Forum / Liebe & Beziehung

Ehe in Sackgasse? Neu starten?

Letzte Nachricht: 26. Mai um 18:54
24.05.21 um 13:46

Hallo an alle,

Ich bin 34 jahre alte hab eine 6 jahrige Tochter und bin verheiratet.
Seit monaten ist unsere Ehe eher immer angespannt. Es ist ein regelrechter kampf zwischen uns, wer was macht usw. 
Dazu hatte ich nich starke problme in meinen Job corona bedingt und mobbing.
So das ich jetzt eine Therapie angefangen habe die mir gut tut. 
Aber ich erkenne jetzt immer mehr in welche probleme wir in der Ehe haben. Mit ihm reden kann man eigentlich nicht er blockt ab oder macht so alls wenn nichts wäre. 
Wir haben ein Haus gekauft was natürlichbauch win großer druck ist und mine jobsuchen natürlich auch. Aber ein richtiges famielien leben haben wir nicht. Etwas unternhemen oder familienzeit ist geleich null. Dazu kommt das wir auch nur Sex habe wenn ich sozusagen anfange oder möchte.
Ich weiß nicht mehr weiter und habe angst vor einer trennung und meinem kind den vater zunehmen und alles zuverlieren.
Ich weiß mitlerweile nichz mehr weiter und stehe morgens schon mit einem beklemmenden Gefühl auf. Ich bin froh wenn er arbeiten ist oder ich raus kann um irgendwas zu erledigen.
aber ich fühle mich sooo schlecht.

Dazu kommt jetzt auch das mir ein um viele jahre jüngerer mann schöne augen macht. Und das mich das noch viel mehr durcheinander bringt und mich noch unsicherer macht.

Ich fühle mich alls Ehefrau und mutter schuldig weil ich nicht glücklich bin. 

Meine Therapeutin hat mir gesagt ich habe ein recht mich wohlzufühlen ind glücklich zusein.. Aber zuwelchem preis? Alles zuverlieren mein kind unglücklich zumachen?

Weiß jemand einen rat?
Kennt jemand dieses Problem?

Liebe Grüße

 

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26.05.21 um 18:54

Ein Kampf wer was macht? Haushaltsarbeiten?
Natürlich muss jedes Paar miteinander sprechen und gemeinsam die beste Lösung finden. Ich habe eine vermutlich unpopuläre Ansicht, aber glaube die traditionellen Rollen vermögen Mann und Frau eher glücklich zu machen. Zweifellos ist Dein Mann nicht glücklich mit den Haushaltsarbeiten. Vielleicht kannst Du ihn motivieren, um vermehrt berufstätiger Arbeit nachzugehen, damit Du dort (finanziell) entlastet bist? Nur als eine Idee, falls Möglichkeiten bestehen.

Wenn er nicht mit Dir redet, dann ist das sein Schutzmechanismus. Das ist ein gut funktionierender Mechanismus. Vielleicht kannst Du das so verstehen: In einem Streit in Worte ist ein Mann einer Frau etwa so unterlegen, wie es die Frau körperlich wäre. Da aber jede körperliche Gewalt ein absolutes Tabu ist, kommt ein Mann öfters ins Hintertreffen. Im Vergleich dazu ist Gewalt zwischen Männern nicht in demselben Masse verwerflich. Jedoch allein die Idee der körperlichen Gewalt sorgt für Respekt und Frieden zwischen ihnen. Nun mit einer Frau ist in dem Moment aber das Vermeiden der Argumentation (nichts sagen) manchmal die beste Strategie.
Vielleicht müsstest Du dafür sorgen, dass es nicht mehr die für ihn beste Strategie ist. Dazu würde es sicher einige Zeit brauchen, bis er merkt und vertraut den Schutz nicht mehr zu benötigen. Oder Du stoppst Dich selbst immer vor jedem Streit. Einfach wird es jedoch nie in dieser Asymmetrie zu navigieren und die perfekte Lösung gibt es nicht. Ansonsten wie ist es, wenn einfach Du sprichst, falls er nicht will? Immer möglichst frei von Vorwurf. Vielleicht ist er ein guter Zuhörer und Du lernst ihn als solcher besser zu schätzen.

Das mit dem Häuserbau kenne ich. Eigentlich will man zusammen in eine neue und schönere Zukunft. Aber vielleicht die Erwartung und speziell der Druck und Stress bringt manche Beziehung in die Krise. Ähnlich wie Weihnachten, wenn die Beziehungen in die Brüche gehen.

Familienzeit sollte geplant sein. Ich denke das liegt dem Mann gut. Sag ihm doch, dass Du wünscht etwas zu unternehmen und mit wem. Wenn es sein muss, machst Du Haushaltsarbeiten, währenddem er plant.

Der Wunsch nach Sex sollte von beiden ausgehen. Oder gar öfters vom Mann, da er tendenziell mehr den Wunsch danach hat. Ich weiss nicht was da ist. Vermutlich ist er schon irgendwie verletzt und erlaubt sich nicht die Schwäche "Dich zu wollen" preiszugeben.

Hast Du Deinem Mann mal gesagt, dass Du nicht glücklich bist? Das wäre vermutlich wichtig, ist aber zugleich ein sensibles Unterfangen. Er könnte das allzu schnell als Vorwurf auffassen. Ja ich glaube auch, dass Du ein Recht hast glücklich zu sein. Ich denke aber auch, dass Du das primär Dir selbst abverlangen musst. Das kommt nicht von Deinem Mann. Nicht er macht Dich unglücklich, sondern primär bist Du selbst dafür verantwortlich.

Vielleicht sagst Du mal zu ihm: Ich habe ein Problem, ich möchte glücklich sein und weiss nicht, wie ich es (wieder) werden kann. Dann willst Du seine Hilfe aber solltest diese nicht einfordern. Er muss selbst darauf kommen und freiwillig helfen. Frag ihn vielleicht, ob er glücklich ist und wie er das macht mit dem Glücklich sein. Oder gar was er besser macht als Du.
Dass er eher glücklich ist als Du ist nicht sicher, aber wahrscheinlicher. Wie ich höre, werden Langzeitbeziehungen zu 80% von Frauen beendet. Männer erwischt das Beziehungsende oft überraschend.

Erzähle ihm davon, dass Du Dich schuldig fühlst, weil Du nicht glücklich bist. Schau ihm in die Augen und mach es Emotional. Weine wenn Du es kannst. Frag ihn, ob Du unglücklich sein darfst. Selbstverständlich darfst Du es sein aber lass Dir das von ihm sagen. Vielleicht geht es Dir dann besser und Du fühlst Dich nicht schuldig.

Hast Du Dir mal überlegt was genau Dich denn glücklich macht? Ich weiss es nicht konkret. Aber ich denke jeweils an Verantwortung, so seltsam es sich anhört. Wer mag schon Verantwortung... und dennoch gibt sie Dir eine Bedeutung. Bedeutung für Dich und Dein Leben. Lebenssinn macht uns doch glücklich. Bestimmt ist Deine Tochter sehr prominent bei dem was Dich Verantwortlich und Glücklich macht.

Ich bin vermutlich mehr konservativ als Mitschreiber hier. So denke ich Deine Verantwortung die Ehe zu erhalten und Deinen Teil dazu beizutragen ist nicht nur äusserst wichtig für Dein Kind, sondern sie kann Dich glücklich machen. Je mehr Bedeutung Du der Ehe gibst, desto glücklicher macht Dich dessen Erhaltung.

Bestimmt hast Du Deinen Mann schon mit Worte gekränkt. Wenn es sein muss, frag ihn wann und wie das geschah. Entschuldige Dich, wenn etwas dran sein könnte und zeige ihm, dass Du ihn als Dein Mann und Partner schätzen, respektieren und achten willst. Das zu hören bedeutet sehr viel und kostet Dich wenig. Viel Erfolg dabei.

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