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Ein typischer Single-Lebenslauf

7. September 2007 um 21:12

Nachfolgende traurige Geschichte kann man im Internet nachlesen unter

http://www.zeit.de/campus/2006/01/leben-sex

Ich sehe mich in dieser Geschichte selbst, nur mit dem Unterschied, dass ich nicht 25 sondern 38 Jahre alt bin. Ich finde es sehr schade und traurig, dass ich nie erleben durfe, was es heißt einen anderen Menschen zu haben.


**************************************************-***********************************

Keine Ahnung, wie sich das anfühlt
Von Jonas Bergmann*

Jonas ist Single, obwohl er nie Single geworden ist. Er ist 24 und hatte noch nie eine Freundin. Vielen geht es ähnlich, doch kaum einer redet darüber. Wie es ist, wenn die ersten Freunde heiraten und man selbst noch immer allein ist. Ein Erfahrungsbericht.

Neulich rief mich Jens an. Ich brauch mal deinen Rat, flüsterte er in den Hörer. Ich schwieg kurz. Dann gab ich ihm das Startsignal. Ja, was gibts? Jens legte los. Er hatte Krach mit seiner Freundin: Sie wollte ein sechsmonatiges Praktikum in Kanada machen, er wollte einfach nur mit ihr zusammen sein. Hier, jetzt, heute. Beziehungskonflikte. Sie sagte, ihre Karriere sei ihm egal. Er sagte, sie denke nicht an die gemeinsame Zukunft. Ich hörte zu, geduldig, fasziniert von dem erregten Tonfall, in den sich Jens hineinsteigerte. Als er fertig war, fragte ich ihn mit ruhiger Stimme: Warum erzählst du das ausgerechnet mir? Jens stockte. Jetzt hörte er mir zu: Ich habe keine Ahnung, wie sich Beziehungskrach anfühlt. Ich weiß nicht, was es heißt, mit jemandem sein Leben zu teilen. Ich bin 24 Jahre alt und hatte noch nie eine Freundin.

Es ist ein geräuschloses Phänomen. Kaum ein Mann spricht wirklich offen darüber, wenn er mit 23, 24 oder 25 Jahren noch keine Beziehung gehabt hat. Niemand rechnet sich selbst gerne zu der Gruppe von Singles, die eigentlich nie Singles geworden sind weil sie es schon immer waren. Doch fast jeder kennt einen solchen Fall. Wir leben in einem Land, in dem das Thema Liebe beinahe im Zweiminutentakt auftaucht. Gleichzeitig leben in unserer Mitte unzählige Menschen, für die das Thema Beziehung ein verborgener Wissensschatz ist. Sex spielt da höchstens eine untergeordnete Rolle. Ich hatte noch nie Sex, aber Triebabfuhr an sich ist heute auch kein großes Problem. Einsamkeit dagegen schon.

All das ist meine eigene Erfahrung. Wie die meisten Männer, die mit Mitte zwanzig noch ohne Frau sind, habe ich irgendwann im Teenager-Alter den Anschluss verpasst. Genau in der Zeit, in der die meisten Jungs Kontakt zum anderen Geschlecht aufnahmen. Es ist verdammt schwer, einen solchen Rückstand aufzuholen, wenn er erst mal da ist. Ich habe Erfolg im Studium und im Nebenjob, viele Freunde und sonst auch eine Menge Spaß. Vielleicht bin ich ein wenig unsportlich, unattraktiv fühle ich mich deswegen nicht. Trotzdem: Zuerst ging mir die Lockerheit verloren. Dann das Selbstvertrauen.

Mit der Zeit versäumte ich es, das ganz grundlegende Know-how zu sammeln. Wie spricht man eine Frau eigentlich an? Was muss man machen, um sie für sich zu gewinnen? Frauenerfahrene Männer nennen es den Killer-Instinkt im entscheidenden Moment die richtigen Worte, Gesten, Blicke parat zu haben. Und genau das fehlt uns unerfahrenen Männern völlig. Für viele ist das Erobern ein Spiel. Mir scheint es wie eine Fremdsprache, die ich nie gelernt habe. Es kann sogar passieren, dass ich merke, wie mir eine Frau Avancen macht. Ich kann nur nicht angemessen darauf reagieren. Es ist so, als ob ich plötzlich Albanisch reden sollte. Es klappt einfach nicht. Keine Chance.

Ich war einige Male wirklich verliebt. Aber: Von meinen Angebeteten habe ich durchweg nur Körbe bekommen. Von der Schulhofschönheit in der achten Klasse. Von dem Mädchen aus der Abi-Lerngruppe. Von der Bekannten meines besten Freundes. Von der Partygrazie aus dem Uni-Club, und so weiter. Wer schon ein gutes halbes Dutzend deftige Enttäuschungen erlebt hat, der verfügt über ein feines Gespür dafür, wenn es schon wieder schief zu gehen droht. Es ist hart, aber die eigenen Gefühle scheinen irgendwann von den Frauen immer als Problem behandelt zu werden. Ich habe angefangen, mich davor zu schützen.

Zum Beispiel bei Lisa. Ich traf sie im ersten Semester bei einer Fachschaftsparty. Sie war mir sofort aufgefallen: ein bedingungslos positiver Mensch, lieb, hilfsbereit, verständnisvoll. An jenem Abend diskutierte sie mit einem besonders rechthaberischen Kommilitonen über Politik. Er hatte von Anfang an verloren. Lisa sah ihn mit ihren großen, braunen Augen an, suchte nach einem Kompromiss. Während ihre Stimme vorsichtig nach Worten tastete, fingen ihre Wangen vor Anstrengung an, rot zu leuchten. Am Ende musste er zustimmen. Ich saß daneben. Im Grunde war ich sofort verliebt. Doch irgendetwas hat mich von Anfang an zweifeln lassen, dass sie sich für mich interessieren könnte. Ich hab es trotzdem versucht. Hab mich mit ihr verabredet, ein paar nette Stunden verbracht. Lisa blieb dennoch ein wenig auf Distanz, redete nur über unsinnige Themen wie Klausuren oder den nächsten Einkauf. Im ersten Moment war ich ziemlich frustriert. Eigentlich war sie alles, was ich in diesen Wochen wollte.

So liebte ich sie fortan heimlich. Wenn ich sie sah, bekam ich noch immer weiche Knie. Ich verabredete mich ab und zu mit ihr. Manchmal kochte sie für mich, manchmal gingen wir aus. Und natürlich traute ich mich nicht, ihr etwas zu sagen. Es wäre auch völlig sinnlos gewesen. Bei unseren Treffen spürte ich den Zauber des Unausgesprochenen: eine seltsame Mischung aus Traurigkeit und tiefer Liebe. Bis zum siebten Semester.

Vor einem Jahr ist sie dann weggezogen, wollte ihre Magisterarbeit in einer anderen Stadt schreiben. Seitdem habe ich sie nie wieder gesehen. Ich habe gehört, dass sie bald heiraten will.

Es gibt viele Männer da draußen, die ein Problem damit haben, Frauen anzusprechen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir empfindsam sind, viel Respekt vor den Gefühlen anderer haben, und noch mehr als das: Angst vor den eigenen Gefühlen. Wer tiefe Empfindungen entwickelt, dem fällt es schwer, sich für die immergleichen Jagd- und Balzspielchen locker zu machen. Sie scheinen der schieren Übermacht der eigenen Gefühle unangemessen. Zu banal.

Vielleicht ist es ja auch nur die blanke Feststellung, dass die Welt um uns herum nach und nach zur Perfektion zu reifen scheint. Noch nie war es für halbbegabte Stadtrandschönheiten so einfach, Superstar zu werden. Es ist eine Frage der Inszenierung, des Sich-selbst-Darstellens. Wer damit nicht klarkommt, hat ein Problem. Nicht nur, dass unser Leben dadurch langweiliger geworden ist. Die Wahrheit ist doch: Zur gleichen Zeit haben es jene Leute am schwersten, die eben nicht an Selbstüberschätzung leiden.

Es hat sicherlich etwas damit zu tun, dass es einen Unterschied zwischen geistiger und körperlicher Reife gibt. Während die Hormone schon bei 14-Jährigen verrückt spielen, ist der Umgang mit äußersten Gefühlswallungen ein langer Lernprozess. Manchmal denke ich: Wirklich erwachsen ist man erst, wenn man sich in solchen Situationen unter Kontrolle halten kann. Wenn man beim Anblick einer wunderbaren Frau keine weichen Knie bekommt und nicht anfängt, Unsinn zu labern. Das kann dauern. Wer damit als Mann nicht zurechtkommt, muss zusehen, wie die Risikofreudigeren zum Zug kommen, Traum um Traum, Frau für Frau. Irgendwann war ich Mitte zwanzig und stellte verängstigt fest, dass die ersten Abi-Kollegen heirateten. Die erste Runde ist vorbei.

Auch bei uns Männern tickt die Uhr. Das wollen freilich nur die wenigsten wahrhaben. Es kann jeden treffen, wie ein Unfall, auch solche Männer, die im Leben sonst erfolgreich sind. Es hängt oft nur davon ab, ob man früh eine tiefe Enttäuschung erlebt hat. Vielleicht ist es ein Stück des Erwachsenwerdens oder auch ein Stück gelebte Desillusionierung. Wie ein langsames Aufwachen, das einen über die Jahre begleitet. Die ideale Beziehung, ein Traum. Nach einiger Zeit stellt man fest, dass die Welt manchmal nicht für das Träumen ausgelegt ist. Das ist der Haken daran. Es kann zu spät sein, ohne dass man es überhaupt gemerkt hätte.

Neulich habe ich wieder eine tolle Frau kennen gelernt. Sie war lustig, intelligent und wunderschön. Ihre Augen leuchteten ständig, und sie konnte so hinreißend lieb lachen, dass alle anderen mitlachen mussten. Ich redete ein wenig mit ihr und schaffte es gerade noch, nach ihrem Namen zu fragen, dann war sie auch schon weg. Ein paar Tage später habe ich sie zufällig in der Stadt getroffen. An ihrer Seite klebte einer von diesen großen, blonden Spaßvogeltypen, die locker sind und ständig Witze machen können. Ich beneide diese Männer. Wir stiegen in dieselbe Straßenbahn, und sie lud mich ein, doch mit in einen Club zu kommen. Von da an nutzte ich jede Minute, in denen der Spaßvogel nicht zu seinen schlecht getarnten Fummelattacken ansetzte. Woher kommst du? Was studierst du? Meine Fragen kamen hölzern, aus meinem Mund quollen nur Langweilersätze. Nichts, was einen besonderen Moment hätte schaffen können.

Als wir auf der Party ankamen, ging der große Blonde gleich in die Offensive. Er zappelte wie ein Duracell-Hase auf der Tanzfläche, sie zappelte zurück. Dabei schauten sich die beiden tief in die Augen. Ich sah mir das Elend aus sicherer Distanz von einem Sessel aus an und trank in einer halben Stunde drei Flaschen Bier leer. Schließlich hatte ich genug und wollte gehen. Der Spaßvogel war gerade auf der Toilette. Meine Traumfrau stand da, ausnahmsweise allein, sie hatte ein leeres Longdrinkglas in der Hand. Du willst schon gehen?, fragte sie mich mit glasigen Augen und einer Spur alkoholisch-dramatischer Enttäuschung in der Stimme. Ich bat sie um ihre E-Mail-Adresse und bekam sie auch. Dann nahm sie mich in den Arm. Sie drückte mich fest an sich, ich vergrub meine Nase in ihrer Schulter. Sie roch so unheimlich schön nach Mädchen. Ich habe diese Sekunden wie wahnsinnig aufgesogen und genossen. Schließlich löste sie die Umarmung und ging zurück zu ihrem Begleiter, der schon unruhig auf sie wartete. Dabei schenkte sie mir noch ein Lächeln.

Am nächsten Tag schrieb ich ihr. Dass es schön war, sie getroffen zu haben. Dass ich mich freuen würde, sie noch einmal zu sehen. Jetzt, zehn Stunden später, hat sie mir geantwortet. Sie habe schon vollkommen vergessen, jemandem gestern Abend ihre Adresse gegeben zu haben. Viele Grüße noch. Ich klappe meinen Laptop zu und bin wieder allein. Vielleicht gehe ich jetzt raus und laufe ein wenig ziellos durch die Gegend. Genau das ist meine Geschichte.

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8. September 2007 um 14:14

=(
das ist so traurig!

ist es tatsächlich so, dass wenn man diese sachen nicht in der frühen judend trainiert, der zug mit anfang, mitte zwanzig schon abgefahren ist??? ich kann mir das nur schwer vorstellen, aber die geschichte ist echt traurig...

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8. September 2007 um 14:29
In Antwort auf anikusch

=(
das ist so traurig!

ist es tatsächlich so, dass wenn man diese sachen nicht in der frühen judend trainiert, der zug mit anfang, mitte zwanzig schon abgefahren ist??? ich kann mir das nur schwer vorstellen, aber die geschichte ist echt traurig...

Bloß nicht.
Der Zug ist erst abgefahren, wenn man vor dem Leben kapituliert. Ich bin zwar alles andere als eine Expertin in Flirt-, Liebes- und Beziehungsdingen und gehöre selbst auch in die Kategorie flirtunfähig, aber ich weigere mich Liebe als etwas zu begreifen, dass man trainieren muss. Und auch sonst kann man sein Leben immer verändern. Sich schon mit Mitte 20, 30 oder 40 zu begraben, finde ich wirklich traurig.

Ich denke, niemand muss sich das Label "typischer Single" aufdrücken lassen, wenn er nicht will.

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10. September 2007 um 12:45

Darin erkenne ich mich auch...
Wirklich traurige Geschichte, aber leider kann sie durchaus wahr sein. Es könnte auch meine Geschichte sein.
Ich bin 28 Jahre alt und hatte noch nie das, was man eine Beziehung nennt. Auch ich habe keine Ahnung von Beziehungsstreits oder davon wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen und einen jemand einfach in den Arm nimmt und da ist. Ich hatte noch nie das Glück verliebt zu sein und genau diese Gefühle erwidert zu bekommen. Viele meiner Freunde heiraten oder gehen von einer langjährigen Beziehung in die nächste und ich gehe immer allein auf jene Hochzeiten oder Geburtstage. Schlimm finde ich momentan am meisten, dass sich von meinen sogenannten Freunden niemand dafür zu interessieren scheint, dass mich das sehr belastet. Und dass sie es als vollkommen selbstverständlich ansehen, dass ich immer allein bin. Natürlich ist es selbstverständlich, da es ja noch nie anders war (zumindest nicht für länger als 4-5 Wochen...), aber es verletzt mich, dass mir anscheinend nicht zugetraut wird, dass ich doch noch irgendwann eine Beziehung haben könnte. Vor allem, weil ich mir es ja selbst nicht zutraue! Es ist wie in dem Beitrag: erst verlor ich meine Lustigkeit und Lockerheit, dann mein Selbstvertrauen.

Ich bin kein Modeltyp, habe ein paar Kilo zu viel auf den Rippen und leider kein Gesicht wie Angelina Jolie oder Cathrine Zeta-Jones. Aber ich sehe auch nicht aus wie Quasimodo, deshalb verstehe ich nicht, warum sich so gar niemand für mich interessiert. Und wenn ein Mann doch mal Interesse an mir zeigt, dann weil er an eine Freundin ran will. Das ist mir leider auch schon einige Male passiert. Seltsamerweise bekomme ich gerade von Männern (Kollegen, Freunden) immer wieder gesagt, dass sie nicht verstehen können, warum ich niemanden habe. Ich wäre doch eine ganz Liebe. Leider kann ich mir davon nichts kaufen, weil es mich in meinen Überlegungen, was ich falsch machen könnte; oder noch schlimmer: was falsch an mir ist, überhaupt nicht weiterbringt...
Das alles klingt sehr nach Heulsuse, aber genau das bin ich im Moment (sagt ja schon mein Pseudonym).

Wenn jemand ein paar aufbauende Worte hat, bitte schreibt sie. Auch über ähnliche Erfahrungen freue ich mich. Dann weiß ich, dass ich nicht die einzige unglückliche Seele bin....

Grüße, sadgirl28

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10. September 2007 um 14:31
In Antwort auf sadgirl28

Darin erkenne ich mich auch...
Wirklich traurige Geschichte, aber leider kann sie durchaus wahr sein. Es könnte auch meine Geschichte sein.
Ich bin 28 Jahre alt und hatte noch nie das, was man eine Beziehung nennt. Auch ich habe keine Ahnung von Beziehungsstreits oder davon wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen und einen jemand einfach in den Arm nimmt und da ist. Ich hatte noch nie das Glück verliebt zu sein und genau diese Gefühle erwidert zu bekommen. Viele meiner Freunde heiraten oder gehen von einer langjährigen Beziehung in die nächste und ich gehe immer allein auf jene Hochzeiten oder Geburtstage. Schlimm finde ich momentan am meisten, dass sich von meinen sogenannten Freunden niemand dafür zu interessieren scheint, dass mich das sehr belastet. Und dass sie es als vollkommen selbstverständlich ansehen, dass ich immer allein bin. Natürlich ist es selbstverständlich, da es ja noch nie anders war (zumindest nicht für länger als 4-5 Wochen...), aber es verletzt mich, dass mir anscheinend nicht zugetraut wird, dass ich doch noch irgendwann eine Beziehung haben könnte. Vor allem, weil ich mir es ja selbst nicht zutraue! Es ist wie in dem Beitrag: erst verlor ich meine Lustigkeit und Lockerheit, dann mein Selbstvertrauen.

Ich bin kein Modeltyp, habe ein paar Kilo zu viel auf den Rippen und leider kein Gesicht wie Angelina Jolie oder Cathrine Zeta-Jones. Aber ich sehe auch nicht aus wie Quasimodo, deshalb verstehe ich nicht, warum sich so gar niemand für mich interessiert. Und wenn ein Mann doch mal Interesse an mir zeigt, dann weil er an eine Freundin ran will. Das ist mir leider auch schon einige Male passiert. Seltsamerweise bekomme ich gerade von Männern (Kollegen, Freunden) immer wieder gesagt, dass sie nicht verstehen können, warum ich niemanden habe. Ich wäre doch eine ganz Liebe. Leider kann ich mir davon nichts kaufen, weil es mich in meinen Überlegungen, was ich falsch machen könnte; oder noch schlimmer: was falsch an mir ist, überhaupt nicht weiterbringt...
Das alles klingt sehr nach Heulsuse, aber genau das bin ich im Moment (sagt ja schon mein Pseudonym).

Wenn jemand ein paar aufbauende Worte hat, bitte schreibt sie. Auch über ähnliche Erfahrungen freue ich mich. Dann weiß ich, dass ich nicht die einzige unglückliche Seele bin....

Grüße, sadgirl28

Mir geht es zur Zeit ähnlich..
es ist ja irgendwie tröstlich, dass es andere Mädels und Jungs gibt, denen es ähnlich geht.

Dein Beitrag könnte auch von mir stammen.
Ich (32) bisher auch ohne längere Beziehungserfahrung und deswegen auch zz. ziemlich deprimiert
Bis vor einiger Zeit hatte ich nicht so große Probleme mit dem Single-Dasein, doch als ich im Frühjahr jemanden kennengelernt hatte, der seit langem die Schmetterlinge in meinem Bauch zum Leben erweckt hat, habe ich Probleme mit dem Alleinsein, da ich quasi "Blut geleckt" hatte.
Aber -wie sollte es mal wieder anders sein- ist nix draus geworden.

Woran es liegt, dass es noch zu keiner ernsthaften Beziehung bei mir gekommen ist konnte mir bislang noch keiner sagen. Auch die Worte die du zu hören bekommst (" Kann ich nicht verstehen, warum du Single bist, bist doch noch Liebe, Nette..." bla bla bla) kommen mir sehr bekannt vor!

Diese Worte treiben mir regelmäßig die Tränen in die Augen.

Eine Freundin sagte mal, dass es vielleicht daran liegen kann, dass ich so eine Selbständigkeit ausstrahle, dass das die Männer abschreckt. Weiss nicht, ob es stimmt, aber was soll ich daran ändern, muss nun mal alleine klar kommen.

Obwohl ich in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige ohne Partner bin, scheint es die anderen nicht zu sehr zu stören, dass sie alleine sind.

Dennoch ist es immer wieder ätzend mitzuerleben, wenn man zu Familienfeiern, Feiertagen alleine bei den Eltern oder auf Partys aufkreuzt, während die Geschwister/Freunde/Kollegen etc. mit ihren Partnern auflaufen.

Schlimm ist für mich ist auch, dass mein Freundeskreis sich immer rarer macht.
Viele unternehmen am Wochenende was mit dem Partner und anderen Pärchen. Und ich als 5. Rad am Wagen fühle mich immer total überflüssig..

Meine Freundin, die ebenfalls Single ist, mutiert so langsam zum Couch-Potato, so dass ich mit ihr auch nicht mehr viel unternehme.
Tja und dann steht man da alleine.

Zwar unternehme ich mittlerweile auch einiges alleine aber irgendwie macht es einfach nicht so viel Spass.

Wie es weitergeht, keine Ahnung!!

Irgendwie stelle ich auch fest, dass ich deswegen auch teilweise sehr launisch, zynisch und negativ eingestellt bin. Und das ist bestimmt auch nicht sehr förderlich, um jemanden kennenzulernen.

Und durch meine nicht gerade positiven Erfahrung mit den Männern werde ich auch irgendwie immer vorsichtiger und kritischer, was auch wiederum nicht gut ist.

Tja ist alles irgendwie ein Teufelskreis. Aber wie Du siehst bist Du nicht alleine. Also Kopf hoch!!
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass vielleicht doch irgendwann der richtige kommt!

Eigentlich finde ich es auch erschreckend, dass es offenbar immer mehr Menschen in unserem Alter auch so geht.
Zwar kann und sollte man sein Glück nicht von einer Beziehung abhängig machen, aber Glück und Zufriedenheit hängen doch sehr sehr viel davon ab!

LG Kleo








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10. September 2007 um 17:11
In Antwort auf sadgirl28

Darin erkenne ich mich auch...
Wirklich traurige Geschichte, aber leider kann sie durchaus wahr sein. Es könnte auch meine Geschichte sein.
Ich bin 28 Jahre alt und hatte noch nie das, was man eine Beziehung nennt. Auch ich habe keine Ahnung von Beziehungsstreits oder davon wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen und einen jemand einfach in den Arm nimmt und da ist. Ich hatte noch nie das Glück verliebt zu sein und genau diese Gefühle erwidert zu bekommen. Viele meiner Freunde heiraten oder gehen von einer langjährigen Beziehung in die nächste und ich gehe immer allein auf jene Hochzeiten oder Geburtstage. Schlimm finde ich momentan am meisten, dass sich von meinen sogenannten Freunden niemand dafür zu interessieren scheint, dass mich das sehr belastet. Und dass sie es als vollkommen selbstverständlich ansehen, dass ich immer allein bin. Natürlich ist es selbstverständlich, da es ja noch nie anders war (zumindest nicht für länger als 4-5 Wochen...), aber es verletzt mich, dass mir anscheinend nicht zugetraut wird, dass ich doch noch irgendwann eine Beziehung haben könnte. Vor allem, weil ich mir es ja selbst nicht zutraue! Es ist wie in dem Beitrag: erst verlor ich meine Lustigkeit und Lockerheit, dann mein Selbstvertrauen.

Ich bin kein Modeltyp, habe ein paar Kilo zu viel auf den Rippen und leider kein Gesicht wie Angelina Jolie oder Cathrine Zeta-Jones. Aber ich sehe auch nicht aus wie Quasimodo, deshalb verstehe ich nicht, warum sich so gar niemand für mich interessiert. Und wenn ein Mann doch mal Interesse an mir zeigt, dann weil er an eine Freundin ran will. Das ist mir leider auch schon einige Male passiert. Seltsamerweise bekomme ich gerade von Männern (Kollegen, Freunden) immer wieder gesagt, dass sie nicht verstehen können, warum ich niemanden habe. Ich wäre doch eine ganz Liebe. Leider kann ich mir davon nichts kaufen, weil es mich in meinen Überlegungen, was ich falsch machen könnte; oder noch schlimmer: was falsch an mir ist, überhaupt nicht weiterbringt...
Das alles klingt sehr nach Heulsuse, aber genau das bin ich im Moment (sagt ja schon mein Pseudonym).

Wenn jemand ein paar aufbauende Worte hat, bitte schreibt sie. Auch über ähnliche Erfahrungen freue ich mich. Dann weiß ich, dass ich nicht die einzige unglückliche Seele bin....

Grüße, sadgirl28

Ein Aufmunterungsversuch...
Dich ärgert, dass alle es als selbstverständlich ansehen, dass du niemanden hast? Viele haben das gegenteilige Problem immer und immer wieder gefragt zu werden. Das hilft auch nicht mehr. Wenn es dir wichtig ist, bleibt dir nur mit deinen engen Freunden darüber zu reden.

Die Aussage "Ich verstehe gar nicht, weshalb du niemanden findest" beruht meist auch auf der Annahme, es sei selbstverständlich einen Partner zu haben. Für viele ist es selbstverständlich. Für viele andere (das haben ja hier viele geschrieben) eben nicht. Es passiert nicht automatisch. Und die Welt wird immer anonymer. Für die meisten ist es tausend Mal einfacher, im Internet mit fremden Leuten zu chatten, als beim Nachbarn zu klingeln und nach Milch zu fragen.

Ich habe Lustigkeit, Lockerheit und Selbstvertrauen (im Bezug auf das andere Geschlecht) noch nie besessen, konnte sie auch nicht verlieren. Wenn man es in der Jugend nicht gelernt hat, mit jemandem anzubandeln, hat man es als Erwachsener schwerer das aufzuholen.

Was tun? hat sich der Alltag erstmal eingespielt, ist es schwer, die eingefahrenen Muster zu durchbrechen. Wenn du unglücklich bist in deinem Leben, solltest du überlegen, ob ein (wenigstens vorübergehender) Tapetenwechsel für dich in Betracht kommt. Ich meine nicht, dass du im Ausland auf Partnersuche gehen sollst, sondern dass du dir deinem Beruf entsprechend eine Möglichkeit suchst für eine Zeit rauszukommen. Der größte Vorteil am Singledasein ist die Unabhängigkeit. Diese sollte man nutzen, wenn man unzufrieden ist und dort, wo man lebt nicht mehr weiterkommt. Das färbt nur all zu oft auf das Privatleben ab. Ich kenne dafür erstaunlich viele Beispiele. Du kannst ja einfach mal mit dem Gedanken spielen...

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11. September 2007 um 13:37
In Antwort auf kleo775

Mir geht es zur Zeit ähnlich..
es ist ja irgendwie tröstlich, dass es andere Mädels und Jungs gibt, denen es ähnlich geht.

Dein Beitrag könnte auch von mir stammen.
Ich (32) bisher auch ohne längere Beziehungserfahrung und deswegen auch zz. ziemlich deprimiert
Bis vor einiger Zeit hatte ich nicht so große Probleme mit dem Single-Dasein, doch als ich im Frühjahr jemanden kennengelernt hatte, der seit langem die Schmetterlinge in meinem Bauch zum Leben erweckt hat, habe ich Probleme mit dem Alleinsein, da ich quasi "Blut geleckt" hatte.
Aber -wie sollte es mal wieder anders sein- ist nix draus geworden.

Woran es liegt, dass es noch zu keiner ernsthaften Beziehung bei mir gekommen ist konnte mir bislang noch keiner sagen. Auch die Worte die du zu hören bekommst (" Kann ich nicht verstehen, warum du Single bist, bist doch noch Liebe, Nette..." bla bla bla) kommen mir sehr bekannt vor!

Diese Worte treiben mir regelmäßig die Tränen in die Augen.

Eine Freundin sagte mal, dass es vielleicht daran liegen kann, dass ich so eine Selbständigkeit ausstrahle, dass das die Männer abschreckt. Weiss nicht, ob es stimmt, aber was soll ich daran ändern, muss nun mal alleine klar kommen.

Obwohl ich in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige ohne Partner bin, scheint es die anderen nicht zu sehr zu stören, dass sie alleine sind.

Dennoch ist es immer wieder ätzend mitzuerleben, wenn man zu Familienfeiern, Feiertagen alleine bei den Eltern oder auf Partys aufkreuzt, während die Geschwister/Freunde/Kollegen etc. mit ihren Partnern auflaufen.

Schlimm ist für mich ist auch, dass mein Freundeskreis sich immer rarer macht.
Viele unternehmen am Wochenende was mit dem Partner und anderen Pärchen. Und ich als 5. Rad am Wagen fühle mich immer total überflüssig..

Meine Freundin, die ebenfalls Single ist, mutiert so langsam zum Couch-Potato, so dass ich mit ihr auch nicht mehr viel unternehme.
Tja und dann steht man da alleine.

Zwar unternehme ich mittlerweile auch einiges alleine aber irgendwie macht es einfach nicht so viel Spass.

Wie es weitergeht, keine Ahnung!!

Irgendwie stelle ich auch fest, dass ich deswegen auch teilweise sehr launisch, zynisch und negativ eingestellt bin. Und das ist bestimmt auch nicht sehr förderlich, um jemanden kennenzulernen.

Und durch meine nicht gerade positiven Erfahrung mit den Männern werde ich auch irgendwie immer vorsichtiger und kritischer, was auch wiederum nicht gut ist.

Tja ist alles irgendwie ein Teufelskreis. Aber wie Du siehst bist Du nicht alleine. Also Kopf hoch!!
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass vielleicht doch irgendwann der richtige kommt!

Eigentlich finde ich es auch erschreckend, dass es offenbar immer mehr Menschen in unserem Alter auch so geht.
Zwar kann und sollte man sein Glück nicht von einer Beziehung abhängig machen, aber Glück und Zufriedenheit hängen doch sehr sehr viel davon ab!

LG Kleo








Danke euch zweien....
...dass ihr mir so schnell geantwortet habt!
Ich stecke zur Zeit wirklich mal wieder in ner echten Krise. Manchmal macht es mir nicht viel oder auch gar nichts aus allein zu sein. Aber dann kommt irgendein Spruch, eine Fernsehsendung oder auch nur ein Lied im Radio und schon geht das Geheule wieder los.

Das mit dem Abkapseln der Freunde habe ich auch gerade hautnah erlebt, vielleicht auch ein Grund, warum ich den Kopf so tief in den Sand stecke im Moment.
Ich war mit meinen beiden besten Freundinnen (eine davon mit ihrem Mann und der kleinen Tochter), die andere Single, im Urlaub. Mit von der Partie war noch ein befreundetes Ehepaar, die ich aber nicht so gut kenne (aber sehr gern mag). Jedenfalls saßen wir alle wegen schlechtem Wetters in unserem Ferienhäuschen ständig aufeinander, was mir irgendwann zu viel wurde (bin es ja durch mein ewiges Singledasein nicht gewohnt 24Stunden am Tag jemanden um mich zu haben). So habe ich mich immer wieder mal etwas zum Lesen in mein Zimmer zurückgezogen. Und ab diesem Zeitpunkt kam es mir dann vor, als wäre ich unerwünscht. Ich hatte das Gefühl, die anderen hätten sich vor mir zurückgezogen. Wenn es darum ging irgendwie Spaß zu machen und jemanden zu veräppeln, ging es immer nur um meine Single-Freundin. Ich war irgendwie plötzlich außen vor. Dann hatte an einem Abend eben jene Freundin einen Durchhänger und viel geweint. Da sind dann alle um sie herumgesprungen, haben gefragt was los ist und versucht sie aufzuheitern.
Als ich am Tag darauf (wegen einer einfachen Unterhaltung über Beziehungen) geweint habe und jemanden zum Reden gebraucht hätte, war keine meiner Freundinnnen da. Die haben sich im Haus verkrochen, während ich draußen vor der Tür geheult habe. Irgendwann kam der (für mich) weitläufige Bekannte raus und hat mit mir geredet. Da habe ich mir nur gedacht: "Tolle Freunde! Wenn sie jemanden zum Reden oder einen Rat brauchen, kommen sie zu mir. Wenn ich jemanden brauche, schicken sie den Bekannten vor." Ich hatte das Gefühl, als hätten sie Angst mich zu fragen was los ist. Sie dachten wohl, es hätte mit ihnen zu tun. Am nächsten Tag sind wir vorzeitig abgereist, und nun habe ich das Gefühl mir wäre der schwarze Peter zugeschoben worden. Es hat mich auch keine mehr gefragt, was mit mir los war. Jedenfalls fühle ich mich mit meinem Problem ganz schön allein gelassen....

LG sadgirl28

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11. September 2007 um 14:51

Mein Gott...
...das könnte auch meine Geschichte sein, so viele Parallelen finden sich hier.
In meiner Jungend, als alle um einen herum anfingen, das andere Geschlecht zu erkunden, war ich ein extrem schüchternes Mädchen. Ohne Selbstwertgefühl zeigt man sich den Jungs natürlich nicht von seiner besten Seite und wenn doch mal einer Interesse zeigte, bekam ich Panik, weil ich damit nicht umzugehen wusste. Wie stell ich mich jetzt an, was sag ich, was mach ich? Es war wie verhext.
Dann hatte ich das Abi in der Tasche, die Schulzeit und die damit verbundene Experimentierphase bzgl. dem männlichen Geschlecht, war vorbei... und ich hatte den Anschluss verpasst. Plötzlich kam ich mir noch ungenügender vor - nie einen Freund gehabt, nie verliebt. Wie gern hätte ich das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch auch selbst einmal gehabt. Aber nein, ich durfte nur beobachten, wie meine Freunde von einer Beziehung in die nächste gingen und das erlebten, was ich doch auch sogern erlebt hätte.

Tja, so wurde ich 25 und hatte es nie gelernt, den Männern zu begegnen, zu flirten. Aus Angst vor Ablehnung hab ich mich vor ihnen verschlossen, was mich sicher auch oft arrogant wirken ließ. Ich war an meinem absoluten Tiefpunkt angelangt. Es ist ja nicht so, dass man nichts vermissen kann, was man nie gekannt hat. Ich sehnte mich immer mehr nach einer Person, mit der ich etwas teilen kann, einen Arm, in den ich mich abends schmiegen kann, die berühmten Schmetterlinge...
Wenn ich das jetzt so schreibe, kommt alles wieder hoch, die Sehnsucht, die Einsamkeit. Aber dann fand ich ihn doch, oder vielleicht fand er mich. Seit 1 1/2 Monate bin ich unglaublich glücklich, denn es gibt ihn, den Menschen, der mich liebt!

Also, egal wie alt ihr werden müsst und egal, was ihr glaubt, verpasst zu haben: Niemals die Hoffnung aufgeben! Denn ich glaube, dadurch, dass ich mich nie vollends meinem "Schicksal ergeben" hab, blieb die Chance.

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11. September 2007 um 20:00
In Antwort auf sadgirl28

Danke euch zweien....
...dass ihr mir so schnell geantwortet habt!
Ich stecke zur Zeit wirklich mal wieder in ner echten Krise. Manchmal macht es mir nicht viel oder auch gar nichts aus allein zu sein. Aber dann kommt irgendein Spruch, eine Fernsehsendung oder auch nur ein Lied im Radio und schon geht das Geheule wieder los.

Das mit dem Abkapseln der Freunde habe ich auch gerade hautnah erlebt, vielleicht auch ein Grund, warum ich den Kopf so tief in den Sand stecke im Moment.
Ich war mit meinen beiden besten Freundinnen (eine davon mit ihrem Mann und der kleinen Tochter), die andere Single, im Urlaub. Mit von der Partie war noch ein befreundetes Ehepaar, die ich aber nicht so gut kenne (aber sehr gern mag). Jedenfalls saßen wir alle wegen schlechtem Wetters in unserem Ferienhäuschen ständig aufeinander, was mir irgendwann zu viel wurde (bin es ja durch mein ewiges Singledasein nicht gewohnt 24Stunden am Tag jemanden um mich zu haben). So habe ich mich immer wieder mal etwas zum Lesen in mein Zimmer zurückgezogen. Und ab diesem Zeitpunkt kam es mir dann vor, als wäre ich unerwünscht. Ich hatte das Gefühl, die anderen hätten sich vor mir zurückgezogen. Wenn es darum ging irgendwie Spaß zu machen und jemanden zu veräppeln, ging es immer nur um meine Single-Freundin. Ich war irgendwie plötzlich außen vor. Dann hatte an einem Abend eben jene Freundin einen Durchhänger und viel geweint. Da sind dann alle um sie herumgesprungen, haben gefragt was los ist und versucht sie aufzuheitern.
Als ich am Tag darauf (wegen einer einfachen Unterhaltung über Beziehungen) geweint habe und jemanden zum Reden gebraucht hätte, war keine meiner Freundinnnen da. Die haben sich im Haus verkrochen, während ich draußen vor der Tür geheult habe. Irgendwann kam der (für mich) weitläufige Bekannte raus und hat mit mir geredet. Da habe ich mir nur gedacht: "Tolle Freunde! Wenn sie jemanden zum Reden oder einen Rat brauchen, kommen sie zu mir. Wenn ich jemanden brauche, schicken sie den Bekannten vor." Ich hatte das Gefühl, als hätten sie Angst mich zu fragen was los ist. Sie dachten wohl, es hätte mit ihnen zu tun. Am nächsten Tag sind wir vorzeitig abgereist, und nun habe ich das Gefühl mir wäre der schwarze Peter zugeschoben worden. Es hat mich auch keine mehr gefragt, was mit mir los war. Jedenfalls fühle ich mich mit meinem Problem ganz schön allein gelassen....

LG sadgirl28

Toller Urlaub..
hey, das tut mir echt leid mit deinem Urlaub.Da freut man sich auf die schönen Tage im Jahr und dann das.
Aber mach dir nix draus, denke deine Freunde waren einfach mit der Situation überfordert.

Ich glaube viele Leute können das einfach nicht nachvollziehen, dass es einem als langjähriger Single auch schlecht gehen kann.
Und dass man dann auch einfach sehr nah am Wasser gebaut hat und vielleicht dann auch einfach Selbstmitleid hat.

Habe diese Phase auch durchgemacht in der letzten Zeit.
Wenn dann die Frage kommt: "Na, wie gehts?" und du dann antwortetest: "Nicht so toll!", dann wird vielleicht kurz nachgefragt was los ist, aber so richtig will es auch keiner wissen und verstehen. Muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht immer Lust habe meine Stimmung überall kund zu tun.

Hört sich jetzt zwar ziemlich mies gegenüber meinen Freundinnen an, aber klar ist mir auch, dass jede/r irgendwie auch so seine eigenen Probleme (eine steckt im Examen und eine ist auf der Arbeit stark eingebunden etc.) hat und auch sich nicht dann vielleicht mit meinem Problem beschäftigen möchte.

Viele meinen,wenn man immer gut drauf und lustig und zu Späßen aufgelegt ist, dass es einem nie schlecht geht.

Und wenn dann noch solche Sprüche kommen: " Sei doch froh dass du keinen Kerl hast, dann hast du auch keine Beziehungsprobleme/Liebeskummer" oder
als ich den besagten Jemand kennengelernt hatte und nix draus geworden ist: " Tja, dann wars auch nicht der Richtige." oder
so in der Art, dann denke ich mir immer: Na toll.. ihr habt alle eine Ahnung!!
Solche Sprüche kommen natürlich immer von den Leuten, die eigentlich nie länger Single waren und das alles auch damit überhaupt nicht nachempfinden können.

Also Kopf hoch, es geht auch wieder aufwärts!
Lenke dich am Besten ab, vielleicht mit Sport, Shopping, Kino etc.
Zu viel über die Situation nachdenken ist nämlich ganz schlecht...


LG Kleo







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12. September 2007 um 15:39
In Antwort auf kleo775

Toller Urlaub..
hey, das tut mir echt leid mit deinem Urlaub.Da freut man sich auf die schönen Tage im Jahr und dann das.
Aber mach dir nix draus, denke deine Freunde waren einfach mit der Situation überfordert.

Ich glaube viele Leute können das einfach nicht nachvollziehen, dass es einem als langjähriger Single auch schlecht gehen kann.
Und dass man dann auch einfach sehr nah am Wasser gebaut hat und vielleicht dann auch einfach Selbstmitleid hat.

Habe diese Phase auch durchgemacht in der letzten Zeit.
Wenn dann die Frage kommt: "Na, wie gehts?" und du dann antwortetest: "Nicht so toll!", dann wird vielleicht kurz nachgefragt was los ist, aber so richtig will es auch keiner wissen und verstehen. Muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht immer Lust habe meine Stimmung überall kund zu tun.

Hört sich jetzt zwar ziemlich mies gegenüber meinen Freundinnen an, aber klar ist mir auch, dass jede/r irgendwie auch so seine eigenen Probleme (eine steckt im Examen und eine ist auf der Arbeit stark eingebunden etc.) hat und auch sich nicht dann vielleicht mit meinem Problem beschäftigen möchte.

Viele meinen,wenn man immer gut drauf und lustig und zu Späßen aufgelegt ist, dass es einem nie schlecht geht.

Und wenn dann noch solche Sprüche kommen: " Sei doch froh dass du keinen Kerl hast, dann hast du auch keine Beziehungsprobleme/Liebeskummer" oder
als ich den besagten Jemand kennengelernt hatte und nix draus geworden ist: " Tja, dann wars auch nicht der Richtige." oder
so in der Art, dann denke ich mir immer: Na toll.. ihr habt alle eine Ahnung!!
Solche Sprüche kommen natürlich immer von den Leuten, die eigentlich nie länger Single waren und das alles auch damit überhaupt nicht nachempfinden können.

Also Kopf hoch, es geht auch wieder aufwärts!
Lenke dich am Besten ab, vielleicht mit Sport, Shopping, Kino etc.
Zu viel über die Situation nachdenken ist nämlich ganz schlecht...


LG Kleo







Du hast sooo recht...
...damit, dass man sich denkt: "Was weisst du schon!". Keiner meiner Freund(e)/innen geht es so wie mir. Sprich, es ist niemand dabei, der nicht schon mal über einen längeren Zeitraum vergeben war. Also wie sollen die denn verstehen, wie ich mich fühle!

Das mit dem Spruch: "Sei froh, dass du Single bist." kenne ich nur zu gut. Muss ich mir auch immer wieder anhören. Nur wollen die Leute scheinbar einfach nicht verstehen, dass es einem genauso zum Hals heraushängen kann allein zu sein, wie es diese Sprücheklopfer leid sind seit Jahren vergeben zu sein. Alle denken immer, als Single hat man es soooo schön. Weil man auf niemanden Rücksicht nehmen muss, nie Streit hat und einfach machen kann, was man will. Ich dagegen würde gerne mal Rücksicht nehmen und jaaa, auch streiten!!

Ich glaube aber, je länger man allein ist und je älter man wird, desto schwieriger wird es, sich von seinen Gewohnheiten zu lösen. Aber ich glaube, wenn man sich bei jemanden wirklich geborgen fühlt und spürt, dass der andere einen so gern hat, wie man ist, dann ändert man gern sein Leben.

Kann natürlich auch sein, dass das Träumereien von mir sind. So stelle ichs mir jedenfalls vor. Und glaubt mir, das habe ich nicht aus irgendwelchen schnulzigen Liebeskomödien-sowas schaue ich mir nicht an. Ich halte das (wohl aufgrund meiner schlechten Erfahrungen) für absolut unrealistisch...

LG sadgirl28

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