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Ehe am Ende?

15. Dezember 2018 um 23:57

Hallo allerseits!

ich wende mich an dieses Forum, weil ich verzweifelt bin...

Mein Mann war im letzten Jahr wegen einer Depression in Therapeutischer Behandlung. Bevor es mit ihm so schlimm würde, das er tatsächlich in eine Klinik musste, waren wir mit den Planungen für unsere Hochzeit bereits so weit, das wir alle eingeladen hatten...
Wir bzw. Ich wollte dann keinen Rückzieher wegen seiner Erkrankung machen und die Hochzeit verschieben, sodass wir dann ein schönes Fest und auch ein überwiegend schönes erstes Jahr als Ehepaar hatten.

Seit einigen Monaten allerdings spricht er davon, dass er sich nicht wohl fühlt, vielleicht vor einem Rückfall steht.

Ich denke das hat mittlerweile dazu geführt, dass wir uns emotional absolut distanziert haben, denn... ich habe das Gefühl, ihm meine Probleme nicht mehr tatsächlich mitteilen zu können.

Dazu kommt, das ich vor ein paar Wochen auf einer Familienfeier seine Familie schwer angegangen und beleidigt habe .. es war eine Menge Alkohol im Spiel und ich schäme mich dafür. Ich weiß, ich muss und ich will mich auch bei den betroffenen dafür entschuldigen. Aus Zeitmangel ist das bisher nicht geschehen.
am Tag direkt nach der Feier hat seine Familie jedenfalls mit mir gebrochen und uns beide für die weihnachtsfeiertage ausgeladen. Da er nicht viel mit mir spricht kann ich nur vermuten, dass ihn das sehr belastet....

Als Grund für die Feindseligkeiten kann ich im Nachhinein nur fehlende Kommunikation zwischen mir und meinem Mann nennen...

Er spricht nicht mehr so richtig mit mir, nur über das alltägliche und beachtet mich ansonsten kaum. Weiter habe, bzw hatte ich vor diesem Krach schon das Gefühl, nicht von ihm wertgeschätzt zu werden...

ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll... außer "sprich mit ihm"...
denn ich habe das Gefühl, das kann ich nicht, weil es ihn in seiner Erkrankung nicht gut tun würde...

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16. Dezember 2018 um 0:46

Hallo
mein Freund/Verlobter leidet auch an Depressionen und so kann jch mir vorstellen wie das für dich sein muss.
Generell denke ich dass Kommunikation etwas sehr wichtiges ist. Ich glaube dir, dass es schwer ist mit ihm über schwierige Themen zu reden, das kenne ich nurall zu gut. Aber vielleicht fängst du etwas leichter an. Bitte deinen mann um einen gemeinsamen Abend. Kocht etwas gemeinsam und esst zusammen mit netter Musik im Hintergrund die ihr beide mögt. Versucht dabei ins reden zu kommen über erst mal alles mögliche. Verlagert das auf die Couch und genießt z.b. einen guten Wein zusammen. Vielleicht kommen schon Themen auf, die dir wichtig wären, aber erzwingen es bitte nicht. Wenn nicht der Zeitpunkt dafür ist, dann sprecht über andere Dinge: schöne Dinge. 
Wenn ihr das öfters wiederholt könnte das helfen eure allgemeine Kommunikation wieder anzukurbeln und euch wieder naher zu kommen. 
Außerdem: versuch es mit ich Botschaften. Anstatt Vorwürfe zu machen, sagen was einen beschäftigt und wie man sich dabei fühlt
Ich hoffe dass ihr es wieder hin bekommt, aber ich glaube dass ihr es trotz seiner Depressionenschaffen könnt uber wichtige Dinge zu reden. Auch darüber wie du dich fühlst...
Liebe Grüße

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16. Dezember 2018 um 12:13

Depressionen sind keine Grippe, die nach ein paar Tagen vorbei ist... 

Es ist jedenfalls bei meinem Mann ein dauerzustand, der mal besser und mal schlechter ist. Er nimmt Medikamente und geht zur Therapie.  Ich bin nunmal kein Therapeut, sondern seine Partnerin die auch wünsche und Gefühle hat. Einfach nur funktionieren und mich kümmern hat nun einige monate geklappt, aber ich kann das nunmal nicht ewig so weiter machen... 

Gerade zum Beispiel hat er mir gesagt, das seine Oma denk, ich würde sie nicht mögen, weil ich schon lange nicht mehr da war... 
Mein Papa hat vor ein paar Tagen genau das selbe zu mir gesagt. Eben das er das Gefühl hat, dass mein Mann ihn nicht mag, weil ich ihn immer nur alleine besuchen komme und mein Mann keine Lust hat. 
Das kann ich ihm aber nicht sagen, weil es ihm ja nicht gut geht... 

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16. Dezember 2018 um 12:50
In Antwort auf lolapalisa

Hallo allerseits! 

ich wende mich an dieses Forum, weil ich verzweifelt bin... 

Mein Mann war im letzten Jahr wegen einer Depression in Therapeutischer Behandlung. Bevor es mit ihm so schlimm würde, das er tatsächlich in eine Klinik musste, waren wir mit den Planungen für unsere Hochzeit bereits so weit, das wir alle eingeladen hatten... 
Wir bzw. Ich wollte dann keinen Rückzieher wegen seiner Erkrankung machen und die Hochzeit verschieben,  sodass wir dann ein schönes Fest und auch ein überwiegend schönes erstes Jahr als Ehepaar hatten. 

Seit einigen Monaten allerdings spricht er davon, dass er sich nicht wohl fühlt, vielleicht vor einem Rückfall steht. 

Ich denke das hat mittlerweile dazu geführt, dass wir uns emotional absolut distanziert haben, denn... ich habe das Gefühl, ihm meine Probleme nicht mehr tatsächlich mitteilen zu können. 

Dazu kommt, das ich vor ein paar Wochen auf einer Familienfeier seine Familie schwer angegangen und beleidigt habe .. es war eine Menge Alkohol im Spiel und ich schäme mich dafür.  Ich weiß, ich muss und ich will mich auch bei den betroffenen dafür entschuldigen. Aus Zeitmangel ist das bisher nicht geschehen. 
am Tag direkt nach der Feier hat seine Familie jedenfalls mit mir gebrochen und uns beide für die weihnachtsfeiertage ausgeladen. Da er nicht viel mit mir spricht kann ich nur vermuten, dass ihn das sehr belastet.... 

Als Grund für die Feindseligkeiten kann ich im Nachhinein nur fehlende Kommunikation zwischen mir und meinem Mann nennen... 

Er spricht nicht mehr so richtig mit mir, nur über das alltägliche und beachtet mich ansonsten kaum. Weiter habe, bzw hatte ich vor diesem Krach schon das Gefühl, nicht von ihm wertgeschätzt zu werden... 

ich bin mir nicht sicher, was ich tun soll... außer "sprich mit ihm"... 
denn ich habe das Gefühl, das kann ich nicht, weil es ihn in seiner Erkrankung nicht gut tun würde... 
 

Sprich mit ihm

Depressive brauchen doch keine Schutzmauer. bzw. Schonstatus... Wie soll es denn anders gehen?
kein Alibi: Sucht das regelmäßige Gespräch in guter Absicht und ohne Vorwürfe. Und dann glätte so gut es geht die Wogen mit der Verwandtschaft, Zeit dazu soll schon da sein. Viel ERrfolg

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16. Dezember 2018 um 16:53
In Antwort auf lolapalisa

Depressionen sind keine Grippe, die nach ein paar Tagen vorbei ist... 

Es ist jedenfalls bei meinem Mann ein dauerzustand, der mal besser und mal schlechter ist. Er nimmt Medikamente und geht zur Therapie.  Ich bin nunmal kein Therapeut, sondern seine Partnerin die auch wünsche und Gefühle hat. Einfach nur funktionieren und mich kümmern hat nun einige monate geklappt, aber ich kann das nunmal nicht ewig so weiter machen... 

Gerade zum Beispiel hat er mir gesagt, das seine Oma denk, ich würde sie nicht mögen, weil ich schon lange nicht mehr da war... 
Mein Papa hat vor ein paar Tagen genau das selbe zu mir gesagt. Eben das er das Gefühl hat, dass mein Mann ihn nicht mag, weil ich ihn immer nur alleine besuchen komme und mein Mann keine Lust hat. 
Das kann ich ihm aber nicht sagen, weil es ihm ja nicht gut geht... 

hat schon mal einer von Euch daran gedacht, eine KUR zu beantragen?

Es geht vor allem darum, dass Ihr  - jeder auch für sich - dringend mal ein anderes Umfeld benötigt, um sich mal wieder ''frei'' zu fühlen von allen angehäuften Belastungen.

Dafür sucht Euch Gesellschaft, die Euch gut tut.

Denn gerade der Depressive möchte sich einfach nur zurückziehen - nichts und niemanden hören und sehen.

Ja und dabei ist selbst der Partner schon eine starke Belastung, der ja auch nur um sich selbst besorgt ist, sicher sogar zu recht.
Denn wenn Ihr beide nicht mehr fröhlich sein könnt, muss eine hilfreiche Lösung gefunden werden - die zur Befreiung führt. Sich unter Zwang zu fühlen, ist ein Druck, dem wohl keiner lange Widerstand halten kann.

Lasst Euch bitte von Eurem Hausarzt beraten! Den wird es doch hoffentlich geben?

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16. Dezember 2018 um 22:21

Die These, dass die Ursache von Depressionen zu 99 % im familiären Umfeld liegen, überrascht mich etwas. Ich will dich nicht angreifen, es interessiert mich, ob es dafür belastbare Daten gibt und wäre dir für die Mitteilung einer entsprechenden Quelle dankbar. Gruß!

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16. Dezember 2018 um 22:40

Warum war ein Fest mehr wert, als die Gesundheit deines Mannes?

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17. Dezember 2018 um 0:06

Vielen Dank für den Link zu diesem seriösen und afaik guten Link.

Es ist allerdings nicht das, was ich erhoffte. Dachte, es gäbe vielleicht eine neue große Studie (Adptionsstudie, Zwillingsforschung, neue Erkenntnisse aus bildgebenden Verfahren, was weiss ich) .

Trotzdem: Der Übersichtsaufsatz ist sicher hilfreich. Erlaube mir bitte, deine 99% These für etwas gewagt zu halten.

Gruß!

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17. Dezember 2018 um 0:17
In Antwort auf alexus_12892878

Warum war ein Fest mehr wert, als die Gesundheit deines Mannes?

Im Leben macht man manchmal Fehler. ME ist dein Posting extrem zugespitzt, als ob die TE abgewogen und eiskalt kalkuliert gehandelt hätte und nicht aus einer augenblicklichen Spannung. Leider können wir die Vergangenheit nicht ändern. Keine Löschtaste.

 

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