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Ehemann hat kein Benehmen

5. März 2009 um 21:21

Mein lieber Herr Gemahl ist ein Ferkel. Vorsichtig formuliert. Und ein Pascha. Ein paar kleine Beispiele:
- Er schlingt und schlürft
- Er popelt als ginge es um sein Leben, ich würde es schon als krankhaft bezeichnen. Ich kann noch so oft darauf hinweisen, dass ich gerade erst gesaugt habe, der Finger ist kurze Zeit später wieder in der Nase auf der Suche.
- Er rülpst laut und ist stolz drauf
- Jeder seiner Toilettengänge wird kommentiert, also, ihr wisst schon, großes Geschäft... Jedes Detail wird kundgetan, stolz, versteht sich
- Er lässt alles stehen und liegen ("Hier ist es doch aufgeräumt")
- Er packt die gebügelte Wäsche nicht in den Kleiderschrank, sondern vom Bett, neben das Bett, wo sie dann teilweise wochenlang liegenbleibt und dadurch natürlich nicht glatter wird (ich komme an seine Schrankfächer nicht dran, sonst würde ich sie einräumen)
- Wir würden an leeren Klorollendingern im Bad ersticken, würde ich sie nicht wegschmeißen. Er lässt sie einfach hängen und fängt eine neue Rolle an, die dann irgendwo daneben steht.
- Wir haben eine neue Garderobe, aber er schmeißt seine Jacke über das Gästebett, obwohl er sich für die Garderobe nur umdrehen müsste
- Er packt seine schmutzige Wäsche AUF den Wäschekorb, nicht IN den Wäschekorb (ich habe ihm schonmal nen ollen getragenen Schlüpper von ihm in sein Kopfkissen gelegt in der Hoffnung, dass er mal die Kurve kriegt, aber er hat sich nur gefreut über meine tolle Idee und über den guten Schlaf, tse)
- Er sortiert abgelaufene Lebensmittel aus dem Kühlschrank und stellt sie daneben, ekelt sich aber davor, sie wegzuschmeißen.
- Er ist nicht in der Lage, sich für etwas zu bedanken. Nicht mal bei seiner eigenen Verwandtschaft.

Ein kleiner Auszug aus dem Alltag mit einem Ferkel. Ich wette, ich habe noch etliches vergessen. Das Putzige ist, dass er beruflich ziemlich gut dasteht, aber zu Hause die ... rauslässt. Das würde keiner glauben, der beruflich mit ihm zu tun hat. Mir fehlt etwas der Respekt seinerseits vor meiner Arbeit. Wir verstehen uns ziemlich gut und ich liebe ihn nach wie vor, aber mir geht das schon ziemlich auf den Zünder. Wir sind seit einem knappen Jahr verheiratet und ich glaube, ich muss mir keine große Hoffnung machen, dass ich ihn groß verändern werde.
Erzählt doch mal, ob ihr sowas auch kennt.

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5. März 2009 um 21:57

@feeelix
Kicher, in der Tat, du bist abgeschweift. Aber zeig den Kommentar mal deiner Freundin, ist eine schöne Liebeserklärung.
Und ich gebe dir Recht, Frauen sind ein Rätsel, auch wenn ich persönlich es nicht so witzig finden würde, wenn meine beste Freundin auf meinen Mann stehen würde. Ich weiß auch so, dass mein Mann ein heißer Feger ist (darf man sowas überhaupt über einen Mann sagen oder ist dieser Ausdruck ausschließlich für Frauen vorbehalten?).
Und das mit dem Schrankeinräumen ist leider keine Ausrede, es sei denn, ich will das Risiko eingehen, mir den Hals zu brechen und das habe ich schon jeden Tag bei uns im Keller, den mein Mann nicht aufräumen will (jaja, ich weiß, bis zu einem gewissen Teil kann ich das auch machen).
Zum Thema Arbeitsteilung: Da würde mein Herr Gemahl aber man ganz schön alt aussehen, wenn ich darauf bestehen würde. Denn alles, was er mal im Haushalt macht, ist mal durchsaugen oder den Geschirrspüler ausräumen. Die ganzen zeitfressenden Sachen wir Fenster putzen, wischen, waschen, bügeln und vor allem die ekligen Sachen, sprich: Bad putzen, bleiben ja an mir hängen und ich hatte bis vor kurzem ebenfalls einen Vollzeitjob (bin jetzt in Elternzeit). Und hatte noch einiges an Fahrzeit. Nee nee, der kann sich nicht beklagen. ich höre auch immer öfter, dass in anderen Beziehungen die Männer ihre Hemden selber bügeln müssen. Da guckt er dann immer ganz betreten zur Seite.

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5. März 2009 um 22:07

Naja
ich will ja auch keinen mit Putzfimmel, aber ich finde, man kann es sich doch einfacher machen, indem man Sachen gleich wegräumt. Dann hat man doch mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Ich bin grundsätzlich gerne bereit, zu putzen und die ganzen klassischen "Hausfrauendinge" zu machen, bin da auch eher konservativ eingestellt, aber es wäre halt schön, wenn er mir die Arbeit erleichtern würde. Zum Beispiel breche ich mir fast den Hals, um zur Waschmaschine durchzukommen, weil dort Tische und Fahrräder im Weg stehen.
Aber es beruhigt mich ja schon, dass du auch so ein Exemplar hast. Stellt der das schmutzige Geschirr auch immer AUF die Spülmaschine? Das ist echt eine witzige Eigenschaft von Männern.

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5. März 2009 um 22:21

Habe mich selber schon seit längerem als alleinerziehende Mutter betitelt
jetzt auch von zwei Kindern, das "Schwesterchen" ist nämlich da, sprich: wir haben ein gemeinsames Kind, dem er sofort das Popeln beibringen wollte.
Mein Mann ist in der Tat ein witziger Geselle und ich sehe es insofern positiv, als dass er seine "Errungenschaften" nicht auffuttert, so einen Freak hatte ich nämlich vorher. Mein Gott, ist das eklig!!!
Kicher, wir sollten eine neue Diskussion aufmachen, ob Frauen auch so abartige Angewohnheiten haben.

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5. März 2009 um 22:24

Das ist allerdings auch ein Problem
was ich sehe, denn die kleinen Blagen machen ja alles nach. Ich erinnere ihn gerne an seine Vorbildfunktion. Noch schnallt die Kleine nicht, was ihr Papa da macht, aber ich sehe es kommen, dass die Lütte im Beisein von seinen Arbeitskollegen sagt "Mein Papa popelt auch immer" (So geschehen bei meinem Bruder und seiner Tochter, hehe). Okay, das wäre sein Problem, halt ein peinlicher Moment. Aber wenn die Kleine dann auch irgendwann nichts wegräumt "macht Papa ja auch nie", dann sehe ich darin schon ein Problem. Wie gesagt, ist noch lange nicht soweit, aber ich mache mir halt so meine Gedanken.

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5. März 2009 um 22:27

Jipp.
da haste ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Seht zu, dass ihr aus der Fernbeziehung eine "Nahbeziehung" macht, ist doch viel schöner, gerade wenn Kiddies im Spiel sind.
So, jetzt mache ich aber auch Feierabend, hab den ganzen Abend auf dem Sofa gesessen, das ist vielleicht anstrengend, ächz.

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