also dass ich ihn eben nicht verantwortlich für mein Glück machen kann. Ich habe ihm das auch genau so gesagt. Also dass es mir aktuell schwer fällt, ohne ihn wirklich bei mir zu sein und die Zeit zu nutzen, um andere Sachen zu machen, dass ich aber daran arbeiten möchte und er sich deshalb nicht verantwortlich fühlen muss und jederzeit mehr Raum einfordern kann. 

Mache dir doch mal einen Tag in der Woche nur für dich. Für deine Freunde oder Hobbys oder gehe ganz bewusst alleine spazieren oder shoppen. Mir scheint es so, dass du dich selber nicht richtig kennst und nicht Ernst nimmst.  Hast du einen interessanten Beruf? Ich kenne dich ja nicht  aber ich denke du musst da dringend raus aus deinem Beziehungstunnelblick.

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C
cuma_26830162
25.01.22 um 14:50
In Antwort auf esamandine

Hallo ihr,

ich bin seit einem Jahr wieder in einer Beziehung, nachdem ich zuvor jahrelang ziemlich viel am Daten war und eigentlich ganz cool damit, keinen festen Freund zu haben. Ich hatte davor eine langjährige Beziehung und irgendwie einfach einiges "aufzuholen".
Naja, jedenfalls sehen wir uns sehr viel und planen eigentlich auch zusammenzuziehen. Wir sind beide Mitte zwanzig und haben relativ ähnliche Ansichten, was unsere gemeinsame Zukunft angeht. Wir reden viel über unsere Beziehung und arbeiten unentwegt daran. Keine Ahnung, womit ich einen Partner verdient habe, der da so erwachsen rangeht, aber es ist wirklich ziiiemlich wertvoll. Naja, aber jetzt zur eigentlichen Thematik. Letzten Sommer hat mein Freund sich für ein paar Wochen von mir getrennt, weil ich immer häufiger Streit angezettelt habe. Ich habe einfach bemerkt, wie ich immer abhängiger von ihm wurde und damit auch immer misstrauischer. Ich hatte plötzlich einfach ziemlich krasse Panik, dass es zu Ende gehen könnte und ich mit einer Trennung nicht klarkommen würde. Joa, so ist es dann auch gekommen und wir hatten drei Wochen lang keinen Kontakt. Mir gings ungelogen noch nie so schlecht. Ihm scheinbar auch nicht, er wollte es nochmal probieren und wir sind seit August wieder ein Paar. Die Streits wurden definitiv weniger und wir schaffen es konstruktiv miteinander zu reden. Leider wurde meine Abhängigkeit durch die Trennung nur noch größer, weil ich jetzt die Gewissheit habe,- ohne die Beziehung komplett abzukacken. Ich hasse diese Tatsache. Ich war immer diejenige, die Frauen in Beziehungen oft bemitleidet hat, weil ich einfach gesehen habe, wie sie sich selbst vergessen und nur noch für die Beziehung leben. Jetzt bin ich genau da angekommen. Sobald wir uns nicht sehen oder ich mal nichts von ihm höre, drehe ich komplett am Rad und werde panisch. Ich habe dauerhaft Angst, er würde sich wieder trennen und ich würde wieder in dieses ekelhafte Loch fallen. Und das obwohl alles tutti ist und er mir das auch regelmäßig bestätigt, weil ich dummerweise auch stääändig nachfrage. Verlässt er das Haus, bin ich verunsichert. Ich behalte das oft für mich und lasse ihm liebendgerne den Raum, den JEDER braucht, aber es kostet mich wirklich viel Energie und Nerven.
Habt ihr iiirgendwelche Tipps?
Kennt ihr das?
Bin ich zu blöd, eine Beziehung zu führen?

Danke schonmal. Habt eine schöne Woche! 

Das schlimmste was passieren kann,wenn Menschen in eine emotionale Abhängigkeitsspirale kommen,denn da raus zu kommen ist sehr schwer .Ich hab den Fall erlebt bei einer Freundin .Die war so fixiert auf ihren Freund der konnte mit ihr umgehen wie ein Stück Dreck und sie hat sich so schlecht behandeln lassen.Hatte nicht den Mumm sich zu Wehr zu setzen .Und hat Angst vor dem Alleine sein.Bevor sie ihm kennengelernt hat war sie eine junge Frau mit Durchsetzungsvermögen.Dann lernte sie den kennen und er hat sie emotional abhängig gemacht .Das geht sehr schnell bei Personen die klammern.Ohne den anderen nicht sein können. Die machen alles dafür um ein Stück Liebe zu bekommen.Finde da ganz schnell wieder heraus.Das kann fatal enden.

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