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Eifersucht - gerechtfertigt oder übertrieben?

19. Februar um 10:52

Hallo zusammen,

da ich meine Probleme nicht unbedingt bei gemeinsamen Freunden besprechen möchte, habe ich beschlossen, mich einmal hier anzumelden, um Meinungen zu bekommen.

Ich bin mit meiner Freundin seit 1,5 Jahren zusammen. Wir lernten uns kennen, da war sie gerade frisch von ihrer Ex getrennt (6 Wochen). Die Scheidung ist mittlerweile durch.

Unser Anfang war holperig, da sie über ihre Ex noch nicht hinweg war. Sie hat sich nach 2 Wochen Kennenlernen von mir getrennt, aber kam dann nach 1,5 Wochen doch wieder zurück.

In der ersten Zeit hat sie mir ziemlich viel verschwiegen (Kontakt mit der Ex, auch darüber, dass sie sie vermisst, generell für mich alles ziemlich schmerzhaft). Ich habe damals immer nur zufällig rausgefunden, dass die beiden noch so viel schreiben und so viel, das für mich als neue Partnerin wirklich verletzend war.
Des Weiteren hatte sie vor mir eine kurze Affäre, die sie mir als neue, platonische Bekannte vorstellte. Diese benahm sich aber mir gegenüber sehr eifersüchtig und sehr komisch, so dass ich mehrfach stark nachgebohrt habe und darüber erfahren habe, dass meine Freundin vor mir mit ihr etwas hatte und sie quasi für mich abserviert hat (ich bin nicht sicher, ob das nicht noch parallel lief bis sie sich für mich entschieden hat). Das sei auch nichts ernstes gewesen, sondern nur Ablenkung von der frischen Trennung.  Was ich damit sagen will, meine Freundin war zu Beginn unserer Beziehung nicht ehrlich zu mir, was mir damals schwer zu schaffen gemacht hat und auch jetzt, ein Jahr später, noch nachwirkt.

Ich habe zwei Probleme:
Das erste ist ihre Ex. Ich weiß immer noch nicht, ob sie über sie hinweg ist. Sie spricht jeden Tag von ihr, was mir mittlerweile echt auf den Keks geht. Ich spreche von meiner Ex kaum, es gibt auch gar keinen Grund dazu. Meine Freundin sagt, das hat nichts zu bedeuten. Im letzten halben Jahr hatten die beiden kaum Kontakt, was mich erleichtert hat. Jetzt hat meine Freundin mir aber gesagt, dass sie ihre Ex angerufen hat, um zu hören, wie es ihr geht. Sie würde auch gern alle paar Monate einen Kaffee mit ihr trinken gehen. Und jetzt hat sie mich gefragt, ob wir nicht mit der Ex und deren neuen Freundin auf den CSD in Köln fahren wollen. Mich hat das alles sehr verletzt und extrem verunsichert. Ich möchte die Ex nicht in unserem Leben haben, da ich wie gesagt nicht sicher bin, ob meine Freundin das wirklich alles schon abgeschlossen hat. Mir tut das sehr weh. Auch ein Kaffeetrinken würde mir echt Bauchschmerzen machen. Das habe ich ihr alles auch so gesagt. Sie möchte sich von mir aber nicht in ihrer Freiheit einschränken lassen. Sie sagt, da ist nichts mehr, dennoch möchte sie die Ehe und die alte Beziehung nicht als Teil ihres Lebens ausradieren und ein gutes Verhältnis zur Ex haben. Einerseits finde ich die Einstellung gut, andererseits habe ich ECHT Bauchschmerzen. Und frage mich, ob das Treffen mit einer Ex wichtiger sein sollte als die Befindlichkeit der aktuellen Freundin. Ich würde mich z.B. nicht mit meiner Ex treffen wenn ich wüsste, dass meine Freundin darunter leidet. Sie sieht das anders. Ich frage mich, ob ich da falsch liege oder ob mein Bauchgefühl nicht auch berechtigt ist.

Das zweite Problem ist eine Arbeitskollegin. Diese hat ihr auf der Weihnachtsfeier gesagt, dass sie auch lesbisch ist. Die beiden haben Billard gespielt und sind auch immer zusammen rauchen gegangen. Nachts hat meine Freundin die Kollegin dann noch angeschrieben. Es sei schade, dass sie schon gegangen sei (Kuss-Smiley) und sie würde aus Frust darüber jetzt noch eine Rauchen gehen. Sie fand das Profilbild der Kollegin sehr schön. Für mich grenzte das schon an Flirten. Zumal sie auch sagt, die Kollegin sei sehr attraktiv (mein Typ wäre sie nicht, aber objektiv betrachtet ist sie attraktiv und ich finde sie auch hübscher als mich selbst) und rein hypothetisch gesprochen (Kollegen sind tabu und Neutrum, sagt meine Freundin) würde sie die für Sex auch nicht von der Bettkannte stoßen. Mir sowas zu sagen fand ich ebenfalls taktlos und richtig verletzend. Auch wenn das rein hypothetisch sein sollte. Jedenfalls beteuert meine Freundin, ich müsste mir keine Sorgen machen und sie will nichts von der Kollegin. Sie hat die auch gefragt, ob sie auf der Weihnachtsfeier geflirtet hätten und die Kollegin hat verneint, man hätte sich nur nett unterhalten und ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen (die Nachricht hat meine Freundin mir auch gezeigt). Ich habe die beste Freundin meiner Freundin gefragt, die ebenfalls dort arbeitet, und auch die meinte, da wäre gar nichts zwischen den beiden und ich müsse mir keine Sorgen machen. Wenn ich aber an die nächste Feier denke oder dass die beiden gemeinsam auf Dienstreise müssen, dreht sich mir der Magen um.

Meine Freundin sagt, dass sie mich über alles liebt und zeigt mir das auch in der Regel. Sie ist extrem freiheitsliebend und lässt sich nicht einschränken und sich auch nichts verbieten.
Ich weiß nicht, ob ich Grund zur Eifersucht habe. Aber ich fühle meine Grenzen überschritten und nicht geachtet, und das verletzt mich sehr.
Ich weiß auch nicht, ob sie mein Vertrauen am Anfang schon so sehr zerstört hat, dass eine Beziehung schon zum Scheitern verurteilt war, als wir es nochmal versucht haben.
Mich belastet das alles sehr und ich merke, dass ich darunter leide und gar nicht mehr so lebensfroh bin, wie ich mal war. Reden kann ich über die beiden Themen mit meiner Freundin nicht mehr, da sie sofort extrem genervt und gereizt reagiert.
Hat jemand einen Rat für mich ? Danke für geduldiges Lesen.

 

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19. Februar um 11:27

Schwierig.
Deine Freundin hat natürlich recht, wenn sie sagt, dass sie sich in ihrer Freiheit nicht einschränken lassen will.
Letztlich habt ihr beiden darüber offenbar eine andere Denkweise, die nicht ganz kompatibel zu sein scheint.

Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass sie es mit der Wahrheit nicht so ganz genau zu nehmen scheint.

Du hast ebenso die freie Wahl, ob Du mit ihrer Einstellung klarkommst oder nicht.
Ich glaube aber nicht, dass sie die ihrige ändern wird....

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19. Februar um 12:02

Ich war in meinen früheren Beziehungen auch nie so, dass ich etwas nicht wollte oder Bauchschmerzen hatte, wenn die Partnerin ohne mich was gemacht hat.
Aber jetzt ist es so, dass ich es nicht denken kann, dass meine Freundin mit der Ex oder der Kollegin etwas macht. Die Kollegin sieht sie jeden Tag. Und ich frage mich, aufgrund der vergangenen schlechten Erfahrungen mit meiner Freundin, ob sie mir nicht wieder etwas verschweigt oder mich anlügt. Sie schwört, dass sie das nicht mehr tun würde und sie mich ja mittlerweile auch sehr liebt, während sie am Anfang erst mal nur Spaß wollte (auch das wurde nicht so kommuniziert, sonst hätte ich mich gar nicht drauf eingelassen). Als ihr klar wurde, dass sie mich liebt und eine feste Beziehung und eine Zukunft möchte, hätte sich das alles geändert. Sie sei immer treu gewesen in den beiden Beziehungen vor mir und ich müsse mir gar keine Sorgen machen. Sie wolle nur mich und sei sehr glücklich mit mir und vermisse nichts. Aber an mir nagt immer noch der Zweifel und ich bekomme das auch nicht weg. Mich belastet das extrem.
Anfangs als sie es merkte, hat sie versucht mir zu helfen, indem sie mir auch Nachrichten zeigte. Das tut sie jetzt nicht mehr, da sie meint, es sei langsam genug. Kann ich auch verstehen. Ist ja auch kein schönes Gefühl, wenn die Partnerin einem nicht vertraut. Sie erzählt mir aber immer, wenn sie mit der Ex telefoniert oder geschrieben hat. Mit der Kollegin hat sie wohl nicht sooo viel zu tun und sie schreiben auch nicht, nur ab und zu mal und dann auch über die Arbeit oder wie unter Kollegen, sagt meine Freundin.
Ein Teil von mir will ihr wirklich glauben. Aber ich kann nicht über meinen Schatten springen.
Und sie hat mich eben auch mehrfach richtig arg verletzt. Ich habe das Gefühl, ich kann ihr das (noch) nicht verzeihen.
Sie tut viel für die Beziehung. Ich denke oft, ich tue ihr Unrecht. Und müsste einfach mal laufen lassen. Verbieten kann und will ich ihr nichts. Aber wenn ich ständig mit Bauchweh zuhause sitze, dann zermürbt mich das auch. Daher hast Du wahrscheinlich recht, dass ich mich entscheiden muss, ob ich das alles so kann. Sie wird ihre Einstellung nicht ändern, das hat sie mehr als klar gemacht.

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19. Februar um 12:39
In Antwort auf tintenherz

Ich war in meinen früheren Beziehungen auch nie so, dass ich etwas nicht wollte oder Bauchschmerzen hatte, wenn die Partnerin ohne mich was gemacht hat.
Aber jetzt ist es so, dass ich es nicht denken kann, dass meine Freundin mit der Ex oder der Kollegin etwas macht. Die Kollegin sieht sie jeden Tag. Und ich frage mich, aufgrund der vergangenen schlechten Erfahrungen mit meiner Freundin, ob sie mir nicht wieder etwas verschweigt oder mich anlügt. Sie schwört, dass sie das nicht mehr tun würde und sie mich ja mittlerweile auch sehr liebt, während sie am Anfang erst mal nur Spaß wollte (auch das wurde nicht so kommuniziert, sonst hätte ich mich gar nicht drauf eingelassen). Als ihr klar wurde, dass sie mich liebt und eine feste Beziehung und eine Zukunft möchte, hätte sich das alles geändert. Sie sei immer treu gewesen in den beiden Beziehungen vor mir und ich müsse mir gar keine Sorgen machen. Sie wolle nur mich und sei sehr glücklich mit mir und vermisse nichts. Aber an mir nagt immer noch der Zweifel und ich bekomme das auch nicht weg. Mich belastet das extrem.
Anfangs als sie es merkte, hat sie versucht mir zu helfen, indem sie mir auch Nachrichten zeigte. Das tut sie jetzt nicht mehr, da sie meint, es sei langsam genug. Kann ich auch verstehen. Ist ja auch kein schönes Gefühl, wenn die Partnerin einem nicht vertraut. Sie erzählt mir aber immer, wenn sie mit der Ex telefoniert oder geschrieben hat. Mit der Kollegin hat sie wohl nicht sooo viel zu tun und sie schreiben auch nicht, nur ab und zu mal und dann auch über die Arbeit oder wie unter Kollegen, sagt meine Freundin.
Ein Teil von mir will ihr wirklich glauben. Aber ich kann nicht über meinen Schatten springen.
Und sie hat mich eben auch mehrfach richtig arg verletzt. Ich habe das Gefühl, ich kann ihr das (noch) nicht verzeihen.
Sie tut viel für die Beziehung. Ich denke oft, ich tue ihr Unrecht. Und müsste einfach mal laufen lassen. Verbieten kann und will ich ihr nichts. Aber wenn ich ständig mit Bauchweh zuhause sitze, dann zermürbt mich das auch. Daher hast Du wahrscheinlich recht, dass ich mich entscheiden muss, ob ich das alles so kann. Sie wird ihre Einstellung nicht ändern, das hat sie mehr als klar gemacht.

"Sie sei immer treu gewesen in den beiden Beziehungen vor mir und ich müsse mir gar keine Sorgen machen. ...

Ist ja auch kein schönes Gefühl, wenn die Partnerin einem nicht vertraut."

Naja, das Du ihr nicht vertraust, hat sie sich ja selber verbockt. Mach Dir deswegen kein schlechtes Gewissen.
Meine Oma hat immer gesagt:"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht"

Mein Eindruck von Deiner Freundin ist, dass sie sehr egoistisch und dabei auch sogar berechnend ist.

Warum ist denn die Beziehung zur Ex auseinandergegangen?

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19. Februar um 13:46

Danke für Eure Antworten!

Ich traue mir gerade selber nicht. Ich frage mich, ob ich zu weich bin oder ob ich zu eifersüchtig bin. Einerseits hat sie es wirklich selber verbockt. Und das wirkt immer noch nach. Und ich frage mich wohl jedesmal wieder "ist sie ehrlich, kann ich ihr vertrauen". Ich weiß nicht, ob ich das wieder kitten kann.
Andererseits hat sie mir eine ganze Zeit lang ihre Nachrichten gezeigt und mir gesagt, wann sie mit der Ex Kontakt hatte. Jetzt ist sie bei dem Thema sofort total sauer und blockt und mauert. Und sagt, ich müsse meine Eifersucht so langsam wieder in den Griff kriegen, da sie mir seit einem Jahr zeigt, wie ernst es ihr ist und sie versucht hat, mir die Ängste zu nehmen. Sie tut auch wirklich etwas in der Hinsicht, das weiß ich auch. Und ich hatte so langsam auch wieder das Gefühl, ihr vertrauen zu können.
Das mit der Kollegin und der Weihnachtsfeier sowie dem CSD Vorschlag hat mich extrem zurück geworfen.

Dass sie egoistisch ist, wurde mir von meinen Eltern und einer guten Freundin auch schon gesagt. Sie zieht halt ihr Ding durch und hat auch sehr klar gemacht, dass sie für mich nicht zurück steckt, d.h. sie würde sich trotzdem mit ihrer Ex treffen, auch wenn es mir damit schlecht geht. Ihr geht ihre Freiheit über alles.
Mit der Kollegin hat sie nicht vor sich zu treffen, aber trotzdem kommen Feiern und Dienstreisen. Und auch das kann ich wie gesagt gar nicht denken, da malt sich meine Phantasie direkt das Schlimmste aus. 
Warum ist sie berechnend??

Ob ich der Notnagel bin...glaube ich tatsächlich mittlerweile nicht mehr. Ich bin im August zu ihr gezogen und sie plant unsere Zukunft und ist offensichtlich so wie es ist wirklich sehr glücklich mit mir und zeigt mir auch immer, dass sie mich liebt. Sie kann mein Problem nicht verstehen, da sie sagt, sie macht ja nichts Verbotenes. Sie flirtet nicht, geht nicht fremd. Sei es auch noch nie. Nach der Trennung hatte sie vor mir (und wir lernten uns ja bereits nach 6 Wochen kennen), 2 Affären, da gibt sie auch zu dass die nur zur Ablenkung dienten und ihr egal war, ob sie die beiden verletzt. Mir hat sie damals gesagt, es sei ihr ernst, ich bin aber sicher, die erste  Zeit war es das nicht, denn sie hat mich ja auch nach 2 Wochen per whatapp abserviert. Aber ich glaube ihr, dass ich ihr gefehlt habe und sie deswegen wieder mit mir zusammen sein wollte. Das hat sich bei ihr dann entwickelt. War unfair alles, aber kommt ja oft genug vor...

Die beiden anderen Beziehungen sind in die Brüche gegangen, weil ihre Partnerinnen eine neue hatten und sie verlassen haben. Das stimmt auch, das weiß ich. Sie hat auch Angst, dass ihr das nochmal passiert und ihr ist meine Treue auch sehr wichtig. Sie hat auch kleinere Anflüge von Eifersucht, aber eben bei weitem nicht so schlimm wie ich.
Sie misst halt auch mit zweierlei Maß und merkt es überhaupt nicht. Sie wäre auch nicht glücklich, träfe ich mich mit meiner Ex. Darum verstehe ich um so weniger, dass man da keine Rücksicht nehmen kann. Zumal das die Vergangenheit ist.

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19. Februar um 14:01
In Antwort auf tintenherz

Danke für Eure Antworten!

Ich traue mir gerade selber nicht. Ich frage mich, ob ich zu weich bin oder ob ich zu eifersüchtig bin. Einerseits hat sie es wirklich selber verbockt. Und das wirkt immer noch nach. Und ich frage mich wohl jedesmal wieder "ist sie ehrlich, kann ich ihr vertrauen". Ich weiß nicht, ob ich das wieder kitten kann.
Andererseits hat sie mir eine ganze Zeit lang ihre Nachrichten gezeigt und mir gesagt, wann sie mit der Ex Kontakt hatte. Jetzt ist sie bei dem Thema sofort total sauer und blockt und mauert. Und sagt, ich müsse meine Eifersucht so langsam wieder in den Griff kriegen, da sie mir seit einem Jahr zeigt, wie ernst es ihr ist und sie versucht hat, mir die Ängste zu nehmen. Sie tut auch wirklich etwas in der Hinsicht, das weiß ich auch. Und ich hatte so langsam auch wieder das Gefühl, ihr vertrauen zu können.
Das mit der Kollegin und der Weihnachtsfeier sowie dem CSD Vorschlag hat mich extrem zurück geworfen.

Dass sie egoistisch ist, wurde mir von meinen Eltern und einer guten Freundin auch schon gesagt. Sie zieht halt ihr Ding durch und hat auch sehr klar gemacht, dass sie für mich nicht zurück steckt, d.h. sie würde sich trotzdem mit ihrer Ex treffen, auch wenn es mir damit schlecht geht. Ihr geht ihre Freiheit über alles.
Mit der Kollegin hat sie nicht vor sich zu treffen, aber trotzdem kommen Feiern und Dienstreisen. Und auch das kann ich wie gesagt gar nicht denken, da malt sich meine Phantasie direkt das Schlimmste aus. 
Warum ist sie berechnend??

Ob ich der Notnagel bin...glaube ich tatsächlich mittlerweile nicht mehr. Ich bin im August zu ihr gezogen und sie plant unsere Zukunft und ist offensichtlich so wie es ist wirklich sehr glücklich mit mir und zeigt mir auch immer, dass sie mich liebt. Sie kann mein Problem nicht verstehen, da sie sagt, sie macht ja nichts Verbotenes. Sie flirtet nicht, geht nicht fremd. Sei es auch noch nie. Nach der Trennung hatte sie vor mir (und wir lernten uns ja bereits nach 6 Wochen kennen), 2 Affären, da gibt sie auch zu dass die nur zur Ablenkung dienten und ihr egal war, ob sie die beiden verletzt. Mir hat sie damals gesagt, es sei ihr ernst, ich bin aber sicher, die erste  Zeit war es das nicht, denn sie hat mich ja auch nach 2 Wochen per whatapp abserviert. Aber ich glaube ihr, dass ich ihr gefehlt habe und sie deswegen wieder mit mir zusammen sein wollte. Das hat sich bei ihr dann entwickelt. War unfair alles, aber kommt ja oft genug vor...

Die beiden anderen Beziehungen sind in die Brüche gegangen, weil ihre Partnerinnen eine neue hatten und sie verlassen haben. Das stimmt auch, das weiß ich. Sie hat auch Angst, dass ihr das nochmal passiert und ihr ist meine Treue auch sehr wichtig. Sie hat auch kleinere Anflüge von Eifersucht, aber eben bei weitem nicht so schlimm wie ich.
Sie misst halt auch mit zweierlei Maß und merkt es überhaupt nicht. Sie wäre auch nicht glücklich, träfe ich mich mit meiner Ex. Darum verstehe ich um so weniger, dass man da keine Rücksicht nehmen kann. Zumal das die Vergangenheit ist.

"Andererseits hat sie mir eine ganze Zeit lang ihre Nachrichten gezeigt und mir gesagt, wann sie mit der Ex Kontakt hatte"

Hm, das kann man auch passend dosieren und Nachrichten löschen.

"da gibt sie auch zu dass die nur zur Ablenkung dienten und ihr egal war, ob sie die beiden verletzt."

Das zeigt aber ihr Wesen. Dich hätte sie auch fallen lassen wie eine heisse Kartoffel, wenn es sich damals nicht anders entwickelt hätte.

"Sie misst halt auch mit zweierlei Maß und merkt es überhaupt nicht. Sie wäre auch nicht glücklich, träfe ich mich mit meiner Ex. Darum verstehe ich um so weniger, dass man da keine Rücksicht nehmen kann. Zumal das die Vergangenheit ist."

Da sind wir wieder beim Thema.
Kommst Du mit diesem unterschiedlichen Maß klar?

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19. Februar um 14:23
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Andererseits hat sie mir eine ganze Zeit lang ihre Nachrichten gezeigt und mir gesagt, wann sie mit der Ex Kontakt hatte"

Hm, das kann man auch passend dosieren und Nachrichten löschen.

"da gibt sie auch zu dass die nur zur Ablenkung dienten und ihr egal war, ob sie die beiden verletzt."

Das zeigt aber ihr Wesen. Dich hätte sie auch fallen lassen wie eine heisse Kartoffel, wenn es sich damals nicht anders entwickelt hätte.

"Sie misst halt auch mit zweierlei Maß und merkt es überhaupt nicht. Sie wäre auch nicht glücklich, träfe ich mich mit meiner Ex. Darum verstehe ich um so weniger, dass man da keine Rücksicht nehmen kann. Zumal das die Vergangenheit ist."

Da sind wir wieder beim Thema.
Kommst Du mit diesem unterschiedlichen Maß klar?

Nein, da war nichts gelöscht. Ich konnte in ihr Handy schauen. Sie hat aber als es ihr zu bunt wurde den PIN geändert weil sie meinte, das könne ja nicht ewig so gehen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie da was gelöscht hat. Zumal sie auch der Kollegin extra geschrieben hat um sich zu versichern, dass die es auch nicht als Flirten ausgelegt hat. Wobei ich die Nachrichten aus der Nacht ja auch gelesen habe, und das war für mich schon flirten, was meine Freundin da geschrieben hat. Aber ich sehe das auch sehr eng. Allein, dass sie sie nachts angeschrieben hat, stört mich. Und enttäuscht mich.

Was Du über ihr Wesen sagst, trifft schon einen Nerv bei mir. Insgeheim frage ich mich oft, ob sie egoistisch ist und Menschen auch benutzt oder ausnutzt. Andererseits weiß ich auch, dass die beiden anderen Beziehungen nicht kurz waren und sie immer verlassen wurde. Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden. Und die sind sich sicher, dass sie treu war. Ihre beste Freundin ist es auch.
Meine Freunde sagten mir auch schon, ich solle nicht klammern und ihr die Freiheiten lassen. Aber wenn ich damit eben nicht klar komme und darunter leide, dann muss ich ja irgendwann auch auf mich achten und mir überlegen, ob ich das kann und will oder ob ich eine andere Partnerin brauche, die eben andere Werte hat, die besser zu meinen passen.
Und ja, es nagt an mir, dass sie mich damals auch so abserviert hat, obwohl sie mir 2 Wochen lang gesagt hat wie toll alles mit mir ist.

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19. Februar um 14:27

Insgeheim weiß ich glaube ich, dass ich mich besser trennen sollte und dass das nix wird mit meinem Vertrauen.
Dann sage ich mir aber immer wieder, dass ich übertreibe und dass sie ja eigentlich außer am Anfang wirklich nichts mehr gemacht hat. Und sie tut auch sehr viel für unsere Beziehung und gibt sich immer große Mühe. Wir machen viele schöne Sachen zusammen, sie macht sehr viel im Haushalt, weil ich viel mehr arbeiten muss als sie, sie ist aufmerksam...ich könnte mich eigentlich echt nicht beklagen. Und das macht mich dann auch wieder traurig, dass alles so schön sein könnte.

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19. Februar um 14:54
In Antwort auf tintenherz

Nein, da war nichts gelöscht. Ich konnte in ihr Handy schauen. Sie hat aber als es ihr zu bunt wurde den PIN geändert weil sie meinte, das könne ja nicht ewig so gehen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie da was gelöscht hat. Zumal sie auch der Kollegin extra geschrieben hat um sich zu versichern, dass die es auch nicht als Flirten ausgelegt hat. Wobei ich die Nachrichten aus der Nacht ja auch gelesen habe, und das war für mich schon flirten, was meine Freundin da geschrieben hat. Aber ich sehe das auch sehr eng. Allein, dass sie sie nachts angeschrieben hat, stört mich. Und enttäuscht mich.

Was Du über ihr Wesen sagst, trifft schon einen Nerv bei mir. Insgeheim frage ich mich oft, ob sie egoistisch ist und Menschen auch benutzt oder ausnutzt. Andererseits weiß ich auch, dass die beiden anderen Beziehungen nicht kurz waren und sie immer verlassen wurde. Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden. Und die sind sich sicher, dass sie treu war. Ihre beste Freundin ist es auch.
Meine Freunde sagten mir auch schon, ich solle nicht klammern und ihr die Freiheiten lassen. Aber wenn ich damit eben nicht klar komme und darunter leide, dann muss ich ja irgendwann auch auf mich achten und mir überlegen, ob ich das kann und will oder ob ich eine andere Partnerin brauche, die eben andere Werte hat, die besser zu meinen passen.
Und ja, es nagt an mir, dass sie mich damals auch so abserviert hat, obwohl sie mir 2 Wochen lang gesagt hat wie toll alles mit mir ist.

"Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden. Und die sind sich sicher, dass sie treu war. Ihre beste Freundin ist es auch."

Kennst Du die alle und weisst es von denen aus erster Hand?

"Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden."

Ich unterstelle mal, dass sie diesen Freiheitsdrang ja vorher auch schon hatte.
Kann es nicht sein, dass die beiden Exen damit auch nicht klarkamen?
Dann frage ich mich allerdings, warum sie nicht auf die Idee kommt, mal ihr Verhalten zu überdenken...

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19. Februar um 14:55
In Antwort auf tintenherz

Insgeheim weiß ich glaube ich, dass ich mich besser trennen sollte und dass das nix wird mit meinem Vertrauen.
Dann sage ich mir aber immer wieder, dass ich übertreibe und dass sie ja eigentlich außer am Anfang wirklich nichts mehr gemacht hat. Und sie tut auch sehr viel für unsere Beziehung und gibt sich immer große Mühe. Wir machen viele schöne Sachen zusammen, sie macht sehr viel im Haushalt, weil ich viel mehr arbeiten muss als sie, sie ist aufmerksam...ich könnte mich eigentlich echt nicht beklagen. Und das macht mich dann auch wieder traurig, dass alles so schön sein könnte.

"und dass sie ja eigentlich außer am Anfang wirklich nichts mehr gemacht hat."

Stimmt nicht.
Mit der Ex auf ein Festival fahren zu wollen halte isch schon für grenzwertig.
Auch ein Kaffeetrinken würden nicht viele mitmachen, denn es geht ja nicht um den leckeren Kaffee.

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19. Februar um 15:04
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden. Und die sind sich sicher, dass sie treu war. Ihre beste Freundin ist es auch."

Kennst Du die alle und weisst es von denen aus erster Hand?

"Mit den beiden hat sie es ja auch ernst gemeint und wollte mit ihnen alt werden."

Ich unterstelle mal, dass sie diesen Freiheitsdrang ja vorher auch schon hatte.
Kann es nicht sein, dass die beiden Exen damit auch nicht klarkamen?
Dann frage ich mich allerdings, warum sie nicht auf die Idee kommt, mal ihr Verhalten zu überdenken...

Ja, das weiß ich tatsächlich von den beiden. Ich glaube ihnen auch, dass meine Freundin sehr ernsthaft mit ihnen alt werden wollte, weil ich schon glaube, dass sie das auch ernsthaft mit mir will. Ich glaube ihr irgendwie auch, dass sie mich nicht betrügt. Aber ihr Leben will sie halt genießen und ich kann nicht ausschließen, dass sie auch mal flirtet und das nicht so eng sieht wie ich mit dem Flirterei.

Ich glaube, dass es bei den Exen auch daran lag, dass meine Freundin keine Kompromisse macht und alles nach ihren Vorstellungen laufen muss. Und dass die beiden dann irgendwann resiginiert haben und sich was Neues gesucht haben.
Erst wenn man RICHTIG drastisch wird und ihr mit Trennung droht, lenkt sie ein. Und das ist mir auf Dauer zu anstrengend und kann in meinen Augen auch nicht der Weg sein. Ich habe das 1x gemacht, bin ein Wochenende weg, habe alle ihre Anrufe ignoriert und ihr geschrieben, dass ich überlegen muss, ob das mit uns noch Sinn hat. Da war sie dann wirklich mal ganz klein. Sonst überdenkt sie ihr Verhalten in der Regel nicht, bzw. sieht auch keinen Grund dazu. Vieles, was sie tut, nimmt sie auch ganz anders wahr oder blendet es aus. Macht sich keine Gedanken, wie es beim anderen ankommen könnte.


 

 

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19. Februar um 15:07
In Antwort auf tintenherz

Ja, das weiß ich tatsächlich von den beiden. Ich glaube ihnen auch, dass meine Freundin sehr ernsthaft mit ihnen alt werden wollte, weil ich schon glaube, dass sie das auch ernsthaft mit mir will. Ich glaube ihr irgendwie auch, dass sie mich nicht betrügt. Aber ihr Leben will sie halt genießen und ich kann nicht ausschließen, dass sie auch mal flirtet und das nicht so eng sieht wie ich mit dem Flirterei.

Ich glaube, dass es bei den Exen auch daran lag, dass meine Freundin keine Kompromisse macht und alles nach ihren Vorstellungen laufen muss. Und dass die beiden dann irgendwann resiginiert haben und sich was Neues gesucht haben.
Erst wenn man RICHTIG drastisch wird und ihr mit Trennung droht, lenkt sie ein. Und das ist mir auf Dauer zu anstrengend und kann in meinen Augen auch nicht der Weg sein. Ich habe das 1x gemacht, bin ein Wochenende weg, habe alle ihre Anrufe ignoriert und ihr geschrieben, dass ich überlegen muss, ob das mit uns noch Sinn hat. Da war sie dann wirklich mal ganz klein. Sonst überdenkt sie ihr Verhalten in der Regel nicht, bzw. sieht auch keinen Grund dazu. Vieles, was sie tut, nimmt sie auch ganz anders wahr oder blendet es aus. Macht sich keine Gedanken, wie es beim anderen ankommen könnte.


 

 

Naja, sie wollte mit mir, der Ex und der neuen Partnerin der Ex zum CSD, also zu viert. Aber da sie weiß, dass ich gar nicht möchte, dass sie so viel Kontakt zu ihr hat, war ich wie vor den Kopf gestoßen als der Vorschlag kam. Wie sie sowas überhaupt vorschlagen kann.
Und was steckt dahinter? Kaffee trinken wollen, zum CSD wollen, es vergeht kein Tag, an dem nicht mehrfach der Name ihrer Ex fällt.
Ich glaube ihr einfach nicht, dass das für sie schon verarbeitet ist. Vielleicht will sie sie wirklich nicht zurück. Aber irgendeine Rechnung ist da noch offen...zumindest ist das mein Gefühl.

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19. Februar um 15:20
In Antwort auf tintenherz

Ja, das weiß ich tatsächlich von den beiden. Ich glaube ihnen auch, dass meine Freundin sehr ernsthaft mit ihnen alt werden wollte, weil ich schon glaube, dass sie das auch ernsthaft mit mir will. Ich glaube ihr irgendwie auch, dass sie mich nicht betrügt. Aber ihr Leben will sie halt genießen und ich kann nicht ausschließen, dass sie auch mal flirtet und das nicht so eng sieht wie ich mit dem Flirterei.

Ich glaube, dass es bei den Exen auch daran lag, dass meine Freundin keine Kompromisse macht und alles nach ihren Vorstellungen laufen muss. Und dass die beiden dann irgendwann resiginiert haben und sich was Neues gesucht haben.
Erst wenn man RICHTIG drastisch wird und ihr mit Trennung droht, lenkt sie ein. Und das ist mir auf Dauer zu anstrengend und kann in meinen Augen auch nicht der Weg sein. Ich habe das 1x gemacht, bin ein Wochenende weg, habe alle ihre Anrufe ignoriert und ihr geschrieben, dass ich überlegen muss, ob das mit uns noch Sinn hat. Da war sie dann wirklich mal ganz klein. Sonst überdenkt sie ihr Verhalten in der Regel nicht, bzw. sieht auch keinen Grund dazu. Vieles, was sie tut, nimmt sie auch ganz anders wahr oder blendet es aus. Macht sich keine Gedanken, wie es beim anderen ankommen könnte.


 

 

"Sonst überdenkt sie ihr Verhalten in der Regel nicht, bzw. sieht auch keinen Grund dazu. Vieles, was sie tut, nimmt sie auch ganz anders wahr oder blendet es aus. Macht sich keine Gedanken, wie es beim anderen ankommen könnte."

Hört sich fast an wie Sheldon Cooper aus der Big Bang Theory.
Keine Empathie, was das bei anderen auslöst.

Wahrscheinlich meint sie das nicht mal böse, aber irgendwie scheint sie das ja gar nicht zu raffen, was sie damit anrichtet.

 

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19. Februar um 15:22

Nein, das versteht sie oft nicht. Manchmal wird es ihr klar. Oft sieht sie kein Fehlverhalten ihrerseits, weil sie in ihren Augen nichts Verletzendes oder Schlimmes tut. Und versteht dann auch nicht, dass es anderen weh tut.

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19. Februar um 15:30
In Antwort auf tintenherz

Nein, das versteht sie oft nicht. Manchmal wird es ihr klar. Oft sieht sie kein Fehlverhalten ihrerseits, weil sie in ihren Augen nichts Verletzendes oder Schlimmes tut. Und versteht dann auch nicht, dass es anderen weh tut.

Lässt sich denn da keine Lösung finden, bei der Du sie auf verletzendes Verhalten aufmerksam machen kannst, ohne dass sie blockt, auf den Schlips getreten oder sich eingeschränkt fühlt?

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20. Februar um 8:00

Nein, leider lässt sie gar nicht mehr mit sich reden und egal wie sachlich ich es versuche, es endet immer, wirklich immer, im Streit. Sie wird sauer, blockt ab, wird laut und bockig, sagt dass sie mir keine Rechenschaft schuldig ist und sich eingeengt fühlt, sie langsam genug getan hat um mir zu zeigen, dass ich ihr vertrauen kann und dass ich damit klar kommen muss, dass sie weiterhin losen Kontakt zu ihrer Ex hält. Die Kollegin sei eine Kollegin wie jede andere auch, da sei nichts, und mit anderen Freunden schreibt sie auch so. Das auf der Weihnachtsfeier sei ein lockerer Scherz gewesen, den sie Kollegin x oder y auch so geschrieben hätte, weil da halt kaum Raucher sind. Sie schrieb das halt mitten in der Nacht, das finde ich schon komisch. Würde ich nicht tun. Und sie war betrunken. Da bin ich mir eh nicht sicher, ob man nicht die Grenzen da noch eher verwischt...ich fand das jedenfalls nicht okay und hätte sowas auch keiner Kollegin nachts geschrieben, wenn ich sie nicht anflirten hätte wollen. Beide sagen halt, es war kein Flirt und beteuern das auch. Für mich ist das aber schon flirten. So hat sie kaum Kontakt zu der Kollegin. Man sieht sich in der Schule, raucht auch mal zusammen, aber in dem Kollegenkreis, mit dem meine Freundin was unternimmt, ist sie nicht drin. Dass sie kaum miteinander schreiben, muss ich glauben, Beweise habe ich natürlich keine, weil sie mir nichts mehr zeigt. Ich vertraue darauf, dass ihre beste Freundin, mit der ich mich wirklich gut verstehe, mich nicht anlügen würde, wenn ich da Grund zur Sorge hätte.

Trotzdem finde ich es halt mittlerweile sehr traurig, dass ich über meine Sorgen und Ängste mit ihr nicht mehr sprechen kann. Sie ist ja auch nicht unschuldig daran, dass es so gekommen ist. Es zermürbt mich, dass wir dann nur noch streiten, und so schweige ich halt und merke, dass es mir immer schlechter geht damit, während sie zufrieden ist.
Hinzu kommt, dass ich zu ihr gezogen bin und dadurch 70km weg von Freunden und Familie bin und einen richtig weiten Arbeitsweg auf mich nehme, während sie in der Hinsicht gar keine Opfer bringen musste. Ich habe das gemacht, weil sie sich finanziell einen Umzug nicht hätte leisten können. Dass es mich auch belastet, so weit weg zu sein und meine Autonomie aufgegeben zu haben für sie, dass ich das unterschätzt habe, versteht sie auch nicht. Sie weiß nicht was es heißt, 41 Stunden Arbeitszeit zu haben und jeden Tag 2 Stunden Fahrzeit. Sie hat mittags Schluss und fährt 30 Minuten. Sie hat viel Freizeit. Ich eigentlich gar nicht mehr. Freunde kommen mich kaum besuchen weil zu weit weg. Und ich habe nicht die Zeit, immer zu ihnen zu fahren, d.h. ich habe gerade auch noch Angst, meinen Freundeskreis zu verlieren.

Wenn wir verabreden, abends laufen zu gehen, dann hat sie oft schon mittags Lust und ich gucke in die Röhre bzw. müsste dann allein laufen. Ist nicht so, dass sie nicht eh zwischendrin allein laufen kann, weil sie viel mehr Zeit hat als ich. Aber wenn man sich 2x pro Woche zusammen verabredet, dann kann es ja nicht so schwer sein, das einzuhalten und nicht auf einmal zu sagen man geht mittags schon und lässt die andere hängen.

Nein, ich habe keinen Kontakt zu anderen Frauen, auch zu anderen lesbischen Kolleginnen beschränke ich ihn. Ich würde mich auch nicht mit meiner Ex treffen, da sie damit auch nicht einverstanden wäre. Sollte sie jedoch auf den Kaffee mit ihrer Ex bestehen, dann werde ich das auch nicht mehr einhalten. Vielleicht merkt sie ja dann mal, wie scheiße das ist. Trotzdem kann es das alles nicht sein...ich will Harmonie und keine Macht- und Grenzkämpfe. Und ich will eine Partnerin, mit der ich reden kann.

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20. Februar um 8:51

Dann hätte ich noch die Idee, dass Du ihr einen Brief schreibst.
Das hat den Vorteil, dass Du Deine Worte sorgfältig wählen kannst und sie nicht direkt zu einer Reaktion gezwungen ist.

Vielleicht ist so eine vernünftige Kommunikation möglich?
Schreib in Ich-Form ("Ich fühle mich vernachlässigt" klingt anders als "Du vernachlässigst mich."

Sag ihr, dass Du keine direkte Antwort möchtest und diese auch gerne in Schriftform hättest.

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21. Februar um 8:07

Sie hat sich bisher ja nicht mit der Ex getroffen und auch nicht mit der Kollegin. Sie sagt, sie fände es gut wenn es möglich wäre, mit der Ex alle paar Monate mal einen Kaffee zu trinken. Da sie das mit der anderen Ex davor (quasi Ex-Ex) aber nicht möchte und die auch nicht anruft um zu fragen, wie es so geht und da auch nicht die Frage kam, ob die mit zum CSD kommen kann, mache ich mir halt große Gedanken, ob sie ihre Ex-Frau doch nicht nicht vergessen hat, bzw. ob das alles für sie schon so abgeschlossen ist. Die Scheidung war auch mit Tränen verbunden und es ging ihr an dem Tag richtig schlecht, was ich auch zu spüren bekam. Sie meint halt, sie hat zu ihren ehemaligen Beziehungen gern ein gutes Verhältnis, weil das ein Teil des Lebens bleibt und es ja nicht alles schlecht war und sie auch nicht alles als schlecht ansehen möchte. Generell finde ich diese Einstellung ja auch sehr gut. Trotzdem bleibt da ein Zweifel in mir, ob sie wirklich so ehrlich ist und die Beziehung abgeschlossen ist. Ich glaube das nicht so richtig. Ihre Ex meldet sich nur an wichtigen Tagen wie Geb. oder Weihnachten, ansonsten kommt von der nichts, was ich auch gut finde. Bisher hat meine Freundin glaube ich so ein Treffen auch gelassen, weil sie weiss, dass es mich extrem verletzen würde und ich dann auch eine Trennung ernsthaft in Erwägung ziehen würde, da sie ihre Ex dann in meinen Augen über meine Gefühle stellt. Sie sieht es jedoch nur so, dass ich ihr den Umgang verbiete und sie damit in ihrer Freiheit einschränke.
Mit der Kollegin hat sie gar nicht vor, sich zu treffen. Wie oft sie schreiben, weiß ich nicht. Sie sagt sehr selten außer es ist etwas zu besprechen, z.B. arbeitstechnisch. Ich muss ihr das ja glauben. Verhindern lassen sich Weihnachts- und Betriebsfeiern usw. nicht, und da wird mir jetzt schon richtig Angst und bange, dass sie da wieder etwas macht, das mich verletzt. Diesmal würde ich es nicht mal mitbekommen, weil sie mir ihr Handy ja nicht mehr zeigt. Das macht mich total verrückt und belastet mich sehr. Verbieten würde ich solche Feiern nicht. Dass sie nicht wegbleibt, weil eben viele Kollegen und Freunde da hingehen, verstehe ich auch.
Für mich ist die Frage, ob ich übertreibe. Ob ich mir zu viel ausmale und es steckt im Endeffekt wirklich nichts dahinter. Sie ist viel lockerer als ich. Trotzdem glaube ich ihr, dass sie, wenn sie sich einmal für eine Person entschieden hat und diese liebt, treu ist. Ich bin halt sehr strikt. Sie empfindet etwas ja auch nicht als flirten, was ich schon als flirten empfinde. Aber sie hat sich ja auch die Blöße gegeben, die Kollegin nach dem Abend zu fragen, das war sicher nicht so angenehm. Das hat sie aber für mich gemacht.
Und ich denke irgendwie auch, sie hat mir jetzt ein Jahr lang immer ihr Handy gezeigt und mir alles erzählt. Darf sie da nicht auch mal sauer sein wenn sie merkt, ich vertraue ihr noch immer nicht?
Kann es denn nicht sein, dass sie sich bei ihrer Ex wirklich nichts mehr denkt, aber sie als Mensch noch schätzt? Nicht, dass ich deswegen diese Frau in unser Leben lassen würde. Aber könnte ich es lockerer sehen?

Sie würde mir auch nicht verbieten, meine Ex oder lesbische Kolleginnen zu treffen. Aber sie wäre nicht begeistert und auch unsicher und eifersüchtig. Es würde ihr damit nicht gut gehen. Das ist für mich Grund genug, solche Dinge nicht zu tun. Denn sie geht über eine Ex, die ohnehin Vergangenheit ist, und Kolleginnen, mit denen ich keine Freundschaft o.ä. pflege. Da ist mir meine Freundin wichtiger. Und ich würde mir wünschen, sie würde das ihrerseits genau so sehen. Aber ich denke, sie wird ihre Ex irgendwann trotzdem zum Kaffee treffen.

Gestern hatten wir richtig Streit und sie hat mal wieder gesagt, ich schränke ihre Freiheit ein. Ich war dann mal nicht klein und habe gesagt, dass ich keine Lust mehr habe, mir das ständig vorwerfen zu lassen und dass ihr Verhalten mich sehr von ihr wegtreibt und ich das Gefühl habe, mich sehr von ihr  zu entfernen. Damit hat sie wohl nicht gerechnet, denn dann gab es Tränen und Ängste und sie lenkte ein.  Aber es kann ja nicht sein, dass ich immer mit solchen Drohungen kommen muss, damit sie merkt, wie ernst es mir ist und wie unglücklich ich bin.
Vielleicht ist das mit dem Brief wirklich keine schlechte Idee. Da kann man bewusster formulieren, was man sagen will und der andere muss es auch bewusst lesen, ohne direkt lospoltern zu können. Und eine schriftliche Antwort ist bestimmt auch sinnvoll. Sonst endet es nur wieder in Streit. Es kann sehr schmerzhaft werden. Aber vielleicht ja auch ehrlich, damit es einen auch mal weiterbringt.

Ich überlege sehr ernsthaft, ob ich mich trenne, damit es mir irgendwann wieder besser gehen kann. Aber ich liebe sie auch sehr. Und möchte nicht zu früh hinwerfen. Denn wir haben wirklich eigentlich eine sehr gute Basis. Viel gemeinsam, wir unternehmen viel, haben Spaß, der Sex ist gut... eigentlich könnte alles gut sein.
Aber ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll, ihr zu vertrauen. Und etwas zuzulassen (Ex, Verhalten der Kollegin gegenüber), das definitiv meine Grenzen überschreitet. Ich weiß nicht, ob ich es hinbekomme, da meine Einstellung zu ändern. Außerdem habe ich wahnsinnige Angst, wieder verarscht, belogen und betrogen zu werden.

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21. Februar um 8:31

Meinen Freundinnen würde ich an meiner Stelle raten, die eigenen Grenzen nicht zu verraten oder überschreiten zu lassen.
Trotzdem frage ich mich, ob ich zu engstirnig bin und ob ich ihr wirklich nicht einfach vertrauen kann.
Aber irgendwann kam bisher immer ein Dämpfer.

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21. Februar um 9:22

Ich weiß aber nicht, ob ich durch meine Ängste, Unsicherheiten und Eifersucht in alles mehr interpretiere, als wirklich da ist.
Trotzdem ist es kein gutes Zeichen, dass ich ständig das Gefühl habe, ihr nicht vertrauen zu können und ja auch eigentlich nur darauf warte, dass sie wieder etwas tut, das mich verletzt.

Ich möchte einfach nie wieder belogen und verletzt werden und mit jemanden zusammen sein, der eigentlich noch eine andere liebt. Das hatte ich schon mal. Ich bin auch in meinen Augen viel zu sehr Opfer, weil es mir wegen ihr so oft schlecht geht.

Ich werde auch auf dieser Schiene bleiben und nicht immer die sein, die einlenkt. Angst, mich zu verlieren, scheint sie zu haben. Aber solche Streits sind auf Dauer auch nichts.

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21. Februar um 9:46

Ja...Danke, dass Du mir nicht meine Gefühle absprichst.

Letztlich ist es gerade einfach nur ein beschissenes Gefühl nicht zu wissen, was ich tun soll. Mich nicht entscheiden zu können.
Und mich tot zu denken.

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21. Februar um 9:50

Ich sehe bei euch 2 Probleme:

1. Ihr Gefühl, in ihrer geliebten Freiheit eingeengt zu werden.

Wer eine Beziehung eingeht, sollte seine Freiheit freiwillig und GERNE einschränken.
Will man das nicht, sollte man besser ein Single sein.

Was natürlich nicht bedeutet, dass man zugunsten der Beziehung alles andere aufgibt.
Deine Einstellung entspricht dem "Standart" (weiss nicht, wie ich das jetzt anders ausdrücken soll), während Deine Freundin  diese Einschränkungen als eine Belastung ansieht. Das ist ein Problem.

2. Ihre Unfähigkeit zu erkennen, wann sie der Beziehung schadet

Da ist das Beispiel mit dem joggen sehr gut.
Ich verstehe Dich sehr gut, dass Du sauer bist, wenn sie sich nicht an die Absprachen hält und schon mittags losläuft.
Sie kann das ja Deinen Schilderungen zufolge nicht nachvollziehen.Das ist auch ein Problem-ihre fehlende Empathie in diesen Dingen.

Das andere Beispiel wäre der Umgang mit der Ex. Auch da will sie nicht erkennen, dass Dich das verletzt.


Beiden Problemen ist gemeinsam, dass sie alles (zumindestens vieles) nach sich ausrichtet, ohne auf Dich zu achten. Ich bin sehr vorsichtig mit "Diagnosen", zumal ich ja auch Laie bin und werde jetzt nicht mit Begriffen wie Narzismus und Borderline um mich werfen, aber irgend etwas ist bei Deiner Freundin nicht in Ordnung. Oder vorsichtiger ausgedrückt tickt sie nicht so wie die Mehrheit der anderen, was ja noch nicht bedeutet, dass man krank ist oder eine Störung hat.

In jedem Fall aber passen eure Einstellungen dort nicht zusammen.
Einer muss sich anpassen oder ihr müsst euch beide ein Stück entgegenkommen.
Ein Kompromiss eben, wie das in Beziehungen eben normal sein sollte.
Wenn aber eine Seite wenig kompromissbereit ist, wird es eben schwierig.

Im Zweifel muss sie dann wegen ihres komischen Stolzes ("niemand verändert mich" damit leben, dass sie nie eine langfristige Beziehung führen kann.
Aber das sollte dann nicht mehr Dein Problem sein.

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21. Februar um 9:59

Liebe Te, 

es schmerzt mich richtig zu lesen, was du schreibst! 

Ich finde nicht, dass du übertreibst. Ich finde deine Freundin liest sich etwas egoistisch und wenig emphatisch. 

Du spürst und beschreibst ja selbst, dass du in der Beziehung kaum glücklich werden kannst. 

Setz dir doch eine Frist, wie lang du noch schauen willst, ob ihr doch noch eine Beziehung hinbekommt, in der ihr beide glücklich und ihr selbst sein könnt. Wenn es dann nach Ablauf dieses Datums nicht passt, dann beende es! 

Du solltest dich geliebt und begehrt und getragen fühlen und nicht ständig schlecht fühlen und diese Ängste haben müssen. Das wird dich noch krank machen. 

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21. Februar um 10:12
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich sehe bei euch 2 Probleme:

1. Ihr Gefühl, in ihrer geliebten Freiheit eingeengt zu werden.

Wer eine Beziehung eingeht, sollte seine Freiheit freiwillig und GERNE einschränken.
Will man das nicht, sollte man besser ein Single sein.

Was natürlich nicht bedeutet, dass man zugunsten der Beziehung alles andere aufgibt.
Deine Einstellung entspricht dem "Standart" (weiss nicht, wie ich das jetzt anders ausdrücken soll), während Deine Freundin  diese Einschränkungen als eine Belastung ansieht. Das ist ein Problem.

2. Ihre Unfähigkeit zu erkennen, wann sie der Beziehung schadet

Da ist das Beispiel mit dem joggen sehr gut.
Ich verstehe Dich sehr gut, dass Du sauer bist, wenn sie sich nicht an die Absprachen hält und schon mittags losläuft.
Sie kann das ja Deinen Schilderungen zufolge nicht nachvollziehen.Das ist auch ein Problem-ihre fehlende Empathie in diesen Dingen.

Das andere Beispiel wäre der Umgang mit der Ex. Auch da will sie nicht erkennen, dass Dich das verletzt.


Beiden Problemen ist gemeinsam, dass sie alles (zumindestens vieles) nach sich ausrichtet, ohne auf Dich zu achten. Ich bin sehr vorsichtig mit "Diagnosen", zumal ich ja auch Laie bin und werde jetzt nicht mit Begriffen wie Narzismus und Borderline um mich werfen, aber irgend etwas ist bei Deiner Freundin nicht in Ordnung. Oder vorsichtiger ausgedrückt tickt sie nicht so wie die Mehrheit der anderen, was ja noch nicht bedeutet, dass man krank ist oder eine Störung hat.

In jedem Fall aber passen eure Einstellungen dort nicht zusammen.
Einer muss sich anpassen oder ihr müsst euch beide ein Stück entgegenkommen.
Ein Kompromiss eben, wie das in Beziehungen eben normal sein sollte.
Wenn aber eine Seite wenig kompromissbereit ist, wird es eben schwierig.

Im Zweifel muss sie dann wegen ihres komischen Stolzes ("niemand verändert mich" damit leben, dass sie nie eine langfristige Beziehung führen kann.
Aber das sollte dann nicht mehr Dein Problem sein.

Danke! Du hast es sehr treffend zusammengefasst. Danke, dass Du Dir diese Mühe machst, bei dem wirren Kram, den ich schreibe.

1. Ist wirklich ein Problem. Ich weiß in der Tat nicht, wie das in der letzten Beziehung so lange gut ging. Da wollte meine Freundin wohl auch immer ihren Kopf durchsetzen, das klingt aus ihren eigenen Erzählungen immer wieder durch.Da hat ihr sehr viel nicht gepasst. Aber mitgemacht hat sie es da trotzdem. Ob sie das selber merkt, bezweifle ich allerdings. Kompromisse sind ihr da wohl auch schon sehr schwer gefallen. Und ich habe das Gefühl, sie hat sich auch nach einem Beziehungsende nie selber reflektiert.
Ich bin halt der Meinung, dass es tatsächlich normal ist, einige Dinge oder gewisses Verhalten nicht zu tolerieren. Ich sperre sie ja nicht zuhause ein. Ich möchte nur nicht, dass sie ihre Ex oder die Kollegin trifft. Aber es ist ja nicht so, dass sie nicht raus darf oder mit Freunden weg oder was weiß ich...
Vielleicht sehen wir das wirklich einfach zu verschieden.  Und keine von uns kann einen Kompromiss machen. Der würde ja auch nur so aussehen, dass entweder sie es gegen ihren Willen lässt oder ich es gegen meinen Willen zulasse.

2. Ist definitiv so! Sie merkt das gar nicht, kommt auch gar nicht auf die Idee, und ist dann total verwundert, wenn ich verletzt bin. Sie sieht dann auch keinen Grund für mein Verhalten. Ich weiß nicht, ob da wirklich psychisch etwas so Gravierendes vorliegt. Ich würde es eher als sehr ausgeprägten Egoismus bezeichnen. Sie und ihre Bedürfnisse zu erst. Und was es bei anderen anrichtet, bedenkt sie einfach nicht.

Ich sehe es tatsächlich im Moment so, dass ich mich durchringen muss zu gehen, wenn sich da nichts verändert. Ich bin nicht glücklich und leide. Das kann kein Dauerzustand sein. So kenne ich mich auch gar nicht.

Ich bin so unsicher, weil ich meinen Anteil und mein Verhalten gar nicht mehr richtig einschätzen kann. Was ist normal, was übertrieben...bin ich zu labil...sowas halt.

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21. Februar um 10:16
In Antwort auf katinka0987

Liebe Te, 

es schmerzt mich richtig zu lesen, was du schreibst! 

Ich finde nicht, dass du übertreibst. Ich finde deine Freundin liest sich etwas egoistisch und wenig emphatisch. 

Du spürst und beschreibst ja selbst, dass du in der Beziehung kaum glücklich werden kannst. 

Setz dir doch eine Frist, wie lang du noch schauen willst, ob ihr doch noch eine Beziehung hinbekommt, in der ihr beide glücklich und ihr selbst sein könnt. Wenn es dann nach Ablauf dieses Datums nicht passt, dann beende es! 

Du solltest dich geliebt und begehrt und getragen fühlen und nicht ständig schlecht fühlen und diese Ängste haben müssen. Das wird dich noch krank machen. 

Danke Dir für Deine lieben Worte. Es tut gut, Mitgefühl zu bekommen, wenn man selber so sehr an sich zweifelt, wie ich es gerade tue. Ich suche wirklich auch die Fehler bei mir, weil ich denke, nichts ist einseitig. Ich kenne mich überhaupt nicht so eifersüchtig und ängstlich und so verletzt. Das ist kein schönes Gefühl.

Das mit der Frist haben meine Eltern mir auch gestern geraten. Sie meinten, dass ich mir noch 3 Monate geben soll, in denen ich mir etwas entspannter ansehen kann, ob sich etwas verändert. Wenn nicht, so kann ich jederzeit mit meinem verbleibenden Hab und Gut (ist ja nicht mehr viel durch meine Wohnungsauflösung) erst mal zu ihnen kommen und mir von dort in Ruhe eine eigene Wohnung suchen. Das hat mich natürlich enorm erleichtert, weil es mir eine Entscheidung dann auch einfacher macht. Ich denke wirklich darüber nach, mit so einer Frist zu arbeiten, vielleicht kann ich es dann auch für mich etwas entspannter sehen.

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21. Februar um 10:53
In Antwort auf tintenherz

Danke! Du hast es sehr treffend zusammengefasst. Danke, dass Du Dir diese Mühe machst, bei dem wirren Kram, den ich schreibe.

1. Ist wirklich ein Problem. Ich weiß in der Tat nicht, wie das in der letzten Beziehung so lange gut ging. Da wollte meine Freundin wohl auch immer ihren Kopf durchsetzen, das klingt aus ihren eigenen Erzählungen immer wieder durch.Da hat ihr sehr viel nicht gepasst. Aber mitgemacht hat sie es da trotzdem. Ob sie das selber merkt, bezweifle ich allerdings. Kompromisse sind ihr da wohl auch schon sehr schwer gefallen. Und ich habe das Gefühl, sie hat sich auch nach einem Beziehungsende nie selber reflektiert.
Ich bin halt der Meinung, dass es tatsächlich normal ist, einige Dinge oder gewisses Verhalten nicht zu tolerieren. Ich sperre sie ja nicht zuhause ein. Ich möchte nur nicht, dass sie ihre Ex oder die Kollegin trifft. Aber es ist ja nicht so, dass sie nicht raus darf oder mit Freunden weg oder was weiß ich...
Vielleicht sehen wir das wirklich einfach zu verschieden.  Und keine von uns kann einen Kompromiss machen. Der würde ja auch nur so aussehen, dass entweder sie es gegen ihren Willen lässt oder ich es gegen meinen Willen zulasse.

2. Ist definitiv so! Sie merkt das gar nicht, kommt auch gar nicht auf die Idee, und ist dann total verwundert, wenn ich verletzt bin. Sie sieht dann auch keinen Grund für mein Verhalten. Ich weiß nicht, ob da wirklich psychisch etwas so Gravierendes vorliegt. Ich würde es eher als sehr ausgeprägten Egoismus bezeichnen. Sie und ihre Bedürfnisse zu erst. Und was es bei anderen anrichtet, bedenkt sie einfach nicht.

Ich sehe es tatsächlich im Moment so, dass ich mich durchringen muss zu gehen, wenn sich da nichts verändert. Ich bin nicht glücklich und leide. Das kann kein Dauerzustand sein. So kenne ich mich auch gar nicht.

Ich bin so unsicher, weil ich meinen Anteil und mein Verhalten gar nicht mehr richtig einschätzen kann. Was ist normal, was übertrieben...bin ich zu labil...sowas halt.

"Und ich habe das Gefühl, sie hat sich auch nach einem Beziehungsende nie selber reflektiert."

Wozu auch, wenn sie sich direkt in die nächste Beziehung stürzt?

"Sie merkt das gar nicht, kommt auch gar nicht auf die Idee, und ist dann total verwundert, wenn ich verletzt bin"

Das sehe ich als den schwierigsten Part an.
Als erstes muss sie überhaupt einsehen, dass sie diesbezüglich ein Defizit hat.
Und als zweites muss sie bereit sein, daran zu arbeiten oder es muss für Dich eine Chance geben, sie darauf hinzuweisen, ohne das es in ein Drama ausartet.

Ich muss echt immer an Sheldon Cooper denken...

Nochmal:
Du tickst normal...
 

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21. Februar um 13:25
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Und ich habe das Gefühl, sie hat sich auch nach einem Beziehungsende nie selber reflektiert."

Wozu auch, wenn sie sich direkt in die nächste Beziehung stürzt?

"Sie merkt das gar nicht, kommt auch gar nicht auf die Idee, und ist dann total verwundert, wenn ich verletzt bin"

Das sehe ich als den schwierigsten Part an.
Als erstes muss sie überhaupt einsehen, dass sie diesbezüglich ein Defizit hat.
Und als zweites muss sie bereit sein, daran zu arbeiten oder es muss für Dich eine Chance geben, sie darauf hinzuweisen, ohne das es in ein Drama ausartet.

Ich muss echt immer an Sheldon Cooper denken...

Nochmal:
Du tickst normal...
 

Hmmm. Stimmt. Sie stürzt sich immer direkt in Affären oder neue Beziehungen, vermutlich genau um nicht nachdenken zu müssen.
Gibt aus ihrer Sicht ja auch keinen Grund sich zu reflektieren. Sie ist ja klar in dem was sie will und nicht will. Damit muss man halt klarkommen.
Ich werde ja sehen, ob meine Aussage gestern etwas bewirkt hat oder nicht. Zumindest kann sie nicht sagen, ich hätte es nicht sehr deutlich gesagt, dass das so für mich nicht mehr geht. Dann würde ich ja auch sehen, ob sie bereit ist, an den Dingen zu arbeiten. Mit mir zusammen natürlich.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich normal oder zu ängstlich und eifersüchtig bin! Im besten Fall passen unsere Einstellungen einfach nicht. Wobei es schon traurig wäre, deswegen etwas weg zu werfen, was SO viele gute und schöne Dinge bietet.

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21. Februar um 14:13
In Antwort auf tintenherz

Hmmm. Stimmt. Sie stürzt sich immer direkt in Affären oder neue Beziehungen, vermutlich genau um nicht nachdenken zu müssen.
Gibt aus ihrer Sicht ja auch keinen Grund sich zu reflektieren. Sie ist ja klar in dem was sie will und nicht will. Damit muss man halt klarkommen.
Ich werde ja sehen, ob meine Aussage gestern etwas bewirkt hat oder nicht. Zumindest kann sie nicht sagen, ich hätte es nicht sehr deutlich gesagt, dass das so für mich nicht mehr geht. Dann würde ich ja auch sehen, ob sie bereit ist, an den Dingen zu arbeiten. Mit mir zusammen natürlich.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich normal oder zu ängstlich und eifersüchtig bin! Im besten Fall passen unsere Einstellungen einfach nicht. Wobei es schon traurig wäre, deswegen etwas weg zu werfen, was SO viele gute und schöne Dinge bietet.

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich normal oder zu ängstlich und eifersüchtig bin!"

Du bist nicht zu eifersüchtig.
Was Deine Freundin tut, würde bei den allermeisten eine rote Linie überschreiten.

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21. Februar um 14:30

Aber viele Menschen haben noch einen guten Draht zu ihren Exen. Und Partner, die das akzeptieren.
Ich frage mich, ob ich da zu engstirnig bin.

Andererseits bin ich mir ihrer Motive nicht im Klaren.

Und es gibt dann wieder andere, die Kontakte zum Ex generell nicht prall finden.

Ich weiß einfach selber nicht mehr, was ich glauben oder fühlen soll. Mir fällt es so schwer, konsequent für mich einzustehen, wenn ich etwas nicht möchte. Ich gebe irgendwie zu oft nach.

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