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Einen Landwirt als Partner

2. September 2006 um 16:14

Mein Freund ist Landwirt (Haupterwerb) und hat ganz alleine einen großen Hof zu versorgen. Sein Vater ist verstorben, seine Mutter hat einen Vollzeitjob. Er macht also alles selbst.
Wir sind nun seit einem Jahr ein Paar und wir sind sehr froh das wir uns habn. Doch momentan ist seine Zeiteinteilung ein großes Problem für mich geworden. Ich habe das Gefühl, ich komme total zu kurz. Wir wohnen noch nicht zusammen und uns trennen 50km. Ich bin die, die immer fährt, weil er sonst noch weniger Zeit hätte. Ich packe auf dem Hof mit an, ich warte auf ihn weil es mal wieder länger dauerte als geplant, ich lasse mich versetzen und laufe hinter ihm her. Weil es anders nicht geht. Wie schon geschreiben, wir sind froh das wir uns haben und wir halten wirklich zusammen. Für ihn ist es alles nicht einfach. Er hat den Hof geerbt und muß alles dafür geben das der Laden läuft und damit er den Hof halten kann. Er arbeitet wirklich hart. Ich habe festgestellt, das er die moment die er mit mir hat wirklich genießt. Es tut ihm genauso gut wie mir. Wir brauchen uns wirklich nur leider sind diese Momente so selten geworden.
Ich habe zwar Verständniss für das was er tut aber es macht mir doch sehr zu schaffen. Ich habe so ein schlechtes Gewissen weil ich genau weiß wie viel Streß er hat und ich ihm nun auch noch Druck mache, weil ich meine Zeit mit ihm fordere. Ich bin total durchgedreht und weiß garnicht wie das weiter gehen soll.

Geht es hier jemandem ähnlich?
Ich mußte mir das ganz einfach mal von der Seele schreiben. Ich freue mich über antworten.

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2. September 2006 um 17:09

So ist das.
Nimm dir einen Arbeitslosen - der hat Zeit. Oder schraub den egoismus ein stückchen zurück.
Es gibt nun einmal arbeiten die Zeit fordern. Da kann Freundin/Freund heulen und flennen wie ein wasserfall.
Ud wir haben eben so einen korupten saustaat wo jeder der arbeiten will und kann froh ist arbeit zu haben. Wenn du damit nicht klar kommst solltest du die sache nicht noch schlimmer machen und einen Schlussstrich ziehen.

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2. September 2006 um 17:21
In Antwort auf prounreal

So ist das.
Nimm dir einen Arbeitslosen - der hat Zeit. Oder schraub den egoismus ein stückchen zurück.
Es gibt nun einmal arbeiten die Zeit fordern. Da kann Freundin/Freund heulen und flennen wie ein wasserfall.
Ud wir haben eben so einen korupten saustaat wo jeder der arbeiten will und kann froh ist arbeit zu haben. Wenn du damit nicht klar kommst solltest du die sache nicht noch schlimmer machen und einen Schlussstrich ziehen.

Mir fehlen die Worte
Genau so was habe ich nicht gebraucht! Da geht mir echt der Hut hoch.
Was machst du, wenn du deinen Partner in einer Woche einmal gesehen hast und dann auch nur ca. 2 Stunden? Und das nicht 1 x sondern das schon seit Wochen so geht? Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal zusammen etwas unternommen haben! Oh doch, ich weiß, wir waren in der 23Uhr Vorstellung im Kino als der Film "Fluch der Karibik 2" anlief.
Mal ganz davon abgesehen: Wenn man nichts Gutes sagen kann sollte man besser die Fre**e halten. Besonders dann, wenn man keine Ahnung hat.
Und was meinst du, warum ich den Beitrag hier verfasst habe? Weil ich lernen wollte, wie ich meinen "Egoismus" besser durchsetzten kann??? Bestimmt nicht.

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2. September 2006 um 20:00
In Antwort auf kathis

Mir fehlen die Worte
Genau so was habe ich nicht gebraucht! Da geht mir echt der Hut hoch.
Was machst du, wenn du deinen Partner in einer Woche einmal gesehen hast und dann auch nur ca. 2 Stunden? Und das nicht 1 x sondern das schon seit Wochen so geht? Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal zusammen etwas unternommen haben! Oh doch, ich weiß, wir waren in der 23Uhr Vorstellung im Kino als der Film "Fluch der Karibik 2" anlief.
Mal ganz davon abgesehen: Wenn man nichts Gutes sagen kann sollte man besser die Fre**e halten. Besonders dann, wenn man keine Ahnung hat.
Und was meinst du, warum ich den Beitrag hier verfasst habe? Weil ich lernen wollte, wie ich meinen "Egoismus" besser durchsetzten kann??? Bestimmt nicht.

...
Ich finde den Beitrag auch sowas von daneben... einfach ignorieren. Die Person ist wohl sehr frustriert oder sowas.

Kathi: Kann das gut verstehen. Meine Freundin ist seit 2 Jahren in der gleichen Situation wie du.
Du zeigst schon sehr viel Verständnis und dein Freund weiß das sicher zu schätzen. Klar ist das schwer, ruhig und verständnisvoll zu bleiben, wenn man mal wieder versetzt wird oder sonstwas.
Was man da tun kann... tjaaa. Revanchiert er sich denn auch, wenn er es mal kann?
Vl könnt ihr zusammen einen festen Tag suchen, an dem er die Arbeit vl mal für ein paar Stunden abgeben kann?
Oder, du schriebst, du wohnst NOCH nicht bei ihm. Würdest du denn gerne bei ihm wohnen? Dann würde das vl auch entspannter werden, weil ihr euch zumindest von abends spät bis morgens früh sehen/nebeneinander schlafen könntet.

Ich bewundere jedenfalls, dass du das kannst - ich wäre schon lange weg, weil ich nicht der Typ für sowas bin
Wünsch euch noch viel Glück.

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2. September 2006 um 20:35
In Antwort auf yamaica

...
Ich finde den Beitrag auch sowas von daneben... einfach ignorieren. Die Person ist wohl sehr frustriert oder sowas.

Kathi: Kann das gut verstehen. Meine Freundin ist seit 2 Jahren in der gleichen Situation wie du.
Du zeigst schon sehr viel Verständnis und dein Freund weiß das sicher zu schätzen. Klar ist das schwer, ruhig und verständnisvoll zu bleiben, wenn man mal wieder versetzt wird oder sonstwas.
Was man da tun kann... tjaaa. Revanchiert er sich denn auch, wenn er es mal kann?
Vl könnt ihr zusammen einen festen Tag suchen, an dem er die Arbeit vl mal für ein paar Stunden abgeben kann?
Oder, du schriebst, du wohnst NOCH nicht bei ihm. Würdest du denn gerne bei ihm wohnen? Dann würde das vl auch entspannter werden, weil ihr euch zumindest von abends spät bis morgens früh sehen/nebeneinander schlafen könntet.

Ich bewundere jedenfalls, dass du das kannst - ich wäre schon lange weg, weil ich nicht der Typ für sowas bin
Wünsch euch noch viel Glück.

Danke
..für deine Zustimmung.

Ja, wir wollen zusammen ziehen. Seine Schwester zieht gerade aus, dann wollen wir mit dem Um- und Ausbauen anfangen und es uns hübsch und gemütlich machen.
Er ist immer da wenn ich ihn wirklich brauche. Wenn irgend etwas passiert ist er da, immer, aber die Arbeit die er dann dafür liegen läßt muß er dann am nächsten Tag wieder dranhängen.
Ich möchte auch, das wir eine feste Kathi-Zeit vereinbaren aber das ist momentan noch nicht möglich. Er muß nach dem Wetter gehen, wegen der Ernte und dem Stroh. Wenn dann das Wetter gut ist, muß er auf den Trecker. Ich fahre zwar oft mit, aber immer kann und will ich auch nicht.
Bis die Wohnung fertig ist wird es noch etwas dauern. Wir wollen viel selber bzw. mit Freunden machen um Kosten zu sparen. Wenn es gut geht klappt es schon im kommenden Sommer. Wenn ich ganz viel Pech hab erst im Winter 07/08.
Ach, ich hab ein richtig schlechtes Gewissen weil ich ihn noch unter Druck setze. Er will ja auch, aber er kann wirklich nicht, das ist das schlimmste. In der vergangenen Woche war er nie vor 22Uhr fertig. Und aufstehen tut er um 6:30 Uhr. Da ist keine Zeit mehr für mich. Aber das macht mich auch so fertig: da ist wirklich keine Zeit für mich. Der Tag hat zu wenig Stunden.
Mittlerweile mache ich mir auch um ihn Sorgen. Gesund ist das ja wirklich nicht was er da macht. Ich hab so einiges über das Burn-Out-Syndrom gelesen. Puh, ich weiß garnicht wie ich damit umgehen soll.

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2. September 2006 um 21:58

Mensch
ist das nicht romantisch...ich verstehe zwar deine Probleme, die durchaus begründet sind, aber so ein Leben auf dem Lande würde mich total verzaubern...wer weiß vielleicht macht er dir bald einen Heiratsantrag und dann seht ihr euch non stop...ich wünsche es Dir
LG

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2. September 2006 um 22:23

Hi Kathis,
ich finde es absolut sch... wie du unten angegriffen wirst.

Aber, ich muss dir sagen, wenn man sich einen Landwirt als Partner aussucht, hat man keine Freizeit. Du wirst immer arbeiten müssen, auch im Winter sofern er Tiere zu versorgen hat. Das Leben einer Bäuerin ist sehr hart. Es beginn im Sommer von 5 Uhr morgens und endet oft gegen 23 Uhr. Deswegen finden viele Landwirte keine Frau.

Eine Lösung fürchte ich, gibt es nicht. Entweder du beißt in den sauren Apfel, oder du trennst dich. Falls du die für eine Trennung entscheidest, warte bitte nicht lange. Denn du hältst deinen Freund davon ab, eine Frau zu finden, der das nicht ausmacht, was ohnehin schon fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Bedenke noch eins: Du verzichtest auf einen Beruf, falls es zur Heirat kommt. Oft vereinbaren die Landwirte Gütertrennung, damit der Hof nicht drauf kommt, im Falle einer Scheidung. Dann hast du praktisch zum Nulltarif gearbeitet und auf ein eigenes Einkommen verzichtet.

Was mich noch interessiert: Kommst du aus der Stadt? Ich meine, wenn du nicht aus der Stadt bist, hättest du eigentlich wissen müssen, was es bedeutet, einen Landwirt als Partner zu haben....

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2. September 2006 um 23:16
In Antwort auf kathis

Mir fehlen die Worte
Genau so was habe ich nicht gebraucht! Da geht mir echt der Hut hoch.
Was machst du, wenn du deinen Partner in einer Woche einmal gesehen hast und dann auch nur ca. 2 Stunden? Und das nicht 1 x sondern das schon seit Wochen so geht? Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal zusammen etwas unternommen haben! Oh doch, ich weiß, wir waren in der 23Uhr Vorstellung im Kino als der Film "Fluch der Karibik 2" anlief.
Mal ganz davon abgesehen: Wenn man nichts Gutes sagen kann sollte man besser die Fre**e halten. Besonders dann, wenn man keine Ahnung hat.
Und was meinst du, warum ich den Beitrag hier verfasst habe? Weil ich lernen wollte, wie ich meinen "Egoismus" besser durchsetzten kann??? Bestimmt nicht.

Dann halt den hut doch fest
Ich habe auch gerade erst eine Fernbeziehung hinter mir. Wir haben uns nur am Wochenende gesehen. Unter der Woche hat dann halt jemand gefehlt. Also haben wir dann die Beziehung beendet (aber immer noch kontakt).
Was willst du groß machen? Mehr als eine lösung suchen könnt ihr nicht. Das könnt nur ihr beide und da kann euch kein Forum helfen. Und wenn ihr keine lösung findet dann liegts an euch wie es weiter geht.
Was erwartest du hier? Beileidsbekundungen? Heul weiter oder tu etwas. Die Welt ist eben grausam.

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2. September 2006 um 23:18
In Antwort auf yamaica

...
Ich finde den Beitrag auch sowas von daneben... einfach ignorieren. Die Person ist wohl sehr frustriert oder sowas.

Kathi: Kann das gut verstehen. Meine Freundin ist seit 2 Jahren in der gleichen Situation wie du.
Du zeigst schon sehr viel Verständnis und dein Freund weiß das sicher zu schätzen. Klar ist das schwer, ruhig und verständnisvoll zu bleiben, wenn man mal wieder versetzt wird oder sonstwas.
Was man da tun kann... tjaaa. Revanchiert er sich denn auch, wenn er es mal kann?
Vl könnt ihr zusammen einen festen Tag suchen, an dem er die Arbeit vl mal für ein paar Stunden abgeben kann?
Oder, du schriebst, du wohnst NOCH nicht bei ihm. Würdest du denn gerne bei ihm wohnen? Dann würde das vl auch entspannter werden, weil ihr euch zumindest von abends spät bis morgens früh sehen/nebeneinander schlafen könntet.

Ich bewundere jedenfalls, dass du das kannst - ich wäre schon lange weg, weil ich nicht der Typ für sowas bin
Wünsch euch noch viel Glück.

Ja irre frustriert
Hast du noch platz auf deiner hobbypsychologencouch?

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3. September 2006 um 8:33
In Antwort auf kathis

Danke
..für deine Zustimmung.

Ja, wir wollen zusammen ziehen. Seine Schwester zieht gerade aus, dann wollen wir mit dem Um- und Ausbauen anfangen und es uns hübsch und gemütlich machen.
Er ist immer da wenn ich ihn wirklich brauche. Wenn irgend etwas passiert ist er da, immer, aber die Arbeit die er dann dafür liegen läßt muß er dann am nächsten Tag wieder dranhängen.
Ich möchte auch, das wir eine feste Kathi-Zeit vereinbaren aber das ist momentan noch nicht möglich. Er muß nach dem Wetter gehen, wegen der Ernte und dem Stroh. Wenn dann das Wetter gut ist, muß er auf den Trecker. Ich fahre zwar oft mit, aber immer kann und will ich auch nicht.
Bis die Wohnung fertig ist wird es noch etwas dauern. Wir wollen viel selber bzw. mit Freunden machen um Kosten zu sparen. Wenn es gut geht klappt es schon im kommenden Sommer. Wenn ich ganz viel Pech hab erst im Winter 07/08.
Ach, ich hab ein richtig schlechtes Gewissen weil ich ihn noch unter Druck setze. Er will ja auch, aber er kann wirklich nicht, das ist das schlimmste. In der vergangenen Woche war er nie vor 22Uhr fertig. Und aufstehen tut er um 6:30 Uhr. Da ist keine Zeit mehr für mich. Aber das macht mich auch so fertig: da ist wirklich keine Zeit für mich. Der Tag hat zu wenig Stunden.
Mittlerweile mache ich mir auch um ihn Sorgen. Gesund ist das ja wirklich nicht was er da macht. Ich hab so einiges über das Burn-Out-Syndrom gelesen. Puh, ich weiß garnicht wie ich damit umgehen soll.

Wenn ihr zusammenzieht
dann doch bald alles in ordnung? freu dich doch darauf, du hast immerhin ein ziel vor augen, auf das du hinarbeitest.

in der landwirtschaft ist arbeit von morgens bis abends normal, dafür ist es eine schöne und ursprüngliche arbeit. wenn du ihm mithilfst, dann ist er eben etwas früher fertig. wenn du nicht mitfahren kannst oder willst, dann mach doch etwas anderes in der zeit - milchküche oder kümmere dich um die hühner oder mach einen kleinen hofladen auf. organisiere ein hoffest zum erntedank mit frischen produkten, mach flyer und werbung dafür, dann kommt mit den touristen ein bisschen extrageld in die kasse. mache führungen und zeige den gästen, wie auf dem hof gearbeitet wird.

sorgen machen brauchst du dir wirklich nicht um ihn - wenn ihn die arbeit glücklich macht, dann ist es die gesündeste arbeit überhaupt - natur, !frische luft!, gesunde produkte, etc.

du brauchst dir nur sorgen um ihn zu machen, wenn du ihn weiterhin unter druck setzt.
wenn du mit ihm zusammenziehen willst, dann mach dir doch einfach mal gedanken, wie du dich in den hof einbringen kannst. z.b. ferienzimmer für gäste, schaubauernhof für kitakinder und schulkinder, hofladen mit hausgemachten produkten, u.s.w.

wenn du einen farmer als mann hast, dann wirst du dich darauf einstellen müssen.
das leben als bauer ist kein zuckerschlecken, aber es ist ein gutes und gesundes leben, solange der beruf spaß macht, wird es da auch kein burn-out geben.
wenn der laden gut läuft, kann man auch über einen knecht nachdenken.
desweiteren hat augenstern absolut recht

kb

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3. September 2006 um 8:47
In Antwort auf kathis

Danke
..für deine Zustimmung.

Ja, wir wollen zusammen ziehen. Seine Schwester zieht gerade aus, dann wollen wir mit dem Um- und Ausbauen anfangen und es uns hübsch und gemütlich machen.
Er ist immer da wenn ich ihn wirklich brauche. Wenn irgend etwas passiert ist er da, immer, aber die Arbeit die er dann dafür liegen läßt muß er dann am nächsten Tag wieder dranhängen.
Ich möchte auch, das wir eine feste Kathi-Zeit vereinbaren aber das ist momentan noch nicht möglich. Er muß nach dem Wetter gehen, wegen der Ernte und dem Stroh. Wenn dann das Wetter gut ist, muß er auf den Trecker. Ich fahre zwar oft mit, aber immer kann und will ich auch nicht.
Bis die Wohnung fertig ist wird es noch etwas dauern. Wir wollen viel selber bzw. mit Freunden machen um Kosten zu sparen. Wenn es gut geht klappt es schon im kommenden Sommer. Wenn ich ganz viel Pech hab erst im Winter 07/08.
Ach, ich hab ein richtig schlechtes Gewissen weil ich ihn noch unter Druck setze. Er will ja auch, aber er kann wirklich nicht, das ist das schlimmste. In der vergangenen Woche war er nie vor 22Uhr fertig. Und aufstehen tut er um 6:30 Uhr. Da ist keine Zeit mehr für mich. Aber das macht mich auch so fertig: da ist wirklich keine Zeit für mich. Der Tag hat zu wenig Stunden.
Mittlerweile mache ich mir auch um ihn Sorgen. Gesund ist das ja wirklich nicht was er da macht. Ich hab so einiges über das Burn-Out-Syndrom gelesen. Puh, ich weiß garnicht wie ich damit umgehen soll.

Das finde ich jedoch ein bisschen bedenklich...
"Er ist immer da wenn ich ihn wirklich brauche. Wenn irgend etwas passiert ist er da, immer, aber die Arbeit die er dann dafür liegen läßt muß er dann am nächsten Tag wieder dranhängen."

darf ich dich fragen, was das für dinge sind die dir passieren, für die er die arbeit liegen läßt - und ob du sie vielleicht nicht nicht doch selber oder mit hilfe von freundinnen lösen kannst?

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3. September 2006 um 10:36
In Antwort auf kalenderblatt

Das finde ich jedoch ein bisschen bedenklich...
"Er ist immer da wenn ich ihn wirklich brauche. Wenn irgend etwas passiert ist er da, immer, aber die Arbeit die er dann dafür liegen läßt muß er dann am nächsten Tag wieder dranhängen."

darf ich dich fragen, was das für dinge sind die dir passieren, für die er die arbeit liegen läßt - und ob du sie vielleicht nicht nicht doch selber oder mit hilfe von freundinnen lösen kannst?

Das war so...
Ich hatte im April ganz komische Ohrgeräusche, ganz plötzlich, einseitig, morgends nach dem aufstehen. Und die gingen nicht weg. Ich war beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt und dann beim Hausarzt. Die konnten nichts finden. Daraufhin habe ich einen MRT-Termin für den nächsten Tag bekommen. Plötzliche, grundlose Ohrgeräusche können Anzeichen für einen Gehirntumor sein. Ich war total aufgelöst und fertig und hatte totale Angst. Da hat mein Freund halt nur das nötigste gemacht und ist zu mir gefahren um mich zu beruhigen. Da brauchte ich ihm wirklich. Die Untersuchung am nächsten Tag zeitgt Gott sei Dank keine Veränderungen. Aber die Angst das ich schwer krank sein könnte war natürlich da. Sein Vater ist vor 3 Jahren an einem Hirntumor gestorben, daher waren wir beide naatürlich besonders besorgt.
Das sind Gründe, wo ich ihn wirklich brauche und wo dann auch mal Arbeit liegen bleibt.

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3. September 2006 um 10:40
In Antwort auf prounreal

Dann halt den hut doch fest
Ich habe auch gerade erst eine Fernbeziehung hinter mir. Wir haben uns nur am Wochenende gesehen. Unter der Woche hat dann halt jemand gefehlt. Also haben wir dann die Beziehung beendet (aber immer noch kontakt).
Was willst du groß machen? Mehr als eine lösung suchen könnt ihr nicht. Das könnt nur ihr beide und da kann euch kein Forum helfen. Und wenn ihr keine lösung findet dann liegts an euch wie es weiter geht.
Was erwartest du hier? Beileidsbekundungen? Heul weiter oder tu etwas. Die Welt ist eben grausam.

Du bit echt voll daneben
Ich hab es hier ihn geschrieben weil ich mich mit Mädels austauschen wollte, denen es ähnlich geht und die eine Lösung gefunden haben. Ich wollte nichts weiter als mich austauschen und mal darüber reden. Kein Mitleid. Ich heule nicht, das siehst du falsch.
Aber auf die Meinung von Leuten wie dir kann ich echt gut verzichten, also behalte deine Meinung doch bitte für dich!

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3. September 2006 um 10:45

Naja
so jemanden mußt du bezahlen. Und das Geld ist recht knapp. Im letzten Jahr hatte er einen Jahrespraktikanten, aber der ist seit Mai fertig. Aber es wird (hoffentlich bald) jemanden geben, der die einfachen Arbeiten übernimmt.
Im Moment läuft so ein Antrag auf Förderung, wenn er den ungelernten,arbeitslosen Nachbarjungen einstellt. Der ist nicht der hellste, kann aber super mit Maschienen umgehen.
Nur auf dem Hof ist trotzdem so viel Arbeit, das er locker 3 Männer 24Stunden am Tag beschäftigen könnte
Nein, wenn es so weit ist, wird es sicher ein wenig besser werden, da hast du schon recht.

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3. September 2006 um 10:52
In Antwort auf augenstern5

Hi Kathis,
ich finde es absolut sch... wie du unten angegriffen wirst.

Aber, ich muss dir sagen, wenn man sich einen Landwirt als Partner aussucht, hat man keine Freizeit. Du wirst immer arbeiten müssen, auch im Winter sofern er Tiere zu versorgen hat. Das Leben einer Bäuerin ist sehr hart. Es beginn im Sommer von 5 Uhr morgens und endet oft gegen 23 Uhr. Deswegen finden viele Landwirte keine Frau.

Eine Lösung fürchte ich, gibt es nicht. Entweder du beißt in den sauren Apfel, oder du trennst dich. Falls du die für eine Trennung entscheidest, warte bitte nicht lange. Denn du hältst deinen Freund davon ab, eine Frau zu finden, der das nicht ausmacht, was ohnehin schon fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Bedenke noch eins: Du verzichtest auf einen Beruf, falls es zur Heirat kommt. Oft vereinbaren die Landwirte Gütertrennung, damit der Hof nicht drauf kommt, im Falle einer Scheidung. Dann hast du praktisch zum Nulltarif gearbeitet und auf ein eigenes Einkommen verzichtet.

Was mich noch interessiert: Kommst du aus der Stadt? Ich meine, wenn du nicht aus der Stadt bist, hättest du eigentlich wissen müssen, was es bedeutet, einen Landwirt als Partner zu haben....

Ja, ich bin Stadtmädel
Ich komme aus der Stadt.
Ich werde auch keine Bäuerin. Ich helfe, wenn ich kann, aber mein Beruf bleibt mein Beruf. Er sucht keine Arbeitskraft in mir, sondern eine Partnerin. Das ist sein Hof, ich helfe und mach und tue, aber ich werde nicht Vollzeit bei ihm "arbeiten". Das verlangt er nicht und das WILL er auch garnicht. Seine Mutter, die auch eingeheiratet hat, ist Bankkauffrau in Vollzeit und es war nie ein Thema ob sie den Job aufgibt um auf dem Hof zu arbeiten. Ich helfe nach der Arbeit oder am Wochenende. Und das ist o.k.
Gütertrennung ist denke ich vollkommen normal. Das sicher ihn ab, aber auch mich falls es zur Verschuldung des Hofes kommt. Gütertrennung bedeutet auch nicht, das ich leer ausgehen würde wenn es zur Scheidung kommt. Im Gegenzug würde ich natürlich monatlichen Unterhalt je nach Dauer der Ehe bekommen. Das gehört auch dazu. Wir haben schon ein paar mal darüber gesprochen.
Aber an Scheidung/Trennung ist überhaupt garnicht zu denken.
Ich liebe ihn so, weil für ihn genauso wie für mich Zusammenhalt und Treue das wichtigste ist, was wir von einer Partnerschaft erwarten.

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3. September 2006 um 11:04
In Antwort auf kalenderblatt

Wenn ihr zusammenzieht
dann doch bald alles in ordnung? freu dich doch darauf, du hast immerhin ein ziel vor augen, auf das du hinarbeitest.

in der landwirtschaft ist arbeit von morgens bis abends normal, dafür ist es eine schöne und ursprüngliche arbeit. wenn du ihm mithilfst, dann ist er eben etwas früher fertig. wenn du nicht mitfahren kannst oder willst, dann mach doch etwas anderes in der zeit - milchküche oder kümmere dich um die hühner oder mach einen kleinen hofladen auf. organisiere ein hoffest zum erntedank mit frischen produkten, mach flyer und werbung dafür, dann kommt mit den touristen ein bisschen extrageld in die kasse. mache führungen und zeige den gästen, wie auf dem hof gearbeitet wird.

sorgen machen brauchst du dir wirklich nicht um ihn - wenn ihn die arbeit glücklich macht, dann ist es die gesündeste arbeit überhaupt - natur, !frische luft!, gesunde produkte, etc.

du brauchst dir nur sorgen um ihn zu machen, wenn du ihn weiterhin unter druck setzt.
wenn du mit ihm zusammenziehen willst, dann mach dir doch einfach mal gedanken, wie du dich in den hof einbringen kannst. z.b. ferienzimmer für gäste, schaubauernhof für kitakinder und schulkinder, hofladen mit hausgemachten produkten, u.s.w.

wenn du einen farmer als mann hast, dann wirst du dich darauf einstellen müssen.
das leben als bauer ist kein zuckerschlecken, aber es ist ein gutes und gesundes leben, solange der beruf spaß macht, wird es da auch kein burn-out geben.
wenn der laden gut läuft, kann man auch über einen knecht nachdenken.
desweiteren hat augenstern absolut recht

kb

Ich will dichg nicht angreifen
aber ich glaube, du hast ein falsches Bild von der Landwirtschaft.
Es gibt keine Hühner. Es gibt Enten, 20000Stück, die mit modernsten Anlagen gefüttert, gewogen und beheizt werden. Frisches Stroh wird nicht mit der Hand verteilt, sondern mit Trecker und Streuwagen dahinter. Es geht um Leistung. Da kommt keiner mehr und tüddelt die Tiere. Da werden per Hand die kranken rausgesucht und gemerzt.
Hier werden auf keine Produkte für einen Hofladen produziert. Ein Bauernhof ist wie eine Fabrik, nur unter freiem Himmel und mit Tieren. Gäste haben in diesen Ställen nichts zu suchen, da es sich um Nutztiere handelt, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden sollen. Da gibts Hygienevorschriften.
Das ist alles bis ins kleinste Ausgerechnet. Extrageld wäre was im vierstelligen Bereich. Alles andere sind Klecker-Beträge, wie halt in einer großen Firma auch.
Das Bauernhof ist längst nicht mehr so, wie er in den Kinderbüchern dargestellt wird. Das ist ein echt harter Kampf ums Überleben geworden.
In jedem Landwirtschaftlichen Magazin stehen Bericht über das Burn-Out-Syndrom. Das ist ein Knochenjob. Diese Krankheit ist ein sehr großes Thema geworden.

Ich glaube, viele sehen das Leben als Bauer etwas zu rosa-rot. Er ist Chef einer großen Firma. Der Gewinn wird von vielen Fakoren beeinflußt (Politik,Krankheiten,Maschienen,Wetter) und muß bis ins kleinste geplant werden. Nebenbei kommt da noch jede Menge Büro-Arbeit zu, die aber zum großen Teil seine mutter für ihn erledigt.


Aber mit dem Ziel vor Augen hast du ganz recht. Das hab ich. Irgnedwie schanffen wir das.
Also, danke für deinen lieben Beitrag!

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3. September 2006 um 13:02
In Antwort auf kathis

Ich will dichg nicht angreifen
aber ich glaube, du hast ein falsches Bild von der Landwirtschaft.
Es gibt keine Hühner. Es gibt Enten, 20000Stück, die mit modernsten Anlagen gefüttert, gewogen und beheizt werden. Frisches Stroh wird nicht mit der Hand verteilt, sondern mit Trecker und Streuwagen dahinter. Es geht um Leistung. Da kommt keiner mehr und tüddelt die Tiere. Da werden per Hand die kranken rausgesucht und gemerzt.
Hier werden auf keine Produkte für einen Hofladen produziert. Ein Bauernhof ist wie eine Fabrik, nur unter freiem Himmel und mit Tieren. Gäste haben in diesen Ställen nichts zu suchen, da es sich um Nutztiere handelt, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden sollen. Da gibts Hygienevorschriften.
Das ist alles bis ins kleinste Ausgerechnet. Extrageld wäre was im vierstelligen Bereich. Alles andere sind Klecker-Beträge, wie halt in einer großen Firma auch.
Das Bauernhof ist längst nicht mehr so, wie er in den Kinderbüchern dargestellt wird. Das ist ein echt harter Kampf ums Überleben geworden.
In jedem Landwirtschaftlichen Magazin stehen Bericht über das Burn-Out-Syndrom. Das ist ein Knochenjob. Diese Krankheit ist ein sehr großes Thema geworden.

Ich glaube, viele sehen das Leben als Bauer etwas zu rosa-rot. Er ist Chef einer großen Firma. Der Gewinn wird von vielen Fakoren beeinflußt (Politik,Krankheiten,Maschienen,Wetter) und muß bis ins kleinste geplant werden. Nebenbei kommt da noch jede Menge Büro-Arbeit zu, die aber zum großen Teil seine mutter für ihn erledigt.


Aber mit dem Ziel vor Augen hast du ganz recht. Das hab ich. Irgnedwie schanffen wir das.
Also, danke für deinen lieben Beitrag!

Hab ich eigentlich nicht unbedingt
liebe kathis,

ich komme ursprünglich aus einer gegend, wo es in jeder strasse gleich mehrere höfe gibt, aus wehrheim im taunus. da ist es genauso, wie ich es dir beschrieben habe; wir sind oft zu gast auf höfen, wo es hofladen und schauprojekte für kinder und interessierte gibt.
auch in brandenburg kenne ich solche höfe, beispielsweise in schmachtenhagen. da wird zum einen für das ganze umland produziert, aber auch die eigenen schlacht- und milchprodukte in einem hofladen angeboten.

vielleicht kannst du ja mal über innovationen nachdenken.

gruß, kb

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3. September 2006 um 13:09
In Antwort auf kathis

Ich will dichg nicht angreifen
aber ich glaube, du hast ein falsches Bild von der Landwirtschaft.
Es gibt keine Hühner. Es gibt Enten, 20000Stück, die mit modernsten Anlagen gefüttert, gewogen und beheizt werden. Frisches Stroh wird nicht mit der Hand verteilt, sondern mit Trecker und Streuwagen dahinter. Es geht um Leistung. Da kommt keiner mehr und tüddelt die Tiere. Da werden per Hand die kranken rausgesucht und gemerzt.
Hier werden auf keine Produkte für einen Hofladen produziert. Ein Bauernhof ist wie eine Fabrik, nur unter freiem Himmel und mit Tieren. Gäste haben in diesen Ställen nichts zu suchen, da es sich um Nutztiere handelt, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden sollen. Da gibts Hygienevorschriften.
Das ist alles bis ins kleinste Ausgerechnet. Extrageld wäre was im vierstelligen Bereich. Alles andere sind Klecker-Beträge, wie halt in einer großen Firma auch.
Das Bauernhof ist längst nicht mehr so, wie er in den Kinderbüchern dargestellt wird. Das ist ein echt harter Kampf ums Überleben geworden.
In jedem Landwirtschaftlichen Magazin stehen Bericht über das Burn-Out-Syndrom. Das ist ein Knochenjob. Diese Krankheit ist ein sehr großes Thema geworden.

Ich glaube, viele sehen das Leben als Bauer etwas zu rosa-rot. Er ist Chef einer großen Firma. Der Gewinn wird von vielen Fakoren beeinflußt (Politik,Krankheiten,Maschienen,Wetter) und muß bis ins kleinste geplant werden. Nebenbei kommt da noch jede Menge Büro-Arbeit zu, die aber zum großen Teil seine mutter für ihn erledigt.


Aber mit dem Ziel vor Augen hast du ganz recht. Das hab ich. Irgnedwie schanffen wir das.
Also, danke für deinen lieben Beitrag!

P.s.
ich gebe aber zu, dass die mir bekannten höfe allesamt biohöfe sind. das ist dann wohl doch ein unterschied.

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3. September 2006 um 13:58

Mach dich nicht verrückt...
...komme ehr so aus dem ländlichen Bereich und kenne viele Landwirte. Die Sommer und Herbstzeit ist immer sehr anstrengend, dafür habt ihr im Winter viel mehr Zeit füreinander als andere......

Warum ziehst du nicht zu ihm? Oder seit ihr noch nicht so weit???

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3. September 2006 um 14:04
In Antwort auf kathrint

Mach dich nicht verrückt...
...komme ehr so aus dem ländlichen Bereich und kenne viele Landwirte. Die Sommer und Herbstzeit ist immer sehr anstrengend, dafür habt ihr im Winter viel mehr Zeit füreinander als andere......

Warum ziehst du nicht zu ihm? Oder seit ihr noch nicht so weit???

Doch, schon
das Problem ist, das wir erst ausbauen müssen. Ist aber in Planung. Wir aber noch etwas dauern.
Tja, im Winter ist die Arbeit dran, die im Sommer liegen geblieben ist. Und die Tiere wollen auch jeden Tag versorgt werden. Er hat auch noch einen Brennholz-Handel. Und Holz wird ja hauptsächlich in der kalten Jahreszeit gekauft. Ein Problem jagt das andere...

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