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Einsam in meiner Ehe / totale Veränderung

26. Oktober 2013 um 20:07

Hallo ich bin neu hier und weiß nicht mehr weiter

Mein Mann und ich sind erst seit letztem Jahr verheiratet und ich fühle mich einsamer denn je.
Vorher war ich alleinerziehend, ging arbeiten und war soweit glücklich damit. Klar an manchen Tagen wünschte ich mir einen Partner, gesucht habe ich aber nicht mehr, denn allzu oft nutzte man mich nur aus.
Dann lernte ich meinen Mann kennen. Er war einmal sehr krank, hatte einen Tumor und klar er wird nie mehr so richtig fit und bekommt Frührente. Als ich ihn kennenlernte war er total lieb, agil, unternehmungslustig und sehr zärtlich.

Seit unserer Hochzeit kann ich ihn nicht wiedererkennen. Er jammert nur noch rum, liegt oder sitzt den lieben langen Tag auf dem Sofa und von Liebe und Zärtlichkeit seit und inkl. der Hochzeitsnacht keine Spur mehr.

Meine Kinder und mich kommandiert er nur noch rum, nichts kann man ihm recht machen. Er gibt mir das Gefühl völlig dumm zu sein, meine Kinder schickt er immer nur in ihre Zimmer.

Er ist einfach nur noch thyrannisch und ich bereue den Tag an dem ich ihn geheiratet habe. Ja ich weiß, das hört sich gemein und schlimm an aber ich bin bereits einmal geschieden und schwor mir damals nie mehr zu heiraten weil ich belogen, enttäuscht und betrogen wurde.

Na toll und jetzt ??? Ich kann mich doch nicht von ihm trennen aber so weiter leben will ich nicht. Er interessiert sich überhaupt nicht mehr für mich, nur noch für seinen Hund und sein Sofa.

Ich bin nur noch traurig, genervt und niedergeschlagen was meine Kinder natürlich auch merken.

Was soll ich machen?? Ich brauche Hilfe. Meine Traurigkeit wird täglich schlimmer und mittlerweile habe ich schon immer das grundsätzliche Gefühl weinen zu müssen. Immer habe ich diesen Kloß im Hals.

Zuhören?? Mein Mann?? Fehlanzeige, ich komme mir einfach nur lächerlich vor wenn er denn während ich mit ihm rede auf seinen Laptop starrt und sein Spiel spielt.

Danke fürs zuhören/lesen, liebe Grüsse Nicole

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26. Oktober 2013 um 23:32

Wie...
...ist das mit dem Tumor? Wo befindet er sich? Vielleicht hat die Verhaltensänderug damit zu tun...??
Das tut mir sehr leid für dich, dass er so zu dir und deinen Kindern ist! Schwer zu ertragen..
Vielleicht solltest du dich mal einer Selbsthilfegruppe für Partner mit schweren Erkrankungen anschließen. Da triffst du Gleichgesinnte und wirst verstanden!
Es ist sehr schade, dass er sein restliches Leben, trotz seiner Familie, so weg wirft und keine Zeit mit euch sondern lieber auf dem Sofa verbringt!
Evtl befindest du dich wegen der permanenten Niedergeschlagenheit und Traurigkeit schon in einer Depression. Es ist sehr belastend mit einem kranken Partner!! Mach dir das klar. Lass dich von einem Arzt bzw. Therapeuten durch checken.
Und wenn du dir alles von der Seele reden musst, dann bitte ihn den PC aus zu machen und dir mal für 10 Min. aufmerksam zuzuhören! Sag ihm wie es in dir aussieht und dann wirst ja sehen wie er reagiert.
Hoffe für dich, dass es sich bessert. Falls nach einer gewissen Zeit keine Besserung eintritt und er sich nicht ändert musst ihm klar machen (am besten schon gleich!), dass das Konsequenzen haben wird!

Wünsch dir alles Liebe und viel Kraft!

LG
Jasmin

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27. Oktober 2013 um 12:27
In Antwort auf odalis_12286804

Wie...
...ist das mit dem Tumor? Wo befindet er sich? Vielleicht hat die Verhaltensänderug damit zu tun...??
Das tut mir sehr leid für dich, dass er so zu dir und deinen Kindern ist! Schwer zu ertragen..
Vielleicht solltest du dich mal einer Selbsthilfegruppe für Partner mit schweren Erkrankungen anschließen. Da triffst du Gleichgesinnte und wirst verstanden!
Es ist sehr schade, dass er sein restliches Leben, trotz seiner Familie, so weg wirft und keine Zeit mit euch sondern lieber auf dem Sofa verbringt!
Evtl befindest du dich wegen der permanenten Niedergeschlagenheit und Traurigkeit schon in einer Depression. Es ist sehr belastend mit einem kranken Partner!! Mach dir das klar. Lass dich von einem Arzt bzw. Therapeuten durch checken.
Und wenn du dir alles von der Seele reden musst, dann bitte ihn den PC aus zu machen und dir mal für 10 Min. aufmerksam zuzuhören! Sag ihm wie es in dir aussieht und dann wirst ja sehen wie er reagiert.
Hoffe für dich, dass es sich bessert. Falls nach einer gewissen Zeit keine Besserung eintritt und er sich nicht ändert musst ihm klar machen (am besten schon gleich!), dass das Konsequenzen haben wird!

Wünsch dir alles Liebe und viel Kraft!

LG
Jasmin


Hallo Jasmin,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe meinen Mann schon *krank* kennengelernt. Den Tumor hatte er vor 11 Jahren in der HWS, ein sehr seltener Tumor. Ich weiß nur von seiner Mutter und Ihm wie schlecht es um Ihn aussah, er nicht mehr gehen konnte und nur noch im Rollstuhl seine Zeit fristete. Er hat sich da raus gekämpft, kann laufen und ist *geheilt*. Er hatte sehr viel Glück, andere schaffen es meist gar nicht, sterben. Wiederum andere bleiben ein Leben lang gelähmt.
Er hat also eine 2.te Chance bekommen und sie auch genutzt.
Klar hat er an manchen Tagen Schmerzen bedingt durch die gebliebenen Spasstiken linksseitig.
Ich bin im übrigen auch nicht fit, nehme Morphine um meine Schmerzen - auch bedingt durch einen Wirbelbruch HWS 7 und eines Bandscheibenvorfalls HWS 5-6 und ein gerade festgestelltes Rezidiv einigermassen zu ertragen.
Aber ich mache dennoch alles, nehme ihm alles ab.
Habe seit 4 Jahren ganz bösen Ärger mit meinem ersten Mann, der mir das Leben zur Hölle macht und kein Ende in Sicht ist - aber darum geht es ja nicht.

Mein Mann ist also wieder gesund, lungert nur rum und den Rest habe ich ja schon geschildert.
Ich habe leider bereits eine schlimme Depression, nehme Citalopram und Amitriptilin um wenigstens schlafen zu können.
Mit ihm geredet habe ich schon unzählige Male. Immer entschuldigt er sich, verspricht sich zu ändern aber nichts passiert.
Meine Kinder sagen: Mama bitte lass uns wieder alleine wohnen, damit Du glücklich bist. Ist das nicht verrückt??? Eigentlich müsste ich froh sein wieder einen Mann zu haben, aber ich erkenne ihn nicht wieder.
Wir sind seit zweieinhalb Jahren zusammen, seit dem 12.12.12 verheiratet und bis zu diesem Tage hat er mich auf Händen getragen. Alles ist vorbei
und ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen, denn ich rede gegen eine Wand und bekomme keine Rückmeldung von Ihm

Was würdest Du an meiner Stelle machen?

Danke und lg, Nicole

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28. Oktober 2013 um 22:22
In Antwort auf sibial_12763121


Hallo Jasmin,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe meinen Mann schon *krank* kennengelernt. Den Tumor hatte er vor 11 Jahren in der HWS, ein sehr seltener Tumor. Ich weiß nur von seiner Mutter und Ihm wie schlecht es um Ihn aussah, er nicht mehr gehen konnte und nur noch im Rollstuhl seine Zeit fristete. Er hat sich da raus gekämpft, kann laufen und ist *geheilt*. Er hatte sehr viel Glück, andere schaffen es meist gar nicht, sterben. Wiederum andere bleiben ein Leben lang gelähmt.
Er hat also eine 2.te Chance bekommen und sie auch genutzt.
Klar hat er an manchen Tagen Schmerzen bedingt durch die gebliebenen Spasstiken linksseitig.
Ich bin im übrigen auch nicht fit, nehme Morphine um meine Schmerzen - auch bedingt durch einen Wirbelbruch HWS 7 und eines Bandscheibenvorfalls HWS 5-6 und ein gerade festgestelltes Rezidiv einigermassen zu ertragen.
Aber ich mache dennoch alles, nehme ihm alles ab.
Habe seit 4 Jahren ganz bösen Ärger mit meinem ersten Mann, der mir das Leben zur Hölle macht und kein Ende in Sicht ist - aber darum geht es ja nicht.

Mein Mann ist also wieder gesund, lungert nur rum und den Rest habe ich ja schon geschildert.
Ich habe leider bereits eine schlimme Depression, nehme Citalopram und Amitriptilin um wenigstens schlafen zu können.
Mit ihm geredet habe ich schon unzählige Male. Immer entschuldigt er sich, verspricht sich zu ändern aber nichts passiert.
Meine Kinder sagen: Mama bitte lass uns wieder alleine wohnen, damit Du glücklich bist. Ist das nicht verrückt??? Eigentlich müsste ich froh sein wieder einen Mann zu haben, aber ich erkenne ihn nicht wieder.
Wir sind seit zweieinhalb Jahren zusammen, seit dem 12.12.12 verheiratet und bis zu diesem Tage hat er mich auf Händen getragen. Alles ist vorbei
und ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen, denn ich rede gegen eine Wand und bekomme keine Rückmeldung von Ihm

Was würdest Du an meiner Stelle machen?

Danke und lg, Nicole

Liebe Nicole!
Bist du denn in ambulanter Therapie? Und falls ja und das nichts gebracht hat würde ich mal eine mehrwöchige Kur machen in einer psychosomatischen Einrichtung. Dein Hausarzt bzw. Therapeut kann dir da weiter helfen und wäre der erste Ansprechpartner. Ist ja bei dir nicht "nur" die Psyche sondern auch das Physische und die Schmerzen.
Wenn du 6 bis 8 Wochen weg bist merkt dein Mann vielleicht was er an dir hat. Wirst ja dann sehen wie er sich dann verhält. Nimm das in Angriff. Wirst sehen, dass es dir danach viel besser gehen wird! Kinder können auch mitgenommen werden!!
Noch eine Möglichkeit wäre es eine Paartherapie zu machen. Weiß ja nicht ob er dazu bereit wäre..? Man hat zumindest jemanden, der mal von "außen" und ganz objektiv auf die Beziehung schaut und Tipps/Ratschläge geben kann. Was ihr dann daraus macht (bzw. ER) ist eure Sache...

Hoffe, dir weitergeholfen zu haben. Berichte mal ob was davon für dich in Frage kommt.

Alles Liebe
Jasmin

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