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Ehemann einer Freundin verstorben - was muss man nun machen?

20. Oktober 2017 um 20:50

Ihr Lieben 

bestimmt kennen einige von euch sich mit diesem traurigen Thema aus. Der Ehemann einer Freundin ist eben gerade gestorben und sie ist nun in einem Zustand, in dem sie das alles noch gar nicht so recht begreift. Ich möchte ihr gerne zur Seite stehen und wissen, was sie jetzt alles machen muss.

Daten:
sie sind verheiratet
haben 2 Kinder (beide 13 Jahre alt)
leben in einer Mietwohnung
er hat vollzeit gearbeitet, sie arbeitet teilzeit.
er ist im Ausland im Urlaub verstorben und muss nun nach Hause rückgefúhrt werden 
er war im Krankenhaus, somit ist wg Todesursache alles geklärt 

Fragen:
Was steht jetzt an für die Beerdigung? 
Wie macht man die Rückführung?
Welche Ämter muss sie ansteuern?
Wie sieht es mit Witwenrente,  Halbwaisenrente etc. aus?
Was macht die Krankenkasse jetzt noch für sie (oder ihn, also den verstorbenen)?

so, mehr fällt mir jetzt gerade spontan nicht ein. Wir haben eben gerade gesprochen und sie ist so unsicher bei allem und weiss nichts und fühlt sich gerade wie in einer Wattewelt. Dazu fährt sie jetzt gerade im Auto vom benachbarten Ausland nach Hause zurück (keiner hat sie davon abgehalten, jetzt 6 Stunden Auto zu fahren !!!). 


Danke für gute Ratschläge.

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20. Oktober 2017 um 21:15

danke.
ja es ist so schrecklihc und ich merke, dass ich mich mit diesem Orgakram gerne ablenke und sie mag es wohl auch, da sie ersteinmal das alles erfassen muss...

der link ist super. und kimya suche ihc mal und schreibe sie dann an. 

danke.

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20. Oktober 2017 um 21:21

ich weiss gar nicht, wie ich hier einen User finden kann ... wie kann ich mit kimya in  Kontakt kommen? 

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20. Oktober 2017 um 21:48

super danke !!!

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20. Oktober 2017 um 21:58

danke
oh man die arme. zwei kinder, die grosse Liebe - das ist so ein tolles Paar! 
ich bin mir gerade unsicher, ob ich zu ihr fahren soll. ich wohne etwas weiter entfernt und gucke mir gerade Flüge raus, denn ich denke, dass sie Unterstützung brauchen kann, die nicht aus der eigenen Familie (Mutter, Bruder, Schwiegermutter ....) kommt. Ich warte noch auf eine Nachricht, dass sie mir sagt, dass es ok ist. Ich will ja nicht proaktiv-übergriffig sein. 
ach es ist so grässlich. so vollkommen unwirklich.....  

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20. Oktober 2017 um 22:35

Er hatte ein Anorisma. Letzte Woche hatte er Kopfschmerzen und der Arzt meinte nur, dass er Ruhe brauchte. Diese Woche war er mit den Kindern und seiner Mutter im Urlaub, meine Freundin musste arbeiten. Und vorgestern ging es im schlecht, gestern hatter er einen Krampfanfall kam ins Krankenhaus, wurde operiert und ist heute gestorben. So richtig unerwartet und mitten aus dem Leben heraus. Er war gerade mal 44 Jahre alt. 

Meine Freundin war gestern bei ihm, hat ihm die Nacht üebr noch die Hand halten können, aber sie hat ihn nicht mehr bei Bewusstsein gesehen. 

Ich habe jetzt mich jetzt mal überall im Netz schlau gemacht - Rückführung aus dem Ausland, Witwenrente, Halbwaisen, Beerdigung, Kosten, Versicherungen, etc. .... man da kommt so viel zusammen. Nicht nur dass der Mann weg ist, tot ist, nie wieder kommt, da ist so unglaublich viel zu tun.

Ich will nun nicht übergriffig und zu proaktiv sein. Das kann auch ganz schlecht sein. Da wo meine Freundin wohnt, hat sie auch ihre eigene Mutter, die selber vor ein paar Jahren Witwe wurde. Auch ihr Bruder wohnt dort und sie hat viele Freunde auch noch aus der Schulzeit dort - sie ist ja nie aus unserer Heimatstadt weggegangen. Ich selber lebe über 1000km entfernt. Da kann das schon schnell negativ aufgefasst werden, wenn man da einfach vorbeit kommt... ich bin hihn und hergerissen, zwischen morgen zu ihr fahren oder erst nächstes Wochenende .... 


 

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20. Oktober 2017 um 22:41

danke. ich habe schon mal eines angeschrieben.....


 

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20. Oktober 2017 um 23:19

ich werde morgen zu ihr fahren und bis einschliesslich Montag bleiben (habe mir den Tag jetzt mal so freigenommen, mal schauen, was mein neuer Chef dazu sagt). 
Meine Freundin schien doch sehr erleichert ob meines Aktivismus zu sein.... und während wir telefonierten habe ich ihm hintergrund ihre beiden Mädchen heulen gehört. Puh. 

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21. Oktober 2017 um 0:57

danke. ja, das werde ich versuchen. 

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21. Oktober 2017 um 7:58

Was halt wirklich das Wichtigste ist als Außenstehende ist die leibliche Versorgung. So wie ich solche Fälle kenne ist es das Praktischste, wenn du sie in Ruhe lässt - außer sie kommen auf dich zu - und ihnen einfach alles Alltägliche abnehmen kannst.
Die größte Hilfe wird es sein, wenn du kochst (am besten auch Snacks vorbereitest, die sie sich einfach so nehmen können, wenn sie keinen Appetit zu den Hauptmahlzeiten haben), einkaufen gehst und putzt.
Am besten auch gezielt nachfragen, ob sie über ihre Gefühle reden oder Ablenkung wollen. Da ist man oft in einem Gefühlschaos und fühlt sich schuldig wenn man dann doch mal durchatmen und einfach etwas Lustiges machen will. Am besten suchst du ein paar Filme, die sicher keinen Todesfall oder sonstwas Tragisches beinhalten, die kannst du ihnen bei Bedarf dann vorschlagen.

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24. Oktober 2017 um 10:46

Also in den letzten drei Tagen habe mich zur Expertin entwickelt und sogar übers Wochenende viel organisiert bekommen um den ersten Schwung des Berges an Aufgaben nehmen zu können.

Beerdigungsinstitut, Rückführung, Friedhof, Form der Bestattung, Blumen, Beisammensein hinterher, wen wie informieren, Auto, Motorrad, Krankmeldung meiner Freundin, Information an Arbeitgeber des Verstorbenen, Psychologe für die Kinder läuft auch ...

also es ist tatsächlich sehr gut, zu funktionieren. Am ersten Tag, am Samstag, wollte meine Freundin noch nichteinmal in die Nähe meines Notizblockes kommen, hat aber zugehört und ihre Meinung gesagt als es um die verschiedenen Punkte ging, die beachtet und erledigt werden müssen. Sonntag haben wir dann einen Ausflug zum Friedhof, den sie sich ausgesucht hat, gemacht und es war ein schöner Waldspaziergang mti einer anderen Freundin, die dort ihre Eltern begraben hat. Wir haben dann noch Blumen und die Kapelle und das erste Cafe angeschaut. Das war alles in allem ein guter Tag.

Und Montag beim Frühstück, hat sie alles was irgendwie an Orga-Kram erinnert vom Frühstückstisch und aus dem Blickfeld verbannt. Als ich dann anmerkte, dass es ja ja schon fast Mittag wäre und es gut wäre, seinen Arbeitgeber zu informieren, einen Termin bei ihrem Artz wg Krankschreibung zu holen, mit weiteren Ämtern zu telefonieren, da machte es klick bei ihr und plötzlich hat sie selber telefoniert (vorher musste ich das immer ich machen) und hat selber in den Notizblock geschrieben und ab da ging es. Das wichtigste war das gute Telefongespräch mit dem Bestatter. Ganz toll. Danach waren wir dann noch spazieren und dann musste ich los und nach Hause fliegen und sie alleine lassen. Die Kinder waren die ganze Zeit bei Oma und Onkel und gut abgelenkt. Aber wir hatten das Gefühl, dass es ging. Sie war sicher. Unendlich traurig aber nun sicher und wusste, was kommt.

Aber an essen oder so war die ganze Zeit nicht zu denken. Beisammensein und sie ab und an aus ihren Heulanfällen rausholen, das war wichtig. Sie konnte auch wieder scherzen und lachen. Also alles in allem normal. Dass das Schwierige noch kommt (Weihnachten, Silvester, Geburtstage....) auch wenn der ganze Stress vorbei ist und das tiefe Loch kommt, als das wird nochmal hart.

Aber das Leben funktioniert wieder. Erstaunlich, aber das Leben geht tatsächlich weiter.

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24. Oktober 2017 um 9:58
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