Home / Forum / Liebe & Beziehung / Eifersucht ausblenden?

Eifersucht ausblenden?

13. April um 23:10 Letzte Antwort: 16. April um 6:19

Einmal wurde ich in einer Beziehung betrogen... Die letzten Jahre war ich Singel und weiß daher auch das es reichlich Frauen gibt die nicht treu sind.
Ich erwarte das aber für eine Beziehung ausnahmslos...
Nun habe ich das Problem, ich lerne eine kennen und irgendwann kommt die Eifersucht oder einfach der feste glaube daran "die ist eh nicht treu".
Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder.
Wer meine Situation nachfühlen kann weiß was ich meine...

Mir ist ja klar das man weder bei der Freundin in der Nachbarschaft noch bei der Fernbeziehung irgend eine Sicherheit dazu hat. Möglichkeiten gibt es immer und wer es geschickt anstellt wird es wohl auch schaffen das lange zu verheimlichen.

Also wie gehe ich das nun für mich an? So bringt mir das ja alles nichts, will mich mal wieder ohne schlechte Gedanken verlieben könnnen...
Es muss doch möglich sein nicht immer diese Gedanken zu haben.

 

Mehr lesen

14. April um 2:03

Lieber Matze,

nur, wenn man es vereinbart,  kann man Monogamie und Treue erwarten, es gibt ausreichend andere Modelle, vielleicht nicht für dich. Erste Regel: vereinbaren.

Zweitens beruht ein großer Teil einer Beziehung auf gegenseitigem Vertrauen. Wenn Vertrauen gebrochen wird, gibts meiner Erfahrung nach auch kein Heilmittel. Vertrauen ist immer "quasi" eine Wette aufs Positive, auf Hoffnung. Bei Wetten gibts aber keine Garantien. Man kann verlieren.

Du erwartest vielleicht den Super-Ratschlag, den magischen Trick. Es gibt ihn nicht.

Es könnte für dich besser sein, wenn du Hoffnung, das Positive, das Vertrauen gelten lässt. Andernfalls könnte man ins Deprimierende, Mieselsüchtige, Pessimistische abgleiten.

Es erfordert Mut und Vertrauen, eine Beziehung einzugehen. Deine Partnerin kann das zu Recht von dir erwarten. Wenn du das nicht bereit bist zu geben, dann lass sie frei, denn mit Misstrauen, Nachspionieren und Verhören würdest du alles kaputtmachen.

Ich wünsche dir viel Sonnenschein und Leichtigkeit,
Pi

1 LikesGefällt mir
14. April um 9:56
In Antwort auf matze_m

Einmal wurde ich in einer Beziehung betrogen... Die letzten Jahre war ich Singel und weiß daher auch das es reichlich Frauen gibt die nicht treu sind.
Ich erwarte das aber für eine Beziehung ausnahmslos...
Nun habe ich das Problem, ich lerne eine kennen und irgendwann kommt die Eifersucht oder einfach der feste glaube daran "die ist eh nicht treu".
Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder.
Wer meine Situation nachfühlen kann weiß was ich meine...

Mir ist ja klar das man weder bei der Freundin in der Nachbarschaft noch bei der Fernbeziehung irgend eine Sicherheit dazu hat. Möglichkeiten gibt es immer und wer es geschickt anstellt wird es wohl auch schaffen das lange zu verheimlichen.

Also wie gehe ich das nun für mich an? So bringt mir das ja alles nichts, will mich mal wieder ohne schlechte Gedanken verlieben könnnen...
Es muss doch möglich sein nicht immer diese Gedanken zu haben.

 

Ich war früher auch sehr eifersüchtig. Mit der ersten festen Freundin. Da war ich 16. Die Eifersucht hat sich dann bis 24 gehalten. Mit 25 habe ich geheiratet. Habe dann relativ früh gemert, dass meine Frau Abwechslung braucht. Bei mir hat sich da plötzlich ein Schalter umgelegt. Ich bin garnicht mehr eifersüchtig. Meine Frau hat seit Jahren sogar Sex mit anderen. Und ohne die Eifersucht geht es mir richtig gut. Ich freue mich für sie.

Gefällt mir
14. April um 10:30
In Antwort auf matze_m

Einmal wurde ich in einer Beziehung betrogen... Die letzten Jahre war ich Singel und weiß daher auch das es reichlich Frauen gibt die nicht treu sind.
Ich erwarte das aber für eine Beziehung ausnahmslos...
Nun habe ich das Problem, ich lerne eine kennen und irgendwann kommt die Eifersucht oder einfach der feste glaube daran "die ist eh nicht treu".
Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder.
Wer meine Situation nachfühlen kann weiß was ich meine...

Mir ist ja klar das man weder bei der Freundin in der Nachbarschaft noch bei der Fernbeziehung irgend eine Sicherheit dazu hat. Möglichkeiten gibt es immer und wer es geschickt anstellt wird es wohl auch schaffen das lange zu verheimlichen.

Also wie gehe ich das nun für mich an? So bringt mir das ja alles nichts, will mich mal wieder ohne schlechte Gedanken verlieben könnnen...
Es muss doch möglich sein nicht immer diese Gedanken zu haben.

 

Hallo,

Vertrauen in den Partner (oder den Vielleicht-zukünftigen-Partner in der Kennenlernphase) läuft sehr stark über Selbstvertrauen. Das heißt konkret, dass du dir über dich selber in zweierlei Hinsicht sicher sein musst:
a) dass du Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch zeitig erkennst,
und
b) dass du, sobald du handfeste Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch hast, dich dann auch schnell der Realität stellen und Konsequenzen ziehen kannst, und nicht noch ewig rumeierst und an deiner Wahrnehmung zweifelst. Also dass du dann entweder die Beziehung beendest, oder die Situation mit deiner Partnerin soweit klärst, dass du ihr wieder guten Gewissens vertrauen kannst.
(Erschreckend oft behaupten ja Leute, sie hätten ihrem Partner eine Affäre "verziehen", aber in Wirklichkeit kehren sie das Thema nur aus Angst vor den Konsequenzen unter den Teppich und leiden dann, weil es dort einfach nicht freiwillig bleiben will.)

Der sicherste Weg zum nächsten Griff ins Klo ist diese Grundeinstellung hier

"der feste glaube daran "die ist eh nicht treu"".

Genau das führt nämlich dazu, dass du dich viel länger bei Frauen mit Betrügerabsichten aufhältst, als eigentlich nötig wär - weil du's unterbewusst für normal hältst, betrogen zu werden, und davon ausgehst, dass im Fall einer Trennung eh nix Besseres nachkommt. Schlimmstenfalls richtest du so dein Unterbewusstsein sogar gezielt drauf ein, sich an (potenzielle) Betrügerinnen als Partnerin zu hängen, weil das Unterbewusstsein leider vertraute Merkmale und Charaktereigenschaften besonders anziehend findet, auch wenn es negative sind. Und dann übersiehst du die vielen tollen Frauen, für die Betrug in einer Beziehung gar nicht in Frage kommt, außer vielleicht in ganz wüsten Extremsituationen.

Aber natürlich (siehe oben) ist eine naiv-positive Einstellung, bei der man sich sogar offensichtliche Anzeichen schönredet und immer vom Besten ausgeht, genauso Quatsch. Der richtige Weg liegt in der kritischen Mitte.

Das heißt praktisch Folgendes: Bei so gut wie jeder menschlichen Interaktion fängt man idealerweise mit einem neutralen Grundvertrauen an, das sich auf kleinere Dinge erstreckt - ich vertraue meiner Bäckereifachverkäuferin z.B. soweit, dass ich das Geld auf den Tresen lege, bevor ich die Brötchen in der Hand habe, aber ich würde ihr ohne schriftliches Dokument bestimmt keine 10.000 Euro leihen. Der Grund ist ganz einfach nachvollziehbar: Wenn dieses Grundvertrauen schon bei so kleinen Dingen eins auf den Deckel bekommt (weil die Verkäuferin das Geld einstreicht, aber die Brötchen nicht rausrückt), dann ist das für mich noch nicht sonderlich schmerzhaft, aber meine Interaktion mit dieser Bäckerei ist dann halt auch schnell zu Ende. Wenn die Verkäuferin mit den 10.000 Euro durchbrennen würde, die ich ihr geliehen habe, wär für mich wesentlich mehr verloren.
Genauso sollte es auch in einer Kennenlernphase laufen. Am Anfang investiert man Grundvertrauen in kleine, überschaubare Dinge. Und das wächst dann entweder im Lauf der Zeit, oder es schrumpft - je nachdem, wie sich die persönliche Beziehung weiterentwickelt und welche Erfahrungen man mit seiner neuen Bekanntschaft sammelt: ist er/sie zuverlässig oder lässt sie/er mich auch mal hängen, sind ihr/sein Verhalten und seine Motive für mich gut nachvollziehbar oder eher rätselhaft, und so weiter. Bei jeder neuen Erfahrung wägt man anhand der Faktenlage ab, ob man weiter und mehr investiert, oder ob man lieber zurückfährt. Und wenn das vorhandene Vertrauen zu oft missbraucht wird, dann ist auch bei "kleinen" Vorfällen irgendwann, und hoffentlich nicht zu spät, der Ofen aus.

Dazu braucht es natürlich einen wachen Blick, um die Faktenlage zu erkennen, aber keinen überkritischen. Wenn du bei dir feststellst, dass du wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legst und schon bei kleinsten Problemen (z.B. einer Verspätung von 10 Minuten zum Date mit nachvollziehbarer Erklärung) Betrug und Ver@rsche witterst, dann solltest du dir und der Frauenwelt den Gefallen tun und dich von Beziehung(sversuch)en erstmal komplett fernhalten, und stattdessen versuchen, z.B. bei freundschaftlichen Interaktionen, wo noch weniger für dich auf dem Spiel steht, wieder ein positiveres Menschen-/Frauenbild zu kriegen.
Und genauso, wenn du merkst, dass du dich zu sehr von Wunschdenken und Idealbildern blenden lässt, nach dem Motto "Diese Beziehung muss doch funktionieren, schließlich haben wir genau die gleichen Zukunftsvorstellungen und auch noch denselben Musikgeschmack!".
Was auch immer hilft, ist, dein eigenes Verhalten in deiner früheren Beziehung zu reflektieren, um frühere Fehler a) zu vermeiden und b) deren mögliche Ursachen zu erkennen. Besonders da, wo du z.B. trotz Anzeichen für Vertrauensmissbrauch weiter vertraut hast, oder wenigstens so getan hast als ob, und dich damit erst selber für weitere und schlimmere Verletzungen zur Verfügung gestellt hast.


"Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder."

Da wär dann aber für mich das Entscheidende, wie die betreffende Person mit der Situation und mit meinen Gefühlen dazu umgeht. Nimmt sie Rücksicht, oder unternimmt sie quasi noch extra was mit dem Vereins-Ex und kanzelt dich ab, wenn du ihr deine Sorgen dazu mitteilst?

lg
cefeu

1 LikesGefällt mir
14. April um 13:12
In Antwort auf cefeu1

Hallo,

Vertrauen in den Partner (oder den Vielleicht-zukünftigen-Partner in der Kennenlernphase) läuft sehr stark über Selbstvertrauen. Das heißt konkret, dass du dir über dich selber in zweierlei Hinsicht sicher sein musst:
a) dass du Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch zeitig erkennst,
und
b) dass du, sobald du handfeste Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch hast, dich dann auch schnell der Realität stellen und Konsequenzen ziehen kannst, und nicht noch ewig rumeierst und an deiner Wahrnehmung zweifelst. Also dass du dann entweder die Beziehung beendest, oder die Situation mit deiner Partnerin soweit klärst, dass du ihr wieder guten Gewissens vertrauen kannst.
(Erschreckend oft behaupten ja Leute, sie hätten ihrem Partner eine Affäre "verziehen", aber in Wirklichkeit kehren sie das Thema nur aus Angst vor den Konsequenzen unter den Teppich und leiden dann, weil es dort einfach nicht freiwillig bleiben will.)

Der sicherste Weg zum nächsten Griff ins Klo ist diese Grundeinstellung hier

"der feste glaube daran "die ist eh nicht treu"".

Genau das führt nämlich dazu, dass du dich viel länger bei Frauen mit Betrügerabsichten aufhältst, als eigentlich nötig wär - weil du's unterbewusst für normal hältst, betrogen zu werden, und davon ausgehst, dass im Fall einer Trennung eh nix Besseres nachkommt. Schlimmstenfalls richtest du so dein Unterbewusstsein sogar gezielt drauf ein, sich an (potenzielle) Betrügerinnen als Partnerin zu hängen, weil das Unterbewusstsein leider vertraute Merkmale und Charaktereigenschaften besonders anziehend findet, auch wenn es negative sind. Und dann übersiehst du die vielen tollen Frauen, für die Betrug in einer Beziehung gar nicht in Frage kommt, außer vielleicht in ganz wüsten Extremsituationen.

Aber natürlich (siehe oben) ist eine naiv-positive Einstellung, bei der man sich sogar offensichtliche Anzeichen schönredet und immer vom Besten ausgeht, genauso Quatsch. Der richtige Weg liegt in der kritischen Mitte.

Das heißt praktisch Folgendes: Bei so gut wie jeder menschlichen Interaktion fängt man idealerweise mit einem neutralen Grundvertrauen an, das sich auf kleinere Dinge erstreckt - ich vertraue meiner Bäckereifachverkäuferin z.B. soweit, dass ich das Geld auf den Tresen lege, bevor ich die Brötchen in der Hand habe, aber ich würde ihr ohne schriftliches Dokument bestimmt keine 10.000 Euro leihen. Der Grund ist ganz einfach nachvollziehbar: Wenn dieses Grundvertrauen schon bei so kleinen Dingen eins auf den Deckel bekommt (weil die Verkäuferin das Geld einstreicht, aber die Brötchen nicht rausrückt), dann ist das für mich noch nicht sonderlich schmerzhaft, aber meine Interaktion mit dieser Bäckerei ist dann halt auch schnell zu Ende. Wenn die Verkäuferin mit den 10.000 Euro durchbrennen würde, die ich ihr geliehen habe, wär für mich wesentlich mehr verloren.
Genauso sollte es auch in einer Kennenlernphase laufen. Am Anfang investiert man Grundvertrauen in kleine, überschaubare Dinge. Und das wächst dann entweder im Lauf der Zeit, oder es schrumpft - je nachdem, wie sich die persönliche Beziehung weiterentwickelt und welche Erfahrungen man mit seiner neuen Bekanntschaft sammelt: ist er/sie zuverlässig oder lässt sie/er mich auch mal hängen, sind ihr/sein Verhalten und seine Motive für mich gut nachvollziehbar oder eher rätselhaft, und so weiter. Bei jeder neuen Erfahrung wägt man anhand der Faktenlage ab, ob man weiter und mehr investiert, oder ob man lieber zurückfährt. Und wenn das vorhandene Vertrauen zu oft missbraucht wird, dann ist auch bei "kleinen" Vorfällen irgendwann, und hoffentlich nicht zu spät, der Ofen aus.

Dazu braucht es natürlich einen wachen Blick, um die Faktenlage zu erkennen, aber keinen überkritischen. Wenn du bei dir feststellst, dass du wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legst und schon bei kleinsten Problemen (z.B. einer Verspätung von 10 Minuten zum Date mit nachvollziehbarer Erklärung) Betrug und Ver@rsche witterst, dann solltest du dir und der Frauenwelt den Gefallen tun und dich von Beziehung(sversuch)en erstmal komplett fernhalten, und stattdessen versuchen, z.B. bei freundschaftlichen Interaktionen, wo noch weniger für dich auf dem Spiel steht, wieder ein positiveres Menschen-/Frauenbild zu kriegen.
Und genauso, wenn du merkst, dass du dich zu sehr von Wunschdenken und Idealbildern blenden lässt, nach dem Motto "Diese Beziehung muss doch funktionieren, schließlich haben wir genau die gleichen Zukunftsvorstellungen und auch noch denselben Musikgeschmack!".
Was auch immer hilft, ist, dein eigenes Verhalten in deiner früheren Beziehung zu reflektieren, um frühere Fehler a) zu vermeiden und b) deren mögliche Ursachen zu erkennen. Besonders da, wo du z.B. trotz Anzeichen für Vertrauensmissbrauch weiter vertraut hast, oder wenigstens so getan hast als ob, und dich damit erst selber für weitere und schlimmere Verletzungen zur Verfügung gestellt hast.


"Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder."

Da wär dann aber für mich das Entscheidende, wie die betreffende Person mit der Situation und mit meinen Gefühlen dazu umgeht. Nimmt sie Rücksicht, oder unternimmt sie quasi noch extra was mit dem Vereins-Ex und kanzelt dich ab, wenn du ihr deine Sorgen dazu mitteilst?

lg
cefeu

Ich finde es ja nett, dass Du so ausführlich schreibst. Ich komme aber nicht mit wieso Du mir so ausführlich zu dem Thema Vertrauen schreibst. Was ist Dein Ziel mir zu vermitteln?

Gefällt mir
14. April um 13:25
In Antwort auf jona_20024602

Ich finde es ja nett, dass Du so ausführlich schreibst. Ich komme aber nicht mit wieso Du mir so ausführlich zu dem Thema Vertrauen schreibst. Was ist Dein Ziel mir zu vermitteln?

Kleine Hilfestellung für dich:

Du bist Bruno.

Cefeu's Antwort war gerichtet an Matze ( das kannst du über ihren Beitrag sehr deutlich herauslesen).

Fazit: Du interessierst sie nicht, du wurdest nicht angesprochen, dir möchte sie gar nichts vermitteln und um dich geht es hier nicht.

Einen schönen Tag noch.

2 LikesGefällt mir
15. April um 0:09
In Antwort auf creepyworld89

Kleine Hilfestellung für dich:

Du bist Bruno.

Cefeu's Antwort war gerichtet an Matze ( das kannst du über ihren Beitrag sehr deutlich herauslesen).

Fazit: Du interessierst sie nicht, du wurdest nicht angesprochen, dir möchte sie gar nichts vermitteln und um dich geht es hier nicht.

Einen schönen Tag noch.

😂

beste Antwort ever 

2 LikesGefällt mir
15. April um 22:31
In Antwort auf cefeu1

Hallo,

Vertrauen in den Partner (oder den Vielleicht-zukünftigen-Partner in der Kennenlernphase) läuft sehr stark über Selbstvertrauen. Das heißt konkret, dass du dir über dich selber in zweierlei Hinsicht sicher sein musst:
a) dass du Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch zeitig erkennst,
und
b) dass du, sobald du handfeste Anzeichen für Untreue / Vertrauensmissbrauch hast, dich dann auch schnell der Realität stellen und Konsequenzen ziehen kannst, und nicht noch ewig rumeierst und an deiner Wahrnehmung zweifelst. Also dass du dann entweder die Beziehung beendest, oder die Situation mit deiner Partnerin soweit klärst, dass du ihr wieder guten Gewissens vertrauen kannst.
(Erschreckend oft behaupten ja Leute, sie hätten ihrem Partner eine Affäre "verziehen", aber in Wirklichkeit kehren sie das Thema nur aus Angst vor den Konsequenzen unter den Teppich und leiden dann, weil es dort einfach nicht freiwillig bleiben will.)

Der sicherste Weg zum nächsten Griff ins Klo ist diese Grundeinstellung hier

"der feste glaube daran "die ist eh nicht treu"".

Genau das führt nämlich dazu, dass du dich viel länger bei Frauen mit Betrügerabsichten aufhältst, als eigentlich nötig wär - weil du's unterbewusst für normal hältst, betrogen zu werden, und davon ausgehst, dass im Fall einer Trennung eh nix Besseres nachkommt. Schlimmstenfalls richtest du so dein Unterbewusstsein sogar gezielt drauf ein, sich an (potenzielle) Betrügerinnen als Partnerin zu hängen, weil das Unterbewusstsein leider vertraute Merkmale und Charaktereigenschaften besonders anziehend findet, auch wenn es negative sind. Und dann übersiehst du die vielen tollen Frauen, für die Betrug in einer Beziehung gar nicht in Frage kommt, außer vielleicht in ganz wüsten Extremsituationen.

Aber natürlich (siehe oben) ist eine naiv-positive Einstellung, bei der man sich sogar offensichtliche Anzeichen schönredet und immer vom Besten ausgeht, genauso Quatsch. Der richtige Weg liegt in der kritischen Mitte.

Das heißt praktisch Folgendes: Bei so gut wie jeder menschlichen Interaktion fängt man idealerweise mit einem neutralen Grundvertrauen an, das sich auf kleinere Dinge erstreckt - ich vertraue meiner Bäckereifachverkäuferin z.B. soweit, dass ich das Geld auf den Tresen lege, bevor ich die Brötchen in der Hand habe, aber ich würde ihr ohne schriftliches Dokument bestimmt keine 10.000 Euro leihen. Der Grund ist ganz einfach nachvollziehbar: Wenn dieses Grundvertrauen schon bei so kleinen Dingen eins auf den Deckel bekommt (weil die Verkäuferin das Geld einstreicht, aber die Brötchen nicht rausrückt), dann ist das für mich noch nicht sonderlich schmerzhaft, aber meine Interaktion mit dieser Bäckerei ist dann halt auch schnell zu Ende. Wenn die Verkäuferin mit den 10.000 Euro durchbrennen würde, die ich ihr geliehen habe, wär für mich wesentlich mehr verloren.
Genauso sollte es auch in einer Kennenlernphase laufen. Am Anfang investiert man Grundvertrauen in kleine, überschaubare Dinge. Und das wächst dann entweder im Lauf der Zeit, oder es schrumpft - je nachdem, wie sich die persönliche Beziehung weiterentwickelt und welche Erfahrungen man mit seiner neuen Bekanntschaft sammelt: ist er/sie zuverlässig oder lässt sie/er mich auch mal hängen, sind ihr/sein Verhalten und seine Motive für mich gut nachvollziehbar oder eher rätselhaft, und so weiter. Bei jeder neuen Erfahrung wägt man anhand der Faktenlage ab, ob man weiter und mehr investiert, oder ob man lieber zurückfährt. Und wenn das vorhandene Vertrauen zu oft missbraucht wird, dann ist auch bei "kleinen" Vorfällen irgendwann, und hoffentlich nicht zu spät, der Ofen aus.

Dazu braucht es natürlich einen wachen Blick, um die Faktenlage zu erkennen, aber keinen überkritischen. Wenn du bei dir feststellst, dass du wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legst und schon bei kleinsten Problemen (z.B. einer Verspätung von 10 Minuten zum Date mit nachvollziehbarer Erklärung) Betrug und Ver@rsche witterst, dann solltest du dir und der Frauenwelt den Gefallen tun und dich von Beziehung(sversuch)en erstmal komplett fernhalten, und stattdessen versuchen, z.B. bei freundschaftlichen Interaktionen, wo noch weniger für dich auf dem Spiel steht, wieder ein positiveres Menschen-/Frauenbild zu kriegen.
Und genauso, wenn du merkst, dass du dich zu sehr von Wunschdenken und Idealbildern blenden lässt, nach dem Motto "Diese Beziehung muss doch funktionieren, schließlich haben wir genau die gleichen Zukunftsvorstellungen und auch noch denselben Musikgeschmack!".
Was auch immer hilft, ist, dein eigenes Verhalten in deiner früheren Beziehung zu reflektieren, um frühere Fehler a) zu vermeiden und b) deren mögliche Ursachen zu erkennen. Besonders da, wo du z.B. trotz Anzeichen für Vertrauensmissbrauch weiter vertraut hast, oder wenigstens so getan hast als ob, und dich damit erst selber für weitere und schlimmere Verletzungen zur Verfügung gestellt hast.


"Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder."

Da wär dann aber für mich das Entscheidende, wie die betreffende Person mit der Situation und mit meinen Gefühlen dazu umgeht. Nimmt sie Rücksicht, oder unternimmt sie quasi noch extra was mit dem Vereins-Ex und kanzelt dich ab, wenn du ihr deine Sorgen dazu mitteilst?

lg
cefeu

Eine schöne Antwort
Im Grunde weiß ich das auch alles und denke ich merke das dann auch.
Trotzdem bleibt das Problem das meine Erfahrungen da ein sehr düsteres Bild zeichnen. Das bewegt mich eben immer dazu diese Gedanken zu haben auch wenn es keine Anzeichen dafür gibt.
An der Stelle sei auch gesagt das ich gerne eine finden würde mit der eine Beziehung unter dem Titel "open end" stattfindet und nicht nur eine Beziehung um mal was zu probieren. Damit bin ich einfach durch.

Gefällt mir
15. April um 23:28
In Antwort auf matze_m

Einmal wurde ich in einer Beziehung betrogen... Die letzten Jahre war ich Singel und weiß daher auch das es reichlich Frauen gibt die nicht treu sind.
Ich erwarte das aber für eine Beziehung ausnahmslos...
Nun habe ich das Problem, ich lerne eine kennen und irgendwann kommt die Eifersucht oder einfach der feste glaube daran "die ist eh nicht treu".
Irgend ein Aufhänger gibt es dafür immer, z. B. wenn sie mal etwas mit einem Arbeitskollege hatte, oder der Ex im selben Verein ist oder oder oder.
Wer meine Situation nachfühlen kann weiß was ich meine...

Mir ist ja klar das man weder bei der Freundin in der Nachbarschaft noch bei der Fernbeziehung irgend eine Sicherheit dazu hat. Möglichkeiten gibt es immer und wer es geschickt anstellt wird es wohl auch schaffen das lange zu verheimlichen.

Also wie gehe ich das nun für mich an? So bringt mir das ja alles nichts, will mich mal wieder ohne schlechte Gedanken verlieben könnnen...
Es muss doch möglich sein nicht immer diese Gedanken zu haben.

 

Kann deine Eifersucht gut verstehen. Aber einen Fehler darfst du nicht machen deiner neuen Partnerin und die Beziehungen mit dem vergangenen zu vergleichen. Wenn du eine Frau kennlernst und das Thema Treue zur Sprache kommt kann man doch offen darüber reden. Wer doll eifersüchtig ist muss an sich selbst arbeiten,das ist ein Mangel an Selbstwertgefühl. Es ist harte Arbeit wenn eine neue Beziehung funktionieren soll. Du mußt versuchen geschehenes loszulassen. Glaub mir ich spreche aus Erfahrungen . Sonst wird jede Beziehung scheitern. Das Grundfundament einer Beziehung ist Vertrauen und nicht alle Frauen sind gleich. MFG

Gefällt mir
15. April um 23:41

Naja ich weiß nicht ob das an meinem Selbstwertgefühl liegt?
Ich sehe es irgendwie mehr als die nüchterne Realität. Anders kann ich es ja auch nicht wahrnehmen wenn meine bisherigen Erfahrungen einfach das Bild abgeben. Und das liegt nicht nur daran das ich betrogen wurde sonden eben viele Frauen kennenlernen durfte die das scheinbar ganz ohne schlechtes Gewissen tun.
Mir ist schon klar das nicht jede so ist...
Deswegen auch meine Frage wie ich dieses Bild am besten weg bekomme... So macht es einfach keinen Sinn. Das verdirbt einem einfach alles. Würde diese Gedanken ja am liebsten in einer Kiste vergraben und versenken.

Gefällt mir
16. April um 6:19
In Antwort auf jona_20024602

Ich finde es ja nett, dass Du so ausführlich schreibst. Ich komme aber nicht mit wieso Du mir so ausführlich zu dem Thema Vertrauen schreibst. Was ist Dein Ziel mir zu vermitteln?

Hallo,
entschuldige. Ich habe mich da wohl beim Lesen verschiedener Texte gestern vertan. Wollte dies nicht Dir sondern jemanden ganz anderem schreiben.

Gefällt mir