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Ein einziges Auf und Ab

27. Dezember 2011 um 18:51

Liebe Leser,

ich befinde mich aktuell in einer Entscheidungssituation, wo mir Engel und Teufel auf der Schulter sitzen und Verstand gegen Gefühl kämpft.

Ich habe mich vor über einem Jahr in einen Mann verliebt. Ich wusste nicht, dass er ein Alkoholproblem hat. Ich bemerkte es irgendwann und teilte ihm mit, dass es nur ein "Uns" gibt, wenn er was gegen sein Problem tut.

Es vergang eine Zeit bis er sich für eine Entgiftung entschied. In der Zwischenzeit war immer wieder Kontakt - mal mehr, mal weniger. Meinen Standpunkt habe ich aber immer deutlich vertreten und beibehalten.

Nachdem er jetzt sein Leben ordnet, rief er mich vor den Festtagen an und erzählte mir, dass ihm was fehlt, wenn ich mich nicht melde. Er wünschte sich, zu mir zu kommen und einfach zu bleiben. Er redete sogar von Zukunft, Kindern usw.

Einen Tag später - alles wie gedreht. Plötzlich der Wunsch nach einer Freundschaft. Wieder die Bemerkung, er würde mich vermissen, wenn der Kontakt abbricht und daher möchte er Freundschaft versuchen.

Zur Anmerkung : wir hatten das schonmal versucht - und es klappte nicht, weil er Nähe suchte und mir erzählte, dass er eifersüchtig wird, wenn ich mit anderen Leuten unterwegs bin.

Eine Freundschaft kommt auch für mich nicht mehr in Frage. Ich fühle zuviel und würde daran kaputtgehen. Zugegeben dachte ich, dass alles nach der Entgiftung besser wird.

Stattdessen ist er noch nachdenklicher.

Und hier kommt mein Problem. Mein Verstand sagt, dass er immer ein Alkoholiker bleiben wird auch wenn er zur Zeit trocken ist. Er scheint ja nun auch sehr nachdenklich zu sein und selber zu Zweifeln (an sich) - wenn er heute sich heute so, morgen so äußert. Bei ihm ist es scheinbar auch Herz vs Verstand/Vernunft.

Mein Herz sagt jedoch, dass er endlich was für seine Gesundheit getan hat und noch ganz am Anfang ist und Zeit braucht. Mein Herz meldet mir, dass ich ihm nicht die "kalte Schulter" zeigen kann . Nur wenn ich jetzt doch mit ihm eine Freundschaft "erzwinge"- was erreiche ich dadurch ?

Ich habe Angst, dass ich dann wirklich nur zur Freundin werde, während ich weiter liebe.

Bei dem Gedanken, ihm die Freundschaft zu verwehren, habe ich das Gefühl, ich lasse ihn im Stich, weil ich gleich mehr von ihm verlange und ihn eine Beziehung evtl. überfordert.

Mich verwirrt einfach, dass er kürzlich am Telefon noch die gleichen Wünsche hatte wie ich und einen Tag später drückt er wieder so stark auf die Bremse und die Gefühle stehen hinten an.

Ich weiß nicht so wirklich, wie ich da grad heile rauskomme...

Gruß




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27. Dezember 2011 um 19:09

Hallo !
Er weiß, was ich will ... aber was er will, weiß er nicht, sonst würde er doch nicht so reagieren, wie oben beschrieben
Habe schon oft gefragt, woran ich bin. Er gibt mir keine Antwort. Stattdessen ist dann erstmal Ruhe und irgendwann kommt dann sowas wie beschrieben : heute so, morgen so.

Nein, er trinkt nicht mehr- aber er muss halt sehr an seiner Trockenheit arbeiten, denn das ist ja kein Zuckerschlecken.

Wäre gern für ihn da - aber eben mehr, als nur als Freund. Habe mich mit dem Thema Alkohol beschäftigt und weiß, worauf ich mich einlassen würde.

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