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Ehekrise

3. August 2008 um 15:57

also ich fang mal mit meiner geschichte an. ich bin 29 mein mann 35, waren 8 jahre zusammen als wir uns entschlossen haben zu heiraten. Vor 3 jahren haben wir uns dann das ja-wort gegeben und danach wollten wir ein kind. leider hat es nicht geklappt es war ne schwere zeit für mich das ständige hoffen und dann doch wieder monat für monat ne neue enttäuschung. musste dann ein viertel jahr tabletten nehmen wo es mir echt beschiessen ging aber mein mann hatte immer nur leicht reden...hat mich nie mal im arm genommen.ich war nur noch zuhause gesessen....es hat sich alles nur noch um kinder gedreht all meine freundinnen wurden schwanger nur ich nicht ich wurde immer trauriger. irgendwann wollte ich nicht mehr hab mich entschieden wieder lebenslustig zu werden hab wieder viel unternommen mit freundinnen die noch keine kinder haben mir zum teil andere gesucht.von nun an hab ich viel unternommen, hab mich dann vor ca. 6 monaten aus scheiß bei friendscout angemeldet und gleich jemand kennengelernt, er hat mich dann gleich ne woche später beucht obwohl wir 300 km voneinander entf. wohnen, seitdem schreiben wir täglich ewig sms und tel. wo wir nur können er hat sich tot. in mich verliebt und ich mich auch glaubig in ihn. jetzt steh ich zwischen ihn und meinen mann. meine ehe ist schon sehr kaputt reden kaum noch miteinander, streiten viel eigentlich leben wir nur noch so nebeneinander her.ich denke oft darüber nach was ich machen soll...soll ich mein lebenlang so unglücklich weiter leben oder einfach nochmal von vorne anfangen und hier alles aufgeben und zu den mann ziehen denn ich liebe. aber was ist wenn ich hier alles aufgebe und dann mit den anderen auch nicht glücklich werde...bin total verwirrt was ist die richtige entscheidung. meinen mann will ich aber auch nicht verletzten ich mag ihn....aber eigentlich nur noch als guten freund, wenn wir zusammen sind hab ich das gefühl das eine eises kälte zwischen uns ist, wenn ich mit dem anderen mann zusammen bin ja da bin ich wieder richtig glücklich...ja was soll ich machen

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3. August 2008 um 16:37

Natürlich fühlt sich das Neue oft total
gut, aufregend und unbelastet an. Das gaukelt einem oft vor, dass dort alles perfekt ist. Es kann so sein, aber es muß nicht so sein. Da gibt es das Heimliche, die Sehnsucht usw. Was es ist kann einfach nur die Zeit zeigen. Ob es das hält was es verspricht. Natürlich war die Kinderlosigkeit für euch eine große Belastung, die euch offenbar nicht zusammengeführt hat. Was habt ihr beide denn getan, um eure Ehe zu beleben. Hast du eigentlich überhaupt noch eine
Interesse an dieser Ehe. Wenn nicht, dann sei so ehrlich und fair und beende es, unabhängig davon wie es weitergeht.Das Beste wäre wahrscheinlich eine Zeit lang mal alleine zu leben. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Du kannst alles gewinnen, aber auch alles verlieren. Das Leben ist von vorne bis hinten ein Risiko. Es ist deine Entscheidung.
Viel Glück
Gruß Melike

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3. August 2008 um 20:50

Natürlich fühlt sich das Neue oft total
gut, aufregend und unbelastet an. Das gaukelt einem oft vor, dass dort alles perfekt ist. Es kann so sein, aber es muß nicht so sein. Da gibt es das Heimliche, die Sehnsucht usw. Was es ist kann einfach nur die Zeit zeigen. Ob es das hält was es verspricht. Natürlich war die Kinderlosigkeit für euch eine große Belastung, die euch offenbar nicht zusammengeführt hat. Was habt ihr beide denn getan, um eure Ehe zu beleben. Hast du eigentlich überhaupt noch eine
Interesse an dieser Ehe. Wenn nicht, dann sei so ehrlich und fair und beende es, unabhängig davon wie es weitergeht.Das Beste wäre wahrscheinlich eine Zeit lang mal alleine zu leben. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Du kannst alles gewinnen, aber auch alles verlieren. Das Leben ist von vorne bis hinten ein Risiko. Es ist deine Entscheidung.
Viel Glück
Gruß Melike

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5. August 2008 um 2:09

Verstehe dich sehr gut
Hallo nicki0622,

damit du mich besser verstehen kannst, muss ich ein bißchen ausschweifen und von mir erzählen. Ich lernte vor 16 Jahren meine Lebensgefährtin kennen. Sie hatte zu dieser Zeit bereits einen eineinhalbjährigen Sohn und wurde bald darauf von unserer Tochter schwanger. Unsere Tochter kam in der 29 Woche zur Welt. Sie ist hochgradig hörbehindert und hat nur eine unterentwickelte Niere. Die ersten zehn Tage kämpfte sie ums Überleben, danach ging es langsam bergauf. Mit acht Jahren hatte sie vierzehn Monate Dialyse und danach eine Nierentransplantation. Seit dem zweiten Lebensjahr versuchen wir ihr eine verbale Kommunikation so gut als möglich angedeihen zu lassen (Hörapparate, spezielle Schule, Kommunikationstraining, bestímmte Therapien). Sie kann nur schwer mit ihrer Umwelt verbal kommunizieren, die meisten Menschen verstehen ihre Aussprache nicht und dadurch kommuniziert sie mit der Gebärdensprache d.h. sie ist auch sozial sehr isoliert.
Meine Lebensgefährtin und ich hatten dadurch viele Spitalsaufenthalte, Therapie- termine, Organisationsaufwände, Ängste, Sorgen, zu wenig Zeit für den Sohn, persönliche Krisen und unweigerlich Beziehungskrisen. Denn meistens funktionierten wir in diesen Situationen einfach und waren froh wieder ein Problem gelöst zu haben. Es hat einmal eine Zeit gegeben, da mußten wir 14 Monate nur funktionieren.
Fakt ist, dass ich unsere Beziehung oftmals als rein freundschaftliche Beziehung sehe, weil ich (ich schreibe jetzt von meiner Perspektive als Mann) mich speziell in solchen Situationen und deren Rahmenbedingungen von meiner Lebensgefährtin gefühlsmäßig so entfernt habe, daß es mir manchmal nicht möglich ist, sie auch nur anzufassen. Meistens bauen sich wieder Gefühle für kurze Zeit auf, aber dann erdrückt die ganze Lebenssituation wiederum die Gefühle.
Auch ich träume oftmals von einer neuen Beziehung, bei der Gefühle leben dürfen (dieser Hunger nach Leben), obwohl ich genau weiß, ich werde meine Lebensgefährtin nicht verlassen und mache auch keine Seitensprünge.
Ich persönlich stelle mir auch oft die Frage, welcher Weg ist besser: neu beginnen und eventuell Gefühle voll entfalten können oder wie zur Zeit sie einsperren, versuchen damit umzugehen d.h. manipulieren (ich traue mir zu behaupten, man wird zum seelischen Krüppel) um den Alltag zu bewältigen.
Ich möchte damit nur eines sagen, du musst dich entscheiden und keiner kann dir die Entscheidung abnehmen und ich glaube das beide Entscheidungen positives wie auch negatives beinhalten. Beide Entscheidungen sind richtig, sowohl auch falsch.
Der Beitrag wurde ziemlich lang, aber ich musste ihn so ausholend schreiben, weil ich sicher sein möchte, dass du meine Kernaussage verstehst.
PS: Glaube mir, dein Mann hat auch gelitten, aber auf seine Art.

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7. August 2008 um 21:53

Gewinne Abstand von beiden....
Hi Nicki,

war mal in einer ähnlichen Situation. An deiner Stelle würde ich mich erst mal räumlich von meinem Mann trennen, damit du dir über deine Gefühle klar werden kannst. Oft vermißt man dann das, was vorher "selbstverständlich" war....

Der unerfüllte Kinderwunsch belastet JEDE Beziehung. Von permanenten Schuld-Zuweisungen bis hin zum Verlust des gegenseitigen Respekts, kann das viel Übel bewirken....

Auf keinen Fall würde ich mich trennen und dann direkt in eine neue Beziehung gehen. Das bringt nix, du brauchst Zeit, um zu verarbeiten, sonst nimmst du diese "alten" Gefühle mit in die neue Beziehung.

Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, dass du die richtige Entscheidung triffst.

LG

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