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Ein guter Freund

17. Juli 2012 um 22:50

Also dann will ich mal die Situation erklären. Ich bin mit meiner Freundin mittlerweile seit gut 5 Jahren zusammen und seit ca. 1 Jahr macht sie eine berufliche Weiterbildung. Wir sind beide Mitte 20 und wohnen auch seit gut 2 Jahren zusammen.
Im Rahmen dieser Weiterbildung hat sie einen anderen Mann kennengelernt, sie teilen gemeinsame Interessen und da sie was Freundschaften betrifft ohnehin eher mit Männern als mit
Frauen kann, pflegen sie ein recht gutes freundschaftliches Verhältnis.
Da kommt es auch mal vor, dass sie gemeinsam einen ganzen Tag verbringen, spazieren gehen, einkaufen.. abends dann noch was Trinken gehn usw. Weil sie, wie es heißt, mit ihm so gut reden kann.
Er hat auch schon bei uns in der Wohnung übernachtet, beim ersten Mal war ich auch da, später auch mal in meiner Abwesenheit.. alles rein freundschaftlich natürlich.
Ansich bin ich kein eifersüchtiger Mensch und er hat auch eine Freundin, aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass da was faul ist.
Was ist unter dem Deckmantel der Freundschaft möglich? Übertreibe ich?
Sie merkt, dass mir das nicht soo recht ist, aber natürlich will ich sie auch nicht am Pflegen vom Freundschaften hindern, immerhin mach ich mit meinen Freunden auch genug. Wobei meine Freunde zum Großteil männlich sind und ich keine weibliche beste Freundin habe mit der ich so viel Zeit verbringe.
Man muss dazusagen, dass ich bei einer ähnlichen Situation schon einmal hintergangen wurde. Da war er anfangs auch nuurrr ein Freund und dann hieß es.. Ich muss die Beziehung beenden, ich hab mich ihn ihn verliebt... bin also ein gebranntes Kind sozusagen.

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18. Juli 2012 um 14:18

Hallo Charley,
ohje mein Text ist jetzt sehr lang geworden. Sorry deswegen! Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder sie hat in ihm einen sehr guten Freund, Gesprächspartner und Zuhörer gefunden und macht da keinen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein. Oder aber sie entwickelt wirklich Gefühle für ihn und "benutzt" hier die Möglichkeit der Freundschaft, um ihn näher kennenlernen zu können. Hmm was soll ich dir raten, ich finde, du solltest vorsichtig sein und die Augen offen halten. Aber ich würde es (noch) nicht dramatisieren. Du bist mit ihr seit 5 Jahren zusammen, ich denke schon dass du gut einschätzen kannst wie eng eure Beziehung ist und ob sie dich noch liebt, ob Treue für sie wichtig ist.

Ich versuche es dir aus meiner Perspektive zu beschreiben: Ich selbst bin auch seit 5 Jahren in einer Beziehung und mein bester Freund ist auch männlich. Den kenne ich schon seit 8 Jahren und hier kann mein Freund sehr sicher sein, dass da nie etwas lief und nie etwas laufen wird. Für mich hat dieser Mann nach der langen Freundschaft etwas Asexuelles für mich bekommen, ähnlich wie Verwandtschaft, Bruder oder weibliche Freunde. Wenn du verstehst was ich meine? Aber der Unterschied zwischen mir und deiner Freundin ist: Mein Kumpel hat noch nie bei mir übernachtet und ich noch nie bei ihm. Das liegt aber daran, dass ich hier (für mich selbst) die Grenze ziehe, denn ich möchte auch nicht, dass mein Freund alleine bei einer Frau schläft. Was ich nicht möchte was man mir antut, das..... etc. etc.

Manche Dinge sollten nur - und wirklich NUR - dem Freund vorbehalten bleiben , zum Beispiel auch, dass man nur bei ihm übernachtet und NUR mit IHM einschläft und aufwacht. Ausnahmen sind möglich, als Beispiel wenn jemand Nahestehendes des besten Kumpels stirbt, dass man da auch mal die ganze Nacht bei dem Kumpel bleibt ist selbstverständlich. Aber das sind Ausnahmen und sollte meiner Meinung nach nicht zur Regel werden, nur weil man zu viel Alkohol trinkt und nicht mehr heimfahren kann. Man kann auch nur ein Gläschen Wein trinken und dann nachts um 2e oder 3e noch nach Hause fahren und daheim schlafen. Deshalb verstehe ich dich sehr gut, mir persönlich würde das auch zu weit gehen. Man muss ja dem Partner keine "Gedanken in den Kopf legen", denn genau dass macht deine Freundin mit dir. Es ist völlig normal, dass du dir da Gedanken machst!

Vielleicht kannst du mit deiner Freundin reden? Ich an deiner Stelle würde mit ihr darüber reden, ihr einfach direkt sagen, dass gegen eine gleichgeschlechtliche Freundschaft nichts einzuwenden ist, dass du auch nichts gegen gemeinsames Übernachten zur Not hast, wenn etwas passiert ist und man für den anderen da sein muss oder als anderes Beispiel: Man übernachtet mit anderen Freunden als Gruppe nach einer zurchzechten Partynacht alle zusammen bei ihr daheim. Aber es muss einfach nicht sein, dass man nur zu zweit bei jemandem übernachtet. Ich denke, sie möchte das bei dir auch nicht wenn du das machst?

Noch etwas: Mein bester Freund hat mich nachts um 3 Uhr angerufen weil er reden musste, sein bester Kumpel ist gestorben. Mein Freund war deswegen auch irritiert, dass ich stundenlang nachts mit meinem Kumpel telefoniere. Wenn mein Kumpel mich bei sich gebraucht hätte, wäre ich auch zu ihm gefahren (wahrscheinlich aber mit meinem Freund, die zwei kennen sich auch sehr gut). Aber wie gesagt, dass sind solche Ausnahmen...

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23. August 2012 um 17:17

So ist es,
ich vertraue ihr und habe nach unserem letzten Gespräch ein gutes Gefühl. Ich hab ihr erklärt, dass es Grenzen gibt, sprich während meiner Abwesenheit will ich nicht, dass ein anderer Mann bei uns übernachtet, abgesehen von Notfällen. Es war ein ausführliches Gespräch und ich denke sie versteht jetzt wie ich es meine. Ich habe sie bspw. gefragt, was sie in meiner Situation machen bzw. denken würde. Daraufhin hat es bei ihr Klick gemacht...

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