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Einer ist immer der Verlassene?

3. Mai 2009 um 14:30

Ich habe ein grosses Problem. Was, wenn man eine Trennung ausgesprochen hat, der andere aber nicht loslässt, man das Gefühl hat, der andere geht daran kaputt? Was sollte man tun, wenn es noch soviel zu regeln gibt, man noch in einem Haus wohnt? Man der anderen person beim Verarbeiten helfen will? Wie regelt man sowas? Kann ja kein Dauerzustand sein. Sollte man da etwas härter vorgehen? Wirklich erstmal weg und keinen Kontakt? Gibt es Leute, die an sowas zerbrochen sind? Ich habe tausende Fragen? Es ist alles so schwer. Gibt man sich nicht auf, wenn man nur aus Mitleid alles umschmeisst? Ist es nicht so, dass man dann die Enttäuschung so gross ist, dass man irgendwann selber verlassen wird? Dachte eine Trennung ist einfacher, aber sie lässt mich nicht ziehen... Wie kann ich ihr klar machen, dass sie ohne mich klarkommen muss?

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3. Mai 2009 um 19:02

Tja...
... schwierige Frage. Wenn Du selbst in der Position des Verlassenen wärst, was würdest Du da wollen? Was würde Dir helfen?

Ich denke, vielleicht könnte es ihr helfen, wenn Du zwar für sie da bist, sie tröstest, ihr sagst, dass Du sie immer noch als Mensch und Frau schätzt, aber sie trotzdem auch darauf hinweist, dass ihr nicht mehr zusammen seid, weil es beziehungstechnisch nicht funktioniert, und nicht, weil sie nicht gut genug ist etc.

Stell sicher, dass Freunde/Freundinnen für sie da sind, und reduziere den Kontakt. Irgendwann wird der Schock vorbei sein und sie gewöhnt sich an den Gedanken, dass ihr kein Paar mehr seid und wird sehen, dass es besser so ist. Es wird eine Weile dauern, das ist aber nicht zu ändern. Natürlich tut es einem weh und leid, schuld daran zu sein, dass es einem anderen Menschen so schlecht geht. Aber aus Mitleid sollte man nicht mit jemandem zusammensein, das würde sie wohl auch nicht wollen, so schlecht es ihr auch jetzt gehen mag.

Und an Deiner Stelle würde ich sobald es geht ausziehen bzw. zur Not bei einem Freund übernachten. Vielleicht sollte sie das auch tun, um Abstand zu bekommen. Gemeinsames Wohnen unter einem Dach, obwohl man getrennt ist, ist einfach unerträglich grausam - man sieht den geliebten Menschen täglich, und täglich wird einem klar: Er will einen nicht mehr.

LG

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3. Mai 2009 um 19:06

Das Gewissen macht einem zu schaffen!
Hallo Inlove991, ich weiß ganz genau, wovon Du spricht, mir geht es gerade ebenso mit meinem Mann und meinem Lover geht es so mit seiner Noch-Frau. Du stehst also weiß Gott nicht alleine da mit Deinem Problem. Unsere Partner wollen absolut nicht einsehen, dass unsere Gefühle unter der ständigen sexuellen Ablehnung gelitten haben und wir einfach nicht mehr können, sondern eigentlich nur noch die Trennung bleibt. Wir haben beide psychisch instabile Partner, um deren Seele wir uns sorgen, also alles ähnlich wie bei Dir. Wir haben jetzt beide bei der Evangelischen Kirche um Therapiegespräche gebeten (sind kostenlos), zu denen wir auch unsere Partner mitnehmen wollen, zumindest beim 2. oder 3. Gespräch. Wir hoffen, dass wir unsere Partner mithilfe eines Therapeuten stabilisieren können und die Gespräche auch dazu führen, dass die beiden langsam aber sicher einsehen, dass die jeweilige Ehe am Ende ist. Noch ist allerdings kein Land in Sicht, beide bombardieren uns mit Sprüchen wie: Das kriegen wir doch wieder hin, ich will Dich nicht verlieren...!.Das ist total zermürbend und das schlechte Gewissen und die Angst, dass der andere Dummheiten machen könnte, bringt einen um. Aber können wir aus Mitleid unser Leben ruinieren, auf die Liebe verzichten? Ich glaube, das wäre ein Fehler.
Fakt ist, dass eine Trennung nie human ist für den Verlassenen, aber es gibt sicherlich Mittel und Wege, um es erträglicher zu machen. Einfach dicht zu machen und zu gehen, ist sicher der falsche Weg. Ich denke, wenn man lange zusammen ist, dauert es einfach länger, bis der Verlassene den Schock verarbeitet hat.
Ich habe auch furchtbare Angst, dass mein Mann an dem Ende unserer Ehe zerbrechen könnte und um das zu verhindern, könnte der Therapeut hilfreich sein, hoffe ich zumindest sehr.
Letztendlich bin ich allerdings genauso ratlos wie Du und kann Dir nicht wirklich die rettende Lösung vorschlagen, da mir das große Dilemma, nämlich der endgültige Schritt der Trennung von meinem Mann noch bevorsteht und ich große Angst davor habe.
Mehr tun, als es einfühlsam zu machen und aufzubauen, kann man allerdings nicht und man muss vorsichtig sein, dass der andere einem nicht ein so derart schlechtes Gewissen macht, dass man womöglich selbst an den Schuldgefühlen zerbricht.
Auch aus diesem Grunde will ich den Therapeuten, ich denke, auch ich könnte in dieser Hinsicht etwas Stärkung gebrauchen. Vielleicht ist das ja auch eine Alternative für Dich.
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und schicke Dir liebe Grüße
Katrin

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5. Mai 2009 um 21:55

Verlassen werden ist nicht einfach.....
hallo,

ich kenne das und habe das volle programm durch gezogen.
kinder,haus.frau ging mehrmals fremd obwohl sie mich angeblich liebte,gemeinsam im haus wohnen dann teilweise rosenkrieg etc..... neue freundin,sie trennung vom mann, weil es sexuell nicht mehr so lief und sie sich bei mir geborgen gefühlt hatte und mir sagte so einen mann wie mich hatte sie immer schon gesucht ..da ich durch die kids und haus...eben dass alte leben noch nicht fertig7frei war.
ging sie nach 6 monaten zurück zu ihrem mann.

anfangs gab es noch 2 mal kontakt und ich fühlte mich benutzt von dieser frau .

jetzt sind seit den eigentlichen problem fast zwei jahre vergangen und ich habe jetzt den schritt zum pychologen gemacht um die betätigung zu bekommen. dass ich alles richtig gemacht habe und eigentlich als verlassener die notwendigen schritte mit auszug ,scheidung und den täglichen umgang mit den kids.

es ist ein ganz schön hartes programm für mich als gefühlsmenschen und herzmenschen gewesen.

meine ex partnerinnen wollte alle ein neues leben und sind beide wieder im alten oder in eine neue beziehung geflüchtet.

es gibt kein ratschlag oder patent für solche probleme...

es gibt keinen schalter zum umlegen

so wie ich es gemacht habe ist es bei beiden verkehrt gewesen.

es war eine schwere zeit besonders in der dunklen jahreszeit.

ich habe es geschafft und ich weiß,daß ich zur zeit alleine sehr gut klar komme.

ich lebe jetzt für mich und genieße es mir schöne sachen zu kaufen und nur an mich zu denken.

und irgendwann wird auch wieder der boden unter meinen füssen beben und die schmetterlinge im bauch rum fliegen.

ich habe auch nicht los gelassen und habe gekämpft. meine frau hat sich dadurch entfernt und die zweite hätte es gut gefunden.

aber ihr mann war die ruhe selber ...

aber es ist schön zu sehen dass du gefühle zeigst und gedanken machst.

das hätte ich mir auch gewünscht.

das LEBEN und MENSCHEN brauchen VERÄNDERUNGEN . denn selber verändern sie sich nicht .

charakterzüge werden schon im kindesalter geprägt.






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