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Eltern wichtiger als Freundin

2. Oktober 2009 um 9:06

Hallo zusammen

Was würdet ihr denken, wenn euer Freund nach über 6 Jahren Beziehung immer noch sagt, dass ihm seine Eltern wichtiger sind, als man selbst??
Mich verletzt das extrem, da mein Freund umgekehrt für mich schon immer der wichtigeste Mensch im Leben war/ist.
es tut sehr weh, wenn man feststellt, dass es umgekehrt nicht so ist, und wahrscheinlich auch nie sein wird...
Ist das normal? Was denkt ihr darüber? Sind beide 24.

Danke für eure Meinungen und liebe Grüsse
missjupiter

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2. Oktober 2009 um 9:47

Oh Gott..
ich lese gerade deine Frage und fühl mich dermaßen an mich selbst erinnert.Mein Exmann und ich waren fast 6 Jahre zusammen, davon zwei Jahre verheiratet als ich mich letzten Herbst von ihm getrennt habe. Ein großer Grund für die Trennung waren seine Eltern. Die haben unser Leben regiert, sich in alles eingemischt und uns nie in Ruhe gelassen. Mein Exmann hat nie hinter mir gestanden, ist mir dermaßen oft in den Rücken gefallen, wenn es um seine Eltern ging. Er sieht seine Eltern noch heute als unantastbare Götter, denen es um jeden Preis zu gefallen geht. Dass mich seine Familie körperlich und psychisch fast in den Ruin getrieben hat, hat er bis heute nicht begriffen. Absprachen die wir gemeinsam getroffen haben, wurden umgeworfen ohne Rücksprache mit mit, weil seine Eltern es anders wollten. Termine wurden nicht eingehalten, weil seine Eltern etwas anderes geplant hatten. Für alles mußte er den Segen seiner Eltern einholen. Weihnachten wurde jedes Jahr dort verbracht, weil das ja schließlich seine Familie ist. Was war ich denn dann? Ich kann dir nur den Rat geben, dass sich solche Männer nie ändern egal wie alt sie sind. Du wirst immer das Nachsehen haben. Entwedr ziehst du einen Schlusstrich oder du wirst in dieser Familie zugrunde gehen, dich total verbiegen lassen und irgendwann resignieren.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz, ganz viel Kraft.

GGLG S.

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3. Oktober 2009 um 8:13

Du Arme tust mir sehr leid...
..so einen Schwächling habe ich 19 Jahre gehabt. Ich habe ihn angebettelt, bin vor ihm auf den Knien gerutscht, habe ihm ein neues Geschäft aufgebaut... und habe ständig Rücksicht auf seine Eltern genommen. Maaaama hier, Paaaapa da. Für ihn wahr ich nur Mittel zum Zweck. Nämlich nur das Bett und sonst nichts. Kein Herz, keine Gefühle, keine Liebe. Ich bin psychisch am Ende. Leide seit Jahren an schweren Depressionen. Willst Du das auch ?

Gespräche haben überhaupt nichts genutzt. Ich habe mir den Mund fusselig geredet. Für ihn standen immer nur seine Eltern an erster Stelle. Es war für mich ein langer Leidensweg. Ich habe mich jetzt von ihm getrennt, weil ich einfach nicht mehr kann. Und das Schlimmste: all diese vergeudeten Jahre in meinem Leben; ich hätte einen anderen Mann haben können, der mich liebt.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und Mut.

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3. Oktober 2009 um 11:04


Inwiefern wichtiger?
Wichtiger für ihn selbst, also einfach vom Gefühl her?
Oder gibt er ihnen den Vorzug, wenn irgendwas ansteht, also wichtiger im Sinne von "irgendwas tun"?
Letzteres wäre mit 24 wirklich etwas extrem...
Wenn es sich irgendwie merklich auf eure Bezeihung auswirkt, ist das nach 6 Jahren nicht mehr akzeptabel.
Während bei Fall eins... Es gibt extreme Familienmenschen. Und selbst, wenn es nicht "extrem" ist: Familie ist etwas, das bleibt, komme was da wolle. Seine Eltern werden ihn bis an ihr Lebensende lieben - aber ob das bei dir der Fall sein wird?

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3. Oktober 2009 um 11:11

Er hat es mehrmals erwähnt...
zwar hat er es nicht direkt so ausgesprochen, aber es war trotzdem unmissverständlich. einmal war es z.B. "was gibt dir das recht, dich über meine eltern zu stellen". Da ging es darum, ob wir sein jetziges auslandssemester in den usa, dass normalerweise mitte dez zu ende gehen würde, verlängern, um dort gemeinsam urlaub zu machen und dann weihnachten in new york zu verbringen. aber das kam natürlich nicht in frage, weil weihnachten nur mit mir und ohne seine eltern natürlich nicht in frage kommt. er ist einzelkind, und wird von seinen eltern (besonders von der mutter) total vergöttert. er telefoniert mehr mit ihr, als mit mir. sie tut alles für ihn, neben putzen, wäsche, erledigt sie auch seinen papierkram, legt alles ab, organisiert für ihn termine usw. manchmal habe ich den eindruck, ich habe nur eine chance bei ihm, wenn ich so werde wie sie.. naja, und letztens sind wir wieder darauf zu sprechen gekommen, und ich habe zu ihm gesagt, dass er für mich der wichtigeste mensch im leben ist, aber ich oft das gefühl habe, dass ich da für ihn nicht bin. er meinte daraufhin, dass ich das bei ihm nicht erzwingen kann und er ja nichts dafür kann, dass er nunmal nicht so empfindet. er sei vielleicht noch nicht reif und erwachsen, um sich festzulegen... super, und dass nach 6 jahren beziehung.
lohnt es sich überhaupt, ständig alleine zu sein, und einen mann zu vermissen und auf ihn zu warten, für den man sowieso nur eine nebenrolle im leben spielt?
ich liebe ihn so sehr, aber die zweifel werden immer grösser.. vielleicht bin ich auch einfach die falsche frau für ihn...

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