Forum / Liebe & Beziehung

Ehefrau trennt sich nach 2 monatigen Aufenthalt in psychosomatischer Klinik

15. April um 14:43
In Antwort auf

Liebe Gabriela,

vielen Dank für deine Zeit und Worte.

Aber wieso wirfst du mir vor, dass ich mich ja sogar OFFENBAR und dann auch NIE für ihre Krankheit interessiert habe?
Ich glaube zumindest, dass du das eher schwer einschätzen kannst. Aber das ist nur meine Meinung, ich würde gern wissen, wieso du dir da so sicher bist?

Wir sind viele Jahre schon gemeinsam den Weg mit irher Krankheit gegangen und ich habe versucht sie immer zu unterstützen, zu stärken und ihr versucht den Rücken so gut es ging frei zu halten. Natürlich können mir da Fehler unterlaufen sein und ich habe Dinge vielleicht gemacht, die eben nicht so passend waren. Aber da ich nie eine schlechte Rückmeldung bekommen habe, habe ich gedacht es wäre auch so gut. Und jetzt hatte ich größte Hoffnungen in die Klinik, dass meine Frau und auch wir als Paar noch viel mehr Tipps bekommen, wie wir damit noch besser umgehen können.

Ich habe mich, so denke ich, sehr wohl um sie gekmmert und bin sehr achtsam mit ihr umgegangen. Ich meine sogar, dass ich vlt ein wenig zu unachtsam mit mir umgegangen bin, da ich vieles hinten angestellt habe. Aber ich würde wieder so handeln, da ich es ja aus Liebe getan habe und ihr einfach nur helfen wollte und für sie da sein wollte bzw. ja immernoch möchte.

Und das sie längst nicht inerlich heil ist, ist mir auch sehr wohl bewusst und auch da denke ich zumidnest, habe ich nie hier geschrieben, dass ich denke sie wäre jetzt wieder gesund...In der Therapie bzw. Klinik soll man ja viele verschiedene Ansätze kennenlernen, wie man mit seiner Krankheit umgehen kann und was das Umfeld auch noch besser dazu beitragen kann.
Weshalb es gerade auch für mich sehr hart ist, dass das, worin ich so große Hoffnungen gesetzt habe, dass wir danach gemeinsam neue Anregungen bekommen und noch besser mit ihrer Krankheit umgehen können, jetzt zu solch einem Ende führt. Welch Ironie des Schicksals. Das, wo wir ja BEIDE gehofft haben, dass es UNS hilft, entpuppt sich jetzt als bitteres Ende von dem UNS.

Ja das mit dem verlieben ist nicht neu ja das ist richtig.
Und hier stimme ich dir voll und ganz zu: So etwas sollte unterbunden werden und nicht toleriert werden! Denn dadurch konzentrieren sich die Patienten nicht auf sich selbst und die Therapie und den angstoßenen Prozess im Patienten selbst! Da prasseln dann nur zusätzlich Dinge auf ihn ein mit denen er sich auch noch beschäftigen muss, nämlich der bestehenden partnerschaft und dem Neuen und die eigentlichen Probleme mit der Depression rücken in den Hintergrund und wie du sagst wird dadurch die Therpaie nicht si ernst genommen, wie sie es egtl sollte. Dadurch gefährdert der Patient egtl den Erfolg von dessen, weshalb er egtl in der Klinik ist! Nämlich das Lernen von einem besseren Umgang mit der Krankheit, in diesem Fall Depression.
Und ja natürlich glaube ich dir, dass das Sinn macht, das habe ich ja gar nicht bezweifelt und wenn das so bei uns gewesen wäre, wäre das vlt eine Chance auch für uns gewesen! Das macht mich sehr traurig, dass das in Bad Kissingen toleriert wurde...

Toll fande ich diese Aussage von dir:
"Lenke ich mich davon ab, indem ich mich auf einen anderen Menschen einlasse - geistig und euphorisch - ist meine Therapie praktisch ''für die Katz'' und der Kopf ist nicht mehr frei." - EXAKT! Danke für diese Worte!

Umso mehr macht es mich einfach traurig, dass es toleriert wurde und umso mehr enttäuscht es mich, dass sich meine Frau genau auf sowas eingelassen hat. Nicht nur, weil mich der Betrug natürlich so stark verletzt sondern, weil sie dadurch die Chance die sie da in der Klinik bekommen hat leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat und eben nicht mit ganzem Kopf dabei gewesen ist! Das ist fahrlässig von ihr und so hätte ich sie nicht eingeschätzt.

Darf ich dein Fazit mit dem, dass ich es besser verstehe, warum uns das passiert ist, so interpretieren, dass du meinst aufgrund des Neuen hat sie sich emotional so aus der Bahn bringen lassen, dass sie gleichzeitig durch die ganzen neuen EIndrücke und Ratschläge bzgl. ihrer Depression einfach so überwältigt war von allem, dass sie jetzt einfach alles erstmal von sich weg geschoben hat? Dass ihr alles zu viel war und sie jetzt erstmal mit sich selber klar kommen muss wieder?
Oder wie hast du das gemeint?

Mitleid... empfindest du ich habe Mitleid mit ihr und uns aber kein Verständnis? Und bin zu eitel?
Wenn dem so ist, würde mir das sehr zu denken geben über mich selsbt und mich auch von mir enttäuschen und dann würde ich es gern besser machen. Was rätst du? Oder hast du es anders gemeint als ich deinen letzten Satz es interpretiere?
Ich habe schon Mitleid mit ihr ja, denn ich weiß, was sie die letzten Jahre alles durchstehen musste und was sie für eine starke Frau ist, wie sie das alles hinbekommen hat.. Da habe ich ungeheuren Respekt vor ihr und Mitleid, weil sie so leiden musste und es immernoch aufgrund ihrer Krankheit.
Ja ein bisschen Mitleid habe ich leider auch immer zur Zeit mit mir selber, dieses dumme Selbstmitleid was nichts bringt ich weiß, aber es hat mich eben einfach enorm verletzt, wie sie mit mir und uns nach der Klinik umgegangen ist. Der Betrug und natürlich die Erkenntnis, sie liebt mich seit Jahren nicht und hat mich auch nciht aus Liebe geheiratet. Ich versuche mir selbst nicht so leid zu tun, weil das dumm und schwach ist, aber in solch einer Situation denke ich, darf man auch mal schwach sein. Denn das geht schon ganz schön tief kann ich dir sagen...
Und Verständnis habe ich all die Jahre dene ich aufgebracht, aber ja ich muss auch zugeben, dass mir das Verständnis für den monatelangen Betrug in der Klinik ohne mir etwas zu sagen und auch für ihre rigorose endgültige Entscheidung leider fehlt. Wieso sie mich heiraten kann vor kurzem und verspricht, egal was kommt, erst einmal versuchen wird gemeinsam Wege zu finden und dann wenn es darauf ankommt, es doch nicht tut bzw. tun will.
Und da gebe ich dir recht, vielleicht ist das unfair ihr gegenüber, aber ich habe mich ja auch auf sie verlassen und ihr vertraut und fühle mich jetzt ganz schön verraten und benutzt. Vielleicht bin ich da zu eitel oder zu altmodisch was Heirat anbelangt und sicherlich auch gekränkt, denn ich bin mir ja auch etwas Wert. Und zu merken, dass ich als ihr Ehemann ihr so wenig Wert bin und sie mir und uns nichts anderes anbieten kann als sich kalt zu trennen verletzt einfach auf vielen Ebenen.

Aber schlussendlich hast du recht, hauptsache ist, ihr geht es irgendwann wieder gut, besser und sie wird glücklich. Das wünsche ich ihr von ganzem Herzen. Das hat sie so sehr verdient! Aber wie das alles gelaufen ist macht mich nur sehr traurig und ist einfach enttäuschend, dass man als Ehemann nicht eine einzige Chance bekommt.

Ich möchte dir danken für deine kritischen Fragen, die Diskussion über verschiedene Aspekte und dass du vieles hinterfragst!

Lieben Gruß
 

Vielleicht bin ich da zu eitel oder zu altmodisch was Heirat anbelangt und sicherlich auch gekränkt, denn ich bin mir ja auch etwas Wert. Und zu merken, dass ich als ihr Ehemann ihr so wenig Wert bin und sie mir und uns nichts anderes anbieten kann als sich kalt zu trennen verletzt einfach auf vielen Ebenen.

Erst einmal vielen Dank für Deine Rückmeldung. Und ganz sicher wollte ich hier niemanden verunglimpfen, falls das an mancher Stelle so erscheinen mag. Großes Verständnis habe ich für Euch beide - und Mitgefühl. Ich selbst habe 2 Therapien hinter mir. Die sollten mir helfen, gegen meine Alkoholkrankheit nicht nur körperlichen Entzug zu machen, sondern auch für meine geistige Gesundheit zu sorgen. Und ein zweites Mal deshalb, weil ich mich selbst einweisen ließ, um nicht rückfällig zu werden (das hoffte ich und mir wurde geholfen.)
Nun, aber von daher weht er nunmal, der Wind. Die ersten guten Wirkungen der seelischen Arbeit zeigen Erfolge - vor allem, weil man nahezu jedem Mitpatienten gut zugehört hat. Für einige empfindet man Mitleid und dann passiert es u.U. dass sich das Herz verirrt und sich zu jemandem hingezogen fühlt, den man nun gut zu kennen glaubt + ihn total zu verstehen meint.

Dass das ein reiner Irrglaube ist, stellt sich meist erst heraus, sobald man die ''Käseglocke'' wieder verlassen hat und sich der normal Alltag wieder eingestellt hat. Ja, natürlich ist es für einige erst mal ein tolles Gefühl - wie man es schon lange vermisst hat. Aber gerade darum ist es ja auch so trügerisch.
Und würde ich das jetzt so Deiner Frau erzählen, ich fürchte, sie würde sich strikt dagegen wehren, sich alles nur schön gedacht zu haben. Für sie fühlt es sich zunächst alles echt und gut an. Dir gegen über hat sie ein schlechtes Gewissen.

Und mal ganz ehrlich... ob das eine so gute Idee von Euch beiden gewesen war, Euch so früh schon fest aneinander zu binden - ohne auch einmal zu gucken, neugierig zu sein, auf andere Menschen - so, wie es eigentlich ja in der Jugendzeit eigentlich üblich wäre ... ich habe das so meine Zweifel. Denn, früher oder später wird zumindest einer der beiden Partner auch einmal Zweifel haben. Charaktere können einander ähneln, aber niemals sind zwei ganz genau gleich - bei aller Liebe nicht !

Ich schätze mal, dass Ihr anfangs - vor Eurer Heirat - eine Art Zweckgemeinschaft geführt habt. Nein, das muss Dich jetzt nicht aufregen - denn das gibt es in nahezu jeder langen Beziehung. Nenne es Liebe, nenne es ''tiefe Zuneigung''.

Httest Du eigentlich zwischendurch schon mal ein gewisses Gefühl, dass sie Dich mal verlassen könnte?

Auf jeden Fall bewundere ich Dich sehr dafür, dass Du sie nach wie vor sehr liebst und zu ihr hältst - den ''Schneid'' haben nicht viele Partner in so einer Situation. Und wenn ich ehrlich bin, sehe ich bei Euch noch nicht das ''Ende'' - eher so eine Art Orientierungssuche bei Deiner Frau. Vermutlich braucht sie das sogar dringend - nicht zuletzt auch darum, dass sie klar erkennt, wohin sie gehören möchte.
Du könntest für sie da sein - aber bitte nur als ihr Fels, der stützt, wenn sie das möchte und braucht - aber keinesfalls, darfst Du versuchen, ihr ihre Vernatwortung aus den Händen zu nehmen! Sie braucht es jetzt dringend, ernst genommen zu werden. Das wird Euch beiden gut tun. Betrachte es einmal von dieser nützlichen Seite und weniger von der einfachen, romantischen - so ist das Leben nämlich nicht - und jeder weiß das.

Danke Dir
und behalte Deine Frau weiterhin lieb, wenn es Dir möglich ist

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10. April um 13:32

Es tut mir sehr leid für Dich, was Du jetzt durchmachen musst. Und natürlich verstehe ich auch, dass Du Dich ungerecht behandelt fühlst und verstehen möchtest, was denn nun eigentlich passiert ist! Wenn Du die Gründe benennen könntest, würde Dir das in gewisser Halt geben und vielleicht die Hoffnung, doch noch etwas zum Guten verändern zu können. Aber Du kannst es nicht greifen, verstehst ihr Verhalten einfach nicht, findest es so ungerecht, fühlst Dich ausgenutzt und hintergangen, fragst Dich, was Du falsch gemacht hast, kapierst einfach nicht, warum sie Dir das antut und so weiter und so fort. Du drehst Dich im Kreis, grübelst, sorgst Dich, die Gedankenkarussells machen Dich schwindelig und sorgen dafür, dass Du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst.

Ich verrate Dir was: das kannst Du noch Jahre so weiter machen und es wird Dich keinen Zentimeter weiterbringen. Du wirst Dir weiter den Kopf zermartern, Dich in Selbstmitleid suhlen, es so ungerecht finden, Verbitterung wird in Dein Herz gelangen und nichts wird sich ändern.

Trauer und Wut sind wichtig, aber irgendwann bringen Dich diese Gefühle nicht weiter. Irgendwann musst Du Dich entschließen, wieder zu leben! Auch wenn es wehtut und Du Dich zutiefst verletzt fühlst, gehe in Dich und hinterfrage alles. Nicht nur ihr Verhalten und nicht nur, was Du denn falsch gemacht hast (laut Deiner Aussage verstehst Du nicht, was Du falsch gemacht hast, bohre da tiefer, Du wirst erkennen, dass eben nicht alles so ist, wie es den Anschein hat und um falsch und richtig geht es in den meisten Fällen ohnehin nicht).

Was Du beschreibst ist, dass Du nach Deinem Gefühl doch alles dafür getan hast, dass es euch gut geht, Du hast Opfer gebracht usw. und sie hat nie gesagt, dass sie etwas anderes möchte. So leid es mir tut, aber ich würde mich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass Du Deine Frau möglicherweise nie wirklich gekannt hast, es diese Verbindung eben nicht gab, sie sich vielleicht permanent eingeredet hat, dass das mit euch richtig ist, aber sie es irgendwann nicht mehr gefühlt hat. Ihr seid sehr jung zusammen gekommen, habt im Grunde keinen Vergleich, seid davon ausgegangen, dass das für immer ist usw. Dann wurde sie krank, Du warst für sie da, sie wollte ihre Krankheit in den Griff bekommen und möglicherweise gelingt ihr das jetzt. Vielleicht hat sie erkannt, dass ihr das mit Dir nicht möglich ist bzw, dass Du ein Faktor für ihr seelisches Ungleichgewicht bist. Auch finde ich es alles andere als heile Welt, wenn bei euch 9 Jahre sexuelle Flaute herrscht. Selbst wenn sie Dir versichert, dass es nicht an Dir liegt usw. Es ist sehr bequehm, das zu glauben. Bei mir hätten da alle Alarmglocken geläutet, vor allem wenn ihr davor ein "normales" Sexualleben hattet. Zudem hast auch Du Bedürfnisse usw. Vielleicht hat sie Deine Opferbereitschaft erdrückt, vielleicht hat sie sich Dir gegenüber verpflichtet gefühlt, weil Du ja so ein feiner Kerl bist und auf so viel verzichtest. Usw. Das sind jetzt reine Mutmaßungen, ich bin kein Psychologe und kenne euch nicht, vielleicht steckt auch was ganz anderes dahinter. Was allerdings Fakt ist: Sie war mit Dir nicht mehr glücklich. Kein Mensch trennt sich, wenn alles prima ist. Sie hat es Dir vielleicht gesagt, es sich selbst eingeredet, glücklich zu sein. Aber nun erkannt, dass es nicht stimmt. Der Klinikaufenthalt und das Kennenlernen des Anderen waren die Augenöffner für sie und Auslöser bzw. Anlass, sich von Dir zu trennen. Aber nicht die Ursache. Die Ursache liegt in euch und in den Jahren davor. 

Du versteifst Dich nun darauf, wie sie Dir das denn antun kann und nun vielleicht mit dem Neuen all das macht, was sie mit Dir nicht tun wollte. Warum sie Dir so wehtut, warum sie euch wegwirft. Alles verständliche und menschliche Gedanken. Aber sie sind undifferenziert, weil sie nur aus Deiner verletzten Sicht heraus Licht auf das Ganze werfen. Geh tiefer!

Ich drehe es mal um: Sie hat offenbar mit euch abgeschlossen, ist einen Schritt gegangen, den sie innerlich vielleicht schon vor Jahren vollzogen hat, ohne dass Du es gemerkt hast. Ohne dass sie es vielleicht selbst gemerkt hat. Jedenfalls ist ihr vollkommen klar: sie will das nicht mehr mit Dir! Ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, dass sie sich jetzt vielleicht auch aus guten Gründen so kalt und endgültig verhält? Es wird ihr womöglich sehr schlecht dabei gehen, sie wird wissen, dass sie Dich verletzt, sie wird wissen, dass Du nicht so schnell aufgeben wirst, wenn sie weiterhin nett und freundlich zu Dir ist, sie wird wissen, dass Du Dir Hoffnungen machen wirst, usw. Wäre es Dir lieber, sie würde Dir gegenüber verständnisvoll und warmherzig sein? Meinst Du, Du könntest damit besser umgehen? Das würde doch dann erst recht dafür sorgen, dass Du es nicht verstehen würdest, Du würdest nach wie vor Gefühle bei ihr vermuten wo lediglich Mitgefühl wäre. Oder Mitleid. 

Ich kenne weder Dich noch sie, vielleicht ist sie ja auch eine kaltblütige, charakterlose Frau und Du bist hier wirklich das ausgenutzte Opfer. Zudem weiß ich nicht, welche Rolle ihre psychische Erkrankung spielt. Aber auch das ist nicht entscheidend, denn es geht jetzt einzig und alleine darum, dass Du aus dieser negativen Endlosschleife rauskommst. Und Du kommst da nicht raus, wenn Dein Verstand durch permanente Vorwürfe vernebelt ist. Komm wieder in die Spur, mach Dein Lebensglück nicht davon abhängig, wie sich Deine (Ex-)Frau jetzt verhält. Ich weiß, dass kann ich als Außenstehender leicht sagen und alles braucht seine Zeit, aber auch Dir wird (hoffentlich) klar sein, dass Du in 15 Jahren an einer ganz anderen Stelle im Leben stehen wirst. Und da willst Du glücklich sein. Es liegt in Deinen Händen.

PS: Meine Ex hat mich nach 18 Jahren verlassen und wir haben 3 Kinder, das jüngste war zu dem Zeitpunkt 3 Monate alt. Das Leben ist weitergegangen und mit geht es gut heute! Das kannst auch Du schaffen!
 

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15. April um 19:18
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Vielleicht bin ich da zu eitel oder zu altmodisch was Heirat anbelangt und sicherlich auch gekränkt, denn ich bin mir ja auch etwas Wert. Und zu merken, dass ich als ihr Ehemann ihr so wenig Wert bin und sie mir und uns nichts anderes anbieten kann als sich kalt zu trennen verletzt einfach auf vielen Ebenen.

Erst einmal vielen Dank für Deine Rückmeldung. Und ganz sicher wollte ich hier niemanden verunglimpfen, falls das an mancher Stelle so erscheinen mag. Großes Verständnis habe ich für Euch beide - und Mitgefühl. Ich selbst habe 2 Therapien hinter mir. Die sollten mir helfen, gegen meine Alkoholkrankheit nicht nur körperlichen Entzug zu machen, sondern auch für meine geistige Gesundheit zu sorgen. Und ein zweites Mal deshalb, weil ich mich selbst einweisen ließ, um nicht rückfällig zu werden (das hoffte ich und mir wurde geholfen.)
Nun, aber von daher weht er nunmal, der Wind. Die ersten guten Wirkungen der seelischen Arbeit zeigen Erfolge - vor allem, weil man nahezu jedem Mitpatienten gut zugehört hat. Für einige empfindet man Mitleid und dann passiert es u.U. dass sich das Herz verirrt und sich zu jemandem hingezogen fühlt, den man nun gut zu kennen glaubt + ihn total zu verstehen meint.

Dass das ein reiner Irrglaube ist, stellt sich meist erst heraus, sobald man die ''Käseglocke'' wieder verlassen hat und sich der normal Alltag wieder eingestellt hat. Ja, natürlich ist es für einige erst mal ein tolles Gefühl - wie man es schon lange vermisst hat. Aber gerade darum ist es ja auch so trügerisch.
Und würde ich das jetzt so Deiner Frau erzählen, ich fürchte, sie würde sich strikt dagegen wehren, sich alles nur schön gedacht zu haben. Für sie fühlt es sich zunächst alles echt und gut an. Dir gegen über hat sie ein schlechtes Gewissen.

Und mal ganz ehrlich... ob das eine so gute Idee von Euch beiden gewesen war, Euch so früh schon fest aneinander zu binden - ohne auch einmal zu gucken, neugierig zu sein, auf andere Menschen - so, wie es eigentlich ja in der Jugendzeit eigentlich üblich wäre ... ich habe das so meine Zweifel. Denn, früher oder später wird zumindest einer der beiden Partner auch einmal Zweifel haben. Charaktere können einander ähneln, aber niemals sind zwei ganz genau gleich - bei aller Liebe nicht !

Ich schätze mal, dass Ihr anfangs - vor Eurer Heirat - eine Art Zweckgemeinschaft geführt habt. Nein, das muss Dich jetzt nicht aufregen - denn das gibt es in nahezu jeder langen Beziehung. Nenne es Liebe, nenne es ''tiefe Zuneigung''.

Httest Du eigentlich zwischendurch schon mal ein gewisses Gefühl, dass sie Dich mal verlassen könnte?

Auf jeden Fall bewundere ich Dich sehr dafür, dass Du sie nach wie vor sehr liebst und zu ihr hältst - den ''Schneid'' haben nicht viele Partner in so einer Situation. Und wenn ich ehrlich bin, sehe ich bei Euch noch nicht das ''Ende'' - eher so eine Art Orientierungssuche bei Deiner Frau. Vermutlich braucht sie das sogar dringend - nicht zuletzt auch darum, dass sie klar erkennt, wohin sie gehören möchte.
Du könntest für sie da sein - aber bitte nur als ihr Fels, der stützt, wenn sie das möchte und braucht - aber keinesfalls, darfst Du versuchen, ihr ihre Vernatwortung aus den Händen zu nehmen! Sie braucht es jetzt dringend, ernst genommen zu werden. Das wird Euch beiden gut tun. Betrachte es einmal von dieser nützlichen Seite und weniger von der einfachen, romantischen - so ist das Leben nämlich nicht - und jeder weiß das.

Danke Dir
und behalte Deine Frau weiterhin lieb, wenn es Dir möglich ist

Liebe Gabriela,

erstmal möchte ich dir meinen größten Respekt aussprechen, dass du anscheienend einen schweren aber erfolgreichen Weg bislang gegangen bist und aktiv und offensiv etwas gegen deine Krankheit tust.Toll!

ja da hast du natürlich recht ich habe eitel geschrieben und ja vielleicht ist es auch so, aber es ist einfach egrade bei mir im Kopf und Herz so viel Chaos, dass ich alles nicht einordnen und fassen kann. Aber du ahst recht, wenn dann sollte ich meine Eitelkeit ablegen, das ist nich angebracht. Aber man ist einfach so sehr verletzt... Aber es ist gut, dass du auch ein paar Gedanken bei mir mal zurecht rückst und mich bisschen wieder auf die richtige Bahn bringst, denn das letzte was ich will ist unfair zu sein. Das hat sie nicht verdient und viel zu viel durchgemacht die letzten Jahre. Auch der Betrug kam sicherlich unter nicht "normalen" Umständen zustande, weshalb es kein "normaler" Betrug ist, aber es ist und bleibt schon auch ein Betrug, der mich sehr kränkt und verletzt...
Aber ja in solch einem Fall gehören Eitelkeiten sehr weit hinten angestellt, da gebe ich dir recht und werde besser darauf achten.

Ja das kann ich voll und ganz bestätigen, dass sie gerade verliebt ist und das nicht hören wollen würde. Laut ihren Aussagen muss sie das jetzt einfach ausprobieren, um nicht später fragen zu müssen, was wäre gewesen wenn? Und ja auch mir gegenüber hat sie große Schuldgefühle, weil für sie Treue immer das A und O war... Deshalb macht sie sich sicher selber genug Vorwürfe, dass ich ihr das nicht auch noch jetzt aufs Brot schmieren werde. Sie weiß glaube ich ganz gut, wie sehr sie mich damit enttäuscht und verletzt hat.

Mh naja so früh fest gebunden haben wir uns ja eigentlich nicht. Wir waren ja 10 Jahre zusammen und dann habe ich mit 26 um ihre Hand angehalten. Sie hätte egtl lang genug Zeit gehabt da "leichter" auszubrechen. Vor allem, weil ich sie mehrmals auch gefragt habe, ob sie nicht vielleicht sich mal ausprobieren will, da sie nur mich kennt und es ja sexuell bei uns... nunja... eine Durstrecke wäre zu harmlos ausgedrückt, eher wüstenähnlich war. Aber sie aht imem rgesagt, sie will keinen anderen und das sexuelle liegt nur an ihr, da sie kein Interesse, Bedürfnis und Lust hat. Irgendwann habe ich es dann eben geglaubt. Weshalb mich ihr heimlicher Betrug jetzt natürlich umso mehr verletzt.
Ja und sie ist anscheienend jetzt die von dir angesprochene Person, die Zweifel bekommen hat. Aber meinst du, nur weil man früh zusammenkommt, kann es nicht gut und richtig sein? Ich kenne auch keine andere Frau und möchte aber auch keine andere. Ich habe eben auch sexuell viel hinten angestellt, weil mich die Beziehung einfach so erfüllt hat, dass ich sogar darauf verzichtet habe, obwohl ich ihr mehrfach auch gezeigt und gesagt habe, dass ich es gern anders hätte, aber wenn sie es nicht will dann natürlich nicht!
Tja vielleicht hast du recht. Aus irher Sicht. Aus ihrer Sicht war es eine Zweckgemeinschaft eventuell. Weil sie ja auch sagt, sie hat mich nur aus Vernunft geheiratet und nicht aus Liebe. ALles gut Gabriele, es regt mich nicht auf, das sind doch gute, kritisch konstruktive Nachfragen! Danke dir dafür.
Ich kann dir nur sagen, für mich war es definitiv keine Zweckgemeinschaft. Denn ich habe meine Liebe nie verloren und habe mich ja auch bewusst für den Antrag und für sie entschieden. Weil ich mir meiner Liebe sicher war und (lblöderweise) immer noch bin. Aber für sie ist die Liebe leider, vielleicht auch aufgrund der mangelnden Nähe und Intimität die sie nicht zugelassen hat, gegangen. Und für mich aber nicht. Das ist leider das Dilemma mit dem ich jetzt einfach allein klar kommen muss.

Ich hatte nie das Gefühl, dass sie mich verlasen könnte. Liegt aber kritisch hinterfragt vielleicht auch daran, dass ich mich von meiner Liebe habe blenden lassen? Vielleicht wollte ich es nicht sehen und habe die Probleme der letzten Jahre nur auf ihre Krankheit zurückgeführt (wie zum Bsp. die Nähe) und nicht auf eventuelle Probleme in der Partnerschaft. Worin mich aber wie schon geschildert auch die nicht Beteiligung in ihrer psychologischen Behandlung über die Jahre hinweg bestätigt hat. Da weder meine Frau noch ihre Psychologin je irgendwas gesagt haben, dass es ein Paargespräch geben sollte oder dass es eben irgendwelche Probleme auch in der Beziehung gibt, habe ich das nicht für möglich gehalten, dass sie mich nicht lieben könnte. Erst recht nicht, wenn sie zu meinem Antrag Ja sagt und 2 Jahre Verlobungszeit hat, um sich das gut zu überlegen.
Aber ja, vielleicht habe ich es nicht genug hinterfragt. Aber weißt du, wenn sie es selber nicht mal gemerkt hat, dass sie mich nicht liebt, wie hätte ich es dann merken sollen bzw. denken, dass sie mich verlässt? Aber ja, vielleicht habe ich mich blenden lassen dadurhc, dass es für MICH nie in Frage gekommen wäre sie zu evrlassen, da ich sie liebe und das einfach so auf sie projeziert. Möglich... Danke für den Denkanstoß!

Danke, dass du es gut heißt, wie ich zu ihr halte. Ich liebe sie und kann meine Gefühle auch nicht einfach so abstellen. Des Weiteren achte ich sie sehr als Person und schlsusendlich hat sie mich einfach glücklich gemacht. Dafür werde ich ihr immer dankbar sein.

Ja ich denke das stimmt. Sie braucht eine komplette Neuorientierung. Das sieht man ganz deutlich, da sie sich von ihrem/unserem alten gemeinsamen Freundeskreis nahezu komplett zurück zieht und sich einen neuen mit den Mitpatienten aufbaut, über Berufsneuorientierung nachdenkt und auch in Sachen Liebe neue Wege einschlägt.
Egal wo der Weg sie hinführt, ob irgendwann wieder zurück zu mir oder wo ganz anders hin, hauptsache wäre, sie wird endlich wirklich glücklich. Das wünsche ich ihr von ganzem Herzen.

Ja das habe ich ihr so gesagt, ich bin für sie da und würde gern weiterhin ihr Anker sein, Ihr Fels in der Brandnung, ob sie das je wieder möchte wird sich zeigen. Sie weiß, ich wäre da. Es gibt für mich ncihts, was Liebe nicht verzeihen könnte und woran man niht zumidnest erstmal gemeinsam arbeiten kann. Ob das dann von Erfolg gekrönt ist, steht auf einem anderen Blatt.
Ich hoffe sie weiß, dass ich sie ernst nehme und immer ernst genommen habe.

Aber egal wie es kommt, auch ich werde viel Zeit brauchen, denn die Velretzungen und Enttäuschungen gehen sehr tief.

Ich bedanke mich bei dir für deine Anstöße für andere Sichtweisen und dass du dich wirklich versuchst in die Lage hinein zu versetzen.

Lieben Gruß

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6. September um 1:23
In Antwort auf

Hallo,

ich bin gerade unglaublich verzweifelt.
Meine Frau war nach jahrelangen Depressionen von November 2019 bis Januar 2020 in einer psychosomatischen Klinik. Vorab gab es keinerlie Anzeichen und wir haben uns darauf gefreut, dass sie neue Impulse bekommt und wir dadurch lernen noch besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Aber antprlich habe ich mir auch große Sorgen gemacht und da wir wenig Kontakt hatten, war die Zeit für mich auch sehr schwer. Ich konnte sie auch nur über Weihnachten ein paar Stunden sehen und besuchen. Da war sie schon anders und sehr reserviert.
Als ich sie dann im Januar abgeholt habe, hat sie nach einer Woche gesagt sie liebt mich nicht mehr und das schon seit 5 Jahren!
Wir waren 13 einhalb Jahre ein Paar (sind beide 30) und haben erst vor eineinhalb Jahren im August 2018 geheiratet!
Das war ein riesiger Schock für mich und sie meinte, sie brauche jetzt Zeit und Raum für sich, um sich über vieles klar zu werden. Daraufhin bin ich gegangen um ihr diesen Raum zu geben, was unendlich hart für mich war. Nach 3 Wochen wollte sie sich wieder treffen und hat gesagt, es hat sich alles so bestätigt, sie liebt mich nicht und es gibt auch einen anderen, einen "Kurschatten" und sie hat Gefühle für ihn. Daraufhin hat sie sich dann auch getrennt. Sie meinte sie hat jahrelang nur auf ihren Verstand gehört und nicht auf ihr Herz.
Für sie ist die Trennung endgültig und es gibt keinerlei Chance für uns und auch eine Paartherapie hat sie konsequent abgeblockt. Sie ist so gefühlskalt und emotionslos mir gegenüber!
Ich habe eine komplett neue Frau mir gegenüber gehabt.
Daraufhin bin ich ausgezogen, weil ich es emotional nicht geschafft hätte in der Wohnung allein zu bleiben, wenn sie ausgezogen wäre.

Nun bin ich bei meinen Eltern erstmal wieder untergekommen und ich komme aber trotz allem noch nicht mit dem Umgang dieser Situation klar. WIe kann sie denn einfach so alles hinschmeißen ohne uns irgendeine Chance zu geben? So plötzlich und rigoros und endgültig... Natürlich ist es jetzt so, wenn sie verliebt ist, wird sie nicht gerade versuchen wollen sich jetzt in mich wieder zu verlieben, wenn das alles so stimmt, dass sie mich seit Jahren nicht mehr liebt. Es ist alles schon viel zu lange so für sie und deshalb macht es alles keinen Sinn. Aber davon war niemals die Rede! Wir hatten eine wudnervolle Hochzeit und uns verbindet so viel! Natürlich gab es Probleme aufgrund der Krankheit und es lief nicht mehr alles so rosarot schön, wie wenn man frisch verliebt ist. Aber egal was ist und was passiert ist in der Klinik, wieso gibt sie uns einfach so auf? Zählen ihre Eheversprechen rein gar nichts für sie? Sie hat sich doch erst vor Kurzem dazu entschieden mit mir ihren wieteren Lebensweg zu gehen und egal was kommt, erstmal versuchen will mit mir gemeinsam einen Weg zu finden. Wieso handelt sie so und verletzt mich so sehr?

Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen machen müssen und Interesse sich darüber auszutauschen?
Mir wurde mein bisheriges Leben einfach so genommen. Aus heiterem Himmel hat sie mir den Boden unter den Füßen weggezogen ohne jegliche Anzeichen. Ich bin einfach nur so verzweifelt und komme aus dem Grübeln nicht mehr heraus, habe keinen Antrieb mehr und alles ist nur noch grau. Letztes Jahr redete sie noch von Kindern und zu Silvester erhalte ich eine Sprachnachricht aus der Klinik, dass sie mich liebt und zwei Wochen später soll alles vorbei sein???
Und das sie mich betrogen hat tut natürlich auch sehr weh... Werden Angehörige denn nicht integriert, wenn es um Beziehungsprobleme geht in der Therapie? Ich bin von ihr und auch von den Therapeuten ja komplett ausgeschlossen worden!!!
Ich fühle mich so machtlos, hilflos und so verletzt. Ich habe all die Jahre zu ihr gestanden und sie ja auch geheiratet, weil ich sie liebe und ihr beistehen wollte!
Und jetzt schmeißt sie mich und uns einfach so weg!

Falls irgendjemand Rat hat oder Erfahrungen und Leid teilen möchte... ich würde mich sehr freuen.

Tom

Ich weiß, der Beitrag ist schon älter, aber gräm dich nicht. Du hast keinen Anteil an der Trennung. Wer jahrelang unter einer Depression leidet, heiratet nicht, sondern hat dich lediglich als "Seelennotpflaster" benutzt. Ich finde es wichtig mal herauszuheben, dass Depressionen kein Freifahrtschein sind, andere Menschen ins Unglück zu stürzen. Ich war selbst lange depressiv, aber andere in meine Muster mit einzubinden war mir fremd. Die Menschen die ich während meiner Depression liebte, liebte ich auch nach meiner erfolgreichen Therapie noch, die die ich nicht mochte natürlich nicht. Aber grad in der Phase, wo die Depressionen latent mein Leben bestimmt haben, hab ich instiktiiv den Kontakt zu Menschen gemieden, die mir nicht gut getan haben. Und ja, wenn man einen aktuen depressiven Schub hat, ist einem alles egal, außer einer sicheren Umgebung. Und eher ich bei einem ungeliebten Partner geblieben wäre, wäre ich zu meinen Eltern gegangen. 

Dir alles Gute für die Zukunft

MsFortune

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