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Ehemann in psychosomatischer Kur völlig verändert !?!

3. November 2016 um 21:23

Hallo,

ich bin bin völlig am Verzweifeln. Mein Mann ist seit 14 Tagen in Reha. Ich weiß, ich sollte Verständnis haben, aber er ist völlig umgekrempelt. Jeden Tag ruft er mich an und meistens endet unser Gespräch in einer Kränkung zu meinen Lasten. Und jeden Tag erzählt er mir, er will Abstand. Er sei schließlich dort, um sich zu erholen. Mich verletzt das sehr. Am Anfang hat er nur angedeutet, ob es denn schlimm wäre, wenn er mich ein paar Tage lang nicht anrufen würde. Die "Anderen" würden ihn auslachen. Oder die "Anderen" würden auf ihn warten. Zuerst sagte ich ihm, das es ihm in einem 24 Stunden Tag doch 2 Minuten möglich sein müsste, mich zu kontaktieren. Von mir aus auch per Whatsapp. Inzwischen habe ich mehrmals zurückgepoltert, er soll es sein lassen und den Kontakt abbrechen. Ich habe ihn bereits angefleht, mich erst dann wieder anzurufen, wenn er es wirklich aus vollem Herzen will und nicht aus Pflichtgefühl mir gegenüber. Inzwischen bettel ich täglich, das er es sein lässt und trotzdem ruft er wieder an um sich dann zu beschweren, das er Abstand braucht. Mich macht das so fertig. Ich hatte bereits einen Nervenzusammenbruch und hier leider keinen, der mich wieder aufbaut. Kann mir vielleicht jemand erklären, was mit ihm abgeht? Ich kann wirklich die Welt nicht mehr verstehen. Er ist wegen einem Bourn Out durch die Arbeit dorthin und hatte eine beschissene Kindheit. Mit uns als Paar hatte das eigentlich nichts zu tun. Sicherlich haben wir im Laufe unserer 28 jährige Ehe auch etliche Probleme bewältigt. Aber in dieser Situation fühl ich mich völlig überfordert. Ich würde ihn gern besuchen, aber auch das will er nicht. was soll ich nur tun? Hat er vielleicht wirklich einen Kurschatten? Er kommt von sich aus darauf, mir ungefragt an den Kopf zu werfen, das er keine Affäre anfängt. Was hat das alles zu bedeuten? So war er noch nie.

Bitte sagt mir Eure Meinung dazu. Reagiere ich über?

Liebe Grüße

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3. November 2016 um 21:46

Genau das versuche ich ja. Ich will nicht mehr, das er mich anruft. Auch wenn es mir wahnsinnig schwerfällt. Er lässt es aber nicht, macht mir Vorwürfe. 

Ausserdem ist er seit 12 Monaten nicht mehr an der Arbeit gewesen, davor auch nur Kurz. Ca. 6 Wochen. Er fühlt sich dem Arbeitsalltag nicht gewachsen und deshalb jetzt die Reha. 

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3. November 2016 um 22:24

Ok. Ich resigniere. Bin doch nur noch ein Häufchen Elend. 

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4. November 2016 um 10:55

Danke, das Du doch noch aufmunternde Worte für mich gefunden hast, denn es geht mir schon schlecht genug. 

Ich habe mich am letzten Wochenende mit meinen Freundinnen getroffen. Das hat mich ganz gut abgelenkt. Das kommende Wochenende sind meine Kinder zu Besuch. 

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4. November 2016 um 10:59

Meinst Du wirklich? Eigentlich ist er eine recht starke Person. Ich habe niemals erwartet, das er sich tatsächlich auf solch eine Behandlung einlässt und jetzt wälzt er die Probleme auf mich ab und will Opfer sein? Es tut einfach nur so verdammt weh. 

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4. November 2016 um 11:05

Ich habe ihm tatsächlich schon einen Brief geschrieben, aber nicht abgeschickt. Ich habe Angst, das es dadurch nur noch schlimmer wird. Er erwartet von mir, immer glücklich zu sein. Er kann es nicht ertragen, wenn es mir schlecht geht und "verbietet" es mir, traurig zu sein. 

Und ja, ich bin seit Montag krank geschrieben, weil ich tatsächlich fix und fertig bin und nur noch am Heulen. Lediglich die 2 Minuten am Telefon mit ihm reiß ich mich zusammen und zeig mich verständnisvoll. Oh Mann, der macht mich wirklich kaputt. Ich bin auch schon auf der Suche nach einer Therapeutin. Ich habe das Gefühl, alleine damit nicht mehr klar zu kommen. 

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4. November 2016 um 12:04

Psychosomatische Reha. 5 Wochen. Gestern Abend hat er mir schon mitgeteilt, das er eine Verlängerung bekommen wird. Wie lang, weiß er noch nicht. Die Klinik ist nur 110 km entfernt. Er will aber nicht, das ich ihn besuche. Er will überhaupt nichts mehr von zu Hause wissen. Wie gesagt, er will Abstand. Ich frag mich, was ihn so treibt. Er hat bereits die letzten 5 Jahre mehr oder weniger nur zu Hause gesessen, weil er keine Energie hat zu arbeiten. Und er ist jetzt ausgepowert? 

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4. November 2016 um 12:07

Ja, ich fühle mich so machtlos, weil mir keine Chance gegeben wird, um meine Ehe zu kämpfen. Irgendwie wird über meinen Kopf hinweg entschieden. Von fremden Menschen und fremden Therapeuten, die uns und unsere gemeinsame Lebensgeschichte nicht kennen. Wildfremde Mitpatienten waren ihm bereits nach 3 Tagen wichtiger als ich. 

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4. November 2016 um 12:13

Was soll ich denn tun? Ihm sagen das er mich fertig macht? Es ist ihm ja schon Zuviel, wenn ich sage, ich bin erkältet. Das lässt ihn schon irre werden. Was wäre in der jetzigen Sitation, wenn ich ihm sage, das er mich fertig macht? Ich bin nicht bei ihm, um ihm meine Gefühle eindeutig zu vermitteln. Wenn er merkt, das es mir schlecht geht, wird er sich wahrscheinlich noch mehr abschotten. Und den Kontakt komplett abbrechen, weil er, der Arme, ja den Abstand braucht und sich nicht mit "Zu Hause" belasten will.

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4. November 2016 um 12:35

Irgendwie zieht er dich sehr mit runter und gibt dir noch die Schuld dafür. Das wichtigste ist, dass DU weder Opfer noch Täter Rolle akzeptierst. Es kann in Therapie schon vorkommen, dass Sachen an die Oberfläche kommen, die lange unter den Teppich gekehrt wurden.  Im Idealfall werden sie dann besprochen und gelöst. Aber er ist selbst für sein Leben verantwortlich, nicht du. Versuche die Zeit zu nutzen und selber mehr innerlichen Abstand zu gewinnen und andere Kontakte zu pflegen, du siehst, es tut dir gut. Das muss nicht Trennung bedeuten nur Lösen von zu viel Nähe, die nicht gut tut.

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4. November 2016 um 14:49
In Antwort auf fixundfertig2016

Genau das versuche ich ja. Ich will nicht mehr, das er mich anruft. Auch wenn es mir wahnsinnig schwerfällt. Er lässt es aber nicht, macht mir Vorwürfe. 

Ausserdem ist er seit 12 Monaten nicht mehr an der Arbeit gewesen, davor auch nur Kurz. Ca. 6 Wochen. Er fühlt sich dem Arbeitsalltag nicht gewachsen und deshalb jetzt die Reha. 

Also bei mehr als 12 Monaten Krankmeldung steckt da mit Sicherheit weit mehr hinter als ein Burnout...
warte einfach mal ab der Zeitpunkt an dem du als Mitbetroffene einbezogen wirst kommt schon noch....

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4. November 2016 um 15:21

Verunsichere du nicht noch zusätzlich die TE mit deinen Märchen. Was du schreibst ist Blödsinn!

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4. November 2016 um 15:55
In Antwort auf deaetlunn

Verunsichere du nicht noch zusätzlich die TE mit deinen Märchen. Was du schreibst ist Blödsinn!

Ich habe nicht das Gefühl, das es Blödsinn ist. Wie soll ein Therapeut in der Ferne mich mit einbeziehen? Klar ist nur mein Mann da und ich bin weit weg. Seine Probleme existieren tatsächlich schon viel länger. Hat aber mehr mit seiner beschissenen Kindheit als mit mir zu tun. Wenn er Abstand halten soll, bitte warum bei mir, warum nicht bei den Leuten, die ihn seelisch gefoltert haben? Ich bin doch nur seine Frau, die das Elend schon 28 Jahre lang mitträgt. 

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4. November 2016 um 15:56
In Antwort auf herbstblume6

Also bei mehr als 12 Monaten Krankmeldung steckt da mit Sicherheit weit mehr hinter als ein Burnout...
warte einfach mal ab der Zeitpunkt an dem du als Mitbetroffene einbezogen wirst kommt schon noch....

Meinst Du, da kommt was? Ich kann mir das bei einer Reha nicht vorstellen. Aber ich würde es mir wünschen. 

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4. November 2016 um 16:05
In Antwort auf toffifee111

Irgendwie zieht er dich sehr mit runter und gibt dir noch die Schuld dafür. Das wichtigste ist, dass DU weder Opfer noch Täter Rolle akzeptierst. Es kann in Therapie schon vorkommen, dass Sachen an die Oberfläche kommen, die lange unter den Teppich gekehrt wurden.  Im Idealfall werden sie dann besprochen und gelöst. Aber er ist selbst für sein Leben verantwortlich, nicht du. Versuche die Zeit zu nutzen und selber mehr innerlichen Abstand zu gewinnen und andere Kontakte zu pflegen, du siehst, es tut dir gut. Das muss nicht Trennung bedeuten nur Lösen von zu viel Nähe, die nicht gut tut.

Ja du hast recht. Er ist für sein Leben verantwortlich. Aber nach 28 Jahren gehören unsere Leben zusammen. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Was passiert dann mit meinem Leben. Er erhält wahrscheinlich gerade die Anleitung dafür, sich von allem frei zu machen und ein komplett neues Leben zu führen. Ich muss zugeben, ich habe enorme Angst. Er wird so umgedreht sein wenn er wieder kommt. Eine tickende Zeitbombe. Wie ich ihn kenne, wird der geringste Auslöser dann tatsächlich ein Trennungsgrund sein. Aber ich kann doch dann nicht weiter einfach schlucken und mir alles gefallen lassen.

Gut. Ich fange an nervös zu werden. In 1 1/2 Stunden ist Ca. Die Uhrzeit, wo er sich meldet. Ich habe beschlossen, ihm ganz deutlich zu machen, das er es unterlassen soll mich anzurufen. Das mich das selbst runterzieht. Und heute Abend bekomme ich Besuch. Dann bin ich abgelenkt. Ich hoffe, ich schaffe das. 

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4. November 2016 um 16:10
In Antwort auf fixundfertig2016

Ich habe nicht das Gefühl, das es Blödsinn ist. Wie soll ein Therapeut in der Ferne mich mit einbeziehen? Klar ist nur mein Mann da und ich bin weit weg. Seine Probleme existieren tatsächlich schon viel länger. Hat aber mehr mit seiner beschissenen Kindheit als mit mir zu tun. Wenn er Abstand halten soll, bitte warum bei mir, warum nicht bei den Leuten, die ihn seelisch gefoltert haben? Ich bin doch nur seine Frau, die das Elend schon 28 Jahre lang mitträgt. 

Dass er Abstand halten soll, davon war doch nie die Rede zwischen euch, oder habe ich das falsch verstanden? Er hat im Moment mit sich selbst zu tun und einfach keine Kapazitäten frei, um sich auch um deine Befindlichkeiten zu kümmern. Das mag hart klingen, aber gesund werden kann er nun mal nur alleine. Du übst von Anfang an Druck auf ihn aus durch deine Erwartungen. Zwei Minuten am Tag telefonieren mag für dich nichts Schlimmes sein, weil du nichts anderes zu haben scheinst. Er ist krank, in einer völlig neuen Umgebung auf die er sich einstellen muss, hat Therapien und ist mit sich beschäftigt, da können auch zwei Minuten schon zu viel sein, wenn er das Gefühl hat, anrufen zu müssen.

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4. November 2016 um 16:15

Ja. Es ist hart. Er hat täglich 3 Behandlungen. Da ist es dann zuviel, die Frau 2 Minuten zu kontaktieren. er soll es sein lassen und das werde ich ihm heute zum x. Mal sagen. Ich werde auch Eure Ratschläge beherzigen und ab morgen nicht mehr als Telefon gehen. 

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4. November 2016 um 16:53
In Antwort auf fixundfertig2016

Ja. Es ist hart. Er hat täglich 3 Behandlungen. Da ist es dann zuviel, die Frau 2 Minuten zu kontaktieren. er soll es sein lassen und das werde ich ihm heute zum x. Mal sagen. Ich werde auch Eure Ratschläge beherzigen und ab morgen nicht mehr als Telefon gehen. 

Du nimmst das Ganze viel zu persönlich und kommst total zickig rüber, weil er nicht so funktioniert wie du das gerne hättest.

​Wenn du zu ihm auch so schnippisch bist wie hier wundert mich gar nichts mehr. Du treibst ihn nur weiter weg, je mehr du forderst und versuchst auf ihn einzuwirken. Ja, es geht hier auch um deine Ehe, aber im Moment kannst du nur zuschauen. Denn du kannst nichts erzwingen.

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4. November 2016 um 20:33
In Antwort auf fixundfertig2016

Ja du hast recht. Er ist für sein Leben verantwortlich. Aber nach 28 Jahren gehören unsere Leben zusammen. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Was passiert dann mit meinem Leben. Er erhält wahrscheinlich gerade die Anleitung dafür, sich von allem frei zu machen und ein komplett neues Leben zu führen. Ich muss zugeben, ich habe enorme Angst. Er wird so umgedreht sein wenn er wieder kommt. Eine tickende Zeitbombe. Wie ich ihn kenne, wird der geringste Auslöser dann tatsächlich ein Trennungsgrund sein. Aber ich kann doch dann nicht weiter einfach schlucken und mir alles gefallen lassen.

Gut. Ich fange an nervös zu werden. In 1 1/2 Stunden ist Ca. Die Uhrzeit, wo er sich meldet. Ich habe beschlossen, ihm ganz deutlich zu machen, das er es unterlassen soll mich anzurufen. Das mich das selbst runterzieht. Und heute Abend bekomme ich Besuch. Dann bin ich abgelenkt. Ich hoffe, ich schaffe das. 

Du schaffst das. Versuche es positiver zu sehen. Anscheinend hat die Beziehung euch beiden in letzter Zeit nicht gut getan. Wenn du für Änderungen offen bist, kann das auch eine neue Chance für euch sein. Es muss nicht immer auf Trennung hinauslaufen. Ihr könntet auch eine Paartherapie machen und da wird darauf geachtet normalerweise, dass es beiden besser geht.

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4. November 2016 um 23:30
In Antwort auf fixundfertig2016

Hallo,

ich bin bin völlig am Verzweifeln. Mein Mann ist seit 14 Tagen in Reha. Ich weiß, ich sollte Verständnis haben, aber er ist völlig umgekrempelt. Jeden Tag ruft er mich an und meistens endet unser Gespräch in einer Kränkung zu meinen Lasten. Und jeden Tag erzählt er mir, er will Abstand. Er sei schließlich dort, um sich zu erholen. Mich verletzt das sehr. Am Anfang hat er nur angedeutet, ob es denn schlimm wäre, wenn er mich ein paar Tage lang nicht anrufen würde. Die "Anderen" würden ihn auslachen. Oder die "Anderen" würden auf ihn warten. Zuerst sagte ich ihm, das es ihm in einem 24 Stunden Tag doch 2 Minuten möglich sein müsste, mich zu kontaktieren. Von mir aus auch per Whatsapp. Inzwischen habe ich mehrmals zurückgepoltert, er soll es sein lassen und den Kontakt abbrechen. Ich habe ihn bereits angefleht, mich erst dann wieder anzurufen, wenn er es wirklich aus vollem Herzen will und nicht aus Pflichtgefühl mir gegenüber. Inzwischen bettel ich täglich, das er es sein lässt und trotzdem ruft er wieder an um sich dann zu beschweren, das er Abstand braucht. Mich macht das so fertig. Ich hatte bereits einen Nervenzusammenbruch und hier leider keinen, der mich wieder aufbaut. Kann mir vielleicht jemand erklären, was mit ihm abgeht? Ich kann wirklich die Welt nicht mehr verstehen. Er ist wegen einem Bourn Out durch die Arbeit dorthin und hatte eine beschissene Kindheit. Mit uns als Paar hatte das eigentlich nichts zu tun. Sicherlich haben wir im Laufe unserer 28 jährige Ehe auch etliche Probleme bewältigt. Aber in dieser Situation fühl ich mich völlig überfordert. Ich würde ihn gern besuchen, aber auch das will er nicht.  was soll ich nur tun? Hat er vielleicht wirklich einen Kurschatten? Er kommt von sich aus darauf, mir ungefragt an den Kopf zu werfen, das er keine Affäre anfängt. Was hat das alles zu bedeuten? So war er noch nie. 

Bitte sagt mir Eure Meinung dazu. Reagiere ich über?

Liebe Grüße 

Liebe Fixundfertig,

wenn ich dich lese, dann habe ich auch das Gefühl, dass dich dieser Kuraufenthalt völlig verändert.

Hat diese Angst, dieses Entsetzen, das dich derzeit dermaßen aus den Bahn wirft, denn einen Namen ? Es geht ja nicht "nur" darum, was er will, sondern wie du das Ganze interpretierst und damit umgehst.

Ich lese hier sehr viel Verzweiflung und Panik heraus.

Warum ist das so ? Weißt du das ?

JT
 

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5. November 2016 um 1:13
In Antwort auf fixundfertig2016

Hallo,

ich bin bin völlig am Verzweifeln. Mein Mann ist seit 14 Tagen in Reha. Ich weiß, ich sollte Verständnis haben, aber er ist völlig umgekrempelt. Jeden Tag ruft er mich an und meistens endet unser Gespräch in einer Kränkung zu meinen Lasten. Und jeden Tag erzählt er mir, er will Abstand. Er sei schließlich dort, um sich zu erholen. Mich verletzt das sehr. Am Anfang hat er nur angedeutet, ob es denn schlimm wäre, wenn er mich ein paar Tage lang nicht anrufen würde. Die "Anderen" würden ihn auslachen. Oder die "Anderen" würden auf ihn warten. Zuerst sagte ich ihm, das es ihm in einem 24 Stunden Tag doch 2 Minuten möglich sein müsste, mich zu kontaktieren. Von mir aus auch per Whatsapp. Inzwischen habe ich mehrmals zurückgepoltert, er soll es sein lassen und den Kontakt abbrechen. Ich habe ihn bereits angefleht, mich erst dann wieder anzurufen, wenn er es wirklich aus vollem Herzen will und nicht aus Pflichtgefühl mir gegenüber. Inzwischen bettel ich täglich, das er es sein lässt und trotzdem ruft er wieder an um sich dann zu beschweren, das er Abstand braucht. Mich macht das so fertig. Ich hatte bereits einen Nervenzusammenbruch und hier leider keinen, der mich wieder aufbaut. Kann mir vielleicht jemand erklären, was mit ihm abgeht? Ich kann wirklich die Welt nicht mehr verstehen. Er ist wegen einem Bourn Out durch die Arbeit dorthin und hatte eine beschissene Kindheit. Mit uns als Paar hatte das eigentlich nichts zu tun. Sicherlich haben wir im Laufe unserer 28 jährige Ehe auch etliche Probleme bewältigt. Aber in dieser Situation fühl ich mich völlig überfordert. Ich würde ihn gern besuchen, aber auch das will er nicht.  was soll ich nur tun? Hat er vielleicht wirklich einen Kurschatten? Er kommt von sich aus darauf, mir ungefragt an den Kopf zu werfen, das er keine Affäre anfängt. Was hat das alles zu bedeuten? So war er noch nie. 

Bitte sagt mir Eure Meinung dazu. Reagiere ich über?

Liebe Grüße 

Eine Reha? Was ist das für eine Reha?


lib 

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5. November 2016 um 1:32
In Antwort auf joshuastree1

Liebe Fixundfertig,

wenn ich dich lese, dann habe ich auch das Gefühl, dass dich dieser Kuraufenthalt völlig verändert.

Hat diese Angst, dieses Entsetzen, das dich derzeit dermaßen aus den Bahn wirft, denn einen Namen ? Es geht ja nicht "nur" darum, was er will, sondern wie du das Ganze interpretierst und damit umgehst.

Ich lese hier sehr viel Verzweiflung und Panik heraus.

Warum ist das so ? Weißt du das ?

JT
 

Das wird jetzt ein sehr langer Text. Ich habe da so meine Hemmungen überhaupt zu schreiben, aber bevor ich hier noch mehr zurechtgewiesen werde, als zickig und egozentrisch rüberkomme, möchte ich jetzt erklären. 

Mein Mann hat mich schon das ein oder andere Mal hintergangen: er hat über Wochen und Monate heimlich mit anderen Frauen telefoniert und es verleugnet. Er hat diese Frauen heimlich besucht und Ihnen unser Erspartes geschenkt. Das hat einfach Narben bei mir hinterlassen. Und seit dem bin ich ihm gegenüber misstrauisch. Ja ich bin ehrlich, ich bin eifersüchtig geworden. Und nein, ich mache das nicht weil ich ein kontrollfreak bin, sondern einfach aus Angst.

Er ist seit Ca. 5 Jahren nicht mehr fähig zu arbeiten. Vielleicht hat er auch einfach keinen Bock mehr. Rechnungen hat er niemals geöffnet. Von einem miesen Kontostand lässt er sich die Laune nicht verderben, weil er sie sich nicht anschaut. Er schläft, guckt fern und telefoniert. Ich gehe arbeiten, und wenn ich abends müde bin, ist er auch noch sauer auf mich. 

Jetzt strebt er die Rente an. Und das will ich ihm jetzt wirklich nicht abstreiten, arbeiten gehen wird er nicht mehr können. Das schafft er wirklich nicht. Er hat massive Probleme durch sein Elternhaus. Jahrelang hat er in seine Herkunftsfamilie Geld gebuttert, und das bereits als Jugendlicher. Auch meins. Jetzt denke ich, er hat sich die Liebe seiner Mutter mit Geld kaufen müssen. Ich habe mit unseren Kindern immer zurückstecken müssen. Und das was ihn letztendlich komplett aus der Bahn geworfen hat, das seine ach so liebe Familie ihm den Rücken gekehrt hat, seit er sie nicht mehr finanziell unterhält. Sorry, aber mit nur einem Gehalt und einem recht geringen Bezug von ALG oder Krankengeld ging das nicht mehr. Seine Mutter redet seit über 4 Jahren nicht mehr mit ihm. Das sind die Gründe für seine Arbeitsunfähigkeit. Den bournout hat er schon vor einiger Zeit hinter sich gebracht, aber seine Vergangenheit muss er verarbeiten lernen. Ich habe in all den Jahren mit ihm gelitten, habe mit ihm teilweise unter der Armutsgrenze gelebt. Ich war auch oft sauer auf ihn. Zeitweise hatte ich kein Geld mehr, um das nächste Brot für unsere Kinder zu kaufen. Für ihn war das alles nicht einfach, allen gerecht zu werden. Das sehe ich ein. Er hat nie gelernt sich abzugrenzen.,

Nach außen wirkt er immer gut gelaunt, ist ein echter Charmeur, dummerweise flirtet er auch in meiner Anwesenheit. In meiner Gegenwart hat er schon andere geküsst oder sie am Hintern oder sonstwo getätschelt. 

Leider er hat er mich zu oft belogen. Und das hat Narben bei mir hinterlassen. Und ich habe ihn zu dieser Psychoreha gedrängt. Ich habe gehofft, das er sich öffnet und das es ihm dann besser geht, und nein, ich will nicht, das er das tut was ich will. Das einzige was ich noch möchte ist, das er glücklich wird. Und wenn es sein muss, dann auch ohne mich. 

Aber er ich will klare Verhältnisse. Ich habe ein Problem damit, sollte er mir wirklich fremd gehen, aber ich will nicht belogen werden. Also eigentlich weiß er das ich ihm einen Seitensprung nicht verbieten kann und werde. Aber ich möchte die Wahrheit, weil noch weiter würde ich mich nicht erniedrigen lassen. So und jetzt kommt da eine Reha, und glaubt mir, ich weiß wie es da abgeht, ich habe schon selbst eine hinter mir: bereits am dritten Tag sagt er mir, das er Abstand braucht. Und mich nicht mehr anrufen will.,und dann tut er es trotzdem täglich und macht mir täglich Vorwürfe. Und jeden Tag fordere ich ihn auf, mich dann halt nicht anzurufen, heute hat er es zum ersten Mal nicht getan. Laut seinem Behandlungsplan hatte er heute ganzen drei Anwenungen: Nordic walking, Aquagymnastik und Entspannungstherapie. Nicht eine einzige belastende Psycho Stunde. Um viertel vor zwölf heute Nacht ruft er dann doch an. Ich bin nicht rangegangen. Danach kam dann eine whatsapp: Heute war wieder sehr anstrengend, ich kann jetzt nicht schlafen. 

Wenn mein Mann nichts kann, aber schlafen kann er immer. Noch etwas: Mein Mann verpasst seit verdammten 25 Jahren kein einziges Wochenende ohne Saunabesuch, egal was sonst ist, und wenn die eigene Frau am Vortag ein Kind entbunden hat oder er selbst Fieber hat.  Am letzten Wochenende ist er nicht hingegangen, weil er "Kopfschmerzen" hatte. 

Ich weiss, das jetzt wieder einige mich angreifen werden. Aber ich habe das jetzt alles geschrieben, um nicht ganz so böse verurteilt zu werden. Meine Geschichte hat mich geprägt und ich habe es mir in den Kopf gesetzt: ich werde eine Gesprächstherapie anstreben, ich will nicht für immer zickig und egozentrisch wirken und eifersüchtig sein. Meinem Mann gefällt das auch nicht. 

So. Das tat jetzt gut. Vielleicht sollte ich Tagebuch schreiben. Ich merke, wie mir das Schreiben hilft. 

Gute Nacht

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5. November 2016 um 8:01

Und schon versuchst du mir meine Erfahrungen abzusprechen und nennst mich krank. Du versuchst zu manipulieren wo du nur kannst und machst dich damit total unglaubwürdig. Alter Schwätzer.

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5. November 2016 um 8:07
In Antwort auf fixundfertig2016

Das wird jetzt ein sehr langer Text. Ich habe da so meine Hemmungen überhaupt zu schreiben, aber bevor ich hier noch mehr zurechtgewiesen werde, als zickig und egozentrisch rüberkomme, möchte ich jetzt erklären. 

Mein Mann hat mich schon das ein oder andere Mal hintergangen: er hat über Wochen und Monate heimlich mit anderen Frauen telefoniert und es verleugnet. Er hat diese Frauen heimlich besucht und Ihnen unser Erspartes geschenkt. Das hat einfach Narben bei mir hinterlassen. Und seit dem bin ich ihm gegenüber misstrauisch. Ja ich bin ehrlich, ich bin eifersüchtig geworden. Und nein, ich mache das nicht weil ich ein kontrollfreak bin, sondern einfach aus Angst.

Er ist seit Ca. 5 Jahren nicht mehr fähig zu arbeiten. Vielleicht hat er auch einfach keinen Bock mehr. Rechnungen hat er niemals geöffnet. Von einem miesen Kontostand lässt er sich die Laune nicht verderben, weil er sie sich nicht anschaut. Er schläft, guckt fern und telefoniert. Ich gehe arbeiten, und wenn ich abends müde bin, ist er auch noch sauer auf mich. 

Jetzt strebt er die Rente an. Und das will ich ihm jetzt wirklich nicht abstreiten, arbeiten gehen wird er nicht mehr können. Das schafft er wirklich nicht. Er hat massive Probleme durch sein Elternhaus. Jahrelang hat er in seine Herkunftsfamilie Geld gebuttert, und das bereits als Jugendlicher. Auch meins. Jetzt denke ich, er hat sich die Liebe seiner Mutter mit Geld kaufen müssen. Ich habe mit unseren Kindern immer zurückstecken müssen. Und das was ihn letztendlich komplett aus der Bahn geworfen hat, das seine ach so liebe Familie ihm den Rücken gekehrt hat, seit er sie nicht mehr finanziell unterhält. Sorry, aber mit nur einem Gehalt und einem recht geringen Bezug von ALG oder Krankengeld ging das nicht mehr. Seine Mutter redet seit über 4 Jahren nicht mehr mit ihm. Das sind die Gründe für seine Arbeitsunfähigkeit. Den bournout hat er schon vor einiger Zeit hinter sich gebracht, aber seine Vergangenheit muss er verarbeiten lernen. Ich habe in all den Jahren mit ihm gelitten, habe mit ihm teilweise unter der Armutsgrenze gelebt. Ich war auch oft sauer auf ihn. Zeitweise hatte ich kein Geld mehr, um das nächste Brot für unsere Kinder zu kaufen. Für ihn war das alles nicht einfach, allen gerecht zu werden. Das sehe ich ein. Er hat nie gelernt sich abzugrenzen.,

Nach außen wirkt er immer gut gelaunt, ist ein echter Charmeur, dummerweise flirtet er auch in meiner Anwesenheit. In meiner Gegenwart hat er schon andere geküsst oder sie am Hintern oder sonstwo getätschelt. 

Leider er hat er mich zu oft belogen. Und das hat Narben bei mir hinterlassen. Und ich habe ihn zu dieser Psychoreha gedrängt. Ich habe gehofft, das er sich öffnet und das es ihm dann besser geht, und nein, ich will nicht, das er das tut was ich will. Das einzige was ich noch möchte ist, das er glücklich wird. Und wenn es sein muss, dann auch ohne mich. 

Aber er ich will klare Verhältnisse. Ich habe ein Problem damit, sollte er mir wirklich fremd gehen, aber ich will nicht belogen werden. Also eigentlich weiß er das ich ihm einen Seitensprung nicht verbieten kann und werde. Aber ich möchte die Wahrheit, weil noch weiter würde ich mich nicht erniedrigen lassen. So und jetzt kommt da eine Reha, und glaubt mir, ich weiß wie es da abgeht, ich habe schon selbst eine hinter mir: bereits am dritten Tag sagt er mir, das er Abstand braucht. Und mich nicht mehr anrufen will.,und dann tut er es trotzdem täglich und macht mir täglich Vorwürfe. Und jeden Tag fordere ich ihn auf, mich dann halt nicht anzurufen, heute hat er es zum ersten Mal nicht getan. Laut seinem Behandlungsplan hatte er heute ganzen drei Anwenungen: Nordic walking, Aquagymnastik und Entspannungstherapie. Nicht eine einzige belastende Psycho Stunde. Um viertel vor zwölf heute Nacht ruft er dann doch an. Ich bin nicht rangegangen. Danach kam dann eine whatsapp: Heute war wieder sehr anstrengend, ich kann jetzt nicht schlafen. 

Wenn mein Mann nichts kann, aber schlafen kann er immer. Noch etwas: Mein Mann verpasst seit verdammten 25 Jahren kein einziges Wochenende ohne Saunabesuch, egal was sonst ist, und wenn die eigene Frau am Vortag ein Kind entbunden hat oder er selbst Fieber hat.  Am letzten Wochenende ist er nicht hingegangen, weil er "Kopfschmerzen" hatte. 

Ich weiss, das jetzt wieder einige mich angreifen werden. Aber ich habe das jetzt alles geschrieben, um nicht ganz so böse verurteilt zu werden. Meine Geschichte hat mich geprägt und ich habe es mir in den Kopf gesetzt: ich werde eine Gesprächstherapie anstreben, ich will nicht für immer zickig und egozentrisch wirken und eifersüchtig sein. Meinem Mann gefällt das auch nicht. 

So. Das tat jetzt gut. Vielleicht sollte ich Tagebuch schreiben. Ich merke, wie mir das Schreiben hilft. 

Gute Nacht

Also ganz ehrlich, das klingt jetzt schon wieder ganz anders und du solltest echt die Zeit nutzen und dir darüber klar werden, was DU willst und ob du nicht ohne ihn besser fährst.

​Dieser Thread hier ist zeigt aber wunderbar das Problem eines solchen Forums auf: Du verfasst einen Beitrag, möchtest eine Einschätzung, erzählst aber zu Beginn nur einen Bruchteil dessen, was wirklich los ist. Das soll kein Vorwurf an dich sein, das passiert ganz häufig. ​Ich frage mich aber, wieso du mit so einem Früchtchen, das sogar in deiner Gegenwart mit anderen schäkert, noch zusammen bist? Wer sowas macht, dem fehlt jeglicher Respekt dem Partner gegenüber, mit sowas könnte ich nicht leben.

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5. November 2016 um 8:45

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5. November 2016 um 11:11

Ich denke noch immer, das es Liebe ist. Ich bin eigentlich schon ein recht selbstbewusster Mensch. Ich möchte ihn wirklich nicht verlieren. Ganz im Gegenteil, ich habe mir durch diese Reha erhofft, das er weicher und sensibler wird. Wie gesagt, nach außen spiegelt er immer den Taffen. Und keiner kennt ihn so gut wie ich. Innerlich ist er ein Wrack. Ich bin nun gestern Nacht nicht mehr als Telefon. Heute morgen hat er es wieder versucht. Auch da bin ich nicht rangegangen. Dann hat er es übers Haustelefon probiert, mein Sohn war grad in der Nähe und ist rangegangen. Ich habe mich schlafend gestellt. Mein Sohn soll mir ausrichten, das es ihm gut geht und ich mir keine Sorgen machen brauche. Hier im Forum wird mir ständig gesagt, ich soll ihn in Ruhe lassen und ihn nicht bedrängen, und das es seine Reha ist und nicht meine. Das Problem aber ist, das er immer wieder anruft. Er kann nicht mit, aber offensichtlich auch nicht ohne mich. Und ich halte diesen Zwiespalt nicht mehr aus. Ich habe schon mehr als einmal ernsthaft darüber nachgedacht einfach zu gehen. Aber wie das immer noch so häufig ist, man bleibt doch beieinander. Mein Motto war immer: Die Kunst ist es nicht einfach zu gehen, sondern es auszuhalten und zu verzeihen und vergeben. Aber es hat sich halt in den vergangenen Jahren einiges aufgestaut. Ich liebe ihn und ich weiß, das er mich auch liebt. Wir haben eine unterschiedliche Sichtweise, von Treue. Für mich ist es nunmal schon eine Untreue wenn er mit anderen flirtet und heimlich mit ihnen telefoniert. Lt. Seiner Aussage verheimlicht er mir das, weil ich ja sowieso nur eifersüchtig werde. Er begreift nicht, das er mich dadurch sehr verletzt. Für ihn tritt Untreue erst mit dem Geschlechtsverkehr ein, und er hat mir immer wieder geschworen, das es dazu noch nie gekommen ist.  

Es ist richtig erkannt, das ich bereits seit Jahren weiß, das er psychologische Hilfe benötigt. Aber er, der starke Mann, unser Familienoberhaupt, braucht so was nicht. Wie gesagt, ich habe mir erhofft, das er in dieser Reha seinen nach außen harten Kern verliert und seine weiche innere liebe Art nach Außen trägt. Zu den meisten anderen Menschen ist er auch lieb. Nur bei mir muss er immer den starken Präsentieren. 

Ich weiß nicht, was bei mir und in meiner Kindheit schief gelaufen ist. Ich versuche ja selbst eine Erklärung dafür zu finden. Ich bin noch auf der Suche. Ich habe auch schon einige Therapeuten kontaktiert, überall monatelange Wartelisten. Ich bräuchte halt jetzt akut Hilfe um zu wissen, wie ich jetzt mit dieser Sitation umgehen soll. Ihr sagt ich soll ihn in Ruhe lassen, aber er lässt mich nicht. Ich bin mir sicher, er wird es heute noch mehrmals versuchen mich anzurufen. Wenn ich mich partout verweigere, wird er Amok laufen. Das wäre vielleicht sogar ein Grund für ihn, seine Reha abzubrechen. Und das will ich nicht, ich will aber auch nicht ständig angefahren werden: ich muss mich konzentrieren und brauche Abstand. Es ist alles so verdammt Widersprüchlich. Leute, jetzt fange ich an, Euch ein Ohr abzukauen. Sorry, aber ich merke, wie mir das Schreiben gut tut. 

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5. November 2016 um 11:23
In Antwort auf fixundfertig2016

Ich denke noch immer, das es Liebe ist. Ich bin eigentlich schon ein recht selbstbewusster Mensch. Ich möchte ihn wirklich nicht verlieren. Ganz im Gegenteil, ich habe mir durch diese Reha erhofft, das er weicher und sensibler wird. Wie gesagt, nach außen spiegelt er immer den Taffen. Und keiner kennt ihn so gut wie ich. Innerlich ist er ein Wrack. Ich bin nun gestern Nacht nicht mehr als Telefon. Heute morgen hat er es wieder versucht. Auch da bin ich nicht rangegangen. Dann hat er es übers Haustelefon probiert, mein Sohn war grad in der Nähe und ist rangegangen. Ich habe mich schlafend gestellt. Mein Sohn soll mir ausrichten, das es ihm gut geht und ich mir keine Sorgen machen brauche. Hier im Forum wird mir ständig gesagt, ich soll ihn in Ruhe lassen und ihn nicht bedrängen, und das es seine Reha ist und nicht meine. Das Problem aber ist, das er immer wieder anruft. Er kann nicht mit, aber offensichtlich auch nicht ohne mich. Und ich halte diesen Zwiespalt nicht mehr aus. Ich habe schon mehr als einmal ernsthaft darüber nachgedacht einfach zu gehen. Aber wie das immer noch so häufig ist, man bleibt doch beieinander. Mein Motto war immer: Die Kunst ist es nicht einfach zu gehen, sondern es auszuhalten und zu verzeihen und vergeben. Aber es hat sich halt in den vergangenen Jahren einiges aufgestaut. Ich liebe ihn und ich weiß, das er mich auch liebt. Wir haben eine unterschiedliche Sichtweise, von Treue. Für mich ist es nunmal schon eine Untreue wenn er mit anderen flirtet und heimlich mit ihnen telefoniert. Lt. Seiner Aussage verheimlicht er mir das, weil ich ja sowieso nur eifersüchtig werde. Er begreift nicht, das er mich dadurch sehr verletzt. Für ihn tritt Untreue erst mit dem Geschlechtsverkehr ein, und er hat mir immer wieder geschworen, das es dazu noch nie gekommen ist.  

Es ist richtig erkannt, das ich bereits seit Jahren weiß, das er psychologische Hilfe benötigt. Aber er, der starke Mann, unser Familienoberhaupt, braucht so was nicht. Wie gesagt, ich habe mir erhofft, das er in dieser Reha seinen nach außen harten Kern verliert und seine weiche innere liebe Art nach Außen trägt. Zu den meisten anderen Menschen ist er auch lieb. Nur bei mir muss er immer den starken Präsentieren. 

Ich weiß nicht, was bei mir und in meiner Kindheit schief gelaufen ist. Ich versuche ja selbst eine Erklärung dafür zu finden. Ich bin noch auf der Suche. Ich habe auch schon einige Therapeuten kontaktiert, überall monatelange Wartelisten. Ich bräuchte halt jetzt akut Hilfe um zu wissen, wie ich jetzt mit dieser Sitation umgehen soll. Ihr sagt ich soll ihn in Ruhe lassen, aber er lässt mich nicht. Ich bin mir sicher, er wird es heute noch mehrmals versuchen mich anzurufen. Wenn ich mich partout verweigere, wird er Amok laufen. Das wäre vielleicht sogar ein Grund für ihn, seine Reha abzubrechen. Und das will ich nicht, ich will aber auch nicht ständig angefahren werden: ich muss mich konzentrieren und brauche Abstand. Es ist alles so verdammt Widersprüchlich. Leute, jetzt fange ich an, Euch ein Ohr abzukauen. Sorry, aber ich merke, wie mir das Schreiben gut tut. 

Das Schreiben tut dir deshalb gut, weil du dich bisher gedanklich wahrscheinlich immer im Kreis gedreht hast und jetzt weiter kommst, nachdem du deine Gedanken formuliert hast. Damit solltest du unbedingt weiter machen.

​Eine Reha wird deinen Mann aber nicht umkrempeln. Ich lese aus deinen Zeilen viele Dinge, in denen ihr einfach nicht zusammen passt. Dass man sich nicht einfach trennen sollte bei jedem kleinen Problemchen ist das eine, aber auf Gedeih und Verderb zusammen bleiben ist auch nicht das wahre. Manchmal muss man sich nun mal von Menschen trennen, die einem nicht gut tun. Du hast nur dieses eine Leben. Wie lange willst du noch darauf warten dass er zu dem Menschen wird, den du dir wünschst?

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5. November 2016 um 11:32
In Antwort auf fixundfertig2016

Das wird jetzt ein sehr langer Text. Ich habe da so meine Hemmungen überhaupt zu schreiben, aber bevor ich hier noch mehr zurechtgewiesen werde, als zickig und egozentrisch rüberkomme, möchte ich jetzt erklären. 

Mein Mann hat mich schon das ein oder andere Mal hintergangen: er hat über Wochen und Monate heimlich mit anderen Frauen telefoniert und es verleugnet. Er hat diese Frauen heimlich besucht und Ihnen unser Erspartes geschenkt. Das hat einfach Narben bei mir hinterlassen. Und seit dem bin ich ihm gegenüber misstrauisch. Ja ich bin ehrlich, ich bin eifersüchtig geworden. Und nein, ich mache das nicht weil ich ein kontrollfreak bin, sondern einfach aus Angst.

Er ist seit Ca. 5 Jahren nicht mehr fähig zu arbeiten. Vielleicht hat er auch einfach keinen Bock mehr. Rechnungen hat er niemals geöffnet. Von einem miesen Kontostand lässt er sich die Laune nicht verderben, weil er sie sich nicht anschaut. Er schläft, guckt fern und telefoniert. Ich gehe arbeiten, und wenn ich abends müde bin, ist er auch noch sauer auf mich. 

Jetzt strebt er die Rente an. Und das will ich ihm jetzt wirklich nicht abstreiten, arbeiten gehen wird er nicht mehr können. Das schafft er wirklich nicht. Er hat massive Probleme durch sein Elternhaus. Jahrelang hat er in seine Herkunftsfamilie Geld gebuttert, und das bereits als Jugendlicher. Auch meins. Jetzt denke ich, er hat sich die Liebe seiner Mutter mit Geld kaufen müssen. Ich habe mit unseren Kindern immer zurückstecken müssen. Und das was ihn letztendlich komplett aus der Bahn geworfen hat, das seine ach so liebe Familie ihm den Rücken gekehrt hat, seit er sie nicht mehr finanziell unterhält. Sorry, aber mit nur einem Gehalt und einem recht geringen Bezug von ALG oder Krankengeld ging das nicht mehr. Seine Mutter redet seit über 4 Jahren nicht mehr mit ihm. Das sind die Gründe für seine Arbeitsunfähigkeit. Den bournout hat er schon vor einiger Zeit hinter sich gebracht, aber seine Vergangenheit muss er verarbeiten lernen. Ich habe in all den Jahren mit ihm gelitten, habe mit ihm teilweise unter der Armutsgrenze gelebt. Ich war auch oft sauer auf ihn. Zeitweise hatte ich kein Geld mehr, um das nächste Brot für unsere Kinder zu kaufen. Für ihn war das alles nicht einfach, allen gerecht zu werden. Das sehe ich ein. Er hat nie gelernt sich abzugrenzen.,

Nach außen wirkt er immer gut gelaunt, ist ein echter Charmeur, dummerweise flirtet er auch in meiner Anwesenheit. In meiner Gegenwart hat er schon andere geküsst oder sie am Hintern oder sonstwo getätschelt. 

Leider er hat er mich zu oft belogen. Und das hat Narben bei mir hinterlassen. Und ich habe ihn zu dieser Psychoreha gedrängt. Ich habe gehofft, das er sich öffnet und das es ihm dann besser geht, und nein, ich will nicht, das er das tut was ich will. Das einzige was ich noch möchte ist, das er glücklich wird. Und wenn es sein muss, dann auch ohne mich. 

Aber er ich will klare Verhältnisse. Ich habe ein Problem damit, sollte er mir wirklich fremd gehen, aber ich will nicht belogen werden. Also eigentlich weiß er das ich ihm einen Seitensprung nicht verbieten kann und werde. Aber ich möchte die Wahrheit, weil noch weiter würde ich mich nicht erniedrigen lassen. So und jetzt kommt da eine Reha, und glaubt mir, ich weiß wie es da abgeht, ich habe schon selbst eine hinter mir: bereits am dritten Tag sagt er mir, das er Abstand braucht. Und mich nicht mehr anrufen will.,und dann tut er es trotzdem täglich und macht mir täglich Vorwürfe. Und jeden Tag fordere ich ihn auf, mich dann halt nicht anzurufen, heute hat er es zum ersten Mal nicht getan. Laut seinem Behandlungsplan hatte er heute ganzen drei Anwenungen: Nordic walking, Aquagymnastik und Entspannungstherapie. Nicht eine einzige belastende Psycho Stunde. Um viertel vor zwölf heute Nacht ruft er dann doch an. Ich bin nicht rangegangen. Danach kam dann eine whatsapp: Heute war wieder sehr anstrengend, ich kann jetzt nicht schlafen. 

Wenn mein Mann nichts kann, aber schlafen kann er immer. Noch etwas: Mein Mann verpasst seit verdammten 25 Jahren kein einziges Wochenende ohne Saunabesuch, egal was sonst ist, und wenn die eigene Frau am Vortag ein Kind entbunden hat oder er selbst Fieber hat.  Am letzten Wochenende ist er nicht hingegangen, weil er "Kopfschmerzen" hatte. 

Ich weiss, das jetzt wieder einige mich angreifen werden. Aber ich habe das jetzt alles geschrieben, um nicht ganz so böse verurteilt zu werden. Meine Geschichte hat mich geprägt und ich habe es mir in den Kopf gesetzt: ich werde eine Gesprächstherapie anstreben, ich will nicht für immer zickig und egozentrisch wirken und eifersüchtig sein. Meinem Mann gefällt das auch nicht. 

So. Das tat jetzt gut. Vielleicht sollte ich Tagebuch schreiben. Ich merke, wie mir das Schreiben hilft. 

Gute Nacht

Liebe Fixundfertig,

vielen Dank für die Schilderung des Lebens mit deinem Mann. Ich fände es gut, wenn du diesen Beitrag immer wieder durchliest und beobachest, wie sich deine Gefühle beim Durchlesen entwickeln.

Lass dir dafür Zeit, ein paar Tage. Da kommt der Kuraufenthalt wie gerufen. Nutze diese Auszeit von deinem Partner, mach was Konstruktives draus. Du kannst das. Werde dir deiner Abhängikeit von deinem Mann mal richtig bewusst und lege sie für ein paar Tage beiseite. Das ist aushaltbar. Wie ein kalter Entzug sozusagen. Und merke: egal was er in der Kur auch tut, du wirst es überleben. Dennoch liegt das Augenmerk nun auf dir, nicht auf ihm. Sieh´ es als Chance, endlich wieder mal ein paar eigenständige Schritte zu machen.

Dabei kannst du deine eigenen Verhaltensmuster und Reaktionen reflektieren. In welchen Bereichen hast du Verantwortung abgegeben - auch in Hinblick auf deine Kinder. Mir geht es hier um keine Schuldzuweisung, sondern darum, dass du mal den Fokus weg vom Partner lenkst und dich selbst ins Visier nimmst. Woher kommst du (Kindheit), wer bist du heute und wie siehst du deine Zukunft.

Ich glaube jedoch auch, dass du hier therapeutische Unterstützung benötigen wirst, um herauszufinden, was dich all die Jahre daran gehindert hat, ein gesundes Leben in einer gesunden Partnerschaft zu leben. Auch lese ich bei dir heraus, dass du dir sehr schwer damit tust, dich wieder selbst zu beruhigen. Deswegen finde ich es schon mal gut, dass du spürst, dass dir das Schreiben hier gut tut. Das finde ich aktuell ganz wichtig. Du wirst weitere Methoden finden, dich wieder zu beruhigen, zu trösten. Und hör auf dich rechtzufertigen, das brauchst du nicht. Was du vielmehr brauchst ist neue Kraft und Energiezufuhr, die aber nur dann richtig fließen wird können, wenn du dich der Wahrheit stellst. Und die kennst nur du !

Also, mach dich auf den Weg.

Alles Liebe und viel Kraft weiterhin
JT

 

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5. November 2016 um 11:43

Ich hoffe inzwischen nur zu sehr, das ihn die Reha nicht umkrempeln wird, ich will auch nicht, das er sich zu stark verändert. Ich möchte nur, das er sensibler auch für meine Gefühle wird und sich endgültig von den Menschen abgrenzt, die ihm wirklich nicht gut tun. Wir sind in einem Stadium der Ehe angelangt, wo wir aus den gröbsten Schwierigkeiten raus sind. Wir haben zwei wundervolle, inzwischen erwachsene Kinder, unser Haus wird in den nächsten Jahren abbezahlt sein. Bisher konnten wir aufgrund der vielen Probleme die von außen auf uns herabprasselten nicht wirklich leben. Jetzt, da er seiner Familie den Geldhahn abgedreht hat, geht es uns finanziell auch einigermaßen wieder besser. Und unser Plan war es eigentlich, jetzt endlich anzufangen bewusst und glücklich zu leben. Wir haben noch so vieles vor, reisen, Spaß haben Ausflüge gemeinsam unternehmen. Bisher konnten wir das nicht. Jetzt habe ich Angst, das sie meinen Mann so stark manipulieren, das alles den Bach runtergeht. Ich liebe ihn wirklich immer noch. 

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5. November 2016 um 11:46
In Antwort auf joshuastree1

Liebe Fixundfertig,

vielen Dank für die Schilderung des Lebens mit deinem Mann. Ich fände es gut, wenn du diesen Beitrag immer wieder durchliest und beobachest, wie sich deine Gefühle beim Durchlesen entwickeln.

Lass dir dafür Zeit, ein paar Tage. Da kommt der Kuraufenthalt wie gerufen. Nutze diese Auszeit von deinem Partner, mach was Konstruktives draus. Du kannst das. Werde dir deiner Abhängikeit von deinem Mann mal richtig bewusst und lege sie für ein paar Tage beiseite. Das ist aushaltbar. Wie ein kalter Entzug sozusagen. Und merke: egal was er in der Kur auch tut, du wirst es überleben. Dennoch liegt das Augenmerk nun auf dir, nicht auf ihm. Sieh´ es als Chance, endlich wieder mal ein paar eigenständige Schritte zu machen.

Dabei kannst du deine eigenen Verhaltensmuster und Reaktionen reflektieren. In welchen Bereichen hast du Verantwortung abgegeben - auch in Hinblick auf deine Kinder. Mir geht es hier um keine Schuldzuweisung, sondern darum, dass du mal den Fokus weg vom Partner lenkst und dich selbst ins Visier nimmst. Woher kommst du (Kindheit), wer bist du heute und wie siehst du deine Zukunft.

Ich glaube jedoch auch, dass du hier therapeutische Unterstützung benötigen wirst, um herauszufinden, was dich all die Jahre daran gehindert hat, ein gesundes Leben in einer gesunden Partnerschaft zu leben. Auch lese ich bei dir heraus, dass du dir sehr schwer damit tust, dich wieder selbst zu beruhigen. Deswegen finde ich es schon mal gut, dass du spürst, dass dir das Schreiben hier gut tut. Das finde ich aktuell ganz wichtig. Du wirst weitere Methoden finden, dich wieder zu beruhigen, zu trösten. Und hör auf dich rechtzufertigen, das brauchst du nicht. Was du vielmehr brauchst ist neue Kraft und Energiezufuhr, die aber nur dann richtig fließen wird können, wenn du dich der Wahrheit stellst. Und die kennst nur du !

Also, mach dich auf den Weg.

Alles Liebe und viel Kraft weiterhin
JT

 

Ich danke Dir wirklich aus vollem Herzen. Das sind die Worte, die gerade brauchte. 

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5. November 2016 um 12:28

Richtig. Für ihn ist es ein Tabu gewesen, sich professionelle Hilfe zu holen. 

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5. November 2016 um 12:37

Warum tust du das? Was um alles in der Welt hat Dich denn so verbittert? Ignorier mich einfach, wenn ich Dir nicht In den Kram passe und kümmer Dich um Dich selbst. Ich suche hier Hilfe und keine bösartigen Menschen, die mich fertig machen. Konstruktive Kritik bitte immer gerne. Aber nicht auf die Tor. Ende

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5. November 2016 um 12:39
In Antwort auf fixundfertig2016

Warum tust du das? Was um alles in der Welt hat Dich denn so verbittert? Ignorier mich einfach, wenn ich Dir nicht In den Kram passe und kümmer Dich um Dich selbst. Ich suche hier Hilfe und keine bösartigen Menschen, die mich fertig machen. Konstruktive Kritik bitte immer gerne. Aber nicht auf die Tor. Ende

Dieser Post ist für Pacjam gedacht

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5. November 2016 um 20:50

Ich find es echt traurig, wie man sich hier gegenseitig fertig macht. Was haben hier Querulanten bloß verloren. Foren sind doch dazu da, sich gegenseitig zu stützen und aufzubauen. Von mir aus auch, um sich neutrale Meinungen anzuhören. Aber warum muss man hier beleidigt werden? Ich würde sagen: das Leben ist so schon schwer genug. Die Leute die in Ihrem Privatleben nicht ausgelastet genug sind, sollten sich ein anderes Hobby suchen: vielleicht ein körperliches, draußen laufen oder mal ins Fitnesstudio um sich auszupowern, statt hier Forenteilnehmer fertig zu machen. Vergisst bitte nicht, das hinter jedem Nickname ein echter Mensch steckt.

Ich würde mich schon gerne weiter hier mitteilen. Es hilft mir und ich danke all denen, die eine ernste Antwort hier schreiben, auch wenn sie mir manchmal wehtut. Aber ich brauche Euren objektiven Rat. 

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5. November 2016 um 21:14
In Antwort auf fixundfertig2016

Ich find es echt traurig, wie man sich hier gegenseitig fertig macht. Was haben hier Querulanten bloß verloren. Foren sind doch dazu da, sich gegenseitig zu stützen und aufzubauen. Von mir aus auch, um sich neutrale Meinungen anzuhören. Aber warum muss man hier beleidigt werden? Ich würde sagen: das Leben ist so schon schwer genug. Die Leute die in Ihrem Privatleben nicht ausgelastet genug sind, sollten sich ein anderes Hobby suchen: vielleicht ein körperliches, draußen laufen oder mal ins Fitnesstudio um sich auszupowern, statt hier Forenteilnehmer fertig zu machen. Vergisst bitte nicht, das hinter jedem Nickname ein echter Mensch steckt.

Ich würde mich schon gerne weiter hier mitteilen. Es hilft mir und ich danke all denen, die eine ernste Antwort hier schreiben, auch wenn sie mir manchmal wehtut. Aber ich brauche Euren objektiven Rat. 

Auch wenn Pac oft sehr heftig in seiner Schreibe ist, finde ich es nicht gänzlich verkehrt, was er sagt...

Du schreibst, Dein Mann 'verbietet' Dir traurig zu sein... zeigt ihm diese Traurigkeit evtl die eigene Unzulänglichkeit auf... Fühlt er sich minderwertig, wenn er es nicht schafft, seine Frau glücklich zu machen - ebenso wie er seine Eltern nicht glücklich machen kann?

In dem Fall wäre es egal wie Du reagierst, weil Du seine Projektionsfläche bist... dann nimmt er sich so wahr, unabhängig davon wie Du ihn wahrnimmst.

weiter fällt mir auf, dass Du scheinbar sehr gut weißt, warum es ihm schlecht geht...

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oftmals sehr leicht von der Hand geht, ein x-beliebiges Ereignis als 'den Grund' zu betrachten... das ist dann 'Antwort' auf jegliche Befindlichkeit und vor allem schmeichelt es, sich selbst, die Beziehung und dem Umgang miteinander hinterfragen zu müssen...

Menschen werden gern blind für Missstände, wenn die schmeichelnde Ursache so 'auf der Hand liegt'...

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6. November 2016 um 10:06

Das hat nichts mit Gehirnwäsche zu tun, sondern viele Menschen fangen erst in einer solchen Therapie an darüber nachzudenken und in sich hinein zu fühlen, wer sie überhaupt sind. Und nicht selten kommen die Patienten zu dem Schluss, dass ihr Leben in eine Richtung gelaufen ist, die ihren nicht gut tut.

​Wieso sollten die Ärzte ein Interesse daran haben, Beziehungen zu zerstören? Aber es ist natürlich einfacher, jemand anderem die Schuld am Scheitern einer Beziehung zu geben als sich eingestehen, dass man vielleicht einfach mit dem falschen, nicht zu einem passenden Menschen zusammen war, wie hier im vorliegenden Fall.

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6. November 2016 um 10:49

Na du musst ja wissen, ob ich Ahnung habe oder nicht...

​Da du mir die schon absprichst, werd ich jetzt mal wie angeraten, die Fresse halten. Ich danke dir für deine erwachsene Antwort

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6. November 2016 um 14:53

Also ich habe einige Reha und Therapien hinter mir... ja auch ich habe während / nach den Therapien mit einigen gebrochen, aber hier handelte es sich immer um Beziehungen, die auch vor der Therapie schon 'kränkelten'... andere Beziehungen sind mir in dieser Zeit sehr viel bedeutsamer und fester geworden und ich habe nie erlebt, dass mir diese 'ausgeredet' oder madig gemacht werden sollten...

ich denke, das ist wie mit dem Fremdgehen. Niemand ist in der Lage sich zwischen zwei Menschen zu drängen, die in Liebe aufrichtig und eng miteinander verbunden sind... gelingt dies, war die Bindung auch nicht stark...

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6. November 2016 um 15:24

Du mußt es ja wissen... 

für mich selbst war ich auf einer Reha und auf 4 familienorientierte Rehas... die Ursache hierfür ist leider nicht abstellbar...

Da wünschte ich mir meine stinknormalen Depressionen zurück... daran kann man wenigstens arbeiten...

aber das hast Du in Deinem fundierten Post sicher alles berücksichtigt... Schwaller...

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6. November 2016 um 15:48

Ich brauche kein Mitleid... 

Zumindest habe ich für mich gelernt, mein Leben mit Erlebnissen zu füllen, die bereichern... eine weiter Kommunikarion mit Dir gehört eindeutig nicht dazu...

Wünsche Dir dennoch einen erholsamen Sonntag...

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6. November 2016 um 15:55

Ist Koma-Tinte, oder?

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6. November 2016 um 18:16

Aaahhh... nicht Tinte... Tine...

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6. November 2016 um 19:09

Danke, Vio... 

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6. November 2016 um 22:05

Ich war die letzten 2 Tage nicht mehr viel hier, ich hatte Besuch von meinen Kindern und war ganz gut abgelenkt. Was ist denn hier bloß los? Sorry ich habe diese Seite vor ein paar Tagen entdeckt und war sehr froh, hier zu schreiben. Aber warum wird denn hier soviel beleidigt? Ich verstehe das nicht. Geht das hier immer so ab?

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6. November 2016 um 22:17

Ich danke Dir für Deine Worte. Er ruft mich trotzdem täglich an. Ich reagiere Verständnisvoll und zeige ihm auch nicht, das ich traurig bin. Wir reden über dies und das. Er hat mir die letzten Tage auch keine Vorwürfe mehr gemacht. Ich hoffe das wird wieder. Er hat bereits eine Woche Verlängerung bewilligt bekommen. Das heißt, er wird noch 4 Wochen weg sein. Ich habe auch keine Forderungen mehr gestellt. Von besuchen hat er auch nicht mehr gesprochen und ich werde es nicht mehr aufs Tablett bringen. Ihr habt recht, ich werde die Zeit nutzen um mich um mich selbst zu kümmern. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu schauen, wie unser Leben danach aussehen wird. 

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6. November 2016 um 22:18

Das ist hart. Aber da ist wahrscheinlich auch was wahres dran. 

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7. November 2016 um 10:20

Er ist 56. und ja, wir gehen auch seit einiger Zeit gemeinsam in die Sauna. Das war jetzt auch nicht das Problem. Mein Problem war letztens, das er in der Reha am Wochenende die Sauna hast sausen lassen, wegen angeblicher Kopfschmerzen. Das war bei ihm noch nie ein Grund, um darauf zu verzichten. Also muss doch irgendetwas so extrem wichtig für ihn gewesen sein, das er es hat sausen lassen. Je mehr ich Abstand bekomme,  desto mehr wird mir gewusst, wieviel ich mir immer habe gefallen lassen. Ich vermisse ihn trotz allem so sehr. Was hat das nur zu bedeuten. Ich hab Herzklopfen, wenn ich nur an ihn denke. Wir sind doch schon emotional von einander abhängig. Der Unterschied unserer jetzigen Situation ist, das er im Moment so viele Menschen um sich rum hat, das er überhaupt nicht auf die Idee kommt, mich zu vermissen. Ich bin allein, und mache mir halt nebenher viel zu viele negative Gedanken. Und ja, er kann es nicht sein lassen, mich täglich zu kontaktieren. 

Gestern Abend nachdem die Kinder wieder ausgeflogen sind, hat er mir so extrem gefehlt, ich weiß kaum, wie ich die knappen 4 Wochen überstehen soll. Und trotz aller Ratschläge, ich würde mir so sehr wünschen, das er mich auffordert, ihn am kommenden Wochenende zu besuchen. Gestern sagte er mir, das es langweilig wäre, weil die " Anderen" alle anderweitig beschäftigt wären. Entweder sie haben Besuch oder sie sind nach Hause gefahren. Ich hätte am liebsten gesagt, das ich auch gerne bei ihm wäre, aber ich gab es unterdrückt. Ich will ihn nicht belasten. 

Und ich kann es auch nicht sein lassen ans Telefon zu gehen, wenn er anruft. Ich Scheibe doch seine Marionette zu sein. 

Ich habe mir vorgenommen, ab nächster Woche, wenn ich wieder arbeiten gehe, unser Schlafzimmer zu erneuern. Ich würde gern ein neues Bett kaufen, das Zimmer umstellen. Könnte ich sowas allein entscheiden? Ich hätte solche Lust dazu, bin aber am überlegen, ob es mir zusteht, das alleine zu entscheiden. 

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7. November 2016 um 11:12

So hab ich das noch nicht gesehen. Da steckt eine 28 jährige Ehe dahinter. Sollte ich dann einfach an mir arbeiten, mich selbst davon überzeugen mich von ihm zu lösen und gehen? Gibt es keine Möglichkeit an der Ehe zu arbeiten? 

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7. November 2016 um 11:34
In Antwort auf fixundfertig2016

So hab ich das noch nicht gesehen. Da steckt eine 28 jährige Ehe dahinter. Sollte ich dann einfach an mir arbeiten, mich selbst davon überzeugen mich von ihm zu lösen und gehen? Gibt es keine Möglichkeit an der Ehe zu arbeiten? 

Ich finde, dass man immer an einer Ehe oder Beziehung arbeiten kann und eine Krise immer auch eine Chance ist. Wenn man erkennt, was schief gelaufen ist, ist das erst mal ein Schock vielleicht, aber doch auch die Voraussetzung, dass sich etwas ändern kann. Ich finde, versuchen sollte man es auf jeden Fall, 28 Jahre einfach wegwerfen ist doch auch nicht die Lösung, bestimmt war doch nicht alles schlecht. Ich hoffe, dein Mann sieht das auch so.

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7. November 2016 um 16:16

Anders, die Gewohnheit, die in unserer Beziehung herrscht, vermisse ich kein bißchen. Die kann er gerne in seiner Reha lassen. Mir fehlt mehr der Mensch, mein Partner. 

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