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Ehe ohne Sex aber Selbstbefriedigung im Ehebett ???

7. Dezember 2011 um 23:33

Ich hoffe die unterschiedlichen Meinungen in diesem Forum geben mir eine Idee wie ich mein Problem angehen kann.
Seitdem wir ein Kind haben ist aus unserer Beziehung eine Familie geworden. Familie ist schön, keine Zweisamkeit ist allerdings grausam. Wir kümmern uns also seit vier Jahren um das Kind und machen alles gemeinsam und ordnen fast alles dem Kind unter. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, da man sehr viel auch mit Kind machen kann.
Gemeinsamer Sex findet nur noch einmal im Monat statt, da meine Frau dazu so selten entspannt genug ist, Gemeinsames weggegangen sind wir in den letzten zwei Jahren genau zweimal. Ich für meinen Teil gehe ein bis zweimal die Woche abends mit einem Freund weg - aber nicht bis in die Puppen. Ich muss einfach raus. Meine Frau hat es auch zweimal geschafft abends wegzugehen - allerdings im Jahr und nicht in der Woche.
Unter der Woche läuft abends auch nicht viel, da sie von Ihrer Arbeit gestreßt und geschafft ist und nach dem Kind-ins-Bett-bringen schläft sie meißt vorm Fernseher ein. Was mich dabei noch mehr schafft ist der Tatbestand, dass sie durchaus und regelmäßig der Selbstbefriedigung zugeneigt ist. Abends oder morgens neben mir im Ehebett. Ich habe nichts gegen Selbstbefriedigung, es macht mich eigentlich auch tierisch an. Aber das wir einerseits keinen Sex haben weil sie zu angespannt oder zu müde ist und andererseits diese Szenen neben mir abspielen macht mich fertig. Wenn sie es wenigstens nicht "heimlich" vor meinen Augen/Ohren machen würde, würde ich den anderen Teil auch glauben.
Leider gibt es noch einen zweiten Punkt der einen Lösung im Weg steht. Wir können nur ganz schlecht miteinander (über diese Themen) miteinander reden. Wenn wir versuchen miteinander zu reden oder auch wenn ich dann irgendwann eine (natürlich) überspitzte Bemerkung fallen lasse, reagiert sie total angegriffen und in den meisten Fällen wird erstmal in die Ecke gesetzt, eine Träne verdrückt und ein bißchen geschmollt. Das ist dann immer eine super Stimmung und ich bin natürlich Schuld. Mittlerweile hat sich das soweit eingespielt dass ich mich versuche nichts mehr zu sagen und auf bessere Zeiten hoffe. Aber die wollen nicht kommen.
Jetzt suche ich nach Ideen das Thema anzugehen ohne in die übliche Falle zu tappen. Eine Trennung kommt aus meiner Sicht zum jetztigen Zeitpunkt wegen unserer vierjährigen Tochter nicht infrage.

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8. Dezember 2011 um 2:03

Hallo,
nur keine trennung wegen der tochter.... schade....

ich bin seid 5monaten mutter. bin alleinerziehend und ständig unter stress. bin unheimlich lustvoll. sehne mich nach sex und nähe, haut..... kann mir aber nicht vorstellen einen penis in mir zu haben... da ist vor kurzem est ein 35cm kopf aus mir heraus und ich wurde gschnitten. ich mache es mir regelmäßig, aber nur um mal eben n klitze kleinen kick zu haben, und den druck los zu werden. hat nichts mit sex zu tun

ihre reaktion sprich miener meinung nach, nach klaren schuld gefühlen!!!
sie weiß wie es dir damit geht, weiß aber auch wie es ihr geht.....
nur dort wo ein fettnäfpchen ist, kannst du auch nur in eines rein treten.

wenn das geld jetzt nicht all zu knapp sein sollte, schenke ihr einen wellnesstag.
sie soll mal gehörig shoppen gehen.
verschaffe ihr regelmäßig ein gutes gefühl...
dann ergreifst du einfach die initiative, verfrachtest die kleine für ein paar stunden wo anders hin.
mach es so das sie sich deine frau wohl fühlt. du kennst sie am besten....!!!
was für musik mag sie, rosen, wein? kerzen!!!
du hübscht dich etwas auf......
nur zeit für euch!!!!

wenn sie kommt und sieht was du vorbereitet hast, sag ihr ohne hintergedanken. du wolltest etwas mit ihr sein....nur ihr beide!!!!!
natürlich mit dem ziel dich mit ihr zu vereinen....!!!

verschaffe ihr ein positives gefühl.....

kein wunder das ihr auf der strecke bleibt!!!! ihr seid ja nur noch eltern!!!!!

und wenn du einfach mit machst wenn sie im bett los legt???? mach es ihr doch gleich und lege hand an....


das fällt mir jetzt nur so auf die schnelle ein.....

alles gute!!!

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8. Dezember 2011 um 22:38

Ihr bewegt euch auf dünnem Eis,
also wenn man nicht reden kann, ist es ganz schwierig. Als allererstes solltet ihr an einer guten Kommuniktion arbeiten. Beschäftige dich mal mit der Giraffensprache, da gibt es im Internet einiges zu lesen. Erzählt euch, wie es euch geht. aber bitte ohne Vorwürfe und spitze Bemerkungen, jeder lässt den anderen ausreden. Was viele Paare falsch machen , Sie werden Eltern , alles dreht sich um das Kind/Kinder. Man spricht sich gegenseitig mit Mutti oder Vati an. Ihr solltet euch erinnern , wie es war als ihr ein Liebespaar ward und genau dieses Liebespaar müßt ihr bleiben, denn sonst hat eure Ehe keine Chance. Auch euer Kind wird bald merken, dass da Eltern sind , die sich nicht mehr wirklich lieben und dann müßte man euch zur Trennung raten, denn dann leidet auch euer Kind. Es gibt Babysitter, ihr solltet unbedingt auch mal wieder ausgehen oder ein Liebeswochenende verbringen.
Und jeder von euch sollte auch mal wieder etwas unternehmen mit Freunden oder Sport oder das was euch eben Spass macht. Dann hat man nämlich auch wieder Lust auf Beziehung. Es gibt sehr gute Beziehungsratgeber und letztendlich könnte euch auch eine Paarberatung helfen. Und zwar nicht erst dann wenn es schon fast zu spät ist.
Gruß melike

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9. Dezember 2011 um 11:40

Langsam annähern
Hallo!

Warum gleich in die vollen gehen? Wenn jemand keine Lust auf Sex hat, dann ist das schwer zu erzwingen, aber man kann dran arbeiten.

Sexualität besteht ja nunmal nicht nur aus Steckspielen.
Kuschelt sie gern? Liebt sie Massagen? Umgarne sie ganz einfach.
Sieh sie nicht als Mutti, sondern als deine Partnerin.
Verschaff ihr Luft. Schlag ihr vor, dass sie mal ausgehen soll und du auf die Kleine aufpasst. Oder verschaff ihr nach der Arbeit Freizeit indem du dich allein um die Kleine kümmerst.

Wenn sie sich selbst befriedigt, dann greif doch mal ein. Fange an zu kuscheln, leg selber Hand bei ihr an. Was auch immer.
Aber sei bei allem nicht enttäuscht, wenn es nicht zum Sex kommt.

Sollte sie mehrmals abweisend reagieren, dann musst du leider mit ihr reden. So geht es dann nicht weiter.
Leider leider gibt es das aber sehr oft, dann Frauen nach dem Kind ganz anders sind und der Mann nicht mehr wichtig ist. Das jede Umarmung zu viel ist.

So war die Exfrau meines Partners auch. Er hat sich gretrennt, weil es auch nicht besser wurde. Reden und handeln hat nichts gebracht.

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10. Dezember 2011 um 10:36

Sex klappt nicht mehr
Regelmäßiger Sex ist für den Mann sehr wichtig, wenn Kinder da sind, sind im Moment andere Dinge in den Vordergrund gestellt. Allerdings sollte auch Platz für Paarzeiten eingeräumt und auch gelebt werden. Eine Frau die von ihrem Partner Treue verlangt, sollte aber auch bewusst sein, dass sie ihn nicht austrocknen lassen kann. Auch wenn Du sagst, dass du im Moment wegen des Kindes nicht an Trennung denkst, aber es kommen Zeiten, in der auch Du erkennen wirst, dass das kein Leben ist, was Freude macht. Ich kenne diese Thematik aus zwei Ehen, dass die Frau nicht mehr will, obwohl ich wirklich nie an mich denke, wenns ums Bett geht. Das Leben soll auch Dir Freude machen und ich möchte mich nicht mehr sehen als Brötchenverdiener und sonst darf ich so tun, wie sie es haben will. Nein Danke! Treue kommt, wenn zwei glücklich sind und sie geht auch wieder, wenns zu Hause nicht mehr stimmt und Gespräche geblockt werden. Leider ist dann immer der Mann das Schwein. Ich habe das vier Jahre miterlebt und heute bereue ich jeden Tag an dem ich nicht gelebt habe. Kannst mich gerne anschreiben wenn Dir danach ist!!

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10. Dezember 2011 um 21:58

Vermisst sie vielleicht was beim Sex?
Hi, als ich noch verheiratet war, war es ähnlich, wir haben 3 Kinder und waren 13 Jahre verheiratet. Der Sex war schön, aber nie besonders aufregend und auch wir haben nie darüber gesprochen. Ich weiß noch, dass ich mich während der Ehe heimlich in einen anderen Mann verliebt habe, den ich aber in Wirklichkeit gar nicht haben wollte, der aber meine Fantasie anregte. Und so stellte ich mir vor, mit diesem Mann Sex zu haben, hatte auch nur begrenzt ein schlechtes Gewissen, weil ich diesen Mann ja eigentlich nicht wollte. Und in dieser Situation war Selbstbefriedigung der kleinere Aufwand. Was ich aber eigentlich vermisst hatte, war aufregenderer Sex. Ich z. B., hätte gerne mehr beim Sex gesprochen, habe mich das aber nie getraut, weil wir es schon seit Jahren ohne Sprechen taten. Wir wussten ja, wo alles war! Ich hatte auch schon mal überlegt, Anregungen durch ein Pornovideo zu holen, irgendwas erotisches, verwegenes.Leider war es bei uns schon zu spät (aber nicht wegen des Sex). Mein Mann trennte sich von mir. Die jahrelangen Gewohnheiten zu durchbrechen ist natürlich sehr sehr schwer. Ich denke, darüber reden ist ganz dringend erforderlich oder sie mit Worten immer wieder anmachen, wie toll sie ist und was dir an ihr gut gefällt. Dafür musst du natürlich über deinen Schatten springen, aber vielleicht ist es ein Versuch wert. Denk doch mal darüber nach, was du ihr sagen könntest. Ich wünsche dir viel Erfolg! LG Powerhorse

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15. Dezember 2011 um 10:51

Schlechter Sex, schlechte Kommunikation - schlechte Grundlage
Ich bin überrascht über die Antworten. Danke. Scheinbar ist unser Eheproblem gar nicht so selten. Darüber hinaus finde ich uns in allen Antworten wieder.

Die Giraffensprache ist für mich der beste Ansatzpunkt. Immer wenn es um das Thema streiten geht, verfalle ich doch oft automatisch in die Wolfssprache - nicht (selten) mit dem verletzenden Aspekt, aber häufig "diplomatisch anklagend" (schönes Wortspiel). Meine Frau bellt dann zurück und "freut" sich daran die Diskussion eskalieren zu können. Womit sie dann häufig auch beendet weil sinnlos geworden ist. Ich werde mal versuchen diese Giraffensprache intensiv durchzuziehen. Man(n) verfällt doch hin und wieder in das alte Schema wenn man(n) nicht mehr weiter weiß. Sollte das mit den Ich-Botschaften dann nicht nur in der Kindererziehung wirken? Wir hatten das Thema Eheberatung auch schon auf dem Tisch. Auch wenn ich mich dabei sehr unwohl fühle mein Leben vor Dritten auszubreiten habe ich dem zugestimmt. Aber meine Frau hat das Thema dann abgehakt: "Das ist zu teuer". Da sag ich dann erstmal gar nichts zu und es herrscht Stille.

Wenn ich schreibe, dass meine Frau es nicht schafft wegzugehen, dann meine ich damit dass sie es (scheinbar) nicht will. Unsere Tochter sucht sich abends aus wer sie ins Bett bringt. Und da trifft es mich auch. Ich habe scherzhaft schon mal eine Weggeh-Pflicht einmal die Woche einführen wollen um sie aus dem Haus zu treiben. Aber wir sind wohl wirklich schon Eltern geworden und haben die Beziehungskiste hinter uns gelassen. Obwohl es noch die eine oder andere Zärtlichkeit gibt. Aber auch wenn wir gemeinsam weggehen (letztes Jahr zweimal) ist es nicht so, dass wir plötzlich wieder ein Paar sind. Auch da fehlt dann erstmal die Nähe und die Gespräche bleiben auf diplomatischer Ebene. Wir sprechen uns übrigens nicht mit Mutti und Vati an - diese Anrede wähle ich(!) nur wenn ich die Situation hervor heben will.

Der Sex ist bei uns schon länger langweilig. Selten gut. Wobei ich mit Sex nicht Geschlechtsverkehr meine. Meistens ist es dann doch nur ein gegenseitiges Abwichsen. Und da ist der Klang des Wortes Programm. Eigentlich kann ich deshalb auf den Sex verzichten, aber wenn der Druck zu groß wird denkt Mann nun mal wirklich mit dem Schwanz. Und dann hilft auch kein eigenes Handanlegen mehr. Dann kommt der Punkt wo man halt mal wieder zu zweit möchte. Wo wir dann beim Thema wären. Tja und die Frage ob sie beim Sex was vermisst kann ich nur bejahen. Nur habe ich sie in letzter Zeit noch nicht gefragt, was. Aber ich bin gespannt ob ich eine Antwort bekomme. Und sicher ist es mir in letzter Zeit auch schwer gefallen ihr zu sagen was mir an ihr gefällt. Da muss ich zugeben dass mein Schatten teilweise riesig ist. Und in der Wolfssprache gesagt: Wie geht das bei einer Frau die ihre Brüste zu klein und ausgesaugt findet und ihren Bauch zu wabbelig? Und die der Meinung ist, dass sie unter bösem Haarwuchs leidet und sich daher nur die Achseln und gerad noch die Unterschenkel rasiert. Der Rest piekst ja so und die Härchen wachsen ein, und und und. Und nein, ich habe das seit Monaten nicht thematisiert und bin mit Ihr auch in diesem "Outfit" im Schwimmbad gewesen. Und ich rede nicht von Intimrasur. Wolfssprech wieder aus.

Und einfach mitmachen? Ja das habe ich auch schon mehrmals probiert. Und einmal war es auch wirklich gut. Sonntagmittag. Da habe ich den Agressionskloß im Hals runtergeschluckt und habe mich zu ihr gelegt. Aber der Schatten, der aufgebaut wird wenn man sich der Situation bewusst wird will erst mal übersprungen werden. Eben weil das ja kein neckisches Spiel ist sondern ein heimliches heimliches spielen. Woher weiß Mann ob Frau nicht los bellt weil sie ertappt wurde oder ob es ihre Zustimmung findet. Und morgens um sechs bin ich einfach zu müde... . Und hinterher festzustellen wie schlecht und triebgetrieben das gerade wieder war ist auch kein schönes Gefühl.

So und jetzt werde ich mich mal der Kommunikation zuwenden. Und ein bisschen mehr dazu lesen und vor allem versuchen das auch zu praktizieren. Denn was ich hier außerdem noch mitgenommen habe ist, dass es von hier ab nur besser und klarer werden kann. In welcher Richtung auch immer.
Danke für die vielen Reaktionen.

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