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Ehe am Ende?

25. Oktober 2016 um 0:47

Hallo, 


ich habe dieses Forum hier zufällig gefunden und muss mir mal etwas von der Seele schreiben, da ich bisher mit niemandem darüber reden konnte. Ich weiss nicht, ob ich mich "nur" in einer Ehekrise befinde oder wirklich kurz vor der Trennung.

Meinen Mann kenne ich seit ca. 7 Jahre, wir sind seit 2 Jahren verheiratet und haben ein einjähriges Kind. 

Vor der Ehe führten wir eine Fernbeziehung und mit der Schwangerschaft sind wir dann zusammengezogen. Mein Mann war immer ein unordentlicher Mensch, was ich im Rahmen der Fernbeziehung sagen wir mal akzeptiert hatte und nicht so ernst nahm, in der Hoffnung es werde sich beim Zusammenleben schließlich ändern. 

Ja, worum geht es eigentlich. Seit der Geburt meiner Tochter und der gemeinsamen Wohnung gibt es keine Woche ohne Streit. Streitpunkt ist meistens die Wohnung und der Haushalt. Für den scheine nur ich zuständig zu sein. Wie für das Kochen, Wäsche und Kindererziehung und -pflege. Er kommt von der Arbeit nachhause und legt sich erstmal schlafen, isst für sich oder legt die Füße hoch und schaut Fern. Mich macht das innerlich so wütend für alles eine verantwortlich zu sein, daß wir natürlich immer wieder deshalb in Streit geraten. Es wäre ja nicht schlimm wäre ich nur für den Haushalt zuständig. 
Er lässt ständig alles liegen und ich muß ihm wirklich alles hinterherräumen. Als hätte ich ein zweites Kind.

Ich befürchte er hat ein tieferes Problem, da er Sachen nicht wegwerfen kann und vieles Sammelt. Zeitungen, Behältnisse… Ich denke da an ein Messe-Syndrom. Alles ist wichtig, könnte noch gebraucht werden. Dementsprechend sieht die Wohnung aus - und ich bin tag ein Tag aus damit beschäftigt hier Ordnung zu bringen. Es stört ihn nicht einmal. 

Ich verstehe nicht, wie man in aller Ruhe in solch einer Umgebung leben kann. 

Nun kommt das ausschlaggebende weshalb  ich mich hier angemeldet habe. Seit einiger Zeit beschimpft er mich in Konfliktsituationen derartig, daß ich nur noch heulen könnte. 
Ich sei irre, verrückt. Das in solchen Situationen wenn ich ihn bitte mal das Kind zu übernehmen und mal Zeit für mich und den Haushalt haben möchte und er sich einfach nicht strukturiert und ich ihm auch noch alles hinterhertragen muss… Ich muss doch tagsüber auch mit der kleinen zurechtkommen, alleine.  Und ja, es geht…

Aber muss ich mich in einer Ehe als "Blöde Kuh", "dumm", "gestört" beschimpfen lassen - nur weil ich nicht in einer vermüllten Wohnung leben möchte?!?!?!?!??! Er versteht mich einfach nicht. 
Wird auch laut und unangenehm, so daß ich richtig Angst bekomme, weil ich ihn so nicht kenne. Und das auch in Gegenwart meiner Tochter. Ein Schande eigentlich und ich schäme mich sehr dafür. 

Neulich waren wir in einem Lokal und ich sollte ein Bild machen, dieses war leider total verschwommen, so daß ich keine weitere Aufnahmen mehr machen wollte. Da wurde ich auch nur herablassend behandelt und was ich mich so anstelle… im Nachhinein hatte er eingesehn, daß es an der Kamera lag.
Aber in dem Moment konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Und das auch noch vor meiner Familie.

Reagiere ich über? SO langsam denke ich, daß er eher ein tiefgreifendes Problem hat. Ich weiß nicht, ob ich stark genug für diese Ehe bin .
Ich fühle mich respektlos und wie der letzte Dreck behandelt . . . 


Liebe Grüße… 

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25. Oktober 2016 um 8:26

Tja, was soll man da sagen... Dein Mann war schon immer ein unordentlicher Mensch, schreibst Du - aber jetzt hat er sich gefälligst zu ändern, denn jetzt bist ja Du da. Da muss aus ihm eben ein anderer Mensch werden, was?
Dir ist es so unangenehm "in einer zugemüllten Wohnung zu leben" - schon mal darüber nachgedacht, dass nahezu zwangsläufig Deine "strukturierte" Version mit "Ordnung" für ihn mindestens genauso unangenehm ist?!?

Na klar verändert das ihn und er reagiert so, "wie Du ihn gar nicht kennst" - als Du ihn noch anders kanntest, wurde er ja auch nicht ständig damit gestresst und konfrontiert - wie Du auch nicht. Ist es nicht so, dass Du jetzt auch anders reagierst als vor paar Jahren?

Wieso bitte braucht Ihr 7 Jahre und ein Kind, um herauszufinden, wie wenig Ihr im normalen Alltag zu einander passt?

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25. Oktober 2016 um 9:25

Hi Mialyah, 

danke, daß du mich verstehst. Eine Form von OCD? Ich habe auch das Gefühl, daß etwas nicht stimmt und wir das alleine nicht mehr hinbekommen. 
Mich stört es eben, daß er in dem Sinne gar keine Eigeninitiative zeigt und ich ihm immer sagen muss was zu tun ist. 

Es fängt ja an bei Kind anziehen, schlafen bringen, Haushalt, Termine... er bekommt nichts gebacken. Hätte ich das vor dem zusammenziehen gewußt. ICh hätte mich getrennt.  Es frißt meine gesamte Energie auf. 

 

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25. Oktober 2016 um 9:48

Zwei Probleme gibt es:

Deine Erwartungshaltung und sein Wesen.

Ich glaube, in seinem Kopf ist er noch der alleinlebende Single. Kümmert sich nur um das Nötigste, ist zufrieden und sehr auf sich bezogen. Jetzt lebt ihr zusammen. Er ist noch genauso, soll sich aber anpassen. Ich glaube, da er wirklich keine Einsicht oder Initiative zeigt, ist das vergebene Müh. Er wird nicht verstehen, was Du von ihm willst, wenn es nicht von IHM aus geht. Wenn er nicht erkennt, dass es ein Problem ist, brauchst Du eigentlich nicht weiterreden. 

Auf der anderen Seite erwartest Du wirklich ne Menge von ihm, das setzt ihn vermutlich unter Druck. Auf der anderen Seite ist das alles kein Grund, Dich derart zu behandeln oder zu benennen. Da fehlt der Respekt. Wenn er gesagt hätte: "Das wird mir alles zuviel, ich weiß mir nicht zu helfen, lass mich in Ruhe." hätte das alles eine andere Qualität.

Ich kann Dir nur raten, in Dich hinein zu horchen. Bist Du sonst glücklich mit ihm oder magst Du die Erinnerungen an die vergangene Zeit, in der Ihr es ganz schön hattet?

 

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25. Oktober 2016 um 9:49
In Antwort auf innass

Hallo, 


ich habe dieses Forum hier zufällig gefunden und muss mir mal etwas von der Seele schreiben, da ich bisher mit niemandem darüber reden konnte. Ich weiss nicht, ob ich mich "nur" in einer Ehekrise befinde oder wirklich kurz vor der Trennung.

Meinen Mann kenne ich seit ca. 7 Jahre, wir sind seit 2 Jahren verheiratet und haben ein einjähriges Kind. 

Vor der Ehe führten wir eine Fernbeziehung und mit der Schwangerschaft sind wir dann zusammengezogen. Mein Mann war immer ein unordentlicher Mensch, was ich im Rahmen der Fernbeziehung sagen wir mal akzeptiert hatte und nicht so ernst nahm, in der Hoffnung es werde sich beim Zusammenleben schließlich ändern. 

Ja, worum geht es eigentlich. Seit der Geburt meiner Tochter und der gemeinsamen Wohnung gibt es keine Woche ohne Streit. Streitpunkt ist meistens die Wohnung und der Haushalt. Für den scheine nur ich zuständig zu sein. Wie für das Kochen, Wäsche und Kindererziehung und -pflege. Er kommt von der Arbeit nachhause und legt sich erstmal schlafen, isst für sich oder legt die Füße hoch und schaut Fern. Mich macht das innerlich so wütend für alles eine verantwortlich zu sein, daß wir natürlich immer wieder deshalb in Streit geraten. Es wäre ja nicht schlimm wäre ich nur für den Haushalt zuständig. 
Er lässt ständig alles liegen und ich muß ihm wirklich alles hinterherräumen. Als hätte ich ein zweites Kind.

Ich befürchte er hat ein tieferes Problem, da er Sachen nicht wegwerfen kann und vieles Sammelt. Zeitungen, Behältnisse… Ich denke da an ein Messe-Syndrom. Alles ist wichtig, könnte noch gebraucht werden. Dementsprechend sieht die Wohnung aus - und ich bin tag ein Tag aus damit beschäftigt hier Ordnung zu bringen. Es stört ihn nicht einmal. 

Ich verstehe nicht, wie man in aller Ruhe in solch einer Umgebung leben kann. 

Nun kommt das ausschlaggebende weshalb  ich mich hier angemeldet habe. Seit einiger Zeit beschimpft er mich in Konfliktsituationen derartig, daß ich nur noch heulen könnte. 
Ich sei irre, verrückt. Das in solchen Situationen wenn ich ihn bitte mal das Kind zu übernehmen und mal Zeit für mich und den Haushalt haben möchte und er sich einfach nicht strukturiert und ich ihm auch noch alles hinterhertragen muss… Ich muss doch tagsüber auch mit der kleinen zurechtkommen, alleine.  Und ja, es geht…

Aber muss ich mich in einer Ehe als "Blöde Kuh", "dumm", "gestört" beschimpfen lassen - nur weil ich nicht in einer vermüllten Wohnung leben möchte?!?!?!?!??! Er versteht mich einfach nicht. 
Wird auch laut und unangenehm, so daß ich richtig Angst bekomme, weil ich ihn so nicht kenne. Und das auch in Gegenwart meiner Tochter. Ein Schande eigentlich und ich schäme mich sehr dafür. 

Neulich waren wir in einem Lokal und ich sollte ein Bild machen, dieses war leider total verschwommen, so daß ich keine weitere Aufnahmen mehr machen wollte. Da wurde ich auch nur herablassend behandelt und was ich mich so anstelle… im Nachhinein hatte er eingesehn, daß es an der Kamera lag.
Aber in dem Moment konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Und das auch noch vor meiner Familie.

Reagiere ich über? SO langsam denke ich, daß er eher ein tiefgreifendes Problem hat. Ich weiß nicht, ob ich stark genug für diese Ehe bin .
Ich fühle mich respektlos und wie der letzte Dreck behandelt . . . 


Liebe Grüße… 

Dein Mann hasst dich. Nur falsche Liebe kann sich in Hass umwandeln. An dem, was passiert ist kannst du nichts ändern. Du kannst jetzt entweder den Rest deines Lebens darauf warten, "dass er sich ändert" (wie so viele sagen) - oder du verbesserst dein Leben, indem du einen Neustart machst.

Ich würde ihm nicht zugestehen, das auf eine ausgedachte Pseudo-Krankheit zu schieben, das ist armselig.

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25. Oktober 2016 um 9:59

Wegen dem Kind. 

So wie hier und jetzt habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt. Und ja, ich gebe zu, seit kurzem stelle ich mir vor, wie es alleine oder mit einem anderen Mann wäre.Klingt hat, ist aber so.Ich bin nicht faul, ich bin voller Energie und mach den Haushalt gerne und schnell. Aber nicht wenn ich so mies und respektlos behandelt werde UND wenn er mir mehr arbeit mach als ein Kind. 

Annaan3, du verstehst mich wirklich. ICh dachte ich würde alleine dastehen. Hattet ihr zu dem Zeitpunkt Kinder?

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25. Oktober 2016 um 10:03
In Antwort auf casparia

Zwei Probleme gibt es:

Deine Erwartungshaltung und sein Wesen.

Ich glaube, in seinem Kopf ist er noch der alleinlebende Single. Kümmert sich nur um das Nötigste, ist zufrieden und sehr auf sich bezogen. Jetzt lebt ihr zusammen. Er ist noch genauso, soll sich aber anpassen. Ich glaube, da er wirklich keine Einsicht oder Initiative zeigt, ist das vergebene Müh. Er wird nicht verstehen, was Du von ihm willst, wenn es nicht von IHM aus geht. Wenn er nicht erkennt, dass es ein Problem ist, brauchst Du eigentlich nicht weiterreden. 

Auf der anderen Seite erwartest Du wirklich ne Menge von ihm, das setzt ihn vermutlich unter Druck. Auf der anderen Seite ist das alles kein Grund, Dich derart zu behandeln oder zu benennen. Da fehlt der Respekt. Wenn er gesagt hätte: "Das wird mir alles zuviel, ich weiß mir nicht zu helfen, lass mich in Ruhe." hätte das alles eine andere Qualität.

Ich kann Dir nur raten, in Dich hinein zu horchen. Bist Du sonst glücklich mit ihm oder magst Du die Erinnerungen an die vergangene Zeit, in der Ihr es ganz schön hattet?

 

Ich bin schon lange nicht mehr glücklich, da dieses Thema derzeit wirkich dominiert. Und wenn es fast jeden Tag Streit gibt wegen Kleinigkeiten, wie soll man da glücklich sein?

Ich habe auch schon zu ihm gesagt "Du lebst wie ein Junggeselle". Aber er ändert nichts. 

Ich weiß nicht, was noch geschehen muss.

Vor meinem Kind werde ich mich nicht mehr so erniedrigen lassen. Hätte ich das alles vor dem Kind gewusst - ich wäre schon längst weg. 

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25. Oktober 2016 um 10:04
In Antwort auf mindbody

Dein Mann hasst dich. Nur falsche Liebe kann sich in Hass umwandeln. An dem, was passiert ist kannst du nichts ändern. Du kannst jetzt entweder den Rest deines Lebens darauf warten, "dass er sich ändert" (wie so viele sagen) - oder du verbesserst dein Leben, indem du einen Neustart machst.

Ich würde ihm nicht zugestehen, das auf eine ausgedachte Pseudo-Krankheit zu schieben, das ist armselig.

Wie meinst du das, er hasse mich?

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25. Oktober 2016 um 10:24
In Antwort auf innass

Ich bin schon lange nicht mehr glücklich, da dieses Thema derzeit wirkich dominiert. Und wenn es fast jeden Tag Streit gibt wegen Kleinigkeiten, wie soll man da glücklich sein?

Ich habe auch schon zu ihm gesagt "Du lebst wie ein Junggeselle". Aber er ändert nichts. 

Ich weiß nicht, was noch geschehen muss.

Vor meinem Kind werde ich mich nicht mehr so erniedrigen lassen. Hätte ich das alles vor dem Kind gewusst - ich wäre schon längst weg. 

"Wegen dem Kind."
finde ich ein sehr schlechtes Argument.
Ich glaube keine Sekunde, dass es schlechter für ein Kind ist, bei einem alleinerziehenden Elternteil aufzuwachsen als bei miteinander überaus unglücklichen Eltern.

"Ich weiß nicht, was noch geschehen muss"
das ist sehr einfach zu beantworten: ungefähr das Gleiche, was geschehen müsste, damit Du die Unordnung nicht mehr siehst, das Konzept mit dem "sich strukturieren" fallen lässt, ... usw. usf. - nur eben mit anderem Vorzeichen. Also was müsste geschehen, damit sich das bei Dir ändert? - Dann hast Du Deine Antwort.

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25. Oktober 2016 um 10:33
In Antwort auf avarrassterne1

"Wegen dem Kind."
finde ich ein sehr schlechtes Argument.
Ich glaube keine Sekunde, dass es schlechter für ein Kind ist, bei einem alleinerziehenden Elternteil aufzuwachsen als bei miteinander überaus unglücklichen Eltern.

"Ich weiß nicht, was noch geschehen muss"
das ist sehr einfach zu beantworten: ungefähr das Gleiche, was geschehen müsste, damit Du die Unordnung nicht mehr siehst, das Konzept mit dem "sich strukturieren" fallen lässt, ... usw. usf. - nur eben mit anderem Vorzeichen. Also was müsste geschehen, damit sich das bei Dir ändert? - Dann hast Du Deine Antwort.

Ich hätte auch nie gedacht, daß ich das jemals sagen werde - wegen dem Kind. Bin selbst unendlich traurig.

Bin selbst in einer tollen glücklichen Familie aufgewachsen und so habe ich mir mein Leben auch ausgemalt. 

Muss erst damit fertig werden

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25. Oktober 2016 um 10:46

Ich kann es nicht fassen, wie schnell man alleine da steht.

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25. Oktober 2016 um 10:48
In Antwort auf innass

Ich kann es nicht fassen, wie schnell man alleine da steht.

warum allein? Hast Du keine Familie? Keine Freunde? Keine Bekannten? Keine anderen sozialen Kontakte?

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25. Oktober 2016 um 10:51

Alleine mit Kind

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25. Oktober 2016 um 11:29
In Antwort auf avarrassterne1

Tja, was soll man da sagen... Dein Mann war schon immer ein unordentlicher Mensch, schreibst Du - aber jetzt hat er sich gefälligst zu ändern, denn jetzt bist ja Du da. Da muss aus ihm eben ein anderer Mensch werden, was?
Dir ist es so unangenehm "in einer zugemüllten Wohnung zu leben" - schon mal darüber nachgedacht, dass nahezu zwangsläufig Deine "strukturierte" Version mit "Ordnung" für ihn mindestens genauso unangenehm ist?!?

Na klar verändert das ihn und er reagiert so, "wie Du ihn gar nicht kennst" - als Du ihn noch anders kanntest, wurde er ja auch nicht ständig damit gestresst und konfrontiert - wie Du auch nicht. Ist es nicht so, dass Du jetzt auch anders reagierst als vor paar Jahren?

Wieso bitte braucht Ihr 7 Jahre und ein Kind, um herauszufinden, wie wenig Ihr im normalen Alltag zu einander passt?

Ich kann verstehen, dass es für innass anstrengend und nervig ist - aber an sich sehe ich es wie Du. Ich frage mich, wann es aufhört, dass Frauen sich auf Männer einlassen, an denen sie alles möglich stört, nie was sagen und immer darauf vertrauen "Er ändert sich schon noch".

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25. Oktober 2016 um 11:31
In Antwort auf innass

Ich bin schon lange nicht mehr glücklich, da dieses Thema derzeit wirkich dominiert. Und wenn es fast jeden Tag Streit gibt wegen Kleinigkeiten, wie soll man da glücklich sein?

Ich habe auch schon zu ihm gesagt "Du lebst wie ein Junggeselle". Aber er ändert nichts. 

Ich weiß nicht, was noch geschehen muss.

Vor meinem Kind werde ich mich nicht mehr so erniedrigen lassen. Hätte ich das alles vor dem Kind gewusst - ich wäre schon längst weg. 

"Er ändert nicht" - Was änderst DU denn?

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25. Oktober 2016 um 11:35
In Antwort auf innass

Hallo, 


ich habe dieses Forum hier zufällig gefunden und muss mir mal etwas von der Seele schreiben, da ich bisher mit niemandem darüber reden konnte. Ich weiss nicht, ob ich mich "nur" in einer Ehekrise befinde oder wirklich kurz vor der Trennung.

Meinen Mann kenne ich seit ca. 7 Jahre, wir sind seit 2 Jahren verheiratet und haben ein einjähriges Kind. 

Vor der Ehe führten wir eine Fernbeziehung und mit der Schwangerschaft sind wir dann zusammengezogen. Mein Mann war immer ein unordentlicher Mensch, was ich im Rahmen der Fernbeziehung sagen wir mal akzeptiert hatte und nicht so ernst nahm, in der Hoffnung es werde sich beim Zusammenleben schließlich ändern. 

Ja, worum geht es eigentlich. Seit der Geburt meiner Tochter und der gemeinsamen Wohnung gibt es keine Woche ohne Streit. Streitpunkt ist meistens die Wohnung und der Haushalt. Für den scheine nur ich zuständig zu sein. Wie für das Kochen, Wäsche und Kindererziehung und -pflege. Er kommt von der Arbeit nachhause und legt sich erstmal schlafen, isst für sich oder legt die Füße hoch und schaut Fern. Mich macht das innerlich so wütend für alles eine verantwortlich zu sein, daß wir natürlich immer wieder deshalb in Streit geraten. Es wäre ja nicht schlimm wäre ich nur für den Haushalt zuständig. 
Er lässt ständig alles liegen und ich muß ihm wirklich alles hinterherräumen. Als hätte ich ein zweites Kind.

Ich befürchte er hat ein tieferes Problem, da er Sachen nicht wegwerfen kann und vieles Sammelt. Zeitungen, Behältnisse… Ich denke da an ein Messe-Syndrom. Alles ist wichtig, könnte noch gebraucht werden. Dementsprechend sieht die Wohnung aus - und ich bin tag ein Tag aus damit beschäftigt hier Ordnung zu bringen. Es stört ihn nicht einmal. 

Ich verstehe nicht, wie man in aller Ruhe in solch einer Umgebung leben kann. 

Nun kommt das ausschlaggebende weshalb  ich mich hier angemeldet habe. Seit einiger Zeit beschimpft er mich in Konfliktsituationen derartig, daß ich nur noch heulen könnte. 
Ich sei irre, verrückt. Das in solchen Situationen wenn ich ihn bitte mal das Kind zu übernehmen und mal Zeit für mich und den Haushalt haben möchte und er sich einfach nicht strukturiert und ich ihm auch noch alles hinterhertragen muss… Ich muss doch tagsüber auch mit der kleinen zurechtkommen, alleine.  Und ja, es geht…

Aber muss ich mich in einer Ehe als "Blöde Kuh", "dumm", "gestört" beschimpfen lassen - nur weil ich nicht in einer vermüllten Wohnung leben möchte?!?!?!?!??! Er versteht mich einfach nicht. 
Wird auch laut und unangenehm, so daß ich richtig Angst bekomme, weil ich ihn so nicht kenne. Und das auch in Gegenwart meiner Tochter. Ein Schande eigentlich und ich schäme mich sehr dafür. 

Neulich waren wir in einem Lokal und ich sollte ein Bild machen, dieses war leider total verschwommen, so daß ich keine weitere Aufnahmen mehr machen wollte. Da wurde ich auch nur herablassend behandelt und was ich mich so anstelle… im Nachhinein hatte er eingesehn, daß es an der Kamera lag.
Aber in dem Moment konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Und das auch noch vor meiner Familie.

Reagiere ich über? SO langsam denke ich, daß er eher ein tiefgreifendes Problem hat. Ich weiß nicht, ob ich stark genug für diese Ehe bin .
Ich fühle mich respektlos und wie der letzte Dreck behandelt . . . 


Liebe Grüße… 

Also, ich gebe Avarras da recht. Hast du dir schon mal Gedanken gemacht dass er sich mir deiner Ordnung nicht wohlfühlt?

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25. Oktober 2016 um 11:38

Ich wollte meinen Mann nicht von Anfang an ändern. Ich wusste nicht, dass er so ist wie heute. In meinen Augen hat er sich am Anfang verstellt und den Gentleman gespielt. Die beschimpfungen gab es vorher NIE. Erst am Ende der Schwangerschaft und mit der Geburt hat alles begonnen. 

Ich ändere mich, indem ich ihm nicht mehr hinterherräume, keine Sachen mehr Wasche. ICh habe festgestellt, dass ich tatsächlich mehr Zeit für meine Kleine und mich habe. 
Seine Sachen werde in einer Ecke gesammelt. 

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25. Oktober 2016 um 11:39
In Antwort auf innass

Ich wollte meinen Mann nicht von Anfang an ändern. Ich wusste nicht, dass er so ist wie heute. In meinen Augen hat er sich am Anfang verstellt und den Gentleman gespielt. Die beschimpfungen gab es vorher NIE. Erst am Ende der Schwangerschaft und mit der Geburt hat alles begonnen. 

Ich ändere mich, indem ich ihm nicht mehr hinterherräume, keine Sachen mehr Wasche. ICh habe festgestellt, dass ich tatsächlich mehr Zeit für meine Kleine und mich habe. 
Seine Sachen werde in einer Ecke gesammelt. 

Kein Mensch kann sich 6 Jahre lang verstellen!

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25. Oktober 2016 um 11:39
In Antwort auf mupsimama

Also, ich gebe Avarras da recht. Hast du dir schon mal Gedanken gemacht dass er sich mir deiner Ordnung nicht wohlfühlt?

Och, er findet es schon "luftig" wenn ich mal ein Chaos beseitige. Aber man muss ein Kompromiss finden. Irgendeine Mitte. 

Wenn er sein Single Leben weiterlebt ist nicht fair. 

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25. Oktober 2016 um 11:59

Ich kann jetzt nicht wirklich Messie in dem Sinne sagen, aber ich denke es besteht der hang dazu. Gott sei Dank liegt kein wirklich fauler Müll herum. Es sind nur Dinge, die eben jeder normale Mensch gleich wegwerfen würde. Wenn es nach ihm geheh würde, würden wir jeden KArton aufbewahren in der Wahrscheinlichkeit den irgendwann mal zu benötigen. 

Nein, bin sicher keine Putzneurotikerin. Ein normaler Mensch, wie ich es auch bei meinen Freunden, oder Eltern im Haushalt sehe. 

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25. Oktober 2016 um 12:00
In Antwort auf innass

Ich wollte meinen Mann nicht von Anfang an ändern. Ich wusste nicht, dass er so ist wie heute. In meinen Augen hat er sich am Anfang verstellt und den Gentleman gespielt. Die beschimpfungen gab es vorher NIE. Erst am Ende der Schwangerschaft und mit der Geburt hat alles begonnen. 

Ich ändere mich, indem ich ihm nicht mehr hinterherräume, keine Sachen mehr Wasche. ICh habe festgestellt, dass ich tatsächlich mehr Zeit für meine Kleine und mich habe. 
Seine Sachen werde in einer Ecke gesammelt. 

in dieser Hinsicht ändert sich jeder.
Je nach Typ wird jeder Mensch entweder sehr viel zickiger oder sehr viel stiller, wenn es ständig Stress gibt - den gab es vorher bei Euch einfach nicht, weil Du das "sagen wir mal akzeptiert hatte(st) " - weil es Dich da noch nicht direkt betroffen hat. Jetzt tut es das und nun "gibt es keine Woche ohne Streit". Ja, das ändert auch die Art, wie man miteinander umgeht.

Das hat nichts damit zu tun, dass er sich "verstellt hat" sondern damit, dass die Umstände jetzt andere sind.

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25. Oktober 2016 um 12:24

HAbe ich auch schon überlegt. EINfach mal nach einem Streit ein paar Tage weg. Aber dafür würde mir die Kleine zu sehr fehlen. 

Ich will mich doch auch in der WOhnung in der ich lebe wohlfühlen, da ist ein wenig entgegenkommen doch nicht viel verlangt? 

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25. Oktober 2016 um 12:34

ICh war erst bei meinen Eltern als ich krank war. Da hatte er auch nichts besseres zu tun als zu streiten, anstatt zu fragen wie es mir geht. Sowas ist richtlgich verletzend. 

Und seitdem ich da bin, streiten wir wieder. ICh muss sagen, für mich war es trotz Krankheit richtig gut mal weg zu sein und zu sehen, dass einem andere auch gerne helfen. 

Wir haben 4 Zimmer. Kinderzimmer stellt er immer wieder was rein, aber das hau ich immer gleich raus Arbeitszimmer versuche ich jetzt in Ordnung zu bringen. Er hat ein eiges Bad, wo er anstellen kann was er will. 

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25. Oktober 2016 um 12:35

Dann merkt er doch nicht, dass wir/ich im fehlen?!?! Solche Situationen hatten wir schon. 

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25. Oktober 2016 um 12:52

Meinst du? HAst du damit Erfahrungen gemacht?

Ich weiß nicht, was mich derzeit mit ihm glücklich macht. Hoffentlich liegt es nur an der aktuellen Situation?!?

Vielleicht fehlt im einfach die Empathie für mich?

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25. Oktober 2016 um 13:02

Hi Cefeu, 

vielen lieben Dank für deine Worte. 

So ein richtiges ausführliches Gespräch ist wenn ich richtig überlege gar nicht möglich bei uns. Wenn ich ihm nur etwas schildere, bekomme ich das gleiche zurück. Also das gleiche was ich ihm Vorwerfe wirft er mir vor. 

Als ob mein MAnn mir jemald etwas hinterherräumen müsste... allein da bekomm ich schon dir Krise )

Wie soll ich denn solche Diskussionen weiterführen?!

Ich kann nicht sagen, ob ich ihn noch liebe, das ist wahr und erschütternd. 

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25. Oktober 2016 um 13:11

Schön, daß du soviel Glück hast.  
Unser Kind war auch ein absolutes Wunschkind. 

Er liebt mich nicht mehr? Hm... 

Er sagt zwar immer wie gut ich sei, und was für ein Glück sein Tochter mit mir habe, und er liebe mich. 

Aber so richtig kann ich das auch nicht glauben, dann respektiere ich meinen Partner. 

Aber nach einem Jahr aufgeben?!?! Nicht dem Kind noch eine Chance auf Veränderung geben?

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25. Oktober 2016 um 13:41

Nein, das weiß ich leider nicht. Aber in letzter ZEit ist mir auch aufgefallen, dass seine Mutter seinen Vater auch vor anderen wirsch abwürgt. Und er ist eher eine ruhige Seele.

Ich erfahre auch nichts aus seinen vorherigen Beziehungen, er meint das täte nichts zur Sache und er möchte auch ungern was von meinen wissen. Öfters sind nur die Worte gefallen, "die ist psychisch gestört gewesen", "die war kalt"... 
Komisch, immer andere waren gestört

Keine AHnung was ich machen werde, lange werde ich nicht so weiter machen. JEdenfalls klingt es gut, was du vorschlägst.  Diesen Umgang im Beisein des Kindes werde ich mir definitiv verbieten. Ich werde versuchen mich überhaupt nicht provozieren zu lassen und ruhig bleiben. ICh sehe auch nicht ein meine Energie in sowas zu verschwende, muss mich langsam auch wieder um meinen Job kümmern. Ruhe bewahren und nicht die Retourkutsche... ich versuche es 

Gestern abend ist es aus mir herausgeplatzt... als er wieder meinte ich sei irre... ich sagte daraufhin, wenn er das noch einmal ausspricht, werde ich gehen und das wars.
Sowas habe ich noch nie gesagt, aber ich fand es so verletzend, nachdem ich den ganzen Tag geschuftet habe, mir noch sowas anzuhören im Beisein der Kleinen...
Anschließend war ruhe, und er kam später um sich zu entschuldigen.

Kl

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25. Oktober 2016 um 14:05

Danke dir  lupinowska. Nein, ich kann mich da noch kontrollieren. Ich denke immer daran - nach einem Streit möchte ihc meinem PArtner immer noch in die Augen sehen können. Wieso sollte ich ihn beschimpfen?! 

 

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25. Oktober 2016 um 16:44
In Antwort auf innass

Hallo, 


ich habe dieses Forum hier zufällig gefunden und muss mir mal etwas von der Seele schreiben, da ich bisher mit niemandem darüber reden konnte. Ich weiss nicht, ob ich mich "nur" in einer Ehekrise befinde oder wirklich kurz vor der Trennung.

Meinen Mann kenne ich seit ca. 7 Jahre, wir sind seit 2 Jahren verheiratet und haben ein einjähriges Kind. 

Vor der Ehe führten wir eine Fernbeziehung und mit der Schwangerschaft sind wir dann zusammengezogen. Mein Mann war immer ein unordentlicher Mensch, was ich im Rahmen der Fernbeziehung sagen wir mal akzeptiert hatte und nicht so ernst nahm, in der Hoffnung es werde sich beim Zusammenleben schließlich ändern. 

Ja, worum geht es eigentlich. Seit der Geburt meiner Tochter und der gemeinsamen Wohnung gibt es keine Woche ohne Streit. Streitpunkt ist meistens die Wohnung und der Haushalt. Für den scheine nur ich zuständig zu sein. Wie für das Kochen, Wäsche und Kindererziehung und -pflege. Er kommt von der Arbeit nachhause und legt sich erstmal schlafen, isst für sich oder legt die Füße hoch und schaut Fern. Mich macht das innerlich so wütend für alles eine verantwortlich zu sein, daß wir natürlich immer wieder deshalb in Streit geraten. Es wäre ja nicht schlimm wäre ich nur für den Haushalt zuständig. 
Er lässt ständig alles liegen und ich muß ihm wirklich alles hinterherräumen. Als hätte ich ein zweites Kind.

Ich befürchte er hat ein tieferes Problem, da er Sachen nicht wegwerfen kann und vieles Sammelt. Zeitungen, Behältnisse… Ich denke da an ein Messe-Syndrom. Alles ist wichtig, könnte noch gebraucht werden. Dementsprechend sieht die Wohnung aus - und ich bin tag ein Tag aus damit beschäftigt hier Ordnung zu bringen. Es stört ihn nicht einmal. 

Ich verstehe nicht, wie man in aller Ruhe in solch einer Umgebung leben kann. 

Nun kommt das ausschlaggebende weshalb  ich mich hier angemeldet habe. Seit einiger Zeit beschimpft er mich in Konfliktsituationen derartig, daß ich nur noch heulen könnte. 
Ich sei irre, verrückt. Das in solchen Situationen wenn ich ihn bitte mal das Kind zu übernehmen und mal Zeit für mich und den Haushalt haben möchte und er sich einfach nicht strukturiert und ich ihm auch noch alles hinterhertragen muss… Ich muss doch tagsüber auch mit der kleinen zurechtkommen, alleine.  Und ja, es geht…

Aber muss ich mich in einer Ehe als "Blöde Kuh", "dumm", "gestört" beschimpfen lassen - nur weil ich nicht in einer vermüllten Wohnung leben möchte?!?!?!?!??! Er versteht mich einfach nicht. 
Wird auch laut und unangenehm, so daß ich richtig Angst bekomme, weil ich ihn so nicht kenne. Und das auch in Gegenwart meiner Tochter. Ein Schande eigentlich und ich schäme mich sehr dafür. 

Neulich waren wir in einem Lokal und ich sollte ein Bild machen, dieses war leider total verschwommen, so daß ich keine weitere Aufnahmen mehr machen wollte. Da wurde ich auch nur herablassend behandelt und was ich mich so anstelle… im Nachhinein hatte er eingesehn, daß es an der Kamera lag.
Aber in dem Moment konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Und das auch noch vor meiner Familie.

Reagiere ich über? SO langsam denke ich, daß er eher ein tiefgreifendes Problem hat. Ich weiß nicht, ob ich stark genug für diese Ehe bin .
Ich fühle mich respektlos und wie der letzte Dreck behandelt . . . 


Liebe Grüße… 

die furchtbare unordnung ist das eine. Aber was mich noch sehr viel mehr stört ist die art und weise, wie er mit dir umgeht. seine beschimpfungen gehen ganz klar unter die gürtellinie und für mich hat das mit liebe nicht mehr viel zu tun. ich könnte mit so nem mann nicht leben.

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