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Ehe? Eher wie Bruder und Schwester

3. Oktober 2012 um 21:52

r ersten Ehe gar nichts mehr sexuell gelaufen ist und er das irgendwann nicht mehr aushielt. Das heißt, er müsste gut nachempfinden können, wie es mir geht.
In den ersten Jahren unserer Beziehung hatten wir ein erfülltes, leidenschaftliches Sexualleben, obwohl wir in unserer Wohnung sehr schnell getrennte Zimmer eingerichtet haben, da wir erstens einen unterschiedlichen Schlafrhythmus haben und zweitens mein Mann extrem schnarcht. Ehrlich gesagt brauche ich auch regelmäßigen Sex. Und immer nur alleine ist auf Dauer nun mal nicht befriedigend. Ich brauche auch die körperliche Nähe des geliebten Menschen. Aber außer einem Guten-Morgen-Küsschen und einem Gute-Nacht-Küsschen scheint gar nix mehr zu gehen

Ich habe meinen Mann auf einen möglicherweise medizinisch begründeten Libido-Verlust angesprochen und angeregt, doch mal mit einem Arzt zu sprechen. Ergebnis: "Ja, mach ich." Bis heute keine weitere Reaktion.
Auch meine Versuche, ihn dazu zu stimulieren, erotische Zärtlichkeiten auszutauschen, wenn "ER" nicht will, liefen ins Leere.
Gerade die letzten beiden Punkte sind für mich eher ein Zeichen, dass es weniger ein Libidoverlust als mehr ein Liebesverlust ist, der zu unserer nun schon viel zu lange andauernden Flaute führte.
Mein Mann verneint das vehement, wundert sich jedoch, dass ich immer unausgeglichener und frustrierter werde

Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll.
Die Ehe einfach hinschmeißen will ich nicht (obwohl ich schon manchmal darüber nachdenke). Doch ich liebe ihn und ein zehnjähriges Kind wohnt auch noch bei uns, welches eine Trennung wahrscheinlich nicht verkraften würde.

Bin völlig verzeifelt.

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4. Oktober 2012 um 13:31

Take it easy
Hallo,

Sex wird immer viel zu ernst genommen.

Mein Freund und ich hatten gestern auch nach 2 Wochen total animalischen Sex. Wir sind beim Kuscheln morgens einfach übereinanderhergefallen.
Dass manchmal nichts läuft, liegt am Alltag. Wir müssen beide sehr früh aufstehen und da überlegt man es sich, ob man wirklich seinen Schlaf opfert. Tagsüber arbeiten wir beide und nach Feierabend kommt das Hobby. Dann noch abendessen und ab ins Bett (vielleicht noch fernsehen).

Ich glaube, Du hast diese Vorstellung in Deinem Kopf, dass Sex soundso sein muss und vor allem soundso oft stattfinden muss.

Versuch, seine körperliche Nähe auch ohne Hintergedanken zu suchen. D.h. knutscht rum, kuschelt, streichelt euch.

Und übrigens kann eine harmlose Rückenmassage ganz schnell in eine Tantramassage abdriften...

Und trau Dich, auch mal ein bisschen verdorben zu sein.
Überfall ihn ruhig mal, wenn er nach Hause kommt.
Probiert neue Stellungen aus.
Halt Dich beim Orgasmus nicht zurück; es ist sch*egal, ob eure Tochter das hört.

Ihr könnt ihr das ja erklären, dass alles ok ist und ihr manchmal nicht gestört werden wollt.
Auch ein Kind muss lernen, was eine geschlossene Tür bedeutet...

Und nein, es muss nicht unbedingt eine Dysfunktion sein.
Vielleicht seid ihr euch auch emotional derzeit nicht so nahe. Auch bei Männern spielt sowas eine Rolle...

Temporäre Flauten sind normal.
Hatten wir letztes Jahr auch, nach seinem Einzug.
Die gehen aber wieder vorbei. Kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sex ist nicht so wichtig.

Versteh mich nicht falsch; ich habe auch gerne Sex, aber er macht eine Beziehung nicht aus und auch nicht intimer.

Heart

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4. Oktober 2012 um 14:10
In Antwort auf heartsease

Take it easy
Hallo,

Sex wird immer viel zu ernst genommen.

Mein Freund und ich hatten gestern auch nach 2 Wochen total animalischen Sex. Wir sind beim Kuscheln morgens einfach übereinanderhergefallen.
Dass manchmal nichts läuft, liegt am Alltag. Wir müssen beide sehr früh aufstehen und da überlegt man es sich, ob man wirklich seinen Schlaf opfert. Tagsüber arbeiten wir beide und nach Feierabend kommt das Hobby. Dann noch abendessen und ab ins Bett (vielleicht noch fernsehen).

Ich glaube, Du hast diese Vorstellung in Deinem Kopf, dass Sex soundso sein muss und vor allem soundso oft stattfinden muss.

Versuch, seine körperliche Nähe auch ohne Hintergedanken zu suchen. D.h. knutscht rum, kuschelt, streichelt euch.

Und übrigens kann eine harmlose Rückenmassage ganz schnell in eine Tantramassage abdriften...

Und trau Dich, auch mal ein bisschen verdorben zu sein.
Überfall ihn ruhig mal, wenn er nach Hause kommt.
Probiert neue Stellungen aus.
Halt Dich beim Orgasmus nicht zurück; es ist sch*egal, ob eure Tochter das hört.

Ihr könnt ihr das ja erklären, dass alles ok ist und ihr manchmal nicht gestört werden wollt.
Auch ein Kind muss lernen, was eine geschlossene Tür bedeutet...

Und nein, es muss nicht unbedingt eine Dysfunktion sein.
Vielleicht seid ihr euch auch emotional derzeit nicht so nahe. Auch bei Männern spielt sowas eine Rolle...

Temporäre Flauten sind normal.
Hatten wir letztes Jahr auch, nach seinem Einzug.
Die gehen aber wieder vorbei. Kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sex ist nicht so wichtig.

Versteh mich nicht falsch; ich habe auch gerne Sex, aber er macht eine Beziehung nicht aus und auch nicht intimer.

Heart

Da fehlte ja der erste Teil meines Posts
Ich habe gerade mit Erschrecken gesehen, dass die erste Hälfte meines Posts verschwunden ist
Das macht ihn natürlich nicht wirklich vollumfänglich verständlich und macht Deine Reaktion "Sex wird viel zu ernst genommen" und "temporäre Flaute" für mich verständlich.

Hier noch der erste Teil meines Posts:

"Hallo @all,
schon lange trage ich mich mit einem Problem herum, das mich täglich mehr frustriert: In meiner siebenjährigen Ehe/zwölfjährigen Beziehung läuft seit 3 Jahren sexuell gar nichts mehr. Mit meinem Mann habe ich darüber schon mehrfach gesprochen, auch darüber, wie sich das auf mich auswirkt (Frust, zunehmende Trennungsgedanken, sinkendes Selbstwertgefühl, stark sinkende Lebensqualität, abwechselnd Wut und depressive Stimmungen) mit dem Ergebnis, dass er während der Gespräche immer sehr betroffen wirkte, mich versuchte zu beruhigen nach dem Motto "Das wird schon wieder", mir immer wieder versichert, dass es nicht an mir liegt ... und sich dann doch nichts ändert.

Mit Freunden kann ich darüber nicht sprechen, denn wir gelten überall als das Traumpaar.

Das Witzige ist, dass mein Mann sich von seiner ersten Frau trennte, weil da schon in den ersten Jahren der Ehe wenig und in den letzten 10 Jahren der ersten Ehe gar nichts mehr sexuell gelaufen ist und er das irgendwann nicht mehr aushielt. Das heißt, er müsste gut nachempfinden können, wie es mir geht."

Was Sexualität anbelangt, bin ich sowohl sehr aufgeschlossen als auch sehr erfindungsreich. Allerdings fällt einem nach drei Jahren Abstinenz irgendwann nicht mehr viel ein.

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4. Oktober 2012 um 15:27

Das ist durchaus das Niveau ...
... das besonders hilfreich ist.

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4. Oktober 2012 um 15:29
In Antwort auf vitor_12855742

Da fehlte ja der erste Teil meines Posts
Ich habe gerade mit Erschrecken gesehen, dass die erste Hälfte meines Posts verschwunden ist
Das macht ihn natürlich nicht wirklich vollumfänglich verständlich und macht Deine Reaktion "Sex wird viel zu ernst genommen" und "temporäre Flaute" für mich verständlich.

Hier noch der erste Teil meines Posts:

"Hallo @all,
schon lange trage ich mich mit einem Problem herum, das mich täglich mehr frustriert: In meiner siebenjährigen Ehe/zwölfjährigen Beziehung läuft seit 3 Jahren sexuell gar nichts mehr. Mit meinem Mann habe ich darüber schon mehrfach gesprochen, auch darüber, wie sich das auf mich auswirkt (Frust, zunehmende Trennungsgedanken, sinkendes Selbstwertgefühl, stark sinkende Lebensqualität, abwechselnd Wut und depressive Stimmungen) mit dem Ergebnis, dass er während der Gespräche immer sehr betroffen wirkte, mich versuchte zu beruhigen nach dem Motto "Das wird schon wieder", mir immer wieder versichert, dass es nicht an mir liegt ... und sich dann doch nichts ändert.

Mit Freunden kann ich darüber nicht sprechen, denn wir gelten überall als das Traumpaar.

Das Witzige ist, dass mein Mann sich von seiner ersten Frau trennte, weil da schon in den ersten Jahren der Ehe wenig und in den letzten 10 Jahren der ersten Ehe gar nichts mehr sexuell gelaufen ist und er das irgendwann nicht mehr aushielt. Das heißt, er müsste gut nachempfinden können, wie es mir geht."

Was Sexualität anbelangt, bin ich sowohl sehr aufgeschlossen als auch sehr erfindungsreich. Allerdings fällt einem nach drei Jahren Abstinenz irgendwann nicht mehr viel ein.


Ihr hattet seit 3 Jahren gar keinen Sex mehr?
Ok, das finde ich nicht normal. Ich meinte mit "temporärer Flaute" ein paar Wochen...

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4. Oktober 2012 um 18:23

Schon mal
versucht, mit was neuem um die Ecke zu kommen?
Ich hatte in meiner letzten Beziehung (4,5 Jahre) auch sone Flaute. Meine damalige Freundin ist dann mal mit nem Porno nach Hause gekommen. Haben wir uns dann angesehen und nach 10 Minuten is se mir in die Hose. Ich weis nicht wieso aber es hat mich irgendie geil gemacht.
Andere Dinge wie Outdoor oder so beleben auch wieder.
Immer nur im Bett is langweilig.
Wenn du das schon so ähnlich probiert hast, weis ich auch nicht weiter.

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