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Ehegattennachzug geplant mit Kindheitsliebe - Wie geht es weiter mit ihm?

31. Mai um 15:13 Letzte Antwort: 31. Mai um 21:53

Hallo liebe Community,

das ist hier mein 1.Beitrag, ich hoffe ihr könnt mit mir eure Ideen teilen.
Zuvor erstmal um was es geht.
Ich bin weiblich, 22 Jahre alt (Deutsche, aber komme auch ursprünglich aus Afanistan) und kenne seit über mehrere Jahren meinen Verlobten. Mein Verlobter (24 J) lebt nicht hier in Deutschland, sondern in Afganistan.
Wir kennen uns schon seit der Kindheit und immer als ich in Afghanistan ihm besuchen war, habe ich mit ihm getroffen, so dass es mit 11 J. von einer Kindheitsliebe angefangen bis heute geblieben ist. Wir lieben uns gegenseitig sehr und wollen sehr schnell zusammen leben.

Bis jetzt führen wir eine Fernbeziehung, da ich hier Medizin studiere in Deutschland (3.Semester) und er dort auch Medizin studiert (5.Semester). Es passt alles sehr gut zwischen uns wir können uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen und auch unsere Eltern unterstützen uns (finanziell) dass er sehr bald (spätestens 1 Jahr) hierher kommen kann per Ehegattennachzug.

Dass ich zu ihm gehen würde, ist wahrscheinlich vielleicht der schnellere Weg. Doch er ist gerne bereit sein Land zu verlassen, denn wir sind beide sicher, dass wir hier zusammen eine schönere Zukunft für uns aufbauen können. Wir sind bodenständige Menschen und brauchn nicht viel, uns ist nur wichtig, dass wir ein schönes Leben führen. (Und mit Scheinehe oder so hat es hier auch nichts zu tun -> siehe Kindheitsliebe (war in ein anderen Forum der Vrdacht deshalb erwähne ich es schon mal) Er hat auch schon mehrere Integrationskurse und Sprachkurse besucht. Ein Sprachkurslevel fehlt ihm noch soweit ich es weiß.

Nun meine Frage: ich fände es einfach nur traurig, da er ein sehr schlauer Mensch ist, wenn er hierher kommen würde, dass er nicht hier studieren könnte oder, dass er als ein eigentlicher Mdizinstudent, dann hier nur noch im Restaurant als Kellner arbeiten kann o. ä. Ich möchte ihm glücklich sehen. Nicht dass ein Kellner nicht glücklich sein kann, aber er hat dieses Potenzial und lernt sehr gerne. Er ist einfach ein Mensch, der sehr gerne lernt und andere lehrt. Er bringt mir immer bei, was er gelernt hat.
Deshalb wollte ich fragen, falls jmd. auch diese Erfahrung hat oder auch wenn ihr keine Erfahrung habt (ein drittes Auge sieht immer besser, was würdet ihr mir raten... wenn er in 1-2 J. hier kommt was sind die erste Schritte, sodass er schnell ein Studium/ oder ne Ausbildung nach seinem Interesse anfangen kann. Er hat wahnsinnig gute Noten und nur dass er aufgrund mir hierher kommt, möchte ich nicht, dass er sein Talent nicht ausschöpfen kann.

Also bitte her mit all euren Idden & Anregungen auch wenn ihr diesbezüglich keine Erfahrung habt. denn ich möchte ihm eine schöne Zukunft garantieren. Wir wollen nicht reich oder so was werden. Nein. absolut ncits. Wir wollen nur ein Beruf erlernen wo wir andere Menschen gesundheitlich helfen können und nur soviel Geld haben, dass wir unsere Kinder eines Tages eine schöne Zukuunft sichern können oder evl auch zusammen etw. aufbauen und zusammen arbeiten. Inshallah

Ich freue mich schon auf eure Antworten/ Ideen.

Schönen Tag noch.

Yasmin R.

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31. Mai um 16:05

Da wird dir das Amt besser Bescheid geben können ob und was geht. Oder nicht.
Du kannst hier nicht einfach studieren kommen. Da muss erst geklärt werden was anerkannt wird und wer die Studienkosten übernimmt. Er muss Sprachnachweise bringen. Das solltest du als Studentin eigentlich wissen?
Vermutlich ist es einfacher wenn er sein Studium dort beendet und inzwischen gut deutsch lernt. Vielleicht kann er ja erstmal ein Studienjahr hier verbringen.

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31. Mai um 16:05

Ich finde, er würde sein Potential vergeuden, wenn er hier her kommt und im Endeffekt einen Helferjob macht, macht seine schulische Ausbildung hier nicht anerkannt wird.

Ich habe selber Medizin studiert und weiß daher, dass aus diesem Land, das Studium nicht anerkannt ist, er also nicht hier in seinem Semester weiterstudieren kann.

Mit Glück wird sein Schulabschluss anerkannt und er kann sein Studium hier neu beginnen.

Weiß aber nicht, ob das so sinnvoll ist.

Warum glaubst du, dass ihr hier in Deutschland glücklicher sein würdet, als in Afghanistan?

So weit ich weiß, freuen die sich dort über deutsche Mediziner und du könntest dort in deinem Semester weiter machen.

Ich hätte Sorge, dass er nach einigen Jahren doch unglücklich ist, weil sein Job ihn intellektuell nicht ausfüllt und er hier auch selten Optimale Arbeitsbedingungen in einem "einfachen" Beruf erhält.

Ich würde ganz dringend darauf pochen, dass er deutsch lernt und hier vielleicht eine Ausbildung macht, wo er am Ende verbeamtet wird, da dieser Job euch finanziell absichern würde und wenn z.B so etwas wie Corona nochmal ausbricht, ist immerhin einer von euch nicht betroffen.

Ansonsten wäre es nnatürlich das einfachste zu wissen, was er gerne möchte und wie er sich Leben in Deutschland vorstellt.

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31. Mai um 19:16
In Antwort auf herbstblume6

Da wird dir das Amt besser Bescheid geben können ob und was geht. Oder nicht.
Du kannst hier nicht einfach studieren kommen. Da muss erst geklärt werden was anerkannt wird und wer die Studienkosten übernimmt. Er muss Sprachnachweise bringen. Das solltest du als Studentin eigentlich wissen?
Vermutlich ist es einfacher wenn er sein Studium dort beendet und inzwischen gut deutsch lernt. Vielleicht kann er ja erstmal ein Studienjahr hier verbringen.

Danke für deine Antwort !
Er hat bis B1 alle Sprachnachweise gemacht, fehl noch B2 das macht er dann noch in den Semesterpausen. Mir ist klar, dass viel Bürokratische Abklärungen gemacht werden müssen wegen dem Studium hier in DE, doch ich wollt nur Erfahrungen oder Ideen haben in welche Richtung ich mich für ihn schon mal kümmern kann. Ganz beruflich umorientieren wird er wahrscheinlich nicht, möchte ich auch nicht.

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31. Mai um 19:53

">https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/index.php

Zusätzlich solltest du dich an deiner Hochschule informieren. 

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31. Mai um 21:50
In Antwort auf lovepgs5

Hallo liebe Community,

das ist hier mein 1.Beitrag, ich hoffe ihr könnt mit mir eure Ideen teilen.
Zuvor erstmal um was es geht.
Ich bin weiblich, 22 Jahre alt (Deutsche, aber komme auch ursprünglich aus Afanistan) und kenne seit über mehrere Jahren meinen Verlobten. Mein Verlobter (24 J) lebt nicht hier in Deutschland, sondern in Afganistan.
Wir kennen uns schon seit der Kindheit und immer als ich in Afghanistan ihm besuchen war, habe ich mit ihm getroffen, so dass es mit 11 J. von einer Kindheitsliebe angefangen bis heute geblieben ist. Wir lieben uns gegenseitig sehr und wollen sehr schnell zusammen leben.

Bis jetzt führen wir eine Fernbeziehung, da ich hier Medizin studiere in Deutschland (3.Semester) und er dort auch Medizin studiert (5.Semester). Es passt alles sehr gut zwischen uns wir können uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen und auch unsere Eltern unterstützen uns (finanziell) dass er sehr bald (spätestens 1 Jahr) hierher kommen kann per Ehegattennachzug.

Dass ich zu ihm gehen würde, ist wahrscheinlich vielleicht der schnellere Weg. Doch er ist gerne bereit sein Land zu verlassen, denn wir sind beide sicher, dass wir hier zusammen eine schönere Zukunft für uns aufbauen können. Wir sind bodenständige Menschen und brauchn nicht viel, uns ist nur wichtig, dass wir ein schönes Leben führen. (Und mit Scheinehe oder so hat es hier auch nichts zu tun -> siehe Kindheitsliebe (war in ein anderen Forum der Vrdacht deshalb erwähne ich es schon mal) Er hat auch schon mehrere Integrationskurse und Sprachkurse besucht. Ein Sprachkurslevel fehlt ihm noch soweit ich es weiß.

Nun meine Frage: ich fände es einfach nur traurig, da er ein sehr schlauer Mensch ist, wenn er hierher kommen würde, dass er nicht hier studieren könnte oder, dass er als ein eigentlicher Mdizinstudent, dann hier nur noch im Restaurant als Kellner arbeiten kann o. ä. Ich möchte ihm glücklich sehen. Nicht dass ein Kellner nicht glücklich sein kann, aber er hat dieses Potenzial und lernt sehr gerne. Er ist einfach ein Mensch, der sehr gerne lernt und andere lehrt. Er bringt mir immer bei, was er gelernt hat.
Deshalb wollte ich fragen, falls jmd. auch diese Erfahrung hat oder auch wenn ihr keine Erfahrung habt (ein drittes Auge sieht immer besser, was würdet ihr mir raten... wenn er in 1-2 J. hier kommt was sind die erste Schritte, sodass er schnell ein Studium/ oder ne Ausbildung nach seinem Interesse anfangen kann. Er hat wahnsinnig gute Noten und nur dass er aufgrund mir hierher kommt, möchte ich nicht, dass er sein Talent nicht ausschöpfen kann.

Also bitte her mit all euren Idden & Anregungen auch wenn ihr diesbezüglich keine Erfahrung habt. denn ich möchte ihm eine schöne Zukunft garantieren. Wir wollen nicht reich oder so was werden. Nein. absolut ncits. Wir wollen nur ein Beruf erlernen wo wir andere Menschen gesundheitlich helfen können und nur soviel Geld haben, dass wir unsere Kinder eines Tages eine schöne Zukuunft sichern können oder evl auch zusammen etw. aufbauen und zusammen arbeiten. Inshallah

Ich freue mich schon auf eure Antworten/ Ideen.

Schönen Tag noch.

Yasmin R.

Es ist die Frage, ob das mit dem Familiennachzug so klappt, wie du dir das vorstellst. Ich denke nämlich nicht!

Familiennachzug wäre es, wenn ihr verheiratet wärt und das schon längere Zeit. So seid ihr nicht verwandt und er muss nach den normalen Kriterien für Einwanderer nach Deutschland kommen und alle Kriterien erfüllen, die dafür notwendig sind. Wie die genau aussehen, findest du hier:

https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html?cms_lv3=9398010&cms_lv2=9391102#doc9398010

Sprachkenntnisse sind auf jeden Fall wichtig, dein Verlobter sollte also schon mal Deutsch lernen. Dann ist es wichtig, dass er einen Beruf hat, der hier in Deutschland gesucht wird, dann bekommt er eher eine Aufenthaltserlaubnis. Du musst dich erkundigen, ob das Medizinstudium in Afghanistan, das dein Verlobter gerade macht, in Deutschland überhaupt anerkannt wird. Wird es das nämlich nicht, kann er maximal als Krankenpfleger in Deutschland arbeiten und muss, um als Arzt arbeiten zu können, einen Nostrifizierungsprozess durchlaufen. Siehe hier:

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/

Ich weiß nicht, ob Menschen aus Afghanistan noch Asyl in Deutschland beantragen können. Es kommt ja auf das Heimatland und die Situation dort an, ob das möglich ist, das kann nicht jeder. Lies dich am besten mal hier dazu ein:

https://www.bmi.bund.de/DE/themen/migration/asyl-fluechtlingsschutz/asyl-fluechtlingspolitik/asyl-fluechtlingspolitik-node.html


 

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31. Mai um 21:53
In Antwort auf lovepgs5

Danke für deine Antwort !
Er hat bis B1 alle Sprachnachweise gemacht, fehl noch B2 das macht er dann noch in den Semesterpausen. Mir ist klar, dass viel Bürokratische Abklärungen gemacht werden müssen wegen dem Studium hier in DE, doch ich wollt nur Erfahrungen oder Ideen haben in welche Richtung ich mich für ihn schon mal kümmern kann. Ganz beruflich umorientieren wird er wahrscheinlich nicht, möchte ich auch nicht.

Das ist schonmal gut!

Du kannst dich da nicht wirklich viel kümmern vorab, weil ich denke, dass man seine Zeugnisse und Dokumente braucht, um festzustellen, ob sein Studium hier anerkannt wird oder nicht. 

Heiraten solltet ihr vorher auch noch, sonst geht der Familiennachzug schon mal nicht. Die Frage ist auch, wie lange ihr verheiratet sein müsst, damit Deutschland das anerkennt. 

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