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Eigentlich glückliche beziehung aber trotzdem spinne ich...

20. März 2004 um 8:47 Letzte Antwort: 21. März 2004 um 9:18

hallo!
ich habe seit anfang januar einen neuen freund, den ich echt liebe. er ist so ganz anders als alles was ich bisher kennengelernt habe: er ist zärtlich, sorgt sich, kümmert sich und ist einfach da. er ist ein sehr warmer mensch. meine letzten beziehungen hatte ich bisher immer mit männern, die genau das gegenteil waren : kalt und desinteressiert. allerdings konnte ich mich auf diese männer hundertprozentig einlassen! je distanzierter jemand war, desto mehr war ich verliebt... weil da bestand ja keine gefahr. ich habe irgendwie angst vor nähe! ich weiss auch warum das so ist - das hier auszuführen würde allerdings etwas dauern...
nun ist es so, daß ich die zeit mit meinem freund überwiegend geniesse, weil er so ist wie er ist. allerdings habe ich seit einigerzeit nun schon wieder die phase, daß ich voll genervt bin von ihm - obwohl er gar nichts macht. es reicht dann immer schon, wenn er nur da ist. ich habe das bei anderen männern auch schon gehabt, weil mir das alles zu nah und zu viel war. ich habe allerdings dann immmer die beziehung beendet aus angst davor, verletzt zu werden, hängengelassen zu werden. das verhalten, das ich an den tag lege sind also alles nur schutzmechanismen. je enger eine beziehung, desto genervter und distanzierter bin ich. allerdings bin ich mittlerweile aber auch so weit, daß ich diese beziehung nicht beenden will, weil ich mein leben wirklich mit ihm verbringen will! aber genau das macht mir angst... diese distanziertheit, die dann manchmal kommt, ist dann einfach da und geht auch erst mal nicht weg... ich bin dann schon von mir genervt, weil ich immer so doof bin - er merkt das dann ja auch und das tut mir dann so leid aber ich kann da nichts gegen machen! manchmal ist es dann auch genau andersrum, daß ich voll anhänglich bin. es ist also zur zeit entweder "fass mich nicht an!" oder aber "lass mich nie los!"
ich hätte es gerne aber ausgeglichen! ich will mich wirklich freuen meinen freund zu sehen, die zeit mit ihm geniessen und mir nicht ständig mein glück verbauen. ich stehe mir sozusagen selber im weg.
hat jemand von euch einen rat? wie geht das denn endlich weg? ich liebe diesen mann - auch wenn ich es ihm oft gar nicht zeigen kann, weil ich so genervt bin und ich kann mir auch vorstellen mit ihm zusammenzuziehen und eine familie zu gründen. wieso geht diese distanziertheit dann nicht mal endlich weg? das macht mich wahnsinnig!! oder auch dieses kindliche verhalten von wegen "lass mich nie mehr los".
vielleicht geht es jemandem von euch ähnlich?

placeboa

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20. März 2004 um 9:17

Ich kann dich gut verstehen....
denn mir geht es genauso. ich hab nur dann tiefe liebe als gefühl zulassen können, wenn der mann eher unerreichbar war oder halt distanziert.
ich bin irgendwann wirklich dahinter gekommen, dass dieses gefühl von nähe, bei mir regelrechte fluchttendenzen auslöst. ich genieße die nähe auf der einen seite, kann mich auch zeitweise ganz in dieses gefühl fallen lassen, hab dann aber wieder panik, dass es zu eng wird. ich denke, ich habe angst in eine art abhängigkeit zu verfallen, dieses gefühl, diesen menschen zu sehr zu mögen und ihn dann wieder zu verlieren oder aufgefordert zu werden, "angepasst" zu leben, damit ich diese liebe nicht entzogen bekomme. ist bei mir auf ein kindheitsmuster/kindheitserlebnisse zurückzuführen. tja den grund kenne ich also, aber wie ich es wegbekomme, keine ahnung. ich denke, das geht nur mit sehr viel zeit und geduld mit sich selbst.

eines tue ich, ich versuche offen mit dieser angst umzugehen, es einem partner auch zu sagen, warum ich oft so wiedersprüchlich reagiere, denn, wie ich aus erfahrung weiß, kann es den anderen ganz schön schocken und vor eine wand laufen lassen, wenn einem so ein verhalten entgegenschlägt.

im augenblick lasse ich nur die nähe zu, die ich ertragen kann, ständig zusammen sein, würde mich überfordern, so gerne ich auch mit ihm zeit verbringe.
vielleicht stimmt ganz einfach der satz "gebranntes kind scheut das feuer".

lg--kitty

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21. März 2004 um 9:18
In Antwort auf kittekatt

Ich kann dich gut verstehen....
denn mir geht es genauso. ich hab nur dann tiefe liebe als gefühl zulassen können, wenn der mann eher unerreichbar war oder halt distanziert.
ich bin irgendwann wirklich dahinter gekommen, dass dieses gefühl von nähe, bei mir regelrechte fluchttendenzen auslöst. ich genieße die nähe auf der einen seite, kann mich auch zeitweise ganz in dieses gefühl fallen lassen, hab dann aber wieder panik, dass es zu eng wird. ich denke, ich habe angst in eine art abhängigkeit zu verfallen, dieses gefühl, diesen menschen zu sehr zu mögen und ihn dann wieder zu verlieren oder aufgefordert zu werden, "angepasst" zu leben, damit ich diese liebe nicht entzogen bekomme. ist bei mir auf ein kindheitsmuster/kindheitserlebnisse zurückzuführen. tja den grund kenne ich also, aber wie ich es wegbekomme, keine ahnung. ich denke, das geht nur mit sehr viel zeit und geduld mit sich selbst.

eines tue ich, ich versuche offen mit dieser angst umzugehen, es einem partner auch zu sagen, warum ich oft so wiedersprüchlich reagiere, denn, wie ich aus erfahrung weiß, kann es den anderen ganz schön schocken und vor eine wand laufen lassen, wenn einem so ein verhalten entgegenschlägt.

im augenblick lasse ich nur die nähe zu, die ich ertragen kann, ständig zusammen sein, würde mich überfordern, so gerne ich auch mit ihm zeit verbringe.
vielleicht stimmt ganz einfach der satz "gebranntes kind scheut das feuer".

lg--kitty

Hallo Ihr Beiden!
Auch mir geht es ähnlich, vielleicht äussert sich das nicht ganz so extrem, aber ich sehe bei mir viele Parallelen

Ich bin bei mir leider noch nicht wirklich dahinter gekommen, was dieses Verhalten auslöst und würde mich sehr freuen wenn ihr mir vielleicht auf die Sprünge helfen könntet.
Ich würde gerne ein bisschen mit Euch reden vielleicht finde ich ja den Auslöser bei mir und das wäre immerhin schon mal ein Anfang! Ich bin natürlich auch gern zum reden und zuhören da! Lieber nicht so gern im Forum...
malina25@gofeminin.de

Ich glaube das einzige was in unserem Fall hilft ist den Partner von unserem Problem zu erzählen und auf Verständniss und genug Durchhaltevermögen zu hoffen...

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