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Eine zweite Chance nach einer Affäre?

8. April um 20:54

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ"). Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


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9. April um 9:15

Über den 3. Monat unserer Beziehung und diese eine Nacht nach ca. einem Jahr den Rückfall... danach kam nichts mehr.

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9. April um 9:23

Ich denke, ich würde ihm noch eine Chance geben. Wie alt ist er? Die Frage ist aber halt auch, kannst du ihm innerlich wieder Vertrauen entgegenbringen?

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9. April um 9:34
In Antwort auf lacuraq

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ". Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


 

Die Frage ist nicht, ob du ihm verzeihen sollst, sondern ob du ihm verzeihen kannst.. 
Denkst du denn, dass du diese Sache vergessen könntest und eine glückliche Beziehung mit ihm weiter führen könntest? Es ist nämlich oft so, dass es einen, in dem Fall dich, irgendwann wieder überkommt und du ihm diese Sachen an den Kopf wirst.. das führt meistens die Beziehung ins Verderben.. 
Also geh nochmal in dich und überlege, warum du diese Beziehung willst und ob du ihm auch wirklich verzeihen kannst. 

 

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9. April um 9:36
In Antwort auf jara

Ich denke, ich würde ihm noch eine Chance geben. Wie alt ist er? Die Frage ist aber halt auch, kannst du ihm innerlich wieder Vertrauen entgegenbringen?

Er ist 25.. und ich weiß es nicht. Ich versuche es wirklich, aber fühle mich fast schon manisch, wenn es mir eigentlich gut geht und ich normal Zeit mit ihm verbringe und plötzlich anfange an diese Zeit zu denken und weine wie sonst was. Mein Vertrauen schwankt zwischen 0 und 100 es ist wirklich extrem... ich weiß nicht ob das aufhört und wie ich das hinkriegen soll. 

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9. April um 9:47
In Antwort auf lacuraq

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ". Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


 

Ich denke nicht, dass ich ihm verzeihen könnte. Was passiert wohl, wenn er wieder mal eine schlechte Phase in seinem Leben hat und viel Stress auf der Arbeit? Geht er dann wieder zu einer anderen, um seinen Ego zu pushen? Seine Gründe sind für mich auch eher Ausreden. Irgendwo nachvollziehbar, aber hinterher zurückzurudern und zu sagen, du warst mir immer schon wichtig, ich habs nur nicht gemerkt, das würde bei mir nicht ziehen. Ich denke ich könnte nie wieder dieses Vertrauen zu ihm aufbauen, könnte mich nur mehr 100% fallen lassen und würde es auch nicht aus meinem Kopf bekommen. Da aürden auch seine Liebesbriefe nichts bringen.

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9. April um 10:07
In Antwort auf katarina1990

Die Frage ist nicht, ob du ihm verzeihen sollst, sondern ob du ihm verzeihen kannst.. 
Denkst du denn, dass du diese Sache vergessen könntest und eine glückliche Beziehung mit ihm weiter führen könntest? Es ist nämlich oft so, dass es einen, in dem Fall dich, irgendwann wieder überkommt und du ihm diese Sachen an den Kopf wirst.. das führt meistens die Beziehung ins Verderben.. 
Also geh nochmal in dich und überlege, warum du diese Beziehung willst und ob du ihm auch wirklich verzeihen kannst. 

 

Genau das passiert eben derzeit... ich weiß nicht wie und ob ich es irgendwann kann... ich hoffe es wirklich...

danke!

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9. April um 10:27
In Antwort auf lacuraq

Genau das passiert eben derzeit... ich weiß nicht wie und ob ich es irgendwann kann... ich hoffe es wirklich...

danke!

Ja, Verzeihen ist wirklich eine hohe und anspruchsvolle Kunst. Vielleicht hilft es, wenn du es schaffst, das gedanklich zu trennen, es also nicht persönlich zu nehmen, was er getan hat. Es hatte damals an ihm und seiner Unreife gelegen und absolut nicht an dir persönlich. Er musste erst noch reifen und in gewissem Sinne haben seine Fehltritte dazu beigetragen, ihm begreiflich zu machen, was er eben NICHT mehr will. Wären sie nicht passiert, wäre es ihm wohl kaum möglich gewesen, darüber hinauszuwachsen. Versuche es als grosse Chance für euch zu sehen, denn auch du kannst jetzt reifen und Vergebung erlernen. Ich finde es eigentlich immer ganz schön, wenn zwei Menschen gemeinsam und aneinander wachsen und lernen. Das ist für mich dann wahre Liebe. Kommuniziere es ihm aber auch so, nicht dass er doch den Eindruck kriegt, du machst schon alles mit. Weil, ich kenne ihn ja jetzt nicht persönlich und er muss schon wissen, dass es nicht mehr vorkommen darf. Aber ich sehe gute Chancen hier, ein Mann, der sich die Hörner gehörig abgestossen hat und seine Fehler im Leben gemacht hat, ist oft besser als Partner als ein unerfahrenes fehlerloses Greenhorn. Alles Gute euch!

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9. April um 10:29

Ich hab's vielleicht überlesen, aber wann und wie hast du denn von seiner Affäre erfahren? Ist das noch ganz frisch bei dir, oder kämpfst du schon länger damit? Und hat er's dir von sich aus erzählt, weil er sein Gewissen erleichtern wollte, oder musstest du erst irgendwelche verdächtigen Dinge finden und es dann aus ihm rausquetschen?

lg
cefeu

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9. April um 11:29
In Antwort auf traventure

Ich denke nicht, dass ich ihm verzeihen könnte. Was passiert wohl, wenn er wieder mal eine schlechte Phase in seinem Leben hat und viel Stress auf der Arbeit? Geht er dann wieder zu einer anderen, um seinen Ego zu pushen? Seine Gründe sind für mich auch eher Ausreden. Irgendwo nachvollziehbar, aber hinterher zurückzurudern und zu sagen, du warst mir immer schon wichtig, ich habs nur nicht gemerkt, das würde bei mir nicht ziehen. Ich denke ich könnte nie wieder dieses Vertrauen zu ihm aufbauen, könnte mich nur mehr 100% fallen lassen und würde es auch nicht aus meinem Kopf bekommen. Da aürden auch seine Liebesbriefe nichts bringen.

Damit hab ich ihn auch konfrontiert. Er sagte das wird nicht passieren. Er sagt er verheimlicht mir nichts mehr und macht nichts mehr auf eigene Faust, sondern erzählt mir immer wenn er Probleme hat. Das hat er tatsächlich vor dem Herausfinden auch vermehrt gemacht,vorher sagte er nie, dass es ihm gerade nicht gut geht. Da hat er immer dicht gemacht.

Bei letzterem hast du natürlich recht... das kann man immer sagen "ja da hab ichs nicht gemerkt"... da hab ich Probleme mit dem Glauben...

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9. April um 11:31
In Antwort auf cefeu1

Ich hab's vielleicht überlesen, aber wann und wie hast du denn von seiner Affäre erfahren? Ist das noch ganz frisch bei dir, oder kämpfst du schon länger damit? Und hat er's dir von sich aus erzählt, weil er sein Gewissen erleichtern wollte, oder musstest du erst irgendwelche verdächtigen Dinge finden und es dann aus ihm rausquetschen?

lg
cefeu

Vor einem Monat ca. Haben es mir Freunde gesagt die Kontakt zu der Dame hatten. Sie haben es rausgefunden da sie von schlechtem Gewissen geplagt wurde. Als ich ihn damit konfrontiert habe hat er mir jedoch alles lückenlos erzählt. Hat sich auch alles mit der Geschichte von ihr gedeckt...

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9. April um 11:33
In Antwort auf jara

Ja, Verzeihen ist wirklich eine hohe und anspruchsvolle Kunst. Vielleicht hilft es, wenn du es schaffst, das gedanklich zu trennen, es also nicht persönlich zu nehmen, was er getan hat. Es hatte damals an ihm und seiner Unreife gelegen und absolut nicht an dir persönlich. Er musste erst noch reifen und in gewissem Sinne haben seine Fehltritte dazu beigetragen, ihm begreiflich zu machen, was er eben NICHT mehr will. Wären sie nicht passiert, wäre es ihm wohl kaum möglich gewesen, darüber hinauszuwachsen. Versuche es als grosse Chance für euch zu sehen, denn auch du kannst jetzt reifen und Vergebung erlernen. Ich finde es eigentlich immer ganz schön, wenn zwei Menschen gemeinsam und aneinander wachsen und lernen. Das ist für mich dann wahre Liebe. Kommuniziere es ihm aber auch so, nicht dass er doch den Eindruck kriegt, du machst schon alles mit. Weil, ich kenne ihn ja jetzt nicht persönlich und er muss schon wissen, dass es nicht mehr vorkommen darf. Aber ich sehe gute Chancen hier, ein Mann, der sich die Hörner gehörig abgestossen hat und seine Fehler im Leben gemacht hat, ist oft besser als Partner als ein unerfahrenes fehlerloses Greenhorn. Alles Gute euch!

Das ist so verdammt hilfreich, was du geschrieben hast. Vielen lieben Dank dafür. Ich werde auf jeden Fall über deinen Kommentar nachdenken! 

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9. April um 12:46
In Antwort auf lacuraq

Das ist so verdammt hilfreich, was du geschrieben hast. Vielen lieben Dank dafür. Ich werde auf jeden Fall über deinen Kommentar nachdenken! 

Ich seh das auch ein bisschen wie @jara - immerhin hat er aus der Affäre anscheinend sinnvolle persönliche Lehren gezogen und ist dadurch auch innerhalb eurer Beziehung ein besserer Partner geworden, also hatte der ganze Mist durchaus was Gutes.
Ein dicker Minuspunkt ist, dass er's dir nicht selber erzählt hat. Durch sowas entsteht natürlich ein Vertrauensproblem. Aber wenn er sich tatsächlich so positiv verändert hat, wie du's beschreibst (und dir seine Veränderung nicht nur grade sehr wortgewandt einredet ...), dann wär's meiner Meinung nach auf längere Sicht schon OK, drauf zu vertrauen, dass er so nen Mist nicht nochmal unbemerkt macht.

Es ist aber auch völlig OK, dass du jetzt erstmal emotional aufgewühlt und ratlos bist und ihm gelegentlich am liebsten an die Kehle gehen würdest. Stell ihm auch ruhig noch fünfmal dieselben Fragen, wenn du das brauchst (ausgenommen Details über ihr Aussehen oder Ähnliches, oder sinnlose Fragen wie "Was war an ihr besser als an mir" ... sowas bringt nix außer negativem Kopfkino). Wenn er dir weiterhin Sicherheit und Verständnis gibt und nicht von dir verlangt, dass du die Affäre nach seinem Zeitplan verarbeitest und abhakst - dann kann das meiner Meinung nach eure Beziehung mit der Zeit wirklich auf ne neue Vertrauensbasis stellen.

lg
cefeu

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9. April um 16:45
In Antwort auf cefeu1

Ich seh das auch ein bisschen wie @jara - immerhin hat er aus der Affäre anscheinend sinnvolle persönliche Lehren gezogen und ist dadurch auch innerhalb eurer Beziehung ein besserer Partner geworden, also hatte der ganze Mist durchaus was Gutes.
Ein dicker Minuspunkt ist, dass er's dir nicht selber erzählt hat. Durch sowas entsteht natürlich ein Vertrauensproblem. Aber wenn er sich tatsächlich so positiv verändert hat, wie du's beschreibst (und dir seine Veränderung nicht nur grade sehr wortgewandt einredet ...), dann wär's meiner Meinung nach auf längere Sicht schon OK, drauf zu vertrauen, dass er so nen Mist nicht nochmal unbemerkt macht.

Es ist aber auch völlig OK, dass du jetzt erstmal emotional aufgewühlt und ratlos bist und ihm gelegentlich am liebsten an die Kehle gehen würdest. Stell ihm auch ruhig noch fünfmal dieselben Fragen, wenn du das brauchst (ausgenommen Details über ihr Aussehen oder Ähnliches, oder sinnlose Fragen wie "Was war an ihr besser als an mir" ... sowas bringt nix außer negativem Kopfkino). Wenn er dir weiterhin Sicherheit und Verständnis gibt und nicht von dir verlangt, dass du die Affäre nach seinem Zeitplan verarbeitest und abhakst - dann kann das meiner Meinung nach eure Beziehung mit der Zeit wirklich auf ne neue Vertrauensbasis stellen.

lg
cefeu

Vielen Dank für diesen Kommentar! 
Hat mir ebenfalls sehr geholfen!

zu der fragerei: ich merke dass ich zu oft nach einzelheiten frage und hoffe dass die sache für mich mit irgendwelchen Infos weniger schlimm wird. Das ist mein Fehler. Weil mich jede Einzelheit trauriger macht... du hast Recht, ich muss da einfach von loslassen. Bringt nur negatives...

aber manchmal fragt man sich dann doch: was wäre wenn sie es nicht beendet hätte bzw wenn sie nicht abgelehnt hätte? Da sollte man wirklich nicht zu lange drüber nachdenken....

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9. April um 16:47

Naja er sagte mir dass er erst nach dem zweiten Ausrutscher angefangen hat sein Handeln zu hinterfragen und den gesamten Umgang mit der Beziehung. Dafür hat er ja gedacht, dass seine Beziehungen eh immer n Jahr haben und dann steht das Ablaufdatum vor der Tür.

naja und beim anderen: da muss ich einfach vertrauen haben, dass in den 3 Jahren nichts anderes war...

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9. April um 16:48

Naja es gibt mehrere Beweggründe bei jedem individuellen Fall. Deshalb ist es für mich nicht dasselbe...

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9. April um 17:31
In Antwort auf lacuraq

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ". Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


 

Liebe Lacuraq.

In Eurem Fall würde ich sehr traurig sein, wenn alles wegen dieser Affaire schiefginge.

Daher erzähle ich Dir jetzt eine eigene Erfahrung.

Mein Partner und ich haben aus Neugier mal an einem psychologischen Seminar zur "Beziehungsoptimierung" teilgenommen. Nicht weil wir Probleme lösen wollten. Wir haben nur seinerzeit geglaubt, es könne ja noch alles besser laufen in einer Beziehung. So der typische Optimierungwahn, wo doch ein Grundvertrauen viel wichtiger ist.

Dabei kam das Thema "Ehrlichkeit" und "Offenheit" zur Sprache. Die wurden nicht definiert als "Du sollst nicht lügen". Die wurden definiert als: "Du sollst Deinem Partner immer alles erzählen, ja beichten". Vielleicht sogar die Phantasien der letzten autoerotischen Masturbationssession.

Angeregt durch dieses Seminar, das ich heute total skeptisch sehe, hat mir mein Partner gestanden, er habe mal vor 15 Jahren parallel mit dem Beginn unserer Beziehung mit der ....
Und nach der gleichen Anregung habe ich dann ebenfalls gestanden ...

Diese wunderbaren Geständnisse haben uns nicht gut getan. Erst nach einiger Zeit haben wir begriffen, dass es ein totaler Blödsinn ist nach 15 Jahren solche Geständnisse zu machen: Nicht einmal an die Haarfarbe und den Vornamen der Frau konnte sich mein Partner erinnern. Wir sind heute lange drüber weg!

Wie hängt diese Geschichte mit euch zusammen?

Stelle Dir mal vor, in 15 Jahren würdest Du nach einer wunderbaren Zeit in eurer Beziehung erfahren, Dein Freund habe mal eine Affaire gehabt ... mit einer Frau, an die er sich kaum noch erinnern könnte.

Und was folgt daraus für euch beide heute?

Es mag zwar für ein paar Leute billig klingen, wenn ich sage: Hättest Du nichts erfahren ... wovon man nichts weiß, das macht ... Ja, es fühlt sich wie Betrug an ... war es ja auch ...
Aber die Bedeutung wirst Du eines Tages ganz anders einordnen.

Absolute Ehrlichkeit im Sinne von "alles sagen" ist in bestimmten Situationen völlig kontraproduktiv. Das haben wir zwar im Ethikunterricht so nicht gelernt. Aber wer sagt denn, dass die Ethik, die wir gelernt haben, auch menschlich ist? Und manchmal nicht alles kaputt macht? Willst Du wegen einer solch bescheuerten Affaire alles zerstören, was zwischen euch entstanden ist?

Versuche es mal so aufzufassen ... ich glaube, dann bekommst Du eine freiere Perspektive ...

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9. April um 19:04
In Antwort auf lacuraq

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ". Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


 

Du kannst unsere Meinung hören und befolgen abe am Ende ist es deine Entscheidung: Was ich aus meiner Sicht sagen kann ist: Er kann reflektieren, ist zur Erkenntnis gekommen, das er die ganze Zeit sein glück vor sich hatte. Vor ihm lag, und er es erst im Nachhinein begriffen hat. Besser später als nie. Ob diese Erkenntnis von ihm, er auch selbst daran glaubt was er von sich gibt, wissen wir nicht. Das kannst nur Du wissen, da du ihn beurteilen kannst. Ich würde an deiner Stelle, das ist meine Meinung, ob du sie akzeptierst oder nicht, ihn endgültig den Laufpass geben. klar er hat sich vielleicht verändert, aber so eine Einstellung eines Mannes geht gar nicht, und ist für mich auch direkt unten durch. Und solange du an diese Vorstellung greifst, desto mehr wird sie dich runterziehen, wenn du dir uneinig bist. Es gebraucht jetzt einen klaren Cut. Etweder für oder gegen. Und hinter dieser Entscheidung muss du 100 % stehen 

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9. April um 20:30

Ich komme mir in dem Thread beinahe so vor, als gäbe es noch so eine Art Moralinquisition. Es gibt Länder, da würde ein Seitensprung mit Steinigung bestraft (für Männer eher mit Auspeitschung, nehme ich an). Wir aber sind hier ja so human: Der Kerl muss also nur zum Teufel gejagt werden.

Wer etwas Lebenserfahrung hat, der weiß, dass solche Ideale unmenschlich sind. Aus meiner Sicht völlig daneben! Damit verteidige ich nicht beliebiges "Rumvögeln" (sorry für die Wortwahl). 

Nur wenn ich alles verstanden habe, kann davon gar nicht die Rede sein.

Lacuraq sollte Frau genug sein, um sich von solchen Vorstellungen zu lösen, die als "kein Verzeihung forever" (wie christlich!) sonst nur in extremen religiösen Zirkeln vertreten werden.

Und jetzt mal zu meinen Geschlechtsgenossinnen: In den Gedanken spielt sich nicht nur der eheliche Verkehr ab, jedenfalls bei vielen, vielleicht sogar den meisten. Die pure Monogamie gibt es auch bei uns Frauen nicht. Ist zwar toll, wenn wir uns dran halten - aus Liebe zum Partner. Aber eine moralische Überlegenheit erwächst daraus noch nicht. Auch Lacuraq wird, wenn sie älter ist, verstehen, was ich meine.

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9. April um 21:02
In Antwort auf entdeckerin54

Ich komme mir in dem Thread beinahe so vor, als gäbe es noch so eine Art Moralinquisition. Es gibt Länder, da würde ein Seitensprung mit Steinigung bestraft (für Männer eher mit Auspeitschung, nehme ich an). Wir aber sind hier ja so human: Der Kerl muss also nur zum Teufel gejagt werden.

Wer etwas Lebenserfahrung hat, der weiß, dass solche Ideale unmenschlich sind. Aus meiner Sicht völlig daneben! Damit verteidige ich nicht beliebiges "Rumvögeln" (sorry für die Wortwahl). 

Nur wenn ich alles verstanden habe, kann davon gar nicht die Rede sein.

Lacuraq sollte Frau genug sein, um sich von solchen Vorstellungen zu lösen, die als "kein Verzeihung forever" (wie christlich!) sonst nur in extremen religiösen Zirkeln vertreten werden.

Und jetzt mal zu meinen Geschlechtsgenossinnen: In den Gedanken spielt sich nicht nur der eheliche Verkehr ab, jedenfalls bei vielen, vielleicht sogar den meisten. Die pure Monogamie gibt es auch bei uns Frauen nicht. Ist zwar toll, wenn wir uns dran halten - aus Liebe zum Partner. Aber eine moralische Überlegenheit erwächst daraus noch nicht. Auch Lacuraq wird, wenn sie älter ist, verstehen, was ich meine.

Also ganz so liberal wie du sehe ich es nun auch nicht. Es ist und bleibt schon ein schwerer Vertrauensbruch, vorallem halt auch das Verheimlichen ist schlimm. Man kann es pauschal auf keinen Fall sagen, hey verzeih ihm, oder hey, geh zum Teufel. Wenn die Lage nun so ist wie hier, also es eher ein Anfangs Hin und Her gab, wo von ihm offenbar die Gefühle und der Charakter noch nicht so reif und gefestigt waren, er sich seitdem aber sichtbar gemacht und verändert hat, würde ich ausnahmsweise für verzeihen plädieren. Auch in Anbetracht des Verheimlichens, denn er wusste, was auf dem Spiel stand und wollte das nicht durch alte Geschichten zerstören.

Die überwältigende Mehrheit der Fremdgeher ändert sich jedoch nie, würde ich mal behaupten. Es ist einfach ne Grenze, die, wenn man sie einmal überschreitet, es auch wieder tun würde. Und diese Leute verheimlichen dann auch aus völlig anderen, eher pragmatischen Gründen. Und das ist halt dann wirklich ein problematisches Verhalten, wo die Haupt Beziehung auch nie dran wachsen kann, denn Veränderung und Reifung zu einem verantwortungsbewussten Partner ist von diesem Personenkreis weder gewünscht noch machbar. Bei der oben beschriebenen Sorte Fremdgeher führt ihr Fremdgehen stattdessen zu Bewegung und Erkenntnis in ihrem Oberstübchen, ist daher nicht nur purer Selbstzweck und somit die einzig tolerable bzw verschmerzbare Form des Fremdgehens. 

Die grosse Schwierigkeit ist halt, die einen, die draus gelernt haben von den anderen, die gar nicht lernen wollen, zu unterscheiden, denn letztere sind leider gottes verdammt geübte Schwindler und ziehen dadurch die wirklich reumütigen mit sich unter den Bus.

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9. April um 21:44

Ich verstehe schon, was Du meinst.

Auch ich kenne notorische Fremdgänger sehr gut, die das vor ihren Frauen verheimlichen, die absolut durchtrieben sind und bei denen eine Besserung nicht zu erwarten ist. Da ist die Situation m.E. schon etwas anders als die von Laculaq beschriebene. Vor allem geht es bei diesen notorischen Typen nur selten um die Lebenssituation von Fernbeziehungen.

Die Chronologie von Laculaqs Erzählung ist so übersichtlich nicht. Ich frage mich ernsthaft, wann was warum und mit welchen Beteiligten denn tatsächlich passiert ist - von dem 1 Monat mit dem zweimaligen GV pro Woche mal abgesehen und seinem angeblichen Versuch ein 3/4 Jahr später (ist ja klar, dass die Dame ein 3/4 Jahr später nichts mehr im Sinn hatte, als sie bei ihm übernachtete? Vielleicht hat er ihr nicht die große Liebe versprochen? Sind unsere Geschlechtsgenossinnen automatisch glaubwürdiger? Aber darum geht es nicht).

Zu erkennen ist bei ihm auch eine Art verspielter Unreife - vielleicht auch um etwas zu kaschieren, seine intimsten Wünsche oder auch nur seine Unsicherheit. Ob dies heute noch so ist, muss die Foristin wissen.

Aber alles das ergibt doch nicht das Gesamtbild des unverbesserlichen und absolut durchtriebenen Fremdgängers. 

Außerdem sind solche notorischen Fremdgänger psychologisch erheblich geschickter als dieser junge Mann. Meist leben sie mit der Frau zusammen, die betrogen wird. Die Aushäusigkeit, die Getrenntheit, die Fernbeziehung - alles das spricht eher dafür, dass er in dieser Lebenssituation einfach noch nicht reif und gefestigt genug war.  Getrennte Lebenssituationen sind zwar keine Rechtfertigung, aber sie setzen schon mehr "moralische" Standhaftigkeit voraus als die Situation des Zusammenlebens und der Nähe des Partners.
Das gilt übrigens auch für junge Frauen, von denen ich weiß, dass sie mal ihren weit entfernt lebenden Freund während des Studiums "betrogen" haben (und heute dennoch eine glückliche Ehe mit ihm zu führen scheinen - ohne notorisches Fremdgängertum).
Eine negative Prognose würde ich solchen jungen Männern und auch Frauen deshalb gar nicht geben.

Aber die Fremdgänger, die ich kennengelernt habe, sind eben nicht aushäusig, getrennt, in Fernbeziehungen. Und die gehen trotzdem notorisch und gekonnt fremd. Das ist tatsächlich etwas völlig anderes. 

Nein, ich kann so etwas nicht erkennen. Aber ja, ich kann es auch nicht absolut ausschließen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der Junge ein wenig in Obhut gehört und dass die Prognose eher positiv ist.

Nein, noch krasser: Ich behaupte sogar. Nach diesen rigorosen Maßstäben wären die meisten jungen Männer und viele junge Frauen heutzutage notorische Fremdgänger. Das kann nicht sein - vor allem im weiteren partnerschaftlichen Reifungsprozess werden sich diese Probleme lösen!

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9. April um 22:16
In Antwort auf lacuraq

Vor einem Monat ca. Haben es mir Freunde gesagt die Kontakt zu der Dame hatten. Sie haben es rausgefunden da sie von schlechtem Gewissen geplagt wurde. Als ich ihn damit konfrontiert habe hat er mir jedoch alles lückenlos erzählt. Hat sich auch alles mit der Geschichte von ihr gedeckt...

ich überlege mir gerade, ob das von den Freunden supertoll war oder eher nicht.

Egal: Wenn du dich von deinem  Partner einfach trennst, könntet ihr beide neu anfangen.
Denk mal drüber nach, ob er noch gut riecht. Wenn das Ergebniss eindeutig gut ausfällt, wäre er noch einen Versuch wert.

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9. April um 22:53

Ich habe genau dasselbe getan wie er: die Beziehung mit meiner Freundin war am Anfang mehr ein spass. Möglicherweise hält es sowieso nicht, habe ich mir gesagt. Aber es hielt. Selbst als die Affäre raus kam. Sie blieb bei mir. Ich habe sehr um sie gekämpft, aber nicht, weil sie so wichtig war  sondern weil ich mir selbst wichtig war. Denn ich konnte nicht alleine sein. Letztendlich habe ich Jahre später gemerkt, dass sie mir nicht wichtig genug war und ich wollte noch spass mit anderen. Also machte ich schluss. Ich habe damit einen tollen Menschen leichtfertig verheizt. 

Dein Freund ist genau das was ich damals war: ein waschlappen, der aufgrund seiner persönlichen Befindlichkeiten etwas sehr wertvolles wegwirft: Deine Liebe.
Aber sie ist nicht wertvoll für ihn, sondern nur für den, der sie zu schätzen weiss. Verschenke sie nicht leichtfertig, sondern suche dir denjenigen dem sie etwas Wert ist.

Verzeih ihm nicht. Geh und dreh dich nicht um. Es sagt ja niemand, dass das einfach ist. 

 

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9. April um 23:37
In Antwort auf nea_13137068

Ich habe genau dasselbe getan wie er: die Beziehung mit meiner Freundin war am Anfang mehr ein spass. Möglicherweise hält es sowieso nicht, habe ich mir gesagt. Aber es hielt. Selbst als die Affäre raus kam. Sie blieb bei mir. Ich habe sehr um sie gekämpft, aber nicht, weil sie so wichtig war  sondern weil ich mir selbst wichtig war. Denn ich konnte nicht alleine sein. Letztendlich habe ich Jahre später gemerkt, dass sie mir nicht wichtig genug war und ich wollte noch spass mit anderen. Also machte ich schluss. Ich habe damit einen tollen Menschen leichtfertig verheizt. 

Dein Freund ist genau das was ich damals war: ein waschlappen, der aufgrund seiner persönlichen Befindlichkeiten etwas sehr wertvolles wegwirft: Deine Liebe.
Aber sie ist nicht wertvoll für ihn, sondern nur für den, der sie zu schätzen weiss. Verschenke sie nicht leichtfertig, sondern suche dir denjenigen dem sie etwas Wert ist.

Verzeih ihm nicht. Geh und dreh dich nicht um. Es sagt ja niemand, dass das einfach ist. 

 

Wow, danke für soviel Ehrlichkeit. Hast du es je bereut, sie verloren zu haben? Und gehst du heute immer noch fremd? Das wäre interessant zu hören, wie es bei dir dann weiterging.

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10. April um 0:16
In Antwort auf jara

Also ganz so liberal wie du sehe ich es nun auch nicht. Es ist und bleibt schon ein schwerer Vertrauensbruch, vorallem halt auch das Verheimlichen ist schlimm. Man kann es pauschal auf keinen Fall sagen, hey verzeih ihm, oder hey, geh zum Teufel. Wenn die Lage nun so ist wie hier, also es eher ein Anfangs Hin und Her gab, wo von ihm offenbar die Gefühle und der Charakter noch nicht so reif und gefestigt waren, er sich seitdem aber sichtbar gemacht und verändert hat, würde ich ausnahmsweise für verzeihen plädieren. Auch in Anbetracht des Verheimlichens, denn er wusste, was auf dem Spiel stand und wollte das nicht durch alte Geschichten zerstören.

Die überwältigende Mehrheit der Fremdgeher ändert sich jedoch nie, würde ich mal behaupten. Es ist einfach ne Grenze, die, wenn man sie einmal überschreitet, es auch wieder tun würde. Und diese Leute verheimlichen dann auch aus völlig anderen, eher pragmatischen Gründen. Und das ist halt dann wirklich ein problematisches Verhalten, wo die Haupt Beziehung auch nie dran wachsen kann, denn Veränderung und Reifung zu einem verantwortungsbewussten Partner ist von diesem Personenkreis weder gewünscht noch machbar. Bei der oben beschriebenen Sorte Fremdgeher führt ihr Fremdgehen stattdessen zu Bewegung und Erkenntnis in ihrem Oberstübchen, ist daher nicht nur purer Selbstzweck und somit die einzig tolerable bzw verschmerzbare Form des Fremdgehens. 

Die grosse Schwierigkeit ist halt, die einen, die draus gelernt haben von den anderen, die gar nicht lernen wollen, zu unterscheiden, denn letztere sind leider gottes verdammt geübte Schwindler und ziehen dadurch die wirklich reumütigen mit sich unter den Bus.

Er hat es genau so beschrieben gehabt wie du. Er war einfach nicht reif genug für die Beziehung - aufgrund seiner Einstellung zu diesen und aufgrund seiner Konzentration auf sich selbst und seine Probleme. Du hast das sehr toll beschrieben. Vielen Dank noch einmal dafür, ich kann mich nur wiederholen

Jetzt ist eben nur noch die Frage - kann ich darauf vertrauen? Dass er sich so geändert hat? Dass er rausgewachsen ist und seine Einstellung von Grund auf verändert hat... er sagt es mir ständig. Das liegt eben jetzt nur noch an mir selbst und meinem Gefühl.
 

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10. April um 0:20
In Antwort auf steffen244

ich überlege mir gerade, ob das von den Freunden supertoll war oder eher nicht.

Egal: Wenn du dich von deinem  Partner einfach trennst, könntet ihr beide neu anfangen.
Denk mal drüber nach, ob er noch gut riecht. Wenn das Ergebniss eindeutig gut ausfällt, wäre er noch einen Versuch wert.

Sie haben lange überlegt, und haben es nicht ausgehalten es mir zu verschweigen. Sowohl ich als auch mein Partner sind ihnen dankbar..

Danke für den Kommentar! Wenn ich das gut riechen richtig interpretiere, dann fällt das denk ich gut aus...

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10. April um 0:25
In Antwort auf nea_13137068

Ich habe genau dasselbe getan wie er: die Beziehung mit meiner Freundin war am Anfang mehr ein spass. Möglicherweise hält es sowieso nicht, habe ich mir gesagt. Aber es hielt. Selbst als die Affäre raus kam. Sie blieb bei mir. Ich habe sehr um sie gekämpft, aber nicht, weil sie so wichtig war  sondern weil ich mir selbst wichtig war. Denn ich konnte nicht alleine sein. Letztendlich habe ich Jahre später gemerkt, dass sie mir nicht wichtig genug war und ich wollte noch spass mit anderen. Also machte ich schluss. Ich habe damit einen tollen Menschen leichtfertig verheizt. 

Dein Freund ist genau das was ich damals war: ein waschlappen, der aufgrund seiner persönlichen Befindlichkeiten etwas sehr wertvolles wegwirft: Deine Liebe.
Aber sie ist nicht wertvoll für ihn, sondern nur für den, der sie zu schätzen weiss. Verschenke sie nicht leichtfertig, sondern suche dir denjenigen dem sie etwas Wert ist.

Verzeih ihm nicht. Geh und dreh dich nicht um. Es sagt ja niemand, dass das einfach ist. 

 

Danke für deine Geschichte! Finde das sehr lieb, dass du so ehrlich bist...

Genau das hab ich meinem Partner ebenfalls vorgeworfen sozusagen. Willst du mich nur zurück weil du Angst vor dem alleine sein hast? Weil du mit anderen Frauen liebäugelst aber trotzdem so etwas wie eine liebevolle Beziehung haben möchtest? Er hat alles verneint. Und hat mir genau gesagt, wieso er weiter bei mir sein möchte. Da könnte ich eben jetzt nur darauf vertrauen... dass er aus einem anderen Grund kämpft als du damals. Da muss ich wohl auf mein Gefühl vertrauen...das wird eine schwere Sache.

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10. April um 0:27
In Antwort auf fraugenial

Du kannst unsere Meinung hören und befolgen abe am Ende ist es deine Entscheidung: Was ich aus meiner Sicht sagen kann ist: Er kann reflektieren, ist zur Erkenntnis gekommen, das er die ganze Zeit sein glück vor sich hatte. Vor ihm lag, und er es erst im Nachhinein begriffen hat. Besser später als nie. Ob diese Erkenntnis von ihm, er auch selbst daran glaubt was er von sich gibt, wissen wir nicht. Das kannst nur Du wissen, da du ihn beurteilen kannst. Ich würde an deiner Stelle, das ist meine Meinung, ob du sie akzeptierst oder nicht, ihn endgültig den Laufpass geben. klar er hat sich vielleicht verändert, aber so eine Einstellung eines Mannes geht gar nicht, und ist für mich auch direkt unten durch. Und solange du an diese Vorstellung greifst, desto mehr wird sie dich runterziehen, wenn du dir uneinig bist. Es gebraucht jetzt einen klaren Cut. Etweder für oder gegen. Und hinter dieser Entscheidung muss du 100 % stehen 

Vielen Dank für deine ehrliche Meinung! Und dass du die Sache auch sehr differenziert siehst! Das hilft mir sehr weiter!

 

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10. April um 10:49
In Antwort auf lacuraq

Vielen Dank für deine ehrliche Meinung! Und dass du die Sache auch sehr differenziert siehst! Das hilft mir sehr weiter!

 

Liebend gerne!Ich wünsche Dir viel Kraft bei deiner weiteren Entscheidung. So oder so muss du wahrscheinlich bald eine treffen.

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10. April um 13:48
In Antwort auf jara

Wow, danke für soviel Ehrlichkeit. Hast du es je bereut, sie verloren zu haben? Und gehst du heute immer noch fremd? Das wäre interessant zu hören, wie es bei dir dann weiterging.

Ich habe mit ihr Schluss gemacht weil es nicht gepasst hat. Ich habe das nicht bereut, weil ich danach einige Erfahrung sammeln konnte, die mir damals gefehlt hat.

Trotzdem tut es mir leid wie ich zu ihr war.

Ich würde nie mehr wieder jemandem fremd gehen.

Man muss wissen was man mit einer Beziehung eingeht. Man muss sich dem Vertrauen und der Ehrlichkeit bewusst sein, die man dem anderen schuldet und die man selbst bekommt. 

Leute die fremd gehen sind sich nicht bewusst was sie damit anrichten oder zu schwach um die Konsequenzen aus einer schlechten Beziehung zu ziehen. 

Ich habe jeder meiner Freundinnen seither versprochen, dass ich schluss mache, wenn es sein muss  aber dass ich nie unehrlich werde. 
 

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10. April um 13:56
In Antwort auf lacuraq

Danke für deine Geschichte! Finde das sehr lieb, dass du so ehrlich bist...

Genau das hab ich meinem Partner ebenfalls vorgeworfen sozusagen. Willst du mich nur zurück weil du Angst vor dem alleine sein hast? Weil du mit anderen Frauen liebäugelst aber trotzdem so etwas wie eine liebevolle Beziehung haben möchtest? Er hat alles verneint. Und hat mir genau gesagt, wieso er weiter bei mir sein möchte. Da könnte ich eben jetzt nur darauf vertrauen... dass er aus einem anderen Grund kämpft als du damals. Da muss ich wohl auf mein Gefühl vertrauen...das wird eine schwere Sache.

Ich habe ihr damals genau dasselbe versprochen, wie er dir verspricht. 

Ich wünsche dir, dass das alles anders ist als es bei mir war. Aber für mich hört sich das was du beschreibst sehr bekannt an, wirklich alles: was er zu seinen  Beweggründen sagt, wie er sich verhält, wie er um dich kämpft.
Das liest sich alles wie bei mir damals. 

Ich rate dir wirklich davon ab ihn zurück zu nehmen. 

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10. April um 16:29
In Antwort auf nea_13137068

Ich habe ihr damals genau dasselbe versprochen, wie er dir verspricht. 

Ich wünsche dir, dass das alles anders ist als es bei mir war. Aber für mich hört sich das was du beschreibst sehr bekannt an, wirklich alles: was er zu seinen  Beweggründen sagt, wie er sich verhält, wie er um dich kämpft.
Das liest sich alles wie bei mir damals. 

Ich rate dir wirklich davon ab ihn zurück zu nehmen. 

Zwar finde ich den Beitrag von kerl123 bemerkenswert, aber ich sehe das etwas anders.

Ich gebe zu, dass es gefährlich ist die eigenen Erfahrungen auf andere zu übertragen. Das gilt für mich, aber das gilt auch für kerl123. Wer recht hat, weiß ich nicht. Ich würde Lacurac in jedem Fall raten, es mit ihrem Freund weiter zu versuchen.

Es ist klar, dass wir den tatsächlichen Beweggrund von kerls Trennung nicht kennen. Und er wird einen Grund gehabt haben.  Was ich hier andeuten will, ist das simple Faktum, dass immer zwei zu einer solchen Trennung gehören.  Die Darstellung lässt ratlos.

Dass er sich aber so glaubwürdig geläutert hat (ja, ich glaube ihm - warum sollte er uns das sonst hier weißzumachen versuchen), erscheint mir als eine Art von Verwandlung. In einer ganz anderen Sache habe ich die auch mal durchgemacht, aber dann sieht man überall nur etwas Negatives, wo eventuell doch noch Licht und nicht nur Schatten ist. Ich verfluche auch den Schatten, den eine bestimmte (ganz andere) Sache in meinem Leben geworfen hat, aber das darf dann nicht zu einer Verteufelung werden. Sonst projeziert man eigene Dinge auf andere.
 

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10. April um 16:30

Sorry für den Schreibfehler. Es muss natürlich "projiziert" heißen.

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10. April um 16:46
In Antwort auf lacuraq

Hallo meine Lieben,

ich denke dass es oft um so ein Thema geht, und dass die Antworten auf so eine Frage fast immer negativ sind. Dennoch wollte ich mal in die Runde fragen (und bitten).
Gibt es hier eine Dame, die betrogen wurden (nichts einmaliges, sondern eine Affäre) und ihrem Partner noch eine Chance gegeben hat?
Ich brächte wirklich einen Rat.

Es tut mir wahnsinnig Leid, dass die Geschichte so lang geworden ist, meine Finger konnten nicht aufhören zu schreiben.

Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Die Sache begann am Anfang unserer Beziehung. Nach 2 Monaten Beziehung bin ich in eine andere Stadt gezogen. Ab da hat er sich mit einer anderen getroffen, die ich auch um Ecken kannte. Einen Monat lang hatten die beiden eine Affäre mit ein- bis zweimal Sex die Woche. Am Wochenende bin ich dann zu ihm, oder er kam micht besuchen. Am Ende dieses Monats beendete sie diese Affäre. Ca. ein dreiviertel Jahr später schrieb sie ihn erneut an, um bei ihm zu schlafen, da sie einen Termin in seiner Stadt hatte, wollte jedoch wirklich nur dort übernachten. In dieser Nacht hat er öfter versucht sie wieder rumzukriegen und hat mit ihr geflirtet, sie jedoch hat ihn abgewiesen. Ab diesem Tag ist nichts mehr passiert, auch nicht mit anderen.
Während diesem Monat hat er öfter offen mit ihr geschrieben, mir immer wieder gesagt 'sie will sich ständig mit mir treffen, aber ich geb ihr immer 'nen Korb'. Die ganze Zeit wurden witzige Bilder hin und hergeschickt und es wurde über Hobbies geredet, das habe ich mitbekommen. Ich habe ihm jedoch vertraut. Das Schlimme daran war, dass er immer wieder Witze über sie gemacht hat a la 'naja, wenn du nicht willst, frag ich eben die Tanja' oder 'dann geh ich halt zur Tanja, haha, war ein Spass' was mich sehr verletzt hat.

Nun zu seinen Gefühlen (wir haben intensiv darüber gesprochen) während dieser Zeit:

Er hat allgemein sehr viel Druck in der Arbeit und von seinem Umfeld. Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf und kann wahnsinnig gut reden. Trotz dieser Seite gibt bzw. gab es auch die andere.
Er sagte, er hatte ein minimales Ego, hat mit Unsicherheit gekämpft, und ihm war zu dieser Zeit nichts wichtiger als das kaschieren dieser Unsicherheit - vor ihm selbst und auch von anderen. Meine Gefühle waren nur zweitrangig. Und da er bei Frauen schon immer beliebt war, hat er mit der Affäre begonnen. Er sagt sie war vollkommen austauschbar, es hat sich aufgrund eines gemeinsamen Hobbies nur angeboten. Der Sex war weder erinnerungsfähig, noch waren es die Gespräche mit ihr. Sie war ihm egal. Er sagte es war ihm einzig und allein wichtig, diese Affäre zu haben, um sich besser zu fühlen ("wie ein geiler Typ". Das hat immer nach dem Treffen ganz gut geklappt. Sein Ego hat immer einen 'push' bekommen.
Ein anderer Grund war seine Einstellung zu Beziehungen. Er hat sich die selbsterfüllende Prophezeitung eingeredet, dass Beziehungen bei ihm eh nicht halten, dass unsere Beziehung ein Zeitvertreib war, wie alle zuvor, und dass man sie nur kurz genießen kann. Er dachte sich 'wenn sie es rauskriegt, dann ist eh bald schluss, und wenn sie es nicht rauskrieg, ist eh bald schluss.'
Er hat niemals von sich aus gesagt, dass er sich auf eine gemeinsame Zukunft freue, oder dass ich seine große Liebe, oder wie auch immer bin. Er sagte er konnte sich auf sowas einfach nicht einlassen. Und das Gefühl, sowohl die Unsicherheit, als auch die Einstellung zur Beziehung, ging ein Jahr lang.

Nach eineinhalb Jahren, sagte er, dass er an seiner Einstellung zweifelte. Er hat sich Hilfe bezüglich seines Problems geholt, und hat eingesehen, dass er diese Beziehung braucht und möchte, und hat gemerkt, dass er mich liebt und dass ich ihm eigentlich schon immer sehr wichtig war. Er sagte, dass er anfangs dachte, dass es einfach die rosarote Brille war, die er auf jeder Beziehung, bis es aus war, aufhatte, aber bei mir hat es angedauert.
Die ständigen 'Witze' über seine Affäre, hatte er zur Kompensation gebracht.
Ab diesem Zeitpunkt also hat er viel für die Beziehung gearbeitet (ich dachte, dass er sich jetzt einfach wohler bei mir fühlt), hat mir oft gezeigt, wie sehr er mich liebt, im Gegensatz zur Zeit davor. Witze über Frauen hörten auf, er hat sehr viel und viel schönes für mich getan. Er sagte, er hat auch endlich an eine Zukunft mit mir gedacht, was er vorher noch nie gefühlt hat. Sagen konnte er es mir aus Angst nie. Er wollte mich nicht verlieren und hat es mir verschwiegen. Er hat immer damit gehadert es mir zu erzählen, bis es augeflogen ist. Meine Freunde haben es mir schlussendlich erzählt. Er sagte sogar er ist dankbar, dass es endlich raus ist. Die ständigen Lügen und das schlechte Gewissen haben ihm die Zeit sehr schwer gemacht.

Jetzt sitze ich da und weiß nicht was ich tun soll. Er tut alles, um mich zum Bleiben zu überzeugen. Ich ertrinke in Briefen, Liebesbekundungen, Bitten um Verzeihung. Er sagt, dass dieser Fehler das schlimmste war, was er jemals getan hat, er schämt sich, er bereut es, und es wird niemals wieder passieren. Er möchte eine gemeinsame Zukunft mit mir haben und würde alles dafür tun. Ich sei seine große Liebe, und dass die letzten 2 Jahre die schönsten überhaupt gewesen sind. Er sagte, dass er nicht so einen Unsinn sagen würde, dass er ein anderer Mensch sei, aber er versichert mir, dass er sich geändert hat, dass er Beziehungen und auch die Liebe zu mir aus einer neuen Perspektive sieht. Auch seinen Selbstwert kann er sich nun anders holen. Er hat auch diesen Punkt gebessert. Er möchte noch eine Chance.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich bin hin und hergerissen. Einerseits liebe ich ihn und möchte ihm verzeihen. Andererseits denke ich 24 Stunden lang an diesen Monat und die andere Nacht. Ich habe solche Angst ihm zu vertrauen. Aber ich merke schon, dass ich nach Befürwortern des 'gib ihm noch eine Chance'-Versuchs suche, also bin ich mir sicher, dass ich ihm wirklich vertrauen möchte. Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Was würdet ihr tun? (Auch an die Leute, die ihrem Partner vielleicht keine Chance mehr gegeben haben)

Ich brauche wirklich Ratschläge...

Vielen Dank schon einmal im Voraus und entschuldigt, für die lange Nachricht.

Liebe Grüße.


 

Wenn dus wirklich nochmals versuchen möchtest.. brauchst du "lediglich" wieder zu vertrauen.. 


Mir wärs zu anstrengen, denn ich weiss, dass ich bei der kleinsten Ungereimtheit sofort wieder zurückversetzt werden würde, such in meinem Bauch ein klumpen bilden würde und ich wieder schlaflose Nächte hätte.. 

Also, entweder du arbeitest an dir bis du wieder vertraust oder und du suchst dir nen Mann der weniger Baustellen und mehr Lebenserfahrung hat. Einer der von anfang an zu schätzen weiss, was er hat... 

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10. April um 18:00

Jup, bei aller Liebe.. das würd ich mir nicht anzun.. Für mich muss eine Beziehung frisch, lebendig und leicht sein.. alles andere ist doch Masochismus.. 

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10. April um 19:07
In Antwort auf lacaracol

Jup, bei aller Liebe.. das würd ich mir nicht anzun.. Für mich muss eine Beziehung frisch, lebendig und leicht sein.. alles andere ist doch Masochismus.. 

Frisch und lebendig ja, leicht: Nein. Wenn eine Beziehung in die Banalität und die komplette Problemlosigkeit entgleiten würde, dann wäre das genauso wenig für mich wie eine Beziehung, die nur mit Problemen um sich selbst kreist. Nur die goldene Mitte scheint mir richtig zu sein.

Und Laculac und ihr Jüngling haben nach dieser Vergangenheit sogar die Chance gemeinsam zu reifen. Vor allem war ich schon immer der Meinung, dass am ehesten eine selbstbewusste Frau den Seitensprung des Partners verzeihen kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass eine selbstbewusste Frau von Ausnahmen abgesehen ihren Kerl auch an sich zu binden versteht. Freilich gibt es Ausnahmen bei notorischen Womanizern, Schmarotzern und Dauerfremdgängern.  Aber das ist schon ein starkes Stück, so etwas dem Freund von Laculac zu unterstellen - auch nach seinen eher unreifen Schilderungen. - Klar ist lediglich, dass der Junge eine lenkende weibliche Hand benötigt! Aber ich vermute, Laculac kriegt das schon hin.

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10. April um 19:40
In Antwort auf entdeckerin54

Frisch und lebendig ja, leicht: Nein. Wenn eine Beziehung in die Banalität und die komplette Problemlosigkeit entgleiten würde, dann wäre das genauso wenig für mich wie eine Beziehung, die nur mit Problemen um sich selbst kreist. Nur die goldene Mitte scheint mir richtig zu sein.

Und Laculac und ihr Jüngling haben nach dieser Vergangenheit sogar die Chance gemeinsam zu reifen. Vor allem war ich schon immer der Meinung, dass am ehesten eine selbstbewusste Frau den Seitensprung des Partners verzeihen kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass eine selbstbewusste Frau von Ausnahmen abgesehen ihren Kerl auch an sich zu binden versteht. Freilich gibt es Ausnahmen bei notorischen Womanizern, Schmarotzern und Dauerfremdgängern.  Aber das ist schon ein starkes Stück, so etwas dem Freund von Laculac zu unterstellen - auch nach seinen eher unreifen Schilderungen. - Klar ist lediglich, dass der Junge eine lenkende weibliche Hand benötigt! Aber ich vermute, Laculac kriegt das schon hin.

Liebe Entdeckerin

Die Beziehung muss sich leicht anfühlen, für mich!
Nicht: die Beziehung muss leicht sein..! 

Das sind zwei Grundverschiedene Dinge!

Du sprichst von einer oberflächlichen Beziehung und ich spreche davon, dass ich mir nicht ständig Gedanken machen möchte, ob mein Partner,  irgendwo anbandelt... Solche Gedanken belasten die Psyche, das Gemüt und fühlen sich schwer,  findest du nicht?

Also sollte die TE lernen im wieder zu vertrauen, indem sie ihm einen riesigen Vertrauensvorschuss gibt oder sie sucht sich einen anderen, der diese Entwicklung, in der sich ihr Partner derzeit befindet, schon längst hinter sich hat..


Verstehst du?







 

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10. April um 22:24

@lacarasol


Ich respektiere Deine Meinung, aber die dahinter stehende Rigorosität halte ich nicht für übertragbar auf andere. Genauso wenig ist meine Grundeinstellung einfach übertragbar auf andere Menschen. Daher ist es nicht ganz "ungefährlich",  in einem solchen Forum Ratschläge zu erteilen. Das gilt für alle Seiten hier, für meine wie auch für die entgegengesetzte.

Wir hängen hier alle mehr oder weniger an unseren bloß subjektiven Kriterien.

Dabei kann ich mich durchaus in eine Frau einfühlen, die von ihrem Partner betrogen wurde. Ich weiß auch, was Vertrauensverlust bedeutet und wie schwer das wieder zu kitten ist.

Mich treibt hier etwas ganz anderes um als die bloß subjektive Meinung:

Ein häufiges Thema in der Partnerschaftsberatung ist das Fremdgehen von einer oder von beiden Personen. Zwar sind andere Probleme noch gravierender, aber es hängt durchaus alles mit allem zusammen.
 Wenn nun jeder und jede, die/der mit einem Fremdgänger oder Fremdgängerin liiert ist, gleich die Flinte ins Korn werfen würde, dann würden wir uns wundern, wie wenig Beziehungen da überhaupt noch übrig und überhaupt möglich bleiben. Um das zu verstehen, sollte schon mal ein Blick auf die einschlägige Statistik geworfen werden (ich weiß, dass Statistiken immer interpretierbar sind, klar, aber ich glaube immer noch, diese Zahlen sprechen für sich): Es sind übrigens auch immer mehr Frauen, die ihre Partner düpieren! Nicht nur die Kerle. Nun sage ich Dir, was mir ein Partnerschaftsberater anvertraut hat auf die Frage: Wieviel Chance existiert, dass beide aus dem Dilemma rauskommen? Die Antwort lautete ungefähr 50% Chance. Ich hatte mit sehr viel weniger gerechnet.

Jedenfalls halte ich es für sehr gewagt, vor diesem Hintergrund einer jungen Frau zu einer Trennung zu raten, ohne dass sie nicht wenigstens etwas anderes versucht hätte.

Und da bietet sich durchaus eine gemeinsame Partnerschaftsberatung an, die es heutzutage nicht nur für Verheiratete gibt und die relativ kostengünstig ist. Wenn beide daran teilhaben und sinnvoll mitmachen, kann bei guten Beratern wechselseitig Klarheit entstehen.

Ich hoffe, dieser Gedanke erreicht Lacaluc noch. Es wäre interessant, wie ihr Freund darauf reagiert. Hier können echte Chancen für eine Klärung liegen, aber nur wenn beide wirklich interessiert sind und sich aktiv darauf einlassen! (Ich spreche aus eigener Erfahrung).

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10. April um 23:38
In Antwort auf entdeckerin54

@lacarasol


Ich respektiere Deine Meinung, aber die dahinter stehende Rigorosität halte ich nicht für übertragbar auf andere. Genauso wenig ist meine Grundeinstellung einfach übertragbar auf andere Menschen. Daher ist es nicht ganz "ungefährlich",  in einem solchen Forum Ratschläge zu erteilen. Das gilt für alle Seiten hier, für meine wie auch für die entgegengesetzte.

Wir hängen hier alle mehr oder weniger an unseren bloß subjektiven Kriterien.

Dabei kann ich mich durchaus in eine Frau einfühlen, die von ihrem Partner betrogen wurde. Ich weiß auch, was Vertrauensverlust bedeutet und wie schwer das wieder zu kitten ist.

Mich treibt hier etwas ganz anderes um als die bloß subjektive Meinung:

Ein häufiges Thema in der Partnerschaftsberatung ist das Fremdgehen von einer oder von beiden Personen. Zwar sind andere Probleme noch gravierender, aber es hängt durchaus alles mit allem zusammen.
 Wenn nun jeder und jede, die/der mit einem Fremdgänger oder Fremdgängerin liiert ist, gleich die Flinte ins Korn werfen würde, dann würden wir uns wundern, wie wenig Beziehungen da überhaupt noch übrig und überhaupt möglich bleiben. Um das zu verstehen, sollte schon mal ein Blick auf die einschlägige Statistik geworfen werden (ich weiß, dass Statistiken immer interpretierbar sind, klar, aber ich glaube immer noch, diese Zahlen sprechen für sich): Es sind übrigens auch immer mehr Frauen, die ihre Partner düpieren! Nicht nur die Kerle. Nun sage ich Dir, was mir ein Partnerschaftsberater anvertraut hat auf die Frage: Wieviel Chance existiert, dass beide aus dem Dilemma rauskommen? Die Antwort lautete ungefähr 50% Chance. Ich hatte mit sehr viel weniger gerechnet.

Jedenfalls halte ich es für sehr gewagt, vor diesem Hintergrund einer jungen Frau zu einer Trennung zu raten, ohne dass sie nicht wenigstens etwas anderes versucht hätte.

Und da bietet sich durchaus eine gemeinsame Partnerschaftsberatung an, die es heutzutage nicht nur für Verheiratete gibt und die relativ kostengünstig ist. Wenn beide daran teilhaben und sinnvoll mitmachen, kann bei guten Beratern wechselseitig Klarheit entstehen.

Ich hoffe, dieser Gedanke erreicht Lacaluc noch. Es wäre interessant, wie ihr Freund darauf reagiert. Hier können echte Chancen für eine Klärung liegen, aber nur wenn beide wirklich interessiert sind und sich aktiv darauf einlassen! (Ich spreche aus eigener Erfahrung).

Rigoros - weil ich mich kenne, weiss, dass dies immerwieder in mir nagen würde.. ich weiss, dass mir kein verändertes Verhalten aufgefallen ist damals.. ich weiss, dass er nach 3/4 Jahr die erst beste Gelegenheit nutzte um sie wieder ins Bett zu kriegen... ich weiss, dass er mich mit "ihr" Eifersüchtig machen wollte und er weiterhin mit ihr Kontakt hält.. etc, etc, etc, etc..

Neeeee....


Wenn es bei der 1-monatigen Affaire geblieben wäre, kann man das als verzeihbare Dummheit ansehen.. wenns denn noch +/- in der Kennenlernphase war und wenn sein Verhalten in der Zeit auch etwas widersprüchlich war.. 

Aber er hielt die ganze Zeit Kontak zu der Affaire.. und hat noch Spässchen drüber gemacht.. diese Dummheit könnt ich zwar verzeihen, aber nicht vergessen.. 

Nicht vergessen heisst, dass man diesen Balast ein ganzes Leben lang mitschleppen wird (da es ja um den Mann fürs Leben geht) und das ist ein Balast den ich nicht bereit bin mitzuschleppen...


Darum mein rigoroser Tipp.. entweder lernen zu vertrauen oder sich zu trennen. Alles andere ist verschwendung der kostbaren Lebenszeit.


@TE
Ob du nun lernst ihm wieder zu vertrauen oder obs ein neuer Partner wird. So oder so solltest du mit deinem Partner anfangs mal Besprechen, wie ihr mit solchen Situationen in Zukunft umgehen werdet, sollte es zu Knutschereien, Vögeleien, Verliebtssein und alldem kommen.. was möchtest du wissen und was nicht? 


 

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11. April um 10:35

Tolles Zitat:
aber nur eine (sorry) "dämliche" frau verzeiht 2 Seitensprünge und jahrelanges ANLÜGEN

Ok.  Vielleicht habe ich ja nur von 1 echten und einem 2ten versuchten Seitensprung gelesen, aber es geht nicht um die Häufigkeit, sondern um die Wertung im Gesamtzusammenhang. 

Das Argumentieren mit "dämlicher Frau" wird "ad hominem" argumentieren genannt. Auf dieses Niveau werde ich ich nicht weiter einlassen. Denn nicht Lacurac, sondern ich bin hier gemeint. Ich kann das "ab".
 Das von Lacurac dargestellte Problem ist in der Paarberatung mehr als bekannt. Und kein professioneller Paarberater würde so einfach zu der Meinung einiger Teilnehmerinnen hier kommen. Es würden sich hier einige wundern, wie wenige Paarbeziehungen überhaupt noch übrig bleiben würden, wenn die Berater auch so argumentieren. Ok, sie verdienen ja auch Geld damit. Denken wohl einige.  Wenn ich auf niedrigem Niveau "ad hominem" argumentieren würde, wäre ich jetzt zu dem Ausspruch geneigt: Glückwunsch, dass Du/ihr besser seid als die Profis. Übrigens kenne ich auch genügend Frauen, sogar Freundinnen, die schon mal fremd gewandelt sind .... UND: Früher war es üblich, zu argumentieren, es müsse etwas grundfaul in der Beziehung sein, beide hätten sich längst auseinander gelebt. Sonst würde eine Frau nie fremdgehen. Informiert euch selbst, stimmt so nicht. Ist absolut zu einfach ... Nach dieser einfachen Sicht leben sich alle irgendwann auseinander.
Ich habe keine Lust von meinen eigenen Erfahrungen zu sprechen, aber ich habe mit meinen 54 Lenzen genug davon. Das heißt aber gerade nicht, dass ich Männer generell verteufele oder generell misstraue oder blindäugig traue, sondern dass ich gelernt habe, ob und unter welchen Voraussetzungen sich Verzeihen und Vertrauen lohnen.

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11. April um 10:56

Seh ich ähnlich. Mit Selbstbewusstsein hat das wenig zu tun. Eher im gegenteil: man symbolisiert dem Partner wie wenig man sich selbst wert ist oder wie abhängig man von ihm ist, wenn man ihm soetwas durchgehen lässt. 

selbstbewusst wäre: du hast das getan. Du wusstest dabei was die Konsequenzen sind. Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann schuldest du trotzdem die Ehrlichkeit. Und wenn jemand seinen Fehler ehrlich und aus freien Stücken eingestanden hat, dann ist derjenige vll. Wieder vertrauenswürdig, je nach schwere des Vergehens.
In jedem falls muss derjenige mit den Konsequenzen leben.

Aber in diesem Fall war der Typ dauerhaft unehrlich. Er hat nie irgendwas bereut und hat weiter gelogen. Bis es von alleine raus kam. Was er jetzt tut ist seine eigene Haut zur retten. Dieses: "ich bin auch so froh, dass mich meine Freunde verletzt haben" glaubt doch niemand, der das nicht unbedingt glauben möchte. Also so einen Blödsinn habe ich noch nie gehört. Diese Aussage macht ihn für mich unglaublich unglaubwürdig.

Der eibzige Grund wieso mir soetwas einfallen würde wäre, wenn ich in seiner Situation gewesen wäre und jetzt irgendwie verzweifelt meine eigene Haut retten wollte. 

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11. April um 10:58
In Antwort auf nea_13137068

Seh ich ähnlich. Mit Selbstbewusstsein hat das wenig zu tun. Eher im gegenteil: man symbolisiert dem Partner wie wenig man sich selbst wert ist oder wie abhängig man von ihm ist, wenn man ihm soetwas durchgehen lässt. 

selbstbewusst wäre: du hast das getan. Du wusstest dabei was die Konsequenzen sind. Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann schuldest du trotzdem die Ehrlichkeit. Und wenn jemand seinen Fehler ehrlich und aus freien Stücken eingestanden hat, dann ist derjenige vll. Wieder vertrauenswürdig, je nach schwere des Vergehens.
In jedem falls muss derjenige mit den Konsequenzen leben.

Aber in diesem Fall war der Typ dauerhaft unehrlich. Er hat nie irgendwas bereut und hat weiter gelogen. Bis es von alleine raus kam. Was er jetzt tut ist seine eigene Haut zur retten. Dieses: "ich bin auch so froh, dass mich meine Freunde verletzt haben" glaubt doch niemand, der das nicht unbedingt glauben möchte. Also so einen Blödsinn habe ich noch nie gehört. Diese Aussage macht ihn für mich unglaublich unglaubwürdig.

Der eibzige Grund wieso mir soetwas einfallen würde wäre, wenn ich in seiner Situation gewesen wäre und jetzt irgendwie verzweifelt meine eigene Haut retten wollte. 

*verpetzt. Sorry 

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11. April um 11:16
In Antwort auf nea_13137068

*verpetzt. Sorry 

Kerl123.

Deine Ehrlichkeit ehrt Dich, Deine Reue, Dein Selbstbekenntnis. Deine absolut glaubwürdige Entschlossenheit, in Zukunft anders zu handeln!

Du erkennst Dich in dem anderen wieder. Du hast auch das Gefühl, dass der andere die Kurve noch nicht gekriegt hat. Das motiviert Dich aus besten Motiven, zu warnen.

Aber Du selbst bist das beste Beispiel dafür, dass ein Mann die Kurve kriegen kann. Und nicht erst in einem Alter, in dem beim Mann Impotenz eintritt.

Im übrigen sehe ich das mit der Meinung bez. Selbstbewusstsein als zu weit hergeholt. Es gibt nicht das geringste Anzeichen dafür, dass sich Lacurac selbst nichts wert ist und dass er das auch so sieht und ausnutzen möchte. Das sind alles Projektionen, die hier stattfinden. Verständlich, aber gefährlich. Es sind sich hier einige nicht bewusst, was sie mit falschen Warnungen anrichten können.

In vielen Beiträgen wird nur reflexhaft argumentiert. Die positiven Elemente, die in Lacuracs Beitrag drin stecken, sind komplett ignoriert worden. Nach dem Motto: Ein Betrüger ist und bleibt ein Betrüger. Aus einer bloßen Betroffenheitsargumentation , vielleicht auch eigenen negativen Erfahrungen heraus!

Leider bin auch ich nicht auf diese positiven Elemente eingegangen, die etwas ganz anderes zeigen als die Unterstellung: notorischer Fremdgänger am Werk.

In anderen Kontexten argumentiere ich völlig anders. Wenn eine Frau geschlagen, gequält und erniedrigt wird, da ist alles für mich klar. Schaut mal ein paar andere Posts von mir. Ich bin also nie einseitig darauf aus, Beziehungen zu kitten oder etwas zu beschönigen. 

Aber es nutzt Laculac auch nichts, jetzt das angebliche "Selbstbewusstsein" zu haben und ihn zum Teufel zu jagen. Ich würde mein Selbstbewusstsein eher darin investieren, ihm ein paar Prüfungen aufzuerlegen. Was genau und welche - einschließlich Paartherapie -, habe ich schon genügend dargelegt. Aber sei es drum, Argumente zählen ja nicht.

Ich weiß nicht, wer von uns recht hat. Vielleicht werden wir es nie erfahren. 
 

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11. April um 12:01

Da hast du recht. Aber wenn man sich dafür entscheidet sollte man sich auch daran halten. 
Selbst wenn man sich für eine offene Beziehung oder ähnliches entscheidet(die Grenzen sind ja fließend) dann ist Ehrlichkeit immer das a und o. 

Irgendwelche Ausreden von wegen: es liegt in der Natur des Menschen usw. Zählen nicht wenn man mit jemandem eine monogame Beziehung eingeht.

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11. April um 12:21
In Antwort auf nea_13137068

Da hast du recht. Aber wenn man sich dafür entscheidet sollte man sich auch daran halten. 
Selbst wenn man sich für eine offene Beziehung oder ähnliches entscheidet(die Grenzen sind ja fließend) dann ist Ehrlichkeit immer das a und o. 

Irgendwelche Ausreden von wegen: es liegt in der Natur des Menschen usw. Zählen nicht wenn man mit jemandem eine monogame Beziehung eingeht.

Jupp, er kann nicht sagen, es kommt nie wieder vor und damit mit ihr selber auch Monogamie absprechen, wenn er gar nicht vorhat, sich dran zu halten. Dann soll er es bitte klar sagen, er kann nichts versprechen, wenn er sich da selber nicht traut.

Wie wars bei dir, Kerl? Was gab denn den Ausschlag, dass du jetzt nie mehr fremdgehen würdest? Hast du beim/nach dem Spass mit anderen Mädels plötzlich erkannt, dass das doch nicht so ein Spass ist, oder wie war das? Ich finde es einfach interessant, das mal zu hören, wie das ablaufen kann, so ne Entwicklung.

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11. April um 13:44
In Antwort auf jara

Jupp, er kann nicht sagen, es kommt nie wieder vor und damit mit ihr selber auch Monogamie absprechen, wenn er gar nicht vorhat, sich dran zu halten. Dann soll er es bitte klar sagen, er kann nichts versprechen, wenn er sich da selber nicht traut.

Wie wars bei dir, Kerl? Was gab denn den Ausschlag, dass du jetzt nie mehr fremdgehen würdest? Hast du beim/nach dem Spass mit anderen Mädels plötzlich erkannt, dass das doch nicht so ein Spass ist, oder wie war das? Ich finde es einfach interessant, das mal zu hören, wie das ablaufen kann, so ne Entwicklung.

Also Spaß hatte ich schon. Gerade im Studium hatte ich erst eine Freundschaft+ mit einer, dann mit der nächsten, onenightstands usw. Aber alle wussten was sie zu erwarten hatten. Auch ich wusste dass eine der Mädels was mit nem anderen haben könnte und wenn es dann so war, haben wir uns gegenseitig davon erzählt auch wegen Verhütung. Das war das gute daran: ich konnte davon ausgehen, dass sie ehrlich waren, weil es keinen Grund zu lügen gab. In festen Beziehungen ist das leider oft anders, wie auch mit manchen Menschen unabhängig vom Beziehungsstatus.

Für mich ist das ausschlaggebende zu wissen, dass es nicht schlimm ist eine Bzeihung zu beenden. Dass man  natürlich traurig ist, den anderen vermisst und einem lieben Menschen aus dem Leben wirft ist eine Sache. Aber ich weiß: wenn ich will kommt bald wieder jemand. Vll. Zu bald. 
Schlimmer als eine Beziehung zu beenden sind die Folgen von Fremgehen und Unehrlichkeit. Ich weiß was ich anrichte wenn ich fremd gehe und was ich anrichte wenn ich nicht ehrlich in meiner Beziehung bin. Schließlich will man sich auf den Partner verlassen können. Und alles andere macht das gegenüber nur fertig.

Manchmal hätte ich gern wieder den spaß wie früher, aber ich weiss auch, dass ich zu der Zeit als ich das hatte die Vertrautheit vermisst habe. Wenn man jemanden gefunden hat, der einen wirklich wichtig ist, dann will man eben doch nicht nur eine affäre oder freundschaft+. Bis man denjenigen gefunden hat sollte man so viel spass wie möglich haben.(ohne andere unnötig zu verletzen)

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11. April um 15:12

Nunja, wenn Du davon ausgehst, dass alle anderen "Fremdgänger" ehrlich sind außer dem Freund von laculaq? (Wobei das mit dem "eiskalt" bei diesem noch etwas unreifen Jungen schon starker Tobak ist. Da rieche ich ja eher an seinem unreifen Gesülze den Angstschweiß.

Wenn nunmal jede Frau zwischen 20 und 70 schon 2,1 mal in ihrem Leben fremdgegangen ist und jeder Mann 3,6mal? (Quelle: de.statista.com/statistik/daten/studie/177370/umfrage/anzahl-der-seitenspruenge/). Die allgemeine Wahrscheinlichkeit für eine Außenbeziehung im Leben liegt in Deutschland zwischen 28 - 50% (Quelle:  https://www.wielandstolzenburg.de/affaeren-seitenspruenge-wie-viele-menschen-fremdgehen/). Dabei deutet alles darauf hin, dass die Zahl je nach Art der Umfrage erheblich schwankt. Die Dunkelziffer ist also noch erheblich höher. Da werden noch mehr Schwerenöter sein.

Und alle diese Leute haben immer die Wahrheit gesagt, ihren Partner nie angelogen?

Da dürfte doch eher die Statistik mit der allgemeinen Lebenserfahrung übereinstimmen. Nach Stolzenburg "kommen 46% der betrogenen Frauen und 44% der betrogenen Männer dem Partner selbst auf die Schliche, rund 25% der Frauen bzw. 33% der Männer erfahren von dem Seitensprung direkt durch den Partner. Durch Zufall kommen rund 20% der Seitensprünge ans Licht."

Wenn das mal so gesehen wird, war ja Laculaqs Freund noch geradezu ehrlich.

Wer mit den Zahlen nicht zufrieden ist, weil ja alle nur möglichen Partner so schlecht sind, der kann natürlich auch für sich die Entscheidung treffen, alleine zu bleiben.

Realität ist eher, was hier Stolzenburg schreibt: "Es scheint demnach eine große Kluft zwischen dem Wunsch nach Verlässlichkeit, Treue und einer monogamen Beziehung und dem Bedürfnis nach Freiheit, Abwechslung und sexuellem Abenteuer zu geben."

Natürlich lassen sich sehr gut vor einer solchen "schäbigen" Realität die Augen verschließen, oder wir müssen einmal anerkennen, dass dies so ist und dass es zwar nicht ideal, aber menschlich ist. Außerdem müssen wir lernen, wie wir trotzdem unseren Partnern vertrauen können und was wir dafür tun müssen. Es gibt da vieles, was möglich ist. Aber dazu benötigten wir schon noch ein paar mehr Threads.

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11. April um 15:21
In Antwort auf nea_13137068

Also Spaß hatte ich schon. Gerade im Studium hatte ich erst eine Freundschaft+ mit einer, dann mit der nächsten, onenightstands usw. Aber alle wussten was sie zu erwarten hatten. Auch ich wusste dass eine der Mädels was mit nem anderen haben könnte und wenn es dann so war, haben wir uns gegenseitig davon erzählt auch wegen Verhütung. Das war das gute daran: ich konnte davon ausgehen, dass sie ehrlich waren, weil es keinen Grund zu lügen gab. In festen Beziehungen ist das leider oft anders, wie auch mit manchen Menschen unabhängig vom Beziehungsstatus.

Für mich ist das ausschlaggebende zu wissen, dass es nicht schlimm ist eine Bzeihung zu beenden. Dass man  natürlich traurig ist, den anderen vermisst und einem lieben Menschen aus dem Leben wirft ist eine Sache. Aber ich weiß: wenn ich will kommt bald wieder jemand. Vll. Zu bald. 
Schlimmer als eine Beziehung zu beenden sind die Folgen von Fremgehen und Unehrlichkeit. Ich weiß was ich anrichte wenn ich fremd gehe und was ich anrichte wenn ich nicht ehrlich in meiner Beziehung bin. Schließlich will man sich auf den Partner verlassen können. Und alles andere macht das gegenüber nur fertig.

Manchmal hätte ich gern wieder den spaß wie früher, aber ich weiss auch, dass ich zu der Zeit als ich das hatte die Vertrautheit vermisst habe. Wenn man jemanden gefunden hat, der einen wirklich wichtig ist, dann will man eben doch nicht nur eine affäre oder freundschaft+. Bis man denjenigen gefunden hat sollte man so viel spass wie möglich haben.(ohne andere unnötig zu verletzen)

@kerl123.

Deine Offenheit finde ich ganz klasse. Aber wenn man Deine Statements mit den Aussagen von laculaq vergleicht, gibt es bei Dir doch ein paar mehr Hinweise auf habituelle Promiskuität. Das ist schon ein gewisser Unterschied, auch wenn es Ähnlichkeiten geben mag. Daher möchte ich auch nicht, dass wir hier eine zu simple Übertragung vornehmen.

Aber eigentlich möchte ich inzwischen das Thema wechseln:

So sehr ich auch für laculaqs Freund einzutreten scheine (es geht mir aber nicht um ihn, sondern um laculaq), bin ich keine Anhängerin habitueller Promiskuität.

Damit bringt "man" sich um die Innigkeit, die nur im Sexualakt zwischen Vertrauten, zwischen Seelenverwandten, möglich ist.  Ziel ist da die vollkommene seelische und körperliche Vereinigung. Du bist auf dem besten Weg dahin - nur möglich in einer tollen Partnerschaft.

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11. April um 15:36

Vielleicht haben wir da ein anderes Verständnis der Wörter spass und ernst(was ich glaube ich nicht geschrieben habe) 

Mit spass meine ich einen zwanglosen Umgang mit verschiedenen Frauen, den ich in einer festen Beziehung für unangebracht halte. Und eine ernste Beziehung ist für mich eine ernstzunehmende Bindung, die im Gegensatz zu einer Affäre steht, die natürlich auch ernst sein kann, aber keine Bindung darstellt an der man ernsthaftes Interesse hat.

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11. April um 19:39

Naja, man weiss ja, dass es bei den Männern oft anders ist. Die können den besten Sex mit der anziehendsten Frau betreiben und trotzdem heisst das weder, dass es bei ihnen für ne Beziehung reicht noch dass sie verliebt und treu sind. Mitnichten, es ist kurioser weise so, dass Männer, wenn sie verliebt sind nicht so sehr an Sex denken wie normalerweise. Warum das so ist, keine Ahnung, aber die ticken da irgendwie anders

Kerls Einstellung ernüchtert mich dann jetzt doch auch, ich war aufgrund seiner Schilderung davon ausgegangen, dass er sich geändert hat und jetzt monogam lebt. Aber scheinbar habe ich das missverstanden, denn nun hört es sich eher danach an, dass er immer noch leicht das Interesse an seinen Partnerinnen verliert und dann eben jetzt gelernt hat, schneller schluss zu machen und KEINESWEGS monogamer ist.

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