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Ein männlicher Fluchtreflex?

2. November 2012 um 21:44

Butter bei di Fische!
Liebe Leute, ich will wissen, weshalb mir Männer eins zwei fix die Kurve kratzen.

Dazu kurz zu mir:
Ich sehe ziemlich gut aus, bin schlau, schlagfertig blabla... das ganze Programm.
Gleichzeitig bin ich aber immer noch der kleene Punk von früher. Ich ordne mich schlecht unter, ich sage, was ich will und wie ich es will, wenn nicht nett sein will, dann bin ichs auch nicht, ich lege mich gern mit Männern an (Intellektbattle), mache so lange weiter, bis ich sie besiegt habe und habe irre viel Spaß damit. Das sagt schon mal so einiges aus, denke ich.
Zudem arbeite ich als Barkeeperin in einer der "coolen" Bars einiger Szenen (laut, wild, einfach geil.) Und eben da stelle ich meine Barseite in den Vordegrund.: s.o. Ich werde einen Teufel tun, meine sensible Seite zur Schau zu stellen! Es gibt viele Männer, die mit mir flirten. Seit ich single bin, fühle ich mich wie "Frischfleisch", bin genervt davon.
Aber hie und da ist ein interessanter Mann dabei. Sie flirten, bleiben ewig im Laden, baggern - wie alle anderen auch. Nur lasse ich die näher ran, unterhalte mich mit denen, wenn ich Zeit habe, länger, küsse manchmal. Aber Gnade mir Gott, diese Männer kriegen mit, dass sie mich darüber hianus interessieren! Weg sind sie.
Sie geben mir für eine Weile das Gefühl, sie wären interessiert an mir, ein paar Tage, ein paar Wochen höchstens.
Entweder also ist unter meiner Oberfläche die pure Langeweile zu finden, oder aber das Problem liegt wo anders.
Ich bin geneigt anzunehmen, ich verjage Männer versehentlich.
Aber dabei gebe ich mir Mühe, zurückhaltender zu sein. Das klappt nicht immer und meistens verkrampfe ich mich damit auch.
Können Männer wirklich Angst vor Frauen haben? Irgendwie dachte ich heimlich, das wäre ein bequemer Mythos.

Und wenn die Männer wüssten, wie nervös die mich machen!! Ich habe nämlich gerade jemanden, den ich mag.
Und der war bisher so nett! Ich habe eher selten ONS. Aber einmal im Jahr darf das locker sein. Und mit ihm bin ich mit, wir hatten GRANDIOSEN Sex. Und dann bin ich nach Hause, war beseelt (ich hatte langen keinen Sex mehr) und gut. Zwei Tage später hatte ich ihn immer noch im Kopf. Das wollte ich nicht. Ich wehre mich halberfolgreich dagegen.
Er ist einer dieser "Musikprofis" in meinem Umfeld, weiß ne Menge. Er schickt mir also eins der schönsten Lieder, dass ich bislang gehört hatte. Ein Schlaflied, weil ich ins Bettchen wollte. (Wens interessiert: The Inchtabokatables, "Schlaflied", der Text gibt haargenau wieder, wie wir uns kennengelernt haben. Thats our story.) Er besucht mich also am Tresen, bleibt lange, er fragt mich auch per mail Dies und Das, versucht, mich kennen zu lernen.
Tja, und da muss es wohl einigermaßen unspannend sein, denn das Interesse stirbt in eben jenem Moment. Und das zieht sich durch meine ganze Karriere als Frau.

WTF? Unter uns: Ich halte mich unter der Oberfläche nicht für unspannend.
Liebe Männer, wie geht ihr mit Frauen wie mir um? Habt ihr "Angst"?

Ich freue mich auf jeden Beitrag!

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3. November 2012 um 10:11

Woran...
... machst Du fest, dass sein Interesse "in eben jenem Moment" stirbt? Dazu gibst Du kein Beispiel, ergo kann man das als Außenstehender nicht beurteilen.

Für mich sieht es insgesamt eher danach aus, als hättest Du Dir ein sich-selbsterfüllende-Prophezeiung- Szenario erschaffen, nach dem jedes Kennenlernen bei Dir abläuft - und immer im Unguten endet, denn: "Das war ja von vornherein klar, dass der Typ am Ende kein Interesse an mir hat". Mit diesen Gedanken im Kopf gehst Du jede neue Bekanntschaft an. Ich meine, wenn Du fest im Kopf hast, dass Dir heute ein Missgeschick - welches auch immer - passieren wird, dann wird das auch der Fall sein, Du wirst stolpern, Dir wird irgendwas runterfallen, Du wirst Dich über irgendwas ärgern, was auch immer.

Vielleicht solltest Du einfach mal das Szenario in Deinem Kopf umschreiben. Das alte Skript verwerfen: "Ich bin zwar ne tolle Frau, ABER ich bin zu vorlaut, zu unbequem, zu sehr was auch immer, ich und die Männer, das passt nicht, und damit verjage ich letztendlich jeden noch so interessanten und interessierten Mann."

Ersetz es durch: "Ich bin ne tolle Frau mit vielen guten Eigenschaften, vielseitig interessiert, habe viel zu geben und zu sagen, und ich habe einen tollen Typen verdient, der sich für mich interessiert, der mich so mag, wie ich bin, mit all meinen Stärken und Schwächen. Und wenn einer meine Zuneigung nicht erwidert, dann ist er eben nicht der Richtige für mich gewesen. Dann kommt eben irgendwann ein anderer, bei dem es passt."

Wahre Liebe kann man nicht erzwingen. Wahre Liebe lässt sich aber auch nicht "verjagen"

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4. November 2012 um 14:08

Starke Frauen
Es gibt da einen großen Unterschied zwischen starken und dominanten Frauen.
Wenn mich Jemand binden will, so soll sie nicht ihre Meinung wie das Fähnchen im Wind ausrichten, sondern gehörig kontra geben können, wenn ihr was nicht passt. Aber auch generell so ziemlich alle Frauen, die mir attraktiv vorkommen, haben einen gefestigten Standpunkt... auch was das Zwischenmenschliche angeht. Denn es gibt nichts langweiligeres als eine Frau, die man quasi ins Bett quatschen kann. Und davon gibts leider genug...
Alles Eigenschaften die ich dir durchaus zutraue. Allein schon an der Art und Weise, wie du den Text formuliert hast. Sehr sympathisch.
Aber jetzt kommen wir an den Punkt, an dem es kritisch wird. Ich bspw habe auch einen recht dominanten und definierten Charakter und erst im Laufe der letzten Jahre habe ich gelernt, diesen zu beherschen. Es gibt eben Augenblicke, in denen selbst der stärkste Mann seine Prinzipien von Bord werfen sollte und sich vielleicht auch mal belehren lässt. Das ist nicht leicht. Aber unter Umständen gehts dir ja ähnlich, wie mir. Einfach mal lockerlassen zu können und deine sensible Seite zu zeigen, ist mindenstens genauso reizvoll. Denn irgendwie beschleicht mich das Gefühl, du seist dir so sicher in deiner Art - die du höchstwahrscheinlich lang genug gesucht und definiert hast - dass du einfach nicht mehr aus der Rolle fallen kannst.
Das kann ganz schnell anstrengend werden...
oder eben wie du das so schön sagst uninteressant...

Ist aber nur eine Idee ^^

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4. November 2012 um 18:07

Danke...
...für die Antworten.

Beide finde ich sehr überlegenswert.
Tatsächlich hat sich das "in eben jenem Moment stirbt das Interesse"-Szenario (das war überzogen dar gestellt) in Wohlgefallen aufgelößt.
Ich habe einfach derbe Angst, dass der mir zu nahe kommt. Kurz überdacht; Ja, die Angst habe ich vor Männern, die mir gefallen. Gott sei Dank, passiert das eher selten.
Dann übertreibe ich meine eh schon große Klappe und werde wild.

In diesem Sinne habt ihr wahrscheinlich beide Recht:
Mein Angst macht mich zur Wiedrholungstäterin (Tyche) und, da ich aus der Rolle ne Weile nicht raus komme, uninteressant und anstrengend.
Ätzend.

Und da poste ich eben noch (mich beshäftigt das sehr gerade!), wie gern ich ihn aus meinem Kopf kriegen wolle. (s. http://forum.gofeminin.de/forum/couple1/__f110036_couple1-Zum-Verrucktwerden.html)

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4. November 2012 um 18:42

Den Fuß vom Gas nehmen
Zu viel Rededruck, zu schnell im Bett, ein bisschen eingebildet. Mein Tipp ist, an diesen drei Problemstellen zu arbeiten.

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4. November 2012 um 19:55
In Antwort auf rsnan_12946818

Den Fuß vom Gas nehmen
Zu viel Rededruck, zu schnell im Bett, ein bisschen eingebildet. Mein Tipp ist, an diesen drei Problemstellen zu arbeiten.

Danke
Ok.
Zu schnell im Bett? Darum gehts doch bei nem ONS. Dass ich den Mann versehentlich mag und jetzt völlig aus dem Häuschen bin, konnte ja keiner ahnen. Aber ich versuche, den Fuß vom Gas zu nehmen. - Und das fällt mir so schwer.

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