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Einsamkeit in Fernbeziehung

10. Mai 2013 um 11:44

Hallo ihr Lieben,
ich weiß, dass dieses Thema hier schon oft Diskussion war und mit einem Blick auf andere Foren, bin ich noch nicht einmal sicher, ob dies ein wirkliches Problem ist, aber ich möchte mir das einfach mal von der Seele schreiben.
Ich bin seit knapp zwei Jahren in einer Fernbeziehung, wir wohnen 450 km auseinander. Wir versuchen uns möglichst wirklich jedes Wochenende zu sehen, aber da er Student ist und ich grad in meiner zweiten Ausbildung ist es des Geldes wegen auch schon mal nicht möglich.
Auch wenn wir nicht mehr ganz frisch zusammen sind, weine ich jedesmal beim Abschied. Ich flehe ihn teilweise an noch zu bleiben, obwohl ich mich selber hinterher wie ein kleines Kind fühle.
Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch, ich habe einen tollen Job, einen kleinen aber dafür sehr feinen Freundeskreis und eine tolle Familie. Also habe ich eigentlich auch genug positives um mich herum, wenn ich ihn nicht sehe.
Dennoch ist es so, dass, seit ich ihn kenne, immer tiefer in ein Loch falle. Natürlich nur wenn er nicht da ist.
Ich weine jeden Abend, ich verkrieche mich im Bett, ich habe keine Motivation mich mit meinen Mädels oder meiner Familie zu treffen. Ich bin neidisch wenn meine Freundin oder meine Schwester irgendwas von ihren Beziehungen erzählen (sie leben beide mit ihren Partnern zusammen), obwohl ich ihnen ihr Glück doch gönnen möchte. Keiner kann schließlich etwas dazu, dass zwischen mir und meinem Freund so viele Km liegen. Es ist schrecklich schwer, mit jemanden darüber zu reden. Die typischen Standardfloskeln z. B. von meiner besten Freundin ("Ihr seht euch doch nächste Woche wieder", "Es ist doch nicht für immer" usw.)kann ich nicht mehr hören, weil die anderen in meinem Umkreis überhaupt nicht wissen wie das ist. Ich kann nicht einfach schnell zu ihm, wenn ich Lust habe. Ich kann mich nicht einfach zu ihm kuscheln, wenn ich traurig bin. Das macht mich so fertig.
Ich kann mich natürlich bei ihm ausheulen, er hört mir immer zu und ist ja auch traurig, wenn wir uns nicht sehen. Jedoch ist er viel stärker als ich. Und ich merke, dass er auch langsam nicht mehr weiß, womit er mich trösten soll, wenn ich mal wieder am Telefon weine, weil ich mich so einsam fühle. Ich werde dann auch schonmal echt gemein und werfe ihm vor, dass er das alles zu locker sieht und es ihm nicht ausmacht, mich nicht zu sehen o.ä., obwohl ich genau weiß, das das Quatsch ist.
Kurzum, ich möchte nicht so sein, wie ich in diesen Momenten bin. Ich habe tierische Angst, ihn mit meinem Gezicke zu verlieren oder das sich meine Depri-Phasen in richtige Depressionen verwandeln.
Wie gesagt, ich weiß, dass ich hier kein neues Thema anspreche und falls ihr mich für egoistisch, übertrieben o.ä. haltet, dann antwortet einfach nicht
Wollte es nur einfach mal los werden...
Vielen Dank und viele Grüße.

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10. Mai 2013 um 20:10

Im Herbst
ist es geplant Also im Sommer schreibt er seinen Bachelor und hat dann mal gesagt, dass er dann hier runter kommen würde, deswegen versuchen wir nun so zu planen. Ist ja auch immer so eine Sache ob er einen Job findet, obwohl er hier unten immerhin schon ein Angebot für einen Job als freier Mitarbeiter hat. Mal sehen... Bin ja eher ein Pessimist, er ist der optimistische Part
Einen großen Rat kann man da sicher auch nicht geben und wenn ich hier so durch die Foren stöber, denk ich mir, dass ich mich ganz schön anstelle, wenn man bedenkt, was andere für Probleme haben!
Wenn es nur nicht immer so traurig machen würde...

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12. Mai 2013 um 16:18

Aber
das ist doch super! Wenn er im Herbst zu dir kommt, das ist ja dann nicht mal mehr ein halbes Jahr! Kannst du da nicht schon einmal anfangen, den Wohnungsmarkt zu durchforsten, planen wie eure gemeinsame Wohnung eingerichtet ist etc?

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19. Mai 2013 um 9:50

Gleiches Leid
Hallo!
Ich hab leider auch keinen Tip für dich wie es besser wird,
ich kann nur sagen mir geht es ganz genau gleich!
hatte mir das auch etwas leichter vorgestellt!
Manchmal denke ich ,man sollte es beenden damit man wieder gut drauf ist,aber das ist noch nicht zu schaffen!
Lg.Sonja

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6. Mai 2017 um 16:05

Hallo du,
eigentlich ist dein Beitrag schon so lange her, aber mir geht es momentan genauso. Da ich dual studieren liegen zwischen uns entweder 450 km oder 600 km. Ich bin dauer traurig und könnte ständig weinen. Wir sehen uns jedes zweite Wochenende und wenn er z.B wie Heute erzählt, dass er nachher mit Freunden essen geht und weggeht, würde ich gerne mit. Ich gönne ihm des alles, aber ich denke dann immer daran, dass es ihm ohne mich sehr gut geht und mir geht es so elendig. Ich war noch nie so traurig, dass ich jeden Tag mindestens einmal weinen musste und jetzt ist es aber so. Ich lerne für mein Studium und zwischendrin denke ich nur einmal daran und bin schon traurig. Er versucht mich aufzumuntern und wenn ich ihm schreibe, dass ich ihn vermisse sagt er auch das er mich vermisst, aber von alleine kommt nicht irgendwie was. Ich drehe langsam durch. Meine Freundinnen muntern mich auf, aber so langsam kommt auch dieses gefühl lieber daheim alleine zu bleiben als mit jemanden raus zu gehen. Ich habe eigentlich keinen Grund unglücklich zu sein, da mir kaum an iwas fehlt, aber diese innerliche Leere kriege ich einfach nicht weg und zweifel so oft daran, dass er mich wirklich will.. Durch dieses gejammert habe ich auch angst ihn zu verlieren. Es war sogar mal so, dass er keine Kraft mehr hatte für des ganze und nicht mehr wollte und seit da fühle ich mich ihm zwar näher, weil wir es doch geschafft haben, aber irgendwie sind die Zweifel trotzdem da. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.

Liebe Grüße
M.

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1. August 2017 um 7:18

Kann dich gut verstehen...
dein Beitrag ist nun doch schon etwas älter, aber möchte dennoch gerne meine Erfahrung teilen. ich hatte eine Fernbeziehung über Kontinente, nachdem wir zunächst schon einige Monate zusammen lebten. Es war furchtbar die ersten Wochen und furchtbar wenn er ging als er Mal zu Besuch war(er war ca alle 8 Wochen da). so konnte es nicht weitergehen und habe für mich nach Dingen gesucht, die ich gerne mache. Und das ist glaube ich auch das einzige was hilft - das Leben aktiv und eigenständig gestalten. Hobbys finden und aktiv verfolgen. Konzentriere dich auf die Ausbildung, etc. Am Anfang fällt das schwer, man sich zwingen. Aber irgendwann wirds besser. Anstatt über Kummer wegen der Fernbeziehung zu reden half es mir, über das nächste Wiedersehen zu sprechen. Habt ihr Skype? spricht etwas dagegen Skype über Nacht laufen zu lassen? Wir hatten damals quasi eine Standverbindung - auch das hat geholfen. aber vielleicht ist ja mittlerweile schon alles gut und ihr habt euch liebe Grüße

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15. September um 20:27

Mein bester Tipp nach 4 Jahren Fernbeziehung: Sucht Euch eine neue Beschäftigung, Hobby, Freunde, etc. Macht etwas, was ihr sonst nicht machen würdet! Kurz gesagt, verlasst mal Eure Komfortzone. 

Auf meinem Blog findet ihr übrigens noch mehr Ratschläge: www.liebestal.de

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