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Eine mehr als markerschütternde Begegnung. Bitte um Analyse.

8. August 2014 um 18:12

Vor einigen Wochen habe ich einen Kuraufenthalt hinter mich gebracht.
Es trug sich zu, dass ich dort eine männliche Person kennenlernte, die einen sehr schwer in Worte zu fassenden, aus der Umlaufbahn werfenden, bleibenden Einfluss auf mich ausübt. Und zwar gänzlich in positivem Sinn.

Ich möchte vorwegnehmen, dass in diese Begegnung keinerlei sexuelle Anziehungskraft, geschweige denn der Gedanke an eine Beziehung hereinfließt.

Schon alleine bei den Worten, die ich hier formuliere, fange ich wieder an zu weinen.

Jede einzelne Sekunde mit diesem Mann war eine Art Höhenflug, ich fühlte mich wie unter starkem Drogeneinfluss, obwohl ich nie welche nahm, aber so muss es sich wohl anfühlen.

Meine Antriebskraft war so lebendig wie nie. Es war als würden wir über eine nicht abflachende Welle jetten.

Ein Rausch, der einen Monat lang anhielt.

Ich fühlte mich von ihm wie in einen Bann gezogen. Er nahm jedes einzelne meiner Worte wahr, ich habe mich so ewig lang, so in Einzelheiten, so intensiv keinem Menschen öffnen können, weil er einfach alles aufnahm, versuchte zu verstehen, dieses "tief in den anderen reinschauen" beruhte auf Gegenseitigkeit.

Wir verbrachten oft 10 Stunden an einem Stück zusammen und gefühlt war es nicht mal eine Stunde.

Wir unternahmen spontan abenteuerliche Ausflüge und ich hatte nach zwanzig Jahren nach Gefühl Zugang zu "meinem inneren Kind" gefunden zu haben. Das hört sich für mich selber ein wenig merkwürdig an, aber wenn man es erlebt, dann fühlt es sich so an. Diese Lebendigkeit, ständige Lachattaken, einfach Sein.

Ich war dann auch gleichermaßen traurig, da ich spürte, dass ich wirklich über zwei Jahrzehnte irgendwie emotional dahindümple. Zwar gibt es auch schöne Tage, auch lustige. Aber diese Art der Intensität, das ist ewig her!

Als wir uns verabschiedeten, und nun heule ich wieder, war es so, als würde ein Teil von mir herausgerissen werden. Ich heulte wie ein kleines Kind, eine ganz andere Form des Traurigseins, wie z.B. bei Liebeskummer, Trauer. So als wenn sich der Erdboden auftäte und das Leben keinen Sinn mehr machen würde.

Wir haben, und das ist das größte Geschenk, weiterhin Kontakt und ich fühle mich ihm total verbunden. Wir sehen uns auch bald wieder.
Der Verlust über diese Zeit ist extremst schmerzhaft, aber gut, es muss weitergehen.

Durch ihn konnte ich auch nach dem Aufenthalt ganz klar Entscheidungen treffen, wusste auf einmal, ohne lange nachzudenken, was gut ist für mich und was nicht, wer mir gut tut und wer nicht.

Unterm Strich und knapp gesagt gab ich ihm mehr Gelassenheit mit auf den Weg, und er mir durch sein ewiges intensives Zuhören, dass Gefühl, wirklich von einem Mann gehört zu werden, und zwar das erste Mal in meinem Leben.

Ich hatte nämlich einen Vater, der mir null zuhörte. Einen Exfreund über ewige Jahre bei dem es ewig war.

Trotzdem fühlt sich diese Begegnung als noch mehr an. Wie eine Begegnung mit dem Laibhaftigen. Gott, es ist von einer solchen Intensität, es ist schwer zu beschreiben. Es ist aber auch nicht verliebt sein, denn das kenne ich auch, es fühlt sich ganz anders an.

Kennt jemand von euch sowas? Hat jemand Gedanken dazu? Ich bin sehr gespannt.

Ganz liebe Grüße Forengemeinde!

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8. August 2014 um 18:35

Cefeu
Was soll ich sagen? You are marvellous!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

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Eig müsste es mir egal sein...ist es aber nicht...Help
Von: nutzl00s
neu
8. August 2014 um 15:17
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