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Einschätzung

17. September 2004 um 14:59

Guten Tag,

wie würdet Ihr eine Frau einschätzen, die 36 Jahre ist, 8 Jahre mit einem Mann zusammen war, der nie mit ihr zusammenziehen wollte, weil es zu oft Streit gab, er trennte sich, danach 4 jahre Beziehung, selbes Schema, er hatte seine feste Wohnung und kam manchmal tagelang nicht wieder, wenn es Streit gab, trennung von ihm aus, danach 2 jahre beziehung, er wollte auch nicht mit zusammenleben, weil sie anstrengend und stressig, misstrauisch war (neben einigen guten Seiten natürlich). (Also 3 Beziehungen, drei Männer)
Denkt ihr, die Frau klingt nach "beziehungsunfähig"?
Oder sie wünscht sich sehr eine gemeinsame Beziehung mit Wohnung (Kinder wollte sie wohl nie), aber einfach mal jemanden, der zu ihr steht.
Sie sieht wohl immer mal ein,welche fehler sie macht (Motto Zuckerbrot und Peitsche bis die Männer davon sind, danach fleht sie wiede rum deren Rückkehr), was ich als bekannte nur bestätigen kann, trotzdem mag ich sie natürlich.
Sie sagt immer, sie wäre sooo glücklich alleine zu leben, ich glaube ihr das aber nicht.

Habt Ihr sowas auch mal erlebt und lebt deswegen immer noch alleine? Ist es nicht immer schwerer, sich doch mal auf jemanden einzulassen, mit einem zusammen zu wohnen, nach jahrelangem Alleine leben?

Würde mich mal interessieren.
ich kenne beides und komme mit beidem gut klar.
Liebe Grüße
Jen

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17. September 2004 um 16:04

Also...
...ich war 10 jahre mit einem mann zusammen und wir haben auch nicht zusammen gelebt.

mit meinem jetzigen partner bin ich 2,5 jahre zusammen und seit über einem jahr leben wir auch zusammen. ich hatte am anfang auch meine bedenken ob ich mir in phase des alleine wohnens nicht zu viele macken zugelegt habe. aber ich war dann doch erstaunt wie gut es klappt. klar, gab es einige unstimmigkeiten...aber die waren schnell gelöst. finde es schön mit meinem partner zusammen zu leben. ab und zu brauche ich auch zeiten in denen ich mich zurück ziehen kann, deshalb haben wir uns auch eine recht große wohnung gegönnt, so dass jeder platz für den rückzug hat.

liebe grüße

tigerle

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18. September 2004 um 16:45

Naja,
zum Glücklichsein brauchts nicht (immer oder grundsätzlich)einen Partner.

Alleine wohnen,länger,da hat man so seine Gewohnheiten und Macken,ist aber auch fähig,es allein mit sich auszuhalten und somita auch wieder offen,ne Beziehung zu beginnen und einiges besser machen zu können als in der Vergangenheit.
Nur so als Beispiel...

Wenn Deine Freundin so ne Extreme ist und sie weiss es,dann ist es ja kein Problem.
Ihre Freunde kennen ihre Macken und ihre Partner leben damit oder auch nicht,und es geht wieder auseinander.

Jeder kann nach seiner Facon glücklich werden,und das umso mehr,als dass er sich nicht von irgendwelchen "Tugend-oder Moralwärtern"aufschwatzen lässt,was man zu tun oder zu lassen hat.
Mich erschreckt manche Intoleranz zutiefst,auch manch festgefahrene Vorstellungen von Leben und Zukunft,auch -wie sie hier manchmal beschrieben werden.
Andererseits denke ich dann wieder,wenn es für denjenigen ok ist,dann ist es auch ok. Mein Problem ist es ja nicht.
Wenn es hier zur DIskussion gestellt wird,ist es anscheinend doch ein Problem für manche,mit ihren Vorstellungen an Grenzen zu stossen und nicht den Blick nach vorne entwickeln zu können,wie man Dinge,Lebensmuster, Lebensabschnitte und auch Partnerschaften glücklich gestalten kann.
Es kann so einfach sein,und manchmal macht man es sich unnötig schwer,weil man nicht akzeptieren will,dass der andere auch Mensch ist mit Wünschen,Träumen +Vorstellungen,und auch nur glücklich sein möchte.
Man hat nur dieses eine Leben;mit tut es oft weh zu lesen,wie grausam es sich manche gestalten oder welche Dinge da abgehen,sofern vieles nicht FAkes sind und Wichtigtuereien.

Ich war lange alleine,lebe mittlerweile in 2ter Ehe eine Distanzbeziehung und bin sehr zufrieden.
Ich habe einen sehr lieben und einfühlsamen Mann,tolerant und verständnisvoll.
Das kam nicht von alleine,das war auch Arbeit.
Wir bleiben dran und vergessen nie,uns einander öfter nahe zu bringen,wie wichtig wir einander sind und ohne einander nicht mehr sein möchten.
Es geht ganz gut.
Unabhängigkeit+Freiheit+Beziehung versus Distanz.
Da bin ich aber die seltene Ausnahme,viele Frauen könnten das nicht.
Ich geniesse meine Unabhängigkeit und mein schönes befreites Leben.
Mit Mann geht das auch

LG Brunhilde

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