Forum / Liebe & Beziehung

Ehemann alkoholkrank

16. August um 23:03 Letzte Antwort: 18. August um 9:47

Hallo zusammen,

ich will mich einfach mal mitteilen und auch paar Ratschläge einholen.
Mein Mann ist ein Alkoholiker und das schon seit vielen Jahren. Mal einsichtig mal nicht. Es gab schon unzählige Versprechen damit aufzuhören sich therapieren zu lassen jedoch wurden diese nicht eingehalten. Wir haben einen 16 Monate alten Sohn zusammen und seit meiner Schwangerschaft ist es noch schlimmer geworden. Nicht das er sich kein Kind gewünscht hätte im Gegenteil. Nun bin ich an dem Punkt angelangt wo ich nicht mehr kann. Ich liebe ihn noch aber wir führen keine Beziehung mehr. Bis jetzt war ich immer die Nadhsichtige, die Starke ... doch mit fehlt die Geduld, die kann ich für ihn nicht mehr aufbringen da unser Sohn schon an meinen Nerven zerrt. Ich muss für den Kleinen funktionieren. Aber mir fehlt die Liebe, das Verständnis, die Zuneigung, die Anerkennung. Er hat schon unzählige Male die Wohnung verlassen und kam immer wieder zurück. Ich habe ihn auch schon oft gesagt er soll endlich gehen doch er tut es einfach nicht. Es gibt Wochen wo wir nicht mehr reden und dann tut er so als wäre nichts gewesen und fängt ganz normal an mit mir zu reden. Wir haben sogar eine Eheberatung angefangen jedoch pausiert diese schon seit 5 Wochen und ich fand, dass sie vielversprechend war aber jetzt finde ich es einfach sinnlos. Nichts was dort versprochen wird wird eingehalten. Seine Schuldzuweisungen halte ich nicht mehr aus, da er uns das Porblem ins Haus gebracht hat. 
Was soll ich bloß machen? 

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17. August um 0:26

Es liegt doch auf der Hand, was Du machen kannst: Ihm die sprichwörtliche Pistole auf die Brust setzen und klarmachen, dass Du gehst, wenn er nicht sofort in Entziehung geht. Oder, was wohl eher infrage kommen wird, weil er wahrscheinlich nicht sofort in Therapie geht, "nur", weil Du das möchtest, Dich trennen. Dir und dem Kind zuliebe. 

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17. August um 0:36

Ich kann dich nur darin bestärken, daß er die Therapie macht. Wenn er es nicht macht, solltest du dich trennen- dein Kind würde schwer geschädigt werden!

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17. August um 23:13
In Antwort auf suseg.

Es liegt doch auf der Hand, was Du machen kannst: Ihm die sprichwörtliche Pistole auf die Brust setzen und klarmachen, dass Du gehst, wenn er nicht sofort in Entziehung geht. Oder, was wohl eher infrage kommen wird, weil er wahrscheinlich nicht sofort in Therapie geht, "nur", weil Du das möchtest, Dich trennen. Dir und dem Kind zuliebe. 

Ich habe ihn schon vor die Wahl gestellt, sogar sehr oft. Er sagt dann immer dass er aufhört, jedoch hält dies nicht lang. Er versteckt es ja auch, aber ist ja nicht so dass man es nicht richt. Der gesunde Menschenverstand sagt auch trenn dich. Leider ist mein Herz mit dabei sowas von im Weg. Obwohl dieses ja auch total gebrochen ist. 

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17. August um 23:14
In Antwort auf pi-choo

Ich kann dich nur darin bestärken, daß er die Therapie macht. Wenn er es nicht macht, solltest du dich trennen- dein Kind würde schwer geschädigt werden!

Du hast vollkommen recht 

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17. August um 23:19

Naja nicht der Alkohol sondern die sucht danach ist die Erkrankung. Damit aufzuhören ist nicht das Problem sondern nicht wieder anzufangen. Er ist schon so oft wegen Alkohol auf gut deutsch auf die fresse gefallen. So viele Probleme hat er sich damit eingefangen. Ich verstehe einfach nicht, wie er es riskieren kann seine Familie zu verlieren. 

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18. August um 6:11
In Antwort auf bety22

Naja nicht der Alkohol sondern die sucht danach ist die Erkrankung. Damit aufzuhören ist nicht das Problem sondern nicht wieder anzufangen. Er ist schon so oft wegen Alkohol auf gut deutsch auf die fresse gefallen. So viele Probleme hat er sich damit eingefangen. Ich verstehe einfach nicht, wie er es riskieren kann seine Familie zu verlieren. 

Naja,meine Frage war was von DIR eingehalten wird.

Jetzt schreibst du mir viel über IHN.

Was ist mit deiner Sucht,
da zu bleiben, obwohl du keine Kraft mehr hast, dir die Geduld fehlt, Anerkennung fehlt, Ihr keine Beziehung mehr führt,
du ihn schon oft vor die Wahl gestellt hast und dennoch NICHTS verändert hast. ?

Du hälst seine Schuldzuweisungen nicht mehr aus, weil er das Prob mit ins Haus gebracht hat. Sonst würdest du die aushalten,...weil ?

Ansonsten ist der Satz total beknackt, denn wenn ich ein Prob in meinem Haus habe, sehe ich logischweise, erst mal zu, das ich das Prob weg bekomme u steh nicht in meinem Haus u sag...ich halte es nicht mehr aus.

Ja, das mit der Erkrankung/Sucht etc..weiss ich, sehe es aber anders.

" Damit aufzuhören ist nicht das Problem sondern nicht wieder anzufangen."
Lies dir deinen Satz noch mal durch u bezieh ihn auf dich.

Sucht ist eine Schwäche. Und schwach sein ist negativ.

Deine Frage war..was soll ich bloß machen ?

Fang an deine eigenen Schwächen "in Ordnung" zu bringen u hör auf aus Angst davor, an deinem Mann rummzupatschen. Zeig sie ebenso "offensichtlich" wie es der Alk macht.( riechen/Geruch hast du geschrieben ).



 

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18. August um 9:35

Hallo,

der Befreiungsschlag, der sich vermutlich längst in deinem Kopf befindet ist das Ende einer Entwicklung, inder du versucht hast Verhalten zu tolerieren, zu entschuldigen oder möglicherweise auch geholfen zu verschleiern. 

Er kann nicht gehen und er kann nicht aufhören, vermutlich ist er nicht zur Abstinenz fähig, da sich wahrscheinlich starke Entzugssymptome einstellen. Deine Aussage "hier ist jetzt  Schluss" ist typisch für das Ende einer Entwicklung, inder zu lange kompensiert wurde. Du reagierst mit Schuldzuweisung "du hast das Problem mit ins Haus gebracht". 

Es geht nicht darum, deinen Partner zu heilen. Es geht darum, dass du erkennst, dass kompensatorische Hilfe nicht möglich ist und Suchtentwicklung fördert. Verantwortung deines Mannes outcourced. 

LG Sis
 

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18. August um 9:47
In Antwort auf bety22

Naja nicht der Alkohol sondern die sucht danach ist die Erkrankung. Damit aufzuhören ist nicht das Problem sondern nicht wieder anzufangen. Er ist schon so oft wegen Alkohol auf gut deutsch auf die fresse gefallen. So viele Probleme hat er sich damit eingefangen. Ich verstehe einfach nicht, wie er es riskieren kann seine Familie zu verlieren. 

Weil er nicht kann. Sucht hat nichts mehr mit einem freien Willen zu tun, vielmehr mit Kontrollverlust. Eine Suchttherapie dauert mehrere Jahre. Das Problem ist hier, dass der geschädigte Bereich des Gehirns umlernen muss. Erstmal, nicht bei konflikthaften Situationen auf Alkohol zurückzugreifen. Zeitgleich müssen Alternativen entwickelt werden, Ressourcen erarbeitet werden. Aber vor allem steht die Entgiftung. 

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