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Eine lange Geschichte...

29. September 2007 um 8:25

aber ich selber finde keine Lösung... Aber ich fang mal ganz vorne an. Also, vor 6 JAhren hab ich meinen Mann kennengelernt. Er ist 12 Jahre älter als ich, geschieden und hat 2 Kinder. Jeder meiner Freundinnen hätte ich davon abgeraten, aber wie das nun mal so is, wenn es um einen selber geht... Nach ca. 5 Monaten sind wir zusammen gezogen. Alles lief auch bestens, es war eine sehr harmonische, liebevolle Beziehung. Auch wenn die Kinder (Junge, damals 12, Mädchen damals 9) alle 14 Tage Sa/So kamen war alles bestens, haben uns gut verstanden, die Kinder haben mich voll akzeptiert. Und meistens sogar eher auf mich als auf ihren Vater gehört. Als wir 1 Jahr zusammen waren, haben wir dann ein kleines Häuschen gekauft und geheiratet. Ein halbes Jahr später war ich schwanger. Alles wunderbar. Dann war ich gerade 2 Wochen im Mutterschutz, mein Mann wollte nur eben den Unterhalt zu seiner Ex bringen, da rief er an, er käme später und würde den Jungen mitbringen. Seine Ex hatte den Jungen über Jahre machen lassen was er wollte, hauptsache sie hatte ihre Ruhe, dann kam die Pubertät mit ihren Problemen dazu, da wurde die gute mit ihm nicht mehr fertig, war zu anstrengend, Außerdem hatte sie einen neuen Partner, der das Theater nicht mitmachen wollte und sie vor die Wahl gestellt hat. Also flog das Kind raus. Als mein Mann da hin kam, wartete schon eine Mitarbeiterin vom Jugendamt da und hat ihm gesagt, wenn er seinen Sohn nicht mitnimmt, dann kommt er ins Heim. Seine Ex hatte wohl schon länger Kontakt zum Jugendamt, wovon wir aber nichts wußten. Nun gut, also saßen wir mit dem Jungen da, zog er halt in unser Babyzimmer. Und dann ging der Streß los. Er kannte keinerlei Regeln, konnte nicht zwischen mein und dein unterscheiden, Privatsphäre? was ist das? Ein paar Tage durfte er zuhause bleiben, dann mußte er wieder zur Schule. Am 2. Tag durfte ich ihn dann schon wieder abholen, weil er nach Hause geschickt wurde, wegen Steine auf Kinder schmeißen... Mein Mann war von der ganzen Situation total überfordert, seinen Sohn hat er immer nur angeschrien, wenn der was verbockt hat, damit war es für ihn getan. Keine Strafe oder sonstiges. Aber an Schreierein war der Junge ja gewöhnt, die haben ihn schon gar nicht mehr interessiert. Bei Gesprächen mit dem Jugendamt wurde uns geraten, den Jungen in ein Heim mit besonderer Betreuung zu geben, es gab auch ein Gutachten vom Psychologen? PSychater? in dem das empfohlen wurde. Aber nein, mein Mann hielt das alles für Quatsch, sein Sohn braucht so was nicht. Nun ja, der Streß zog sich über die Jahre, mit unserer Ehe ging es bergab. Kaum noch schöne Momente, jedes Wochenende Zoff, Nähe? Zärtlichkeiten? Fehlanzeig. Und auchmit dem Jungen wurde es nicht wesentlich besser, er machte eigentlich immer weiter sein Ding. Nach 1 Jahr haben wir ihn die Schule wechseln lassen, so wurde es zumindest da besser. Aber zuhause halt nicht, und mich hat die Situation einfach überfordert. Kleines Kind, ich bin 3 Monate nach der Geburt auch wieder arbeiten gegangen, dann der Streß mit dem Großen, keine Unterstützung beim Mann. Vor 2 Jahren kam der Junge dann aus der SChule, glücklicherweise hatte ich eine SUPER Mitarbeiterin beim Arbeitsamt, die es ihm ermöglicht hat, ein Berufsvorberei- tungsjahr zu machen. 170 km von uns entfernt. Also mit Internat. Der Junge fühlte sich da sofort wohl, mein Mann war beruhigt, der Jung tat was für die Zukunft und ich hatte die Hoffnung, daß sich unser Zusammenleben wieder normalisieren würde. Jetzt ist der Junge schon 2 Jahre dort, macht da inzwischen eine Ausbildung, aber bei meinem MAnn und mir ist noch immer alles so geblieben. Am Wochenende bekommt er seine AUsraster. Dann stört ihn das Spielzeug vom Kleinen im Wohnzimmer, er hat ja schließlich ein Kinderzimmer, dann hab ich nicht genug geputzt, dann stören ihn die KAtzen (die er ja schon zu Freigängern gemacht hat). Er findet eigentlich immer einen Grund zum motzen und toben. Schöne Momente gibt es eigentlich gar nicht mehr. Ich freu mich schon über Tage, an denen es einfach nur ruhig ist. Wärem? Nähe? Gibts nicht. Mit viel Glück bekomm ich am Tag mal einen kurzen Schmatz, aber auch nur wenn ich ihn einforder. Ich frreue mich jetzt schon immer auf die Nächte, die sind derzeit meine Rettung. Jede Nacht träum ich davon, daß ich jemanden treffe, der nimmt mich dann in den Arm. Diese Nähe tut mir so gut, ich könnte morgens heulen vor Glück, würde am liebsten gar nicht aufstehen, sondern den ganzen Tag weiter träumen.
Ich hoffe Euch schmerzen die Augen noch nicht

Schon mal danke fürs lesen und vielleicht habt ihr ja ein paar Ratschläge?

LG Tigerente73

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29. September 2007 um 9:58

Es ist schön zu träumen,
aber bei dir gibt es ja eine Wirklichkeit und die ist nicht schön. Es ist gut, wenn du weißt dass das Leben auch anders sein kann und es ist gut wenn du daran glaubst, dass es sich auch in deinem Leben wieder verändern kann. Entweder ihr geht zu einer Beratungsstelle und nehmt eine Paarberatung in Anspruch wenn du noch irgendwelche Chancen siehst, dass sich etwas ändern kann. Ansonsten würde ich gut für mich sorgen und die Trennung anstreben.Falls dein Mann nicht bereit ist, wie es bei vielen Männern der Fall ist, dann gehe du zu einer Beratung und schau für dich und dein Kind wie es weitergeht.
Gruß Melike

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29. September 2007 um 10:51
In Antwort auf melike13

Es ist schön zu träumen,
aber bei dir gibt es ja eine Wirklichkeit und die ist nicht schön. Es ist gut, wenn du weißt dass das Leben auch anders sein kann und es ist gut wenn du daran glaubst, dass es sich auch in deinem Leben wieder verändern kann. Entweder ihr geht zu einer Beratungsstelle und nehmt eine Paarberatung in Anspruch wenn du noch irgendwelche Chancen siehst, dass sich etwas ändern kann. Ansonsten würde ich gut für mich sorgen und die Trennung anstreben.Falls dein Mann nicht bereit ist, wie es bei vielen Männern der Fall ist, dann gehe du zu einer Beratung und schau für dich und dein Kind wie es weitergeht.
Gruß Melike

Er wird wohl nicht mitgehen...
Damals, als der Streß mit seinem Sohn war, hatten wir 2 Familienhelferinnen, die immer zu uns kamen. Mir taten die Gespräche sehr gut. Er hat auch immer toll gesprochen, wenn die beiden da waren, aber hinterher hat er doch alles immer so gemacht wie bisher, wie er es für richtig hielt. Zu der einen Familienhelferin besteht noch Kontakt, da sie im Kindergarten meines Sohnes 1 Mal im Monat Hilfe zu Erziehungsfragen anbietet. Einmal war ich auch da, nur um ihr Hallo zu sagen, da hatte sie mir auch angeboten noch einen Termin zu machen, wenn ich noch Bedarf hätte und man könnte das dann über meinen Sohn laufen lassen, wegen der Abrechnung. Das werde ich wohl mal machen, denn sie kennt ja die ganzen Umstände, dann muß ich nicht alles von vorn erzählen. Außerdem kennt sie ja auch meinen Mann.
Was mich aber sehr beschäftigt, ist die Frage, ob es meinem Mann denn wohl so gefällt wie es bei uns ist. So ohne Nähe, Zärtlichkeit, ständig Zoff. Oder kann es sein, daß er es ganz anders empfindet???

Danke fürs Lesen und die Hilfe!

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