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Eigene Wünsche vs. Verpflichtung

Letzte Nachricht: 21. Oktober 2017 um 11:49
A
apfelrose
02.02.14 um 21:28

Hallo in die Runde,

ich brauche einen Rat.
Mein Mann (40) und ich (35) sind seit 11 Jahren verheiratet. Wir leben zusammen in einem Haus in der Nähe von Wien. Es war immer schon so geplant, dass wir in das große Haus meiner Eltern ziehen, wenn diese mal Betreuung brauchen. Das Haus ist ein Zweifamilienhaus mit getrennten Wohneinheiten, lediglich der Eingangsbereich ist gemeinsam zu nutzen, ebenso der Keller und der Garten.

Nun ist mein Vater verstorben und meine Mutter lebt alleine in diesem Haus. Sie ist zwar noch sehr rüstig und hat auch viele soziale Kontakte, aber sie würde sich wünschen, dass wir zu ihr ziehen. Mein Mann würde am liebsten sofort übersiedeln. Er sieht es praktisch: viel Platz, schönes Haus, ein Auto, das wir mitverwenden dürfen, er kann sich in die Zweigstelle der nächstgelegenen Stadt versetzen lassen.

Aber jetzt kommt der Haken an der Sache: das Haus ist 200 km von meiner jetzigen Wohnumgebung entfernt. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass ich eigentlich gar nicht dorthin ziehen will. Ich habe mir mein Leben so eingerichtet, wie ich es möchte, bin sehr zufrieden damit. Ich mag meinen Job und ich müsste mir nach der Übersiedlung was komplett Neues suchen und es ist fraglich, ob ich etwas Vergleichbares finde.

Zudem war die Beziehung zu meiner Mutter immer schwierig, weil wir zum Leben selbst sehr unterschiedliche Sichtweisen haben und uns auch in der Art, wie wir Dinge angehen und erledigen, komplett unterscheiden. Ich befürchte, dass uns meine Mutter ihre Lebensart aufdrängen möchte, denn es ist ja "ihr Haus" und sie möchte, dass wir deshalb alles so erledigen, wie sie es für richtig hält. Da sehe ich Konflikte auf uns zu kommen.

Außerdem merke ich, wie mein Mann sich mehr und mehr dem Alkohol zuwendet. Er trinkt fast jeden Tag und immer, wenn ich nach ihm nach Hause komme, finde ich ihn betrunken vor. Er ist kein schlechter Mensch, er ist auch nicht aggressiv oder pöbelt, er trinkt einfach nur, bis er einschläft. Momentan beeinträchtigt das maximal unser Zusammenleben (ich kann es kaum mitansehen), sein Berufsleben beeinträchtigt es noch nicht. Wer weiß, wie lange noch. Jetzt trinkt er ausschließlich zu Hause, aber man weiß ja nicht, wie sich das Ganze entwickelt. Therapie interessiert ihn nicht, er ist noch nicht mal bereit, zu erkennen, dass er ein Problem hat.

Nun hatte ich die Idee, meinen Mann zu meiner Mutter ziehen zu lassen, während ich hier bleibe. Vielleicht tun die beiden einander ja gut und es ist immer einer da, der für den anderen sorgt - und ich bin aus dem Schneider. Ich habe meinem Mann schon gesagt, dass er sich gerne zu Tode saufen kann, wenn er das möchte - es ist ja sein Leben. Er soll aber nicht damit rechnen, dass ich ihn dann pflege oder versorge.

Auf diese Art kann ich mein Leben so weiterleben, wie ich es möchte und er hat ebenfalls, was er will. Gut, wir würden uns dann nur mehr an den Wochenenden sehen und nicht mehr jeden Tag - was aber nicht so viel ausmacht, da wir uns auch jetzt nicht oft sehen. Ich komme viel später nach Hause als er und meist schläft er da schon (in letzter Zeit immer öfter betrunken). Ich weiß, dass mein Mann eine Fernbeziehung nicht gut finden wird, aber objektiv von außen betrachtet: könnte das so funktionieren? Hat jemand Erfahrung mit solchen Entscheidungen?

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A
apfelrose
21.02.14 um 2:00

Ja, jetzt wieder
Ich war eine Zeit lang im Ausland.

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A
apfelrose
21.02.14 um 2:11

Bock auf meinen Mann
So wie er jetzt ist: nein. Ich möchte meinen Mann von früher wieder haben, den, den ich geheiratet habe. Den kann ich aber nicht wieder bekommen, weil er ja gar keine Lust hat, was zu ändern. Klartext habe ich mit meinem Mann schon lange gesprochen, aus seiner Sicht ist alles in Ordnung. Er will sich eben nicht eingestehen, dass was mit ihm nicht stimmt. Ich hab aber keinen Partner mehr auf Augenhöhe, sondern einen, der sich nach der Arbeit entweder auf die Couch oder vor den Computer knallt und trinkt, bis er irgendwann einschläft.

Trotzdem schätze ich ihn und will ihn versorgt wissen. Er war ja nicht immer so, wir hatten auch unsere schönen Zeiten. Ich merke, dass er immer mehr abgleitet und ich mache mir Sorgen um ihn, weil er bald nicht mehr alleine bleiben kann. Ich war jetzt 2 Wochen nicht zu Hause und komme in eine total verdreckte Wohnung. Die Sachen stehen und liegen da, wo er sie hat fallen lassen. Er schafft es nicht mehr, sich alleine zu versorgen und das wird noch schlimmer werden. Früher war er nicht so, er hat im Haushalt sehr wohl mitgearbeitet und in seiner Singlezeit sogar allein geschmissen. Er kann im Prinzip kochen, waschen und putzen, er ist nur so antriebslos, dass er seinen Hintern aber nicht mehr hochkriegt. Meiner Meinung nach sollte er zum Arzt gehen und sich auf Depressionen checken lassen und genau das hab ich ihm auch gesagt - macht er aber nicht. Gut - wenn er nicht will, kann ich ihn nicht zwingen.

Ich will mich aber nicht selbst um ihn kümmern, ich bin da nicht der Typ dafür. Deshalb kommt da meine Mutter ins Spiel, denn die liebt es, andere zu umsorgen und zu betüdeln. Sie ist sogar sehr amüsiert darüber, ihn die ganze Zeit betüdeln zu dürfen. Somit wären dann zwei Fliege mit einer Klatsche geschlagen: mein Mann wird versorgt, meine Mutter hat jemanden zu betüdeln. Und nebenbei hab ich meine Ruhe und bin fein raus.

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B
berit_12920658
21.02.14 um 9:20

Oh je!
Wenn er jeden Tag trinkt, dann hat er ein ernsthaftes Problem.
Ich finde die Idee, dass du dein Leben erstmal weiterhin verfolgst gut. Die andere Variante, dass ihr in dem Haus lebt, du unzufrieden bist, weil du dein soziales Umfeld neu aufbauen musst, dich beruflich neu orientieren musst und das an der Seite deines trinkenden Mannes?

Ich lese aus deinem Post heraus, dass du dich sowieso schon dagegen entschieden hast und das hört sich für mich als die einzig richtige Lösung an!

Über kurz oder lang wird er sich seinem Problem stellen müssen und aus der Ferne wirst du ihn eher dazu bewegen können, als wenn du da so nahe verstrickt bist, in einem Umfeld, in dem du dich nicht gut fühlst.

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F
fusselbine
21.02.14 um 9:49

Bloß nicht!
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Solch einen Mann würde ich auch nicht haben wollen.

Du schreibst weiter unten, dass du deinen Mann nicht betüddeln willst, deine Mutter aber sehr wohl Spaß daran hätte. Ich kann dich auch hier verstehen, dass du deinen Mann nicht versorgen und ihm den A*sch nachtragen willst, wenn er sich weigert Hilfe in Anspruch zu nehmen. ABER: es macht keinen Sinn ihn an deine Mutter abzuschieben! Dein Mann hat ein wirkliches ernstes Problem. Und das wird nicht besser, wenn jetzt deine Mutter anfängt ihn zu betüddeln. Damit wird dein Mann noch mehr abrutschen, noch unselbstständiger werden, noch mehr Zeit und Lust haben zu trinken, denn deine Mutter macht und tut ja. Dein Mann braucht dringend Hilfe, um gegen zu steuern, aber sicher keine Unterstützung, um noch weiter abzurutschen. Und genau das wird er tun, wenn deine Mutter ihn versorgt. Damit hat er dann nämlich keinen Grund mehr sich Hilfe zu suchen und etwas zu ändern, denn deine Mama wird sich ja um alles kümmern, ihn versorgen und betüddeln.

Dein Mann braucht niemanden, der ihn versorgt, sondern jemanden, der ihn "zwingt" etwas zu ändern! Da du ihn körperlich nicht zwingen kannst, musst du das anders machen - mit psychischem Druck. Dein Mann muss erkennen, was er verliert, wenn er so weiter macht. Sprich, erst wenn es richtig doof und unangenehm für ihn wird, wird er den Hintern hochbekommen müssen. Dein Mann ist suchtkrank, wenn du ihn hier noch betüddelst, dann wird er nichts ändern. Ändern kann er nur, wenn er erkennt, dass es ihm richtig dreckig gehen wird, wenn er nicht in die Pötte kommt.

Anstatt ihn zu deiner Mutter zu schicken, wo er fröhlich weiter seiner Sucht fröhnen kann, solltest du ihm lieber eine richtige Trennung vor Augen halten. Damit gewinnst du die Chance zurück, denn Mann von früher zurück zu bekommen. Deinem Mann muss es schlecht gehen, damit er erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Bei deiner Mutter aber wird es ihm gut gehen. Daher rate ich dir dringend davon ab. Du hast dann zwar erstmal Ruhe, aber auch nur vordergründig. Denn irgendwann ist deine Mutter zu alt und zu schwach, um deinen Mann zu versorgen. Du mutest ihr ja einen Alkoholiker zu! Das wird sie irgendwann nicht mehr packen und dann bist du wieder gefragt. Dann darfst du dich um deinen Mann UND deine Mutter kümmern. Er vollends Alkoholiker und deine Mutter nervlich und gesundheitlich am Ende. Auf Dauer bringt das niemandem was!

Ich würde es nicht machen und lieber alle Register ziehen, um deinem Mann vor Augen zu führen, dass jetzt Schluss mit der Sauferei ist oder aber er sich eine neue Frau und Wohnung suchen darf.

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herbstblume6
herbstblume6
21.02.14 um 11:25


Nein, das wird nicht funktionieren denn Suffköppe halten sich erstaunlich lange und grad dann wenn man ihnen frühzeitiges Ableben aus guten Gründen von Herzen wünscht konservieren sie sich besonders gut...
Und auch die Mutter wird bestimmt vor lauter Begeisterung 100 Jahre alt und wird die TE die sich dem stressigen Singleleben mit allen Verlockungen und Ausschweifungen hingeben muss um Jahre überleben...

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:07

Weil er dann komplett absackt
Er braucht jemanden, der sich um ihn kümmert und hier hat er niemanden.

Wenn ich jemanden finde, der sich um ihn kümmert, dann trenne ich mich ja vermutlich sowieso (falls er sich nicht ändert und seine Probleme löst).

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:09

Ob es eine Rente gibt?
Wenn er so weitermacht, ist er bald nicht mehr arbeitsfähig und wird seinen Job verlieren. Wenn er dann Atteste bringt, dass er definitiv keinen anderen Job machen kann, dann bekommt er vielleicht Invaliditätsrente. Viel wird das nicht sein.

Ums Geld geht es mir außerdem nicht. Ich brauche einfach jemanden, der sich um ihn kümmert, aber ich möchte es nicht selbst tun.

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:11

Pflegeheim ist keine Alternative
In dem Bundesland, in dem ich lebe, gibt es den Regress. D.h. wenn er das Pflegeheim nicht aus seinen eigenen Mitteln (Rente, Pflegegeld) bezahlen kann, dann muss ich das bezahlen. Darauf habe ich keine Lust. Meine Mutter versorgt ihn gratis und hat noch ihren Spaß dabei. Deshalb wäre das hier die bessere Lösung.

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:12

Wie schon gesagt, ums Geld geht es mir nicht
Ich brauche weder sein Geld, noch das Geld oder Haus meiner Mutter. Was ich aber nicht will: für einen von beiden bezahlen.

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:14

Dass er andere knallt, wäre mein geringstes Problem
Ich wäre ja froh, wenn er wieder Interesse am Sex zeigen würde. Derzeit schläft er in seiner Freizeit entweder, oder er hockt vor dem Computer. Für etwas anderes kriegt er seinen Hintern gar nicht hoch.

Wenn er eine andere findet: wunderbar. Dann kann die sich um ihn kümmern und ich habe eine Sorge weniger.

Ich will mich nicht um meine Mutter kümmern. Ich will mich um niemanden kümmern müssen, außer um mich selbst.

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:21
In Antwort auf fusselbine

Bloß nicht!
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Solch einen Mann würde ich auch nicht haben wollen.

Du schreibst weiter unten, dass du deinen Mann nicht betüddeln willst, deine Mutter aber sehr wohl Spaß daran hätte. Ich kann dich auch hier verstehen, dass du deinen Mann nicht versorgen und ihm den A*sch nachtragen willst, wenn er sich weigert Hilfe in Anspruch zu nehmen. ABER: es macht keinen Sinn ihn an deine Mutter abzuschieben! Dein Mann hat ein wirkliches ernstes Problem. Und das wird nicht besser, wenn jetzt deine Mutter anfängt ihn zu betüddeln. Damit wird dein Mann noch mehr abrutschen, noch unselbstständiger werden, noch mehr Zeit und Lust haben zu trinken, denn deine Mutter macht und tut ja. Dein Mann braucht dringend Hilfe, um gegen zu steuern, aber sicher keine Unterstützung, um noch weiter abzurutschen. Und genau das wird er tun, wenn deine Mutter ihn versorgt. Damit hat er dann nämlich keinen Grund mehr sich Hilfe zu suchen und etwas zu ändern, denn deine Mama wird sich ja um alles kümmern, ihn versorgen und betüddeln.

Dein Mann braucht niemanden, der ihn versorgt, sondern jemanden, der ihn "zwingt" etwas zu ändern! Da du ihn körperlich nicht zwingen kannst, musst du das anders machen - mit psychischem Druck. Dein Mann muss erkennen, was er verliert, wenn er so weiter macht. Sprich, erst wenn es richtig doof und unangenehm für ihn wird, wird er den Hintern hochbekommen müssen. Dein Mann ist suchtkrank, wenn du ihn hier noch betüddelst, dann wird er nichts ändern. Ändern kann er nur, wenn er erkennt, dass es ihm richtig dreckig gehen wird, wenn er nicht in die Pötte kommt.

Anstatt ihn zu deiner Mutter zu schicken, wo er fröhlich weiter seiner Sucht fröhnen kann, solltest du ihm lieber eine richtige Trennung vor Augen halten. Damit gewinnst du die Chance zurück, denn Mann von früher zurück zu bekommen. Deinem Mann muss es schlecht gehen, damit er erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Bei deiner Mutter aber wird es ihm gut gehen. Daher rate ich dir dringend davon ab. Du hast dann zwar erstmal Ruhe, aber auch nur vordergründig. Denn irgendwann ist deine Mutter zu alt und zu schwach, um deinen Mann zu versorgen. Du mutest ihr ja einen Alkoholiker zu! Das wird sie irgendwann nicht mehr packen und dann bist du wieder gefragt. Dann darfst du dich um deinen Mann UND deine Mutter kümmern. Er vollends Alkoholiker und deine Mutter nervlich und gesundheitlich am Ende. Auf Dauer bringt das niemandem was!

Ich würde es nicht machen und lieber alle Register ziehen, um deinem Mann vor Augen zu führen, dass jetzt Schluss mit der Sauferei ist oder aber er sich eine neue Frau und Wohnung suchen darf.

Es ist ja sein Leben
Er will es ja so haben. Also soll er. Muss er wissen. Abrutschen tut er so oder so, das kriege ich ja tagtäglich mit. Ob er das nun hier oder bei meiner Mutter tut, ist vollkommen gleichgültig. Wenn er es bei meiner Mutter macht, ist es nicht mein Problem und ich muss es nicht mitansehen - das ist der einzige Unterschied.

Mein Mann will keine Hilfe. Er sieht nicht mal ein, dass er welche braucht. Ich kann ihn nicht dazu zwingen, Hilfe zu suchen.

Ich werde mich um keinen von beiden kümmern, das steht schon mal fest. Wenn meine Mutter gebrechlich wird, dann muss eben eine Heimhilfe ins Haus kommen. Ein Pflegeheim möchte ich vermeiden, das ist zu teuer und das darf dann ich bezahlen (Regress). Dazu habe ich keine Lust. Mir bezahlt ja auch niemand was.
Selbiges bei meinem Mann. Es gibt Betreuer für psychisch Kranke und Suchtkranke, die ins Haus kommen.

Dass er sich eine neue Wohnung suchen soll, hab ich ihm schon lange gesagt. Macht er aber nicht. Wie auch - er kriegt ja seinen Hintern nicht hoch. Wovon soll er außerdem die Wohnung langfristig bezahlen? Irgendwann verliert er seinen Job, wenn er so weiter macht.

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apfelrose
23.02.14 um 3:23
In Antwort auf berit_12920658

Oh je!
Wenn er jeden Tag trinkt, dann hat er ein ernsthaftes Problem.
Ich finde die Idee, dass du dein Leben erstmal weiterhin verfolgst gut. Die andere Variante, dass ihr in dem Haus lebt, du unzufrieden bist, weil du dein soziales Umfeld neu aufbauen musst, dich beruflich neu orientieren musst und das an der Seite deines trinkenden Mannes?

Ich lese aus deinem Post heraus, dass du dich sowieso schon dagegen entschieden hast und das hört sich für mich als die einzig richtige Lösung an!

Über kurz oder lang wird er sich seinem Problem stellen müssen und aus der Ferne wirst du ihn eher dazu bewegen können, als wenn du da so nahe verstrickt bist, in einem Umfeld, in dem du dich nicht gut fühlst.

Ich muss mich um mich kümmern!
Deshalb mache ich das. Ihm kann ich nicht helfen, weil er sich nicht helfen lassen möchte. Ich will aber da nicht mit hineingezogen werden.

Ich weiß einfach nicht, wohin mit ihm. Alleine bleiben kann er ja nicht, mal ganz abgesehen davon, dass er sowieso nicht auszieht, weil er gar nicht die Energie hat, sich eine Wohnung zu suchen.

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apfelrose
23.02.14 um 3:26

Was mich hält?
Das Pflichtgefühl. Er hat sonst niemanden, der sich um ihn kümmern kann und alleine bleiben kann er nicht. Also suche ich nach einer Lösung, die für beide passt.

Ja, ich habe mit der Vorstellung eines akzeptablen partnerschaftlichen Miteinanders endgültig abgeschlossen - zumindest dann, wenn er sich nicht ändert. Das will er aber nicht.

Nur, weil ich mit ihm verheiratet bleibe, heißt das ja nicht, dass ich nicht jemand anders kennenlernen kann. Ist ja nicht jeder Mann wild auf einen Trauschein.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

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apfelrose
23.02.14 um 3:29

Mittel zum Zweck?
Muss ein Mensch für dich einen Zweck haben? Er ist da, das ist alles und ich kann ihn nunmal nicht wegzaubern.

Mach mir einen vernünftigen Vorschlag, wie ich jemandem helfen soll, der sich nicht helfen lassen will, der nicht mal einsieht, dass er Hilfe braucht? Den ganzen Suchtberatungs-Ratgeberquatsch habe ich schon durch. Hilft nicht.

Ich bin mit meinem Latein am Ende und ich suche eine Lösung, damit er versorgt ist. Ich möchte ihn nicht selbst versorgen, weil ich auch nicht einsehe, wieso mein Leben ruiniert sein soll, nur weil er meint, saufen zu müssen. Wenn das egoistisch ist für dich, dann bin ich eben egoistisch.

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A
apfelrose
23.02.14 um 3:34

Noch ja
Aber nicht mehr lange, wenn das so weitergeht. Weil ich weiß, dass es nicht ewig so bleiben wird, überlege ich jetzt schon, was ich dann mit ihm mache.

Ich merke, wie er zusehends antriebsloser wird. Als ich jetzt weg war, kam ich in eine völlig verdreckte und chaotische Wohnung zurück. Ob er gegessen hat, weiß ich nicht. Ich denke, er hatte auch die ganze Zeit dieselbe Kleidung an.

Irgendwann fällt das in seiner Arbeit auf und dann ist er sie los. Dann hat er überhaupt keinen Grund mehr, aufzustehen, sich zu waschen oder anzuziehen. Ich kann aber nicht daheim bleiben und ihm den ganzen Tag das Händchen halten. Deshalb suche ich eben jemanden, der das macht. Vor allem habe ich keine Lust, ihm beim Fallen zuzusehen. Wieso sollte ich auch? Er säuft, nicht ich. Wieso sollte mein Leben auch ruiniert sein, nur weil er sich fürs Saufen entscheidet?

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apfelrose
23.02.14 um 3:36

Co-Abhängigkeit?
Wieso is jemand co-abhängig, nur weil er sich gerne um andere Menschen kümmert? Dann wäre jede Heimhilfe co-abhängig.

Ich will, dass jemand für meinen Mann sorgt und möchte das nicht selbst tun. Ich möchte mein Leben leben. Was ist schlimm daran, das jemandem zu überlassen, der das gerne tut?

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apfelrose
23.02.14 um 3:37

Nein!
Ich habe einen erwachsenen Mann geheiratet, weil ich niemanden betüdeln möchte. Das ist einfach nicht mein Ding.

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apfelrose
23.02.14 um 18:05

Beziehung?
Es ist keine Beziehung mehr, das ist ja der Punkt. Ich bin aus Pflichtgefühl bei ihm und das weiß er auch.

Ich suche ja gerade nach einer Lösung, damit ich eben nicht unglücklich sein muss, indem ich die Arbeit und das Kümmern jemandem anders umhänge. Irgendwer muss es ja tun und ich will das eben nicht sein.

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apfelrose
23.02.14 um 18:06

Müsste er ja nicht
Es steht ihm ja jederzeit frei zu gehen. Ich hab ihm schon gesagt, dass er das tun soll, nur kriegt er seinen Hintern nicht hoch.

Er säuft nicht wegen mir, er säuft, weil er säuft. Ich habe damit gar nichts zu tun. Nur will ich eben keinen Säufer als Mann. Wenn er das nicht einsieht, kann ich auch nichts tun.

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apfelrose
23.02.14 um 21:26

Es ist mein Haus
Ich habe es gekauft und ich bezahle es. Er ist zu mir gezogen, also muss er logischerweise auch wieder raus.

Ja, er hat sich für die Flasche entschieden, warum auch immer. Ist seine Sache. Nur soll er mich da raus lassen.

Wenn er sich Hilfe sucht und eine Therapie macht: gerne. Wenn er nur saufen will: seine Entscheidung. Aber ohne mich.

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apfelrose
23.02.14 um 21:27

Doch, natürlich!
Aber jetzt liebe ich ihn eben nicht mehr. Nicht als Säufer. Ich will einen Partner auf Augenhöhe. Das kann er mir so nicht bieten.

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apfelrose
23.02.14 um 21:28

Wie schon oben gesagt...
...es ist mein Haus. Er muss raus, nicht ich. Er tut es aber nicht.

Ich verkaufe ja nicht mein Haus, das ich liebe und in das ich viel Geld gesteckt habe, nur weil er nicht ausziehen will.

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apfelrose
23.02.14 um 21:32

Ich lese hier nur, dass es nicht klappt
Hat jemand eine bessere Idee, wie ich ihn dazu bringe, entweder zu trinken aufzuhören oder wenn er das nicht will, zumindest auszuziehen?

Mir fällt nämlich keine ein, deshalb schreibe ich hier. Am liebsten wäre es mir, er sucht sich einen Platz im betreuten Wohnen oder so. Das will er aber nicht.

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A
apfelrose
20.10.17 um 13:15

Ich habe jetzt diesen alten Thread von mir wiedergefunden und vielleicht interessiert es ja jemanden, wie die Sache ausgegangen ist.

Mein Ex-Mann hat tatsächlich immer mehr und mehr getrunken und schließlich habe ich mich von ihm getrennt. Einige Zeit darauf hat er seinen Job verloren und ist dann tatsächlich bei meiner Mutter eingezogen. Dort lebt er immer noch. Ich habe keine Ahnung, wovon die beiden leben, vermutlich von ihrer Rente und seiner Sozialhilfe. Er arbeitet nach wie vor nicht, sondern erledigt kleinere Arbeiten im Haus meiner Mutter. Er trinkt immer noch und ist nur nüchtern, wenn er in die Stadt zum Einkaufen muss. 

Ich habe mein Haus verkauft und bin übersiedelt. Ich sehe meine Mutter und meinen Ex-Mann vielleicht ein oder zweimal im Jahr, öfter nicht. Meine Mutter hat meinen Ex-Mann im Testament als Erben für das Haus bedacht, aber er wird es dann wohl verkaufen müssen, weil er mir ja den Pflichtteil sonst nicht auszahlen kann. Mit der neuen Regierung kann es auch sein, dass die Erbschaftssteuer wieder eingeführt wird. Da er keinerlei Barvermögen hat, wird es wohl schwierig für ihn werden, das Haus zu halten. Einen Kredit wird er als arbeitsloser Sozialhilfebezieher auch nicht bekommen, wahrscheinlich wird ihm die Mindestsicherung dann auch noch gestrichen, weil er ja dann Vermögen hat. 

Ich bin nur froh, dass wir bei der Scheidung Unterhaltsansprüche ausgeschlossen haben. 

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koalalola1864
koalalola1864
20.10.17 um 18:23

Sie sind inzwischen geschieden und ich kann verstehen, dass sie keine Lust suf einen Säufer mehr hatte .

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A
apfelrose
21.10.17 um 11:49

Das "eigentliche" Problem war sein Alkoholismus und du hast recht, ich habe mich diesem Problem sehr lange nicht gestellt. Zu lange. Ich fing tatsächlich an, meinen Ex-Mann bereits zu hassen. Wenn es einmal so weit ist, ist die Trennung schon überfällig.

Ich bin froh, dass ich diesen Schritt letztendlich doch getan habe. Es war befreiend. Bis jetzt bin ich keine Beziehung mehr eingegangen, mein letzter Versuch war nicht sehr erfolgreich. Ich fühle mich als Single ganz wohl, den Sex vermisse ich gar nicht. Die letzte Zeit meiner Ehe verlief ja auch weitestgehend sexlos, somit bin ich daran gewöhnt.

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