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Eifersucht auf seine Familie?

1. August 2015 um 12:25

Hallo ihr Lieben

Mein Freund ist ein sehr liebevoller Mensch er kommt aus einem suedlichen Land und ist daher komplett anders erzogen worden als ich in Deutschland. Familie bedeutet fuer ihn alles - seine Eltern und Geschwister, aber speziell seine Mutter - was ja generell sehr positiv ist. Er lebt nicht in seinem Heimatland und verbringt daher mehrere Stunden am Tag mit dem Senden von Sprachnachrichten an seine Mutter auf WhatsApp. Er sagt ihr auch in seiner Muttersprache, dass er sie so sehr liebt und sie die "Einzige" fuer ihn ist und das "Wichtigste" und die "Beste". Das sagt er zu mir nie. Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen und wohnen auch zusammen. Ich weizz, dass er mich sehr liebt. Ich ertappe mich aber trotzdem in letzter Zeit immer wieder dabei, wie ich eifersuechtig auf seine Mutter bin. Sie hat eine Krankheit und benoetigt Unterstuetzung im Alltag daher hat er sich dazu beschlossen erstmal zu ihr und dem Rest der Familie zu ziehen (hat wohlgemerkt noch 3 andere fast gleichaltrige Geschwister, die ihr auch helfen koennten). Aber er hat sich eben fuer seine Mutter und eine Fernbeziehung mit mir entschieden. In weniger als einem Monat leben wir ueber 2000 km voneinander entfernt und er zieht es immer noch vor mit seiner Mutter mehrer Stunden am Tag zu Skypen bzw auf WhatsApp zu schreiben. Ich bin dieses Verhalten von Maennern nicht gewohnt und habe Angst, dass seine jetzige Familie (speziell seine Mutter) ihm immer wichtiger sein wird als ich bzw unsere Kinder, falls wir Kinder haben sollten. Ist meine Eifersucht total unbegruendet? Wie sollte ich reagieren?

Vieleb Dank schon mal.

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1. August 2015 um 12:42

Nein er ist kein Muslim
Er ist Jude - und geht zurueck nach Israel. Er legt sehr viel Wert auf Familie - und auch sehr viel Wert auf das Gruenden seiner eigenen Familie jedoch aheb ich das Gefuehl, dass seine Mutter immer Nummer 1 sein wird, wie er ja immer so schoen sagt.

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1. August 2015 um 12:46

Was hat sie denn?
Liebe Threaderstellerin,

hast du schon einmal weit weg von zu Hause gewohnt? Ich schätze nicht, denn sonst wüsstest du, um die Sorgen und Nöte, wenn ein Familienmitglied in der Ferne erkrankt.

Ich bin kein großer Familienmensch, aber als meine Mutter krank wurde, zog ich auch erstmal wieder zu meinen Eltern, um diese zu unterstützen (ich habe ebenfalls gleich alte Geschwister).

Hast du dir mal vorgestellt, wie dein Freund sich fühlen würde, fallls die Mutter stirbt und er war nicht da weil "die anderen sich ja kümmern können"?

Ich kann verstehen, dass dich sein Verhalten bezüglich den Liebesbekundungen stört. Allerdings weiß ich nicht, was die Mutter hat und ob er sie einfach nochmal aufbauen möchte.

Denk mal drüber nach, wie es für dich in dieser Situation wäre. Wenn du 2000 km von zu Hause weg wohnen würdest und deine Mutter erkranken würde.

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1. August 2015 um 12:59

Ich lebe momentan mit ihm im Ausland
Liebe Fraeuleinlaura,

Vielen Dank fuer deine Antwort. Ich bin auch weit entfernt von meiner Familie, da wir momentan zusammen im Ausland wohnen (weder sein, noch mein Heimatland). Meine Mutter ist zwar nicht krank, jedoch faellt es mir auch nicht immer leicht. Aber das ist nicht der Punkt, seine Mutter hat keine Lebensbedrohliche Krankheit...es kann evtl. in ca. 10 Jahren lebensbedrohlich werden, wenn man den Statistiken nachgeht. Ist eine Unterform der Parkinson-Krankheit. Ich verstehe ihn, dass er Angst um sie hat und sich kuemmern moechte, aber es verletzt mich, dass er zu ihr Dinge sagt, die er zu mir nie sagt. Seine Mutter kann er ja nicht heiraten und wohl auch keine Kinder mit ihr zeugen. Ich habe die Ansicht, dass der Partner an erster Stelle stehen sollte, gerade wenn man eine gemeinsame Zukunft plant. Ich hab ihm und seiner Familie auch wirklich geholfen..habe eine Untersuchung bei einem Spezialisten in DE arrangiert usw. um seiner Mutter zu helfen. Er weiss das zu schaetzen...haengt aber trotzdem mehr an seiner Mutter als an mir.

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1. August 2015 um 15:01

Ich lege grossen Wert auf engere Bindung...
...sehr grossen sogar. Genau deswegen beschaeftigt es mich ja so, dass er seine Mutter vergoettert und mich nicht wirlklich. Und ER war ja derjenige, der mir staendig sagt er koennte sich vorstellen fuer immer mit mir zusammen zu bleiben und dass er sich eine Familie mit mir vorstellt. Wenn ich ihn heirate will ich einfach nicht die zweite Geige spielen. Das ist naemlich nicht die Art von Beziehung, die ich mir ein leben lang vorgestellt habe.

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1. August 2015 um 15:57

Wir haben uns gemeinsam informiert...
...und die Fernbeziehung waere nicht auf die Dauer, sondern nur fuer zwei Jahre, da ich mein Abitur in DE nachholen moechte, um dann in Israel zu studieren (habe aktuell nur eine kaufmaennische Berufsausbildung abgeschlossen und ein paar Jahre an Arbeitserfahrung). Er ist sehr zuversichtlich, dass die Fernbeziehung klappen kann fuer zwei Jahre. Bzgl. Ehe und Heirat hat er gemeint, dass er sich schon immer juedische Kinder gewuenscht hat (was mit mir ja nicht moeglich ist, ausser ich konvertiere), aber er will mich nicht verlieren, er braucht nur Zeit es zu verdauen, dass sein urspruenglicher Plan jetzt anders laeuft. Ich bin relativ zuversichtlich, aber ich habe Angst davor, dass ich dann in Israel auch hinten angestellt werde (nach seiner Mutter) und dort habe ich ja anfangs noch keinen eigenen Freundeskreis.
Kann man die Liebe zur Mutter (Nummer 1, die Beste, die Einzige) ueberhaupt mit der Liebe zur Partnerin vergleichen? Bin ich einfach nur paranoid oder habe ich recht, dass dieses Mutter-Sohn Verhaeltnis etwas zu uebertrieben ist?

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