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Ein Liebesbrief

18. März 2008 um 17:59

Viel Zeit war vergangen, seit ich diesen Brief geschrieben habe. Ich wußte, es kommt der Zeitpunkt, ihn absenden zu wollen.
Der Adressat müßte ihn haben.
Ich war unruhig, unzufrieden, traurig. Jetzt, mit abschicken dieser Zeilen kehrt Ruhe ein, Erleichterung, gesagt zu haben, was ich sagen wollte.
Vielleicht macht es jemandem Mut, sich auszudrücken.



Lieber XXX

Trauer, Entsetzen, Tränen über deine Handlung beruhigen sich, was bleibt, ist die Tiefe meines Gefühls für und um dich. Die Verletzung, die du ausgelöst hast, ändert genauso wenig daran, wie deine früheren Bemühungen um mich.

Du hast meine mails mit Vergnügen und viel Sehnsucht gelesen, ja mit Spannung erwartet.
Geträumt.
Es hat dich berührt.
Du XXX, Mann, viel beschäftigt, fast workaholic, eilst vor Dienstbeginn an den Rechner, liest in der Pause, schaust nach Dienstschluß und an Wochenenden, weil du nicht (meine oder eine) Liebe suchst? Weil du das nicht lesen und fühlen willst?
XXX, muss ich dir sagen, dass du meine Worte so manches Mal schmerzlich vermißt seither?

Vielleicht nimmst du mich nicht ernst. Überleg selbst, würde ich so einen Aufwand betreiben, mir so einen heimlichen Weg zu dir ausdenken, wenn es nicht ernst wäre! Meinetwegen kann jeder von meinem Gefühl wissen, ich will nur dich nicht kompromittieren.

Ich weiß doch selbst nicht, warum. Ich weiß doch selbst nicht, warum ich dich will.
Ich weiß nur, dass ich dich will, nicht für eine Nacht, sondern für alles, für immer.
Ich habe lange nicht den Mut gehabt, meinem Gefühl zu trauen, habe dich weggeschubst wenn du dich genähert hast. Bin zu dir gekommen, wenn du dich entfernt hast.

Klar bin ich nicht die gesamte Zeit allein, aber es fehlt etwas. Du fehlst.
Ich hab versucht dich zu vergessen, habe gedacht, mensch, das gibts doch nicht. Warum XXX, ich kann viele haben.
Immer wieder hab ich versucht an die Verletzungen zu denken. Lüge, böse Worte von mir an dich, von dir über mich. Immer wieder versuche ich mich zu verabschieden innerlich. Ich habe versucht, mich zu retten. Aus Angst.

Vielleicht hast du genauso Angst wie ich.

Angst vor dem, was passiert, wenn man seiner Sehnsucht folgt. Ist doch verrückt, warum gibt das Herz keine Ruhe und man folgt einfach der Vernunft. Meine Güte, was habe ich alles unternommen, um dich zu vergessen. Von mir weiß ich, ich kann es nicht, weil es Liebe& Faszination gibt, die nicht einfach aufhört.

Gib mir, was du von mir vor einiger Zeit auch brauchtest: die Chance zuzuhören. Du hattest immer den Mut mich anzurufen. Du hast es riskiert, obwohl es hätte passieren können, dass ich auflege, ich konnte es nicht.
Ich habe jetzt den Mut es zu riskieren, dir zu sagen, dass ich deine Hilfe brauche. Allein schaffe ich es nicht.

Kannst du mir ins Gesicht sagen, dass du nicht willst?
Anders kapiert es mein Herz nicht. Ich will dich dann loslassen, wenn du es willst. So wie ich es dann spüren werde, wenn ich dich loslasse, wirst auch du es fühlen.
Vielleicht wirst du dann ruhiger, entspannter, vielleicht gereizter und müder in deinem Tun, vielleicht verwundbarer...alles kann sein. Das ist kein Esoterik Quatsch. Veränderung spürt man aktiv und passiv.

Willst du, dass es aufhört?


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19. März 2008 um 14:54

Viel Glück
Nun sollten seinerseits Taten folgen auf diese schönen ehrlichen Worte.

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