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Eltern vom neuen Freund machen mich wahnsinnig....

17. April 2012 um 11:08

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe sehr dass ihr als Außenstehende mal meine Situation beurteilen könnt und mir vielleicht auch Tipps geben könnt, ich weiß nämlich echt nicht wie das noch weitergehen soll

Ich erzähl einfach mal. Seit ca 5 Monaten bin ich mit meinem Freund zusammen,ist auch alles wunderbar,wir verstehen uns gut, er ist zu meinem Kind superlieb, meine Freundinnen meinten schon das sei wie in einer Bilderbuchfamilie Jedoch scheint das wohl nur so...

Es ist so dass ich mit meiner Tochter in einer Wohnung lebe und er in seiner (ca 40 Autominuten entfernt). Seine Eltern wohnen im gleichen Ort wie er, 2 Straßen weiter.
Hier kommen wir auch schon zum Problemfall.
Er ist der einzige Sohn (er ist mittlerweile 33,keine 17 mehr!). Es kommt, je länger wir zusammen sind, immer mehr zum Vorschein wie extrem er eigentlich "untergebuttert" wird von seinen Eltern. Anfangs haben die sich wohl zurückgehalten, mittlerweile aber gibts die volle Packung

Er arbeitet nur 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt und schläft unter der Woche öfter bei mir, da sich das ja anbietet aufgrund des sonst langen Fahrtweges.
Jeden Abend hagelt es Anrufe von seiner Mutter "Kommst du heut nach Hause?" Schließlich hab ich dir Essen hingestellt! Wenn er dann antwortet dass er bei mir bleibt kommt ein "Aha." und dann wird meist schnell aufgelegt.
Wenn er sich mal einen Tag nicht meldet kriegt er sofort eins aufs Dach. Auch verbreiten die Eltern nonstop Stress und setzen ihn unter Druck wegen Lapalien und mischen sich in ALLES ein.

Sie wäscht seine Wäsche,da er keine Waschmaschine hat. als ich einmal Bettwäsche von ihm gewaschen hab, hat sie mir noch Tage später vorgeworfen was das soll,dass ich die Bettwäsche gewaschen hätte.

Letztes Wochenende sind wir weggefahren. Seine Mutter hat ihm eingeredet er solle sofort sein Auto in die Werkstatt bringen da die Sommerreifen draufmüssten, sonst würde das Auto zuviel Sprit verbrauchen.Und zwar sofort! Einen Tag vor unserem Wochenendtrip! Was macht er? Lässt sich wieder einschüchtern,gibt ihr den Schlüssel und sie bringt das Auto in die Werkstatt. Aufgrunddessen konnten wir nicht geplant früher losfahren sondern mussten erst noch bei ihr das Auto holen.
Dann fuhr sie ihn an, er solle ihr sagen wann wir montags zurückkommen. Als er antwortete "abends" gab es gleich das nächste Theater, er müsse früher kommen da ja sein neuer Führerschein beim Bürgerbüro liegt (hätte noch ewig Zeit gehabt). Während unseres Trips rief er dann abends seine Eltern an, nur um sich halt mal zu melden.
"Hättest dich auch früher melden können!" blaffte ihn sein Vater an und beendete das Telefonat.
Als wir dann montags zurückfuhren fuhren wir auf seinen Wunsch zuerst bei seinen Eltern vorbei. Als die uns sahen verschwanden bei im Haus und knallten die Tür zu.
Wir sind dann weiter zu ihm gefahren, dann klingelte das Handy. Seine Mutter: " Komm jetzt SOFORT hier hoch, und zwar SOFORT" Als er entgegnete, dass uns ja die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde, meinte sie das sei egal, er solle sofort kommen.
Und falls er montag auf dienstag bei mir übernachten wolle soll er dienstag aber auf jeden Fall daheim schlafen.
Und außerdem geht es ihr gegen den Strich dass seine Autos (mit dem Geschäftswagen fährt er zur Arbeit, das Private steht bei mir vor der Tür) ständig bei mir stehen!!! (Kann denen aber scheißegal sein wo die Autos stehen,da es seine sind und die ihre eigenen Autos haben!)

Ich hab schon versucht mit ihm darüber zu reden,er blockt aber komplett ab. Übers Zusammenziehen haben wir auch schon geredet,allerdings ist er nur bereit,in diesem Dorf zu wohnen,da ja seine Eltern dort seien. Selbst ein Nachbarort kommt wohl nicht in Frage für ihn. Er sei halt sehr fixiert auf seine Eltern,das würde sich auch nie ändern, so sagt er.



Sorry wenns etwas länger geworden is, ich könnt auch noch länger schreiben, aber das sprengt den Rahmen.

Ich lieb ihn echt sehr, aber so kanns doch auf Dauer nicht weitergehen!!!!

Danke für Antworten!!!

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17. April 2012 um 11:37

Die Zeit...
... arbeitet für Dich. Würde mich an Deiner Stelle zurücklehnen und einfach abwarten. Seine Eltern schießen sich von selbst ins Abseits. Sei für ihn da, streite nicht mit ihm wegen seiner Eltern. Den Stress machen sie ihm, nicht Du. Im Vergleich wird er - schon jetzt - merken, mit wem er das "leichtere" Leben hat. Und natürlich "weiß" er auch bereits, dass es unnormal ist, dass ein Mann in seinem Alter so abhängig von seinen Eltern ist. Es ist allerdings keine schöne Sache, sich bewusst damit auseinanderzusetzen. Wenn dann noch jemand - seine Freundin - ihm diesbezüglich Stress macht, dann kann das nur nach hinten losgehen. Dann wird er natürlich seinen "alten" Status verteidigen, denn das Neue, die Unabhängigkeit, das Erwachsensein, das Abnabelung von den Eltern bedeutet, ist noch vollkommen fremd und daher Angst einflößend. Das wird er schnell ablehnen, wenn man ihn dazu zwingen will.

Von daher ist Deine Position besser, wenn Du Dich vollkommen normal und "stressfrei" verhältst. Seine Eltern müssen auch erst langsam damit klar kommen, dass ihr Sohn sich abnabelt. Wenn dann die Schwiegertochter in spe dann noch bewusst dazwischenschießt, ist klar, wer die @rschlochkarte gezogen hat - nicht er, nicht die Eltern, sondern Du!

Wie gesagt, so schwer es Dir fallen sollte, bleib neutral, vielleicht schaffst Du es sogar, ein wenig Verständnis für das im Grunde genommen ängstliche Verhalten der Schwiegereltern aufzubringen und das auch nach außen hin zu signalisieren. Ich denke nicht, dass sie aus böser Absicht Dir gegenüber handeln. Von daher musst Du es auch nicht persönlich nehmen, was da passiert. Es ist nur ein Abnabelungsprozess, der bei Deinem Freund so ugf. ein Jahrzehnt später als normal einsetzt.

LG

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17. April 2012 um 11:59
In Antwort auf tyche26

Die Zeit...
... arbeitet für Dich. Würde mich an Deiner Stelle zurücklehnen und einfach abwarten. Seine Eltern schießen sich von selbst ins Abseits. Sei für ihn da, streite nicht mit ihm wegen seiner Eltern. Den Stress machen sie ihm, nicht Du. Im Vergleich wird er - schon jetzt - merken, mit wem er das "leichtere" Leben hat. Und natürlich "weiß" er auch bereits, dass es unnormal ist, dass ein Mann in seinem Alter so abhängig von seinen Eltern ist. Es ist allerdings keine schöne Sache, sich bewusst damit auseinanderzusetzen. Wenn dann noch jemand - seine Freundin - ihm diesbezüglich Stress macht, dann kann das nur nach hinten losgehen. Dann wird er natürlich seinen "alten" Status verteidigen, denn das Neue, die Unabhängigkeit, das Erwachsensein, das Abnabelung von den Eltern bedeutet, ist noch vollkommen fremd und daher Angst einflößend. Das wird er schnell ablehnen, wenn man ihn dazu zwingen will.

Von daher ist Deine Position besser, wenn Du Dich vollkommen normal und "stressfrei" verhältst. Seine Eltern müssen auch erst langsam damit klar kommen, dass ihr Sohn sich abnabelt. Wenn dann die Schwiegertochter in spe dann noch bewusst dazwischenschießt, ist klar, wer die @rschlochkarte gezogen hat - nicht er, nicht die Eltern, sondern Du!

Wie gesagt, so schwer es Dir fallen sollte, bleib neutral, vielleicht schaffst Du es sogar, ein wenig Verständnis für das im Grunde genommen ängstliche Verhalten der Schwiegereltern aufzubringen und das auch nach außen hin zu signalisieren. Ich denke nicht, dass sie aus böser Absicht Dir gegenüber handeln. Von daher musst Du es auch nicht persönlich nehmen, was da passiert. Es ist nur ein Abnabelungsprozess, der bei Deinem Freund so ugf. ein Jahrzehnt später als normal einsetzt.

LG

...
Ja, so versuche ich es auch, möglichst ruhig zu bleiben. Nur greifen sie halt auch in MEIN Leben ein indem sie z.B. ihm vorschreiben wann er heimzukommen hat und die Geschichte mit unserem Wochenendtrip,da war es mehr als eindeutig dass sie uns das mies machen wollten,was ja auch teilweise so war da die Hinfahrt verschoben werden musste, frühere Rückreise, das Telefon aufgelegt als er sich meldete usw.
Sicher merkt er wohl dass es mit mir bzw.uns stressfreier ist, aber wie sunnydisposition schon gesagt hat, er hat mir ja bereits verklickert dass er nie bereit sein wird dort wegzuziehen,sei es nur ins Nachbardorf und das es mit seinen Eltern genauso bleiben soll und auch wird wie es ist.

Müsste er nicht irgendwann selber den Eltern Grenzen setzen damit sich was ändert?

Er hatte eine 4-jährige Beziehung die (gibt er zu)haupstsächlich an seiner Mutter gescheitert ist, da diese ungefragt mit dem Schlüssel in die Wohnung kam, Sachen entwendet hat usw. Wieso hat er da nicht längst eingegriffen?
Das macht mir wenig Hoffnung,verstehst du?....(

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17. April 2012 um 12:27
In Antwort auf star31785

...
Ja, so versuche ich es auch, möglichst ruhig zu bleiben. Nur greifen sie halt auch in MEIN Leben ein indem sie z.B. ihm vorschreiben wann er heimzukommen hat und die Geschichte mit unserem Wochenendtrip,da war es mehr als eindeutig dass sie uns das mies machen wollten,was ja auch teilweise so war da die Hinfahrt verschoben werden musste, frühere Rückreise, das Telefon aufgelegt als er sich meldete usw.
Sicher merkt er wohl dass es mit mir bzw.uns stressfreier ist, aber wie sunnydisposition schon gesagt hat, er hat mir ja bereits verklickert dass er nie bereit sein wird dort wegzuziehen,sei es nur ins Nachbardorf und das es mit seinen Eltern genauso bleiben soll und auch wird wie es ist.

Müsste er nicht irgendwann selber den Eltern Grenzen setzen damit sich was ändert?

Er hatte eine 4-jährige Beziehung die (gibt er zu)haupstsächlich an seiner Mutter gescheitert ist, da diese ungefragt mit dem Schlüssel in die Wohnung kam, Sachen entwendet hat usw. Wieso hat er da nicht längst eingegriffen?
Das macht mir wenig Hoffnung,verstehst du?....(

Kann...
... Deinen Ärger und die Verzweiflung verstehen. Aber lass nicht zu, dass das Ganze in Hoffnungslosigkeit abgleitet. Denn wenn man so an die Sache rangeht, ist das Ganze tatsächlich zum Scheitern verurteilt!

Vielleicht würde es helfen, wenn Du Dir vor Augen führst, wovor seine Eltern Angst haben. Meiner Meinung nach befürchten sie, ihren Sohn voll und ganz zu verlieren, und schlimmer noch als der Verlust: Sie befürchten, dass er sich gegen sie stellt. Eine neue Frau in seinem Leben = Verlust des Sohnes = Feindverhalten gegenüber der "Diebin".
Dass Du ihnen den Sohn nicht wegnehmen willst, muss erst mal in ihre Köpfe. Abnabeln bedeutet nicht, den Sohn zu verlieren, dass muss man ihnen auf schonende Weise klar machen. Wenn sie merken, okay, unser Sohn ist zwar seltener da, aber er liebt uns ja immer noch - dann hast Du sozusagen gewonnen.

Lade doch einfach mal seine Mutter zum Kaffee ein, sag ihr, dass Du das schon lange vorhattest, weil Du sie gern richtig kennen lernen möchtest - ohne den Sohn, ohne den Vater, sozusagen mal "unter Frauen". Sprich nicht schlecht über Deinen Freund, sondern lobe ihn vor seiner Mutter. Sag ihr, dass Du es toll findest, dass sie ihn zu so einem höflichen und hilfsbereiten Menschen erzogen hat und dass das nicht alltäglich ist... Frag sie um Hilfe bei einer Kleinigkeit. Du wirst sehen, das Gefühl, auch von der Schwiegertochter wertgeschätzt und "gebraucht" zu werden, wird kleine Wunder wirken! Ich meine, wie würde es umgkehrt DIR gehen?

Es ist natürlich schwer, dazu den ersten Schritt zu machen, Probiers einfach aus, verlieren kannst Du nichts, im Gegenteil. Ich denke, wenn ein erster Schritt von Dir in diese Richtung geht, dann kommst Du raus aus der "Feindposition". Den Fehler, den viele Frauen an Deiner Stelle machen würden, wäre, jetzt erst recht und extra gegen die Schwiegermutter schießen und noch eins draufsetzen, es auf einen Machtkampf ankommen lassen mit "blutigen" Verlusten. Lass Dich auf sowas nicht ein, sondern überlege mal umgekehrt, wie DU als Frau, die ihren Sohn über alles liebt und schlecht loslassen kann, behandelt werden würde und was DICH dazu bringen könnte, ein wenig auf die Schwiegertochter zuzugehen und weniger besitzergreifend zu sein. Und dann setze das einfach mal um.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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17. April 2012 um 12:43

Öhm...
Liebe Evita4ka,

ich frage mich: Wie willst Du jemanden, der NIE gelernt hat, sich gegen die Eltern durchzusetzen, dazu bringen, dass er das von einem Tag auf den anderen macht, so wie Du es schreibst?? Du schreibst von Deiner Warte aus, als Mensch, der durchaus gelernt hat, sich durchzusetzen. Und machst leeider den Fehler, diese Fähigkeit auch bei anderen Menschen vorauszusetzen bzw. zu erwarten.

Man muss schon ein bisschen genauer hinsehen und hat nicht das Recht dazu, ein Pauschalurteil über Menschen zu fällen, die zu bestimmten Dingen (noch) nicht in der Lage sind. Die Eltern haben eine Menge falsch gemacht in der Erziehung des Sohnes, sie selbst und der Sohn sind die Leidtragenden, im Augenblick auch die TE. Jeder Mensch erzieht und handelt nur so gut, wie er es gelernt hat. Wer nicht gelernt hat, loszulassen, für den wird das immer mit den schlimmsten Ängsten verbunden sein. Und genau das gibt er auch an die Kinder weiter. Solche Menschen müssen erst mal lernen, dass Loslassen nicht Verlieren bedeutet.

Davon abgesehen: Ich bin etwas verwundert über den aggressiven Ton in Deinem Posting, nehme das aber nicht persönlich, zum einen, weil ich Dich überhaupt nicht kenne und Du mich nicht, und zum anderen weil ich ganz stark vermute, dass Du Deine eigenen Erfahrungen mit dem Thema gemacht hast und das gerade projizierst.

Es ist immer leichter, gleich alles schlecht zu machen, als einfach mal genau hinzusehen und nachzuforschen, wie es zu bestimmten Verhaltensweisen kommt. Selten, weil einer dem anderen was Schlechtes will, sondern schlicht und einfach, weil jeder Mensch mehr oder weniger ausgeprägte Ängste mit sich herumträgt. Bei so gut wie jedem Problem steckt Angst in der einen oder anderen Form dahinter. Und das sehe ich eben auch beim Freund der TE, genauso wie bei seinen Eltern, genauso wie auch bei der TE selbst.

Einfach so "Trenn Dich" zu sagen, ist von daher wohl der schlechteste Rat, den man jemandem geben kann. Damit wird man der Problematik absolut nicht gerecht. Und auch nicht, indem man von vornherein die miesesten Zukunftsprognosen abgibt.

LG

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17. April 2012 um 12:52

@evita4ka
Auf Menschen zuzugehen und die Hand zu reichen, wenn ein Konflikt besteht, ist ein durchaus schwerer Schritt, der aber mehr bringen wird, als einfach "draufzuschlagen".

Ja, genau, der Kaffeeklatsch mit der Mutter des Freundes wird dafür sorgen, dass ein Schrittchen mehr in Richtung Verständnis und weniger Angst voreinander getan wird. Und ist auf jeden Fall besser, als den Freund vor die Wahl zu stellen: Deine Mutter oder ich.

Wie gesagt, ich verstehe den aggressiven Tonfall nicht, vermute aber mal, dass Dich stark mit der Situation identifizierst und Erinnerungen hochkommen, die Du mal hattest. Falls es so sein sollte: Hat es Dir geholfen, dass Du aggressiv mit der Situation umgegangen bist, oder hat es das Problem verschlimmert und die Fronten verhärtet?


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17. April 2012 um 12:57
In Antwort auf tyche26

Kann...
... Deinen Ärger und die Verzweiflung verstehen. Aber lass nicht zu, dass das Ganze in Hoffnungslosigkeit abgleitet. Denn wenn man so an die Sache rangeht, ist das Ganze tatsächlich zum Scheitern verurteilt!

Vielleicht würde es helfen, wenn Du Dir vor Augen führst, wovor seine Eltern Angst haben. Meiner Meinung nach befürchten sie, ihren Sohn voll und ganz zu verlieren, und schlimmer noch als der Verlust: Sie befürchten, dass er sich gegen sie stellt. Eine neue Frau in seinem Leben = Verlust des Sohnes = Feindverhalten gegenüber der "Diebin".
Dass Du ihnen den Sohn nicht wegnehmen willst, muss erst mal in ihre Köpfe. Abnabeln bedeutet nicht, den Sohn zu verlieren, dass muss man ihnen auf schonende Weise klar machen. Wenn sie merken, okay, unser Sohn ist zwar seltener da, aber er liebt uns ja immer noch - dann hast Du sozusagen gewonnen.

Lade doch einfach mal seine Mutter zum Kaffee ein, sag ihr, dass Du das schon lange vorhattest, weil Du sie gern richtig kennen lernen möchtest - ohne den Sohn, ohne den Vater, sozusagen mal "unter Frauen". Sprich nicht schlecht über Deinen Freund, sondern lobe ihn vor seiner Mutter. Sag ihr, dass Du es toll findest, dass sie ihn zu so einem höflichen und hilfsbereiten Menschen erzogen hat und dass das nicht alltäglich ist... Frag sie um Hilfe bei einer Kleinigkeit. Du wirst sehen, das Gefühl, auch von der Schwiegertochter wertgeschätzt und "gebraucht" zu werden, wird kleine Wunder wirken! Ich meine, wie würde es umgkehrt DIR gehen?

Es ist natürlich schwer, dazu den ersten Schritt zu machen, Probiers einfach aus, verlieren kannst Du nichts, im Gegenteil. Ich denke, wenn ein erster Schritt von Dir in diese Richtung geht, dann kommst Du raus aus der "Feindposition". Den Fehler, den viele Frauen an Deiner Stelle machen würden, wäre, jetzt erst recht und extra gegen die Schwiegermutter schießen und noch eins draufsetzen, es auf einen Machtkampf ankommen lassen mit "blutigen" Verlusten. Lass Dich auf sowas nicht ein, sondern überlege mal umgekehrt, wie DU als Frau, die ihren Sohn über alles liebt und schlecht loslassen kann, behandelt werden würde und was DICH dazu bringen könnte, ein wenig auf die Schwiegertochter zuzugehen und weniger besitzergreifend zu sein. Und dann setze das einfach mal um.

Viel Spaß beim Experimentieren!

Exakt die selben Ideen...
...die du vorgeschlagen hast, hatte ich auch schon gehabt. Ihr zu zeigen dass sie trotzdem noch gebraucht wird,obwohl der Sohn jetzt ne feste Freundin hat. Wir haben Sie z.B. gebeten,aufs Kind aufzupassen damit wir kurz einkaufen gehen konnten, auch hat sie schon mal Wäsche von mir mitgewaschen. Das war aber schon einige Wochen her. Auch hab ich sie schon um Rat gefragt da sie sich mit Homöopathie usw auskennt. Jedoch wird es aber mit der Zeit grad immer heftiger. Es scheint mir, als wären die Verlustängste der Eltern immer größer, je länger wir zusammen sind.
Auch hat sie vor einigen Wochen am Tisch erzählt dass sie seit kurzem wegen Angstzuständen(weiß aber nicht auf was die Angstzustände bezogen sind) in psychologischer Behandlung sei. Als ich nachgehakt habe meinte sie sie fühle sich nutzlos und hätte Angstattacken.
Vielleicht wollte sie ihn damit auch nur unter Druck setzen?

Wie gesagt, es wird tagtäglich schlimmer und hat mit unserem letzten Wochenende echt den (bisherigen) Höhepunkt erreicht....

Die Frage ist halt wie weit es noch gehen soll und ob sich durch "ruhighalten" wirklich was ändern kann, da er ja sowieso nichts ändern will und die Eltern ebensowenig...

Ach ich weiß einfach nicht mehr weiter.


@evita4ka: ich kann das gut nachvollziehen was du sagst. ein guter Freund hat mir gesagt ich solle mir das nicht gefallen lassen und mich von ihm trennen.
Nur mach ich mir halt Gedanken ob ich mir von den Eltern meine Beziehung kaputt machen lassen will (was sie dann ja geschafft hätten). Denn das wär echt ein schwerer Verlust, ihn gehen zu lassen....

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17. April 2012 um 13:20
In Antwort auf star31785

Exakt die selben Ideen...
...die du vorgeschlagen hast, hatte ich auch schon gehabt. Ihr zu zeigen dass sie trotzdem noch gebraucht wird,obwohl der Sohn jetzt ne feste Freundin hat. Wir haben Sie z.B. gebeten,aufs Kind aufzupassen damit wir kurz einkaufen gehen konnten, auch hat sie schon mal Wäsche von mir mitgewaschen. Das war aber schon einige Wochen her. Auch hab ich sie schon um Rat gefragt da sie sich mit Homöopathie usw auskennt. Jedoch wird es aber mit der Zeit grad immer heftiger. Es scheint mir, als wären die Verlustängste der Eltern immer größer, je länger wir zusammen sind.
Auch hat sie vor einigen Wochen am Tisch erzählt dass sie seit kurzem wegen Angstzuständen(weiß aber nicht auf was die Angstzustände bezogen sind) in psychologischer Behandlung sei. Als ich nachgehakt habe meinte sie sie fühle sich nutzlos und hätte Angstattacken.
Vielleicht wollte sie ihn damit auch nur unter Druck setzen?

Wie gesagt, es wird tagtäglich schlimmer und hat mit unserem letzten Wochenende echt den (bisherigen) Höhepunkt erreicht....

Die Frage ist halt wie weit es noch gehen soll und ob sich durch "ruhighalten" wirklich was ändern kann, da er ja sowieso nichts ändern will und die Eltern ebensowenig...

Ach ich weiß einfach nicht mehr weiter.


@evita4ka: ich kann das gut nachvollziehen was du sagst. ein guter Freund hat mir gesagt ich solle mir das nicht gefallen lassen und mich von ihm trennen.
Nur mach ich mir halt Gedanken ob ich mir von den Eltern meine Beziehung kaputt machen lassen will (was sie dann ja geschafft hätten). Denn das wär echt ein schwerer Verlust, ihn gehen zu lassen....

Hast Du...
... denn schon mal ganz offen, also wirklich ganz deutlich Wertschätzung von Deiner Seite aus geäußert und gezeigt? Nicht nur: "Danke fürs Aufpassen." Sondern: Ich würde mich gern bei Dir bedanken, ich finds toll, dass Du so kurzfristig eingesprungen bist und ausgeholfen hast und dass ich mich so auf Dich verlassen kann"? Das ist ein Riesenunterschied! Und nicht den Dank über den Freund aussprechen lassen, sondern persönlich.

Was ihre Angstattacken betrifft: Für mich ist es eindeutig, dass sie im Augenblick begreift, dass das mit Dir und ihrem Sohn was Ernstes ist - möglicherweise ernster als mit Deiner Vorgängerin. Unterstell ihr nicht gleich böse Absicht damit, es ist einfach nur ein körperlicher Ausdruck für ihr schlimmes, seelisches Unbehagen. Ihr vor Augen steht unmittelbar der Verlust ihres Sohnes...

Vielleicht funktioniert ja auch der Trick: Bitte sie um einen Rat: Eine Freundin von Dir hat große Probleme mit ihrer Mutter, die es nicht schafft, sie ihr eigenes Leben führen zu lassen. Und Du weißt gar nicht, was Du ihr raten sollst, weil Du selbst keine erwachsenen Kinder hast, ob sie als Mutter eines erwachsenen Kindes Dir nicht mal aus der Perspektive...? etc. etc. Und dann einfach Dank aussprechen für den Ratschlag, ohne darauf einzugehen, dass eigentlich SIE damit gemeint war. Sie wird schon von selbst darauf kommen...

Ich kann Dir nur raten: Hab Geduld und lass Dich nicht aus der Reserve locken. Sei konsequent in Deiner Meinung, aber tu nichts, was boshaft motiviert wäre.

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17. April 2012 um 13:31

...
Jedes Problem kann behoben werden. Das ist die gute Nachricht!

Die schlechte Nachricht: Wenn man von vornherein davon ausgeht, dass "eh nix geht", so wie Du schreibst, dann geht auch nichts.

Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess, der dauert.

Man kann natürlich in seinem Sumpf sitzenbleiben und sich grämen - man kann aber auch aufstehen und was tun.

Die TE muss nicht die Psychologin spielen, sie muss aber auch nicht Krieg spielen, um sich durchzusetzen. Sie sollte einfach sie selbst sein. Dabei hilft schon die Einsicht, dass die meisten Dinge, die passieren, nicht aus böser Absicht passieren oder weil mich die Person nicht leiden kann. Sonder wie gesagt, schlicht und einfach aus Angst.

Von daher kann eine Spirale, wie sie die TE beschreibt, an jeder möglichen Stelle unterbrochen werden. Der Freund kann nicht bei ihr übernachten, weil die Eltern das nicht wollen? Gut, dann ist er eben dort und muss sich selbst damit auseinandersetzen, dass er eigentlich lieber bei ihr wäre... Sie kann sich drüber aufregen und ihm eine Szene machen - sie kann aber auch sagen: Dann mach mal, viele Grüße an Deine Eltern. Und sich einen schönen Abend machen, während er gelangweilt bei den Eltern hockt. Macht sie ihm eine Szene, wird er GERN ihre Wohnung verlassen und von den Eltern natürlich unter ihre Fittiche genommen und getröstet. Und beim nächsten Mal läuft das Ganze wieder genauso ab...

Die Spirale kann unterbrochen werden, eben indem sie ihm KEINE Vorwürfe macht, sondern seinen Wunsch respektiert. Das wird in ihm viel mehr Fragen aufwerfen, ob es jetzt richtig ist, das zu tun, was die Eltern wollen, oder ob es nicht richtiger wäre, das zu tun, was ER will - nämlich bei ihr zu bleiben.

Das nur so als Beispiel.

Und nein, ich finde nicht, dass ich der TE unbegründete Hoffnung mache. Familiensysteme sind veränderbar, nicht statisch. Man kann immer etwas tun, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

Der Spruch ist alt, aber immer noch stimmig: Wie es in den Wald ruft, so schallt es auch heraus. Oder: Man erntet, was man sät.

LG

LG

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17. April 2012 um 13:49

Fast identisch bei mir
Kann das ganz genau nachempfinden, gerad das mit dem zusammenziehen. Hatte das gleiche Problem. Mein Partner hat sogar mit seiner Family im gleichen Haus, nur zum Glück nicht in der gleichen Wohnung.

Auf jeden Fall, das selbe Theater, bin dann aus Liebe auch noch zu ihm gezogen, war ein riesen Ärger, mit der Familie und am Ende auch bei uns.

Hab ein Ultimatum gestellt, entweder wir ziehen so schnell wie möglich aus oder ICH ziehe aus.

Nach 1einhalb Wochen waren wir dann in unserer neuen Wohnung. UND DAS obwohl ich auch hören musste, die Bindung zu den Eltern ist so stark und einer muss ihnen ja helfen und wie sollen die allein klar kommen mit den "Kleinen"...

Also wenn er dich liebt, schafft ihr das schon zusammen, im nachhinein (der Auszug war November 2011), weiß er selbst das er sich damals blöd verhalten hat.

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17. April 2012 um 18:13

Meiner Meinung nach...
... irrst Du, was die TE betrifft. Sie ist in dem System ein Hauptbestandteil - wie die anderen auch. Dadurch, dass sie hinzugekommen ist, kommt Bewegung in das bisherige, starre System. Dass das den anderen nicht unbedingt passt, sieht man doch an den Reaktionen der Eltern. Warum und wieso das so ist, dass meiner Ansicht nach Angst vor Veränderung dahintersteckt, habe ich unten schon geschrieben.

Was ich vorgeschlagen habe, sind keine Experimente, sondern sollten im Grunde genommen Bestandteile des alltäglichen Miteinanders sein. Und nicht aggressives Vorgehen, so wie Du es vorschlägst.

Der Freund der TE steckt meines Erachtens schon in einer Veränderungsphase. Es ist ja nicht so, dass er sein Leben noch genauso leben würde wie vor der TE. Er merkt durchaus, dass da was nicht rundläuft. Mit aggressiven Forderungen erreicht man NIE das, was man gerne hätte - im Gegenteil. Das erzeugt Druck, und genau der kommt in Form von Gegenaggressionen zurück. Das Ganze würde sich noch mehr hochschaukeln als sowieso schon. Wozu sollte das gut sein?!

Ich rate der TE ja nicht, dass sie sich alles gefallen lassen soll. Es ist gut, wenn man sagt, was einem nicht passt. Es kommt aber dabei auch auf den Tonfall an. Anstatt ihrem Freund Vorwürfe zu machen, dass er sich so von seinen Eltern diktieren lässt und lauter Forderungen an ihn zu stellen, wie er ihren Wünschen und ihren Bedürfnissen zu entprechen hat, könnte sie ihn auch fragen, wie sie ihn in seinem Zwiespalt den Eltern gegenüber unterstützen könnte, was ihm helfen könnte, etwas mehr Abstand von den Eltern zu kriegen. Es wurde ja bereits deutlich, dass ihm das Verhalten seiner Mutter auch nicht passt. Von daher... Wenn ein Mensch spürt, dass der andere durchaus bereit ist, ihm zur Seite zu stehen - und nicht gegen ihn arbeitet, was die Folge Deiner Vorschläge wäre - wird dies auch letzendlich dazu beitragen, dass die Wünsche der TE nach mehr Unabhängigkeit ihres Freundes von seinen Eltern erfüllt werden. Anstatt: Ich will aber, dass Du... zu brüllen, könnte sie ihm sagen: Ich unterstütze Dich dabei, damit Du...

Der Unterschied ist ein kleiner, aber feiner.

LG

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17. April 2012 um 20:43

Letztlich spiel es keine Rolle
wer die Schuld trägt. Mag sein, dass es die Eltern sind, die ihren Sohn jahrelang dermaßen an der Knute hielten, dass er heute keine eigene Meinung hat; mag sein, dass er schlicht und einfach ein passiver Mensch ohne Kampfgeist ist und bevorzugt den Weg des geringsten Widerstandes geht.
Das ist eine Charakterfrage.

Die Frage ist doch: wie gehst DU damit um? Kannst DU auf Dauer mit einem Menschen zusammen sein, der sich dermaßen gängeln und in sein Leben hereinreden lässt? Ich denke nicht, ansonsten hättest du hier nicht Rat gesucht.

Dein Freund hat unmissverständlich klargemacht, nicht wegziehen zu wollen, damit auch die Rangfolge klargestellt: erst kommen die Eltern, danach seine Beziehung.
Kannst du damit leben? Möchtest du so leben?
Falls ja, wunderbar.
Falls nein, beende es. So hart es klingt und du jetzt wahrscheinlich denkst: die haben ja alle gut reden. Sicher, es ist immer leichter, anderen Ratschläge zu erteilen, als sie selbst zu befolgen

Fakt ist, dass seine Mutter/Eltern sich kaum mehr ändern werden und dein Freund keine Notwendigkeit sieht, sich von ihnen zu distanzieren oder Grenzen zu setzen.
Ergo: es liegt an dir, das mitzumachen.

Jeder Mensch hat die Wahl, immer. Dein Freund hat sich entschieden. Die Frage ist, wie DU dich entscheidest.

Liebe Grüße, Rullgardina

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18. April 2012 um 0:02

Schlimmer wie einen Sack Flöhe hüten
wenn er sich schon nicht abnabeln kann oder/und willl...tu Du es..mit DEM wirst Du eh nie glücklich werden.

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18. April 2012 um 0:04
In Antwort auf tyche26

...
Jedes Problem kann behoben werden. Das ist die gute Nachricht!

Die schlechte Nachricht: Wenn man von vornherein davon ausgeht, dass "eh nix geht", so wie Du schreibst, dann geht auch nichts.

Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess, der dauert.

Man kann natürlich in seinem Sumpf sitzenbleiben und sich grämen - man kann aber auch aufstehen und was tun.

Die TE muss nicht die Psychologin spielen, sie muss aber auch nicht Krieg spielen, um sich durchzusetzen. Sie sollte einfach sie selbst sein. Dabei hilft schon die Einsicht, dass die meisten Dinge, die passieren, nicht aus böser Absicht passieren oder weil mich die Person nicht leiden kann. Sonder wie gesagt, schlicht und einfach aus Angst.

Von daher kann eine Spirale, wie sie die TE beschreibt, an jeder möglichen Stelle unterbrochen werden. Der Freund kann nicht bei ihr übernachten, weil die Eltern das nicht wollen? Gut, dann ist er eben dort und muss sich selbst damit auseinandersetzen, dass er eigentlich lieber bei ihr wäre... Sie kann sich drüber aufregen und ihm eine Szene machen - sie kann aber auch sagen: Dann mach mal, viele Grüße an Deine Eltern. Und sich einen schönen Abend machen, während er gelangweilt bei den Eltern hockt. Macht sie ihm eine Szene, wird er GERN ihre Wohnung verlassen und von den Eltern natürlich unter ihre Fittiche genommen und getröstet. Und beim nächsten Mal läuft das Ganze wieder genauso ab...

Die Spirale kann unterbrochen werden, eben indem sie ihm KEINE Vorwürfe macht, sondern seinen Wunsch respektiert. Das wird in ihm viel mehr Fragen aufwerfen, ob es jetzt richtig ist, das zu tun, was die Eltern wollen, oder ob es nicht richtiger wäre, das zu tun, was ER will - nämlich bei ihr zu bleiben.

Das nur so als Beispiel.

Und nein, ich finde nicht, dass ich der TE unbegründete Hoffnung mache. Familiensysteme sind veränderbar, nicht statisch. Man kann immer etwas tun, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

Der Spruch ist alt, aber immer noch stimmig: Wie es in den Wald ruft, so schallt es auch heraus. Oder: Man erntet, was man sät.

LG

LG

Nein,da ändert sich so schnell nix,
dafür sind die Eltern zu alt und zu fest gefahren. und betrachten den einzigen Sprössling als BESITZ....gaanz schlecht.

DAS Problem..behebt sich nicht..jedenfalls nicht die nächsten 20Jahre..es sei denn..Bub wandert nach USA:Neuseeland oder Australien aus

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18. April 2012 um 13:19

@evita4ka
Entschuldige, aber ich habe keine Lust, mit jemandem zu diskutieren, der so einen aggressiven Tonfall drauf hat.

Bringt es Dich weiter, wenn Du so mit jemandem sprichst? Würdest Du es toll finden, wenn jemand so aggressiv mit Dir redet? Überleg doch selbst mal, wie jemand mit DIR umgehen muss, damit Du gesprächsbereit bist, und wie jemand auf keinen Fall zu Dir kommen darf, damit nicht schon von vornherein die Rolläden bei Dir runtergehen - und bitte, nicht aus Trotz behaupten, dass Du's toll findest, wenn Dir einer mit aggressiven Sprüchen kommt, Dich anbrüllt und Du dann springst, wenn einer "hopp".

Wohl kaum, oder? Und genau das ist der Punkt. Warum alles mit so einer unbegründeten Aggression angehen? Warum von vornherein behaupten: "Da geht nichts mehr", alles "Hippie-Gefasel"?? Ohne es JEMALS SELBST ausprobiert zu haben?

Mir persönlich hat diese veränderte Sicht der Dinge - auszuprobieren, was geht, anstatt von vornherein, ohne was getan zu haben, rumzumotzen und rumzuseiern, dass gar nichts geht - mittlerweile so viel mehr gebracht. Auch in Fällen, wo andere eben noch im Vorfeld gesagt haben: Da ist nichts mehr möglich! Und es ging doch! Und dann erst recht.

Du solltest mal Deine ganze negative Sicht der Dinge überdenken. Das Leben ist zwar kein Ponyhof, aber ein Friedhof ist es auch nicht! Da kommt man noch früh genug hin und muss nicht zu Lebzeiten alle Möglichkeiten für Lebendigkeit für tot und begraben erklären. Genauso kommt nämlich rüber, was Du schreibst: Hoffnungslos und frustriert.

LG

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18. April 2012 um 13:50

Na...
... wenn ich Dich erheitere, dann ist das doch schon mal etwas...

Und sorry, aber es ist so - alles, was Du der TE bisher geraten hast, war eher wenig hilfreich. Ich denke nicht, dass es der TE helfen wird, wenn man ihr sagt: Trenn Dich. Das wird eh nix. Auch wenn Du es nicht glauben magst, ich denke schon, dass man so eine Verhaltensspirale, wie von der TE beschrieben hat, auch unterbrechen kann. Das erfordert natürlich Mut zum Risiko und wird alles auch nicht von einem Tag auf den anderen toll. Aber Schritt für Schritt durchaus. Und es gibt genug Beispiele, in denen es funktioniert.

Jeder Mensch möchte gebraucht werden, nett und freundlich behandelt werden, das Gefühl haben, dass sein Leben einen Sinn macht. Fehlt ihm das alles oder droht ihm, sein Lebensinhalt verlustig zu gehen, dann wird er aggressiv und verteidigt, wo das gar nicht nötig wäre. Genauso im Fall der TE.

Was Deine Fragen betrifft: Sorry, aber die Diskussion ist so unübersichtlich, dass ich diese vermutlich überlesen habe oder schlicht und einfach als solche nicht wahrgenommen habe... War keine böse Absicht.

Was den Tonfall betrifft: Der war bisher schon sehr angriffslustig. Möglicherweise nicht von Dir beabsichtigt und möglicherweise habe ich auch unverdient was abbekommen, so ein Stellvertreterdings... Von daher will ich da "gnädigerweise" jetzt auch nicht mehr drauf rumreiten.

Letztendlich finde ich es, wie sicherlich jeder, schön, dass jemand, in diesem Fall Du, sich die Mühe macht und auf meine Beiträge zu reagieren - auch wenn sie viel Kritik beinhalten. Dennoch danke!

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18. April 2012 um 15:53

Die Erheiterung...
... geht weiter. Na schön... Wenn Du das so siehst, dann gönne ich Dir das. Ganz ehrlich.

Dennoch halte ich an meiner Einstellung weiter fest. Die TE IST zum Glück nicht aggressiv - und wird hoffentlich Deine Ratschläge in dieser Hinsicht auch nicht befolgen. Das wäre ihr zu wünschen.

Man kann Dinge auch anders erreichen als mit aggressiven Forderungen: Wenn Du so nicht... dann passiert aber... bla.

Zielführend wäre es, die Beziehung zur Zufriedenheit beider Partner erhalten zu können - mit Verständnis und der Rückbesinnung darauf, dass niemand als perfekter Mensch auf die Welt kommt.
Nicht zielführend wäre es, die Beziehung mit einer Wenn-dann-Erpressung zu beenden: Entweder Du haust bei Deinen Eltern auf die Kacke - oder ich hab Dich nicht mehr lieb und bin weg! Wer geht schon gerne auf diese Art emotionale Erpressung ein? Du etwa? Auch wenn Du wüsstest, Du müsstest tatsächlich das Verhältnis zu Deinen Eltern ändern? Und dann - wenn Du auf die Erpressung eingegangen bist - hast Du ein gutes Gefühl dabei? Friede, Freude, Eierkuchen? Wohl kaum!

Zu Deiner Information: Ich bin alt genug - 39 - und habe in meinem Leben auch schon die ein oder andere schlimme Sache durchmachen müssen. Und dabei festgestellt, dass mich emotionale Erpressung mit Sicherheit NICHT weitergebracht hat.

Weißt Du, es ist eine Sache, ob man beispielsweise einen gewalttätigen Mann an seiner Seite hat- in so einem Fall würde ich SOFORT sagen: Vor die Tür setzen und das Ganze so schnell wie möglich beenden, nie nie wieder auf so jemanden einlassen! Aber es ist was anderes, ob man einen Menschen an der Seite hat, den man liebt, der einen auch liebt, der insgesamt ein fürsorglicher und lieber Mensch ist, der aber schlicht und einfach das Problem hat, klipp und klar Grenzen zu ziehen. Soll man einen geliebten Menschen dafür bestrafen, indem man Schluss macht? Darf man ihn emotional erpressen, indem man Forderungen stellt, die für einen selbst leicht zu erfüllen wären, für den anderen aber von einem Tag auf den anderen nicht machbar sind, weil ers NICHT GELERNT hat, man selbst aber Perfektionistmus erwartet?

Ich denke, ich habe keine Lust mehr, weiter mit Dir darüber zu schreiben. Ist wirklich nicht böse gemeint, aber Du scheinst mir weit davon entfernt, nachvollziehen zu können, was ich meine, und bringst auf alles, was ich schreibe, lediglich sarkastische, herablassende Kommentare. Das ist mir im Augenblick einfach keine Erwiderung mehr wert. Ich weiß, dass auf dieses Posting auch wieder eine herablassende Erwiderung folgen wird - wenn es Dir Befriedigung/ Erleichterung bringt, dann sei es Dir ernsthaft gegönnt.

LG

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18. April 2012 um 17:02

Feedback....
Erstmal danke für alle Antworten bis hierher!
Ich habe ihn gestern mal darauf angesprochen, dass ich der Meinung bin dass sich seine Eltern viel zu viel einmischen und eben immer wenn wir gemeinsam Zeit verbringen möchten(sei es der Wochenendtrip oder als er letztens ne Woche Urlaub hatte-war ne ähnliche Geschichte) Terror machen.
Er hat ziemlich gelassen reagiert,aber auch gemeint dass wenn er seiner Mutter noch diesen letzten Lebensinhalt wegnimmt(sprich seine Arzttermine usw,essen kochen, waschen usw) "dann hat sie NICHTS mehr". Und da sie ja deshalb (weil sie sich so nutzlos fühlt) sowieso schon in psychologischer Behandlung ist würde das dann noch schlimmer usw.

Letzendlich werd ich erstmal auf Abstand gehen. Ich hab ihm das auch so gesagt dass es besser ist er lebt sein Leben weiter und ich lebe meines weiter, alles weitere wird sich zeigen.
Hat er so hingenommen und auch schon ging das Telefon, ob er schon endlich losgefahren sei(nachdem er 15 Minuten bei mir war)....
Ich hab tatsächlich auch das Gefühl das alles bringt nichts.

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18. April 2012 um 17:07
In Antwort auf coleen41

Nein,da ändert sich so schnell nix,
dafür sind die Eltern zu alt und zu fest gefahren. und betrachten den einzigen Sprössling als BESITZ....gaanz schlecht.

DAS Problem..behebt sich nicht..jedenfalls nicht die nächsten 20Jahre..es sei denn..Bub wandert nach USA:Neuseeland oder Australien aus

...
USA oder Australien wäre ne super Idee....

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18. April 2012 um 20:13

...
Das Problem sind in erster Linie nicht die Eltern, sondern dein Freund. Würde es wohl nicht lang mit diesem Muttersöhnchen aushalten. Selbst wenn du ihn irgendwie dazu bringen könntest, selbstständig zu werden, wirst du für seine Eltern immer nur die Böse sein.

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19. April 2012 um 16:43

Es kommt ja noch schlimmer...
Es ist glaub ich wirklich an der Zeit das Ganze zu beenden.

Ich trau mich kaum das hier zu schreiben, weil es so verrückt klingt dass man es mir wohl kaum glauben wird....
Er hat einen Geschäftswagen(2-Sitzer Smart und ich hab ja ein Kind) und einen Privaten (VW Golf,irgendne Sport-Variante, 30.000 Euro). Er hat bereits 20.000 an/bzw.abgezahlt und den Rest zahlt er seit einem Jahr in monatlichen Raten.
SEINE ELTERN haben nun entschieden, da er ja seit einiger Zeit das Geschäftsauto habe, dass SIE sein Auto von nun an "übernehmen". Dafür würden sie auch die restlichen Raten zahlen. Das Thema war vor einigen Wochen schonmal da, er meinte dann aber das sei vom Tisch da wir ja am Wochenende auch gemeinsam alle was unternehmen wollen. Gestern eröffnete er mir dann dass er ja am Wochenende das Auto abgibt da sie es ja so wollen.
Ich sagte dann dass wir dann in Zukunft nichts mehr unternehmen können, er: "Alles kein Problem, meine Mutter sagt ich kann jederzeit fragen ob ich das Auto haben kann"

Das ist doch krank, was wollen die alten Rentner mit der Sportversion vom VW Golf, das ist doch nur damit sie kontrollieren können und er vorher fragen muss wann er wo hin geht und warum.

Ich bin sooooo durch mittlerweile...

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19. April 2012 um 17:28

Hier sind ja schon ganz viele Antworten
eingegangen aber jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu. Puhhhh...sag ich mal..aber das kommt mir bekannt vor..das sind doch meine Elter...halt und die von meinem Partner!!! Nein Schwerz beiseite, aber gerade weil ich das gut kenne weiß ich wie schwer es ist da Abstand reinzukriegen ohne die Eltern dann zu verlieren. Ich habe 6 jahre gebarucht und 600 km Abstand um das es jetzt einigermaßen geht! Trotzdem Dein freund muss ganz schnell die Handbremse ziehen er ist schon ein bisschen alt mit 33..ich war damals glaub ich 24 25 Jahre alt wo ich mich gelöst habe...ich habe heute noch Problem weil meine eltern es immer noch schaffen mich emotional zu erpressen! Ich schreibe das hier deshalb weil nicht immer nur der wille zählt! Es ist harte arbeit mit solchen Eltern die über das Kind ihre eigenen unerfüllten Wünsche auslben und zwar die totale Kontrolle!!!!! Kopf hoch aber das Du erstmal Deins machst find ich super! Ich würde ihm aber trotzdem mal anbieten das Du ihm hilfst er aber echt jetzt die Nabelschnur mal trennen muss. Alles ander was Du hier so berichtet hast wie die Eltern drauf sind...geht gar nicht!!!! Kenn ich aber leider leider...vorallem das mit dem Auto...meine Eltern haben nämlich mein altes Auto noch..da hatte ich nix zu melden..ohne Witz!

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