Forum / Liebe & Beziehung

Echte Freundschaft??

Letzte Nachricht: 5. August 2004 um 9:10
A
amina_12265633
07.03.04 um 18:56

Hi,

also glaubt ihr an echte Freundschaften? Können sie ein ganzes Leben lang bestehen bleiben? (Ok, ich weiss, ist ein bisschen übertrieben!!!). Wenn man sich schon z.B.: 10 Jahre lang kennt, wird das nicht nach einer Zeit langweilig, man hat sich doch schon alles gesagt!? Kann man einem Freund überhaupt richtig vertrauen, wenn es darauf ankommt? Ist er für einen da? Wenn man Fehler macht und sich dafür entschuldigt, verzeiht das ein ECHTER Freund? Ich meine aus Fehlern lernt man doch, das ist nur menschlich. Jeder macht sie mal, sogar ich
Mich würde interessieren, was ihr so darüber denkt! Denn ich hab mir jetzt ungefähr zum 100sten mal geschworen, nie wieder einem Menschen zu vertrauen oder gar ihn zu mögen, bevor ich ihn erstmal ein bisschen länger und besser kenne. Aber im Grunde genommen ist es doch meine eigene Schuld, ich hätte einfach nur meine vorlaute Klappe halten sollen. Das schlimmste an dieser ganzen Sache ist doch, dass mir dieser Mensch ans Herz gewachsen ist.(Oh Gott, hört sich das kitschig an, wie aus so einem hohlen Dreigroschen Roman!!!)

Liebe Grüße

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M
marna_11962097
07.03.04 um 19:41

Ich glaube dran...
...an echte Freundschaften, die ein Leben lang bestehen. Aber von solchen Freunden hat man vielleicht 1 oder 2, mehr nicht. Alles andere sind Bekanntschaften oder lose Freunschaften.
An so einer Freundschaft musst Du aber auch ein Leben lang arbeiten, damit es so bleibt. Jeder von uns hat Macken oder ärgert sich mal über den anderen. Und jeder macht mal Fehler. Aber wenn die Freundschaft beiden wirklich wichtig ist ( und es vielleicht nicht darum geht, der Freundin den Freund auszuspannen - das ist unverzeihlich , finde ich ), dann rauft man sich auch wieder zusammen. Echte Freundschaft heisst, auch vertrauen zu können -ohne Angst zu haben, enttäuscht zu werden.

Ich glaube, es ist nicht so einfach , Freunde
fürs Leben zu finden und es hat auch was mit Glück zu tun.

Ich wünsche Dir viel Glück !

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Cosmicgirl
Cosmicgirl
07.03.04 um 19:59

Hi Gina,
das sind viele fragen, die du da stellst. allerdings hast du dir die wichtigsten -wie ich finde- fragen, die gleichzeitig auch alle deine anderen fragen dazu beantworten gar nicht gestellt.

was ist freundschaft, wen kann ich wirklich freund nennen, wem kann ich wirklich freund sein?

wenn man sich 10 jahre lang kennt, bedeutet es nicht automatisch, dass man auch be-freundet ist und auch wenn leute sagen: ich bin dein freund. sind sie es nicht wirklich, nur weil sie es sagen. ich denke, freund *ist* man. man muss sich nicht dazu ernennen, genausowenig wie man sich zum helfer in der not ernennen muss, man hilft einfach oder man lässt es.

man erkennt freundschaft an der bedingungs- und der erwartungslosigkeit. ein freund erwartet nichts für das, was du ihm zu geben bereit bist, er fordert keine gegenleistung ein. ein freund stellt keine bedingungen, wie etwa: *wenn du das oder jenes für mich tust, dann bekommst du das oder jenes.* das sind versprechungen und lockungen, nicht aber freundschaft.

ehrlichkeit gehört zur freundschaft genauso wie vertrauen und hingabe. das bedeutet allerdings, dass ich niemandem wirklich freund sein, wenn ich mir selbst nicht freund sein kann. ich muss also an erster stelle mir selbst vertrauen können, mich selbst so lieben können wie ich bin und nicht so wie andere mich gerne hätten.

oft gibt es auch zweifel an wahrer freundschaft, weil sie manchmal nicht als solche erscheint. manchmal im leben ist eben einfach so, dass nichts so ist wie es scheint und doch ist alles so wie es scheint.

denn diese zweifel sind immer auch zweifel an sich selbst. kann ich wirklich freund sein, stelle ich bedingungen, erwarte ich etwas? diese fragen sollte man sich immer wieder selbst stellen, sich immer wieder selbst rückführen, bevor man dem anderen unterstellt, er wäre ja gar kein freund.

ein freund muss auch nicht immer *freundlich* sein. denn es ist nicht unbedingt derjeniger der freund, der freundich ist und mir nach dem munde redet, sondern vielmehr der, der ehrlich ist und dabei möglicherweise aber nicht immer freundlich bleibt.

ein freund kann viele gesichter haben, er kann dir aus freundschaft eine runterhauen, weil es gerade einfach nötig war. er kann dir aus freundschaft etwas verwehren, weil er dir damit nicht wirklich helfen, sondern eventuell sogar schaden könnte.

ein freund muss sogar bereit dazu sein, jemanden zu enttäuschen, jemandem weh zu tun. aus freundschaft, weil er sich selbst gegenüber treu bleiben muss, da er die freundschaft sich selbst gegenüber nicht verraten darf und kann. so ist wie bereits gesagt, ist nichts so wie es scheint und doch alles so wie es scheint.

und wenn du erkennst, dass es anders ist, als du gedacht hast, dann sei aber nicht enttäuscht, denn auch das gehört zur bedingungslosigkeit, den anderen so zu nehmen wie er ist und nicht so, wie du ihn gerne hättest.

denn selbst dann, wenn der *freund* nach deinem erkennen doch nicht zur wahren freundschaft fähig ist, hast du dennoch die möglichkeit ihm gegenüber freund zu bleiben, indem du ihn so akzeptierst wie er ist, eben auch mit seinen schwächen.

liebe grüsse
cosmic.

... die selbst freund sein kann und äschte, einzigartige, ganz grossartige freunde hat.

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amina_12265633
07.03.04 um 22:11
In Antwort auf marna_11962097

Ich glaube dran...
...an echte Freundschaften, die ein Leben lang bestehen. Aber von solchen Freunden hat man vielleicht 1 oder 2, mehr nicht. Alles andere sind Bekanntschaften oder lose Freunschaften.
An so einer Freundschaft musst Du aber auch ein Leben lang arbeiten, damit es so bleibt. Jeder von uns hat Macken oder ärgert sich mal über den anderen. Und jeder macht mal Fehler. Aber wenn die Freundschaft beiden wirklich wichtig ist ( und es vielleicht nicht darum geht, der Freundin den Freund auszuspannen - das ist unverzeihlich , finde ich ), dann rauft man sich auch wieder zusammen. Echte Freundschaft heisst, auch vertrauen zu können -ohne Angst zu haben, enttäuscht zu werden.

Ich glaube, es ist nicht so einfach , Freunde
fürs Leben zu finden und es hat auch was mit Glück zu tun.

Ich wünsche Dir viel Glück !

Hallo Franny,
es stimmt schon das man daran arbeiten muss, aber was wenn die andere Person überhaupt keinen Kontakt mehr mit einem haben will??? Ach irgendwie ist das alles total beschissen, vielleicht sollte ich damit abschliessen und die Sache auf sich beruhen lassen und das wars dann.

Liebe Grüße,
Irina

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amina_12265633
07.03.04 um 22:16
In Antwort auf Cosmicgirl

Hi Gina,
das sind viele fragen, die du da stellst. allerdings hast du dir die wichtigsten -wie ich finde- fragen, die gleichzeitig auch alle deine anderen fragen dazu beantworten gar nicht gestellt.

was ist freundschaft, wen kann ich wirklich freund nennen, wem kann ich wirklich freund sein?

wenn man sich 10 jahre lang kennt, bedeutet es nicht automatisch, dass man auch be-freundet ist und auch wenn leute sagen: ich bin dein freund. sind sie es nicht wirklich, nur weil sie es sagen. ich denke, freund *ist* man. man muss sich nicht dazu ernennen, genausowenig wie man sich zum helfer in der not ernennen muss, man hilft einfach oder man lässt es.

man erkennt freundschaft an der bedingungs- und der erwartungslosigkeit. ein freund erwartet nichts für das, was du ihm zu geben bereit bist, er fordert keine gegenleistung ein. ein freund stellt keine bedingungen, wie etwa: *wenn du das oder jenes für mich tust, dann bekommst du das oder jenes.* das sind versprechungen und lockungen, nicht aber freundschaft.

ehrlichkeit gehört zur freundschaft genauso wie vertrauen und hingabe. das bedeutet allerdings, dass ich niemandem wirklich freund sein, wenn ich mir selbst nicht freund sein kann. ich muss also an erster stelle mir selbst vertrauen können, mich selbst so lieben können wie ich bin und nicht so wie andere mich gerne hätten.

oft gibt es auch zweifel an wahrer freundschaft, weil sie manchmal nicht als solche erscheint. manchmal im leben ist eben einfach so, dass nichts so ist wie es scheint und doch ist alles so wie es scheint.

denn diese zweifel sind immer auch zweifel an sich selbst. kann ich wirklich freund sein, stelle ich bedingungen, erwarte ich etwas? diese fragen sollte man sich immer wieder selbst stellen, sich immer wieder selbst rückführen, bevor man dem anderen unterstellt, er wäre ja gar kein freund.

ein freund muss auch nicht immer *freundlich* sein. denn es ist nicht unbedingt derjeniger der freund, der freundich ist und mir nach dem munde redet, sondern vielmehr der, der ehrlich ist und dabei möglicherweise aber nicht immer freundlich bleibt.

ein freund kann viele gesichter haben, er kann dir aus freundschaft eine runterhauen, weil es gerade einfach nötig war. er kann dir aus freundschaft etwas verwehren, weil er dir damit nicht wirklich helfen, sondern eventuell sogar schaden könnte.

ein freund muss sogar bereit dazu sein, jemanden zu enttäuschen, jemandem weh zu tun. aus freundschaft, weil er sich selbst gegenüber treu bleiben muss, da er die freundschaft sich selbst gegenüber nicht verraten darf und kann. so ist wie bereits gesagt, ist nichts so wie es scheint und doch alles so wie es scheint.

und wenn du erkennst, dass es anders ist, als du gedacht hast, dann sei aber nicht enttäuscht, denn auch das gehört zur bedingungslosigkeit, den anderen so zu nehmen wie er ist und nicht so, wie du ihn gerne hättest.

denn selbst dann, wenn der *freund* nach deinem erkennen doch nicht zur wahren freundschaft fähig ist, hast du dennoch die möglichkeit ihm gegenüber freund zu bleiben, indem du ihn so akzeptierst wie er ist, eben auch mit seinen schwächen.

liebe grüsse
cosmic.

... die selbst freund sein kann und äschte, einzigartige, ganz grossartige freunde hat.

Hallo Cosmic,
du schreibst man soll erstmal sich selbst lieben und sich so akzeptieren wie man ist und erst dann ist man fähig wahre Freundschaft für jemand anderen zu empfinden. Man soll sich nicht verstellen usw. Aber was wenn man diese ganzen "Eigenschaften" besitzt und trotzdem wird man ständig daran erinnert (von besagten Freunden), dass man im Grunde genommen total ungerecht und verletztend ist. Ok, vielleicht bin ich manchmal verletztend, aber ich mache das nicht mit Absicht. Ich merke gar nicht, dass einige Sachen, die ich von mir gebe für andere Menschen "merkwürdig" erscheinen. Ich erwarte nur von "Freunden" , dass sie mich so akzeptieren wie ich bin. Ich habe mich oft genug dafür entschuldigt, dass ich "gemein" war. Irgendwann reicht es mir auch und ich werde niemanden zwingen mit mir befreundet zu sein. Das habe ich nicht nötig. Ich muss mich vor keinem Menschen rechtfertigen. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich kein "Unschuldslamm" bin, aber mir tun die Sachen die ich getan bzw. gesagt habe leid.

Liebe Grüße,
Irina

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Cosmicgirl
Cosmicgirl
08.03.04 um 12:32
In Antwort auf amina_12265633

Hallo Cosmic,
du schreibst man soll erstmal sich selbst lieben und sich so akzeptieren wie man ist und erst dann ist man fähig wahre Freundschaft für jemand anderen zu empfinden. Man soll sich nicht verstellen usw. Aber was wenn man diese ganzen "Eigenschaften" besitzt und trotzdem wird man ständig daran erinnert (von besagten Freunden), dass man im Grunde genommen total ungerecht und verletztend ist. Ok, vielleicht bin ich manchmal verletztend, aber ich mache das nicht mit Absicht. Ich merke gar nicht, dass einige Sachen, die ich von mir gebe für andere Menschen "merkwürdig" erscheinen. Ich erwarte nur von "Freunden" , dass sie mich so akzeptieren wie ich bin. Ich habe mich oft genug dafür entschuldigt, dass ich "gemein" war. Irgendwann reicht es mir auch und ich werde niemanden zwingen mit mir befreundet zu sein. Das habe ich nicht nötig. Ich muss mich vor keinem Menschen rechtfertigen. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich kein "Unschuldslamm" bin, aber mir tun die Sachen die ich getan bzw. gesagt habe leid.

Liebe Grüße,
Irina

Liebe Irina,
ich habe den eindruck, du hast ein schlechtes gewissen und bist auch enttäuscht.

enttäuschung bedeutet, dass du nicht von der person ansich ent-täuscht wurdest, sondern der schein den du selbst sehen wolltest war eine täuschung - dann bist du ent-täuscht und zwar von dir selbst.

sei ehrlich zu dir selbst, dann kann der andere auch ehrlich zu dir sein. wenn du dich selbst belügst, muss der andere dich belügen, weil er mit dem schein von dir kommuniziert und nicht mit deinem sein.

aber das gute ist: man kann immer wieder neu anfangen und es ausprobieren.

einen freund hat man nicht, freund *ist* man. und alles andere ergibt sich dann schon.

liebe grüsse
cosmic.

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B
bride_12288350
08.03.04 um 12:50

Meine erfahrung
ist die, dass ein mensch an EINER hand seine wahren freunde zählen kann.

ich verstehe, dass am anfang des kennenlernens eine euphorie entsteht. man hat die gleichen oder ähnlichen interessen was auch immer, doch nach einer gewissen zeit muss man auch an dieser beziehung arbeiten.

meine älteste freundin und ich wir kennen uns seit dem kindergarten, das sind sage und schreibe 21 jahre, da gab es viele aufs und abs! aber man darf nie den kontakt brechen.

wir hatten auch zeiten da waren wir uns nicht so nahe doch der kontakt hielt.

wir haben auch lernen müssen miteinander zu kommunizieren, wie in jeder normalen beziehung.

man hat sich immer etwas zu sagen, mal sind es lapalien, mal ist es was lebensveränderndes!

aber das alles gehört dazu! ich habe genau 3 freunde. ich weiss ich könnte mit blutigen händen auftauchen und sie würden mir helfen, was nicht heisst sie würden mich nicht kritisieren!

aber das hat sich über jahre herauskristallisiert.

für eine echte und tiefe freundschaft( das heisst nicht wir hören und sehen uns jeden tag) muss man geduld und zeit haben.

ich wünsche dir, dass du bald solche gute freunde findest wie ich sie habe!
lass dir zeit und rücke vorsichtig mit deinen gefühlen und privatem(absolut privatem) raus!

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M
mikel_12240308
04.08.04 um 23:28

Hallo Irina,

Ich bin mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht der Mensch den Du meinst und obwohl Dich ich nicht kenne spüre ich das Du nicht so kalt und herzlos bist wie Du manchmal wirkst. (Ich habs in deinen Augen gesehen...) Also ich mag Kitsch + ich stehe dazu, das solltest Du auch. Alle Mädchen oder Frauen mögen Kitsch auch wenn Sie es nicht zeigen. Du hast Recht jeder Mensch sollte einen anderen Menschen so nehmen wie er ist. Ich denke jeder Deiner Freunde wird Dir verzeihen wenn Du mal einen Fehler machst. Vielleicht bist Du auch nur ein wenig unsicher was überhaupt nichts Schlimmes ist. Mit der Zeit geht das vorbei. Ich weiss nur Eines ob Du mich magst oder nicht, spielt keine Rolle denn ich mag Dich und ich find Du hast Klasse und Ausstrahlung, ich bin auch nur ein Mensch und habe die selben Fehler gemacht wie Du und ich mache Sie immer noch. Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder.
LG Alex

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S
saleh_12920953
05.08.04 um 9:10

Freundschaften ...
Hallo Gina !
Die meisten "Freundschaften" sind doch oft nur bessere Bekanntschaften, die bis zu einem bestimmten Punkt reichen, aber irgendwo nicht weiter in die Tiefe gehen. Echte Freundschaften sind sehr schwer zu finden. Es gibt sie jedoch. Dazu gehören meiner Ansicht nach gegenseitiges Vertrauen; dass man sich auch schonungslos sagen kann, was einem am anderen nicht passt; dass man sich streiten kann, dabei aber nie den anderen absichtlich verletzt und immer wieder eine gemeinsame Basis findet, auch wenn man sich selbst vielleicht im Recht fühlt.
Fehler zu machen ist menschlich. Sie sich einzugestehen, fällt schwer. Daraus zu lernen, ist das Wichtigste.
Leider merkt man oft erst in einer Krisensituation, wer tatsächlich ein Freund ist und wer nicht ... . "Jeder will einen Freund haben, aber niemand will einer sein" - sagt ein Sprichwort. D.h. beide Seiten müssen in einer freundschaftlichen Beziehung permanent sowohl an sich selbst arbeiten, als auch daran, die Freundschaft am Leben zu erhalten.

corvinus

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