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Ein Anfang?

27. Dezember 2008 um 19:35 Letzte Antwort: 29. Dezember 2008 um 22:04

Ihr Lieben, ich brauche ein wort von euch zu meiner situation.....

Der kumpel meines (jetzt ex-)freundes und ich waren lange zeit beste freunde. haben uns super verstanden, waren aber weder verliebt noch sonst irgendetwas. hatten aber einen sehr engen kontakt, haben uns viel erzählt, ab und an waren wir mal spazieren oder ein eis essen - harmlos! Aber wunderbar und intensiv. gleiche wellenlänge. sowas.
er ist einige jahre älter, verheiratet, hat kinder.

ich hab nichts verbotenes gesehen an dem, was wir taten, da wir beide nichts auf unsere partner kommen ließen, obwohl seine ehe schon diverse schwachstellen aufzeigte. ich gab ihm tipps, so "beste freundin"-mäßig versuchte ich ihn auf den richtigen weg zu bringen, um sich seiner frau wieder anzunähern. so nach und nach merkte ich aber, verdammt ... ich war eifersüchtig. sagte aber nie etwas.
das ging fast zwei jahre so. waren wirklich nur gute freunde. aber seine frau war tierisch eifersüchtig, machte ihm das leben zur hölle, beschimpfte mich öffentlich und begann provokativ ("bist ja selber schuld") sich mit anderen männern zu treffen. sie verbat ihm generell die freunschaften - nicht nur zu mir.

irgendwann machte mein freund schluss - aus anderen gründen.
und mein bester freund und ich gestanden uns, dass wir uns ineinander verliebt hatten. allerdings: noch vor unserer "beichte" reichte er die scheidung ein. sie kränkte und demütigte ihn pausenlos, es ging nicht.

ich kam lange mit der situation danach nicht klar, gab mir eine große schuld am scheitern der ehe und wollte nicht, dass zwei kleine kinder ohne papa groß werden (ich kenne sie sehr gut und mag sie!).
sagte: bleib gefälligst bei ihr!!
er wollte nicht, sagte - entweder du oder gar keine.

jetzt bin ich umgezogen. seine frau weiß bis heute nicht offiziell, dass wir nun ... sozusagen ... eine "beziehung" haben. kann man es so nennen? er will zu mir ziehen, hat seine wohnung schon fest.
trotzdem bekomme ich immernoch häufig bösartige nachrichten von seiner frau. sie hasst ihn, will ihn aber auch nicht gehen lassen.

ich habe angst.
davor, dass seine frau wie ein dunkler schatten immer über uns wachen wird. dass sie gerüchte in die welt setzen wird, ICH hätte die ehe kaputt gemacht (meine familie wohnt noch in diesem kleinen ort wie sie!). habe ich das?
ER steht zu mir, mit aller konsequenz, auch, wenn er sehr darunter leidet die kinder bei seiner frau lassen zu müssen. geben will sie sie ihm auch nicht. klar.
und im selben ort bleiben erst recht nicht.

könnt ihr mir sagen, was ich tun soll? alles auf mich zukommen lassen? hab ich moralisch komplett versagt?

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29. Dezember 2008 um 19:47

Nein?
Kann mir denn gar niemand irgendetwas sagen?
sollte ich einfach die tatsache genießen, dass er sich für mich entschieden hat? lernt man damit klar zu kommen? denn, wie gesagt ... ich hab ein sehr schlechtes gewissen.
Gar niemand?

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29. Dezember 2008 um 20:03

Blöde Situation...
...passiert ist aber passiert. Ihr liebt euch und wollt zusammen leben- das ist euer Recht. Schuld am Scheitern seiner Ehe trägst du keine. Die Liebe ist in der Zeit einfach entstanden. Davor ist niemand gewappnet. Du solltest nur darauf achten, dass er wirklich auszieht- zu dir. Sonst wirst du ganz schnell die Geliebte sein und kommst da nie wieder raus.
Es wird nicht einfach, wenn ihr in solch einem kleinen Ort lebt. Aber was die Leute denken oder sagen muss dir/ euch egal sein. Wichtig sind die Kinder- die werden es nicht leicht haben. Aber auch hier musst du geduldig sein. Das Beste, was ich dir auf den Weg geben kann, ist ein Gespräch mit seiner Frau. Versuche ihr klar zu machen, dass du ihr nie den Mann wegnehmen wolltest. Du musst dich mit ihr "anfreunden". Für diesen Mann und für die Kinder. Denn seine Frau hat die Fäden in der Hand- für euer Leben.

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29. Dezember 2008 um 22:04
In Antwort auf sylwia_12645036

Blöde Situation...
...passiert ist aber passiert. Ihr liebt euch und wollt zusammen leben- das ist euer Recht. Schuld am Scheitern seiner Ehe trägst du keine. Die Liebe ist in der Zeit einfach entstanden. Davor ist niemand gewappnet. Du solltest nur darauf achten, dass er wirklich auszieht- zu dir. Sonst wirst du ganz schnell die Geliebte sein und kommst da nie wieder raus.
Es wird nicht einfach, wenn ihr in solch einem kleinen Ort lebt. Aber was die Leute denken oder sagen muss dir/ euch egal sein. Wichtig sind die Kinder- die werden es nicht leicht haben. Aber auch hier musst du geduldig sein. Das Beste, was ich dir auf den Weg geben kann, ist ein Gespräch mit seiner Frau. Versuche ihr klar zu machen, dass du ihr nie den Mann wegnehmen wolltest. Du musst dich mit ihr "anfreunden". Für diesen Mann und für die Kinder. Denn seine Frau hat die Fäden in der Hand- für euer Leben.

Danke!
Euch beiden an dieser Stelle schonmal ein ganz liebes Dankeschön, Ihr glaubt gar nicht, wie gut es tat zu sehen, dass sich jemand die eigene Horrorgeschichte einmal durchgelesen hat. ich könnte auch noch viel weiter ausholen und ganz viele Dinge erzählen, die sich in den Jahren jetzt zugetragen haben, aber das würde den Rahmen sprengen.

@ annabelina
Ich habe ihr vor einiger Zeit einmal einen Brief geschrieben, ihr alles erklärt und ihr auch ein Gespräch angeboten. Sie wollte das alles nicht, hat nie geantwortet. Ich würde eh nicht kapieren, was sie will. Sprich: Ich bin zu blöd.
Ich bin die ... (allein das Wort) und Tussi ohne gleichen.
Dein letzter Satz ... sie hat die Fäden in der Hand ... hat mir gerade einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Du hast so recht.

Aber so, wie ich sie kenne und kennengelernt habe, würde sie mich nie als die offizielle "Neue" respektieren. Nicht so schnell zumindest.
Sie hat angedroht sein Leben zu zerstören und alles, was ihm lieb ist - und dazu gehöre ich wohl auch. Sie würde uns nie den "Segen" geben. "In Zukunft werden auch andere ein nicht so leichtes Leben haben!" Originalzitat. Deswegen habe ich auch solche Angst um meine eigene Famile.

Vielleicht will sie Angst schüren, ich weiß es nicht. Aber mich zerfrisst diese Situation unfassbar sehr.
SIE ist prinzipiell NIE Schuld, nie. Auch nicht am Scheitern der Ehe - das wäre allein sein Verdienst gewesen, weil er auch mal etwas alleine unternehmen wollte (und sie das selbst nicht tut, deswegen kein Verständnis hatte). DAS hätte alles kaputt gemacht. Die Freundschaft zu mir sowieso.

Ich hätte mich so gern einmal mit ihr unterhalten. Stattdessen kamen immer nur nette SMS voller Hass.

All das zerstört meine Moral, versteht Ihr?
Diese Frau ist so bösartig, aber letztlich - hat sie nicht das Recht dazu? Aus verletztem Stolz, gescheiterter Liebe, Hass auf die Neue? Ich seh doch, was die betrogenen Ehefrauen hier im Forum für einen Hass äußern, wenn sie von den Geliebten ihres Mannes sprechen - "schämt Ihr Euch nicht"?
Oh doch. Und wie.
Sie hatte nicht das Recht dazu ihn zu schlagen, seinen Besitz kaputt zu machen, "Scheinaffären" zu beginnen, um ihm eins auszuwischen (er war furchtbar eifersüchtig - das war noch zu unserer "platonischen" Zeit). Oder?

Ausziehen wird er definitiv.
Und den Kontakt zu den Kindern will und soll er erhalten, das möchte ich unbedingt so und er will es auch. Nur offiziell zu sagen: "Wir sind jetzt zusammen!" ... das trauen wir uns einfach nicht.
Eben aus der oben genannten Bösartigkeit seiner Frau.

Ich mag doch nur gerne meine Liebe ausleben.
Aber ich darf nicht. Wir müssen uns verstecken. Und das ist so grausam und tut so weh.

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