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Eine alternative Sicht aufs Fremdgehen

28. Juli 2012 um 9:52

Hallo Allerseits,
ich möchte hier nicht so viel über mich persönlich preisgeben, aber ich würde gerne über ein Thema reden, daß hier schon oft diskutiert wurde (und das ich selber mit quälender Neugier verfolgt habe): Das Fremdgehen.
Ich selber bin ein Mann und in einer längeren, ernsten Beziehung - mit dem ein oder anderen starken Verantwortungsaspekt. Ich liebe meine Freundin - ich habe nicht vor Sie zu verlassen. Nicht heute - und nicht in 100 Jahren. Ich habe schon sehr viel für Sie getan - ich würde es wieder tun und ich bin mir sicher ich werde Sie lieben wenn Sie alt ist und sich kaum noch bewegen kann. Aber für mich sind Sex und Liebe ganz und gar nicht das Gleiche - und wenn Sie im Bett perfekt wäre und perfekt aussehen würde, ich könnte nicht umhin (auch) anderen Frauen hinterher zu schauen.
Es gibt viele Theorien darüber warum Männer (und Frauen) fremdgehen - aber ich finde diesen analytischen Standpunkt in diesem Zusammenhang unangebracht - einer der Erkenntnisse meines jungen Lebens ist, daß man allen anderen Dingen voran erkennen muss wie die Welt ist, bevor man sich an den Versuch (!) macht sie zu ändern. Und meine Erkenntnis ist, daß das Konzept Monogamie nicht bei allen Menschen funktioniert (bei ca. 30% nicht) - Auswege sind "serielle Monogamie", "offene Beziehung", "den ein oder anderen Ausrutscher verzeihen" oder "die Ausrutscher nicht ans Licht kommen lassen".

Natürlich gibt es den Gesundheitsaspekt beim Fremdgehen - für den es m.E. aber Workarounds gibt. Aber was ich einfach nicht verstehe (ich verstehe Eifersucht, ich würde nicht wissen wollen, wenn meine Partnerin mich sexuell betrügt - ich würde wissen wollen, wenn Sie sich verliebt - und das wäre wahrscheinlich auch das Ende) ist: Warum meinen so viele Menschen eine Beziehung übers Knie brechen zu wollen, nur weil der Andere überspitzt gesagt, ein Primat mit zu hohem IQ ist. Mal ganz konkret gesprochen: Ich will mir nicht mein ganzes Leben auf die Lippen beißen und ein verbitterter, alter Greis werden, der sein Leben nicht gelebt hat (an der Stelle wird mich der/die ein oder andere PsychologIn zerreißen), ich will auch nicht von Partnerin zu Partnerin hüpfen - vor allem will ich die Eine, die Jetzige nicht verlassen. Meiner Partnerin will und werde ich es auch nie an Zeit, Geld, Liebe und Unterstützung mangeln lassen. Ich will nur nicht diesen Druck im Nacken haben, falls ich ein mal in - ich denk mir das gerade aus - in 5 Jahren mit einem hübschen Ding in die Kiste hüpfe: Wenn mir irgendein Schnitzer passiert und es raus kommt, gehen bei Ihr die Pferde durch und Sie macht Schluss. Ein paar Menschen, die mich gut kennen, würden Akribie als eine meiner hervorstechendsten Eigenschaften nennen - vielleicht will ich gerade deswegen meine Beziehung nicht auf diesen Pfeiler stützen. Was denkt Ihr? Warum wollt ihr eine Beziehung nach einem Seitensprung beenden? Warum ist Sex so sehr mit Vertrauen verknüpft - reicht es nicht, wenn der Partner einfach immer da ist, wenn es wichtig ist (inklusive Er/Sie vernachlässigt euch nicht?) Könnt ihr verzeihen, wenn ja warum? Habt ihr ein ähnliches Problem, habt ihr mit eurem Partner darüber gesprochen und wenn ja mit welchem Ergebnis?

Besonders interessieren würden mich auch Berichte von jemandem der vielleicht verheiratet ist, es gab einen Seitensprung und die Beziehung hat weitergelebt. Das würde mir mehr Hoffnung geben, als all die Eifersuchtsdramen und Negativ-Storys, die ich im Netz so finde - und bei denen es (m.E.) oft gar nicht so sehr um den Sex ging, sondern eigentlich um ganz andere Dinge.

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28. Juli 2012 um 15:14

Danke fürs Feedback
Über die Zeit hat meine Freundin schon mitbekommen, daß es eine Angst von mir ist, ich könnte Ihr eines Tages fremdgehen - und sie mich daraufhin verläßt. Zwar kennt Sie nicht den vollen Text von oben, aber Sie weiß was mich beschäftigt - es ist kein komplettes Geheimnis. Allerdings Ergebnisse haben unsere Dialoge noch nicht zutage gefördert. Ich überlege was ich da versuchen soll zu fixieren - deswegen mein Beitrag.

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28. Juli 2012 um 15:35

Ebenfalls Danke fürs Feedback
Ich habe nie behauptet, daß die Information nicht wichtig ist - ich habe da mal ein interessantes Zitat gefunden (nicht von mir):

"
Ehrlichkeit ist in einer Beziehung das Wichtigste. Allein schon, um das blöde Gesicht zu sehen. Es gibt kaum einen interessanteren Anblick als einen Menschen, dem für einen Moment lang jegliches Vertrauen, alle Hoffnung, seine Liebes- und Lebensfähigkeit gleichzeitig aus dem Gesicht radiert wurden. Und das allein aufgrund von ein paar Worten Ihrerseits! Das ist ein überwältigendes Gefühl, vor allem für Ihren Partner.

Vielleicht sogar so überwältigend, dass er die Beziehung beendet. Nur, um auch mal ein Gesicht zu sehen, aus dem für einen Moment lang jegliches Vertrauen, alle Hoffnung, Liebes- und Lebensfähigkeit radiert wurden.

Wer seinen Partner ernsthaft liebgewonnen hat, sollte in Betracht ziehen, die Klappe zu halten. Alternative: Sie streichen Seitensprünge von vornherein aus Ihrem sexuellen Repertoire.
"

Den Vergleich mit dem "Reinboxen" mag ich nicht, weil die Lust am Fremdgehen für mich nicht die Schadenfreude ist. Ich nenne meine Freundin auch in Gedanken nicht "Alte". Und ich möchte ein paar Dinge klarstellen: 1. Bin ich Ihr bis dato nicht fremdgegangen. 2. Kann ich wohl nichts dagegen machen, wenn Du mich für ein A******** hältst - denn, daß was ich __bin__, kann ich sowieso nicht beeinflussen. Was ich beeinflussen __kann__ ist mein Verhalten - und wie eben das langfristig aussieht, überlege ich mir momentan.

"
was genau ist dein Anliegen? Du möchtest eigentlich gern irgendwann fremdgehen, aber nicht erwischt werden - und wenn doch, dann doch bitteschön dein gewohntes Leben nicht verlieren?
"

Ja, so ist es - aber so werde Deinen Text nicht stehen lassen, weil ich finde er wird mir nicht gerecht:
Ich denke ich bin der Typ Mensch, der irgendwann fremd geht. Und ich liebe meine Freundin. Und ich muss mich fragen, was ich daraus mache. Am liebsten würde ich jemanden kennen lernen, der so tickt wie ich, und ihn oder sie fragen, was sie gemacht haben. Ob sie es trotzdem geschafft haben treu zu bleiben, ob sie mit ihrem Partner gesprochen haben - was auch immer. Aber dieses "Hindefinieren" von Idealen, an die sich nur die Hälfte aller Menschen halten kann ist m.E. nicht tauglich für lange Beziehungen oder fürs Leben allgemein. Lieber gestehe ich mir die Probleme die __da__ __sind__ ein, und überlege mir wie ich mit ihnen leben kann, anstatt alles über den Haufen zu schmeißen, nur weil es keiner klassischen Vorstellung gerecht wird.

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28. Juli 2012 um 18:50

Retour
"
Du bist aber nur eine von zwei (oder drei) Personen, die damit wird leben müssen. Deshalb solltest du zumindest der zweiten beteiligten Person deine Probleme ebenfalls eingestehen, wenn sie dir so unüberwindbar scheinen - da geb ich der Vorschreiberin Recht.
"

Hast Du meine Antwort an lastrada43 gelesen?




Deine Wortwahl hier ist ok. Nur prallen hier philosophische Welten aufeinander - der Pathos stört mich und fordert mich heraus (siehe unten) - sowas schenke ich mir normalerweise, aber Du scheinst nicht zu verstehen was ich hier will und verzerrst in meinen Augen mein Anliegen, was mich ärgert: Ich mache mir im Gegensatz zu anderen Menschen (Männern) wenig über mich selber vor - ich versuche für mich und meine Freundin einen Weg zu finden mit meinen Schwächen umzugehen - der Versuch eines Menschen all seine Schwächen zu beseitigen ist von vornherein zum Scheitern verurteilt - jeder muss letzten Endes selber entscheiden wie er mit seinen umgeht, welche er tilgen kann und welche nicht. Und ich denke, daß ich meine langfristig nicht ignorieren werde können. Du kannst die Schwäche nicht nachvollziehen - und deswegen eigentlich nichts konstruktives beisteuern - was Du kannst ist auf mich mit dem Finger zeigen und mir erzählen, warum ich nicht das empfinden soll, was ich empfinde. Das einzig Konstruktive war der Gedanke meiner Freundin eine offene Beziehung vorzuschlagen - ich weiß noch nicht was ich davon halten soll - aber es ist für mich nicht pauschaler Blödsinn, sondern etwas über das ich gut _nachdenken_ werde.


Und jetzt die Retourkutsche an den Idealisten:

"Genussverzicht", "Egoismus".

Das da:
"
Wer seinen Partner "ernsthaft liebgewonnen hat", der geht nicht erst fremd und hält dann die Klappe, der geht gar nicht fremd.
"

Ist schlicht weltfremd. Ich kenne ein dutzend lebende Beispiel dafür, daß diese These nicht stimmt.

Du kennst mich gar nicht. Du weißt gar nicht wie viel ich anderen Menschen gegeben hab, oder wie viel ich ihnen nahm, um mich wegen diesem "Makel", über den mein Beitrag geht, mit verzogenen Menschen oder Egoisten zu vergleichen.

Ich denke die meisten Menschen sind egoistisch - und zwar zutiefst. Unser ganzer Planet spiegelt diesen Sachverhalt wieder. Die Frage ist nur, wie man sich selbst in diese Welt integriert, welche Abstriche man macht. Deine Rede wirkt auf mich wie die eines typischen Idealisten - der vielleicht die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht hat, aber noch nicht oft oder gravierend genug selber zum Täter wurde um wirklich mitreden zu können - und sich deswegen so leicht von meinen "schandhaften" Gedanken distanzieren kann, anstatt zu akzeptieren, daß Fremdgehen für viel zu viele Menschen (aktiv oder passiv) Realität geworden ist... der vielleicht immer wieder aufs neue Versucht sich ein Luftschloss zu bauen, anstatt zu akzeptieren, daß eine lange Beziehung für viele Menschen in der Realität - und auf die kommt es an - anders aussieht, als wie sie einem der Religionslehrer ("Genussverzicht") gepredigt hat, und das man Mittel und Wege suchen muss mit seiner eigenen Unperfektion umzugehen (Schadensbegrenzung).

Womöglich stehst Du sogar eines Tages vor dem Spiegel, und stellst fest, daß Dich die Bedürfnisse, die Du Dir selber immer schön klein geredet hast, überwältigen. Und dann sagst Du es Deinen Partner - weil Du so sozial bist. Oder doch nur, weil Du es nicht ertragen kannst alleine mit deinem eigenen Ekel in einem Zimmer zu sitzen - weil dieser ja nie ein Teil von Dir war? Oder nur, weil Du ihn bisher ignoriert hast?

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28. Juli 2012 um 20:45

Na denn
war irgendwie klar das ich mich bei dem Thema und meiner zugegebenermaßen ungewöhnlichen Denke mit jemandem reiben werde.

Für das Feedback, euren Vorschlag mit den offenen Beziehung und natürlich für die Zeit, die ihr den Antworten gewidmet habt, möchte ich mich trotzdem bedanken.

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28. Juli 2012 um 21:28
In Antwort auf vasco_12970993

Na denn
war irgendwie klar das ich mich bei dem Thema und meiner zugegebenermaßen ungewöhnlichen Denke mit jemandem reiben werde.

Für das Feedback, euren Vorschlag mit den offenen Beziehung und natürlich für die Zeit, die ihr den Antworten gewidmet habt, möchte ich mich trotzdem bedanken.

Theorie und Praxis
Hallo,

ich finde Deine Gedanken nicht abwegig sondern realistisch. Allerdings scheinst Du jemand zu sein, der sich die Dinge voher gründlich überlegt. Wenn Du also jemals eine Affäre eingehen solltest dann gibt es wegen dieser Eigenschaft für Dich selbst keine Entschuldigung. Und weil Du das weißt, versuchst Du das Problem sozusagen "proaktiv" anzugehen. Das ist vermutlich besser als sich einfach in den nächsten ONS oder eine spontane Affäre zu stürzen, aber viel helfen wird es Dir wenn es mal soweit ist nicht.

Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe es geschafft meinem Partner 21 Jahr treu zu sein. Manchmal mit Mühe aber ohne große Not.

Dann fand ich mich in einer Situation mit einem Mann dem ich schlicht nicht aus dem weg gehen konnte (wir sahen uns beruflich jeden Tag). Wir haben uns angenähert und nach 6 Monaten des Zögerns haben wir eine Affäre begonnen. Ich hab mir vorher sehr genau überlegt ob ich das wirklich machen soll und was mir das bringt und was ich damit anrichte. Die Versuchung wurde dann aber bei uns beiden zu groß und ich habe diese Affäre begonnen. Wir haben beide gleich geklärt, dass es dabei nur um Sex geht und wir beide bei unseren Familien und Partnern bleiben. Das ganze geht jetzt ein Jahr und mit diesem Vorhaben sind wir gescheitert. Wir sind zwar beide noch bei unseren Partnern aber wir haben uns ernsthaft verliebt - obwohl wir das nicht wollten.

Ich denke jeder intelligente Mensch verbindet guten Sex irgendwann auch mit Gefühlen. Wenn Du jemandem so nah bist dann löst das was in dir aus. Das kannst du gar nicht verhindern, es sei denn, Du beschränkst dich nur auf ONS oder sehr kurze Affären.

Deine Idee von einer Affäre ist also sehr theoretisch. Es wäre vielleicht schön, wenn das alles so ohne Gefühle klappen würde aber das Risiko das es nicht geht ist da und wenn Du Dich verliebst bringst Du Deine jetzige Beziehung die Du ja nicht aufgeben willst in Gefahr.

Wie gesagt ich hab mir das vorher theoretisch auch alles genau überlegt und bin praktisch gescheitert.

Grüße,

Linn

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30. Juli 2012 um 21:45

Und..
ich würde Dich nicht betrügen - ich würde Dich einfach verlassen, weil Du so unerträglich geldgeil bist. Und wieder stelle ich fest, daß sich meine Freundin ultra-positiv von vielen anderen Frauen abhebt. Ich sollte mich wahrscheinlich wirklich einfach am Riemen reißen, wenn ich schon so ein Glück habe.

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30. Juli 2012 um 22:08
In Antwort auf rachel_12302768

Theorie und Praxis
Hallo,

ich finde Deine Gedanken nicht abwegig sondern realistisch. Allerdings scheinst Du jemand zu sein, der sich die Dinge voher gründlich überlegt. Wenn Du also jemals eine Affäre eingehen solltest dann gibt es wegen dieser Eigenschaft für Dich selbst keine Entschuldigung. Und weil Du das weißt, versuchst Du das Problem sozusagen "proaktiv" anzugehen. Das ist vermutlich besser als sich einfach in den nächsten ONS oder eine spontane Affäre zu stürzen, aber viel helfen wird es Dir wenn es mal soweit ist nicht.

Ich kann Dir nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe es geschafft meinem Partner 21 Jahr treu zu sein. Manchmal mit Mühe aber ohne große Not.

Dann fand ich mich in einer Situation mit einem Mann dem ich schlicht nicht aus dem weg gehen konnte (wir sahen uns beruflich jeden Tag). Wir haben uns angenähert und nach 6 Monaten des Zögerns haben wir eine Affäre begonnen. Ich hab mir vorher sehr genau überlegt ob ich das wirklich machen soll und was mir das bringt und was ich damit anrichte. Die Versuchung wurde dann aber bei uns beiden zu groß und ich habe diese Affäre begonnen. Wir haben beide gleich geklärt, dass es dabei nur um Sex geht und wir beide bei unseren Familien und Partnern bleiben. Das ganze geht jetzt ein Jahr und mit diesem Vorhaben sind wir gescheitert. Wir sind zwar beide noch bei unseren Partnern aber wir haben uns ernsthaft verliebt - obwohl wir das nicht wollten.

Ich denke jeder intelligente Mensch verbindet guten Sex irgendwann auch mit Gefühlen. Wenn Du jemandem so nah bist dann löst das was in dir aus. Das kannst du gar nicht verhindern, es sei denn, Du beschränkst dich nur auf ONS oder sehr kurze Affären.

Deine Idee von einer Affäre ist also sehr theoretisch. Es wäre vielleicht schön, wenn das alles so ohne Gefühle klappen würde aber das Risiko das es nicht geht ist da und wenn Du Dich verliebst bringst Du Deine jetzige Beziehung die Du ja nicht aufgeben willst in Gefahr.

Wie gesagt ich hab mir das vorher theoretisch auch alles genau überlegt und bin praktisch gescheitert.

Grüße,

Linn

Ein letztes Dankeschön.
das war wahrscheinlich wirklich der beste Post von allen und hat mir sehr viel gebracht. Danke Linn.

--- Der Rest geht nicht an Linn ----

Ferner werde ich mich hier aber zurückziehen - hier schlägt mir, von anderen Seiten, viel zu wenig Konstruktives und zu viel Feindseeligkeit entgegen, als das ich Lust habe hier weiter Dinge von mir preizugeben.

Nur eines möchte ich noch anmerken: Ich kann mir wirklich nicht erklären woher diese Agressivität wirklich kommt. Ich wurde auch mal betrogen - ich fand es sch****, war verletzt... habe irgendwann verziehen, die Beziehung weiter geführt und wurde trotzdem irgendwann verlassen. Ja was für ein ***. Aber deswegen hasse ich trotzdem nicht alle Frauen und haue nur unkonstruktiven M*** raus, wenn mir eine von ihren Problemen erzählen würde. Denkt mal drüber nach.

Ihr wollt doch Männer und keine Dressuraffen, oder reiche Muttersöhnchen die ihr finanziell aussaugen könnt, wenn sie M*** bauen ("wirsinddasvolk"?). Dann werdet ihr euch wohl damit anfreunden müssen, daß Männer nicht genauso ticken wie ihr.

Angelt euch doch einen, der euch verspricht sein ganzes Leben lang treu zu sein (ach, wie viele Menschen machen das doch heute vor dem Altar). Mal schaun was wirklich passiert. Nö - Männer die sich darüber Gedanken machen, was sie wirklich sind, wollen wir nicht - wir wollen lieber das blaue vom Himmer erzählt bekommen und ein kleines Hundchen haben, das angekrochen kommt, wenn es macht, was andere Hunde auch machen: M***.

Ich bin raus hier.

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30. Juli 2012 um 22:12

Dir auch
ein dickes Danke.

Raus bin ich aber trotzdem. LG

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2. August 2012 um 7:45


Finde ich echt toll! Vertrauen, Ehrlichkeit und Mut zu einer Partnerschaft.

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4. August 2012 um 11:06


Erstmal dickes Lob für den ehrlichen Beitrag. Einfach mal aussprechen, wie die Dinge sind ohne das ganze Gequatsche von "das darf nicht sein", nur weil es so schrecklich unromantisch klingt, erfordert eine gute Portion Mut und Selbstreflektion, aber damit stellst du dich natürlich ganz schön ins Kreuzfeuer, wie du ja selber merkst.

In sehr vielen Punkten stimme ich dir voll und ganz zu. Meiner Meinung nach ist sexuelle Treue eben nicht der Maßstab für eine glückliche Beziehung. Die fehlende Fähigkeit zur sexuellen Treue attestiert einem keine Beziehungunfähigkeit, es gibt viel viel wichtigere Dinge. Treue hat gar nichts, aber auch rein gar nichts mit Beziehungsfähigkeit zu tun. Eine erfüllende Beziehung wegzuschmeißen, weil der Partner mal Abwechslung genießen wollte (wenn wir ehrlich sind, brauchen wir sie alle ab und zu), halte ich für absolut idiotisch. Und den Wunsch, deine Partnerin, die dir sehr am Herzen liegt, nicht deswegen verlieren zu wollen, finde ich höchst verständlich.

Klar gibt es Eifersucht und der Umgang damit ist wirklich nicht leicht, aber es lohnt sich, daran zu arbeiten. Denn die beschränkt sich schließlich auch nicht nur auf reale Seitenprünge, sondern auch auf andere Lebensbereiche: Freundschaften zu Menschen anderen Geschlechts, Ausgehen, Kleidung etc. Für mich persönlich sind das massive Einschränkungen meiner Freiheit und nichts mehr, das ich akzeptieren werde. Eifersucht hat meines Wissens nach auch mehr Beziehungen zerstört als Untreue.
Eifersucht ist das Abwälzen persönlicher Minderwertigkeitskomplexe und Verlustängste (die wir alle in mehr oder weniger ausgerägter Form haben) am Partner. Dumm nur, dass es so gesellschaftlich akzeptiert ist. Aber das ist nichts, was ich dem Menschen, den ich liebe, zumuten möchte.

Ich gehe sogar einen Schritt weiter in der Argumentation: Wenn ich meinen Partner liebe, liebe ich ihn so, wie er ist. Ich will nicht, dass er sich meinetwegen etwas entgehehen lässt, das ihn glücklich macht. Denn sein Glück kommt auch mir zugute. Ich will nicht, dass er seine Sexualität unterdrücken muss, um bei mir zu bleiben, denn das macht auf Dauer auch unglücklich. Ich gönne ihm den Spaß, so wie ich ihm Männerabende und sonstige Aktivitäten gönne, die ihm Spaß machen, einfach nur weil ich ihn gerne glücklich sehe.

Ich muss dazusagen, das sind im Moment weitgehend theoretische Überlegungen, die nach einer langjährigen Beziehung mit einem Mann, der mich wie seinen Besitz behandelt hat, entstanden sind. Ich arbeite aber an mir und hoffe, dass ich irgendwann einen Mann finde, der meine Überzeugungen teilt und mit dem eine offene Beziehung funktionieren würde.

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4. August 2012 um 14:59

Hi
die Sichtweise meines Mannes ist ähnlich, aber keine Frau schafft es unsere Beziehung zu zerstören.
Ich kann meinem Mann verzeihen, weil es auch noch andere Dinge als Sex gibt, die uns glücklich machen.
Hast du auch mal weiter gedacht. Was machst du, wenn deine evtl. Affäre klammert, weil sie sich verliebt hat?
Bei ungeschützten Sex könnte sie schwanger werden, und dann?

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5. August 2012 um 10:46

Feedback
Sollte sie schwanger sein, muss er eben dafür gerade stehen. Laut seiner Aussage hat er Kondome benutzt.
Da ich schwanger bin werde ich ständig kontrolliert und bin top gesund. Mir geht es besser als jezuvor und wir freuen uns sehr auf unseren Nachwuchs. Er ist bei jeder Untersuchung dabei und ist mir sehr dankbar, dass ich ihm sein Ausrutscher nicht mehr übel nehme, schliesslich kann das jedem passieren und dabei schliesse ich mich nicht aus.

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5. August 2012 um 20:27

Ja
mein Mann ist ein sehr liebenswürdiger, witziger und erfolgreicher Mann, deshalb ist er ja auch so interessant für andere Frauen. Vielleicht ist es auch sein Beruf, der die Frauen so anlockt.
Frauen tun doch alles um einen erfolgreichen Mann "rum" zu bekommen.
Was wäre wenn? Ich werde ihn immer lieben! Er gibt mir alles und ich fühl mich wohl in seiner Nähe.
Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwann mal einen anderen Mann so zu lieben, denn er tut alles um das Geschehene ungeschehen zu machen.
Das er mich während meiner Schwangerschaft betrogen hat hab ich ihm auch sehr übel genommen und das alles haben wir schon 1000mal durchgesprochen.
500mal wollte ich Schluß machen und 500 mal hat er mich rumbekommen.
Hab gelitten, viel nachgedacht und sehr viel gelesen und erfahren.


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6. August 2012 um 9:50
In Antwort auf rodina_12864263

Feedback
Sollte sie schwanger sein, muss er eben dafür gerade stehen. Laut seiner Aussage hat er Kondome benutzt.
Da ich schwanger bin werde ich ständig kontrolliert und bin top gesund. Mir geht es besser als jezuvor und wir freuen uns sehr auf unseren Nachwuchs. Er ist bei jeder Untersuchung dabei und ist mir sehr dankbar, dass ich ihm sein Ausrutscher nicht mehr übel nehme, schliesslich kann das jedem passieren und dabei schliesse ich mich nicht aus.

Ach,
jetzt verstehe ich ein bisschen mehr. Er ist auf die Reize anderer Frau eingegangen, weil du schwanger bist. Trotzdem bestreitet er, dass ihm die Geliebte gefallen hat. Im Gegenteil - sie war ja so fuchtbar ungeschminkt anzusehen...
SIE wollte ihn ja sooooo sehr, dass er nicht nein sagen konnte, als er sie in der schönen Wäsche gesehen hat.

Nun ja, die Geliebte wollte mehr - welche Gründe dahiter stecken, weiß nur sie und er. Denn DU willst es nicht wissen. Für dich ist klar, SIE will dir den Mann klauen. Ich bin gespannt, ob sie weiß, dass du schwanger bist...
Er weiß, und wusste das jedenfalls, und vielleicht hat er sich überlegt mit einer Geschichte zu dir zurück zu kommen, die die andere Frau in ganz schlechten Licht erscheinen lässt.
Immer noch besser, als für dich und das Kind Unterhalt zu zahlen.

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6. Februar 2013 um 12:01

Ein Klassiker
Hi Andi1170,

wie geht es Dir heute?

Ich hoffe, Du hast Dich von Deinem Mann getrennt. Wenn nicht, solltest Du es umgehend tun. Anderfalls riskierst Du, daran zu zerbrechen.

Such Dir bitte schnellstmöglich

- einen guten Scheidungsanwalt, um Deine Ansprüche durchzusetzen
- einen guten Therapeuten, der Dir hilft, Deine Ängste und Defizite zu überwinden.

Du brauchst beide !

Nach Faktenlage sieht Dein Mann Eure Partnerschaft als _taktisches_ Investment während Du es als _strategisch_ ansiehst. Das funktioniert nicht.

Dir alles Gute

Stingray

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6. Februar 2013 um 13:25

Ehe
Ich bin mit meinem Mann seit 3 Jahren verheiratet. Ich habe ihn vor der Ehe einmal betrogen, er mich in der Ehe.
Es war ein "Ausrutscher" und er hat es mir sofort gebeichtet. Ich habe es ihm erst gesagt.. als es ihm passiert ist.
Er hat es mir gesagt, weil er mich zwar betrogen hat, aber er mich nicht belügen wollte. Er kam damit nicht klar, und musste es sagen.
Diese Sache ist noch nicht all zu lange her und, obwohl es mir selber auch passiert ist, ist es schwer damit klar zu kommen.

Ich hatte vor meiner Beziehung auch ONS und finde nicht das man Sex nur mit Menschen haben kann, die man liebt. Allerdings möchte ich, wenn ich einen Partner lieben, ihn nicht teilen wollen. Teilen heißt für mich.. er ersetzt mich in diesem Augenblick.
Wenn man in einen "Swinger-Club" geht (war da aber noch nie) und man hat jemanden noch dabei.. dann sehe ich das eher als "Spielzeug", es erweitert die Sache, aber ersetzt mich nicht.

Ich habe mich nach der Beichte sehr gedemütigt gefühlt, und tue es immer noch. Die Sache ist auch.. das er mir keinen Grund nennen kann.. so ist es schlecht greifbar für mich.

Ich versuche diese Ehe aufrecht zuu halten... nicht weil wir Kinder haben.. ein Haus.. sondern der erste grund ist, weil ich ihn liebe, und er liebt mich.

Die Sache ist, wenn man seinen Partner betrügt... verheimlicht man etwas, man belügt, man plant... und das ist das schlimmste.
Du sagst.. ist es nicht wichtig, das der Partner immer für einen da ist... meine Freundinnen sind auch immer für mich da... das ist nee ganz andere Ebene.

Ich finde es schon, das wenn man sich liebt und Vertraut, der Sex 10000 mal besser ist, als wenn man den Menschen nicht kennt.

Liebe, Zeit, Geld und unterstützung..... die Sache ist einfach.... man kann immer viel sagen, das Problem ist nur, das ich es spühren muss das jemand mich liebt.. ich liebe dich zu sagen, ist nicht alles.

Also wärst du nicht Eifersüchtig wenn deine Partnerin sich auch Spaß sucht???????

Ob einen Seitensprung beichten oder nicht... das muss jeder für sich entscheiden, aber ich finde eine Beziehung sollte auf Ehrlichkeit beruhen, und nicht aus "Sicherheit".

Was bringt mir ein Partner, der sich überall nur die Vorteile raussucht.
Überall muss man Kompromisse eingehen und so ist das auch in einer Ehe.




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6. Februar 2013 um 21:08

....
Ich denke das Hauptproblem ist nicht der Sex, sondern alles was davor und danach passiert. Wann entsteht denn bitte das Szenario, dass zwei Menschen, ohne sich zu kennen und ohne zu reden, sofort Sex miteinander haben und danach wieder getrennte Wege gehen. Dem geht meistens ein heißer Flirt vorraus, vllt auch eine gewissem Vertrautheit/Zuneigung. Und vielleicht bleibt der Kontakt danach. Der Betrogene kann die Situation schwer einschätzen und geht natürlich vom schlimmsten aus. Dann kommen Selbstzweifel auf: " Findet er/sie die andere person so viel toller als mich, dass er/sie darauf hinarbeitet wo er/sie es doch mit mir ohne Anstrengung machen kann.", " Vielleicht findet mich mein Partner nicht mehr begehrenswert"...........Fazit : Es steckt definitiv viel viel mehr dahinter als nur Sex. Wenn mein freund sich irgendwo ein Körper "ausleihen" könnte, ohne ein Gesicht zu sehen (Tüte überm Kopf ) und diesen Körper dann v*gelt, hätte ich wohl keine Probleme damit.

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vom Redaktionsteam