Anzeige

Forum / Liebe & Beziehung

Ehe

Letzte Nachricht: 25. Januar um 9:30
M
maja763
22.01.24 um 12:47

Hallo zusammen,

seit vielen Jahren bin ich stille Mitleserin. Und jetzt habe ich mich dazu durchgerungen, mich mit meinem kleinen großen Problem an Euch zu wenden. Objektive Meinungen könnten mir bestimmt hilfreich sein. Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für den langen Text...

Kurz zu mir: Ich bin Mitte 30, w, habe 2 Kinder (2 und 4) und bin seit 6 Jahren verheiratet, zusammen mit meinem Mann bin ich aber schon seit 16 Jahren. Wir sind beide berufstätig, mein Mann Vollzeit, ich nach meiner Elternzeit in Teilzeit. Seit über einem Jahr bauen wir ein Haus (es zieht sich aufgrund von diversen Gründen); und wir hoffen auf einen Einzug in diesem Sommer.

Leider belastet mich seit Monaten meine Gefühlswelt. Ich bin zunehmend unzufrieden mit meiner Situation, was sicherlich der Doppelbelastung Job und Kind auch zuzuschreiben ist. Dennoch merke ich immer mehr, dass es sich auch innerhalb meiner Ehe - für mich - nicht mehr gut anfühlt. Wir sind an sich ein sehr gutes Team, haben ähnliche Einstellungen, Ziele, und halten immer gut zusammen. Wir haben in all den Jahren auch viele Höhen und Tiefen hinter uns (u.a. erst unerfüllter Kinderwunsch, Krankheiten...)... und auch innerhalb der Familie ist es super. Die Kinder lieben ihren Papa, und ja, ich mache das meiste an Haushalt und Co, aber es ist nicht so, dass es ganz einseitig wäre.

Leider spüre ich, dass ich mich mehr und mehr von meinem Mann distanziere. Noch nicht mal absichtlich, aber ich mag ihm nicht mehr "nahe" kommen. Ich küsse ihn ganz ungerne, und wenn, dann auch nur kurz auf die Lippen. Sex haben wir noch, wobei er auch ganz klar der Aktivere ist.. und ich habe garkein Bedürfnis mehr nach Zärtlichkeit, Kuscheln oder mehr. Wir hatten schon öfters darüber gestritten, weil er mehr möchte als ich, aber ich mich oft "overtouched" gefühlt habe. Vor allem in der Stillzeit. Im Winter habe ich mein zweites Kind abgestillt und ich merke, dass ich auch jetzt danach überhaupt keine Lust mehr auf meinen Mann habe. Bei Berührungen, wie z.B. wenn er mir mal eben an den Po fasst oder an die Brust so im Alltag, fahre ich oft zusammen. Mir tut es total Leid, weil ich ihm nicht vor den Kopf stoßen möchte. Letztens hatten wir Sex und ich merkte währenddessen, dass ich seinen Geruch nicht mehr mochte. Es ist nicht so, dass er unnormal riecht. Aber irgendetwas in mir mag das nicht mehr.

Ich bin völlig verzweifelt und durcheinander. Ich habe meine ganze Zukunft mit ihm geplant. Wir ziehen hoffentlich bald ins Haus, wollen den Kindern damit mehr bieten. Alleine könnte ich das nie im Leben, allein nicht finanziell. Haben einen Kredit aufgenommen und alles drum und dran. Und plötzlich stellen sich meine Gefühle quer. Ich weiß nicht, woran das liegt ... ob ich einfach kalte Füße bekomme. Aber ich habe niemandem, dem ich das ehrlich erzählen kann. Ich habe Angst, meinem Mann davon zu berichten. Bei dem ganzen Stress wäre das die Spitze des Eisberges, denn es ist immerzu viel zu tun und vielen, worüber man sich Sorgen macht.

Ich weiß auch nicht, was genau ich mir hier erhoffe. Aber ich halte es kaum noch aus, das Ganze für mich zu behalten. Hat jemand so etwas schon einmal erlebt? Habt ihr Ideen dazu?

Viele Grüße
Maja

Mehr lesen

A
abusimbel3
22.01.24 um 13:14

Nur Ideen dazu.

Haus bauen mit zwei Kindern und noch einen Job klingt so, als hättet ihr (du) nicht sehr viel Zeit für euch selbst. Zeit in der ihr nicht angesprochen werdet, in der ihr richtig abschalten könnt. Ich könnte mir da vorstellen, dass du da jede Minute für deine Entspannung und Erholung brauchst. Wenn da jemand kommt und will auf einmal Sex...

Das andere was mir dazu einfällt... mit dem Geruch, das war doch sicher früher anders. Kannst du dich daran erinnern, wann das umgeschlagen ist? Ist es ein vor den Kindern - nach den Kindern? Vielleicht hat sich an deinem Hormonhaushalt was geändert? An der Verhütung? Oder er riecht tatsächlich anders als früher?

Gefällt mir

L
linea
22.01.24 um 13:33

Woher das kommt kann ich dir auch nicht sagen, aber ich hatte das auch schon. Die Person hat nicht mal was geändert, auf ein mal will man seine Nähe einfach nicht mehr.
Meine erste Bezihung ging so auch zu ende, ich habe seine Gegenwart einfach nicht mehr ertragen. Das klingt jetzt total gemein, aber ich wollte nicht von Ihm angefasst werden, konnte ihn auch nicht mehr richen, also den richtigen Geruch. Ich habe keine Ahnung wieso, wir hatten nie wirklich heftigen Streit und haben auch nur eine Wochenend Beziehung gehabt, weil die Entfernung zu groß war. Zeit für sich hatte alkso jeder.

Bei euch ist das mit der Trennung nicht so einfach, hast du schon mal daran gedacht, dir/euch hilfe zu suchen? Eine Paartherapie findet vielleicht den Grund.

1 -Gefällt mir

H
holzmichel
22.01.24 um 14:54

Wichtig ist glaube ich das du das alles thematisierst egal ob hier oder bei Freunden.
Sowas hilft beim sortieren und klar werden. 

Den Prozess der Abgrenzung, ich nenne das jetzt mal so, wird wohl nicht von selbst aufhören und auf kurz oder lang wirst du mit deinem Mann das Thema angehen müssen.
Sich da schweigend raus zu ziehen macht langfristig gesehen noch mehr Schaden, mal agbesehen davon hat er ja auch ein Recht zu erfahren was mit dir bzw. mit/bei euch los ist.
Ratsam für euch finde ich wäre absolute Offenheit und versuchen Verständnis für den anderen zu entwickeln(bei dir ist das total zu erkennen) bestenfalls begeleitet mit einer Paartherapie.
Das du da wohl auch allein eine Baustelle hast, du beschreibst das wiederholte abgrenzen bzw. nix mehr empfinden, sollte dir ja auch klar sein. 
 

Gefällt mir

Anzeige
det92
det92
22.01.24 um 16:55

Hmm, neben der Botschaft das Ehe nicht nur Emotion sondern auch Arbeit ist, habe ich habe zwei Ideen, an was es liegen könnte, aber keine direkte Lösungen... So und so würde ich mal die Entwicklungen abwarten nach dem Hausbau. Und danach eventuell einen Paartherapeut oder Sexualtherapeuth aufsuchen.

1) Wie verhütet ihr aktuell ?

Es gab hier scho zahlreiche Themen, dass Frauen nach dem Absetzen der Pille ihren Freund im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr Riechen können. Durch den veränderten Hormonhaushalt fanden die Frauen den Patner nicht mehr so anziehend. Eine Userin hat die Beziehung sogar beendet. Bei der familiären und finanziellen Verantwortung natürlich nich so easy wie mit 22.

2) Eine Schwangerschaft verändert den Körper und schränkt manche Freizeitbeschäftigungen ein. Vielleicht steigt deine Lust wieder, wenn du wieder mehr Dinge tust, bei denen du deinen Körper aktiv spürst. Sport kann die Libido und unbestritten ankurbeln. Genauso wie daraus resultierenden Veränderungen des Körpers.



 

Gefällt mir

M
maja763
22.01.24 um 22:10

Hallo und ganz lieben Dank für eure Antworten. Ich versuche mal auf die einzelnen Punkte einzugehen.

Es ist für mich garnicht so einfach zu sagen, seit wann ich seine Nähe nicht mehr mag. Es ist nicht vn heute auf morgen passiert, aber sicher erst nach dem 2. Kind. Bzw schon wâhrend der zweiten Schwangerschaft, in der ich mich auch oft gestresst gefühlt habe, wenig zur Ruhe kam usw. In dieser Zeit mochte ich auch  kein Kuscheln, bin da vielleicht auch nicht so der Typ für. Ich weiß noch, dass mein Mann nach der Geburt irgendwann wieder mehr Intimität wollte und ich habe viel lânger gebraucht, um mich wieder bereit zu fühlen.

Es ist schon seit Jahren so, dass wir getrennt schlafen. Das ist daraus resultiert, dass mein Mann laut schnarcht und ich zu gar keinem Schlaf mehr gekommen bin. Ich würde aber auch jetzt, selbst wenn das Schnarchen weg wäre, trotzdem lieber weiter alleine schlafen. Ich fühle mich immer weniger körperlich/sexuell zu ihm hingezogen.

Wir verhüten mit Kondom und NFP. Hormone nehme ich seit Jahren nicht mehr. Ich habe vor ein paar Wochen auch mit Sport angefangen, das tut mir wirklich gut. Aber es ist leider nicht so, dass es etwas an meinem Gefühlsleben verändert hätte. Oft ist es so, dass, wenn er dann z.b. zum spaß sagt, er kommt kurz mit unter die Dusche nach dem Sport, ich genervt bin und mich innerlich verschließe.

An Paartherapie habe ich auch schon gedacht. Und natürlich weiß ich, dass ich irgendwann mit ihm reden muss. Dass ich es ihm sagen muss, so hart es ist. Sonst fahre ich wahrscheinlich die Ehe vor die Wand. Aber ich habe keinen Schimmer, wann und wie ich das anfangen sollte. Er ist selbst sehr gestresst, und mitten in all den Planungen. Ich hatte überlegt, dass ich erst einmal den Einzug abwarte, aber ich weiß nicht, was richtig ist. Ich habe eine große Angst vor seiner Reaktion... Er wird am Boden zerstört sein und ich bezweifel, dass wir ganz nüchtern daran gehen können, wenn ich die Karten auf den Tisch lege.

Hinzu kommt auch meine Existenzangst, was auf dem Spiel steht, wenn es sich zuspitzt. An Trennung wage ich mich gar nicht zu denken. Das wäre das absolute Horrorszenario... Familiär und finanziell.

Ich weiß wirklich nicht, wo mir der Kopf steht.


 

Gefällt mir

A
abusimbel3
23.01.24 um 10:43
In Antwort auf maja763

Hallo und ganz lieben Dank für eure Antworten. Ich versuche mal auf die einzelnen Punkte einzugehen.

Es ist für mich garnicht so einfach zu sagen, seit wann ich seine Nähe nicht mehr mag. Es ist nicht vn heute auf morgen passiert, aber sicher erst nach dem 2. Kind. Bzw schon wâhrend der zweiten Schwangerschaft, in der ich mich auch oft gestresst gefühlt habe, wenig zur Ruhe kam usw. In dieser Zeit mochte ich auch  kein Kuscheln, bin da vielleicht auch nicht so der Typ für. Ich weiß noch, dass mein Mann nach der Geburt irgendwann wieder mehr Intimität wollte und ich habe viel lânger gebraucht, um mich wieder bereit zu fühlen.

Es ist schon seit Jahren so, dass wir getrennt schlafen. Das ist daraus resultiert, dass mein Mann laut schnarcht und ich zu gar keinem Schlaf mehr gekommen bin. Ich würde aber auch jetzt, selbst wenn das Schnarchen weg wäre, trotzdem lieber weiter alleine schlafen. Ich fühle mich immer weniger körperlich/sexuell zu ihm hingezogen.

Wir verhüten mit Kondom und NFP. Hormone nehme ich seit Jahren nicht mehr. Ich habe vor ein paar Wochen auch mit Sport angefangen, das tut mir wirklich gut. Aber es ist leider nicht so, dass es etwas an meinem Gefühlsleben verändert hätte. Oft ist es so, dass, wenn er dann z.b. zum spaß sagt, er kommt kurz mit unter die Dusche nach dem Sport, ich genervt bin und mich innerlich verschließe.

An Paartherapie habe ich auch schon gedacht. Und natürlich weiß ich, dass ich irgendwann mit ihm reden muss. Dass ich es ihm sagen muss, so hart es ist. Sonst fahre ich wahrscheinlich die Ehe vor die Wand. Aber ich habe keinen Schimmer, wann und wie ich das anfangen sollte. Er ist selbst sehr gestresst, und mitten in all den Planungen. Ich hatte überlegt, dass ich erst einmal den Einzug abwarte, aber ich weiß nicht, was richtig ist. Ich habe eine große Angst vor seiner Reaktion... Er wird am Boden zerstört sein und ich bezweifel, dass wir ganz nüchtern daran gehen können, wenn ich die Karten auf den Tisch lege.

Hinzu kommt auch meine Existenzangst, was auf dem Spiel steht, wenn es sich zuspitzt. An Trennung wage ich mich gar nicht zu denken. Das wäre das absolute Horrorszenario... Familiär und finanziell.

Ich weiß wirklich nicht, wo mir der Kopf steht.


 

Mir fällt nix tolles ein, außer eben die Idee, dass ihr euch kennengelernt habt, als du hormonell verhütet hast und jetzt seit Jahren ohne Hormone verhütest und das was ausmacht. Ich glaube, es gibt Frauen, bei denen das vorkommt. Die Schwangerschaften sind sowieso Ausnahmezustände. Wenn du da hinterher länger brauchst als er, um wieder Lust auf Sex zu bekommen, dann finde ich das nicht verwunderlich.

Jetzt wieder anfangen hormonell zu verhüten, um zu schauen, ob sich was ändert, fände ich zwar interessant, aber das kann es ja auch nicht sein.

Gefällt mir

Anzeige
S
sisteronthefly
23.01.24 um 10:58

Hallo, 

ich spüre, wie sehr dich diese Situation verunsichert und auch sichtlich mitnimmt. Das kann ich gut verstehen. Ihr habt immense finanzielle Belastungen, wie auch emotionale und das als Eltern von zwei kleinen Kindern, die nebenbei noch versuchen als ein Paar zu agieren und zusätzlich beide berufstätig sind. Das heißt, man muss auch auf der Arbeit "funktionieren".  Ein Mensch kann begrenzt Belastungen aushalten ohne das es sich psychisch auswirkt. Wenn aber an allen Säulen des Lebens gewackelt wird und sie möglicherweise instabil werden geht das nicht mehr. Ein Stichwort, welches ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte ist Resilienz oder auch Widerstandsfähigkeit. Hierbei kann und sollte man etwas für sich tun, dies ist möglich!

Ein essenzieller Punkt ist der Geruch, da beißt die Maus keinen Faden ab. In dem Moment, in dem du einen Menschen nicht mehr riechen kannst muss eine Reißleine gezogen werden. Das heißt, du solltest dich zukünftig nicht mehr zu irgendeiner Handlung überwinden zu der du nicht bereit bist. Ich halte reden im Prinzip immer für eine gute Option. In deinem Fall würde ich allerdings nicht so beginnen, dass du ihn nicht mehr riechen magst. 

Was wir so über unseren Geruchssinn wahrnehmen verläuft auf schnellstem Weg ungefiltert ins Gehirn. Das ist beim Geruchssinn anders, als bei anderen Wahrnehmungen, die werden vorher gefiltert und sortiert bevor sie am Endpunkt angelangen. Ein Geruch landet im Großhirn und dort im unteren Bereich. Dort sind zwei wichtige Schaltstellen verankert nämlich das limbische System, von dem du vielleicht schon gehört hast und der Amygdala. Das limbische System enthält Strukturen des entwicklungsgeschichtlichen Säugetiergehirns. Hier befindet sich der Sitz von Gefühlen und Emotionen. Das ist auch eine Erklärung dafür, warum Gerüche direkt mit Emotionen und Gefühlen verbunden sind. Die Nähe zur Amygdala und zum Hippocampus erklären zum Teil unser Verhalten oder besser ausgedrückt emotional ausgelöste motorische Reaktionen. Auch die Erinnerungen werden hier verortet, dass heißt unter Umständen wird eine Wahrnehmung assoziiert, was ja bedeutet eine Verbindung zu knüpfen und diese wird dann manchmal lange im Gedächtnis gespeichert. 

Unter dem Großhirn liegt ein Bereich, der sich Hypothalamus und auch die Hypophyse. Beide sind direkt mit vegetativen Funktionen verbunden und damit auch mit vielen Organen. Man kann auch sagen hier befindet sich eine Verbindung zwischen Nervensystem und Hormonsystem. In deinem speziellen Fall denke ich z.B. bei der Hypophyse an die Produktion wie auch Ausschüttung von Hormonen. Ganz essenziell sind es z.B. die Brustdrüsen, die mit der Milchproduktion in Verbindung stehen. Der Zyklus der Frau wird hier bestimmt, betrifft die Eierstöcke aber auch z.B. die Schilddrüse bei Männern wären es die Hoden. 
Dein Abstillen könnte also durchaus für ein Ungleichgewicht der Hormonproduktion gesorgt haben, was vormals die Schwangerschaft und die Geburt taten. Diesbezüglich würde ich tatsächlich einen Facharzt zu Rate ziehen. 

Als Team fungiert ihr hervorragend aber fungiert ihr auch als Paar? Das wäre auch eine Frage, der man nachgehen könnte und was augenscheinlich dringend Aufmerksamkeit bedarf. Stichwort feste Paarzeiten, keine Elternzeit, keine Arbeitszeit, keine Baustelle, PAARZEIT. Desweiteren sollte dringend eine Entlastung erfolen, entweder durch fest geregelte Kinderbetreuung, Familienangehörige, Freunde ect. Vielleicht solltet ihr euch angewöhnen einmal in der Woche richtige Gespräche zu führen. Das gelingt meist besser, wenn man sich zuvor in einer Paarbereitung befand und Unterstützung erhält, wie auch Vorgehensweisen. Gespräche prinzipiell nicht im Schlafzimmer führen oder zwischen Tür und Angel. 

Dir würde ich auch empfehlen mit jemandem zu reden, der unabhängig deiner Beziehung auf deiner Seite steht und dir erst einmal nur zuhört. Damit all das, was bisher ungesagt blieb gesagt wird. Meistens ändert sich dadurch die Lage, weil man plötzlich einen anderen Zugang findet zu seinen Gefühlen und auch präsent wird, was man lange Zeit möglicherweise nur geschluckt hat. 

Du weißt, dass du mit hochwertigen Aroma Duftölen deine Emotionen beeinflussen kannst? Vielleicht wäre es eine Möglichkeit auf diese Weise für Entspannung zu sorgen. Andere Entspannungsmöglicheiten gäbe es auch noch zusätzlich. Das löst natürlich nicht die Situation mit deinem Mann aber es würde für mehr Wohlbefinden bei dir sorgen und das halte ich aktuell für enorm wichtig. Zumindest ist so mein Eindruck. 

Viel Text, ich hoffe du kannst damit etwas anfangen. 

LG Sis

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

S
sisteronthefly
23.01.24 um 11:05
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

ich spüre, wie sehr dich diese Situation verunsichert und auch sichtlich mitnimmt. Das kann ich gut verstehen. Ihr habt immense finanzielle Belastungen, wie auch emotionale und das als Eltern von zwei kleinen Kindern, die nebenbei noch versuchen als ein Paar zu agieren und zusätzlich beide berufstätig sind. Das heißt, man muss auch auf der Arbeit "funktionieren".  Ein Mensch kann begrenzt Belastungen aushalten ohne das es sich psychisch auswirkt. Wenn aber an allen Säulen des Lebens gewackelt wird und sie möglicherweise instabil werden geht das nicht mehr. Ein Stichwort, welches ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte ist Resilienz oder auch Widerstandsfähigkeit. Hierbei kann und sollte man etwas für sich tun, dies ist möglich!

Ein essenzieller Punkt ist der Geruch, da beißt die Maus keinen Faden ab. In dem Moment, in dem du einen Menschen nicht mehr riechen kannst muss eine Reißleine gezogen werden. Das heißt, du solltest dich zukünftig nicht mehr zu irgendeiner Handlung überwinden zu der du nicht bereit bist. Ich halte reden im Prinzip immer für eine gute Option. In deinem Fall würde ich allerdings nicht so beginnen, dass du ihn nicht mehr riechen magst. 

Was wir so über unseren Geruchssinn wahrnehmen verläuft auf schnellstem Weg ungefiltert ins Gehirn. Das ist beim Geruchssinn anders, als bei anderen Wahrnehmungen, die werden vorher gefiltert und sortiert bevor sie am Endpunkt angelangen. Ein Geruch landet im Großhirn und dort im unteren Bereich. Dort sind zwei wichtige Schaltstellen verankert nämlich das limbische System, von dem du vielleicht schon gehört hast und der Amygdala. Das limbische System enthält Strukturen des entwicklungsgeschichtlichen Säugetiergehirns. Hier befindet sich der Sitz von Gefühlen und Emotionen. Das ist auch eine Erklärung dafür, warum Gerüche direkt mit Emotionen und Gefühlen verbunden sind. Die Nähe zur Amygdala und zum Hippocampus erklären zum Teil unser Verhalten oder besser ausgedrückt emotional ausgelöste motorische Reaktionen. Auch die Erinnerungen werden hier verortet, dass heißt unter Umständen wird eine Wahrnehmung assoziiert, was ja bedeutet eine Verbindung zu knüpfen und diese wird dann manchmal lange im Gedächtnis gespeichert. 

Unter dem Großhirn liegt ein Bereich, der sich Hypothalamus und auch die Hypophyse. Beide sind direkt mit vegetativen Funktionen verbunden und damit auch mit vielen Organen. Man kann auch sagen hier befindet sich eine Verbindung zwischen Nervensystem und Hormonsystem. In deinem speziellen Fall denke ich z.B. bei der Hypophyse an die Produktion wie auch Ausschüttung von Hormonen. Ganz essenziell sind es z.B. die Brustdrüsen, die mit der Milchproduktion in Verbindung stehen. Der Zyklus der Frau wird hier bestimmt, betrifft die Eierstöcke aber auch z.B. die Schilddrüse bei Männern wären es die Hoden. 
Dein Abstillen könnte also durchaus für ein Ungleichgewicht der Hormonproduktion gesorgt haben, was vormals die Schwangerschaft und die Geburt taten. Diesbezüglich würde ich tatsächlich einen Facharzt zu Rate ziehen. 

Als Team fungiert ihr hervorragend aber fungiert ihr auch als Paar? Das wäre auch eine Frage, der man nachgehen könnte und was augenscheinlich dringend Aufmerksamkeit bedarf. Stichwort feste Paarzeiten, keine Elternzeit, keine Arbeitszeit, keine Baustelle, PAARZEIT. Desweiteren sollte dringend eine Entlastung erfolen, entweder durch fest geregelte Kinderbetreuung, Familienangehörige, Freunde ect. Vielleicht solltet ihr euch angewöhnen einmal in der Woche richtige Gespräche zu führen. Das gelingt meist besser, wenn man sich zuvor in einer Paarbereitung befand und Unterstützung erhält, wie auch Vorgehensweisen. Gespräche prinzipiell nicht im Schlafzimmer führen oder zwischen Tür und Angel. 

Dir würde ich auch empfehlen mit jemandem zu reden, der unabhängig deiner Beziehung auf deiner Seite steht und dir erst einmal nur zuhört. Damit all das, was bisher ungesagt blieb gesagt wird. Meistens ändert sich dadurch die Lage, weil man plötzlich einen anderen Zugang findet zu seinen Gefühlen und auch präsent wird, was man lange Zeit möglicherweise nur geschluckt hat. 

Du weißt, dass du mit hochwertigen Aroma Duftölen deine Emotionen beeinflussen kannst? Vielleicht wäre es eine Möglichkeit auf diese Weise für Entspannung zu sorgen. Andere Entspannungsmöglicheiten gäbe es auch noch zusätzlich. Das löst natürlich nicht die Situation mit deinem Mann aber es würde für mehr Wohlbefinden bei dir sorgen und das halte ich aktuell für enorm wichtig. Zumindest ist so mein Eindruck. 

Viel Text, ich hoffe du kannst damit etwas anfangen. 

LG Sis

Leider lassen sich die Rechtschreibfehler nachträglich nicht berichtigen. Passiert beim schnellen Tippen ohne Brille. 
LG sis

Gefällt mir

Anzeige
H
holzmichel
23.01.24 um 12:10
In Antwort auf maja763

Hallo und ganz lieben Dank für eure Antworten. Ich versuche mal auf die einzelnen Punkte einzugehen.

Es ist für mich garnicht so einfach zu sagen, seit wann ich seine Nähe nicht mehr mag. Es ist nicht vn heute auf morgen passiert, aber sicher erst nach dem 2. Kind. Bzw schon wâhrend der zweiten Schwangerschaft, in der ich mich auch oft gestresst gefühlt habe, wenig zur Ruhe kam usw. In dieser Zeit mochte ich auch  kein Kuscheln, bin da vielleicht auch nicht so der Typ für. Ich weiß noch, dass mein Mann nach der Geburt irgendwann wieder mehr Intimität wollte und ich habe viel lânger gebraucht, um mich wieder bereit zu fühlen.

Es ist schon seit Jahren so, dass wir getrennt schlafen. Das ist daraus resultiert, dass mein Mann laut schnarcht und ich zu gar keinem Schlaf mehr gekommen bin. Ich würde aber auch jetzt, selbst wenn das Schnarchen weg wäre, trotzdem lieber weiter alleine schlafen. Ich fühle mich immer weniger körperlich/sexuell zu ihm hingezogen.

Wir verhüten mit Kondom und NFP. Hormone nehme ich seit Jahren nicht mehr. Ich habe vor ein paar Wochen auch mit Sport angefangen, das tut mir wirklich gut. Aber es ist leider nicht so, dass es etwas an meinem Gefühlsleben verändert hätte. Oft ist es so, dass, wenn er dann z.b. zum spaß sagt, er kommt kurz mit unter die Dusche nach dem Sport, ich genervt bin und mich innerlich verschließe.

An Paartherapie habe ich auch schon gedacht. Und natürlich weiß ich, dass ich irgendwann mit ihm reden muss. Dass ich es ihm sagen muss, so hart es ist. Sonst fahre ich wahrscheinlich die Ehe vor die Wand. Aber ich habe keinen Schimmer, wann und wie ich das anfangen sollte. Er ist selbst sehr gestresst, und mitten in all den Planungen. Ich hatte überlegt, dass ich erst einmal den Einzug abwarte, aber ich weiß nicht, was richtig ist. Ich habe eine große Angst vor seiner Reaktion... Er wird am Boden zerstört sein und ich bezweifel, dass wir ganz nüchtern daran gehen können, wenn ich die Karten auf den Tisch lege.

Hinzu kommt auch meine Existenzangst, was auf dem Spiel steht, wenn es sich zuspitzt. An Trennung wage ich mich gar nicht zu denken. Das wäre das absolute Horrorszenario... Familiär und finanziell.

Ich weiß wirklich nicht, wo mir der Kopf steht.


 

Das Ganze bis zum Sommer hinauszuziehen und zu schauen ob es mit dem Einzug besser, ruhiger, entspannter und einfach schöner wird ist natürlich eine Möglichkeit. Wahrscheinlich wird sich aber nicht so viel ändern, dazu lebt ihr das alles so meiner Meinung schon viel zu lange und die Tendenz geht ja eher auseinander und nicht aufeinander zu.
Ich persönlich hatte eine ähnliche Situation und kann dich und deine Denke da schon gut verstehen, habe ich es selber auch mit aushalten und hoffen versucht. Das ging leider voll in die Hose denn man verändert sich in so einer Situation, jeder für sich und auch als Paar, da wieder zurück zu rudern ist nicht ganz leicht. Mehr dazu gerne als PN.
Natürlich solltest du ihm nicht alles so hinschmeißen wie du es gerade siehst, zum einen kann sich bei dir ja noch was ändern und zum anderen sehe ich die Gefahr das du, wenn du es ihm 1:1 alles auf einmal hinwirfst er damit überfordert ist.
Du schreibst du hast Angst vor seiner Reaktion wenn du das Thema angehst, ich kenne ihm jetzt nicht, denke aber das er da schon einen starken Leidensdruck hat und ich an seiner Stelle wäre dir eher dankbar. Dankbar das du ihn siehst, dankbar das du dir Gedanken machst und Dankbar das du versuchst etwas zu bewegen.
Ganz plunb gesagt, Sex und Nähe könnten auch als stressabbau dienen und euch näher zusammen bringen, den Weg hab gerade leider nicht. 
Er sieht das Problem ja sicher auch, versteckt sich vielleicht gerade hinter dem Hausbau, dem ganzen entsandenen Stress und glaube mir hofft sicher auch das da irgendwie Bewegung rein kommt.
Bei allem Verständnis für deine Existenzängste, das pure Ansprechen bedeutet auch noch keine Trennung, es bedeutet das ihr eine Chance habt euch nicht zu trennen. 
Wenn ihr so weiter macht, ich male jetzt mal den Teufel an die Wand, ihr entfernt euch noch weiter oder er holt sich seine Befriedigung irgendwann wo anders, dann wird es viel schwerer wieder zuzammen zu finden bzw. die Famiele zu erhalten.

1 -Gefällt mir

M
maja763
23.01.24 um 23:13

Noch einmal Danke an alle, die mir so konstruktive Ansichten geben. Ich fühle mich im Moment mit mir selbst überfordert. Die Tatsache, es, wenn auch irgendwie anonym, aufs Papier gebracht zu haben, macht das Ganze realer und ich kann mir selbst nicht mehr vormachen, dass es ja nur ein Hirngespinst ist.

Ich versuche mir eure Ratschläge zu Herzen zu nehmen. Ja, als Paar agieren wir wenig. Und allzu viel Unterstützung oder Entlastung haben wir leider nicht. Eigentlich können wir gut reden, aber mir fällt es so verdammt  schwer, das zu formulieren. Wenn wir mal streiten, nimmt mich das immer so mit, dass es mir oft sehr schlecht damit geht. Auch, wenn das hier etwas anderes ist. Aber begeistert wird er sicherlich nicht sein, selbst wenn ich behutsam daran gehe.

Ich lasse die Anmerkungen von euch etwas sacken und werde dann wahrscheinlich irgendwann vorsichtig das Gespräch mit ihm suchen (müssen). Denn von alleine wird es nicht besser, fürchte ich.

Viele Grüße und Danke

 

Gefällt mir

Anzeige
L
leoniehb
23.01.24 um 23:43

Ich würde erst den Einzug abwarten, bevor du ihn dieser Situation aussetzt. Mir tut dein Mann sehr leid. 

2 -Gefällt mir

hardy
hardy
24.01.24 um 23:39
In Antwort auf maja763

Hallo und ganz lieben Dank für eure Antworten. Ich versuche mal auf die einzelnen Punkte einzugehen.

Es ist für mich garnicht so einfach zu sagen, seit wann ich seine Nähe nicht mehr mag. Es ist nicht vn heute auf morgen passiert, aber sicher erst nach dem 2. Kind. Bzw schon wâhrend der zweiten Schwangerschaft, in der ich mich auch oft gestresst gefühlt habe, wenig zur Ruhe kam usw. In dieser Zeit mochte ich auch  kein Kuscheln, bin da vielleicht auch nicht so der Typ für. Ich weiß noch, dass mein Mann nach der Geburt irgendwann wieder mehr Intimität wollte und ich habe viel lânger gebraucht, um mich wieder bereit zu fühlen.

Es ist schon seit Jahren so, dass wir getrennt schlafen. Das ist daraus resultiert, dass mein Mann laut schnarcht und ich zu gar keinem Schlaf mehr gekommen bin. Ich würde aber auch jetzt, selbst wenn das Schnarchen weg wäre, trotzdem lieber weiter alleine schlafen. Ich fühle mich immer weniger körperlich/sexuell zu ihm hingezogen.

Wir verhüten mit Kondom und NFP. Hormone nehme ich seit Jahren nicht mehr. Ich habe vor ein paar Wochen auch mit Sport angefangen, das tut mir wirklich gut. Aber es ist leider nicht so, dass es etwas an meinem Gefühlsleben verändert hätte. Oft ist es so, dass, wenn er dann z.b. zum spaß sagt, er kommt kurz mit unter die Dusche nach dem Sport, ich genervt bin und mich innerlich verschließe.

An Paartherapie habe ich auch schon gedacht. Und natürlich weiß ich, dass ich irgendwann mit ihm reden muss. Dass ich es ihm sagen muss, so hart es ist. Sonst fahre ich wahrscheinlich die Ehe vor die Wand. Aber ich habe keinen Schimmer, wann und wie ich das anfangen sollte. Er ist selbst sehr gestresst, und mitten in all den Planungen. Ich hatte überlegt, dass ich erst einmal den Einzug abwarte, aber ich weiß nicht, was richtig ist. Ich habe eine große Angst vor seiner Reaktion... Er wird am Boden zerstört sein und ich bezweifel, dass wir ganz nüchtern daran gehen können, wenn ich die Karten auf den Tisch lege.

Hinzu kommt auch meine Existenzangst, was auf dem Spiel steht, wenn es sich zuspitzt. An Trennung wage ich mich gar nicht zu denken. Das wäre das absolute Horrorszenario... Familiär und finanziell.

Ich weiß wirklich nicht, wo mir der Kopf steht.


 

Jetzt beruhig dich erst einmal, denn mit deinen Ängsten machst du dich nur selbst verrückt.

Zu deiner Schwindenden Lust auf Sex und Nähe mit deinem Partner mal eine Frage:
Ist es nur die Lust auf deinen Mann oder hast du sonst Lust auf andere Männer (Tagträume, Phantasien....)?
Wenn du auf Sex allgemein weniger Lust hast, solltest du das mal mit deinem Frauenarzt/ärztin mal durchsprechen. Bei meiner Frau hat kurz nach der 2ten Geburt ebenfalls die Libido nachgelassen - nach Abklärung mit der Frauenärztin kam heraus, dass bei ihr die Wechseljahre angefangen haben (unsere zweite Tochter hat sie mit 34 bekommen).

Das zumindest einmal zu deinem gesundheitlichen Check.

Jetzt zu deiner Ehe.
Kommunizieren mit deinem Mann!
Ihr habt nicht nur eine finanzielle Mammut-Aufgabe vor euch, sondern auch eine Emotionale! Gemeinsam ein Haus bauen und zwei Kinder großziehen. Das ist kein Zuckerschlecken. Und vor allem soll die Partnerschaft weitergehen.

Wichtig ist sich klar zu machen, dass eine Beziehung nicht einen Status Quo hält. Sprich, wenn ihr verliebt seid und alles über einander ausgetauscht hat, dann bleibt die Beziehung nicht so liebevoll, wenn man nicht weiter investiert. Eine Beziehung muss man jeden Tag aufs neue erstellen. Viele Paare hören auf, sich für einander zu interessieren (wurde ja alles schon gesagt,...) und man kämpft nicht mehr für einander, da man (danke Disney!) dem romantischen Märchen glaubt, dass da erzählt, dass sie für immer glücklich waren....

Über deine Veränderung musst du definitiv und dringend mit deinem Mann reden. Lauf nicht davor weg, aus Angst, er würde von deiner schwindenden Libido gekränkt sein. Natürlich ist es nicht schön zu hören, wenn die Partnerin keine Lust auf einen hat. Aber ihr seid in einer Ehe und Partnerschaft - da geht es doch nicht nur um Sex!

Wenn du nichts sagst, sondern ihn nur genervt abstößt, dann versteht er die Welt nicht mehr. Durch die fehlende Kommunikation fängt auch er an, Dinge zu interpretieren und macht sich seine eigenen Vorstellungen. Dann geht er davon aus, er muss stärker auf dich zu gehen, oder anders. Du selber wirst dadurch unter Druck gesetzt, weil er um so mehr Nähe mit dir möchte, was deine Lust erst recht im Keim erstickt. Ein Teufelskreis, den ihr dringend durchbrechen müsst.

Sprich mit deinem Mann, was sich gerade bei dir verändert. Du liebst ihn ja noch , ihr versteht euch ja noch, die Familie exisitert ja noch und ihr habt Pläne. Er muss eingeweiht sein um dich und deine Reaktionen zu verstehen.
Dann als ersten Schritt mit deiner FA klären, was Sache ist um nächste Schritte zu definieren.

Falls du wirklich keine Bock mehr auf deinen Mann hast, aber es nicht aus gesundheitlichen Gründen passiert, dann kann eine Paartherapie bzw. eine Sexualberatung (ProFamilia hat uns sehr gut weitergeholfen) die Ursachen herauskristalisieren. Dann kann man vielleicht nächste Schritte bestimmen.

Wenn du in deine Wechseljahre kommst und deshalb einfach grundsätzlich keine Lust mehr auf Sex hast, dann solltet ihr euch zusammensetzen und eure Beziehung neu justieren. Wollt ihr die Familie weiter durchziehen? Dann vielleicht in einer anderen Beziehungsform - offene Beziehung z.B.

Hat er das Bedürfnis nach Sex und bekommt es von dir nicht oder nur selten erfüllt, dann fühlt er sich von dir abhängig. Ein Ungleichgewicht in der Beziehung, was in den Konfliktsituationen als Brandbeschleuniger wirken kann - ich weiß, wovon ich spreche.
Kann er seine Bedürfnisse anderweitig befriedigen (muss ja nicht ständig wechseln sein, sondern kann ja auch eine F+ sein), dann kann er zumindest in der Hinsicht vielleicht etwas ruhiger sein und dadurch auch in Stresssituationen eine Zufriedenheit in die Familie/Beziehung ausstrahlen, um solche Situationen gechillt gemeinsam zu meistern...

Also, du siehst, es gibt viele verschiedene Ansätze, wie ihr weitermachen könnt. Du musst nicht denken, dass du - nur weil du gerade keinen Bock hast - die Beziehung und die Familie hinschmeißen musst. Immerhin habt ihr beiden für die zwei Kinder eine gewisse Verantwortung übernommen, so dass ihr es ihnen zu Liebe zumindest schuldig seids.

Schreib mir ruhig, wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest.

LG
Hardy

1 -Gefällt mir

Anzeige
K
kati459
25.01.24 um 8:57

Hallo, vielleicht würde es dir helfen den Druck aus der Sache nehmen. Das der Gedanke du musst deinem Partner sexuell und auch für zärtlichkeiten zur Verfügung stehen, dich weiter von ihm fort treibt. Vielleicht erklärst du ihm deine Gefühle und ihr einigt euch auf unbegrenzte Zeit auf diese Dinge zu verzichten. Kein Sex, kein kuscheln... Bis du dich wieder bereit dazu fühlst und die inaktive dazu von dir kommt.
Das klingt zwar nicht toll, aber um eure Beziehung zu retten sollte dein Partner dem zustimmen. 

Gefällt mir

S
sisteronthefly
25.01.24 um 9:30
In Antwort auf maja763

Noch einmal Danke an alle, die mir so konstruktive Ansichten geben. Ich fühle mich im Moment mit mir selbst überfordert. Die Tatsache, es, wenn auch irgendwie anonym, aufs Papier gebracht zu haben, macht das Ganze realer und ich kann mir selbst nicht mehr vormachen, dass es ja nur ein Hirngespinst ist.

Ich versuche mir eure Ratschläge zu Herzen zu nehmen. Ja, als Paar agieren wir wenig. Und allzu viel Unterstützung oder Entlastung haben wir leider nicht. Eigentlich können wir gut reden, aber mir fällt es so verdammt  schwer, das zu formulieren. Wenn wir mal streiten, nimmt mich das immer so mit, dass es mir oft sehr schlecht damit geht. Auch, wenn das hier etwas anderes ist. Aber begeistert wird er sicherlich nicht sein, selbst wenn ich behutsam daran gehe.

Ich lasse die Anmerkungen von euch etwas sacken und werde dann wahrscheinlich irgendwann vorsichtig das Gespräch mit ihm suchen (müssen). Denn von alleine wird es nicht besser, fürchte ich.

Viele Grüße und Danke

 

Hallo, 

lass dich bitte durch keinerlei Antworten zusätzlich unter Druck setzen. Bei viel Druck entfernt man sich häufig weit von sich selbst. Das heißt, man spürt sich selbst nicht gut, hat Schwierigkeiten Gefühle und Empfindungen zu formulieren. Dadurch wird es natürlich auch schwieriger den Partner einzubeziehen, weil man gar nicht weiß wie. Das ist ein Zeichen, dass zuviel von allem vorhanden ist. Zuviel Druck, zuviel Belastung. Auch wenn eine emotionale Belastung subjektiv empfunden wird, hindert es doch eine zielführende Kommunkation herzustellen und es ist noch schwieriger eine konfliktbehaftete Diskussion zu führen. Meistens stülpt man sich selbst noch Schuldgefühle über und kann dann eigentlich gar nicht mehr richtig agieren. 

Bevor du das Gespräch mit deinem Mann suchst würde ich dir wirklich Beratung/Unterstützung von fachlicher Seite ans Herz legen. Der Hinweis auf eine Therapie ist leider oftmals negativ behaftet und von anderen Menschen ausgesprochen oft empfunden, als wäre etwas mit einem nicht OK. Das solltest du bitte nicht auf diese Weise auffassen und immer beachten, dass unterschiedliche Menschen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben stehen und möglicherweise ihre eigenen Erfahrungen oder auch Erwartungen hineinbringen die nichts mit dir und deiner Ehe zu tun haben. 

Ich sehe hier eine Frau, die dringend Entlastung benötigt. Im Weiteren natürlich auch dein Ehemann. Dafür braucht ihr jemanden, der euch aus der Belastung holt und euch Wege aufzeigt. Im Gespräch würde ich zunächst die Belastungssituationen priorisieren, bevor du mit ihm über sexuelle Themen sprichst. Meine Vermutung ist nämlich, wenn eure Belastungen weniger werden kommt ihr euch auch als Paar wieder näher. Dann erst ist man auch aufnahmefähig notwendige Veränderungen anzugehen. 

LG Sis
 

Gefällt mir

Anzeige