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Ein anderer hätte dich längst verlassen

6. November 2010 um 14:23

Hallo Leute,

Heute muss ich mal meine Geschichte aufschreiben. Ich weiss einfach nicht weiter und hoffe, ihr könnt mir mit euren weisen Ratschlägen weiterhelfen.

Zur Vorgeschichte:
Vor ca. Einem halben Jahr lernte ich einen tollen Mann kennen. Ich weiss, das klingt doof, aber es war wie Seelenverwandschaft- wir konnten ineinander reinschauen, wenn ihr wisst, was ich meine.
Naja, wir waren so unglaublich verliebt, und ich dachte "der oder keiner". Ich war bereit Alles, was ich an negstiven Erfahrungen gemacht hatte beiseite zu schieben und uns eine ganz neue Chance zu geben- was auch immer das auch hiesse.
Erklärend muss ich sagen, dass er wegen eines Jobs in diese Stadt gekommen ist, der sich leider als der totale Horror herausstellte. Furchtbarer Chef (den ich auch kennengelernt habe), Ausbeuter-Lohn etc.
Er war in einer sehr schlechten Verfassung und ich tat alles um ihn wieder aufzubauen und zu unterstützen.
Da er so pleite war, erlaubte ich ihm in mein 25 qm WG-Zimmer zu ziehen, wo er jetzt auch mietfrei ca. Ein halbes Jahr gewohnt hat.

Als er seinen Job verlor, vermittelte ich ihm binnen 3 Tagen einen neuen, in meiner (!!!) Firma. Offiziell studiere ich, arbeite aber eigentlich überwiedend als Produktionsassistenz und Aufnahmeleitung in einer Fernsehproduktion. Durch den neuen Job unterstand er mir direkt. Verdiente aber doppelt soviel wie bisher und es war auch mehr als Übergang gedacht. Er war der Produktionsfahrer.

Naja, anfangs war alles toll, wir zofften uns zwar genauso leidenschaftlich, wie wir uns liebten, die 24h gemeinsamkeit war nicht immer eimfach, aber es freute mich zu sehen, wie er sich integriert, auch wenn er Manchmal Probleme damit hatte "nur" der Fahrer zu sein. Das führte dazu, dass ich manchmal echt scheisse zwischen die Fronten geriet: als Vorgesetzte und als Freundin.
Aber: all diese schwierigkeiten Diskutierten wir iirgendwann aus. Ich unterstützte ihn weiter.
Selbst, als er zu Projektmitte seinen Führerschein abgeben musste, weil er verbummelt hatte sich rechtzeitig um ein Punkteabbauseminar zu kümmern. Das war zwar peinlich, dennoch fanden sich immer irgendwelche arbeiten, die er erledigen konnte.

Meine berufliche Situation ist seit ca. Juni sehr stressig: ich arbeite von morgens bis abends, teilweise noch am WE (dreharbeiten) kümmer mich um alles, organisiere, bügle Planungsfehler aus und bin dabei meist der bad cop. Ein Projekt folgte nahtlos auf das nächste u d jetzt bin ich einfach nur fertig und gehe auf dem Zahnfleisch. Alles zuhause bleibt liegen, wenn ich nicht hinterher bin und um einen Hund muss ich mich auch noch kümmern. Von der Uni ganz zu schweigen...
Das alles und noch ein privater Vorfall der mich sehr belastet hat dazu geführt, dass ich seot ca. Einem monat einfach nicht mehr kann. Mir fehlt die Freude, ich bin von allem üferfordert, kann aber jetzt nicht einfach aussteigen.
Das alles hat mich sehr müde und traurig gemacht, und ich weiss, es wird wieder besser wenn ich mich ein bisschen erholen kann. Der Druck und die Belastungen machen mich aber einfach kaputt.
Zudem: irgendwie hab ich das gefühl, ich würde jedem nur geben und geben und geben und bekäme nichts zurück. Ich kümmer mich um jeden und mich fragt man nichtmal wie es mir geht.
Letzte woche lag ich auch noch durch grippe total flach und mein körper wehrt sich.
Ich hab alle energie in alle anderen richtingen als meine verschossen und hab irgendwann aufgehört mich um mich zu kümmern. Was ja auch nicht zufriedener macht..,.
Naja, bin schon ganz schön depri, und dabei völlig auf mich allein gestellt: habe keine familie die mir helfen oder mich unterstützen könnte. Sondern hatte nur ihn.
In den letzten Wochen hatte ich einfach nur den Wunsch, dass sich jemand um mich kümmert. Und zwar gerne. Ich weiss nicht, ob ihr das versteht, aber er hat schon dinge für mich gemacht, aber ich hatte immer den eindruch er tut das nicht gerne für mich, sondern für sich um sein gewissen zu beruhigen und sich gut zu fühlen.
Ehrlicherweise war ich auch keine top-gelaunte Superfreundin mehr, sondern ein extrem kraftloses, deprimiertes Mädchen...Ich hatte Schuldgefühle, dass ich nicht aus mir herauskommen konnte und so eine belastung war.
Lange Rede kurzer Sinn: Gestern abend haben wir uns gestritten. Wir waren mit einem Freund von ihm im kino und anschliessend was trinken. Er erzählte in einer tour von seinen problemen ohne mich einmsl zu fragen, wie es mir geht. Ich hielt das nicht mehr aus und ging dann nach hause. Ich sagte er kann ganz entspannt machen, und austrinken. Er wollte 5 minuten später nachkommen. Er kam nach 1 1/2 stunden und fing an sich zu verteidigen und zu erklären. Statt die grösse zu haben sich um mich zu sorgen weil ich einfach am ende war, verbrachte er die Zeit damit mir zu erklären wann ich was falsch gemacht hätte und wann er recht hatte usw.
Es ging ihm mehr um verteidigung seines egos, als um Fürsorge für mich..,

Irgendwann gab ein Wort das Andere und er sagte, auf meinen ca. 1 monatigen depri-zustand bezogen, ich sei ja längst nicht mehr die Frau in die er sich verliebt habe und ein anderer hätte mich längst verlassen. Und er bliebe ja noch, weil er mich trotzdem liebe...
Damit hatte er sich entgültig disqualifiziet und ich schmiss ihn mit Sack und Pack heute Nacht aus dem Haus.

Was meint ihr dazu?

Ich fühle im moment nämlich absolut nichts.
Wenn ich mir durchlese was ich hier geschrieben habe, dann nur noch Enttäuschung. Oh man...

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6. November 2010 um 15:32

Oh man"n"
Hallo
ich lese deinen Beitrag und hab das Gefühl du beschreibst genau meine Situation. Ich kann nicht sagen, super du hast ihn rausgeschmissen, denn du fühlst dich elend, du hast alles investiert und doch kam nicht viel zurück. Du bist die Kämpferin, du packst an, du gehst vorwärts. Ganz einfach, du bist die stärkere in dieser Beziehung und hast dir nichts mehr gewünscht auch mal schwach sein zu dürfen. Zu spüren, dein Partner sieht dass es dir schlecht geht, dein Partner ist da und nimmt dich einfach mal in den Arm nimmt. Solange wir stark sind und gut gelaunt läuft alles perfekt, aber wehe wenn es uns mal schlecht geht. Dein Partner könnte der Bruder meines Partner sein. Ich kann dir nicht sagen ob du richtig gehandelt hast, denn ich glaube ich weiss wie sehr du ihn liebst, ich kann dir nur sagen, ich weiss haargenau was du fühlst und wie du dich fühlst.

stern

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6. November 2010 um 15:45
In Antwort auf meghan_874639

Oh man"n"
Hallo
ich lese deinen Beitrag und hab das Gefühl du beschreibst genau meine Situation. Ich kann nicht sagen, super du hast ihn rausgeschmissen, denn du fühlst dich elend, du hast alles investiert und doch kam nicht viel zurück. Du bist die Kämpferin, du packst an, du gehst vorwärts. Ganz einfach, du bist die stärkere in dieser Beziehung und hast dir nichts mehr gewünscht auch mal schwach sein zu dürfen. Zu spüren, dein Partner sieht dass es dir schlecht geht, dein Partner ist da und nimmt dich einfach mal in den Arm nimmt. Solange wir stark sind und gut gelaunt läuft alles perfekt, aber wehe wenn es uns mal schlecht geht. Dein Partner könnte der Bruder meines Partner sein. Ich kann dir nicht sagen ob du richtig gehandelt hast, denn ich glaube ich weiss wie sehr du ihn liebst, ich kann dir nur sagen, ich weiss haargenau was du fühlst und wie du dich fühlst.

stern

Danke...
Ich kann dir gar nicht sagen, wie gut das tut mal verstanden zu werden....
Weisst du, ich fühl mich so schlecht, weil es mir so schlecht geht... Total Banane....

Warum steckst du in einer ähnlichen Situation? Was tust du? Erzähl doch mal, dann kann man sich gegenseitig helfen!

Ich für meinen Teil bin am Grübeln: ich glaube schon, dass es richtig war. Immerhin benimmt er sich wie ein verdammter Egoist und wir haben oft darüber gestritten, dass er mehr Riesenbaby denn "Mann" ist. So oder so: ich weiss nicht, ob ich ihm damit einen Gefallen getan hätte, das alles noch länger hinzunehmen.

So ein Scheiss, das alles...

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6. November 2010 um 16:04
In Antwort auf faith_12088589

Danke...
Ich kann dir gar nicht sagen, wie gut das tut mal verstanden zu werden....
Weisst du, ich fühl mich so schlecht, weil es mir so schlecht geht... Total Banane....

Warum steckst du in einer ähnlichen Situation? Was tust du? Erzähl doch mal, dann kann man sich gegenseitig helfen!

Ich für meinen Teil bin am Grübeln: ich glaube schon, dass es richtig war. Immerhin benimmt er sich wie ein verdammter Egoist und wir haben oft darüber gestritten, dass er mehr Riesenbaby denn "Mann" ist. So oder so: ich weiss nicht, ob ich ihm damit einen Gefallen getan hätte, das alles noch länger hinzunehmen.

So ein Scheiss, das alles...

Herzlichen glückwunsch
endlich mal kein beitrag aus der rubrik "er ist ein sch@ißkerl und ich komme nicht von ihm los" sondern eine frau die im richtigen moment die reißleine gezogen hat.

auch ich habe vor langer zeit einen mann (den namen freund hat er wohl nicht verdient) aus meiner wohnung werfen müssen, da ich leider genau wie du, feststellen mußte, daß diese "beziehung" die reinste farce war.

sicherlich habe ich mich danach auch leer und traurig gefühlt- aber nur aus diesem grund, weil die illusionen, die ich mir gemacht habe, endgültig zerplatzt sind- danach bin ich auch ins grübeln gekommen, ob dies denn auch richtig war- aber den gedanken habe ich schnell wieder verworfen- ich wollte nicht das anhängsel eines mannes sein, dem ich nicht das geringste bedeutet habe- und der nur eine frau für zwischendurch gesucht hat- mir gegenüber widerwärtig ausfallend, gewalttätig und respektos war.

aber trotz dieser traurigkeit habe ich mich danach sehr stark gefühlt- ich hatte mein leben wieder zurück und das würde ich mir heute nicht mehr wegnehmen lassen. heute kann ich mich als "glücklichen single" (ja!) bezeichnen- eine beziehung würde ich nicht mehr eingehen wollen.

die verarbeitung einer solchen beziehung dauert oft sehr lange, weil das selbstwertgefühl immens angeknackst ist- aber jeder heilungsprozeß dauert seine zeit.

und trotz aller gedanken, die du jetzt hast- du kannst froh sein, die notbremse rechtzeitig gezogen zu haben- ich habe zu lange gewartet. mach bitte nicht den fehler nimm diesen mann zurück- ich kann dir nur aus erfahrung sagen, daß solch eine "beziehung" einem mehr vom leben nimmt, als das alleinesein danach.

lg

enigma



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6. November 2010 um 16:14

Glaub ich auch...
Das hat jetzt auch mehrere Anläufe gebraucht, aber mit diesem Statement ich sei ja längst nicht mehr die Frau in die er sich verliebt habe und ein anderer hätte mich längst verlassen- maaan! Ich kann euch gar nicht sagen wie respektlos und undankbar das ist!

Fühle mich zunehmend bestätigt im Betätigen der Notbremse. Danke.

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6. November 2010 um 16:24
In Antwort auf enigma1968

Herzlichen glückwunsch
endlich mal kein beitrag aus der rubrik "er ist ein sch@ißkerl und ich komme nicht von ihm los" sondern eine frau die im richtigen moment die reißleine gezogen hat.

auch ich habe vor langer zeit einen mann (den namen freund hat er wohl nicht verdient) aus meiner wohnung werfen müssen, da ich leider genau wie du, feststellen mußte, daß diese "beziehung" die reinste farce war.

sicherlich habe ich mich danach auch leer und traurig gefühlt- aber nur aus diesem grund, weil die illusionen, die ich mir gemacht habe, endgültig zerplatzt sind- danach bin ich auch ins grübeln gekommen, ob dies denn auch richtig war- aber den gedanken habe ich schnell wieder verworfen- ich wollte nicht das anhängsel eines mannes sein, dem ich nicht das geringste bedeutet habe- und der nur eine frau für zwischendurch gesucht hat- mir gegenüber widerwärtig ausfallend, gewalttätig und respektos war.

aber trotz dieser traurigkeit habe ich mich danach sehr stark gefühlt- ich hatte mein leben wieder zurück und das würde ich mir heute nicht mehr wegnehmen lassen. heute kann ich mich als "glücklichen single" (ja!) bezeichnen- eine beziehung würde ich nicht mehr eingehen wollen.

die verarbeitung einer solchen beziehung dauert oft sehr lange, weil das selbstwertgefühl immens angeknackst ist- aber jeder heilungsprozeß dauert seine zeit.

und trotz aller gedanken, die du jetzt hast- du kannst froh sein, die notbremse rechtzeitig gezogen zu haben- ich habe zu lange gewartet. mach bitte nicht den fehler nimm diesen mann zurück- ich kann dir nur aus erfahrung sagen, daß solch eine "beziehung" einem mehr vom leben nimmt, als das alleinesein danach.

lg

enigma



Vielen dank für die aufbauenden worte!
Du hast schon Recht: die Illusion ist geplatzt. Die Vorstellung, dass man nicht mit Engagement geizen darf. Das tut jedesmal am meisten weh, weil ich mich unterm strich so ausgenutzt fühle.

Irgendwo habe ich das alles auch mitverschuldet: hätte ich nicht soviel für ihn gemacht und erledigt, hätte er es sich nicht so bequem gemacht... Ich unterstelle ihm nicht, dass er keine Gefühle für mich hatte- nur dass er wohl zu unreif ist, eben auch dann ein Mann zu sein, und doppelt zu investieren, wenn einer nicht mehr geben kann.
Fühlt sich nach totaler Fehlinvestition an, im moment...

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6. November 2010 um 16:41

Das habe ich ihm angeboten!
Bevor er noch nach Hause kam, sagte ich ihm, er solle bei seinem Freund schlafen und wir reden morgen. Dann stand er um 2 uhr nachts vor meiner Tür und begann mir Vorwürfe zu machen. Dann bot ich ihm an, ein Hotelzimmer zu bezahlen, weil ich es nicht mehr aushielt. Ich lag da, hab geweint und gesagt es geht mir schlecht. Er hatte kein interesse daran mich anzuhören, sondern konfrontierte mich mit richtigstellungen. In einem moment schrie er mich an, im nächsten wollte er mich streicheln. Ich reagierte ablehnend worauf er wieder wütend und beleidigt war.

Irgenwann sagte er das dann. Und anfesochts der Tatsache, dass er wusste, in welcher Verfassung ich war, und was ich alles zu tragen habe, nochmal so einen reinzudrücken ist alles andere als deeskalierend.

Natürlich wollte ich ihn erstmal woanders unterbringen, er wollte aber partout nicht gehen. Stattdessen mir verbal immernoch eins über ziehen als ich svhon längst am boden lag. Da gabs für mich keine andere wahl mehr, als ihn konsequent rauszuschmeissen...

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6. November 2010 um 16:43
In Antwort auf faith_12088589

Vielen dank für die aufbauenden worte!
Du hast schon Recht: die Illusion ist geplatzt. Die Vorstellung, dass man nicht mit Engagement geizen darf. Das tut jedesmal am meisten weh, weil ich mich unterm strich so ausgenutzt fühle.

Irgendwo habe ich das alles auch mitverschuldet: hätte ich nicht soviel für ihn gemacht und erledigt, hätte er es sich nicht so bequem gemacht... Ich unterstelle ihm nicht, dass er keine Gefühle für mich hatte- nur dass er wohl zu unreif ist, eben auch dann ein Mann zu sein, und doppelt zu investieren, wenn einer nicht mehr geben kann.
Fühlt sich nach totaler Fehlinvestition an, im moment...

Ja
sicher war es eine "fehlinvestition"- aber liebe ist kein sparkonto, auf daß man einzahlt, um danach einen satten betrag erstattet zu bekommen. er war leider nur ein kleiner leman-brotherDD

deshalb zerbrich dir darüber nicht den kopf- immerhin hast du bewiesen, daß du liebesfähig bist und auch in schlechten zeiten zu einer person stehen kannst, das ist doch schon eine menge wert.

liebe ist und sollte immer bedingungslos sein- uns bleiben aber enttäuschungen nicht erspart. wichtig ist nur, daß wir diesen menschen, die uns ausnehmen keine zeit geben, sich länger in unserer gegenwart aufzuhalten, denn sonst bleibt irgendwann nur noch eine leere hülle unserer selbst zurück.

lg

enigma





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6. November 2010 um 18:01

So habe ich es lange zeit auch gesehen...
Ich hab versucht ihn aufzuwerten, ihn aufzubauen und Mut zu machen. Damit war ich zeitweise dann so beschäftigt, dass ich mich selbst darüber total vergessen hab.

Mir gings ja "gut" ich hatte ja ne Wohnung, nen Job und alles. Ich wollte aus Rücksicht auch nie, dass er sich minderwertig fühlt.

Das war zuletzt jedoch nicht mehr so. ER war übern Berg, plante neue Projekte usw.

Da gings bei mir bergab und es kam wie es kam, leider...

Diesen Satz, und das ist jetzt einfach subjektiv- finde ich einfach extrem verletzend. Egal wie er es gemeint hat, es wirkt verächtlich und nach allem was war eben sehr respektlos.
Wenn wir bilanzieren, dann fällt das immer zu seinen Ungunsten aus, was Fehlverhalten etc. Angeht, und in einer meiner starken phasen hätte er das niemals gesagt. Da war er mir hinterher, extrem eifersüchtig, schrieb andauend (dass es mir fast zuviel war) und kettete mich förmlich an sich.
Nun, da meine akkus leer sind, ich zusätzlich noch familienkummer habe sagt er mir sinngemäss ich soll doch froh sein, dass er noch bei mir bleibt???

Wo ist den die geduld, das verständnis und das vertrauen in mich frage ichmich da?
Wo ist Rücksichznahme und investition auch ohne direkten effekt?

Das problem liegtvim grundsatz, weit unter der spitze des Eisbergs.

Danke jedoch, für deine objektive meinungsäusserung!

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6. November 2010 um 18:35

Stimmt schon...
Naja, gut, "alleine die Tatsache dass er nacgts um 2 vor der Tür steht"...

Ich teile ein Zimmer von 25qm mit ihm.
Das ist oft zu eng und auch gestern war es so. Also sagte ich, er soll bei seinem kumpel schlafen. Dann kam doch wieder hierher in MEIN zimmer... Egal, soviel nur zur Sache. Es war kein "ich komme zu dir" sondern ein "ich will in mein bett".

Ich denke die ganze zeit scjon drüber nach. Sicherlich bin ich in einer schlechten Verfassung. Und das ist sowohl anstrengend als auch nicht schön. Trotzdem erwarte ich Grösse und Hilfe wennich sie auch immer bedingungslos leiste.
Und die kommt halt nicht...

Danke jedenfslls für deinen Ratschlag, du hast eine gute Art die Männerseite zu vertreten. Ich werd sehen, was sich tut...

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6. November 2010 um 19:50

Wow!
Bin immer wieder überrascht, von der Macht des Forums

Liebe Collien,

Warum ich ihn so früh habe hier wohnen lassen? Weil er in einer Notsituation war (voll pleite) und es nur übergangsweise gedacht war. Ausserdem waren wir so verliebt, dass wir sowieso jede freie minute miteinander verbracht haben...,

Ich danke dir für das Verständnis, und den Trost.

Seit er weg ist, komme ich zum ersten Mal richtig zum reflektieren und der Meinungspluralismus hier hilft sehr.

Ich habe gerade mit meinem Mitbewohner über die Sache gesprochen und er meint Folgendes:
Ich kastriere ihn weil...:
1. Er bei MIR wohnt und dadurch kein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen uns besteht.
2. Ich im Job seine Vorgesetzte bin.
3. Ihm "Befehle" erteile ohne es zu merken.

Das alles würde sich negativ auf seine Einstellung mir gegenüber auswirken.

Er möchte wohl gleichberechtigt mit mir zusammen wohnen, als bei mir. Das ist aber momentan nicht, weil er keinen festen Job hat. Er will aber andererseits auch nicht wirklich weg von mir...
Im job haben wir sehr flache Hierarchien. Was er nicht sieht ist folgender Punkt: ich habe meinem Chef hoch und heilig versprochen, dass das klappt mit ihm bei uns. Der Preis den ich dafür zahle, dass er sich nicht minderwertig vorkommt ist, dass ich in einer wesentlich schlechteren Verhandlungsposition bin. Wenn was schief geht, kann ich nicht auf den Tisch hauen und denen meine Meinung sagen, weil sie mir immerhin schon so entgegen gekommen sind.
Dann noch das tolle gefühl, jemanden als Fahrer eingestellt zu haben, der dann aus persönlicher Dunmheit den Lappen abgeben muss... War echt scheisse. Weiter kommtdann noch, dass ich letztens abends heimfekommen bin, und er drückt mir ein gespräch über seine unzufriedenheit im Job, woraufhin ein ganz schön unangenehmes Mitarbeitergespräch mit ih folgte. Ich sagte: ich will dir sowas nicht sagen müssen! Und denk doch drüber nach, in was für eine situation du mich bringst. Geh meinetwegen ne etage höher mit deinen Beschwerden (es fühlte sich ungerecht bezahlt, und wollte geld nachfordern, wobei durch seinen ausfall noch mehr kosten entstanden sind etc.).
Naja, und dass ich ihm "Befehle" erteile liegt darsn, dass er oft einfach nicht mitdenkt. Er sieht nicht, wann man was einkaufen muss, oder wäsche waschen odet so.

Klar fänd ich das alles an seiner stelle auchnicht toll, und ich bin sicher ich hab ihm sein ego ganz schön angeschossen und er ist gefrustet. Und nu?
Ich meine könnte man das auch ohne eskalation lösen und wenn ja, wie?
Ich hab das alles ja mitgemacht, weil ich ihn liebe und sicher mit ihm zusammen sein wollte. Eben koste es was es wolle. Aber mit dem Frust und dem demolierten Ego kann ich jetzt nicht umgehen.

Ach man, ich dreh mich im Kreis ...,

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6. November 2010 um 20:30
In Antwort auf faith_12088589

Wow!
Bin immer wieder überrascht, von der Macht des Forums

Liebe Collien,

Warum ich ihn so früh habe hier wohnen lassen? Weil er in einer Notsituation war (voll pleite) und es nur übergangsweise gedacht war. Ausserdem waren wir so verliebt, dass wir sowieso jede freie minute miteinander verbracht haben...,

Ich danke dir für das Verständnis, und den Trost.

Seit er weg ist, komme ich zum ersten Mal richtig zum reflektieren und der Meinungspluralismus hier hilft sehr.

Ich habe gerade mit meinem Mitbewohner über die Sache gesprochen und er meint Folgendes:
Ich kastriere ihn weil...:
1. Er bei MIR wohnt und dadurch kein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen uns besteht.
2. Ich im Job seine Vorgesetzte bin.
3. Ihm "Befehle" erteile ohne es zu merken.

Das alles würde sich negativ auf seine Einstellung mir gegenüber auswirken.

Er möchte wohl gleichberechtigt mit mir zusammen wohnen, als bei mir. Das ist aber momentan nicht, weil er keinen festen Job hat. Er will aber andererseits auch nicht wirklich weg von mir...
Im job haben wir sehr flache Hierarchien. Was er nicht sieht ist folgender Punkt: ich habe meinem Chef hoch und heilig versprochen, dass das klappt mit ihm bei uns. Der Preis den ich dafür zahle, dass er sich nicht minderwertig vorkommt ist, dass ich in einer wesentlich schlechteren Verhandlungsposition bin. Wenn was schief geht, kann ich nicht auf den Tisch hauen und denen meine Meinung sagen, weil sie mir immerhin schon so entgegen gekommen sind.
Dann noch das tolle gefühl, jemanden als Fahrer eingestellt zu haben, der dann aus persönlicher Dunmheit den Lappen abgeben muss... War echt scheisse. Weiter kommtdann noch, dass ich letztens abends heimfekommen bin, und er drückt mir ein gespräch über seine unzufriedenheit im Job, woraufhin ein ganz schön unangenehmes Mitarbeitergespräch mit ih folgte. Ich sagte: ich will dir sowas nicht sagen müssen! Und denk doch drüber nach, in was für eine situation du mich bringst. Geh meinetwegen ne etage höher mit deinen Beschwerden (es fühlte sich ungerecht bezahlt, und wollte geld nachfordern, wobei durch seinen ausfall noch mehr kosten entstanden sind etc.).
Naja, und dass ich ihm "Befehle" erteile liegt darsn, dass er oft einfach nicht mitdenkt. Er sieht nicht, wann man was einkaufen muss, oder wäsche waschen odet so.

Klar fänd ich das alles an seiner stelle auchnicht toll, und ich bin sicher ich hab ihm sein ego ganz schön angeschossen und er ist gefrustet. Und nu?
Ich meine könnte man das auch ohne eskalation lösen und wenn ja, wie?
Ich hab das alles ja mitgemacht, weil ich ihn liebe und sicher mit ihm zusammen sein wollte. Eben koste es was es wolle. Aber mit dem Frust und dem demolierten Ego kann ich jetzt nicht umgehen.

Ach man, ich dreh mich im Kreis ...,


Meiner Meinung nach hat sich Dein Freund selbst "kastriert". DU hast ihm den Job besorgt, bist seine Vorgesetzte und DU gibst ihm auch noch Obdacht. Sich dann noch bei dir zu beschweren, ist reichlich bizarr. Er hat sich schließlich ins gemachte Nest gesetzt. Egal wie es finanziell aussieht, wenn er gewollt hätte, dann hätte er sich von Dir unabhängig machen können. War er ja wahrscheinlich vor Dir auch oder?

Jetzt mal ganz ehrlich. Wenn er sowas wie ein Rückrat hätte oder selbständig wäre, dann hätte er sich selbst nen Job gesucht und könnte sich auch eine eigene Wohnung leisten. Klar ist es einfacher, sich alles vorsetzen zu lassen und sich dann über seine missliche Lage und Abhängigkeit zu beschweren. Schuld sind ja bekanntlich sowieso immer die anderen.

Ich an Deiner Stelle würde also eher sagen, dass JEDE ANDERE Frau so einen Typen schon längst vor die Tür gesetzt hätte. Du warst einfach zu gutmütig.

Bitte verbuche das als lehrreiche Erfahrung und so lieb es auch gemeint war, besorge nie mehr deinem oder einem deiner Freunde einen Job. Das würde ich auch rein im Freundeskreis empfehlen, weil sowas immer irgendwie Ärger macht. Und keiner führt gern in seiner Freizeit oder in seiner Beziehung Mitarbeitergespräche oder?

Alles Gute für Dich! Du bist eine starke Frau und wirst noch jemanden finden, der Dir auch eine starke Schuter sein kann!

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7. November 2010 um 14:38

Zwischenstand
Er hat sich gestern dafür entschuldigt, dass er das gesagt hat. Er wollte es nicht soweit kommen lassen...

Ich war auf einer Party (es hat sich so unglaublich gut angefühlt alleine auf eine Party zu gehen... ) und habe mich mit Prosecco im Kopf dazu hinreissen lassen mit ihm zu simsen. Wir haben dann auch telefoniert (was leider nicht so konstruktiv war) und er liest hier auch mit...

Er warf mir vor, ich hätte das alles ja gar nicht objektiv geschildert und wichtige Details ausgelassen, was wohl auch so stimmen mag, sei's drum. Immerhin vertrete ich ja meine Position in dem Ganzen.

Naja, irgendwie hat dann doch eine Annäherung stattgefunden (er hat mich gefragt (!) WIE er denn für mich da sein könne und was ich brauche. Ein Fortschritt, der sich aber im Nichts verliert, wenn ich jetzt sage, es geht wieder weiter.

Ich glaube im Moment brauche ich einfach ganz viel Zeit und Funkstille. War nicht gut mit dem kontakt gestern, sofort wieder im Emotionalen Vollchaos gelandet.

Was die Selbstreflktion angeht, sehe ich mich schon als zu 50% mitschuldig am Dilemma. Ich glaube, dass ich ihn durch zuviel Engagement viele Möglichkeiten genommen habe. Ich habe es versäumt grenzen zu ziehen und freue mich jetzt, dass ich zeit zum durchatmen hab.

Er will noch. Ich will grad Egoistisch sein und mich um mich kümmern.

Konstruktive Vorschläge? Tipps?

Vielen Dank schonmal!

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