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Ehemann - Ehefrau - Geliebte

8. Februar 2015 um 11:35 Letzte Antwort: 13. Februar 2015 um 15:56


Ich lese seit einigen Tagen diverse Forenbeiträge zum Thema Geliebte und finde es krass, wie allein och mit meiner Einstellung offensichtlich stehe.

Bisher kannte ich nur die Perspektive der (betrogenen) Ehefrau aus eigener Anschauung. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, die Frau(en), mit der/denen mein Mann fremdgegangen war, zu beschuldigen. Nicht mal im Ansatz. Wie käme ich auch dazu, ihnen die Verantwortung für mein Leben, meine Ehe etc. zu geben. Und ja, mein Mann ist zu mir zurückgekrochen gekommen. Aber ich wollte ihn nicht mehr. Die Ehe war schon vor den Affären nicht ok. Sie haben ihr den letzten Rest gegeben. Und es war auch gut so. Jetzt sind die Fronten zwischen uns klar und ich - allein mit meinem Kind, das den Vater natürlich sehen darf - viel glücklicher als zuvor.

Eine Beziehung mit Zusammenwohnen etc. kommt für mich nicht mehr in Frage.

Nun ist es so, dass ich vor einigen Monaten einem Mann begegnet bin, den ich sehr anziehend finde. Er ist deutlich älter als ich, erfolgreich, attraktiv. Wir haben beruflich miteinander zu tun, wobei nicht in der gleichen Firma. Es besteht kein Abhängigkeitsverhältnis. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder (8-14 Jahre). Seine Frau ist ca. 10 Jahre älter als ich und m.E. nicht (mehr?) attraktiv. Er sucht meine Nähe, flirtet, wird aber nicht offensiv. Ich nehme an, dass ich nun am Zug bin.

Falls er eine Affäre mit mir wünscht, wäre ich die letzte, die was dagegen hätte. Ich will ihn nicht "für mich gewinnen", nicht mit ihm zusammen leben, ihn nicht heiraten. Und es ist mir auch nicht wichtig, ob er bei seiner Frau bleibt oder nicht. (Dass seine Kinder für ihn das Grösste sind ist klar!)

Ich finde ihn anziehend, er mich (höchstwahrscheinlich) auch. Ich hätte mit ihm gern tollen Sex, frei von irgendwelchen Ansprüchen oder Alltagsstreitereien.

Und nun frage ich mich: Was soll daran so schlimm und verwerflich sein? Ja, falls die Ehefrau dahinter kommt, wäre es für sie nicht schön. Aber welcher Ehemann, der mit seinem Sexleben zufrieden ist, macht sich schon an andere Frauen heran?

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8. Februar 2015 um 11:55

...

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8. Februar 2015 um 11:56

Schuld
Hallo cefeu,

Betrug - sicher. Aber würde ich betrügen?


Was die "Schuld der Ehefrau" angeht - nein, ich denke überhaupt nicht, dass sie allein schuld ist. Genauer gesagt, ist Schuld hier eh nicht der richtige Begriff. Es passiert halt bisweien, dass das Feuer aus ist. Sie muss auch gar nichts schweigend akzeptieren. Es ist die Sache ihres Ehemanns ob er ihr was erzählt und ihre Sache, was sie damit macht.

Gut, mag sein, dass es verschiedene Gründe zum Fremdgehen gibt. Allerdings ändert das nichts.

Was da zwischen uns läuft, laufen wird oder auch nicht, ist hier zweitrangig. Mir gehts eher ims Prinzip, dass so viele einer "wildfremden" Frau Verantwortung für eine fremde Ehe zuschiebt und ihr Betrug unterstellt, obwohl sie der Ehefrau keine Treue geschworen hat.

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8. Februar 2015 um 11:58

Mein Kind
Ist noch zu klein, um solche Fragen zu stellen. Es interessiert sich nicht für Ewachsene, mit denen ich zu tun habe.
Der Papa dürfte es übrigens durchaus wissen.

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8. Februar 2015 um 12:02
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...

Oh.
die drei " "s beziehen sich auf cefeus kommentar. just to be mentioned.

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8. Februar 2015 um 12:03

Genau
so sehe ich das. Scheint aber so gar nicht "political correct" zu sein

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8. Februar 2015 um 12:11
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Genau
so sehe ich das. Scheint aber so gar nicht "political correct" zu sein

"MORAL wechselt ständig"?
klare ansage. wer verändert denn "die Moral"? Die Medien? Hochglanzmagazine? Die Meinung der Nachbarn?
Die Wahrheit lässt sich eben dehnen, bis sie quietscht. Und das Leben ist ein Ponyhof.
Muss schön sein, so zu leben: frei von jeglicher Eigenverantwortung und Rücksicht. Persilschein dafür, jedem Menschen nach Belieben mit dem Ar*** ins Gesicht zu fahren.
Sorry für die Wortwahl. Aber ich hasse es, wenn die Welt von derartigen Egoisten als Selbstbedienungsladen betrachtet wird.

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8. Februar 2015 um 12:12

Verantwortung

Wie gesagt, ich habe ihr keine Treue geschworen. Und so gesehen: Würdest du auch Prostitution zum Schutze der Ehe verbieten?

Die grosse Solidarität unter den Frauen ist eine putzige Utopie. Stell dir vor, wir wären jetzt zwei Männer und würden uns darüber unterhalten. Unvorstellbar, oder?

Ich will mich nicht aus meiner Verantwortung stehlen. Ich trage Verantwortung für mein Kind, in meiem Job etc. Aber für Ehen anderer Leute fühle ich mich 0 verantwortlich. Das ist ja auch melne Frage. Warum sollte ich das tun?

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8. Februar 2015 um 12:17
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"MORAL wechselt ständig"?
klare ansage. wer verändert denn "die Moral"? Die Medien? Hochglanzmagazine? Die Meinung der Nachbarn?
Die Wahrheit lässt sich eben dehnen, bis sie quietscht. Und das Leben ist ein Ponyhof.
Muss schön sein, so zu leben: frei von jeglicher Eigenverantwortung und Rücksicht. Persilschein dafür, jedem Menschen nach Belieben mit dem Ar*** ins Gesicht zu fahren.
Sorry für die Wortwahl. Aber ich hasse es, wenn die Welt von derartigen Egoisten als Selbstbedienungsladen betrachtet wird.

Definitionen
Moral = persönliche Wertvorstellungen, die tatsächlich einem Wandel unterliegen

Ethik = die Lehre vom guten Leben, wobei alle Aspekte einer Diskussion unterliegen

Jeder hat seine eigene Moral, die auch kulturell und religiös geprägt ist. Keiner hat das Recht, sie anderen aufzudrücken.

Was man aber darf und soll, ist ehtische Aspekte zu diskutieren und davei z. B. argumentativ zu belegen, warum die Geliebte unethisch handelt.

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8. Februar 2015 um 12:19

Zustimmung
Ich bin deiner Meinung. War nur erstaunt, wie viele Geliebten (seltenst Liebhabern!) Unmoral unterstellen.

Mit meinem Gewissen ist alles bestens

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8. Februar 2015 um 12:20
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Definitionen
Moral = persönliche Wertvorstellungen, die tatsächlich einem Wandel unterliegen

Ethik = die Lehre vom guten Leben, wobei alle Aspekte einer Diskussion unterliegen

Jeder hat seine eigene Moral, die auch kulturell und religiös geprägt ist. Keiner hat das Recht, sie anderen aufzudrücken.

Was man aber darf und soll, ist ehtische Aspekte zu diskutieren und davei z. B. argumentativ zu belegen, warum die Geliebte unethisch handelt.

Schon klar.
danke für die definition. ich geh jetzt mal zum kühlschrank und sich mir aus, auf welche "moral" ich heute gerade bock habe.

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8. Februar 2015 um 12:20

Ich
möchte eure Argumente verstehen. Ich bin ja auch als Ehefrau betrogen worden, hatte aber nicht das geringste Problem mit der Affäre.

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8. Februar 2015 um 12:25
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Schon klar.
danke für die definition. ich geh jetzt mal zum kühlschrank und sich mir aus, auf welche "moral" ich heute gerade bock habe.

Lies doch einfach nach
Und nein, die Moral sucht man sich nicht so einfach aus. Sie ist geprägt durch deine Herkunft, Religion, Erfahrung ... Einfaches Bespiel - du als (vermutlich) Deutsche hast eine andere Moral als jemand aus Saudi-Arabien oder aus dem Kongo.

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8. Februar 2015 um 12:28

Ja
Das Berufliche ist etwas heikel. Es besteht aber nur eine indirekte Verbindung. Er ist nicht mein Chef

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8. Februar 2015 um 12:33

"Eure" war schlecht formuliert
Ich meine diejenigen der, die der Geliebten die Schuld/Mitschuld geben.

Der Betrug meines Mannes war mir sicher nicht egal. Im Gegenteil. Aber alle diesbzüglichen Schuldzuweisungen gingen an ihn (wobei klar ist, dass ich und überhaupt das Schicksal da eine Rolle gespielt haben) und sicher nicht an die anderen Frauen.

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8. Februar 2015 um 12:35
In Antwort auf

Lies doch einfach nach
Und nein, die Moral sucht man sich nicht so einfach aus. Sie ist geprägt durch deine Herkunft, Religion, Erfahrung ... Einfaches Bespiel - du als (vermutlich) Deutsche hast eine andere Moral als jemand aus Saudi-Arabien oder aus dem Kongo.

Hier wird es aber so dargestellt,
als wäre moral ein stimmungsabhängiger parameter.
es gibt - natürlich kulturell geprägte - moralische prinzipien, die ein leben lang währen und über generationen gelten. ich finde es schlichtweg gefährlich, moral als dynamische größe zu betrachten, die mit der zeit geht. krassestes beispiel für eine "veränderliche moral" war der kollektive sinneswandel um 1938 in europa und anderen teilen der welt. deswegen finde ich das beliebige jonglieren mit prinzipien schwach und ziemlich explosiv. ersetze "unmoral" doch einfach durch "egoismus", dann rückt sich die diskussion wieder gerade.

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8. Februar 2015 um 12:36
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"Eure" war schlecht formuliert
Ich meine diejenigen der, die der Geliebten die Schuld/Mitschuld geben.

Der Betrug meines Mannes war mir sicher nicht egal. Im Gegenteil. Aber alle diesbzüglichen Schuldzuweisungen gingen an ihn (wobei klar ist, dass ich und überhaupt das Schicksal da eine Rolle gespielt haben) und sicher nicht an die anderen Frauen.

Und wem man die Schuld
gibt, hat mit Gefühlen wenig zu tun. Im Affekt vielleicht. Aber wenn man die Sache durchdenkt und dabei bleibt, dass die andere Frau/der andere Mann eine (Mit-)Schuld hat ...

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8. Februar 2015 um 12:40

Schwebezustände
Bei einer Ehe, die schon länger anhält, wo Kinder und finanzielle Verflechtungen sind, gemeinsame Freunde ... kann man sich oft nicht so leicht lösen, weil der Sex nicht stimmt. Das wird wohl der Hauptgrund sein.

Und mit der Ehefrau offen zu sprechen - ja, kann gut sein oder auch noch demütigender. Mich hats verletzt, dass mein Mann seinen "Betrug" nicht mal wirklich verschleiert hat. Daran habe ich gesehen, dass ihm an mir wirklich nichts liegt und dass er kein Interesse daran hat, mich zu schonen.

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8. Februar 2015 um 12:43

Neben der moralfrage
unterschätzt du eine wichtige sache, nämlich die auswirkungen, die regelmässiger guter sex mit einem menschen hat.
da werden biochemische prozesse in gang gesetzt, die auf dein gehirn wirken, so dass du gefühle entwickelst, die sich nur sehr schwer steuern lassen.

dramen sind also vorprogrammiert.

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8. Februar 2015 um 12:57
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Hier wird es aber so dargestellt,
als wäre moral ein stimmungsabhängiger parameter.
es gibt - natürlich kulturell geprägte - moralische prinzipien, die ein leben lang währen und über generationen gelten. ich finde es schlichtweg gefährlich, moral als dynamische größe zu betrachten, die mit der zeit geht. krassestes beispiel für eine "veränderliche moral" war der kollektive sinneswandel um 1938 in europa und anderen teilen der welt. deswegen finde ich das beliebige jonglieren mit prinzipien schwach und ziemlich explosiv. ersetze "unmoral" doch einfach durch "egoismus", dann rückt sich die diskussion wieder gerade.

Egoismus
gehört zum Menschsein.

Und was 1938 passiert war, hatte mit einem Wandel der Moral wenig zu tun. Man hat eher einigen Menschen das Menschsein abgesprochen, wobei da andere Mechanismen im Spiel waren.

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8. Februar 2015 um 12:59

Eben drum.
mir ist das ebenso passiert, nachdem ich den granatenfehler begangen habe, mich auf eine "nette, unverbindlich affaire mit viel spass" einzulassen.

das hat mich geändert, und zwar massiv.
ich wurde von einer selbstbewussten frau zu einem heulenden haufen elend, die in eine tiefe krise gerutscht ist, nachdem ich ausgedient hatte.
wieder was gelernt über mich.

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8. Februar 2015 um 13:02
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Egoismus
gehört zum Menschsein.

Und was 1938 passiert war, hatte mit einem Wandel der Moral wenig zu tun. Man hat eher einigen Menschen das Menschsein abgesprochen, wobei da andere Mechanismen im Spiel waren.

Ach so...
"einigen menschen das manschsein abgesprochen". naja, dann kann's ja so schlimm nicht gewesen sein.
kennst du bilder aus dieser zeit? bilder von menschenmassen, von abertausenden, die den entwicklungen und der "neuen moral" berauscht und begeitsert zujubeln????
dann erklär mal die meschanismen und bitte liefere eine begründung dafür, dass die "moral" dieser menschen in jener zeit unangetastet geblieben ist!!!?

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8. Februar 2015 um 13:05
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Neben der moralfrage
unterschätzt du eine wichtige sache, nämlich die auswirkungen, die regelmässiger guter sex mit einem menschen hat.
da werden biochemische prozesse in gang gesetzt, die auf dein gehirn wirken, so dass du gefühle entwickelst, die sich nur sehr schwer steuern lassen.

dramen sind also vorprogrammiert.

Gegen Gefühle habe ich nichts
Aber müssen sie denn unbedingt dazu führen, dass man Tag und Nacht zusammen sein will? Gerade das macht doch die Gefühle kaputt.

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8. Februar 2015 um 13:12
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Gegen Gefühle habe ich nichts
Aber müssen sie denn unbedingt dazu führen, dass man Tag und Nacht zusammen sein will? Gerade das macht doch die Gefühle kaputt.

Es geht nicht darum, dass man tag und nacht
zusammen sein will.

es geht darum, dass du die "schattenfrau" bist.
du bist die, die versteckt wird.
du bist die, die nie spntan anrufen kann, wenn du irgendetwas mit ihm teilen möchtest, was dir im leben passiert ist.
du bist an allen wichtigen tagen allein. und zermürbst dich beim gedanken daran, dass er jetzt mit der familei zusammen ist.
du bekommst nie die loyalität, die du dir wünscht.

und irgendwann beschleicht dich so langsam die ahnung, dass all ds, was er dir da erzählt, nur einem dient: dass er dich ungestört weiter vögeln kann. mehr wirst du nicht kriegen.

ich hab immer gut mit meinen sex-affairen umgehen können, in meinen single-zeiten.ich war ja nie so auf eine beziehung versessen. nur gingen diese sex-affairen nie so lange wie mit diesem mann.
und ich hab völlig unterschätzt, was so eine lange affaire für auswirkungen auf mich haben würde.

du wirst dich ändern, ich geb dir die hand drauf. und nicht zum guten.

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8. Februar 2015 um 13:13

Wenn mein Freund/Mann mich betrügen würde,
dann würde ich der Frau mit der er mich betrogen hat nicht die Schuld in die Schuhe schieben und sie auch nicht dafür verantwortlich machen. Verantwortlich dafür wäre ganz allein mein Partner. Ich sehe für einen Betrug auch keine vorherigen Beziehungs/Eheprobleme als Entschuldigung. Sie können der Auslöser sein, aber die Entscheidung fremdzugehen trifft immer die Person die fremdgeht. Niemand wird dazu gezwungen fremdzugehen. Man hat immer die Wahl und kann sich genauso für ein klärendes, offenes Gespräch entscheiden und im Notfall die Trennung bevor man jemandem so eine Kränkung wie Betrug zufügt.

Und obwohl ich der anderen Frau niemals die Schuld geben würde, finde ich, dass es ein widerwärtiges Verhalten ist, mit einem Mann ins Bett zu gehen, von dem man weiß, dass er zuhause eine nichtsahnende Ehefrau sitzen hat und Kinder.
Allein deine Beurteilung über die Attraktivität der Ehefrau finde ich schon anmaßend. Ich möchte niemals diese Erfahrung machen betrogen zu werden und so derartig gekränkt zu werden. Und eben genau deswegen weil ich so etwas nicht erleben will, werde ich auch nicht ob nun direkt (selber betrügen) oder indirekt (die Frau eines verh. Mannes) dazu beitragen, dass eine andere Frau etwas derartiges durchmachen muss.

Ich kann die ganze Welt nicht verändern aber zumindest in meinem Rahmen schauen, dass ich mich so verhalte, dass ich jeden Tag noch in den Spiegel schauen kann. Verstehst du, es geht nicht nur um die Ehefrau sondern auch um einen selber. Du scheinst diesbezüglich keinerlei Skrupel zu haben und keinerlei moralische Ansprüche an dich selber. Tut mir irgendwie leid für dein Kind, denn dem wirst du in dieser Hinsicht nicht viel beibringen können.
Und sorry, aber mir persönlich wäre es auch einfach zu billig, mich auf so etwas einzulassen und es einem Mann der keine Eier hat um mal Tacheles zu reden, es noch bequemer zu machen.

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8. Februar 2015 um 14:10

Ich
frag mich gerade,ist es dann besser,wenn frau mit einem mann sex hat den sie gar nicht so sehr mag und anziehend findet?Ich kenn wirklich nur beispiele,wo sich 2 treffen sich sexy und nett finden und eine affaere anfangen und dann ist das gejammer gross,weil dann doch gefuehle entwickelt wurden etc.pp.Also,wie bekommt frau es dann hin,nicht sich zu verlieben?Ist das eigentlich moeglich?Kann man sich eigentlich verlieben,heissen sex haben ohne dieses ganze besitz-denken?hmmmm

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8. Februar 2015 um 14:13
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Ich
frag mich gerade,ist es dann besser,wenn frau mit einem mann sex hat den sie gar nicht so sehr mag und anziehend findet?Ich kenn wirklich nur beispiele,wo sich 2 treffen sich sexy und nett finden und eine affaere anfangen und dann ist das gejammer gross,weil dann doch gefuehle entwickelt wurden etc.pp.Also,wie bekommt frau es dann hin,nicht sich zu verlieben?Ist das eigentlich moeglich?Kann man sich eigentlich verlieben,heissen sex haben ohne dieses ganze besitz-denken?hmmmm

Zusatz
ich denke,die te sollte sich genau das fragen und warum sie in ihrer ehe nicht genau so damit haette umgehen koennen?Klar,wenn liebe weg ist,aber was ist,wenn sie da ist,kann sie das dann?

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8. Februar 2015 um 21:08


Ich habe vollstes Mitgefühl für die Frauen, die mit Lügen in eine Affäre gelockt werden und sich verlieben. Die sind quasi ebenso Betrogene. Diesen Frauen kann man keinen Vorwurf machen.

Wofür ich allerdings absolut kein Verständnis habe sind die Frauen, die sich IN VOLLER ABSICHT und mit Wonne an einen vergebenen/verheirateten Mann ranschmeißen und absolut keine Skrupel haben. Ich mag diese Art von Egoismus nicht und halte fehlende Empathie für pathologisch.

Du bist noch einen Zacken schärfer. Du bist bereits von deinem Ex-Mann betrogen worden, kennst das Gefühl und wechselst jetzt freudig die Seiten. Ist das deine persönliche Rache? Was dir passiert ist kann und darf ruhig auch anderen Frauen passieren? Warum?

Was würdest du denn deiner Mutter, Tochter oder besten Freundin raten? Anstand und Empathie zum Teufel, Hauptsache ICH? Grade DU müsstest es besser wissen. Weißt du, wenn man selbst schon mal auf eine heiße Herdplatte gelangt und sich furchtbar verbrannt hat, so ermutigt man doch nicht plötzlich andere auch mal hinzufassen und sich weh zu tun!

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9. Februar 2015 um 0:53

Treue
Ohne Treue kann keine Ehe funktionieren??? Widerspruch!!

Ich kenne zahlreiche Ehen, die funktionieren, wo (sexuelle) Treue keine Rolle spielt.

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9. Februar 2015 um 1:19

Treue, ein "Muss" für eine funktionierende Ehe?
Ich habe in meiner Erziehung -wahrscheinlich wie die meisten hier-, dass die (sexuelle) Treue ein "Muss" ist für eine funktionierende Partnerschaft, sonst liebt man seinen Partner nicht genug. Ich habe jahrelang daran geglaubt, obwohl mir offen gesagt, auch andere Frauen gefielen und ich mir schon mal die eine oder andere Nacht mit einer anderen Frau vorstellen konnte. Aber ich war stets treu. Erschüttert war ich dann, dass mich aus dem nichts heraus, meine 1. Freundin betrog. Sie hatte sich in einen anderen Kerl verliebt. Der lies sie jedoch schnell wieder fallen und sie kam zu mir zurück. Die Beziehung hatte einen Knacks und ich machte nach 6 Jahren Schluss. Ich war Anfang 20. Ich lernte eine andere Frau kennen und mir passierte das Gleiche mit ihr. Ich war treu und sie betrog mich.... Diese Beziehung hielt 5 Jahre und endete weil sie zum 3. Mal fremd gegangen war. Instinktiv geriet ich an eine besonders treue Frau mit der ich inzwischen 20 Jahre verheiratet bin. Sex ist meiner Frau jedoch nicht wichtig. Wie mir es damit geht, ist ihr egal. Sie hat alles. Haus, Kinder, vollen Kühlschrank etc. Und ich leide darunter sehr. Und so wurde auch ich, der überzeugte Monogamist zum Betrüger....
Inzwischen bin ich Anfang 50 und habe viel über Beziehungsschwierigkeiten, Treue etc. gelernt. Wir leben in Beziehungen, die auf einer Lüge aufgebaut ist. Treue. Die größte Liebeslüge die es gibt. Statistisch gesehen gehen 90 % der Männer und 75 % der Frauen in ihren Beziehungen fremd. 1,2 Mio Männer gehen täglich zu Prostituierten.
Ich kenne zahlreiche Beziehungen in der die sexuelle Treue keine Rolle spielt und deshalb funktionieren sie!!!
Herzlichen Glückwunsch allen denen, wo nach vielen Beziehungs/Ehejahren noch alles funktioniert. Ich kenne keine einzige Beziehung in meinem Bekanntenkreis, sondern von 4 meiner 5 engsten Freunde weiß ich, dass sie entweder ab und zu ins Bordell gehen oder eine Affäre haben. Und der 5. hat sich kürzlich nach fast 30 Ehejahren von seiner Frau getrennt, da zu Hause nichts mehr lief und er Treue als sehr hohen Wert ansieht. Er trennte sich lieber, um nicht fremd zu gehen.

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9. Februar 2015 um 7:06

DANKE FÜR EURE ANTWORTEN
Wow. So viele spannende Antworten. Danke allen, die geschrieben haben. Ich werde paar Punkte, die besonders interessant sind, aufgreifen.


1. Verliebtheit/Oxytocin

Ja, definitiv ist die "Gefahr" gegeben, dass man sich in seine Affäre verliebt. Genauer gesagt, gehört das für mich sogar dazu. Ich hatte noch nie intimere Beziehungen zu einem Mann, in den ich nicht zumindest ein bisschen verschossen war. Ohne das wird Sex tatsächlich zu einer reinen Leibesertüchtigung und für mich somit langweilig. Es gibt bessere Sportarten. Im Ernst: Was ist so schlimm daran? Es frage ich vor allem diejenigen, die die Erfahrung bereits gemacht und als schmerzhaft eingestuft haben. Angenommen die Geliebte verliebt sich - welche Wünsche ergeben sich daraus? Ja, sie will wohl weiterhin den Sex. Vermutlich kriegt sie den auch. Was sonst? Muss es das volle Programm mit Bausparvertrag, Vorstellung bei den Schwiegereltern und Prinzessinenhochzeit in Weiss sein (ich überzeichne natürlich)? Oder will man unbedingt irgendwelche Ansprüche an den Partner stellen?

Der "normale Gang der Dinge" ist doch so, dass man sich kennenlernt, verliebt, zusammenzieht, vielleicht heiratet, Kinder bekommt, ein Haus baut etc. Und dann - vielleicht auch früher- merkt man, wie sehr sich der Alltag eingeschlichen hat, wie sehr man sich verändert hat, wie wenig anziehend der Partner nun ist etc. Man denkt mit Traurigkeit an die erste Zeit, macht Paartherapien, versucht das Gefühl zu beleben und kriegt es doch nicht hin. Schlimmstenfalls beginnt die bekannte Zahnpastatube zu nerven und man keift sich nur noch an. Es muss nicht so laufen. Es gibt viele Varianten, aber im Grunde kühlen die Gefühle mit der Zeit ab, sobald man sich am Partner "sattgesehen" und ihn im Alltag in allen erdenklichen Zuständen erlebt hat.

Das droht bei einer Affäre weniger. Ja, die Geliebte ist eine "Schattenfrau". Man stellt sie den "Schwiegereltern" nicht vor und man geht wohl nicht zusammen ins Kino, wenn man in einer Kleinstadt lebt. Man verbringt Weihnachten nicht zusammen. Aber ist das denn so schlimm, wenn man statt dessen 1. sein stabiles Leben hat, das nicht durch irgendwelche Partner durcheinander gebracht wird 2. Sex, der länger als in einer klassischen Beziehung leidenschaftlich bleibt, da man keinen gemeinsamen Alltag erlebt.

2. Notdurft

fragil66 meint, dass der untreue Ehemann bei der Geliebten seine Notdurft verrichtet und sie sich selber daher wenig wert sein muss. Frage: Angenommen dein Mann hat eine Affäre mit mir. In dem Fall verrichtet er also seine "Notdurft". Wenn er aber nun mit dir schläft - was ist es dann? Auch Notduft? Oder macht er das, weil er so unglaublich tiefe Gefühle für dich hat, denen er körperlich Ausdruck verleihen will? Oder kommt im Kontakt mit dir erst gar keine "Notdurft" auf und er erfüllt nur seine "eheliche Pflicht"? Ich wüsste gern wie du das siehst.

3. Empathie

Ja, in einer perfekten Welt, in der alle für alle Mitleid hätten und ihre Sichtweise berücksichtigen würden, würde es sicher keine Affären geben.
Nur hätte ich eine Frage an alle, die meinen sie seien so emphatisch, dass sie nie mit einem gebundenen Partner einlassen würden, allein schon, um den "Dritten im Bunde" nicht zu verletzen und selber in den Spiegel sehen zu können, und erst recht an diejenigen, die mich für meinen Standpunkt beschimpft haben. Ich nehme an, ihr lebt alle in Deutschland/Österreich/Schweiz. Ihr habt eine warme Stube, Kleiner, Geld auf dem Konto, hoffentlich einen festen Job, evtl. ein Auto, ihr fahrt mindestens 1-2 im Jahr in die Ferien, leistet euch immer wieder mal etwas neues etc. Wir alle hatten Glück, in einem wohlhabenden Land geboren zu werden. Nur die Wenigsten würden wohl behaupten, dass sie mit dem Allernötigsten auskommen und den Rest an Bedürftige spenden. Und doch gibt es diese "Bedürftige". Es gibt Menschen die hungern, die sterben, weil sie nicht mal Zugang zu den grundlegendsten Medikamenten und zum sauberen Wasser haben. Das gibt es in vielen armen Ländern der Welt. Bittere Armut gibt es aber auch bei uns. Schaut euch mal an, in welchen Umständen Flüchtlinge, vielleicht ganz in euerer Nähe, wohnen. Habt ihr keine Empathie für sie? Und falls doch: Warum spendet ihr ihnen nicht alles, was über das hinaus geht, was ihr benötigt, um selber genug Essen etc. zu haben?

Es gibt da eigentlich auch schon eine Antwort: Weil wir Menschen nur punktuell emphatisch sind. Z.B. emphatisch gegenüber dem Leid, das wir direkt mitbekommen. Vieles, sehr vieles blenden wir aber aus. Sonst könnte absolut niemand von uns so leben, wie er lebt.

4. Nazis und Moral (etwas OT für Cefeu)

Meist du die Nazis hätten alle traditionellen moralischen Vorstellungen abgelegt? Sicher nicht. Treue wird auch für viele von ihnen ein hoher Wert gewesen sein. Die schlimmen Verbrechen (v.a. der Holocaust) wurden nur möglich, weil Juden, Schwule, Kommunisten etc. das Menschsein abgesprochen wurde. Sehe dir antisemitische Karikaturen aus den 30er Jahren an. Juden wurden als "Ratten" bezeichnet. Wenn man sein Gegenüber nicht mehr als Mensch sieht, kann man "es" auch leichter töten. Es gibt gewisse typische Entwicklungen, die vielen Genoziden (Holocaust, Ruanda, Ex-Jugoslavien, Armenien etc.) vorangegangen sind und sie sie erst ermöglich haben. Dazu gehört wie gesagt, dass man dem Gegenüber das Menschsein absprach, aber auch dass man sich von ihm bedroht fühlte (meistens völlig zu unrecht) und meinte sich zu verteidigen.

5. Fehlende Perspektive einer Affäre

@coleen41

Was wäre denn für dich eine Perspektive? Ist der Genuss im Hier uns Jetzt + die Streicheleinheiten fürs Ego nicht schon Perspektive genug? Muss man immer nach "Höherem" streben? Und was wäre dieses "Höhere" überhaupt?


6. Meine Erfahrungen als betrogene Ehefrau/Spiess umdrehen/Rachegefühle

Da ich das mehrmals gefragt wurde: Nein, ich will mich nicht rächen (an wem überhaupt?) und will auch den Spiess nicht umdrehen.

In meiner Ehe gab es viele Probleme, die mit der Ehe selbst wenig zu tun hatten. Mein Mann hatte/hat Probleme mit sich selber und ich dachte, ich könne ihm helfen. Ich dachte, ich würde ihn durch meine Liebe und Loyalität "retten", er würde sehen, wie sehr ich ihn liebe und wir würden auf immer und ewig glücklich zusammen sein. In einer besonders schweren Zeit für ihn, in der ich ihm bedingungslos beistand, ist es dann passiert. Er ist einfach so in ein Bordell spaziert und hat sich nicht mal die geringste Mühe gegeben, dies vor mir zu verschleiern. Genauer gesagt, erfuhr ich davon, als er noch dort vor Ort war (und das ohne besonders zu schnüffeln etc.). Nicht die Tatsache, dass er im Bordell war, hat mich erschüttert, sondern dass es ihm offensichtlich so egal war, ob ich bei ihm bleibe oder nicht. Das hat sich auch in seinem Verhalten gezeigt, als ich ihn mit meinem Wissen konfrontiert habe. Danach lief es natürlich noch schlechter und er hatte eine kleine Affäre + eine versuchte. Ich habe den Frauen keinerlei Schuld gegeben, im Gegenteil. Mit seiner Affäre habe ich mich sehr gut verstanden und finde eigentlich, dass sie sich in einer Situation, die für mich sehr schwer war, wesentlich moralischer verhalten hat als viele "Freunde", die sich nach Aussen so moralisch und emphatisch geben. Diese ganzen Erfahrungen waren sicher nicht schön, aber ich bin froh drum. Meine Ehe ist nicht wegen der Affären/des Bordells gescheitert, sondern weil mein Mann mich nicht geliebt hat, vermutlich kann er niemanden lieben, denn er liebt sich selber nicht. Gut das ich schon nach ein paar Jahren einsehen musste. Sonst hätte ich mich mit ihm mein Leben rumgequält und dann hätte er mich verlassen, wenn ich ihn, z.B. wegen einer Krankheit, am meisten gebraucht hätte. Jetzt weiss ich woran ich bin. Ich habe ein gutes soziales Netz mit Freunden, die mir gegenüber loyal sind und denen gegenüber ich loyal bin. Wenn nötig, stehen wir uns bei, und das ohne Sex und ohne Trauschein.

7. Was meine potenzielle Affäre angeht

Ich weiss überhaupt nicht, ob es eine Affäre wird, ob sie heimlich sein wird, ob überhaupt mehr passiert, als passiert ist. Qui vivra verra. Das ist hier nicht so wichtig. Ich habe einfach registriert, dass dieser Mann viel Interesse an mir zeigt und dass ich ihn bei näherer Betrachtung auch sehr interessant finde. Alles andere sind meine Mutmassungen und vielleicht kommt es ganz anderes. Es scheint da aber einige klassische Muster zu geben (eben Ehemann-Ehefrau-Geliebte) und ich fand es interessant, dass meine Einschätzung so stark von der vieler anderen abweicht.

8. Eier in der Hose

Es gibt m.E. viele Gründe, warum Männer und Frauen eine Ehe, die auch unterschiedlichen Gründen nicht optimal läuft, aufrecht erhalten. Sehr viele. Auch ich habe meine Ehe länger laufen lassen, als gut gewesen wäre. Deswegen würde ich deswegen nicht den Stab über jemandem brechen.

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9. Februar 2015 um 7:14
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DANKE FÜR EURE ANTWORTEN
Wow. So viele spannende Antworten. Danke allen, die geschrieben haben. Ich werde paar Punkte, die besonders interessant sind, aufgreifen.


1. Verliebtheit/Oxytocin

Ja, definitiv ist die "Gefahr" gegeben, dass man sich in seine Affäre verliebt. Genauer gesagt, gehört das für mich sogar dazu. Ich hatte noch nie intimere Beziehungen zu einem Mann, in den ich nicht zumindest ein bisschen verschossen war. Ohne das wird Sex tatsächlich zu einer reinen Leibesertüchtigung und für mich somit langweilig. Es gibt bessere Sportarten. Im Ernst: Was ist so schlimm daran? Es frage ich vor allem diejenigen, die die Erfahrung bereits gemacht und als schmerzhaft eingestuft haben. Angenommen die Geliebte verliebt sich - welche Wünsche ergeben sich daraus? Ja, sie will wohl weiterhin den Sex. Vermutlich kriegt sie den auch. Was sonst? Muss es das volle Programm mit Bausparvertrag, Vorstellung bei den Schwiegereltern und Prinzessinenhochzeit in Weiss sein (ich überzeichne natürlich)? Oder will man unbedingt irgendwelche Ansprüche an den Partner stellen?

Der "normale Gang der Dinge" ist doch so, dass man sich kennenlernt, verliebt, zusammenzieht, vielleicht heiratet, Kinder bekommt, ein Haus baut etc. Und dann - vielleicht auch früher- merkt man, wie sehr sich der Alltag eingeschlichen hat, wie sehr man sich verändert hat, wie wenig anziehend der Partner nun ist etc. Man denkt mit Traurigkeit an die erste Zeit, macht Paartherapien, versucht das Gefühl zu beleben und kriegt es doch nicht hin. Schlimmstenfalls beginnt die bekannte Zahnpastatube zu nerven und man keift sich nur noch an. Es muss nicht so laufen. Es gibt viele Varianten, aber im Grunde kühlen die Gefühle mit der Zeit ab, sobald man sich am Partner "sattgesehen" und ihn im Alltag in allen erdenklichen Zuständen erlebt hat.

Das droht bei einer Affäre weniger. Ja, die Geliebte ist eine "Schattenfrau". Man stellt sie den "Schwiegereltern" nicht vor und man geht wohl nicht zusammen ins Kino, wenn man in einer Kleinstadt lebt. Man verbringt Weihnachten nicht zusammen. Aber ist das denn so schlimm, wenn man statt dessen 1. sein stabiles Leben hat, das nicht durch irgendwelche Partner durcheinander gebracht wird 2. Sex, der länger als in einer klassischen Beziehung leidenschaftlich bleibt, da man keinen gemeinsamen Alltag erlebt.

2. Notdurft

fragil66 meint, dass der untreue Ehemann bei der Geliebten seine Notdurft verrichtet und sie sich selber daher wenig wert sein muss. Frage: Angenommen dein Mann hat eine Affäre mit mir. In dem Fall verrichtet er also seine "Notdurft". Wenn er aber nun mit dir schläft - was ist es dann? Auch Notduft? Oder macht er das, weil er so unglaublich tiefe Gefühle für dich hat, denen er körperlich Ausdruck verleihen will? Oder kommt im Kontakt mit dir erst gar keine "Notdurft" auf und er erfüllt nur seine "eheliche Pflicht"? Ich wüsste gern wie du das siehst.

3. Empathie

Ja, in einer perfekten Welt, in der alle für alle Mitleid hätten und ihre Sichtweise berücksichtigen würden, würde es sicher keine Affären geben.
Nur hätte ich eine Frage an alle, die meinen sie seien so emphatisch, dass sie nie mit einem gebundenen Partner einlassen würden, allein schon, um den "Dritten im Bunde" nicht zu verletzen und selber in den Spiegel sehen zu können, und erst recht an diejenigen, die mich für meinen Standpunkt beschimpft haben. Ich nehme an, ihr lebt alle in Deutschland/Österreich/Schweiz. Ihr habt eine warme Stube, Kleiner, Geld auf dem Konto, hoffentlich einen festen Job, evtl. ein Auto, ihr fahrt mindestens 1-2 im Jahr in die Ferien, leistet euch immer wieder mal etwas neues etc. Wir alle hatten Glück, in einem wohlhabenden Land geboren zu werden. Nur die Wenigsten würden wohl behaupten, dass sie mit dem Allernötigsten auskommen und den Rest an Bedürftige spenden. Und doch gibt es diese "Bedürftige". Es gibt Menschen die hungern, die sterben, weil sie nicht mal Zugang zu den grundlegendsten Medikamenten und zum sauberen Wasser haben. Das gibt es in vielen armen Ländern der Welt. Bittere Armut gibt es aber auch bei uns. Schaut euch mal an, in welchen Umständen Flüchtlinge, vielleicht ganz in euerer Nähe, wohnen. Habt ihr keine Empathie für sie? Und falls doch: Warum spendet ihr ihnen nicht alles, was über das hinaus geht, was ihr benötigt, um selber genug Essen etc. zu haben?

Es gibt da eigentlich auch schon eine Antwort: Weil wir Menschen nur punktuell emphatisch sind. Z.B. emphatisch gegenüber dem Leid, das wir direkt mitbekommen. Vieles, sehr vieles blenden wir aber aus. Sonst könnte absolut niemand von uns so leben, wie er lebt.

4. Nazis und Moral (etwas OT für Cefeu)

Meist du die Nazis hätten alle traditionellen moralischen Vorstellungen abgelegt? Sicher nicht. Treue wird auch für viele von ihnen ein hoher Wert gewesen sein. Die schlimmen Verbrechen (v.a. der Holocaust) wurden nur möglich, weil Juden, Schwule, Kommunisten etc. das Menschsein abgesprochen wurde. Sehe dir antisemitische Karikaturen aus den 30er Jahren an. Juden wurden als "Ratten" bezeichnet. Wenn man sein Gegenüber nicht mehr als Mensch sieht, kann man "es" auch leichter töten. Es gibt gewisse typische Entwicklungen, die vielen Genoziden (Holocaust, Ruanda, Ex-Jugoslavien, Armenien etc.) vorangegangen sind und sie sie erst ermöglich haben. Dazu gehört wie gesagt, dass man dem Gegenüber das Menschsein absprach, aber auch dass man sich von ihm bedroht fühlte (meistens völlig zu unrecht) und meinte sich zu verteidigen.

5. Fehlende Perspektive einer Affäre

@coleen41

Was wäre denn für dich eine Perspektive? Ist der Genuss im Hier uns Jetzt + die Streicheleinheiten fürs Ego nicht schon Perspektive genug? Muss man immer nach "Höherem" streben? Und was wäre dieses "Höhere" überhaupt?


6. Meine Erfahrungen als betrogene Ehefrau/Spiess umdrehen/Rachegefühle

Da ich das mehrmals gefragt wurde: Nein, ich will mich nicht rächen (an wem überhaupt?) und will auch den Spiess nicht umdrehen.

In meiner Ehe gab es viele Probleme, die mit der Ehe selbst wenig zu tun hatten. Mein Mann hatte/hat Probleme mit sich selber und ich dachte, ich könne ihm helfen. Ich dachte, ich würde ihn durch meine Liebe und Loyalität "retten", er würde sehen, wie sehr ich ihn liebe und wir würden auf immer und ewig glücklich zusammen sein. In einer besonders schweren Zeit für ihn, in der ich ihm bedingungslos beistand, ist es dann passiert. Er ist einfach so in ein Bordell spaziert und hat sich nicht mal die geringste Mühe gegeben, dies vor mir zu verschleiern. Genauer gesagt, erfuhr ich davon, als er noch dort vor Ort war (und das ohne besonders zu schnüffeln etc.). Nicht die Tatsache, dass er im Bordell war, hat mich erschüttert, sondern dass es ihm offensichtlich so egal war, ob ich bei ihm bleibe oder nicht. Das hat sich auch in seinem Verhalten gezeigt, als ich ihn mit meinem Wissen konfrontiert habe. Danach lief es natürlich noch schlechter und er hatte eine kleine Affäre + eine versuchte. Ich habe den Frauen keinerlei Schuld gegeben, im Gegenteil. Mit seiner Affäre habe ich mich sehr gut verstanden und finde eigentlich, dass sie sich in einer Situation, die für mich sehr schwer war, wesentlich moralischer verhalten hat als viele "Freunde", die sich nach Aussen so moralisch und emphatisch geben. Diese ganzen Erfahrungen waren sicher nicht schön, aber ich bin froh drum. Meine Ehe ist nicht wegen der Affären/des Bordells gescheitert, sondern weil mein Mann mich nicht geliebt hat, vermutlich kann er niemanden lieben, denn er liebt sich selber nicht. Gut das ich schon nach ein paar Jahren einsehen musste. Sonst hätte ich mich mit ihm mein Leben rumgequält und dann hätte er mich verlassen, wenn ich ihn, z.B. wegen einer Krankheit, am meisten gebraucht hätte. Jetzt weiss ich woran ich bin. Ich habe ein gutes soziales Netz mit Freunden, die mir gegenüber loyal sind und denen gegenüber ich loyal bin. Wenn nötig, stehen wir uns bei, und das ohne Sex und ohne Trauschein.

7. Was meine potenzielle Affäre angeht

Ich weiss überhaupt nicht, ob es eine Affäre wird, ob sie heimlich sein wird, ob überhaupt mehr passiert, als passiert ist. Qui vivra verra. Das ist hier nicht so wichtig. Ich habe einfach registriert, dass dieser Mann viel Interesse an mir zeigt und dass ich ihn bei näherer Betrachtung auch sehr interessant finde. Alles andere sind meine Mutmassungen und vielleicht kommt es ganz anderes. Es scheint da aber einige klassische Muster zu geben (eben Ehemann-Ehefrau-Geliebte) und ich fand es interessant, dass meine Einschätzung so stark von der vieler anderen abweicht.

8. Eier in der Hose

Es gibt m.E. viele Gründe, warum Männer und Frauen eine Ehe, die auch unterschiedlichen Gründen nicht optimal läuft, aufrecht erhalten. Sehr viele. Auch ich habe meine Ehe länger laufen lassen, als gut gewesen wäre. Deswegen würde ich deswegen nicht den Stab über jemandem brechen.

Tippfehler
Sorry dafür. Bin noch etwas verschlafen

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9. Februar 2015 um 7:36

Was
ist denn dein Problem?

Es ist ein Diskussionsforum und wie ich sehe ist aus meiner Frage eine rege Diskussion entstanden. Niemand zwingt dich, deine wertvoll Zeit hier zu verschwenden, falls du meine Fragen unsinnig findest. Du hast deine Meinung kundgetan und wenn es sich für dich damit erledigt hat, ist es doch gut. Andere möchten sich vielleicht noch ein bisschen unterhalten.

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9. Februar 2015 um 7:52

Na dann
ist es doch prima, dass niemand ein Problem hat. Du hast einfach nach dem Zweck meiner "sinnlosen Gegenfragen" gefragt und ich habe dir geantwortet, dass man das Diskussion nennt. Soll in einem Diskussionsforum mal vorkommen. Deine ungefragte Meinung zu meiner Person habe ich vernommen. Somit ist deine Mission wohl erfüllt. Es steht dir frei, deine Zeit anderen Dingen zu widmen oder eben dich weiterhin an der Diskussion zu beteiligen, falls du sie interessant findest.

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9. Februar 2015 um 9:58

Das wirklich traurige
an dir finde ich, dass du weißt, wie sich die Betrogene fühlt und du es trotzdem einer Frau antun willst, die du nicht kennst, von der du nichts weiter weißt als das sie einen Mann hat der vielleicht dumm genug ist mit dir was anzufangen und sich somit als Charakterschwein outet.
Und ob du es hören willst oder nicht, auch die Affäre eines verheirateten Mannes trägt eine Mitschuld, wenn sie wusste, dass er gebunden ist! Du brauchst deine Hände nicht in Unschuld waschen, wenn du etwas mit ihm anfangen solltest solltest.
Erbärmlich, so Leute wie du! Dieser miese Egoismus kotzt ich an. Hauptsache mir gehts gut, was ich mit meinem Handeln anrichte, ist mir doch egal. So denkt ihr doch, oder?! Absolut widerlich!

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9. Februar 2015 um 10:18
In Antwort auf

DANKE FÜR EURE ANTWORTEN
Wow. So viele spannende Antworten. Danke allen, die geschrieben haben. Ich werde paar Punkte, die besonders interessant sind, aufgreifen.


1. Verliebtheit/Oxytocin

Ja, definitiv ist die "Gefahr" gegeben, dass man sich in seine Affäre verliebt. Genauer gesagt, gehört das für mich sogar dazu. Ich hatte noch nie intimere Beziehungen zu einem Mann, in den ich nicht zumindest ein bisschen verschossen war. Ohne das wird Sex tatsächlich zu einer reinen Leibesertüchtigung und für mich somit langweilig. Es gibt bessere Sportarten. Im Ernst: Was ist so schlimm daran? Es frage ich vor allem diejenigen, die die Erfahrung bereits gemacht und als schmerzhaft eingestuft haben. Angenommen die Geliebte verliebt sich - welche Wünsche ergeben sich daraus? Ja, sie will wohl weiterhin den Sex. Vermutlich kriegt sie den auch. Was sonst? Muss es das volle Programm mit Bausparvertrag, Vorstellung bei den Schwiegereltern und Prinzessinenhochzeit in Weiss sein (ich überzeichne natürlich)? Oder will man unbedingt irgendwelche Ansprüche an den Partner stellen?

Der "normale Gang der Dinge" ist doch so, dass man sich kennenlernt, verliebt, zusammenzieht, vielleicht heiratet, Kinder bekommt, ein Haus baut etc. Und dann - vielleicht auch früher- merkt man, wie sehr sich der Alltag eingeschlichen hat, wie sehr man sich verändert hat, wie wenig anziehend der Partner nun ist etc. Man denkt mit Traurigkeit an die erste Zeit, macht Paartherapien, versucht das Gefühl zu beleben und kriegt es doch nicht hin. Schlimmstenfalls beginnt die bekannte Zahnpastatube zu nerven und man keift sich nur noch an. Es muss nicht so laufen. Es gibt viele Varianten, aber im Grunde kühlen die Gefühle mit der Zeit ab, sobald man sich am Partner "sattgesehen" und ihn im Alltag in allen erdenklichen Zuständen erlebt hat.

Das droht bei einer Affäre weniger. Ja, die Geliebte ist eine "Schattenfrau". Man stellt sie den "Schwiegereltern" nicht vor und man geht wohl nicht zusammen ins Kino, wenn man in einer Kleinstadt lebt. Man verbringt Weihnachten nicht zusammen. Aber ist das denn so schlimm, wenn man statt dessen 1. sein stabiles Leben hat, das nicht durch irgendwelche Partner durcheinander gebracht wird 2. Sex, der länger als in einer klassischen Beziehung leidenschaftlich bleibt, da man keinen gemeinsamen Alltag erlebt.

2. Notdurft

fragil66 meint, dass der untreue Ehemann bei der Geliebten seine Notdurft verrichtet und sie sich selber daher wenig wert sein muss. Frage: Angenommen dein Mann hat eine Affäre mit mir. In dem Fall verrichtet er also seine "Notdurft". Wenn er aber nun mit dir schläft - was ist es dann? Auch Notduft? Oder macht er das, weil er so unglaublich tiefe Gefühle für dich hat, denen er körperlich Ausdruck verleihen will? Oder kommt im Kontakt mit dir erst gar keine "Notdurft" auf und er erfüllt nur seine "eheliche Pflicht"? Ich wüsste gern wie du das siehst.

3. Empathie

Ja, in einer perfekten Welt, in der alle für alle Mitleid hätten und ihre Sichtweise berücksichtigen würden, würde es sicher keine Affären geben.
Nur hätte ich eine Frage an alle, die meinen sie seien so emphatisch, dass sie nie mit einem gebundenen Partner einlassen würden, allein schon, um den "Dritten im Bunde" nicht zu verletzen und selber in den Spiegel sehen zu können, und erst recht an diejenigen, die mich für meinen Standpunkt beschimpft haben. Ich nehme an, ihr lebt alle in Deutschland/Österreich/Schweiz. Ihr habt eine warme Stube, Kleiner, Geld auf dem Konto, hoffentlich einen festen Job, evtl. ein Auto, ihr fahrt mindestens 1-2 im Jahr in die Ferien, leistet euch immer wieder mal etwas neues etc. Wir alle hatten Glück, in einem wohlhabenden Land geboren zu werden. Nur die Wenigsten würden wohl behaupten, dass sie mit dem Allernötigsten auskommen und den Rest an Bedürftige spenden. Und doch gibt es diese "Bedürftige". Es gibt Menschen die hungern, die sterben, weil sie nicht mal Zugang zu den grundlegendsten Medikamenten und zum sauberen Wasser haben. Das gibt es in vielen armen Ländern der Welt. Bittere Armut gibt es aber auch bei uns. Schaut euch mal an, in welchen Umständen Flüchtlinge, vielleicht ganz in euerer Nähe, wohnen. Habt ihr keine Empathie für sie? Und falls doch: Warum spendet ihr ihnen nicht alles, was über das hinaus geht, was ihr benötigt, um selber genug Essen etc. zu haben?

Es gibt da eigentlich auch schon eine Antwort: Weil wir Menschen nur punktuell emphatisch sind. Z.B. emphatisch gegenüber dem Leid, das wir direkt mitbekommen. Vieles, sehr vieles blenden wir aber aus. Sonst könnte absolut niemand von uns so leben, wie er lebt.

4. Nazis und Moral (etwas OT für Cefeu)

Meist du die Nazis hätten alle traditionellen moralischen Vorstellungen abgelegt? Sicher nicht. Treue wird auch für viele von ihnen ein hoher Wert gewesen sein. Die schlimmen Verbrechen (v.a. der Holocaust) wurden nur möglich, weil Juden, Schwule, Kommunisten etc. das Menschsein abgesprochen wurde. Sehe dir antisemitische Karikaturen aus den 30er Jahren an. Juden wurden als "Ratten" bezeichnet. Wenn man sein Gegenüber nicht mehr als Mensch sieht, kann man "es" auch leichter töten. Es gibt gewisse typische Entwicklungen, die vielen Genoziden (Holocaust, Ruanda, Ex-Jugoslavien, Armenien etc.) vorangegangen sind und sie sie erst ermöglich haben. Dazu gehört wie gesagt, dass man dem Gegenüber das Menschsein absprach, aber auch dass man sich von ihm bedroht fühlte (meistens völlig zu unrecht) und meinte sich zu verteidigen.

5. Fehlende Perspektive einer Affäre

@coleen41

Was wäre denn für dich eine Perspektive? Ist der Genuss im Hier uns Jetzt + die Streicheleinheiten fürs Ego nicht schon Perspektive genug? Muss man immer nach "Höherem" streben? Und was wäre dieses "Höhere" überhaupt?


6. Meine Erfahrungen als betrogene Ehefrau/Spiess umdrehen/Rachegefühle

Da ich das mehrmals gefragt wurde: Nein, ich will mich nicht rächen (an wem überhaupt?) und will auch den Spiess nicht umdrehen.

In meiner Ehe gab es viele Probleme, die mit der Ehe selbst wenig zu tun hatten. Mein Mann hatte/hat Probleme mit sich selber und ich dachte, ich könne ihm helfen. Ich dachte, ich würde ihn durch meine Liebe und Loyalität "retten", er würde sehen, wie sehr ich ihn liebe und wir würden auf immer und ewig glücklich zusammen sein. In einer besonders schweren Zeit für ihn, in der ich ihm bedingungslos beistand, ist es dann passiert. Er ist einfach so in ein Bordell spaziert und hat sich nicht mal die geringste Mühe gegeben, dies vor mir zu verschleiern. Genauer gesagt, erfuhr ich davon, als er noch dort vor Ort war (und das ohne besonders zu schnüffeln etc.). Nicht die Tatsache, dass er im Bordell war, hat mich erschüttert, sondern dass es ihm offensichtlich so egal war, ob ich bei ihm bleibe oder nicht. Das hat sich auch in seinem Verhalten gezeigt, als ich ihn mit meinem Wissen konfrontiert habe. Danach lief es natürlich noch schlechter und er hatte eine kleine Affäre + eine versuchte. Ich habe den Frauen keinerlei Schuld gegeben, im Gegenteil. Mit seiner Affäre habe ich mich sehr gut verstanden und finde eigentlich, dass sie sich in einer Situation, die für mich sehr schwer war, wesentlich moralischer verhalten hat als viele "Freunde", die sich nach Aussen so moralisch und emphatisch geben. Diese ganzen Erfahrungen waren sicher nicht schön, aber ich bin froh drum. Meine Ehe ist nicht wegen der Affären/des Bordells gescheitert, sondern weil mein Mann mich nicht geliebt hat, vermutlich kann er niemanden lieben, denn er liebt sich selber nicht. Gut das ich schon nach ein paar Jahren einsehen musste. Sonst hätte ich mich mit ihm mein Leben rumgequält und dann hätte er mich verlassen, wenn ich ihn, z.B. wegen einer Krankheit, am meisten gebraucht hätte. Jetzt weiss ich woran ich bin. Ich habe ein gutes soziales Netz mit Freunden, die mir gegenüber loyal sind und denen gegenüber ich loyal bin. Wenn nötig, stehen wir uns bei, und das ohne Sex und ohne Trauschein.

7. Was meine potenzielle Affäre angeht

Ich weiss überhaupt nicht, ob es eine Affäre wird, ob sie heimlich sein wird, ob überhaupt mehr passiert, als passiert ist. Qui vivra verra. Das ist hier nicht so wichtig. Ich habe einfach registriert, dass dieser Mann viel Interesse an mir zeigt und dass ich ihn bei näherer Betrachtung auch sehr interessant finde. Alles andere sind meine Mutmassungen und vielleicht kommt es ganz anderes. Es scheint da aber einige klassische Muster zu geben (eben Ehemann-Ehefrau-Geliebte) und ich fand es interessant, dass meine Einschätzung so stark von der vieler anderen abweicht.

8. Eier in der Hose

Es gibt m.E. viele Gründe, warum Männer und Frauen eine Ehe, die auch unterschiedlichen Gründen nicht optimal läuft, aufrecht erhalten. Sehr viele. Auch ich habe meine Ehe länger laufen lassen, als gut gewesen wäre. Deswegen würde ich deswegen nicht den Stab über jemandem brechen.

Es
bleibt doch trotz allem die frage,ob du damit umgehen kannst?Koenntest du deine gefuehle und dein verlangen soweit zurueck schrauben und keine ansprueche stellen?Koenntest du damit umgehen,wenn der mann sich in dich verliebt und seine frau fuer dich verlassen will umgehen?Koenntest du mit dem kampf den er dann fuehrt leben?Mit seinen sorgen,mit denen er zu dir dann ja wohl kommt umgehen?

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9. Februar 2015 um 10:26
In Antwort auf

Das wirklich traurige
an dir finde ich, dass du weißt, wie sich die Betrogene fühlt und du es trotzdem einer Frau antun willst, die du nicht kennst, von der du nichts weiter weißt als das sie einen Mann hat der vielleicht dumm genug ist mit dir was anzufangen und sich somit als Charakterschwein outet.
Und ob du es hören willst oder nicht, auch die Affäre eines verheirateten Mannes trägt eine Mitschuld, wenn sie wusste, dass er gebunden ist! Du brauchst deine Hände nicht in Unschuld waschen, wenn du etwas mit ihm anfangen solltest solltest.
Erbärmlich, so Leute wie du! Dieser miese Egoismus kotzt ich an. Hauptsache mir gehts gut, was ich mit meinem Handeln anrichte, ist mir doch egal. So denkt ihr doch, oder?! Absolut widerlich!

Hm
Also warum trägt denn die Affäre deiner Meinung nach die (Mit-)Verantwortung für eine Ehe? Und verletzt sie diese erst, wenn sie mit dem Ehemann schläft? Wo würdest du dir Grenze setzen?

Ausserdem frag mich gerade ... Angenommen du lebst mit einem Charakterschwein zusammen - ist es für dich nicht besser zu wissen, wie er tickt?

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9. Februar 2015 um 10:41

Verliebtheit und Erwartungshaltung
Danke dir für deine Ausführungen.

Besonders interessant sind die zu den Gefühlen. Im Grunde sagst du, dass jemand der verliebt ist auf kurz oder lang eine klassische Beziehung anstreben wird. Ich denke, dass das auf sehr viele zutrifft. Nur: ist es nicht widersprüchlich? Genau durch die klassische Alltagsveziehung geht doch der Reiz irgendwann verloren, sodass bei den meisten irgendwas kaum noch übrig bleibt. Die Scheidungsraten sprechen ja für sich.

Und was die Empathie angeht ... Gönnst du die ab und ab etwas Luxus? Gibst du Tausende für einen Urlaub aus? Kaufst du dir Klamotten, obwohl dein Kleiderschrank nicht gerade leer ist? Wie vereinbarst du das damit, dass du mit diesem Geld z.B. jemandem das Augenlicht hättest retten können - aber du warst zu egoistisch. Die schöne Jacke war wichtiger.
Wie lebst du damit und schaffst es gleichzeitig, z.b. eine Geliebte zu verurteilen, weil für sie nicht die Interessen der Ehefrau an erster stelle stehen?

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9. Februar 2015 um 10:42
In Antwort auf

Verliebtheit und Erwartungshaltung
Danke dir für deine Ausführungen.

Besonders interessant sind die zu den Gefühlen. Im Grunde sagst du, dass jemand der verliebt ist auf kurz oder lang eine klassische Beziehung anstreben wird. Ich denke, dass das auf sehr viele zutrifft. Nur: ist es nicht widersprüchlich? Genau durch die klassische Alltagsveziehung geht doch der Reiz irgendwann verloren, sodass bei den meisten irgendwas kaum noch übrig bleibt. Die Scheidungsraten sprechen ja für sich.

Und was die Empathie angeht ... Gönnst du die ab und ab etwas Luxus? Gibst du Tausende für einen Urlaub aus? Kaufst du dir Klamotten, obwohl dein Kleiderschrank nicht gerade leer ist? Wie vereinbarst du das damit, dass du mit diesem Geld z.B. jemandem das Augenlicht hättest retten können - aber du warst zu egoistisch. Die schöne Jacke war wichtiger.
Wie lebst du damit und schaffst es gleichzeitig, z.b. eine Geliebte zu verurteilen, weil für sie nicht die Interessen der Ehefrau an erster stelle stehen?

Sorry
Ich meine "Alltagsbeziehung". Tippe auf dem Handy.

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9. Februar 2015 um 11:58

Hallo colleen
Danke für deinen Beitrag. Bauchpinseleien suche ich nicht

Aber vor was renn ich denn weg? Ich stehe im Leben durchaus meinen "Mann". Erziehe mein Kind, bin beruflich erfolgreich, habe Freunde, Hobbies. Will nur keine Beziehungen meht sondern eher sowas was wie Friends with Benefits.

Wocon laufe ich weg?

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9. Februar 2015 um 12:00
In Antwort auf

Verliebtheit und Erwartungshaltung
Danke dir für deine Ausführungen.

Besonders interessant sind die zu den Gefühlen. Im Grunde sagst du, dass jemand der verliebt ist auf kurz oder lang eine klassische Beziehung anstreben wird. Ich denke, dass das auf sehr viele zutrifft. Nur: ist es nicht widersprüchlich? Genau durch die klassische Alltagsveziehung geht doch der Reiz irgendwann verloren, sodass bei den meisten irgendwas kaum noch übrig bleibt. Die Scheidungsraten sprechen ja für sich.

Und was die Empathie angeht ... Gönnst du die ab und ab etwas Luxus? Gibst du Tausende für einen Urlaub aus? Kaufst du dir Klamotten, obwohl dein Kleiderschrank nicht gerade leer ist? Wie vereinbarst du das damit, dass du mit diesem Geld z.B. jemandem das Augenlicht hättest retten können - aber du warst zu egoistisch. Die schöne Jacke war wichtiger.
Wie lebst du damit und schaffst es gleichzeitig, z.b. eine Geliebte zu verurteilen, weil für sie nicht die Interessen der Ehefrau an erster stelle stehen?

Huch
das liest sich,als wäre das in deiner ehe so gelaufen,nach dem motto : grundsätzlich ist ab einer gewissen zeit eh die luft raus,das kann dir aber mit jeder art von beziehung passieren.
Zu der empathie und deinen vergleich schreib ich jetzt mal nichts

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9. Februar 2015 um 12:09
In Antwort auf

Hm
Also warum trägt denn die Affäre deiner Meinung nach die (Mit-)Verantwortung für eine Ehe? Und verletzt sie diese erst, wenn sie mit dem Ehemann schläft? Wo würdest du dir Grenze setzen?

Ausserdem frag mich gerade ... Angenommen du lebst mit einem Charakterschwein zusammen - ist es für dich nicht besser zu wissen, wie er tickt?

Warum?
Erstmal hab ich irgendwo geschrieben, dass sie mitverantwortlich für die Ehe ist? Nein hab ich nicht. Mir geht es darum, dass hier einer Person bewusst wehgetan wird und die Affäre weiß was sie tut, wenn sie mit einem vergebenen Mann ins Bett steigt! Sie weiß, dass es die Ehefrau verletzen wird und es ist ihr egal!

Und zweitens, die mögliche Affäre hat die freie Wahl. Entweder sie ist nichts weiter als eine moralisch fragwürdige Frau, die mit dem Mann einer anderen Frau ins Bett steigt oder sie lässt es. Schon mal was von Mitgefühl gehört? Schon mal was davon gehört, dass man sich nicht alles nehmen muss was man haben will?! Das man einfach mal Rücksicht nehmen kann?!

Und jetzt eine Gegenfrage. Warum musst DU es sein, der der bisher nichtsahnenden Frau beweisen muss, dass ihr Mann ein mögliches Charakterschwein ist? Warum kannst du nicht einfach deine Beine geschlossen halten oder dir einen Typen suchen der Single ist?

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9. Februar 2015 um 12:17

Verplemperte Lebenszeit
Wie das?

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9. Februar 2015 um 12:24
In Antwort auf

Warum?
Erstmal hab ich irgendwo geschrieben, dass sie mitverantwortlich für die Ehe ist? Nein hab ich nicht. Mir geht es darum, dass hier einer Person bewusst wehgetan wird und die Affäre weiß was sie tut, wenn sie mit einem vergebenen Mann ins Bett steigt! Sie weiß, dass es die Ehefrau verletzen wird und es ist ihr egal!

Und zweitens, die mögliche Affäre hat die freie Wahl. Entweder sie ist nichts weiter als eine moralisch fragwürdige Frau, die mit dem Mann einer anderen Frau ins Bett steigt oder sie lässt es. Schon mal was von Mitgefühl gehört? Schon mal was davon gehört, dass man sich nicht alles nehmen muss was man haben will?! Das man einfach mal Rücksicht nehmen kann?!

Und jetzt eine Gegenfrage. Warum musst DU es sein, der der bisher nichtsahnenden Frau beweisen muss, dass ihr Mann ein mögliches Charakterschwein ist? Warum kannst du nicht einfach deine Beine geschlossen halten oder dir einen Typen suchen der Single ist?

Weil er
mir gefällt und ich ihm wohl auch. Mein Mitleid für die Frau hält sich in der Tat in Grenzen. Ich fühle mich für sie in keinster Weise verantwortlich und wenn ihre Beziehung zu ihrem Mann so läuft, dass er wieso auch immer, Sex mit einer anderen will, ist das erst recht nicht mein Problem.

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9. Februar 2015 um 12:50
In Antwort auf

Weil er
mir gefällt und ich ihm wohl auch. Mein Mitleid für die Frau hält sich in der Tat in Grenzen. Ich fühle mich für sie in keinster Weise verantwortlich und wenn ihre Beziehung zu ihrem Mann so läuft, dass er wieso auch immer, Sex mit einer anderen will, ist das erst recht nicht mein Problem.

Ich sag ja,
eine gefühllose Egoistin vor dem Herren.
Na bitte, dann geh hin und tu was du nicht im Stande bist zu unterlassen.

Wozu hast du den Thread hier eigentlich eröffnet? Du würdest dich ohnehin nicht von deinem egoistischem Handlen abhalten lassen. Also wozu das alles? Willst du der Welt deine gefühllose Denkweise vor Augen führen oder was?

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9. Februar 2015 um 13:56

Etwas Vernünftiges?
Was ist das? Was könnte mir eine Beziehung bringen, was ich jetzt nicht habe.

Aktiva: Kind, guter Job, Wohnung, Hobbies, loyale Freunde, auf die Verlass ist.

Und falls die Affäre klappt: guter Sex + Streicheleinheiten fürs Ego

Was könnte eine Beziehung bringen?

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9. Februar 2015 um 14:23

Der Betrug
War nicht der Grund für das Scheitern der Ehe, er war nur ein Symptom. An wem soll ich mich denn rächen wollen?

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9. Februar 2015 um 14:25

Ganz genau.
Offensichtlich nimmt man es anderen nicht ab, wenn sie behaupten eben keine Beziehung anzustreben.

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9. Februar 2015 um 14:41

Und deswegen
muss sie dafür sorgen, dass auch andere enttäuscht werden?
Bescheuertes Denken! Vielleicht sollte man mal so langsam anfangen nicht für alles und jeden Entschudligungen zu suchen und zu finden!

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9. Februar 2015 um 14:46

Dein Geschwafel
verstehe ich nicht... Aber bitte, glaub den Quatsch ruhig und freu dich auf den Tag an dem du beschissen wirst, aber hey, immer schön dran denken: solange es den Anderen damit gut geht und dir scheiße ist doch alles gut...

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